1942 November

 

 

 

Rettungsschiff (br.)  

1. Britisches Rettungsschiff,  mit dem Hochfrequenzpeiler HF/DF

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1.– 6.11.1942
Nordatlantik
Südöstlich Neufundland steht der Vorpostenstreifen »Veilchen« mit den U-Booten U 71, U 438, U 84, U 89, U 704, U 381, U 402, U 571, U 454, U 132, im Süden durch U 442, U 437, U 522 und U 521, an der Nordostküste durch U 183 und U 518 verstärkt. Dort erwartet er den Konvoi SC.107 (42 Schiffe, Commodore VAdm. Watson), gesichert von Escort Group C4 (LtCdr. Piers) mit dem kanad. Zerstörer Restigouche, den kanad. Korvetten Algoma, Amherst, Arvida und der brit. Celandine. Rettungsschiff Stockport ist mit HF/DF ausgerüstet.

Auf Grund einer B-Dienst-Meldung hatte der B.d.U. den Vorpostenstreifen »Veilchen« so weit nach Süden verschoben, daß der SC.107 am 1.11. von U 381 (Kptlt. Graf v. Pückler u. Limpurg) gesichtet wird. Mit HF/DF eingepeilt, werden die ersten herankommenden Boote U 381, U 704, U 402 von Restigouche und Celandine abgedrängt. Kurz nach Sonnenuntergang wird das mit Radar geortete U 71 unter Wasser gedrückt. U 89 stößt vorbei. Nach Mitternacht greift U 402 (Kptlt. Frhr. v. Forstner) zum ersten Mal an und torpediert die Empire Sunrise (7459 BRT), die später von U 84 (Kptlt. Uphoff) mit Fangschuss versenkt wird. Ein Angriff von U 381 gegen die Restigouche wird ausmanövriert. In der Nacht greifen U 402 und U 522 je zweimal den Konvoi an. U 402 versenkt die brit. Dalcroy (4558 BRT), die griech. Rinos (4649 BRT), die brit. MOWT-Frachter Empire Leopard (5676 BRT) und Empire Antelope (4945 BRT). U 522 (Kptlt. Schneider) beschädigt zunächst die brit. Hartington (5496 BRT), die später nochmals von U 438 (Kptlt. Franzius) torpediert und schließlich von U 521 (Kptlt. Bargsten) versenkt wird. In nächsten Anlauf versenkt U 522 die brit. Maritima (5801 BRT) und die griech. Mount Pelion (5655 BRT). Ein Angriff von U 442 (KKpt. Hesse) verfehlt den Konvoi. Am 2.11. tags halten U 132, U 402 und U 522 am SC.107 Fühlung, dessen Sicherung durch die kanad. Korvette Moosejaw verstärkt wird. Sie wird von U 521 (Kptlt. Bargsten) mit 1 Torpedo knapp verfehlt. Am Nachmittag versenkt U 522 im Unterwasserangriff die griech. Parthenon (3189 BRT). Abends setzt Nebel ein, die Fühlung reißt ab, der Konvoi gerät in Unordnung. Der vom Konvoi HX.213 detachierte Zerstörer Vanessa stößt zum Konvoi. Am 3.11. gewinnen nach Sichtbesserung tagsüber nacheinander U 438, U 402, U 84, U 381, U 571, U 71, U 704, U 521 und U 522 Fühlung, weil der Konvoi nach mehreren Zick-Zacks wieder genau auf dem Generalkurs marschiert. Ein Angriffsversuch des Fühlunghalters U 438 geht fehl, Vanessa und Celandine drängen andere mit HF/DF festgestellte U-Boote ab. Erst mittags greift U 521 an und versenkt den amerik. Tanker Hahira (6855 BRT), U 522 verfehlt die Restigouche. Bis zum Abend drängen die Escorts alle U-Boote ab, nur U 438 greift ohne Erfolg das detachierte Rettungsschiff Stockport an. Doch dann kommt U 89 (Kptlt. Lohmann) heran und versenkt das Schiff des Konvoi-Commodore, die brit. Jeypore (5318 BRT). In der Nacht zum 4.11. versenkt U 132 (Kptlt. Vogelsang †) den niederl. Tanker Hobbema (5507 BRT), die brit. Empire Lynx (6379 BRT) und torpediert die brit. Hatimura (6690 BRT), die später von U 442 versenkt wird. U 132 geht vermutlich bei diesem Angriff durch Munitions-Explosion auf der Hatimura verloren (Der Vorfall ließ viele Besatzungen annehmen, ihr eigenes Boot sei getroffen worden, auch U 132 könnte sich innerhalb des tödlichen Bereichs dieser Explosion befunden haben). Weitere Angriffe von U 71, U 381, U 438 und U 442 bleiben ohne Erfolg. Am 4.11. tags werden die mit 240 Überlebenden überladenen Schlepper Uncas und Pessacus, das gleichfalls übervolle Rettungsschiff Stockport, US-Tanker Gauger und die Korvetten Celandine und Arvida nach Island detachiert, während von dort in der Nacht zum 5.11. die US-Zerstörer Schenck, Leary und der USCG Cutter Ingham eintreffen, kurz nachdem U 89 die brit. Daleby (4640 BRT) versenkt hat.  Am Morgen des 5.11. werden die noch auf den Konvoi operierenden U 84, U 381, U 571, U 454, U 442, U 522 und U 521 durch Liberators der RAF-Sq.120 abgedrängt, die auf den HF/DF-Peilstrahlen durch das Führerboot Restigouche angesetzt werden. Am 5.11. wird U 89 durch die Liberator „H" der 120. Sqn. (Sqn Ldr Bulloch) beschädigt. Die Operation wird am 6.11. abgebrochen. Am SC.107 werden 15 Schiffe mit 82.817 BRT versenkt, auf Angreiferseite gingen im Oktober U 520 und im November U 132 verloren.

1.– 8.11.1942
Mittelmeer
Einsatz von U-Booten der brit. 1., 8., und 10. Flottille als Signalboote und zur Deckung der Operation »Torch«: P.54/Unshaken und Ursula vor Oran, P.45/Unrivalled, P.48 und P.221/ Shakespeare vor Algier, P.51/Unseen, P.217/Sibyl, P.219/Seraph und P.222 vor Toulon. Um einen eventuellen Schlag der ital. Marine auf die »Torch«-Konvois abzufangen, wird von Malta aus mit P.46/Unruffled, P.44/United, P.211/Safari, P.212/Sahib, P.213/Saracen, Parthian und Turbulent zwischen Sizilien und Sardinien ein Vorpostenstreifen gebildet. P.35/ Umbra, P.37/Unbending and P.43/Unison werden nördl., Una and Utmost südl. der Straße von Messina aufgestellt. Im östl. Mittelmeer gibt es zu dieser Zeit so gut wie keine U-Boot-Bewegungen. Am 3.11. setzt das griech. U-Boot Nereus (Cdr. Rallis) einen Trupp mit Nachschubgütern auf der Insel Euböa ab.

1.– 8.11.1942
Nordatlantik
Aus den vom HX.212 kommenden U-Booten U 224, U 383, U 606, U 624, U 436 und dem neu eingetroffenen U 98 wird westlich Irland die Gruppe »Natter« gebildet, zu der bis zum 4.11. noch U 566, U 613, U 92, U 564, U 563 und das frisch versorgte U 753 treten. Am 4.11. sichtet U 92 (Oblt. Oelrich) den Konvoi ON.143 (Escort Group C1), die Fühlung geht jedoch bald wieder verloren und wird bis zum 6.11. nicht wiedergewonnen, da die meisten Boote ihre Position noch nicht erreicht haben. Am 7.11. versenken U 566 (Oblt.z.S. Remus) und U 613 (Kptlt. Köppe) die brit. Nachzügler Glenlea (4252 BRT) und Roxby (4252 BRT). Am 8.11. werden die noch brennstoffstarken Boote ins Gebiet westlich Gibraltar entsandt, die anderen, brennstoffschwachen Boote treten zur Gruppe »Kreuzotter«.

1.– 11.11.1942
Mittelmeer
Von Italien nach Nordafrika und zurück gehen täglich durchschnittlich 3 Geleitzüge. Die meisten von ihnen bleiben nicht unbehelligt, mehrfache Flugzeugangriffe sind die Regel. Ein Konvoi mit den Transportern Tripolino (ital., 1464 BRT) und Ostia (span., 359 BRT), in Begleitung des Torpedobootes Circe unterwegs von Bengasi nach Tobruk, wird mehrmals von Torpedobombern angegriffen und verliert in der Nacht zum 1.11. beide Schiffe. Ein Konvoi mit den Transportern Brioni (1987 BRT) und Zara (1976 BRT), in Begleitung des Torpedobootes San Martino unterwegs von Piräus nach Tobruk, verliert in der Nacht zum 2.11. durch Flugzeugangriff die Zara und am Nachmittag des 2.11. bei einem Luftangriff auf Tobruk auch die Brioni. Am 6.11. wird der ital. Transporter Etiopia (2153 BRT) bei einem Luftangriff auf Tobruk versenkt. Am 11.11 wird der dt. Transporter Thessalia (2875 BRT), in Begleitung des Torpedobootes Fortunale unterwegs von Piräus nach Bengasi, durch Luftangriff kurz vor seinem Ziel versenkt. Am 13.11. erobert die brit. 8. Armee Tobruk, am 20.11. Bengasi.

1.– 12.11.1942
Pazifik
US U-Boot-Operationen: Vor Japan versenkt das amerik. U-Boot Haddock (LtCdr. Taylor) am 3.11. die Tekkai Maru (1925 BRT), am 11.11. die Venice Maru (6571 BRT), torpediert am 6.11. die France Maru (5828 BRT) und am 16.11. die Nichinan Maru (2732 BRT). Grayling (LtCdr. Lee) operiert vor Truk, wird am 6.11. durch einen Luftangriff leicht beschädigt und versenkt am 10.11. den Küstenfrachter Sendai Maru (472 BRT).

Im Südwestpazifik operiert Tautog (LtCdr. Willingham) und legt vor den Phillippinen am 2.11. eine Minensperre, auf der am 30.11. die franz. Canton (1581 BRT) sinkt. Nordwestl. Hainan legt Tambor (LtCdr. Armbruster) am 2.11. eine Minensperre, auf der am 29.12. die Fukken Maru (2558 BRT) verloren geht und am 25.4.43 das Lazarettschiff Buenos Aires Maru (9626 BRT) leicht beschädigt wird. Mit Torpedo versenkt Tambor am 3.11. die Chikugo Maru (2461 BRT). Im Gebiet von Davao versenkt Seawolf (LtCdr. Warder) am 2.11. den Armeetransporter Gifu Maru (2933 BRT), am 3.11. die Sagami Maru (7189 BRT), am 8.11. den bewaffneten Frachter Keiko Maru (2929 BRT). Vor der Küste Indochinas versenkt Grenadier (LtCdr. Carr) am 12.11. das Hilfsschiff Hokkai Maru (400 BRT).

  Vetehinen (fi.)
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2. Finnische U-Boote des Typs "Vetehinen"

1.– 20.11.1942
Ostsee
Von den durchgebrochenen sowj. U-Booten der dritten Welle operieren S-9 im Bottenbusen D-2, Shch-310 und Shch-406 zwischen Rixhöft und Bornholm, S-12 an der baltischen Küste, Shch-305, Shch-306 und Shch-307 in der Aalandsee, Shch-303 in schwed. Gewässern, Shch-304, M-102 und M-96, das als letztes Boot ausgelaufen ist, im westl. Finnenbusen. Shch-406 (Kpt. 3.Rg. Osipov) versenkt am 1.11. den finn. Frachter Agnes (2983 BRT) und verfehlt einen Trawler der angesetzten Suchgruppe. Shch-306 (Kpt. 3.Rg. Smoljar) verfehlt am 1.11 den dt. Frachter Allenstein, versenkt möglicherweise am 6.11 den Frachter Elbing IX (467 BRT) und geht bald darauf aus unbekannter Ursache, wahrscheinlich zwischen 12.-14.11. auf einer Mine im Finnenbusen, verloren. L-3 (Kpt. 2.Rg. Grishchenko) legt am 2./5./13.11. Minensperren vor Utö, Libau und in der Irbenstraße, auf denen am 17.11. die Hindenburg (7880 BRT), am 9.12. Edith Bosselmann (952 BRT), vermutlich auch am 5.2. Tristan (1701 BRT), und am 6.2. die Grundsee (866 BRT) verloren gehen. Shch-304 (Kpt. 3.Rg. Afanasev) führt am 12./13.11. mehrere Angriffe auf den finn. Minenleger Ruotsinsalmi und am 17.11. möglicherweise auf den Transporter Hindenburg, der eine große Anzahl von sowjet. Kriegsgefangenen an Bord hatte, von denen nur wenige von finn. Schiffen geborgen werden konnten. Danach verliert sich seine Spur: möglichweise ist es noch vor Antritt des Rückmarsches auf einer der zahlreichen deutschen Minensperren gesunken. Wegen der beginnenden Vereisung der Ostsee müssen die sowj. U-Boote ab 5.11. nach und nach durch die Minensperren des Finnenbusens nach Lavansaari zurückkehren. Am 5.11. versenkt das finn. U-Boot Vetehinen (Kptlt. Leino) das auf dem Rückmarsch befindliche sowj. Shch-305 (Kpt. 3.Rg. Sazonov). Durch Minentreffer wird Shch-310 (Kpt. 3.Rg. Yaroshevich) am 9.11. schwer beschädigt, kann aber an seinen Stützpunkt zurückkehren. Von Räumverbänden, Wach- und Torpedokuttern und mit Unterstützung der sowj. Luftwaffe werden nacheinander D-2, Shch-406, Shch-307, Shch-303, S-12 und L-3 aufgenommen und durch die Sperren geleitet. Bei solchen Sicherungsoperationen und U-Boot-Geleiten gehen zwischen Mai und Nov. 1942 u.a. die folgenden sowj. Fahrzeuge verloren: Minensucher T-204/ Fugas, Udarnik, T-48, Wachkutter MO-211, MO-212, MO-308, MO-225.

1.– 27.11.1942
Schwarzes Meer
Sowj. U-Boot-Operationen: M-62 und M-35 patrouillieren vor Schabla, bleiben aber ohne Erfolg. M-31 (Kptlt. Rastochil) verfehlt vor Sulina am 4.11. den rumän. Frachter Bessarabia. Vor Tuzla wird es zunächst von M-117 abgelöst, später übernimmt M-111 (Kpt. 3.Rg. Iosseliani) das Gebiet und verfehlt am 27.11. einen Fährprahm und die dt. U-Jäger Lola und Xanten. Vor Konstanta kreuzt Shch-216 und vor Akhtopol S-33, kommen aber zu keinem Angriff. L-23 (Kpt. 3.Rg. Fartushny) legt am 6.11. eine Minensperre vor Achtopol und torpediert on 14.11. nördl. des Bosporus den dt. Tanker Ossag (2793 BRT), der dort von den rumän. Zerstörern Regele Ferdinand und Regina Maria aufgenommen werden sollte. Der beschädigte Tanker wird von einem türk. Schlepper eingebracht. L-24 (Kpt. 3.Rg. Apostolov) legt am 19.11. eine Minensperre südöstl. von Kap Kaliakra. A-2 operiert vor Yalta.

1.– 30.11.1942
Westatlantik
Beiderseits Trinidad operieren neben U 332, U 514, U 516 auch U 67, U 129 und U 160 gegen Konvois und Einzelfahrer. Vom 1.- 4.11. verfolgt U 160 (Kptlt. Lassen) den Konvoi TAG.18 und versenkt in 3 Anläufen 4 Schiffe mit 25.855 BRT. Am 5.11. gewinnt bei Aruba U 129 (Kptlt. Witt) Fühlung am TAG. 18 und versenkt weitere 2 Schiffe mit 14.622 BRT. Am 6.11. versenkt U 160 aus dem entgegenkommenden Konvoi TRIN.24 die brit. Arica (5431 BRT). Weiter ostwärts erfaßt U 508 (Kptlt. Staats) den Konvoi TAG.19 und versenkt in 2 Anläufen am 7.11. die amerik. Nathaniel Hawthorne (7176 BRT) und die brit. Lindenhall (5248 BRT). Am 12.11. verfehlt U 129 bei Aruba ein Zubringer-Geleit für den TAG.20, den wenig später U 163 (KKpt. Engelmann) angreift. Der erste Anlauf wird abgewehrt, beim zweiten erhält das US-Kanonenboot Erie Treffer, muß aufgesetzt werden und brennt aus.

Bei Angriffen gegen Einzelfahrer versenken ferner U 160 die brit City of Ripon (6368 BRT) und die niederl. Bintang (6481 BRT), U 154 (KKpt. Schuch) die brit. Frachter D’Entrecasteaux (ex-franz., 7291 BRT), Nurmahal (5419 BRT) und Tower Grange (5226 BRT), U 505 (Kptlt. Zschech) die brit. Ocean Justice (7173 BRT), U 508 die brit. Frachter City of Corinth (5318 BRT), Clan Macfadyan (6191 BRT) und Empire Cromwell (5970 BRT), U 163 die brit. Empire Starling (6060 BRT) und aus dem Konvoi BRN.3 die brasil. Apalóide (ex-dän. Nevada, 3766 BRT). U 505 (Kptlt. Zschech) wird am 10.11. von Hudson „L" der 53. Sq. RAF (F/Sgt. Silcock †) aus Trinidad überraschend angegriffen, die Bombe detoniert am Rohr der 3,7-cm-Flak und verursacht schwere Schäden und Ausfälle im Boot, das Flugzeug stürzt durch die dabei hervorgerufene Detonation ab.

  FK Enzo Grossi (it.)
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3. Am 7.11.1942 überreicht der BdU das Ritterkreuz an den ital. Kommandanten Enzo Grossi für seine Verdienste auf U-Boot Barbarigo

1.11.– 15.12.1942
Südatlantik
Vor der brasilianischen Küste operieren im November nur einzelne U-Boote. Am 1./2.11 versenken U 174 (FKpt. Thilo) die brit. Elmdale (4872 BRT) und die niederl. Zaandam (10.909 BRT) und U 172 (Kptlt. Emmermann) die brit. Llandilo (4966 BRT). Vom 2.- 14.11. operiert das ital. U-Boot Da Vinci (Kptlt. Gazzana-Priaroggia) vor der Nordostküste Brasiliens. Es versenkt in dieser Zeit insgesamt 4 Schiffe mit 26.042 BRT. Am 3.11. jedoch entkommt ihm der niederl. Dampfer Frans Hals, der das U-Boot nach einem missglückten Torpedoangriff mit Artillerie- feuer zum Abtauchen zwingen kann. Am 23.11. versenkt U 172 die brit. Benlomond (6630 BRT). Erst im Dezember operieren gleichzeitig U 128, U 159, U 172, U 174 und U 176.

1.11.– 16.12.1942
Mittelatlantik
Zwischen Golf von Guinea und den Cap Verden versenkt U 126 (Kptlt. Bauer) am 1.11. die amerik. George Thatcher (7175 BRT), am 4.11. die brit. Qued Grou (792 BRT) und am 5.11. die brit. New Toronto (6568 BRT). U 161 (Kptlt. Achilles) versenkt am 8.11. die amerik. West Humhaw (5527 BRT), zur gleichen Zeit wird die brit. Benalder (5161 BRT) beschädigt, am 29.11. die niederl. Tjileboat (5760 BRT) und am 12.12. die brit Ripley (4997).

Von den nach Versorgung aus U 462 (Oblt.z.S. Vowe) erneut vor Freetown und im Gebiet der Cap Verden eingesetzten U-Booten versenken: U 134 (Kptlt. Schendel) am 14.11. die panam. Scapa Flow (4827 BRT), UD 3 (FKpt. Rigele) am 26.11. die norw. Indra (5041 BRT), U 176 (Kptlt. Dierksen) am 27.11. die niederl. Polydorus (5822 BRT), am 13.12. die schwed. Scania (1629 BRT) und am 16.12. die brit. Observer (5881 BRT), und U 552 (Kptlt. Popp) am 3.12. die brit. Wallsend (3157 BRT).

1.11.– 16.12.1942
Südafrika
Nachdem U 178 bereits auf dem Anmarsch am 10.10. den Transporter Duchess of Atholl (20.119 BRT) versenkt hat, operieren 3 Typ IX-D2 Boote als zweite Welle vor Südafrika. Dabei versenkt U 178 (Kpt.z.S. Ibbeken) 5 Schiffe mit 26.978 BRT und beschädigt die brit. Adviser (6348 BRT). U 177 (Kptlt. Gysae) versenkt 8 Schiffe mit 49.371 BRT, darunter die Nova Scotia (6796 BRT), die mit 863 Mann, hauptsächlich italienischen Kriegsgefangene, untergeht, und beschädigt nach fehlgeschlagenem T-Angriff die brit. Cerion (2588 BRT) mit Artillerie. U 181 (Kptlt. Lüth) versenkt 12 Schiffe mit 58.381 BRT und das aus dem Mittelmeer kommende ital. U-Boot Cagni (FKpt. Liannazza) auf dem Anmarsch am 3.11. die brit. Dagomba (3845 BRT).

2.11.1942
Mittelatlantik

Das Vichy-französ. U-Boot Archimède, als Blockadebrecher unterwegs von Casablanca nach Saigon, läuft zur Versorgung Dakar an und bleibt dort bis zum Beginn der alliierten Landung in Nordafrika.

2.11.1942
Südwestpazifik
B-17 Bomber der USAAF versenken vor Buna (Neuguinea) den japan. Munitionstransporter Yasukawa Maru (6710 BRT).

2.– 9.11.1942
Nordmeer
Wegen der anlaufenden Operation »Torch« ist es den Briten nicht möglich, den fälligen Konvoi PQ.19 auszusenden. Auf sowj. Drängen aber laufen ab 29.10. von Reykjavik mit 200 sm Abstand 13 einzelne Frachter nach Murmansk und Archangelsk, 23 Einzelfahrer kehren von sowj. Häfen nach Island zurück. Entlang der Route werden die Trawler Cape Palliser, Northern Pride, Northern Spray and St.Elstan von Island sowie Cape Argona, Cape Mariato and St.Kennan von Murmansk aufgestellt, um – wenn nötig – einzugreifen. Von den ostgehenden Schiffen gehen 6 verloren: Am 2.11. versenkt U 586 (Kptlt. v. d. Esch) die Empire Gilbert (6640 BRT). Am 4.11. werden die ersten Schiffe von der K.Fl.Gr.406 erfaßt. Von den angesetzten Ju 88 der I./KG.30 wird die sowj. Dekabrist (7363 BRT) versenkt, während die II./KG.30 2 Schiffe beschädigt. Von ihnen wird die William Clark (7176 BRT) durch Fangschuß von U 354 (Kptlt. Herbschleb) versenkt, und die Chulmleigh (5445 BRT), die nach einem weiteren Bombentreffer am 5.11. am Südkap Spitzbergens aufgesetzt werden mußte, am 16.11. von U 625 (Oblt. Benker) vernichtet. U 625 versenkt am 6.11. die Empire Sky (7455 BRT). Bei einem Patrouillenflug nördlich von Island versenkt Catalina „H" der VP-84 (Lt. Millard) das dt. U-Boot U 408 (Kptlt. v. Hymmen). Gegen den Verkehr wird auch der Schwere Kreuzer Admiral Hipper (Kpt.z.S. Hartmann mit eingeschifftem B.d.K., VAdm. Kummetz) mit der 5. Z-Flottille (Kpt.z.S. Schemmel) – Z 27, Z 30, Friedrich Eckoldt, Richard Beitzen – angesetzt. Das KG.30 fliegt Aufklärung. Am 7.11. wird der westgehende sowj. Tanker Donbass (7925 BRT) durch das Bordflugzeug der Admiral Hipper erfaßt und von Z 27 versenkt, ebenso das sowj. Geleitschiff SKR-23 ex RT-57/Smena (Bordnummer "78"). Südlich der Bäreninsel werden die U-Boote Tuna und O.15 gegen die Kampfgruppe aufgestellt, finden aber keinen Kontakt. Als Deckungsgruppe werden außerdem die U-Boote Uredd, Trespasser und Seadog vor Lerwick und Stadlandet in Position gebracht. Außer Donbass erreichen alle westgehenden Schiffe bis zum 24.1.43 unbeschädigt ihr Ziel.

2.– 11.11.1942
Biskaya
Drei dt. Blockadebrecher aus dem Fernen Osten erreichen die Biskaya und werden von Torpedobooten der 3. und 5. T-Flottille nach Bordeaux begleitet: Ankunft der Tannenfels am 2.11., der Dresden am 3.11. und der Kulmerland am 7.11. — Einer der Transporter wird auf dem Ausmarsch von einem Flugzeug der 19. Gruppe RAF Coastal Command gemeldet. Am 6.11. wird das brit. U-Boot Unbeaten (Lt. Watson) nach Landung eines Kommandotrupps bei Vigo (Spanien) angewiesen, den Blockadebrecher zu stellen, doch gibt es später keine Rückmeldung mehr. Wahrscheinlich wurde es am 11.11. irrtümlich von einem Wellington-Bomber der 132 Sq. RAF in einem für Luftangriffe gesperrten Gebiet versenkt. --- Der auslaufbereite Blockadebrecher Elsa Essberger wird am 7.11. durch Luftangriff so schwer beschädigt, dass er nicht mehr eingesetzt und seine Fracht auf die Osorno umgeladen wird. Der zum 3. Ausbruchsversuch ausgelaufene Blockadebrecher-Tanker Spichern wird am 11.11. durch Bombenangriff so schwer beschädigt, dass er den spanischen Hafen El Ferrol anlaufen muss und im Januar 1943 nach Frankreich zurückkehrt (siehe 1.1.-7.2.1943).

2.– 18.11.1942
Mittelatlantik
Konvoi UGF.2 von New York nach Casablanca. Sicherung durch TF.38 mit Schlachtschiff Arkansas und den Zerstörern Plunkett, Gleaves, Benson, Mayo, Taylor, La Valette, Chevalier, Strong.

2.– 19.11.1942
Westatlantik
Im November operieren U 43 im St.-Lorenz-Golf, U 183 und U 518 vor der Belle-Isle-Str. und U 106 (Kptlt. Rasch) vor der Cabot-Str. Am 2.11. dringt U 518 (Oblt.z.S. Wissmann) in die Conception-Bay ein und versenkt 2 Erzschiffe, die kanad. Rose Castle (7803 BRT) und die franz. P.L.M. 27 (5633 BRT), ein Angriff von U 183 (KKpt. Schäfer) am 6.11. bleibt ungeklärt. Vor New York operiert U 608 (Oblt.z.S. Struckmeier), legt am 10.11. eine erfolglose Minensperre und versenkt am 16.11. die brit. Irish Pine (5621 BRT).

2.– 27.11.1942
Nordmeer
Sowj. U-Boot-/ und Minen-Operationen. Vom 2.-15.11. patrouillieren S-101 und S-102 vor der norweg. Polarküste. Am 3.11. laufen K-1 und K-3 aus. Am 9.11. legt K-1 (Kpt. 3.Rg. Augostinovich) 20 Minen vor dem Porsanger-Fjord. Auf ihnen sinken am 6.12. die Vorpostenboote V 6116 / Ubier (350 BRT) und V 6117 / Cherusker (304 BRT). Am 8.11. läuft M-121 zur einer Feindfahrt vorm Varangerfjord aus und geht zwischen dem 8. und 14.11. verloren, wahrscheinlich auf einer Minensperre. Am 24.11. sinkt Minensucher T-105/ Shusa (Oblt. Danilov) bei stürmischem Wetter im Geleitdienst für die beiden neuen U-Boote M-104 and M-105 zwischen Molotvsk und der Halbinsel Kola. Am 12.11. legen 9 sowj. MO-IV Wachkutter neue Minen vor den Häfen des Varangerfjordes. Auf diesen Sperren sinkt am 30.11. die Westsee (5911 BRT), während Hans Rickmers (5226 BRT) am selben Tag beschädigt, auf Strand gesetzt und anschließend durch sowj. Artillerie auf der Fischerhalbinsel zerstört wird. Am 14.11. sinkt Schiff 18 / Alteland (419 BRT) vor dem Syltefjord, wahrscheinlich ebenfalls auf Minen sowj. MO-IV Wachkutter. Am 27.11. legt L-20 (Kpt. 3.Rg. Tamman) 20 Minen vor Helnes, auf denen wahrscheinlich am 29.11. der dt. Frachter Akka (2646 BRT) beschädigt und auf Strand gesetzt, später aber geborgen wird. Am 7.12. räumt die dt. 56. M-Flottille – zumindest teilweise – sowjet. Minensperren vor Petsamo.

3.– 7.11.1942
Mittelmeer
In der Nächten vom 3./4.11. legen ital. Zerstörer Pigafetta (Kpt.z.S. Del Minio), Da Noli, Zeno und T-Boot Castelfidardo nördlich Kap Bon die Sperre »S.73« mit 338 Minen. Die dt. 3. S-Flottille (Kptlt. Kemnade) legt vom 3.-7.11. vor Malta die Sperren »MT.25-27« mit 108 UMB-Minen, 18 Reiß- und 29 Sprengbojen. Bei Angriffen der RAF auf Bengasi werden am 4.11. das ital. T-Boot Centauro und am 6.11. der Minensucher Selve (ehem. jugosl. Galeb) zerstört.

3.– 27.11.1942
Ost- / Nordsee

Durch brit. Luftminen gehen verloren: Am 6.11. der schwedische Erzfrachter Lidingo (5895 BRT) im Fehmarn Belt, am 9.11. der dt. Transporter Wolfram (3648 BRT) westl. Vlieland (er sinkt tags darauf), am 15.11. die Annie Hugo Stinnes 6 (1486 BRT) südwestl. Borkum, am 19.11. der dt. Sperrbrecher 169 / Ceres vor Norderney, am 22. 11. der Fischlogger Else Kunkel II (226 BRT) auf Fangfahrt im Samsoe Belt und am 27.11. die schwed. Maj (409 BRT) vor Swinemünde. Am 18.11. wird die dt. Concordia (5154 BRT) bei Hesselö durch Luftminentreffer beschädigt. -- Auf einer deutschen Luftmine sinkt in der Themsemündung die brit. Linwood (992 BRT).

4.11.1942
Nordpazifik
Das jap. U-Boot Ro-65 (Kptlt. Egi) geht verloren, als es auf einem Riff abtaucht, um einem Luftangriff auf den Hafen von Kiska zu entgehen.

4.– 8.11.1942
Mittelatlantik
Zur Vorbereitung der Operation »Torch« klären die US-U-Boote Shad, Gunnel, Herring, Barb und Blackfish vor den marokkanischen Häfen Rabat, Fedala, Casablanca, Safi und vor Dakar auf. Dabei versenkt Herring (LtCdr. Johnson) am 8.11. den franz. Dampfer Ville du Havre (5083 BRT). Die U-Boote werden anschließend von britischen Stützpunkten aus in der Biskaya eingesetzt.

US PT 17  

4. Amerikanisches Torpedoschnellboot PT 17

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5.– 9.11.1942
Südpazifik
Fortsetzung der Nachschubunternehmen für Guadalcanal.
Die jap. 8. Flotte (VAdm. Mikawa) mit Kreuzer Tenryu und Zerstörer Arashio, Asashio, Michishio, Amagiri, Mochizuki setzt ab 5.11. ihre Nachschubtransporte mit der 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka), Kreuzer Isuzu und die Zerstörer Hayashio, Oyashio, Kagero, Umikaze, Kawakaze, Suzukaze, Naganami, Makinami und Takanami abgelöst. Im Verlauf der Transporte kommt es wiederholt zu Luftangriffen und Gefechten mit den auf Tulagi stationierten US Schnellbooten. (siehe 28.10.- 9.11.).

Am 7.11. läuft die jap. 2. Z-Flottille unter Capt. Sato mit den Zerstörern Oyashio, Kagero, Umikaze, Kawakaze, Suzukaze, Naganami, Makinami und Takanami, sowie zusätzlich Yugumo, Makigumo und Kazegumo von der 10. Z-Division, von Shortland nach Guadalcanal aus. An Bord eine Vorausabteilung der 38. Inf. Div. in Stärke von 1300 Mann. Beim Anmarsch werden sie von Sturzbombern vom Henderson Field angegriffen, die Naganami und Takanami werden beschädigt. In der Nacht vom 7./8.11. erfolgt eine erfolgreiche Landung. In der folgenden Nacht (8./9.11.) kommen auch die Zerstörer Asashio, Arashio, Michishio, Amagiri und Mochizuki heran und bringen Verstärkungen und Nachschub. Die US Schnellboote PT 61, PT 39 und PT 37 greifen von Tulagi aus an und erzielen einen leichten Torpedotreffer auf der Mochizuki.

Die jap. U-Bootgruppe A (KKpt. Nobunosoke) wird mit I-16, I-20 und I-24 gegen die US Nachschubtransporte angesetzt. Vor den Shortland Inseln wird jedes der 3 U-Boote mit einem Klein-U-Boot »Kô-Hyôteki Typ A« an Deck ausgestattet, die mit dem Seeflugzeugträger Chiyoda von Japan herangebracht wurdem. Die Boote werden dann zur Indispensable Straße vor Guadalcanal gezogen. I-20 (KKpt. Yoshimura) bringt sein Zweimann-U-Boot Ha-11 aus, welches am 7.11. den US-Transporter Majaba (2227 BRT) torpediert, und kann der Verfolgung durch die Zerstörer Lansdowne und Lardner (der erste mit 90 t Munitionsvorräten an Bord) entkommen. Ha-11 muss dagegen selbstversenkt werden.

5.– 15.11.1942
Mittelmeer
Gegen die in Gibraltar beobachteten starken Schiffsansammlungen werden im westlichen Mittelmeer alle verfügbaren dt. U-Boote im Raum westlich der Linie Balearen-Algier aufgestellt, darunter von den Mittelmeer-Booten U 73, U 77, U 81, U 205, U 331, U 431, U 458, U 561, U 565, U 593, U 605, U 660 sowie die aus dem Atlantik neu zugeführten U 595, U 407, U 617, U 596, U 755, U 259 und U 380. Im Gebiet von Algier und ostwärts davon marschieren die ital. Boote Axum, Topazio, Argo, Platino, Mocenigo, Emo, Nichelio, Asteria, Porfido, Velella, Brin, Dandolo, Argento, Acciaio, Bronzo, Turchese, Corallo, Aradam, Diaspro, Alagi und Avorio auf.

Erfolge der Achsenmächte: Am 7.11. torpediert wahrscheinlich U 205 (Kptlt. Reschke) den US-Transporter Thomas Stone (9255 BRT), der später vor Algier auf Strand gesetzt wird. Am 10.11. versenkt U 431 (Kptlt. Dommes) den brit. Zerstörer Martin, U 81 (Kptlt. Guggenberger) den Transporter Garlinge (2012 BRT), am 11.11. U 380 (Kptlt. Röther) den Transporter Nieuw Zeeland (11.069 BRT), U 407 (Oblt.z.S. Brüller) den Transporter Viceroy of India (19.627 BRT) und U 595 (Kptlt. J. Quaet-Faslem) den Transporter Browning (5332 BRT), die letzten drei sind nach der Landung leer, daher sind die Personalverluste minimal. Am 12.11. torpediert U 77 (Kptlt. Otto Hartmann) die brit. Sloop Stork, und das ital. U-Boot Argo (Kptlt. Gigli) greift auf der Reede von Bougie die durch Minentreffer bzw. Luftangriffe beschädigten Transporter Awatea und Cathay an und beschädigt sie erneut. Das beschädigte Flak-Schiff Tynwald wird torpediert und versenkt.

  br F/O Ensor (500. Sq.RAF)
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5. F/O Mick A. Ensor

Am 13.11. versenkt U 431 den niederl. Zerstörer Isaac Sweers und U 73 (Oblt.z.S. Deckert) den Transporter Lalande (7453 BRT). Das ital. U-Boot Platino (Kptlt. Rigoli) torpediert den durch Luftangriff beschädigten brit. Transporter Narkunda (16632 BRT). Vor Algier wird U 77 von den Korvetten Lotus und Poppy angegriffen und leicht beschädigt. Am 14.11. versenkt U 81 den Transporter Maron (6487 BRT), und am 15.11. das ital. U-Boot Ascianghi (Kptlt. Erler) vor Bougie den Minensucher Algerine.

Erfolge der Alliierten: Am 10.11.versenkt der Trawler Lord Nuffield die Emo (Kptlt. Franco), am 12.11. wird U 660 (Kptlt. Baur) durch die Korvetten Lotus und Starwort vom Konvoi TE.3 versenkt. Am 13.11. wird U 458 (Kptlt. Diggins) von der Hudson „S" der 500. Sqn (F/O M A Ensor) beschädigt, erreicht aber La Spezia. Am 14.11. wird U 595 (Kptlt. J. Quaet-Faslem) westlich von Cap Tenes durch die Hudson „C" und „D" der 608. Sqn beschädigt und muß während weiterer Angriffe durch die Hudsons „F", „K", „W" und „X" der 500. Sqn auf Strand gesetzt werden. Einige der Angreifer werden durch die Flak des U-Boots beschädigt. Die Besatzung wird durch die Franzosen gerettet. Am gleichen Tag wird U 605 (Kptlt. H.-V. Schütze) durch die Hudson „B" der 233. Sqn versenkt. Am 15.11. wird U 259 (Kptlt. Köpke) durch die Hudson „S" der 500. Sqn (F/O M.A.Ensor) nördlich von Algier versenkt, das Flugzeug wird allerdings durch vorzeitige Explosion einer Wasserbombe so stark beschädigt, dass es aufgegeben werden muss (Einzelheiten). Am 17.11. wird U 331 (Kptlt. von Tiesenhausen) durch eine Albacore der 820. Sqn FAA vom Flugzeugträger Formidable sowie die Hudson „Z", „L" und „C" der 500. Sqn RAF versenkt. U 566 (Oblt.z.S. Remus) wird durch Hudson „U" der 233. Sqn. (F/Sgt. Smith) beschädigt. Am 18.11. wird U 407 (Oblt.z.S. Brüller) von einem Swordfish-Trägerflugzeug beschädigt und muss zurückmarschieren.

6.– 18.11.1942
Norwegen
Der dt. Schwere Kreuzer Admiral Scheer verlegt mit den Zerstörern Z 23, Z 28 und Z 29 von Trondheim durch Skagerrak und Kattegat in die Ostsee. Z 23 und Z 29 laufen in Kopenhagen ein. Am 11.11. verlässt der dt. Leichte Kreuzer Nürnberg mit Z 25 Swinemünde, wird vor Kopenhagen von Z 23 and Z 29 aufgenommen und marschiert bis 18.11. nach Trondheim. Die vor Lerwick und Stadlandet aufgestellten U-Boote Uredd, Seadog und Trespasser finden beide Male keinen Kontakt.

7.– 9.11.1942
Mittelmeer
In der Nacht vom 7./8.11. legen ostwärts Kap Bon der neue ital. Kreuzer Attilio Regolo mit den Zerstörern Pigafetta (KAdm. Gasparri), Da Noli, Ascari, Mitragliere und Zeno die Sperre »S.8« mit 241 Minen, während gleichzeitig der Zerstörer Corazziere die Sprengbojen-Sperre »St.2« legt. Auf dem Rückmarsch wird der Kreuzer Regolo durch das brit. U-Boot Unruffled (Lt. Stevens) westlich Sizilien torpediert, jedoch von dem Schlepper Poliferno, gesichert von den T-Booten Cigno, Lince und Abba, eingeschleppt. Ein Angriff des brit. U-Bootes United verfehlt den Schleppzug.

US GenMaj Patton (l) - CAdm Hewitt  (r)  
6. MajGen. Patton und RAdm Hewitt 
nach der Landung in Marokko
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8.– 11.11.1942
Französisch-Nordafrika
Operation »Torch«: Alliierte Landung in Französisch-Nordafrika.
Western Task Force (Landung an der Westküste Marokkos zwischen Safi und Mehedia mit Hauptziel Casablanca) RAdm. Hewitt (USN), MajGen. Patton (US Army). Seestreitkräfte:

Deckungsgruppe TG.34.1 mit Schlachtschiff Massachusetts (Capt. Whiting), den Schweren Kreuzern Wichita (Capt. Low) und Tuscaloosa (Capt. Gillette), den Zerstörern Wainwright, Mayrant, Rhind, Jenkins und Tanker Chemungo.

Trägergruppe TG.34.2 mit Träger Ranger (Capt. Durgin) und Geleitträger Suwanee (Capt. Clark), begleitet von Kreuzer Cleveland (Capt. Burrough), den Zerstörern Ellyson, Forrest, Fitch, Corry, Hobson und Tanker Winooski.

Nördl. Kampfgruppe TG.34.8 mit Schlachtschiff Texas (Capt. Pfaff), Kreuzer Savannah (Capt. Fiske) zur Feuerunterstützung, 8 Transportern, begleitet von den Zerstörern Roe, Livermoore, Kearny, Ericsson, Parker, den Geleitträger Sangamon (Capt. Wieber) und Chenango (Capt. Wyatt), begleitet von den Zerstörern Hambleton, Macomb, Dallas, Eberle und Tanker Kennebec, den Minensuchern Raven and Osprey, Flugboottender Barnegat und U-Boot Shad.

Mittlere Kampfgruppe TG.34.9 mit den Kreuzern Augusta (Capt. Hutchins) und Brooklyn (Capt. Denebrink) zur Feuerunterstützung, begleitet von den Zerstörern Wilkes, Swanson, Ludlow, Murphy, 15 Transportern, begleitet von den Zerstörern Bristol, Woolsey, Edison, Tillman, Doyle, Rowan, 6 Minensuchbooten,; sowie den U-Booten Gunnel und Herring.

Südl. Kampfgruppe TG.34.10 mit Schlachtschiff New York (Capt. Umsted) und Kreuzer Philadelphia (Capt. Hendren), begleitet von den Zerstörern Mervine, Knight and Beatty, 6 Transportern, begleitet von den Zerstörern Cowie, Quick, Doran, Cole, Bernadou, 3 Minensuchbooten und den Tankern Housatonic und Merrimack, einer Luftsicherungsgruppe mit Geleitträger Santee (Capt. Sample) sowie den Zerstörern Rodman und Emmons, und U-Boot Barb.

Landstreitkräfte: 2. US-Pz.Div., 3. US-Inf.Div., 2/3 der 9. US-Inf.Div. Insgesamt 34.305 Mann, 54 mittlere und 198 leichte Panzer.

Im Mittelmeer setzen die Briten 2 Kampfverbände ein:

Center Task Force (Landung im Raum Oran): Commodore Troubridge (RN), MajGen. Fredendall (US Army). Seestreitkräfte: Führungsschiff Largs, Geleitträger Biter, Dasher, Leichte Kreuzer Jamaica, Aurora, Flakkreuzer Delhi, 1 Flakschiff, 13 Zerstörer, 4 Sloops, 6 Korvetten, 8 Minensucher, 8 Trawler, 10 Launches, 2 U-Boote, 19 Landungsschiffe, 28 Materialtrausporter. Landstreitkräfte: 1. US-Inf.Div., 1/2 der 1. US-Pz.Div. Insgesamt 39.000 Mann.

Eastern Task Force (Landungen im Raum Algier): RAdm. Burrough (RN), MajGen. Ryder (US Army). Seestreitkräfte: Führungsschiffe Bulolo, Monitor Roberts, 3 Flakschiffe, 8 Zerstörer, 3 Sloops, 6 Korvetten, 7 Minensucher, 8 Trawler, 8 Launches, 3 U-Boote, 17 Landungsschiffe, 16 Materialtransporter sowie die »Force O« (RAdm. Harcourt): Träger Argus, Geleitträger Avenger, Leichte Kreuzer Sheffield, Scylla, Charybdis und 5 Zerstörer. Landstreitkräfte: 34. US-Inf.Div., 1/3 der 9. US-Inf.Div., 1/2 der 1. US-Pz.Div., 78. brit. Inf.Div. Insgesamt 33.000 Mann.

Deckung der Operationen im Mittelmeer durch die »Force H« (VAdm. Syfret): Schlachtschiffe Duke of York, Rodney, Nelson, Schlachtkreuzer Renown, Flugzeugträger Victorious (RAdm. Lyster), Formidable, Furious, Leichte Kreuzer Bermuda, Argonaut, Sirius und 17 Zerstörer.

Beteiligte britische Zerstörer: Amazon, Achates, Antelope, Beagle, Boadicea, Boreas, Brilliant, Bulldog, Ashanti, Eskimo, Tartar, Lookout, Martin, Meteor, Milne, Offa, Onslow, Opportune, Oribi, Panther, Partridge, Pathfinder, Penn, Quality, Quentin, Broke, Malcolm, Vanoc, Vansittart, Velox. Venomous, Verity, Vetch, Westcott, Wishart, Wivern, Wrestler, Clare, Ithuriel, sowie die ‘Hunt’-Zerstörer Avon Vale, Blean, Bramham, Calpe, Cowdray, Farndale, Lamerton, Puckeridge, Wheatland, Wilton und Zetland.

US Zerstörer Dallas versucht zweimal, bei Fedhala in die Mündung des Sebou vorzudringen, um eine Kommandoabteilung abzusetzen, scheitert aber am 8. und 10.11. am Abwehrfeuer der franz. Küstenbatterien. Dem Schnellen Minensucher DMS Hogan gelingt es, das franz. Wachschiff Victoria, das vor Fedhala einen kleinen Konvoi begleitet, außer Gefecht zu setzen und bringt zusammen mit Minensucher Auk die franz. Schiffe unter Kontrolle. Am 8.11. beschädigen französ. Küstenbatterien die Zerstörer Ludlow und Murphy, bevor sie vom Kreuzer Augusta und dem Zerstörer Wilkes ausgeschaltet werden. Minensucher Auk und Zerstörer Tillman bringen schließlich einen weiteren kleinen Konvoi in Begleitung des französ. Vermessungsschiffes Estafette, das durch Geschützfeuer der Tillman beschädigt wird, in ihre Gewalt.

Die franz. Streitkräfte setzen den Landungsverbänden der Alliierten z.T. erheblichen Widerstand entgegen.

  Jean Bart (fr. BB)
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7. Das franz. Schlachtschiff Jean Bart in Casablanca 

In Casablanca (Marine-Bfh. VAdm. Michelier) wird das unfertige Schlachtschiff Jean Bart durch Geschützfeuer und Luftangriffe schwer beschädigt. Versuche von KAdm. de Lafond, mit dem Kreuzer Primauguet (Kpt.z.S. Mercier †), den Flottillenführern Milan und Albatros sowie den Zerstörern Boulonnais, Brestois, Fougueux und Frondeur die »Western Task Force« anzugreifen, scheitern. Primauguet und Albatros werden von Augusta und Brooklyn getroffen, Milan von dem Zerstörer Wilkes (alle müssen auf Strand gesetzt werden). Die anderen Schiffe werden entweder im Hafen oder außerhalb von Massachusetts, Tuscaloosa und Wichita versenkt. Diese beschädigen auch Jean Bart. Von den 11 franz. U-Booten in Casablanca können 5 entkommen: Orphée (Cdr. Gall), Méduse (LtCdr. Roy), Amazone (LtCdr. Verdaveine), Antiope (LtCdr. Millé) und Sibylle (Cdr. Kraut) nehmen Aufstellung vor Casablanca und Fedhala. Bevor auch Le Tonnant (LtCdr. Paumier) und Sidi-Ferruch (Cdr Laroze) auslaufen können, greifen Flugzeuge der US Träger Ranger und Suwanee an und beschädigen die U-Boote, beide Kommandanten werden verwundet, daher laufen die U-Boote später unter den den stellvertretenden Kommandanten, LtCdr. David und LtCdr. Corre, aus. Im Hafen werden die U-Boote Amphitrite, La Psyché und Oréade schwer getroffen und zu Totalverlusten. Le Conquerant (LtCdr. Lefevre) befindet sich im Schwimmdock, das nach Treffern des 406-mm Geschützes der Massachusetts sinkt, kann es aber gerade noch rechtzeitig verlassen und auslaufen. Die U-Boote auf See gehen zum Angriff über. Orphée sichtet am 8. und 9.11. mehrere Schiffe, ist aber nicht mehr gefechtsklar und kehrt später nach Casablanca zurück. Méduse schießt 4 Torpedos auf die Massachusetts, die ihr Ziel verfehlen, und wird bei dem Versuch, zur weiteren Versorgung nach Casablanca zurückzukehren, von einem Flugzeug des Kreuzers Philadelphia getroffen und am 10.11 vor Cap Blanc auf Grund gesetzt, um die Verwundeten zu retten. Antiope schießt 6 Torpedos auf die Tuscaloosa, und Amazone schießt 4 Torpedoes auf die Brooklyn, doch alle werden ausmanövriert. Beide U-Boote verlegen dann nach Dakar. La Sibylle geht wahrscheinlich am 8.11. auf einer amerik. Defensivminensperre vor Fedhala verloren. Le Tonnant schießt am 10.11. erfolglos 4 Torpedos auf den Träger Ranger, aber das es die Straße von Gibraltar nicht passieren kann, wird es am 15.11. vor Cadiz selbstversenkt. Sidi-Ferruch wird am 11.11. vor El Hank von Flugzeugen des Trägers Suwanee versenkt. Le Conquerant hat verschossen und versucht nach Dakar durchzukommen, wird aber von einer US Catalina aus Villa Cisneros versenkt. --- Auf amerikanischer Seite werden Massachussets, Wichita, Brooklyn, die Zerstörer Ludlow, Murphy und der Zerstörer-Minensucher Palmer von franz. Küstenbatterien beschädigt

In Oran (Marine-Bfh. VAdm. Rioult) scheitern alliierte Versuche, mit den Sloops Walney und Hartland in den Hafen einzudringen, um die Selbstvernichtung der franz. Schiffe zu verhindern, ebenso wie ein ähnliches Unternehmen in Algier (HQ Adm. Darlan, Marine-Bfh. VAdm. Leclerc) mit den Zerstörern Broke und Malcolm. Außer Malcolm werden die beteiligten Schiffe vor allem durch franz. Küstenartillerie, Walney von den Zerstörern Tramontane und Epervier, Hartland durch den Zerstörer Typhon versenkt. Von Algier aus brechen die U-Boote Marsouin und Caiman nach Toulon durch. Bei den Kämpfen um Oran verliert die franz. Marine ihren Flottillenführer Epervier (FKpt. Laurin), die Zerstörer Tornade, Tramontane, Typhon, Minensucher La Surprise (durch Geschützfeuer von Aurora und Brilliant) und neben kleineren Fahrzeugen die U-Boote Ariane, Cérès, Diane, Pallas. Die U-Boote Actéon (Cdr. Clavières) und Argonaute (LtCdr. Veron) werden bei ihren Angriffsversuchen durch die Zerstörer Achates und Westcott versenkt. U-Boot Fresnel greift erfolglos den Kreuzer Jamaica an und kann anschl. nach Toulon entkommen.

Dt. Bomber und Torpedoflugzeuge beschädigen bzw. versenken vom 8.-14.11. vor der nordafrikanischen Küste die Truppentransporter Awatea (13.482 BRT) und Cathay (15.225 BRT), das Landungsschiff Karanja (9891 BRT), die Transporter Leedstown (9135 BRT) und Glenfinlas (7572 BRT) und die Sloop Ibis. Träger Argus wird durch Bomben getroffen und Monitor Roberts schwer beschädigt. Erfolge dt. und ital. U-Boote gegen Landungsverbände vgl. 5.-15.11. (Mittelmeer) und 8.-27.11. (Mittelatlantik). Am 11.11. wird zwischen den französ. und den alliierten Streitkräften ein Waffenstillstandsabkommen geschlossen. Die franz. Marine hat insgesamt 462 Mann verloren, die Armee 326 und die Luftwaffe 15, dazu kommen über 1000 Verwundete.

8.– 15.11.1942
Südpazifik
Entscheidung im Kampf um Guadalcanal.
Am 8.11. läuft TG.67.1 (RAdm. Turner) mit 4 Transportern, McCawley, President Jackson, President Adams, Crescent City und 6000 Mann des verstärkten 182. Inf.Rgt. an Bord, von Nouméa aus. Sicherung durch die Kreuzer Pensacola und Portland sowie die Zerstörer Barton, Monssen und O'Bannon (von der TG.67.4). Am 9.11. folgt TG.62.4 (RAdm. Scott) mit Kreuzer Atlanta, den Zerstörern Aaron Ward, Fletcher, Lardner, McCalla und den 3 Transportern Zeilin, Libra, Beteigeuse mit etwa 1000 Mann und einem Pionier Bataillon von Espiritu Santo aus. Sicherungsgruppe TG.67.4 (RAdm. Callaghan) mit den Kreuzern San Francisco, Helena, Juneau und den Zerstörern Cushing, Laffey, Sterett, Buchanan, Shaw, Gwin, Preston. Sie stößt am 11.11. zur Turner-Gruppe. Am 11./12.11. läuft als Deckungsgruppe TF.16 (RAdm. Kinkaid) mit Träger Enterprise, den Kreuzern Northampton, San Diego und den Zerstörern Clark, Anderson, Hughes, Morris, Austin, Russell von Nouméa aus. Gleichzeitig läuft auch TF.64 (RAdm. Lee) mit Schlachtschiffen South Dakota, Washington und Zerstörern Benham und Walke aus. 24 amerik. U-Boote werden zur Bewachung im Gebiet der Salomonen aufgestellt.

Auf japan. Seite bringen die Zerstörer Makinami, Suzukaze, Yugumo, Makigumo, Kazegumo in der Nacht vom 10./11.11. weitere 600 Mann sowie den Befehlshaber der 38. Inf.Div. (GenLt. Sano) nach Guadalcanal. Flieger- und Schnellbootangriffe werden abgewiesen. Sicherung des jap. Angriffes durch die in den Zugängen nach Guadalcanal operierende U-Bootgruppe D mit I-122, I-175 und Ro-34. Am 10.11. wird I-15 (KKpt. Ishikawa) vor San Cristobal durch Artillerieangriff des Schnellen Minensuchers (DMS 10) Southard versenkt. Am 11.11. klären I-7, I-9, I-21 und I-31 mit ihren Bordflugzeugen Vanikoro (Santa Cruz), Espiritu Santo, Nouméa und Suva (Fiji) auf. I-21 (FKpt. Matsumura) torpediert den US Transporter Edgar Allen Poe (7176 BRT) in einem Gefecht südöstl. Nouméa, Minensucher Matai und Korvette Kiwi (RNzN) schleppen das Schiff nach Nouméa, wo es zum Totalverlust erkärt wird. Die jap. 2. Flotte (VAdm. Kondo) läuft am 9.11. aus Truk aus, um zusammen mit der aus Rabaul und Shortland operierenden 8. Flotte (VAdm. Mikawa) die wie folgt geplante Unternehmung durchzuführen:

  Guadalcanal
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8. Grumman F4F Wildcats auf 
Henderson Field

In der Nacht vom 12./13.11. soll VAdm. Abe mit den Schlachtschiffen Hiei und Kirishima (11. Schlachtschiff-Geschwader), gesichert durch die 10. Z-Flottille (KAdm. Kimura) mit Kreuzer Nagara und den Zerstörern Amatsukaze, Yukikaze (16. Z-Division), Akatsuki, Ikazuchi, Inazuma (6. Z-Division) und Teruzuki, sowie der 4. Z-Flottille (KAdm. Takama) mit den Zerstörern Yudachi, Harusame, Asagumo, Murasame, Samidare (2. Z-Division), Shigure, Shiratsuyu, Yugure (27. Z-Division) das Henderson Flugfeld beschießen. In der Nacht vom 13./14.11. soll ein Verband unter KAdm. Nishimura mit den Schweren Kreuzern Maya und Suzuya, dem Leichten Kreuzer Tenryu und den Zerstörern Kazegumo, Makigumo, Yugumo (10. Z-Division) und Michishio diese Aufgabe wiederholen. VAdm. Mikawa soll das Unternehmen mit den Kreuzern Chokai, Isuzu, Kinugasa und den Zerstörern Arashio und Asashio (8. Z-Division) decken.
Gleichzeitig soll KAdm. Tanaka mit der 2. Z-Flottille, bestehend aus den Zerstörern Hayashio, Kagero, Oyashio (15. Z-Division), Kawakaze, Suzukaze, Umikaze (24. Z-Division), Makinami, Naganami, Takanami (31. Z-Division), Amagiri und Mochizuki, 11 große Transporter mit dem Großteil der 38. Inf.Div. und ihrer schweren Ausrüstung nahe Cape Esperance und Kokumbona anlanden. Nordöstlich der Salomonen bezieht der Kern der 2. Flotte (VAdm. Kondo) eine Sicherungsposition. Dieser besteht aus den Kreuzern Atago (F) und Takao, den Schlachtschiffen Kongo (VAdm. Kurita, 3. Schlachtschiff-Geschwader) und Haruna, den Flugzeugträgern Junyo (KAdm. Kakuta, 2. Träger-Geschwader) und Hiyo, den Kreuzern Tone und Sendai (KAdm. Hashimoto, 3. Z-Flottille) sowie den Zerstörern Hatsuyuki, Shirayuki (11. Z-Division), Uranami, Shikinami und Ayanami (19. Z-Division).
Soweit die Planungen der japanischen Seite.

Am 11.11. erreicht die TG.62.4 (RAdm. Scott) Lunga Point und beginnt mit dem Ausladen der 3 Transporter. Bei einem Angriff von 12 jap. Flugzeugen der Hiyo wird der Transporter Zeilin beschädigt und mit dem Zerstörer Lardner detachiert. Erster Angriff auf Flugplatz Henderson Field durch ein jap. Bomber-Geschwader der 11. Luft-Flotte (VAdm. Kusaka) aus Rabaul.
Am 12.11. morgens erreichen TG.67.1 (RAdm. Turner) mit ihren 4 Transportern und die Sicherungsgruppe TG.67.4 (RAdm. Callaghan) Guadalcanal und beginnen mit dem Ausladen. Der Kreuzer Portland wird zur TF.16, die Zerstörer Gwin und Preston zur TF.64 detachiert. Bei einem Angriff von Bombern aus Rabaul wird der Zerstörer Buchanan durch eigene Flak, der Kreuzer San Francisco durch ein abgeschossenes jap. Flugzeug beschädigt.
Am 13.11. nachmittags beordert Adm. Halsey, Oberbefehlshaber Südpazifik, nach weiteren Warnungen der Luftaufklärung die TF.64 (RAdm. Lee) nach Guadalcanal. Das Geschwader besteht aus den Schlachtschiffen South Dakota, Washington und den Zerstörern Walke, Benham, Preston, Gwin. TF.16 (RAdm. Kinkaid) wird befohlen, mit dem Träger Enterprise und den restlichen Schiffen weiterhin südl. Guadalcanals zu verbleiben.

Guadalcanal  

9. Pionierbrücke der US Marines 
mit Amphibischen Traktoren als Pontons.

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Als Meldungen über die anmarschierenden jap. Seestreitkräfte eintreffen, bricht RAdm. Turner die Entladung ab und zieht die Transporter unter dem Geleitschutz der Zerstörer Buchanan, McCalla, Shaw und der Minensucher Hovey und Southland zurück. TG.67.4 mit den Kreuzern San Francisco (RAdm. Callaghan), Portland, Helena und den Zerstörern Cushing, Laffey, Sterett, O'Bannon, sowie dem Kreuzer Atlanta (RAdm. Scott) und den Zerstörern Aaron Ward, Barton, Monssen, Fletcher, versucht den jap. Beschießungsverband unter VAdm. Abe (siehe oben) zwischen Savo Island und Lunga Point abzufangen. Abe läßt die drei Zerstörer der 27. Division zur Sicherung im Westen zurück und stößt in der Dunkelheit am 13.11. auf Callaghans Verband. In wilden Gefechten auf z.T. kürzester Entfernung reißt der US-Verband auseinander, beide Admirale fallen in den ersten Minuten.
Auf amerikan. Seite sinken Atlanta (Capt. S. P. Jenkins) und Laffey nach Artillerietreffern der Hiei und Torpedos der Akatsuki und anderer Zerstörer. Auch Barton wird durch Torpedos der jap. Zerstörer versenkt, Monssen und Cushing werden durch Artilleriebeschuss beschädigt und sinken später. San Francisco (Capt. Cassin Young †), Portland, Juneau, Sterett, Aaron Ward werden schwer beschädigt. Auf jap. Seite sinkt die Akatsuki nach Artillerietreffern durch Atlanta und O´Bannon, die durch Geschützfeuer kampfunfähige Yudachi wird am Morgen durch die Portland versenkt. Die Hiei erhält mehr als 50 Artillerietreffer und sinkt am Morgen nach 2 Lufttorpedotreffern von Flugzeugen des südlich Guadalcanal kreuzenden Trägers Enterprise und einem Bombentreffer einer B-17 Fortress nach Bergung der Besatzung. Von den südlich Guadalcanal operierenden jap. U-Booten I-17 und I-26 (FKpt. Yokota) greift letzteres den rückmarschierenden US-Verband an, verfehlt das Flaggschiff San Francisco, versenkt aber die Juneau (Capt. Swenson †).

In der Nacht vom 13./14.11. zweiter Versuch, das Henderson-Flugfeld auszuschalten. Die jap. Kreuzer Suzuya (KAdm. Hashimoto) und Maya beschießen wie geplant, den Flugplatz, doch ohne durchschlagenden Erfolg. Sicherung des Angriffs im Norden und Westen durch die Unterstützungsgruppe (VAdm. Mikawa) und die restlichen Schiffe des Verbandes. Die geplante Landung der am 12.11. aus Shortland ausgelaufenen 11 Transporter mit der 2. Z-Flottille am 14.11 wird um 24 Std. verschoben, um einem weiteren Verband unter VAdm. Kondo in der Nacht vom 14./15.11. den Beschuß des Henderson Field und eine Deckung der Landung zu ermöglichen. Der Verband besteht aus den Kreuzern Atago, Takao, Sendai, den Zerstörern Uranami, Shikinami, Ayanami, Kirishima, Nagara, Teruzuki, Inazuma, Asagumo, Samidare, die von der 1. Beschießungsgruppe hinzukommen, und den Zerstörern Shirayuki und Hatsuyuki vom Trägergeschwader.

Am Morgen des 14.11. werden die abmarschierenden Verbände von VAdm. Mikawa und KAdm. Nishimura durch US Luftaufklärung gesichtet. Im mehreren Wellen werden sie durch Sturzbomber und Torpedoflugzeuge des USMC von Henderson Field und der Enterprise angegriffen. Die Kinugasa wird versenkt, während Chokai, Maya, Isuzu und Zerstörer Michishio durch Treffer und Naheinschläge beschädigt werden, so daß sie an weiteren Unternehmen nicht teilnehmen können. Aufklärungsflugzeuge der Enterprise sichten den jap. Transportverband des KAdm Tanaka. Sturzkampfbomber und Torpedoflugzeuge der Enterprise, vom Henderson Field, und B-17 Bomber von Espiritu Santo greifen in mehreren Angriffswellen an. 7 Transporter.mit 50.535 BRT werden getroffen. Beim ersten Angriff werden die Transporter Canberra Maru (6457 BRT) und Nagara Maru (7148 BRT) versenkt; Sado Maru wird beschädigt und mit den Zerstörern Amagiri und Mochizuki abkommandiert. Die Zero-Jagdflugzeuge der Träger Hiyo und Junyo können zwar einige US Maschinen abschießen, aber die Angriffe nicht verhindern. Beim zweiten Abgriff wird die Brisbane Maru (7152 BRT), beim dritten die Arizona Maru (9683 BRT) und Shinanogawa Maru (7503 BRT) und beim letzten die Nako Maru (7145 BRT) versenkt. Die Zerstörer Kawakaze, Makinami, Naganami und Suzukaze retten etwa 5000 Mann, 400 gehen mit den Schiffen unter. KAdm. Tanaka setzt seinen Vormarsch mit den übrigen vier Transportern, Kinugawa Maru, Yamatsuki Maru, Hirokawa Maru und Yamaura Maru, fort. Nach erfolgreicher Landung (auch der geretteten Schiffsbrüchigen) in der Nacht vom 14./15.11 werden die Transporter nordwestl. Guadalcanal auf Grund gesetzt. Dort werden sie werden im Verlauf des 15.11. bei Luftangriffen vernichtet.

In der Nacht vom 14./15.11. dritter Versuch, das Henderson Flugfeld auszuschalten. Die jap. 2. Flotte (VAdm. Kondo mit Schlachtschiff Kirishima, Schweren Kreuzern Atago und Takao) und 2 Sicherungsgruppen, Kreuzer Nagara, Zerstörer Teruzuki, Hatsuyuki, Shirayuki, Asagumo, Samidare sowie Kreuzer Sendai, Zerstörer Uranami, Shikinami, Ayanami, beschießen den Flugplatz. Dabei treffen die Sendai-Gruppe und die restlichen Einheiten auf die TF.64 (RAdm. Lee) (siehe oben), die gerade in den »Iron Bottom Sound« einläuft. Von 2 Seiten angegriffen verliert der US-Verband die voraus laufenden Zerstörer Walke, Benham, Preston durch Artillerie und Torpedos der Nagara, die Gwin wird beschädigt. 

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10. Japanisches Kleinstunterseeboot vom Typ A wird von Amerikanern in einer Bucht 
auf Guadalcanal  geborgen.

Bei den Ausweichmanövern prallt die South Dakota (Capt. T.L. Gatch) mit ausgefallenem Radar auf Kirishima, Atago und Takao und wird durch 42 Treffer in die Aufbauten schwer beschädigt. Ein Torpedoangriff der Zerstörer KAdm. Kimuras schlägt fehl, der jap. Zerstörer Ayanami geht verloren. Dann nähert sich die unbemerkt gebliebene Washington (Capt. G. B. Davis) mit Radar auf 8000 m und schießt in 7 Minuten die Kirishima zusammen. Im Ablaufen manövriert sie Torpedo- Angriffe der jap. Zerstörer Kagero und Oyashio, die vom KAdm. Tanaka vom Landungsverband abkommandiert waren, aus.

In den folgenden 14 Tagen führen beide Seiten  Nachschubunternehmen durch. Auf jap. Seite werden die U-Boote I-16, I-20 und I-24 am 15. und 29.11. mit Klein-U-Booten gegen die Nachschuboperationen angesetzt. Ha-10 (Hoka/ Inokuma) wird am 28.11. von I-16 (KKpt. Yamada) ausgebracht und torpediert am 29.11. den Transporter AK 23/ Alchiba (6198 BRT), der aufgesetzt werden muss. Alchiba wird am 7.12 nochmals von dem Klein-U-Boot Ha-38 (Tsuji/ Tsubokura) torpediert, das von I-24 (KKpt. Hanabusa) ausgebracht worden ist. Bei einem Nachschubunternehmen am 24.11. wird der Zerstörer Hayashio durch US Sturzkampfbomber versenkt.

8.– 27.11.1942
Mittelatlantik
Auf die Meldung von der alliierten Landung in Nordafrika werden alle brennstoffstarken U-Boote aus dem Nordatlantik mit hoher Marschfahrt ins Gebiet vor Marokko (Gruppe »Schlagetot« mit U 572, U 173, U 130, U 108, U 103, U 510, U 509, U 752, U 511) und Gibraltar (Gruppe »Westwall« mit U 515, U 155, U 411, U 564, U 86, U 91, U 98, U 218, U 566, U 613, U 92, U 413, U 653, U 519, U 185, U 263) gezogen.

Auf der Reede von Fedala greift U 173 (Oblt.z.S. Schweichel) am 11./12.11. den verankerten Konvoi UGF.1 an, versenkt den Truppentransporter Joseph Hewes (9359 BRT) und torpediert den Tanker Winooski (10600 BRT) und den Zerstörer Hambleton. In der folgenden Nacht versenkt U 130 (KKpt. Kals) die Truppentransporter Edward Rutledge, Tasker H. Bliss und Hugh L. Scott mit zusammen 34.507 BRT. Weitere Angriffsversuche von U 572, U 108, U 510, U 511 und U 752 vom 11.-18.11. schlagen fehl.

HMS Hecla

11. Britisches U-Boot-Depotschiff Hecla.

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Von der Gruppe »Westwall« greift am 12.11. U 515 (Kptlt. Henke) das U-Boot-Depotschiff Hecla (10.850 ts) an und versenkt es in zahlreichen Anläufen, der sichernde Zerstörer Marne wird torpediert. Am 13.11. wird U 411 (Kptlt. Spindlegger) westlich von Gibraltar durch Hudson „D" der 500. Sqn. RAF (SqnLdr J B Ensor) versenkt. Der zurück marschierende Konvoi MKF.1, der u.a. durch die Geleitträger Argus und Avenger, die Zerstörer Wrestler, Amazon, Glaisdale (norw.), und eine Nahsicherungsgruppe mit der neuen Fregatte Exe als Führerboot gesichert wird, verliert am 14.11. durch U 413 (Oblt.z.S. Poel) den Truppentransporter Warwick Castle (20.107 BRT). Am 15.11. versenkt U 155 (Kptlt. Piening) den Träger Avenger (Cdr. Colthurst, 514 Tote), den Truppentransporter Ettrick (11.279 BRT) und torpediert den Transporter Almaak (6737 BRT). U 98 (Oblt.z.S Eichmann) wird vom US-Zerstörer Wrestler versenkt. U 173 torpediert den Transporter Electra (AK.21, 6200 BRT), der aufgesetzt werden muss und wird am 16.11. von den US-Zerstörern Woolsey, Swanson und Quick aufgespürt und versenkt. Am selben Tag verfehlt U 515 einen Träger, U 218 wird beim Versuch, einen Trägerverband anzugreifen, wahrscheinlich durch Wasserbomben des Zerstörers Wrestler beschädigt. Am 16. und 17.11. werden U 566 und U 91 von alliierten U-Jagdgruppen unter Angriff genommen und erleiden Wasserbombenschäden.

Am 16.11. versenkt U 92 (Oblt.z.S. Oelrich) den brit. Einzelfahrer Clan Mactaggart (7662 BRT). Am 17.11 meldet U 564 (Kptlt. Fiedler) einen Westkonvoi mit 3 Transportern und 2 Geleitern (Konvoi KRS.3 ?). Tags darauf verfehlt U 155 mit einem 4er-Fächer den Konvoi, U 613 (Kptlt. Köppe) wird von Hudson „V" der 608. Sqn. RAF angegriffen beschädigt. Am 19.11. gewinnt U 413 Fühlung am Konvoi, es wird durch Hudson „C"/ 608 schwer beschädigt und macht sich auf den Rückmarsch. Am 20.11. stößt es auf den Konvoi MKS.2 und unternimmt mehrere Angriffe, die alle fehlschlagen. U 263 (Kptlt. Nölke) versenkt aus dem Konvoi KMS.3 die norw. Prins Harald (7244 BRT) und die brit. Grangepark (5132 BRT), ein weiterer Torpedo explodiert im Fangnetz der Ocean Pilgim. Am 24.11. wird U 263 durch die zur Sicherung des Konvois MKS.3 gehörende Hudson „Q"/233 beschädigt und muss den Rückmarsch antreten. Beim Einlaufen in die Biskaya wird es am 27.11. erneut beschädigt, diesmal durch die Hudson „J"/405. Das Boot erreicht am 29.11. dennoch La Pallice. Am 24.11. wird auch U 510 durch Fliergerangriff beschädigt und ab 26.11. müssen sich die Boote nach Westen absetzen bzw. zur Versorgung aus U 118 gehen.

9.11.1942
Luftkrieg Frankreich

Das Tankschiff Margot (ex franz. Propetrole, 620 BRT) wird bei einem Luftangriff im Hafen von Nantes durch Bombentreffer versenkt.

9.11.1942
Nordsee
Vor Lowestoft greifen die dt. 2., 4. und 6. S-Flottille mit 20 Booten (F.d.S. an Bord von S 83) ein Nordgeleit an. Im Gefecht mit den Geleitschiffen erhält S 113 mehrere Treffer im Vorschiff und muß eingeschleppt werden, S 112 muß ebenfalls einige Treffer einstecken. S 64 wird durch den Zerstörer Vesper, S 101 (Oblt.z.S. Miljes †) durch ML 201 und MGB 103 beschädigt. Im Wehrmachtsbericht vom 11.11. wird die Versenkung von 4 Schiffen mit 11.000 BRT , die Beschädigung eines Bewachers und 2 weiterer Dampfer gemeldet. In Wirklichkeit war der Erfolg wesentlich geringer. Versenkt wurde der norw. Frachter Fidelio (1843 BRT) und torpediert der brit. Dampfer Wandle (1482 BRT). Brit. MTB torpedieren aus einem deutschen Konvoi nördlich von Terschelling den schwedischen Frachter Abisko (3139 BRT). Das Schiff wird nach Emden eingebracht und repariert.

9.– 14.11.1942
Mittelmeer
Die brit. Korvette Gardenia sinkt am 9.11. vor Oran nach einer Kollision mit dem Trawler Fluellen. Nach einem Minentreffer explodiert der Minensucher Cromer vor Marsa Matruh. Die brit. Sloop Ibis wird am 10.11. nördlich Algier von einer dtsch Ju 88 versenkt. Britische Flugzeuge versenken vor Tobruk am 14.11. den Schleppdampfer Max Behrend (766 BRT), er wird später gehoben und für die Royal Navy als Captive wieder in Dienst gestellt.

9.– 21.11.1942
Nordatlantik
Aus den im Nordatlantik zurückbleibenden brennstoffschwachen U-Booten U 84, U 522, U 521, U 753, U 224 und U 383 wird die Gruppe »Kreuzotter« gebildet, zu der bis zum 17.11. die von der Versorgung kommenden U 454, U 606 und U 624 sowie die neu aus der Heimat eintreffenden U 184, U 264, U 262 und U 611 treten. Am 12.11. versenkt U 224 (Oblt.z.S. Kosbadt) den panam. Einzelfahrer Buchanan (5614 BRT).

Am 15.11. meldet U 521 (Kplt. Bargsten) den Konvoi ONS.144, 33 Schiffe, Escort Group B6 (norweg. Kptlt. Monssen) mit den norweg. Korvetten Potentilla, Eglantine, Montbretia, Rose und der brit. Vervain sowie dem Rettungsschiff Perth (HF/DF). U 521 greift erfolglos an und wird von Rose mit Wabos abgedrängt. Im Nebel verliert auch U 611 (Kptlt. v. Jakobs) die kurz gewonnene Fühlung. Erst am 17.11. nachmittags kommen U 521 und bald darauf auch U 184 heran, das mit Peilzeichen die anderen Boote heranführt. In der Nacht zum 18.11. greifen nacheinander U 262, U 264, U 184, U 521, U 224, U 383, U 454, und U 624 an, von denen U 264 (Oblt.z.S. Looks) die griech. Mount Taurus (6696 BRT) und U 184 (Kptlt. Dangschat) die brit. Widestone (3192 BRT) versenken. Weitere Boote (U 521, U 224, U 383 und U 454) verfehlen ihre Ziele. Am nächsten Morgen versenkt U 624 (Oblt.z.S. Graf Soden-Frauenhofen) den brit. Tanker President Sergent (5344 BRT) und die amerik. Parismina (4732 BRT), torpediert die amerik. Yaka (5432 BRT), die von U 522 (Kptlt. Schneider) den Fangschuss bekommt, und verfehlt knapp die Eglantine (?). Wenig später versenkt U 262 (Oblt. z.S. Franke) die Montbretia. U 753 (KKpt. v. Mannstein) verfehlt das Rettungsschiff Perth mit der Rose

  Rettungsschiff (br.)
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12. Genesungsraum auf einem Rettungsschiff 

Wegen Torpedoaufbrauch bzw. Brennstoffmangel müssen die meisten Boote am 18.11. abbrechen, nur U 184, U 264, U 262 und U 611 setzen die Operation fort. Am Nachmittag des 18. und Morgen des 19.11. verfehlen Fächer von U 264 und U 184 ihre Ziele. Die am Abend durch die Zerstörer HMS Firedrake und USS Badger verstärkte Sicherung drängt die Boote ab. Am Morgen des 20.11. kommt es zu einem schweren Gefecht zwischen HMNoS Rose und U 264, während Potentilla das fühlunghaltende U 184 abdrängt. Nach einem letzten Funkspruch gegen Mittag geht U 184 aus unbekannter Ursache verloren. Am Vormittag nimmt die »Western Local Escort Group« den Konvoi auf, und die U-Boote brechen die Operation ab. Gesamterfolg: 5 Schiffe mit knapp 25.000 BRT bei Verlust von U 184.

Nordostwärts der Neufundlandbank torpediert U 43 (Oblt.z.S. Schwantke) am 18.11. aus dem Konvoi SC.109 (EG C3 und Rettungsschiff Bury [HF/DF]) den US Tanker Brilliant (9132 BRT), der zunächst eingebracht wird, jedoch beim Abschleppen zur Reparaturwerft am 25.1.1943 sinkt. Aus dem Konvoi ON.145 (EG A3) versenkt U 518 vor Neufundland am 21.11. die brit Empire Sailor (6140 BRT) und torpediert die Tanker British Renown (6997 BRT) und British Promise (8443 BRT).

9.– 25.11.1942
Mittelmeer
Weiterhin Einsatz der brit. U-Boote der 1., 8., und 10. Flottille zur Deckung der Operation »Torch« (siehe 1.- 8.11.) Am 8.11. werden die Signal-U-Boote von Oran und Algier vor die Küste von Marettimo abgezogen und P.45/ Unshaken kehrt zurück nach Gibraltar. P.213/ Saracen (Lt. Lumby) versenkt am 9.11. vor Capo Vito (Sizilien) das ital. U-Boot Granito (Kptlt. Sposito). Zahlreiche weitere Angriffe auf U-Boote der Achsenmächte, die z.T. zu Transporteinsätzen nach Nordafrika eingesetzt sind, verfehlen ihr Ziel, so Angriffe von Una am 10.11. südl. Messina, Ursula am 11.11. auf die dt. U 73 und U 561 vor Marokko, Splendid am 16. und 20.11. zwischen Neapel und Genua, United am 22.11. bei Buerat und Unruffled am 23.11., ebenfalls bei Buerat, auf ital Transport-U-Boote. Am 10.11. meldet die Luftaufklärung 3 Kreuzer mit Zerstörergeleit von Navarino auf Westkurs, Una und Utmost werden angesetzt, doch sie verfehlen ihr Ziele. Auch P.35/ Umbra verfehlt am 12.11. die Schlachtschiffe Littorio, Vittorio Veneto und Roma auf dem Marsch von Tarent nach Neapel. Traveller, Parthian, Clyde, Thrasher, Proteus und Porpoise unternehmen Transportfahrten nach Malta, anschließend teilweise Einsatz an der tunes. und libyschen Küste. Bei diesen Operationen werden zahlreiche Angriffe geführt.

Es versenken: Turbulent (Cdr. Linton) am 11.11. südl. Cagliari das dt. U-Boot-Depotschiff Bengasi (ex-dän. Almenia, 1554 BRT), P.211/Safari (Cdr. Bryant) am 13.11. das ital. Küstenmotorschiff Bice (269 BRT), am 16.11. den dt. Transporter Hans Arp (2645 BRT), am 17.11. die dt. Landungsfähre F 346, sowie mit Artillerie am 17./18.11. zwei kleine Fahrzeuge, P.212/ Sahib (Lt. Bromage) am 14.11. bei Kuriat den it. Transporter Scillin (1579 BRT), es ertrinken 785 Kriegsgefangene und 165 ital. Heeressoldaten, 60 Überlebende werden von dem U-Boot gerettet. Im Golf von Neapel greift das brit. U-Boot P.228/ Splendid (Lt. McGeogh) vom 16.-22.11. mehrere Konvois an, am 16.11. gelingt es, das italien. Vorpostenboot V-277/ San Paolo zu entern und dabei militärische Dokumente in die Hand zu bekommen, am 21.11. torpediert es einen Geleitzug mit den Transportern Monginevro, Sestrière und den Zerstörern Legionario, Bombardiere und Velite, von denen letzterer beschädigt und nach Neapel eingeschleppt wird, am 23.11. versenkt es östl Cagliari die ital. Luigi Favorita (3576 BRT). P.43/ Unison torpediert am 16.11. bei Marettimo einen Tanker, wahrscheinlich versenkt es die ital. Abruzzi (680 BRT), die am 15.11. von Tripolis aus nach Trapani wollte und dabei verloren ging. P.35/ Umbra (Lt. Maydon) torpediert am 17.11. nördl. Sizilien den Truppentransporter Piemonte (15.209 BRT), der zwar geborgen wird, aber nicht mehr zum Kriegseinsatz kommt, sondern bei Evakuierung Messinas selbstversenkt wird. Porpoise (Cdr. Bennington) versenkt am 18.11. den Tanker Giulio Giordani (10.534), der nach Luftangriff am Vortag gerade einen Brand unter Kontrolle gebracht hat, und am 23.11. die ital Fertilia (ex Giacoma, 739 BRT).

10.11.1942
Südpazifik
US-Kreuzer Raleigh patrouilliert ohne Erfolg entlang des 175. östl. Längengrades, um vor den Ellice Inseln japan. Wachboote abzufangen.

10.– 11.11.1942
Biskaya
Das auslaufende U-Boot U 66 (KKpt. Zapp) wird am 10.11. von der mit Radar und Leight Light ausgerüsteten Wellington „D" der 172. Sqn. RAF (F/O Dixon) beschädigt und muß umkehren.

Hokoku Maru (jp.)  

13. Japanischer Hilfskreuzer Hokoku Maru

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11.11.1942
Indischer Ozean

Die japan. Hilfskreuzer Hokoku Maru (10.438 BRT) und Aikoku Maru (10.500 BRT) greifen ca. 500 sm südwestl. der Cocos-Insel den niederl. Tanker Ondina (6341 BRT) an, der unter Sicherung des indischen Minensuchers Bengal (LtCdr. W. J. Wilson) von Fremantle nach Diego Garcia fährt.

Im Gefecht kann Bengal die artilleristisch weit überlegene Hokoku Maru mehrfach treffen, nach einem Treffer der Ondina in die Steuerbord-Torpedobatterie explodiert der Hilfskreuzer schließlich. Bengal greift danach die Aikoku Maru an (ebenfalls 8x15cm), muss das Gefecht aber wegen Munitionsmangels abrechen und setzt sich nach Diego Garcia ab. Aikoku Maru gelingt es, den Tanker mehrfach zu torpedieren und in Brand zu schießen. Danach bricht sie das Gefecht ab, nimmt Überlebende der Hokoku Maru auf und lässt die Ondina in der Gewissheit zurück, dass das Schiff verloren ist. Doch die Ondina kann schwer beschädigt von der Besatzung nach Fremantle zurückgebracht werden (Quelle und Ergänzung).

11.– 13.11.1942
Mittelmeer

Nach Einsetzung der französischen Waffenstillstands-Kommission landet eine ital. »Forza Navale Speciale« (Admiral Tur) mit dem alten Kreuzer Bari als Flaggschiff, 4 Motor-Landungsschiffen, 2 Autofähren und 50 kleinen Fahrzeugen, meist ML-Landungsbooten, 1100 Mann des Regimentes »San Marco« und Teile der Division »Camicia Nera« von Livorno und Elba aus in Bastia (Korsika). Ein zweiter Konvoi bringt 4000 weitere Soldaten. Zur Sicherung sind die Zerstörer Zeno, Pigafetta und die Torpedoboote La Masa und Procione eingeteilt. Am 12.11. wird an Bord des Zerstörers Da Noli 1 Kompanie »Grado« von Bastia nach Ajaccio (Korsika) übergesetzt. Von La Maddalena aus werden am 13.11. weitere Kräfte in Portovecchio und Bonifacio gelandet. Die französischen Einheiten leisten keinen Widerstand.

12.11.1942
Ostsee
Bei einer Ausbildungsfahrt geht U 272 (Oblt.z.S. Hepp) vor Hela durch Kollision mit U 634 (Oblt. Brosin) verloren.

13.11.– 2.12.1942
Mittelatlantik
Weitere Geleitzüge zwischen USA und Casablanca. UGS.3 mit 45 Schiffen, gesichert durch die TF.37 mit den Zerstörern Taylor, Strong, Chevalier, Benson, Davison und La Valette und den Tankern Salamonie und Mattole. Der zurückkehrende Konvoi GUF.1 wird in drei Gruppen geteilt: 5 Transporter, 2 Frachter und 1 Minenleger laufen vom 13.- 24.11. mit TG.34.10 (Kreuzer Philadelphia und Zerstörer Mervine, Cowie, Quick, Knight, Beatty, Bernadou, Cole) von Safi nach New York; 4 Transporter und 1 Tanker laufen vom 15.- 26.11. mit TG.34.8 (Schlachtschiff Texas, Kreuzer Savannah, Träger Sangamon, Zerstörer Roe, Ericsson, Livermore, Eberle, Dallas, Corry, Hobson) von Gibraltar nach Norfolk; 10 Transporter, 3 Frachter, 3 Minenleger und 2 Tankern laufen vom 17.-28.11. mit TG.34.9 (Kreuzer Brooklyn, Träger Chenango, Zerstörer Boyle, Woolsey, Ludlow, Edison, Bristol, Wilkes, Swanson, Tillman, Forrest, Macomb, Quick, Cole, Kearny, Parker) von Casablanca nach Hampton Roads. Die US-Minenleger Terror, Monadnock und Miantonomah legen am 16.11. Defensiv-Minensperren vor Casablanca aus.

  Hermes (ZG 3)
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14. Deutscher Beutezerstörer ZG 3 Hermes ex griech. Vasilefs Georgios

15.11.1942
Nordatlantik
Der kanad. Zerstörer Saguenay wird durch Kollision mit dem Frachter Azara (der untergeht) zum konstruktiven Totalverlust.

15.11.1942
Mittelmeer
Bei Sicherung eines dt. Geleitzuges von Piräus nach den Dardanellen vernichtet UJ 2102/ Birgitta (Oblt.z.S. Kleiner) das durch den Zerstörer Hermes (Kpt.z.S. Johannesson) geortete griech. U-Boot Triton (Lt. Kontoyannis) und nimmt die Besatzung gefangen.

15.– 26.11.1942
Biskaya / Mittelatlantik
Das neue niederländische U-Boot Dolfijn (LtCdr Van Oostrom Soede) unternimmt ab 15.11. seine erste Feindfahrt in der Biscaya. Am 26.11. führt es einen Torpedoangriff gegen das deutsche U 263, bleibt aber ohne Erfolg. K.XIV (LtCdr. J.H. Geijs) läuft am 17.11. von Kapstadt nach den Kap Verdischen Inseln. Es unterstützt dort die alliierten Operationen vor Dakar. Am 20.11. verfehlt es das deutsche U 552, am 22.11. einen Frachter, möglicherweise den dt. Blockadebrecher Anneliese Essberger (vgl. 21.11.). Anfang Dezember beenden beide Boote ihre Unternehmungen.

16.– 18.11.1942
Südwestpazifik
Die 32. US-Division und die austral. 7. Division landen südlich von Buna (Neuguinea). Am 18.11. erreicht auch ein japan. Konvoi im Geleit von 3 Zerstörern Buna und setzt Truppen zur Verstärkung ab. B-17 Bomber der USAAF bombardieren und beschädigen die jap. Zerstörer Umikaze und Kawakaze.

16.– 21.11.1942
Südwestpazifik
US U-Boot-Operationen: Im Gebiet der Philippinen versenkt Seal (LtCdr. Hurd) aus einem Konvoi am 16.11. den Armeetransporter Boston Maru (5477 BRT) und torpediert die Fushimi Maru (10.935 BRT). Salmon (LtCdr. McKinney) versenkt am 17.11. westl. Manila die Oregon Maru (5873 BRT). Stingray (LtCdr. Earle) torpediert bei Shortland am 21.11. den Flugzeugtransporter Sanyo Maru (8360 BRT). Flying Fish bleibt ohne Erfolg.

17.– 18.11.1942
Ostsee
Die finn. S-Boote Syöksy, Vinha (Oblt.z.S. Vuorensaari) und Vihuri (Oblt.z.S. Kajatsalo) greifen das im Hafen von Lavansaari liegende sowj. Kanonenboot Krasnoe Znamya an und versenken es mit Torpedotreffern. Es wird später gehoben und zwischen 13.11.1943 und 17.9.1944 repariert.

17.– 20.11.1942
Mittelmeer
Operation »Stone Age«: Britischer Konvoi MW.13 mit 4 Handelsschiffen, gesichert durch das 15. Kreuzer-Geschwader (RAdm. Power) mit Arethusa, Euryalus, Dido und 10 Zerstörern, läuft von Alexandria nach Malta. Trotz dt. Luftangriffe, bei denen die Arethusa am 18.11. nördlich Derna durch einen Lufttorpedo so schwer getroffen wird, dass sie umkehren muss (156 Tote), erreichen alle 4 Transporter Malta. Damit kann die Insel endgültig als entsetzt gelten. Die Arethusa muss sich in den USA bis Dezember 1943 Reparaturarbeiten unterziehen.

17.– 20.11.1942
Nordafrika
Erste Kampfberührung in Tunesien zwischen den dt. Truppen und alliierten Verbänden 50 km westl. Bizerta. An der Front in Libyen nimmt die 8. brit. Armee am 20.11. Bengasi ein.

17.– 23.11.1942
Nordmeer
Am 17.11. läuft Konvoi QP.15 mit 31 Schiffen von Archangelsk aus nach Island, 2 Schiffe müssen nach Murmansk umkehren. »Eastern Local Escort« mit Flakschiff Ulster Queen, den Minensuchern Britomart, Halcyon, Hazard, Sharpshooter, sowie den sowj. Zerstörern Baku und Sokrushitelny. »Ocean Escort« mit den Korvetten Bergamot, Bluebell, Bryony, Camellia und Minensucher Salamander. In der Barentssee wird der Konvoi von den brit. Zerstörern Faulknor, Intrepid, Icarus, Impulsive (20.-26.11.), Echo (20.-22.11.) Musketeer, Orwell (23.-30.11.), Middleton (22.-30.11.) und Oakley (23.-30.11.) aufgenommen, weiter westlich von den brit. Kreuzern London, Suffolk und den Zerstörern Forester, Obdurate and Onslaught. Die U-Boote Seadog, Trespasser (brit.), Junon (franz.), Uredd (norw.) und L-20 (sowj.) besetzen gegen deutsche Überwasserstreitkräfte Positionen vor den nordnorwegischen Fjorden.

Am 20.11. wird der Konvoi vom Sturm weit auseinander getrieben, der Baku werden in schwerer See Teile der Aufbauten weggerissen. Mit starkem Wassereinbruch im Vorschiff und in den Kesselräumen erreicht das Schiff mühsam den Hafen. Die Sokrushitelny bricht halb durch. Die zur Hilfeleistung entsandten Zerstörer Razumny, Kuibyshev und Uritski können aus der aufgewühlten See 187 Mann bergen, die Sokrushitelny sinkt am 22.11. Die dt. Luftaufklärung erfaßt den Konvoi bei dem herrschenden Unwetter nicht. Aus einzelnen Konvoigruppen versenken U 625 (Oblt. Benker) die brit. Goolistan (5851 BRT) und U 601 (Kptlt. Grau) die sowj. Kusnets Lesov (3974 BRT).

18.11.– 10.12.1942
Indischer Ozean
Vor Penang torpediert das brit. U-Boot Trusty (Lt. Balston) am 18.11. den Armeetransporter Columbia Maru (5617 BRT), das amerik. Searaven (LtCdr. Cassedy) versenkt am 17.11. bei der Christmas-Insel die Nissei Maru (833 BRT). --- Südwestlich der Malabar-Küste versenkt das jap. U-Boot I-166 (KKpt. Tanaka) am 23.11. die brit. Cranfield (5332 BRT), I-29 (FKpt. Izu) im Golf von Aden am 23.11. die brit. Tilawa (10.006 BRT) und am 3.12. den norw. Tanker Belita (6323 BRT). I-27 im Golf von Oman bleibt ohne Erfolg.

 
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15. Die 5. S-Bootflottille übernimmt EMC-Minen, um die Schiffahrt im Kanal zu sperren.

19.11.1942
Kanal
Dt. 5. S-Fl. (Kptlt. Klug) greift südlich Plymouth mit S 68, S 77, S 82, S 112, S 115 und S 116 brit. Konvoi an. S 112 (Oblt.z.S. Karl Müller, RK) versenkt den Trawler Ullswater, weitere Boote der Flottille versenken die norw. Lab (1118 BRT), die brit. Birgitte (1595 BRT) und Yewforest (815 BRT).

19.11.1942
Nordsee
Der dt. Sperrbrecher 169 / Ceres sinkt vor Norderney auf einer Mine.

19.– 26.11.1942
Norwegen

Nachdem die Quisling-Regierung alle jüdischen Einwohner Norwegens erfasst hat und schon am 26. Oktober alle jüdischen Männer über 15 Jahren in Gefangenschaft genommen wurden, vollzieht sich im November der Abtransport des größten Teils der jüdischen Bevölkerung aus Norwegen. Am 19.11. transportiert der Passagierdampfer Monte Rosa (13.882 BRT) 21 Juden nach Aarhus, von dort werden sie mit Eisenbahntransport ins Konzentrationslager verbracht. Am 26. November transprtiert der Frachter Donau (9035 BRT) 534 Juden nach Stettin und die Monte Rosa nochmals 26 Juden nach Aarhus, von wo aus die Fahrt per Eisenbahn weiter nach Auschwitz geht. Ein letzter großer Abtransport von Oslo über See findet am 24. Februar 1943 statt (siehe dort). Insgesamt kommen 768 norwegische Juden in Konzentrationslager, von denen nur 28 überleben.

20.– 24.11.1942
Mittelmeer

Am 20.11. wird der brit. Zerstörer Bramham nördlich von Algier durch Luftangriff schwer beschädigt. Am 24.11. versenken dt. Flugzeuge östlich von Tenes aus dem Konvoi KMS.3 den brit. Transporter Trentbank (5060 BRT).

21.11.1942
Atlantik
Im Nordatlantik wird das auslaufende U 517 (Kptlt. Hartwig) von Albacore „I" der 817. Sqn. FAA (Träger Victorious) versenkt. Im Südatlantik stellen US Kreuzer Cincinnati, Milwaukee und Zerstörer Somers bei der Insel St. Paul den dt. Blockadebrecher Anneliese Essberger (5173 BRT), der daraufhin von der Mannschaft selbst versenkt wird.

22.– 26.11.1942
Mittelmeer
Der ital. Transporter Numidia läuft am 22.11. mit 1100 Kriegsgefangenen an Bord und im Geleit des Torpedobootes Ardito von Tripolis aus nach Palermo. Am 23.11. greifen 2 brit. Flugzeuge die Ardito an und hinterlassen 2 Tote und 11 Verwundete. Das T-Boot geleitet die Numidia daraufhin nach Susa und marschiert anschließend nach Trapani. Die Numidia erreicht erst am 26.11. unter Geleit der ital. Schnellboote Ms 31, Ms 32, MAS 543 und MAS 547 Palermo. -- Am 24.11. versenken brit. Torpedoflugzeuge südlich von Sardinien den it. Frachter Luigi (4283 BRT).

23.11.1942 — 13.1.1943
Schwarzes Meer
Verlegung der sowj. U-Boote M-120 und M-36, ab 3.12. auch M-32 und M-52, von der Schwarzmeer-Flottille in Poti zur Kaspischen Flottille nach Baku.

24.– 26.11.1942
Kanal
Vor Ostende sinkt am 24.11. der dt. Hilfsminensucher M 3610 auf einer Mine. Nahe Dieppe sinkt am 25.11 das dt. Vorpostenboot V 1514 nach einem Minentreffer. Das dt. Räumboot R 109 geht am 26.11 auf einer dt. Minensperre vor Fécamp verloren.

24.– 29.11.1942
Mittelmeer

Ital. Nachschubkonvoi »LL«, mit den Transportern Zenobia Martini und Giuseppe Leva in Begleitung des Torpedobootes Circe unterwegs von Tripolis nach Palermo, trifft am 27.11. auf den Nachschubkonvoi »G«, mit den Transportern Città di Napoli und Città di Tunesi und in Begleitung der Zerstörer Mitragliere, Corazziere, Folgore und des T-Bootes Climene unterwegs von Palermo nach Bizerta. Durch ein falsches Manöver wird Circe von dem Transporter Città di Tunisi gerammt und sinkt, Folgore kann 99 Überlebende retten. — Auf dem Rückmarsch läuft der andere Transporter, Città di Napoli (5418 BRT), in Begleitung der Zerstörer Maestrale, Folgore und des T-Bootes Animoso, am 28.11. bei den Äolischen Inseln auf eine Mine und sinkt.

Vom 24.-29.11. greifen die brit. U-Boote Utmost, Una, Ursula und Seraph vor der Küste Tunesiens und südlich Marettimo ohne Erfolg Konvois an. Utmost (Lt. Coombe) wird durch Wasserbomben des T-Bootes Ardente beschädigt und am 25.11. vor Sizilien durch T-Boot Groppo (Kptlt. Farina) versenkt. — Brit Bomber versenken am 26.11. bei Zliten die Algerino (977 BRT) und am 29.11. in Tripolis die Sirio (5222 BRT).

24.– 29.11.1942
Südpazifik

Am 24.11. landen japan. Schiffe Truppen bei Munda Point (New Georgia). USAAF-Bomber versenken den japan. Zerstörer Hayashio und beschädigen die Torpedoboote Otori und Hiyodori vor Finschhafen, andere Flugzeuge beschädigen vor Shortland den Seeflugzeug-Transporter Sanuki Maru.

Am 29.11. greifen B-17 Bomber der USAAF einen Konvoi auf dem Weg nach Buna an und beschädigen die Zerstörer Shiratsuyu und Makigumo. Die Zerstörer Kazegumo und Yugumo bringen Nachschub heran.

24.11.– 3.12.1942
Nordatlantik
Aus den vom ONS.144 kommenden U-Booten wird nordostwärts Neufundland die Gruppe »Drachen« mit U 454, U 522, U 262, U 611, U 623, U 663 und U 445 gebildet. Am 26.11. versenken U 262 (Oblt.z.S. Franke) die brit. Ocean Crusader (7178 BRT) und U 663 (Kptlt. Schmid) die brit. Barberrys (5170 BRT). Konvois werden nicht gesichtet.

25. 27.11.1942
Norwegen

T-Flugzeuge versenken am 25.11. den dt. Dampfer Erika Hendrik Fisser (3347 BRT) südöstlich von Kristiansand. Der dt. Minensucher M 101 sinkt vor Namsos nach Kollision mit dem dt. Frachter Levante. Am 27.11. torpedieren brit. MTB vor dem Sognefjord den dt. Dampfer Harvestehude (ex-franz. Ville de Reims, 4638 BRT) und das norw. bemannte MTB 623 den norw. Dampfer Hertha (1375 BRT), der danach aufgesetzt werden muss.

27.11.1942
Mittelmeer
Unternehmen »Lila«: Besetzung Toulons durch das II. SS-Pz.-Korps. Selbstvernichtung der franz. Kriegsflotte in Toulon auf Befehl des Flottenchefs (Adm. de Laborde).

BB Strassbourg (FR)

16. Französisches Schlachtschiff "Strassbourg" im Hafen Toulon auf Grund liegend (Aufnahme: Walter Klesing).

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Selbstversenkt und später teilweise gehoben aber nicht wieder in Dienst gestellt:  Schlachtschiffe Strasbourg, Dunkerque, Provence, Flugzeug- Mutterschiff Commandant Teste, Schwere Kreuzer Algérie, Foch, Colbert, Dupleix, Leichter Kreuzer Marseillaise, Großzerstörer Aigle, Cassard, Gerfaut, Guépard, Kersaint, Lynx, Mogador, Tartu, Vauban, Vauquelin, Vautour, Verdun, Volta, Zerstörer Casque, Mameluck, Bordelais, Le Mars, La Palme, Torpedoboot La Poursuivante, Avisos D'Iberville, Yser und die U-Boote Acheron, Aurore, Caiman, Diamant, Eurydice, Fresnel, Galatée, L'Espoir, Naiade, Pascal, Redoutable, Sirène, Thétis, Vengeur, Venus. 

Selbstversenkt, durch Achsenmächte gehoben, aber nicht in Dienst gestellt: Kreuzer Jean de Vienne (it. FR.11), La Galissonnière (it FR.12), Großzerstörer Panthère (it. FR.22), Valmy (it. FR.24), L'Indomptable, Zerstörer Siroco (it. FR.32), L'Adroit (it. FR.33), Lansquenet (it. FR.34), Bison (it. FR.35), Foudroyant (it. FR.36), Le Hardi und Lansquenet (später dt. TA 34), Torpedoboot La Bayonnaise (it. FR.45, später dt. TA 13), Avisos Chamois (it. FR.53), L'Impetueuse (it. FR.54, später dt. SG 17), Dédaigneuse (it. FR.56), U-Boot Henri Poincaré und Kabelleger Ampère (später dt. SG 24).

Selbstversenkt bzw. erbeutet, repariert und in Dienst gestellt:  Großzerstörer Lion (it. FR.21), Tigre (it. FR.23), Zerstörer Trombe (it. FR.31), Torpedoboot Baliste (dt. TA 12), Avisos La Curieuse (it. FR.55, später dt. SG 16) und Les Esparges (später dt. SG 25, M 6060) und Netzleger Le Gladiateur (später dt. SG 18). Im Bau erbeutet und sogleich von der KM in Dienst gestellt: Avisos Matelot Leblanc (SG 14), Rageot de la Touche (SG 15), Amiral Sénès (SG 21) und Enseigne Ballande (SG 22).

Die U-Boote Casabianca (Cdr. L’Herminier) und Marsouin (LtCdr Mine) können nach Algier entkommen, Le Glorieux (Cdr. Maynier) nach Oran, Calypso und Nautilus nach Tunis, Iris wird in Barcelona interniert.

28.11.1942
Mittelmeer
Der brit. Zerstörer Ithuriel wird bei einem dt. Luftangriff auf Bône so schwer beschädigt, dass er zum konstruktiven Totalverlust wird. Ebenfalls vor Bône versenken die Zerstörer Quentin und Quiberon (RAN) das ital. U-Boot Dessiè (Kptlt. Gorini).

28.11.1942
Indischer Ozean
Bei der Sicherung des Geleitzugs OW.1 von Fremantle nach Diego Garcia mit den Korvetten Cessnock und Toowoomba treffen die Kreuzer Adelaide (RAN) und Jacob van Heemskerck (niederl.) auf den von Djakarta nach Frankreich fahrenden dt. Blockadenbrecher Ramses (7983 BRT). Dieser versenkt sich selbst.

28.11.– 1.12.1942
Indonesien
Am 28./29.11. laufen das austr. Hilfsfahrzeug Kuru und die Korvetten Armidale und Castlemaine von Port Darwin nach Timor aus, um 65 Mann Ablösung zu bringen und 77 portugiesische Flüchtlinge zu evakuieren. Bei einer zweiten Fahrt wird Armidale am 1.12. durch jap. Torpedoflugzeuge versenkt, die Korvette Kalgoorlie rettet 30 Überlebende.

  Cortellazzo (it.)
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17. Italienischer Blockadebrecher Cortellazzo.

29.11.– 1.12.1942
Biskaya
Der ital. Blockadebrecher Cortellazzo (Capt A. Paladini) läuft von Bordeaux nach Japan aus. Sicherung durch dt. T-Boote T 23, Kondor, Falke und T 22. Nachdem die T-Boote das Schiff verlassen haben, wird es am 30.11. durch eine Sunderland der 10. Sqn. RAAF entdeckt und am 1.12. durch die vom Konvoi KMF.4 (SOE auf der Sloop Egret) detachierten Zerstörer Quickmatch (RAN) und Redoubt gestellt. Nachdem die Cortellazzo (5292 BRT) von der Besatzung verlassen wurde, wird sie von Redoubt mit Torpedo versenkt.

29.11.– 1.12.1942
Mittelmeer
Brit. Minenkreuzer Manxman legt bei Cani in der Nähe von Tunis eine Sperre mit 156 Minen. Am 8.12. wird sie durch weitere 36 Minen ergänzt.

Auslegung von ital. Flankensperren von Bizerta aus nordostwärts bis in den Raum westlich Siziliens zum Schutz des Nachschubverkehrs der Achsenmächte nach Tunis. Am 29./30.11 legen Zerstörer Da Noli (FKpt. Valdambrini) und Hilfsschiff Barletta in 2 Einsätzen die Sperren »S.91« und »S.92« mit 172 bzw. 154 Minen. Am 30.11./1.12. legen die Zerstörer Maestrale (Kpt.z.S. Bedeschi), Graecale, Mitragliere und Ascari die Sperre »S.96« mit 224 Minen. (Fortsetzung 4.-12.12.).

29.11.– 2.12.1942
Schwarzes Meer
Erster Vorstoß des sowj. Geschwaders (VAdm. Vladimirski) gegen den Schiffsverkehr an der rumänisch-bulgarischen Küste. Die erste Gruppe mit dem Kreuzer Voroshilov, dem Flottillenführer Kharkov und dem Zerstörer Soobrazitelny soll die Häfen Sulina, Burgas und die Radiostation Fidonisi beschießen, die 2. Gruppe mit den Zerstörern Besposhchadny und Boiki Schiffsziele bei Kap Kaliakra und Kap Schabla angreifen und Mangalia beschießen. Am 1.12. feuern die Zerstörer der 2. Gruppe Torpedos gegen Schiffe auf der Reede von Kalytsch-Kiap, die auf Grund laufen. Voroshilov und Soobrazitelny beschießen Fidonisi, durch eine Minendetonation im Bugschutzgerät des Zerstörers wird der Kreuzer beschädigt, der Verband kehrt um.

29.11.– 6.12.1942
Nordatlantik
Am 29.11. wird im mittleren Nordatlantik gegen den Konvoi ONS.148 (EG B2) mit den neu eintreffenden U-Booten U 439, U 254, U 758, U 465, U 135, U 211 und U 524 die Gruppe »Panzer« gebildet, die bis zum 4.12. entsprechend dem Tages-Etmal eines ONS.-Konvois nach Westen bis nordostwärts Neufundland marschiert, ohne Ziele zu finden. U 524 (Kptlt. Frhr. von Steinaecker), mit einem Team des dt. B-Dienstes an Bord, fängt am 4.12. alliierte Funkanweisungen für den Konvoiverkehr auf. Daraufhin wird die Gruppe nach Nordosten gezogen. Am 6.12. mittags sichtet U 524 den Konvoi HX.217 (33 Schiffe, EG B6) und wird auf ihn angesetzt (siehe 6.-11.12.).

Gegen einen ebenfalls nach Horchbeobachtung vermuteten OS.-Konvoi wird am 30.11. westlich Irland aus neu eintreffenden U-Booten U 455, U 221, U 553, U 610, U 600, U 604, U 569, U 615 und U 609 die Gruppe »Draufgänger« gebildet. Es wird kein Konvoi gefunden. Am 2.12. versenkt U 604 (Kptlt. Höltring) den zum Konvoi MKF.3 gehörenden US Passagierdampfer Coamo (7057 BRT). Zwei Angriffe von U 615 und U 435 schlagen fehl. Gegen den nach dem Konvoi-Fahrplan erwarteten Konvoi ONS.150 (EG B4) wird die Gruppe zum 6.12. nach Norden gezogen, bleibt jedoch ohne Erfolg. Von ihrem eingenommenen Vp.-Streifen aus wird am 7.12. gegen den HX.217 angesetzt (siehe 6.-11.12.).

29.11.– 11.12.1942
Mittelatlantik
Zurückkehrender Geleitzug GUF.2 mit 20 Schiffen und Sicherung TF.38 mit Schlachtschiff Arkansas und den Zerstörern Plunkett, Gleaves, Benson, Mayo, Taylor, La Valette, Chevalier, Strong von Casablanca nach Norfolk.

30.11.1942
Nordatlantik
Alliierte Geleitsicherungskräfte im Nordatlantik: Western Local Escort Force mit 5 kanad. und 13 brit. Zerstörern, 25 kanad. Korvetten und 8 kanad. Minensuchern der Bangor-Klasse; Mid Ocean Escort Force mit 7 kanad., 22 brit. und 2 amerik. Zerstörern, 26 kanad. und 38 brit. Korvetten und einem USCG-Kutter.

USS New Orleans (CL52)  

19. Vorschiff des US Kreuzers New Orleans wird ersetzt

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30.11.1942
Frankreich

U 256 (Kptlt. Loewe), das am 2.9. durch Flugzeugangriff schwer beschädigt wurde, wird außer Dienst gestellt und bis August 1943 in Brest zum Flak-U-Boot umgebaut.

30.11.1942
Nordwestpazifik
Vernichtung des dt. Hilfskreuzers Schiff 10 / Thor (Kpt.z.S. Gumprich) im Hafen von Yokohama durch Explosion des längsseits liegenden Troßschiffes Uckermark (KKpt. von Zatorski). Neben jap. Hafenfahrzeugen und dem Frachter Unkai Maru Nr.3 wird auch die Prise Leuthen vernichtet. Der Hilfskreuzer Thor kaperte und versenkte auf seiner letzten Fahrt 10 Handelsschiffe mit zusammen 56.037 BRT.

30.11./ 1.12.1942
Südpazifik
Nachtgefecht von Tassafaronga: Eine jap. Zerstörergruppe (KAdm. Tanaka) mit Naganami, Makinami, Oyashio, Kuroshio, Kagero, Kawakaze, Suzukaze und Takanami versucht mit Versorgungsgütern nach Guadalcanal durchzukommen. Die Amerikaner erfahren von dem Unternehmen durch ihren Funkbeobachtungsdienst, worauf Adm. Halsey dem Verband TF.67 (RAdm. Wright) von Esperitu Santo entgegenschickt: Schwere Kreuzer Minneapolis, New Orleans, Pensacola, Northampton, Leichter Kreuzer Honolulu und Zerstörer Drayton, Fletcher, Maury, Perkins, Lamson und Lardner.

Es gelingt RAdm. Wright mit Hilfe von Radar, den jap. Verband zu überraschen und im Gefecht den Zerstörer Takanami so schwer zu beschädigen, daß er später aufgegeben werden muß. KAdm. Tanaka befiehlt daraufhin der Hälfte seiner Schiffe, auf Guadalcanal zuzuhalten, um die mitgeführten Versorgungsbehälter über Bord zu werfen (die dann später aufgefischt wurden) und greift mit dem Restverband die überlegene US-Kampfgruppe mit Torpedos an. Alle 4 Schweren Kreuzer erhalten Treffer: Northampton (Capt. W. A. Kitts) sinkt durch Torpedos der Oyashio, New Orleans verliert ihr Vorschiff und Pensacola und Minneapolis werden schwer beschädigt.

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