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>Württembergische Landesbibliothek>Sammlungen>Musik>Bestand
 

Geschichte des Bestands

Die Schwerpunkte der Musiksammlung gehen auf den Gründer der Württembergischen Landesbibliothek Herzog Karl Eugen von Württemberg zurück. Vor Antritt seines Regierungsamtes im Jahr 1744 hatte der angehende Herzog Gelegenheit, am Hof Friedrichs II. von Preußen die musikalischen Strömungen und auch die Theaterkultur seiner Zeit kennenzulernen. Bereits in Stuttgart hatte er sich mit Musik beschäftigt. Nun konnte er seine Kenntnisse im Klavierspiel durch Unterricht bei Carl Philipp Emanuel Bach verfeinern und trat auch durch seine Äußerungen über Musik hervor.
Im Jahr 1750 schenkte Karl Eugen seiner Frau Friederike von Brandenburg-Bayreuth zum Geburtstag ein Hoftheater. Dieses Jahr markiert zugleich den Beginn der Sammlung von Opernpartituren. Als der Herzog 1765 seine Herzoglich Öffentliche Bibliothek gründete, bildeten diese Partituren, zusammen mit weiteren Musikalien für das Hoftheater, für Fest- und Tafelmusiken sowie für die Hofkapelle, den Grundstock der Musiksammlung. Dieser Bestand wächst durch die fortwährenden Ablieferungen der heute »Staatstheater Stuttgart« genannten Institution beständig weiter.

Neben den Opernmanuskripten, Musikdrucken, Textbüchern und Theater- und Konzertzetteln des Hoftheaters gibt es aber auch eine große Zahl liturgischer Musikhandschriften, größtenteils aus säkularisiertem Klosterbesitz.
Ein besonders schöner, geschlossener Bestand sind die "Stuttgarter Chorbücher", in denen das Repertoire der Stuttgarter Hofkapelle des
16. Jahrhunderts überliefert ist.
Im Jahr 1783 schenkte das Kloster Neresheim dem Herzog die sog. »Lorcher Chorbücher«.

Als Folge der Säkularisation kam die Deutschordensbibliothek Altshausen und damit ein beachtlicher Teil der Drucke des Verlagshauses Ballard in Paris aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in königlich württembergischen Besitz. Hervorzuheben ist der Lully-Bestand. Die 12 handschriftlichen Partituren und die Erstausgaben seiner Werke gehören zu den Zimelien der Sammlung.

Im Jahr 1784 erwarb Karl Eugen von dem Kopenhagener Pastor Josias Lorck zahlreiche Bibeln und bibelähnliche Werke. Teil dieser Errungenschaft waren auch mehrere Gesangbücher. Bereits im Jahr 1789 berichtete Wilhelm von Humboldt nach einem Besuch in Stuttgart von der Gesangbuchsammlung. Diese wurde unter anderem durch den Nachlass des württembergischen Hymnologen Christoph König im Jahr 1969 erheblich erweitert und gilt heute als eine der größten Gesangbuchsammlungen Deutschlands.

Über die Jahre gelangten zahlreiche weitere Nachlässe und Sammlungen in die Bibliothek und prägten das Bild der Musiksammlung zum Teil entscheidend mit. So bereicherte 1876 die Sammlung Ludwig Gantter den Bestand um wertvolle englische Ausgaben an Musica practica und im Jahr 1920 hinterließ der an der Stuttgarter Technischen Hochschule lehrende Ernst Wölffing der Bibliothek etwa 4000 Klavierauszüge, womit die Sammlung in diesem Bereich an die Spitze der deutschen Musikbibliotheken rückte.
Kurz nach dem Einzug in den heutigen Bibliotheksbau im Jahr 1970 und der Eröffnung eines Fachlesesaals erhielt die Musiksammlung etwa 600 Liederbücher von Karl Aichele, dem früheren Leiter der Schulmusikabteilung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Neben den genannten dokumentieren auch viele andere musikalische Nachlässe und Sammlungen die Musikgeschichte Baden-Württembergs von der Gründungszeit der Landesbibliothek bis in das 21. Jahrhundert.

 


Öffnungszeiten

Sonderlesesaal:
Mo-Fr: 10-17 Uhr
Sa: 9-13 Uhr

Schließungstage s. Aktuelles

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Letzte Änderung: 20.02.2017   © 2007 WLB
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