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GURS 1940

Ausstellungseröffnung Gurs 1940 am 10. Mai 2021 um 19 Uhr
Live aus dem Vortragssaal der Württembergischen Landesbibliothek


7.6.2021, Video-Veranstaltung der Bibliothek für Zeitgeschichte:
„Nicht ohne meine Kippa! Mein Alltag in Deutschland zwischen Klischees und Antisemitismus“
Buchvorstellung und Gespräch mit Levi Israel Ufferfilge
präsentiert über das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung


Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen
Jüdinnen und Juden

Eine Ausstellung in der WLB vom 11. Mai bis 18. Juli 2021

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 9 - 20 Uhr
Samstag und Sonntag: 11 - 17 Uhr

Die Ausstellung „Gurs 1940“ thematisiert die Verschleppung der jüdischen Bevölkerung aus Baden und aus Teilen des heutigen Rheinland-Pfalz und des Saarlands nach Südfrankreich.

Am 22. und 23. Oktober 1940 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus Baden und der Saarpfalz in den unbesetzten Teil Frankreichs deportiert. Offizielle Quellen sprechen von 6.504 Menschen. Die Zahl lag sicherlich höher. Dies war eine der ersten organisierten Verschleppungen von jüdischen Deutschen aus ihrer Heimat, initiiert von den regionalen nationalsozialistischen Verantwortlichen, den Gauleitern. Erst ein Jahr später begannen die systematischen Deportationen aus dem gesamten Deutschen Reich in den Osten. Die französischen Behörden leiteten die Transporte in das Lager Gurs, am Fuße der Pyrenäen, im Herzen des heutigen Departements Pyrénées-Atlantiques. Einigen der Deportierten gelang von dort die Flucht, mehr als tausend starben in den kommenden Jahren aufgrund der katastrophalen Lebensbedingungen.

Zwischen 1942 und 1944 organisierten SS und Polizei die Deportation der Internierten nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor, wo fast alle ermordet wurden. An diese Verbrechen und ihre Nachgeschichte erinnert diese Ausstellung. Auf 14 Stellwänden mit 28 Tafeln bettet sie regionale Geschichte in deutsche, französische und europäische Abläufe ein und nimmt Betroffene, aber auch Täter, Umstehende und Nutznießende in Deutschland und Frankreich aus verschiedenen Perspektiven in den Blick. Sie erzählt, wie dieser Verbrechen gedacht wurde und wird.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Sie ist in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Kooperation mit vielen Partnern aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Frankreich sowie dem Auswärtigen Amt entstanden. Die Ausstellung wird an verschiedenen Orten in Südwestdeutschland gezeigt. Die Stuttgarter Ausführung wurde vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg realisiert.

Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre erschienen, die in der WLB erhältlich ist. Weiterführende Informationen sowie eine gesamte Abbildung der Präsentation finden sich außerdem auf der Website: www.gurs1940.de


Kontakt

Ansprechpartner:
Dr. Christian Westerhoff
Tel.: 0711-212-4515


Beachten Sie auch die Ausstellung des Hauptstaatsarchivs:
Ausgrenzung – Raub – Vernichtung.
vom 9. Juni bis 6. August 2021


 


Letzte Änderung: 27.07.2021   © 2020 WLB
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