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Vorträge zur Zeitgeschichte
Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek veranstaltet regelmäßig in Stuttgart öffentliche Vorträge zu Politik und Zeitgeschichte. Auch Lesungen, Gespräche und Podiumsdiskussionen gehören zum Programm. Historikerinnen und Historiker kommen dabei ebenso zu Wort wie Persönlichkeiten aus der Buch- und Medienbranche und des öffentlichen Lebens. Die Reihe „Vorträge zur Zeitgeschichte“ richtet sich zugleich an fachlich Spezialisierte wie an allgemein historisch Interessierte.
Im Sommerhalbjahr 2026 geht es vor dem Hintergrund aktueller Bedrohungen der Demokratie erneut um die Vorgeschichte, die Sprache und die Folgen des Nationalsozialismus. Auch alternative Optionen und die Überwindung der Nachkriegszeit werden thematisiert. Der zeitliche Rahmen reicht von der Weimarer Republik bis zum Wirtschaftswunder.
Den Auftakt bildet eine kritische Bilanz des Umgangs mit Opfern des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik. Diesen wurde vielfach zunächst keine Wiedergutmachung zuteil, sondern sie erlebten stattdessen über Jahrzehnte hinweg eine fortgesetzte Diskriminierung, wie Stefanie Schüler-Springorum betont.
Was es bedeutet, den Hass und das vergiftete Gedankengut der Nationalsozialisten in eine andere Sprache zu übersetzen, besprechen wir mit Olivier Mannoni. Über zehn Jahre arbeitete er daran, eine Edition der Hetzschrift „Mein Kampf“ ins Französische zu übertragen, begleitet von einer hochemotionalen Debatte in den Medien.
Im Mai wirft Harald Jähner einen neuen Blick auf die Geschichte des sogenannten Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik. Erstmal konnten in den 1950er und 1960er Jahren breite Gesellschaftsschichten der Armut entrinnen und am Konsum teilhaben. Zahlreiche Weichenstellungen für unser heutiges Leben wurden gesetzt. Gleichzeitig stellten sich auch vielfach neue Fragen.
Zum Abschluss wirft Frank Biess einen Blick auf die internationale Vernetzung der Weimarer Republik, deren Entwicklung häufig zu isoliert betrachtet wird. Schon die erste deutsche Demokratie sah sich mit Zöllen und Handelsbeschränkungen konfrontiert. Wie heute breiteten sich global autoritäre Regime und Nationalismus aus. Dennoch hätte es deswegen nicht zur Machtübernahme der Nationalsozialisten kommen brauchen.
Informationen zur Teilnahme am Vortragsprogramm
Die Veranstaltungen sind öffentlich und werden auch im Internet übertragen. Aufzeichnungen der Vorträge stehen über das Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung zur Verfügung.
Flyer zur Vortragsreihe (PDF)