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Israelitische Gartenbauschule Ahlem

Die Israelitische Gartenbauschule Ahlem wurde 1893 als 'Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahlem bei Hannover' gegründet. Sie diente der jüdischen Bevölkerung als überregionale, internatsmäßige Bildungseinrichtung für Gartenbau und Handwerksberufe. In den ersten sechs Jahren nach der Machtergreifung konnte die Gartenbauschule zunächst relativ selbstständig bleiben. Erst am 23. Oktober 1939 wurde sie in die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zwangseingegliedert. Der Schulbetrieb wurde dann 1942 endgültig eingestellt. Ein Jahr später wurden Grundstück, Vermögen und Inventar beschlagnahmt.

Möglicherweise die Signatur der Gartenbauschule

Die Bibliothek der Gartenbauschule besaß etwa 1.500 Bände. Sie befand sich im Wohnraum der Lehrlinge im Haupthaus der Schule. Darüber hinaus verfügte die Bibliothek auch über 30 Zeitungen.
Nach der Schließung der Schule gelangten die Bücher vermutlich teilweise in das Gauarchiv der NSDAP in Hannover. Das Gauarchiv interessierte sich jedoch anscheinend hauptsächlich für Judaica. Bücher zum Thema Gartenbau wurden wahrscheinlich nicht übernommen. Es besteht die Vermutung, dass die Bestände hier bereits auseinandergerissen wurden und Teile verkauft oder vernichtet worden sind.
Nach dem Krieg wurden die Bestände aus dem Gauarchiv aufgeteilt. Die Bücher gingen zunächst an die Stadtbibliothek Hannover, die etwa 1.500 Bände an das Stadtarchiv weitergab. Hier wurde bisher jedoch nur ein Exemplar mit einem Stempel der Israelitischen Gartenbauschule Ahlem gefunden.


Kontakt

Projektleitung
Dr. Hans-Christian Pust
Tel. 0711/212-4518

Projektmitarbeiterin:
Maria Nüchter M.A.
Tel. 0711/212-4549


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