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Loge Johannes zum wiedererbauten Tempel Ludwigsburg

Unter der Großloge "Zur Sonne" in Bayreuth wurde am 1. Juli 1855 die heutige Ludwigsburger Loge "Johannes zum wiedererbauten Tempel" gegründet. 1887 begannen die Arbeiten am Logenhaus in der Asperger Strasse 37. 1888 wurde das Logenhaus feierlich eingeweiht. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde die Loge am 20. April 1933 gewaltsam aufgelöst. 1935 ging das Logenhaus in den Besitz der Stadt Ludwigsburg über. Die SA bezog das nun "Haus der Humanität" genannte Gebäude bis 1945. Nach Kriegsende konnte am 14. Februar 1946 die Ludwigsburger Freimaurerloge ihre Arbeit wieder aufnehmen. In diesem Jahr wurde auch das Logenhaus an die Loge zurückgegeben.

Insgesamt wurden in der Württembergischen Landesbibliothek 99 Bücher aus den Beständen der Ludwigsburger Loge gefunden. Die Bücher kamen 1934 als "Geschenk" eines Mitglieds der Loge in die Bibliothek. Durch die Schenkung an die WLB versuchten die Logenmitglieder vermutlich, ihre Bibliothek vor einer Beschlagnahmung zu retten.

Die Bücher aus dem Besitz der Loge konnten am 16. April 2019 bei einer kleinen Feierlichkeit im Haus der Loge restituiert werden. Herausragend sind drei Schriften, die aus der Anfangszeit der Loge stammen. Sie sind in kaum einer anderen Bibliothek in Deutschland vorhanden. Vor der Restitution wurden die Bände in der Württembergischen Landesbibliothek digitalisiert und sind nun in den Digitalen Sammlungen der WLB zugänglich.

 


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