Bibeln

Profil

Die Stuttgarter Bibelsammlung ist die umfangreichste in Deutschland und zählt zusammen mit den Sammlungen in London und Cambridge zu den weltweit größten.

Den Grundstock legte der Bibliotheksgründer Herzog Carl Eugen von Württemberg. 1784 erwarb er auf einer Reise nach Kopenhagen vom dortigen Pastor Josias Lorck mehr als 5.000 Bibeln und bibelähnliche Werke. 

Von den lateinischen Bibelausgaben bis 1500 liegen über 70% vor, darunter eine Gutenberg-Bibel. Weltweit einmalig ist die Folge der 18 frühneuhochdeutschen Bibeldrucke.

Bis 1546 erschienene Drucke mit Luthers Bibelverdeutschung sind nahezu lückenlos in der Stuttgarter Sammlung. Auch von den katholischen Übersetzungen der Gegenreformation sind aus dem 16. und 17. Jahrhundert alle Ausgaben vorhanden.

Große Folio-Ausgaben der lutherischen Orthodoxie erschienen bis ins 18. Jahrhundert und sind ebenso vorhanden wie Gebrauchsbibeln des Pietismus mit seinen verschiedenen Strömungen.

Die Sammlung umfasst viele Sprachen. Erwähnenswert sind die Ausgaben der semitischen Sprachen mit ihren nichtlateinischen Alphabeten. Bedeutend sind auch die Exemplare in süd- und ostasiatischen sowie vielen indigenen Sprachen Amerikas und Afrikas (Missionsbibeln).

Einige Tausend Bände sind mehr oder weniger reich und wertvoll illustriert (Bilderbibeln).

Nutzung

Unsere Bibeln können Sie im Sonderlesesaal nach Voranmeldung einsehen. Bestimmte Teilbestände können nicht über den WLB-Katalog bestellt werden. Bitte wenden Sie sich zur Bestellung direkt an uns.

In unserenDigitalen Sammlungen finden Sie einen Ausschnitt des Bestands.

Weitere Informationen finden Sie in unseremWLB-Wiki.

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Alte Drucke und Bibelsammlung Sammlungsleitung

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Alte Drucke und Bibelsammlung
Allgemeine Anfragen

Bestände

Einige Exemplare der Stuttgarter Bibelsammlung haben weltweite Bekanntheit erlangt (z.B. Gutenbergbibel, Tyndale NT 1526, Merian-Bibel). 

Der Wert einiger besonderer Stücke liegt mehr in der Ausgabe als in spezifischen Merkmalen des jeweiligen Exemplars. Es handelt sich umhäufig rezipierte Ausgaben (z.B. frühneuhochdeutsche Bibeldrucke, Luthers Ausgabe letzter Hand, Endter-Bibeln). Oder um vollständig vorhandene Ausgabe-Folgen.

Bibeln lassen sich auch aufgrund formaler Merkmale, Zweck oder Ausstattung inGattungen (z.B. Bilderbibeln, Missionsbibeln) einteilen. Größere Teilsammlungen stammen aus dem Vorbesitz bibliophiler Personen (z.B. Sammlung Lütze).

Manche Stücke der Sammlung sind aus unterschiedlichen Gründen beschädigt. Sie bedürfen der Restaurierung. Mit demBuchpatenschaftsprogramm können Sie die Rettung einzelner Objekte ermöglichen.

Recherche

Der weitaus größte Teil der Bibeln ist über den Katalog recherchierbar (Recherchehinweise). Bibel-Inkunabeln (Drucke bis zum Erscheinungsjahr 1500) sind in der Spezialdatenbank INKA dokumentiert (gedruckter Katalog im Sonderlesesaal: AN 22613 U58-5). Digitalisierte Bibeln finden Sie in den Digitalen Sammlungen. Viele verzierte Einbände des 15./16. Jahrhunderts, auch von Bibelausgaben, sind in der Einbanddatenbank nachgewiesen.

Der wissenschaftliche Katalog (Die Bibelsammlung der Württembergischen Landesbibliothek) wurde 1984–2002 gedruckt. Er enthält detaillierte Beschreibungen zu den griechischen, lateinischen sowie deutschen Bibelausgaben bis Druckjahr 1800 (Sonderlesesaal: AN 19280 S937 W95).

Die Bibelsammlung wird beständig erweitert. Die genauen Angaben zur Zahl der bibliographischen Einheiten sowie der Sprachen finden Sie hier.

Alle Bibelausgaben haben den Bezug auf dieselbe Textquelle gemeinsam. Allerdings unterscheiden sie sich stark in zahlreichen Details. Es ist teilweise nicht einfach zu sagen, was eine Bibel im Sinne der Bibelsammlung ist. Einige Hilfsmittel unterstützen die inhaltliche bzw. buchgeschichtliche Arbeit mit Bibeln: