1942 Oktober

 

 

 

1.10.1942
Nordsee
In der Nacht zum 1.10. Angriff brit. Küstenstreitkräfte (MTB 234 , MTB 230, MGB 21, MGB 18, MGB 81, MGB 86) auf einen dt. Geleitzug (Nr. 348) vor Terschelling. Der schwed. Frachter Thule (2533 BRT) und das dt. Vorpostenboot V 2003 (ex-belg. Loodsboot No.7) werden torpediert und versenkt. Deutsche Sicherungskräfte versenken MGB 18.

1.– 3.10.1942
Ostsee
Übungsmanöver mit Schlachtschiff Scharnhorst, den Leichten Kreuzern Nürnberg, Leipzig, den Zerstörern Z 25, Z 31, Z 37 sowie den Torpedobooten T 16, T 17, T 20, T 21, T 22, Falke und Kondor. Am 2.10.geht der sowj. Minensucher T-57/ Udarnik im Finnenbusen bei Seiskari auf einer Mine verloren.

1.– 3.10.1942
Schwarzes Meer
Das sowj. Wachschiff Shtorm beschießt am 1.10. Anapa. Die Zerstörer Boiki (mit  Bfh. des Geschwaders, VAdm. L.A.Vladimirski, an Bord) und Soobrazitelny beschießen in der Nacht zum 3.10. Jalta.

1. Eine Consolidated Catalina (PBY) der USN überfliegt ihr Zielgebiet.

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1.– 6.10.1942
Nordatlantik

Auf der Ostseite des Nordatlantik Bildung eines neuen großen Vorpostenstreifens »Luchs« mit U 437, U 597, U 442, U 254, U 382, U 620, U 610, U 706, U 260, U 582, U 619, U 753, U 755, U 257, U 602, U 183 und U 757. Während die U-Boote langsam nach Südwesten marschieren, sichtet das nördlichste Boot U 260 (Kptlt. Purkhold) den Konvoi HX.209 (31 Schiffe, Escort Group B4). Sturm, Regen und Hagelböen verzögern das Herankommen der anderen Boote aus ungünstiger achterlicher Position. Nur U 254 (Kptlt. Loewe) findet am 3.10. einen verlassen treibenden Tanker, wahrscheinlich den US Tanker Esso Williamsburg (11.237 BRT), der am 23.9. von U 211 torpediert wurde, und versenkt ihn. Der US Tanker Robert H. Colley (11.651 BRT) im Konvoi HX.209 bricht am 4.10. im Sturm auseinander und muss von Geleitschiffen versenkt werden. Atmosphärische Störungen verhindern am 4.10. die Aufnahme eines Fühlunghaltersignals, das U 437 (Kptlt. Lamby) von einem wesentlich günstiger stehenden ON-Konvoi aussendet. Die meisten Boote setzen trotz der am 4.10. einsetzenden Luftsicherung die Verfolgung des HX.209 fort, doch gehen am 5./6.10. durch Luftangriffe der Catalina „I" des VP-73 USN und der Hudson „N" der 269. Sqn. RAF die Boote U 582 (Kptlt. Schulte) und U 619 (Oblt.z.S. Makowski) verloren, U 257 (Kptlt. Rahe) wird beschädigt. Am 6.10. muß die Operation abgebrochen werden.

1.– 8.10.1942
Mittelmeer
Fortsetzung der ital. Nachschubkonvois nach Nordafrika. Das brit. U-Boot P.44/ United (Lt Barlow) torpediert in der Nacht zum 1.10. vor Kap Spartivento den ital. Dampfer Ravenna (1148 BRT), der bereits zuvor von einem Wellington-Bomber angegriffen wurde und dabei auf Grund gelaufen ist. Das Schiff wird später geborgen. Auf Grund der Gefährdungslage aber wird ein ital. Geleitzug mit den Motorschiffen Guglielmo Marconi und Mars im Geleit des Zerstörers Sebenico auf dem Weg von Trapani nach Tripolis vom 2.-5.10. auf Pantelleria zurück gehalten und erreicht deshalb erst am 7.10. Tripolis. Ein weiterer Konvoi mit dem ital. Tanker Rondine und dem dt. Transporter Santa Fé im Geleit der Torpedoboote Lira und Castelfidaro wird auf dem Rückmarsch nach Piräus am 2.10. nördl. Tobruk von einem T-Flugzeug angegriffen. Rondine wird dabei von einem Torpedo getroffen und nach Tobruk zurück geschleppt. Santa Fé wird vom Zerstörer Sebenico nach Piräus begleitet. Ein dritter Geleitzug, der am 3.10. mit Motorschiff Valfiorita im Geleit der Zerstörer Pigafetta, Saetta und Camicia Nera von Tarent nach Bengasi marschiert, wird am 4.10. von einem Torpedoflugzeug angegriffen. Die Valfiorita wird beschädigt und anschließend nach Korfu geschleppt. Dafür wird das Geleit des ital. Motorschiffs Sestriere, vom 4.-7.10. im Geleit der Zerstörer Folgore, Zeno und dem T-Boot Antares unterwegs von Brindisi nach Bengasi, um die frei gewordenen Zerstörer Pigafetta, Saetta und Camicia Nera verstärkt. Die Sestriere wird dennoch mehrfach von Flugzeugen angegriffen, erreicht ihr Ziel jedoch unbeschädigt. Porpoise (Cdr. Bennington) legt am 3.10. bei Tobruk eine Minensperre (?). Am 5.10. entgeht der dt. Transporter Ruhr vor Bengasi knapp einem Torpedoangriff von HMS Turbulent. In der Nacht zum 8.10. wird vor Ras el Tin die ital. Dandolo (4964 BRT), im Geleit der Torpedoboote Castore und Medici unterwegs von Susa nach Tobruk, von einem Torpedoflugzeug angegriffen und versenkt.

1.– 12.10.1942
Mittelatlantik
Südöstlich Trinidad (Planquadrat ED, EE, EO und FA) operieren weiterhin U 175, U 201, U 202, U 332, U 512, U 514, U 516. Am 2.10. wird U 512 (Oblt.z.S. Schultze) durch einen B-18A Bomber der 99. BG USAAF von Trinidad aus versenkt. U 514 läuft zur Versorgung ins Planquadrat ER Anfang Oktober versenkt U 175 (Kptlt. Bruns) die brit. Empire Tennyson (2880 BRT), die panam. Aneroid (5074 BRT), die amerik. Caribstar (2592 BRT) und William A. McKenney (6153 BRT), U 201 (Oblt.z.S. Rosenberg) versenkt die amerik. Alcoa Transport (2084 BRT), die niederl. Flensburg (6421 BRT) und den US Liberty-Frachter John Carter Rose (7191 BRT), U 202 (Oblt.z.S. Poser) die niederl. Achilles (1815 BRT).

1.– 15.10.1942
Indischer Ozean
Vor den Küsten Indiens und Ceylons operieren die jap. U-Boote I-162, I-165 und I-166. Es versenken I-166 (KKpt. Tanaka) in der Nacht zum 1.10 die panam. Camila (1201 BRT), später landet es Agenten an der Küste von Calicut. I-162 (KKpt. Shimose) versenkt am 3.10. den sowj. Dampfer Mikoyan (2332 BRT) und am 7.10 die brit. Manon (5597 BRT), am 13.10. torpediert es die brit. Martaban (4161 BRT).

1.– 20.10.1942
Mittelatlantik
Bei Operationen ital. U-Boote im Raum südwestlich Freetown und im Golf von Guinea greift Barbarigo (KKpt. Grossi) am 6.10. die – für ein US-Schlachtschiff gehaltene – brit. Korvette Petunia an und deutet die Detonationen von Wasserbomben als Treffer. Am 9.10. versenkt Archimede (Kptlt. Saccardo) den brit. Truppentransporter Oronsay (20.043 BRT) und greift am 10.10. den Transporter Nea Hellas (16.991 BRT) an, der jedoch kaum beschädigt wird. Bagnolini bleibt ohne Erfolg.

1.– 26.10.1942
Biskaya

Fortsetzung eines geballten Ausbruchs von 9 deutschen und italienischen Dampfern von Bordeaux nach dem Fernen Osten: Der dt. Rio Grande (bereits am 27.9.) folgen am 1.10. die ital. Pietro Orseolo, am 2.10. der dt. Sperrbrecher Belgrano und der Begleittanker Spichern (ex-norw. Krossfonn), am 3.10. der Frachter Irene (ex-norw. Silvaplana), am 7.10. der Begleittanker Brake, am 9.10. die Burgenland, am 11.10. die Weserland und Karin (ex-ndl. Kota Nopan) und am 12.10. der Etappenversorger Anneliese Essberger. Sie werden auf dem 1.Teil der Reise jeweils von einigen Torpedobooten der 3. (T 13, T 14, T 18, T 19, T 21) und der 5. T-Flottille (Möwe, Greif, Jaguar) begleitet.

Durch Luftaufklärung und die Auswertung des entschlüsselten Marine-Funkverkehrs erfährt die brit. Admiralität rechtzeitig von den Schiffsbewegungen in Bordeaux und im Gebiet vor El Ferrol. Am 2.10. sichtet ein Flugzeug des RAF Coastal Command nördl. Kap Finisterre ein Handelsschiff auf Westkurs. Es handelt sich um die Belgrano, die durch mehrere Treffer beschädigt, nach El Ferrol einlaufen muss, wo sie am 6.10. gemeldet wird. Von Flugzeugen der 19. Gruppe des RAF Küstenkommandos werden Angriffe auf Pietro Orseolo, Spichern und Anneliese Essberger geführt, doch nur die Spichern wird ernsthaft beschädigt und muss umkehren. Weitere Blockadebrecher werden erwartet.

Um die bekannten Marschrouten vor der span. Nordküste zu sperren, werden die U-Boote Splendid und Sibyl auf dem Weg ins Mittelmeer und Proteus, das aus dem Mittelmeer zurückgezogen wurde, dort zu Patrouillen aufgestellt. Sibyl (Lt. Turner) trifft am 9.10. auf ein feindliches U-Boot und versucht es zu rammen; am 10.10. greift es einen abgedunkelten Einzelfahrer an, doch der Torpedo verfehlt sein Ziel. Splendid stoppt und durchsucht am 13.10. den Panama-Frachter Gaizka auf Bannware und verfolgt erfolglos ein einlaufendes U-Boot (wahrscheinlich den Versorger U 461). Beide Unterseeboote setzen danach ihren Marsch ins Mittelmeer fort. Ihre Aufgaben übernehmen nun Unique, Ursula (auf dem Weg ins Mittelmeer), Sealion und Graph. Am 11.10. sichtet ein Flugzeug des RAF Coastal Command die ausmarschierende Irene und den zurückkehrenden Tanker Spichern, und meldet deren Position, um britische Unterseeboote heranzuführen. Dabei geht Unique (Lt. Boddington †) westl. von La Rochelle verloren; wahrscheinlich gesunken am 13.10. bei einem missglückten Angriff auf die Spichern durch Frühdetonation eines ihrer Torpedos (HMS Unique). Ursula setzt ihren Marsch ins Mittelmeer alleine fort. Graph (ex dt. U 570) verfehlt mit einem 4er-Fächer am 21.10. das einlaufende U 333. Die Blockadebrecher Rio Grande, Pietro Orseolo, Irene, Brake, Anneliese Essberger, Weserland und Karin erreichen unbeschadet den offenen Atlantik.

1.– 28.10.1942
Schwarzes Meer

Sowj. U-Boot-Operationen: Am 1.10. versenkt M-118 (Kptlt. Savin) bei Shagany den dt. Transporter Salzburg (1742 BRT) mit 2000 russischen Kriegsgefangenen an Bord, wird aber selbst beim Angriff auf ein rumän. Geleit durch das Kanonenboot Ghigulescu versenkt. Am 4.10. bringen L-4 (Kpt. 3.Rg. Polyakov) vor Yalta, L-23 (Kpt. 3.Rg. Fartushny) vor Feodosia und L-24 (Kpt. 3.Rg. Apostolov) vor Akhtopol Minensperren aus. Auf einer Mine vor Feodosia sinkt am 15.6.1943 der Marinefährprahm F-121. Am 6.10. versenkt M-31 (Kptlt. Rastochil) nördl. Sulina den rumän. Schlepper Mina Daniel (293 BRT). Shch-216 (Kpt. 3.Rg. Karbovskii) versenkt am 10.10. den rumän. Dampfer Carpati (4336 BRT). Shch-213 (Kptlt. Isaev) verfehlt am 14.10. knapp den deutschen U-Jäger Xanten, der daraufhin das U-Boot mit Wasserbomben versenkt. M-32 (Kptlt. Koltypin) verfehlt bei Burnas den rumän. Zerstörer Regele Ferdinand, woraufhin das T-Boot Smeul mit Wasserbomben einen Gegenangriff führt und das U-Boot beschädigt. Am 21.10. torpediert M-35 (Kpt. 3.Rg. Greshilov) den dt. Beutetanker Le Progrès (511 BRT) und beschädigt ihn so schwer, dass er von dt. Räumbooten versenkt werden muss. Am 24.10. verfehlt S-33 nördl. des Bosporus den ungar. Dampfer Szeged, und am 26.10. verfehlt Shch-207 vor Sulina nochmals den U-Jäger Xanten. Am 28.10. bringt L-5 (Kpt. 3.Rg. Zhdanov) südwestl. Burgas eine weitere Minensperre aus. Darüber hinaus operieren M-62 und M-117 vor Shabla, M-55 und A-2 vor Yalta, D-5 vor Akhtopol, M-113 vor Konstanza und M-111 vor Tuzla ohne Erfolg.

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2. Der Kommandant von U 333,
Peter "Ali" Cremer.

1.– 30.10.1942
Mittelatlantik
Vor Freetown operieren die überwiegend frisch versorgten dt. U-Boote U 87, U 107, U 125, U 333 und U 590. Am 6.10. führt U 333 (Kptlt. Cremer) mit der brit. Korvette Crocus ein Artilleriegefecht auf kurze Entfernung, in dem beide Schiffe Schäden und Personalverluste erleiden. Darüber hinaus versenken U 107 (Kptlt. Gelhaus) am 7.10. die brit. Andalucia Star (14.943 BRT), U 125 (Kptlt. Folkers) am 8.10. die brit. Glendene (4412 BRT) und U 87 (Kptlt. Berger) am 11.10. die brit. Agapenor (7392 BRT). Das seit der Laconia-Affäre westlich Freetown aufgestellte U 156 bleibt in dieser Phase ebenso wie die Neuankömmlinge U 128, U 552 und UD 5 zunächst ohne Erfolg. Erst am 29.10. versenkt UD 5 (FKpt. Mahn) den britischen Flugzeugtransporter (CAM) Primrose Hill (7628 BRT).

1.– 31.10.1942
Ostsee
Von den im Vormonat durchgebrochenen sowj. U-Booten der dritten Welle operieren S-9 in der Bottensee, Shch-310 und D-2 zwischen Rixhöft und Bornholm, S-12 an der baltischen Küste, Shch-307 in der Aalandsee und M-102 im westl. Finnenbusen. D-2 (Kpt. 2.Rg. Lindenberg) versenkt am 14.10. bei Ystad die Jacobus Fritzen (4090 BRT) und beschädigt am 19.10. bei Trelleborg das Fährschiff Deutschland (2972 BRT). Shch-406 (Kpt. 3.Rg. Osipov) versenkt am 26.10 bei Brüsterort den finn. Fischlogger Mercator (119 BRT) und in der Nacht vom 28./29.10. den schwed. Dampfer Bengt Sture; dabei werden 6 Schiffbrüchige geborgen und als Kriegsgefangene eingebracht. S-12 (Kpt. 3.Rg. Turaev) torpediert am 21.10. bei Papensee die Sabine Howald (5956 BRT) und am 27.10. bei Steinort die Malgache (6300 BRT). Shch-307 (Kpt. 3.Rg. Momot) versenkt am 26.10. in der Aaland-See die finn Betty H. (2478 BRT). S-9 sichtet keine Ziele. Shch-310 und M-102 bleiben ohne Erfolg. Auf dem Rückmarsch am 9.11. wird Shch-310 (Kpt. 3.Rg. Yaroshevich) durch Minentreffer schwer beschädigt

1.– 31.10.1942
Pazifik

US U-Boot-Operationen: Vor der jap. Ostküste operieren Drum, Greenling, Kingfish, Nautilus, Trigger und Whale. Dabei versenkt Kingfish (LtCdr. Lowrance) am 1.10. die Yomei Maru (2860 BRT) und am 23.10. die Seikyo Maru (2608 BRT), Nautilus (LtCdr. Brockman) am 1.10. die Tosei Maru (2432 BRT), am 24.10. die Kenun Maru (4643 BRT) und am 25.10. mit dem Bordgeschütz einen Frachtsegler, Greenling (LtCdr. Bruton) am 3.10. die Kinkai Maru (5852 BRT), am 4.10. die Setsuyo Maru (4146 BRT), am 14.10. die Takusei Maru (3509 BRT), am 18.10. die Hakonesan Maru (6673 BRT) und am 21.10. mit dem Bordgeschütz einen Frachtsegler, Drum (LtCdr. Rice) am 8.10. die Hague Maru (5641 BRT), am 9.10. die Hachimanzan Maru (2461 BRT) und am 20.10. die Ryunan Maru (5106 BRT), Trigger (LtCdr. Lewis) am 17.10. die Holland Maru (5870 BRT), ferner werden am 5.10. die Shinkoku Maru (3991 BRT) leicht und am 24.10. der Tanker Nissho Maru (10.526 BRT) schwer beschädigt. Whale (LtCdr. Azer) legt am 25.10. eine Minensperre vor Honshu und torpediert am 26.10. in einem Konvoi den Tanker Kirishima Maru (5959 BRT).

Bei Truk wird Trout (LtCdr. Ramage) am 3.10. durch Flugzeugangriff beschädigt und tritt den Rückmarsch an. Vor Formosa versenkt Grouper (LtCdr Duke) am 1.10. die Lisbon Maru (7053 BRT) mit 1816 Gefangenen an Bord, von denen nur einzelne gerettet werden (siehe Menschen- rechtsverletzungen), Finback (LtCdr. Hull) am 14.10. die Teison Maru (7007 BRT) und am 20.10. aus einem Konvoi den Armeetransporter Afrika Maru (9475 BRT) und den Transporter London Maru (7190 BRT), Guardfish (LtCdr. Klakring) am 21.10. aus einem Konvoi die Nichiho Maru (6362 BRT). Vor den Kurilen versenkt S-31 (Lt. Sellars) am 26.10. den Tanker Keizan Maru (2864 BRT).

Im Gebiet des Südpazifik vor Neu-Irland versenkt Sturgeon (LtCdr. Pieczentkowski) am 1.10. den Flugzeugtransporter Katsuragi Maru (8033 BRT) und wird anschließend durch Wasserbombenangriff des Zerstörers Hakaze beschädigt. Im Gebiet der Bismarck-Inseln und nördlich der Salomonen versenkt Amberjack (LtCdr. Bole) am 7.10. die Senkai Maru (2101 BRT), ferner werden am 10.10. aus einem Konvoi das Walfang-Mutterschiff Tonan Maru (19.263 BRT) und der Transporter Tenryu Maru (4861 BRT) torpediert. Sculpin (LtCdr. Chappell) versenkt am 7.10. vor Rabaul den Armeetransporter Naminoue Maru (4731 BRT) und am 14.10. die Sumiyoshi Maru (1921 BRT), Skipjack (LtCdr. Coe) am 14.10. den Armeetransporter Shunko Maru (6780 BRT). Grampus (LtCdr. Craig) torpediert am 18.10. den jap. Kreuzer Yura, der aber nur leicht beschädigt wird. Südl. Kavieng versenkt Gudgeon (LtCdr. Stovall) aus einem Konvoi am 21.10. die Choko Maru (6783 BRT). Grayback (LtCdr. Stephan) torpediert am 31.10. bei Rabaul den Armeetransporter Noto Maru (7191 BRT).

Im indonesischen Raum versenkt Seadragon (LtCdr. Ferrall) am 10.10. die Shigure Maru (1579 BRT). Searaven (LtCdr. Cassedy) torpediert an der Küste der Weihnachtsinsel am 5.10. den gestrandeten norw. Frachter Eidsvold (4184 BRT) und vor der Sunda-Straße am 11.10. den dt. Blockadebrecher Regensburg (8068 BRT).

1.10.– 12.11.1942
Japan / Indischer Ozean
Von Japan aus laufen 4 dt. Blockadebrecher nach Europa: die Regensburg (bereits am 14.9. ab Kobe), die Ramses (bereits am 23.9. ab Kobe) sowie die Tanker Hohenfriedberg am 11.10. ab Yokohama und die Rossbach am 12.10. ab Kobe. Regensburg wird am 11.10. vor der Sunda Straße vom amerik. U-Boot Searaven (LtCdr. Cassedy) torpediert, auf Strand gesetzt und zur Reparatur nach Singapore geschleppt. Ramses wird am 28.11. etwa 600 sm westl. Australien zufällig von dem alten austral. Kreuzer Adelaide sowie einer Geleitgruppe mit dem niederl. Kreuzer Jacob van Heemskerck und den austr. Korvetten Cessnock und Toowoomba, die mehrere Handelsschiffe von Fremantle nach dem Chagos Archipel bringen, entdeckt, gestellt und von der Besatzung selbst versenkt. Rossbach wird aus Sicherheitsgründen nach Djakarta zurück gerufen, nur Hohenfriedberg erreicht wohlbehalten den Atlantik.

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3. Britischer Truppentransporter Queen Mary

2.10.1942
Kanal
Beim Angriff der 5. Schnellboot-Flottille mit S 65, S 77, S 82 und S 112 auf einen brit. Konvoi vor Eddystone versenkt S 112 (Oblt.z.S. Karl Müller, RK) den brit. Trawler Lord Stonehaven.

2.10.1942
Nordatlantik
Vor der brit. Südwest-Küste sinkt der Flak-Kreuzer Curaçoa mit 338 Mann der Besatzung nach Kollision mit dem Truppentransporter Queen Mary (81.235 BRT). (Anmerkung)

2./3.10.1942
Mittelmeer
Die als Hilfsminenleger ausgerüsteten ital. Tanker Scrivia, Tirso und Sesia legen mit den Zerstörern Mitragliere und Ascari südlich Marettimo (West-Sizilien) die Sperre S.61 mit 400 Minen. Zur gleichen Zeit legt der Zerstörer Da Verazzano bei Kap Bon 2 Minensperren mit insgesamt 194 Reiß- und Sprengbojen.

2.– 9.10.1942
Südpazifik
Fortsetzung der Versorgungsunternehmungen für Guadalcanal.
Um die US-Unternehmen zu decken und zu unterstützen, läuft am 2.10. die TF.17 (RAdm. Murray) mit dem Träger Hornet, den Kreuzern Northampton, Pensacola, San Diego, Juneau und den Zerstörern Morris, Anderson, Hughes, Mustin, Russell, Barton von Nouméa aus und führt am 5.10. auf der Reede von Shortland zwei Angriffe auf jap. Schiffsverkehr durch. Bei einem Angriff auf Rabaul wird am 2.10. der japan. Kreuzer Tenryu beschädigt. Bomber des US Marine Corps vom Henderson Field beschädigen am 3.10. den Wasserflugzeugträger Nisshin und am 5.10. vor Shortland die Zerstörer Minegumo and Murasame sowie die Wasserflugzeugträger Sanuki Maru und Sanyo Maru durch Nahtreffer.

Zur Störung alliierter Nachschubtransporte ist im Gebiet von Guadalcanal die jap. U-Boot-Gruppe A mit I-4, I-7, I-8, I-22 und I-176 aufgestellt. I-22 (KKpt. Narusawa) gilt nach einer letzten Meldung am 1.10. als vermisst, wahrscheinlich wird es am 5.10. durch ein US Catalina-Flugboot in der Indispensable Straße versenkt. Am 3.10. evakuiert I-1 (Kptlt. Sakamoto) 71 Soldaten von der Goodenough Insel. Am 9.10. startet I-7 (KKpt. Koizumi) sein Bordflugzeug zur Aufklärung über Esperitu Santo. Am gleichen Tag bringt ein jap. Verband mit dem Kreuzer Tatsuta und 5 Zerstörern den Oberbefehlshaber der 17. Armee, GenLt. Hyakutake, nach Tassafaronga auf Guadalcanal. Außerdem landen Teile der jap. 2. Inf.Div. (GenLt. Matsuyama).

2.– 13.10.1942
Mittelmeer
Anfang Oktober befinden sich 14 brit. U-Boote auf See, davon sind Parthian, Rorqual and Clyde mit Nachschubgütern für Malta unterwegs und 3 auf dem Durchmarsch. Am 3.10 feuert Una (Lt. Norman) auf einen Dampfer im Hafen von Lampedusa (Sizilien), doch die Torpedos laufen außer Kurs und detonieren an Felsen. Westl. Sizilien verfehlt Clyde (Lt. Brookes) am 10.10. das dt. U 605. Vor Capri versenkt das brit. U-Boot P.46/ Unruffled (Lt. Stevens) am 11.10. die ital. Una (ex-frz. St. Guilleaume, 1395 BRT) und am 13.10. die Loreto (1055 BRT) mit 400 Kriegsgefangenen an Bord, von denen 271 gerettet werden. Utmost (Lt. Coombe) versenkt am gleichen Tag vor Sardinien den dt. Tanker Languste (ex-it. Nautilus, 2070 BRT). In der Adria führt das brit. U-Boot P.211/Safari (Cdr. Bryant) mehrere Torpedo- und Artillerieangriffe und beschädigt am 2.10. die ital. Veglia (ex-jug. Korcula, 896 BRT), die zwar noch geborgen werden kann, aber zum Totalverlust wird, und am 5.10 die ital. Eneo (ex-jug. Soca, 545 BRT), die nach Split eingebracht, aber erst nach dem Krieg wieder in Fahrt gebracht wird. Am 8. und 9.10. versenken vor der Cyrenaika-Küste P.33/Turbulent (Cdr. Linton) den dt. Frachter Kreta (1013 BRT) und vor Djerba (Tunesien) P.37/Unbending (Lt. Stanley) den ital. Küstenfrachter Lupa No.2 (379 BRT) und den Dampfer Alga (1851 BRT). P.43/ Unison (Lt. Halliday) versenkt am 10.10. westlich des Peloponnes den von dem T-Boot Bassini begleiteten ital. Dampfer Enrichetta (4652 BRT). In der Ägäis versenkt Thrasher (Lt. Mackenzie) mit Artillerie 2 griechische Frachtsegler.

5.– 27.10.1942
Ostsee
Ausbruch der letzten Gruppe der 3. Welle mit den sowj. U-Booten S-7, Shch-302, Shch-303, Shch-304, Shch-305, Shch-306, Shch-311, Shch-320, Shch-406 und L-3. Beim Ausmarsch geht am 6.10. Shch-320 (Kpt 3.Rg. Vishnevski) auf Minensperren im Finnenbusen verloren. Shch-302 (Kptlt. Nechkin) wird am 14.10. von finn. Flugzeugen, Shch-311 (Kpt. 3.Rg. Pudyakov) am 12.10. durch die finn. U-Jäger VMV.13 und VMV.15 versenkt. Auch S-13 (Kptlt. Malanchenko) entkommt am 15.10. bei Vaindlo nur knapp den Angriffen der beiden finn. U-Jäger. Anschließend operieren S-7, Shch-305 und Shch-306 in der Aalandsee, Shch-303 in schwed. Gewässern, Shch-406 zwischen Rixhöft und Bornholm. Shch-303, Shch-305, Shch-306 operieren ohne Erfolg. Von den im Gebiet der Aalandsee zur U-Jagd eingesetzten finn. U-Booten versenkt Vesihiisi (Kptlt. Aittola) am 21.10. bei Söderarm S-7 (Kpt. 3.Rg. Lisin) und bringt 4 Gefangene ein, darunter den Kommandanten. Am 27.10. versenkt Iku-Turso (Kptlt. Pakkala) das aus der 2. Welle zurückkehrende Shch-308 (Kpt. 3.Rg. Kostylev), am 5.11. versenkt Vetehinen (Kptlt. Leino) aus der 3. Welle Shch-305 (Kpt. 3.Rg. Sazonov), doch auch Shch-306 (Kpt 3.Rg. Smoljar) geht Anfang November aus ungeklärter Ursache verloren.

6.– 9.10.1942
Nordsee / Kanal
Vorstoß gegen brit. Nord-Konvoi vor Cromer. Während die 6. S-Fl. (KKpt. Obermaier) mit S 71, S 73, S 74, S 75, S 76, S 113, S 114 und S 69 außer Bewachern und 3 Minensuchern keine Ziele findet, sichten die 2. S-Fl. (Kptlt. Feldt) mit S 101, S 46, S 62, S 80, S 105 und S 108 sowie die 4. S-Fl. (Kptlt. Bätge) mit S 117, S 63 und S 79 am 7.10. früh den Konvoi und greifen an. 

 
4. Die dt. 2. Räumboot-Flottille mit Mutterschiff .

Versenkt werden Küstenschutzboot ML 339, der Schlepper Caroline Moller (444 BRT) und der dän. Frachter Jessie Maersk (1972 BRT). Die torpedierten brit. Frachter Sheaf Water (2730 BRT) und Ilse (2844 BRT) sinken beim Abschleppen. Das Patrouillenboot Sheldrake (530 t) und der Hilfsminensucher Monimia (374 BRT) werden beschädigt. ML 207 bringt 43 Überlebende von ML 339 und den versenkten Handelsschiffen nach Yarmouth.

Vorbereitung eines Kanaldurchbruchs mit dem dt. Hilfskreuzer Schiff 45/ Komet (Kpt.z.S. Brocksien). Bei Räumarbeiten läuft die 2. R-Flottille am 8.10. in ein neu ausgebrachtes brit. Minenfeld vor Dünkirchen. R 77, R 78, R 82 und R 86 gehen dabei verloren. Zwischen Vlissingen und Boulogne wird der Konvoi mit der als Sperrbrecher getarnten Komet am 8.10. von brit. Schnellbooten angegriffen, wobei MTB 29 und MGB 76 verloren gehen, MTB 30 und MGB 75 durch Abwehrfeuer beschädigt werden. (Fortsetzung 13.-14.10.)

6.– 31.10.1942
Westatlantik
Vor der Küste Kanadas operieren U 43 im St.-Lorenz-Golf, U 183 und U 518 vor der Belle-Isle-Str. und U 106 (Kptlt. Rasch) vor der Cabot-Str., wo es am 11.10. vermutlich aus dem Konvoi BS.31 die brit. Waterton (2140 BRT) versenkt.

7. 25.10.1942
Luftkrieg Westeuropa

Auf brit. Luftminen gehen verloren: In der Nordsee am 8.10. bei Terschelling die Lauterfels (6310 BRT) und am 9.10. vor Nieuport der dt. Sperrbrecher 143/ Lola (6015 BRT). Im Kattegat am 15.10. der Transporter Batavier III (2687 BRT) südlich von Aalborg und am 25.10. der schwedische Erzfrachter Valencia (1514 BRT) nördlich von Sjaellands Rev (siehe auch 9.10. Biskaya). Der dt. Transporter Holtenau (ex brit. Dulwich, 4435 BRT) dagegen sinkt am 17.10. vor Calais wahrscheinlich auf einer Seemine oder einer dt. Hafensperre.

7.– 31.10.1942
Südafrika
U-Bootgruppe »Eisbär« operiert vor Südafrika.
Nach Brennstoffversorgung aus U 459 (KKpt. v. Wilamowitz-Moellendorf) südl. von Ascension greifen 4 Boote gleichzeitig am 7./8.10. den Verkehr vor Südafrika an. Bis zum 13.11. versenken: U 68 (KKpt. Merten) 7 Schiffe mit 44.173 BRT, U 159 (Kptlt. Witte) 8 Schiffe mit 47.233 BRT, U 172 (Kptlt. Emmermann) 6 Schiffe mit 48.054 BRT, U 504 (KKpt. Poske) 6 Schiffe mit 36.156 BRT. Dem bereits am 8.10. eintreffenden U 179 (FKpt. Sobe) der 2. Welle von U-Booten des Typs IX D2 wird die Versenkung der City of Athens (6558 BRT) als Erfolg zugesprochen, das U-Boot wird nach einem über Funk gemeldeten Angriff vom brit. Zerstörer Active mit Wasserbomben und Rammstoß versenkt. Ebenfalls auf dem Anmarsch ins Operationsgebiet vor Südafrika versenkt U 178 (Kpt.z.S. Ibbeken) am 10.10. den brit. Truppentransporter Duchess of Atholl (20.119 BRT). (Forts. 1.11.-16.12.)

8.– 16.10.1942
Nordatlantik
Auf der Ostseite des Nordatlantik wird ab 8.10. aus den vom HX.209 kommenden und aus neu eintreffenden U-Booten die Gruppe »Panther« mit U 84, U454, U 353, U 437, U 597, U 442, U 254, U 706, U 260, U 753, U 575, U 602 und U 757 gebildet, in die in den folgenden Tagen auch U 662, U 382, U 620, U 6 10, U 301, U 443, U 563, U 621 und U 441 einscheren. U 254 (Kptlt. Loewe) versenkt am 9.10. den brit. Einzelfahrer Pennington Court (6098 BRT). Am Abend des 11.10. sichtet U 620 (Kptlt. Stein) den Konvoi ONS.136 (36 Schiffe, EG B3). Als Gruppe »Leopard« werden U 353, U 662, U 437, U 597, U 442, U 254, U 382 und U 620 angesetzt. Bei Windstärke 8-10 kommt nur U 597 (Kptlt. Bopst) zweimal erfolglos zum Schuß, wird aber am 12.10. durch einen Liberator-Bomber der RAF-Squadron 120 (Sqn. Ldr. Bulloch) versenkt. Danach werden nur noch Einzelfahrer und Nachzügler gesichtet. U 382 (Kptlt. Juli) verfehlt am 12.10. einen Zerstörer, U 706 (Kptlt. v.Zitzewitz) versenkt die brit. Stornest (4265 BRT). Am 14.10. wird die Operation abgebrochen und die Gruppe »Leopard« auf den entgegen kommenden Konvoi SC.104 angesetzt. Unversehens stößt U 410 (KKpt. Sturm) am 15.10. noch auf den zum Konvoi gehörenden brit. Havaristen Newton Pine (4212 BRT) und versenkt ihn. Einen letzten Nachzügler, die brit. Empire Thurnstone (6113 BRT), kann U 621 (Kptlt. Schünemann) noch am 23.10. versenken.

Mit den aus U 116 (Oblt.z.S. Grimme †), das aus unbekannter Ursache nach dem 15.10. verloren geht, und aus U 118 versorgten U-Booten U 615, U 258, U 221, U 618, U 356, U 607, U 410 und U 599 wird am 8.10. ostwärts Neufundland die Gruppe »Wotan« gebildet, in die bis zum 12.10. noch U 216 und U 661 einscheren, nachdem auch sie von dem neu eingetroffenen U 463 Brennstoff übernehmen konnten. Am 11.10. versenkt U 615 (Kptlt. Kapitzky) den panam. Einzelfahrer El Lago (4221 BRT), der auf dem Weg von Island nach New York den Konvoi ONS.136 verpasst hat.

Am gleichen Tage sichtet U 258 (Kptlt. v. Mässenhausen) eine Korvette des Konvois SC.104. Er besteht aus 48 Schiffen und der Escort Group B6 (Cdr. Heathcote) mit den brit. Zerstörern Fame und Viscount, den norweg. Korvetten Potentilla, Eglantine, Montbretia und Acanthus sowie dem mit HF/DF ausgerüsteten Rettungsschiff Gothland. Funkstörungen lassen die Fühlunghaltermeldung erst am 11.10. durchkommen, der Ansatz der Gruppe »Wotan« wird wegen Sichtung des Konvois ON.135 (EG A3) durch U 356 und die dadurch entstehende Verwirrung verzögert. Erst in der Nacht zum 13.10. kommt U 221 (Oblt.z.S. Trojer) an den SC.104 heran und versenkt in 3 geschickt angesetzten Anläufen die norw. Fagerston (2342 BRT) und Senta (3785 BRT) sowie die brit. Ashworth (5227 BRT). Am 13.10. hält tagsüber U 221 Fühlung und führt U 599, U 216, U 607, U 258 heran, doch werden sie von Viscount, Potentilla und Eglantine abgedrängt, von denen letztere U 258 mit Artillerie beschießt. In der Nacht zum 14.10. greift, während noch 3 Escorts achteraus stehen, wiederum U 221 an, versenkt die amerik. Susana (5929 BRT) und torpediert das brit. Walfangmutterschiff Southern Empress (12.398 BRT), die später mit dem Panzerladungsboot LCT-2006 und 7 LCMs an Bord durch Fangschuß versenkt wird. Wenig später greifen fast gleichzeitig U 607 (Kptlt. Mengersen) und U 661 (Oblt.z.S. v.Lilienfeld) an und versenken die griech. Nellie (4826 BRT) bzw. die jug. Nikolina Matkovich (3672 BRT). U 607 wird anschließend von dem Zerstörer Viscount angegriffen, mit Wasserbomben beschädigt und muss den Rückmarsch antreten. — 

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5. U-661 wird von Flugzeugen unter Wasser gedrückt

Am Morgen des 14.10. versenkt U 618 (Oblt.z.S. Baberg) die brit. Empire Mercey (5791 BRT). Montbretia drängt das mit Radar geortete U 615 ab. Am 14.10. mittags wird die Fühlung von U 216 wiederhergestellt, doch drängen die Escorts vor Dunkelwerden die mit HF/DF am Konvoi festgestellten U 661, U 258 und U 599 ab. Die Gruppe »Leopard« wird vom ONS.136 abgezogen und auf den SC.104 angesetzt. In der Nacht drängt Montbretia zuerst U 661 ab, U 607 wird von Acanthus (Kptlt. Bruun) unter Wasser gedrückt und beschädigt. Viscount (LtCdr. Waterhouse) ortet mit Radar U 661 (OLt.z.S. von Lilienfeld †), rammt das Boot mit 26 kn und versenkt es. Potentilla (Kptlt. Monssen) zwingt U 254 zum Tauchen und Eglantine (Kptlt. Voltersvik) beschädigt das Boot mit Wasserbomben so schwer, dass es den Rückmarsch antreten muss. Am 15.10. vormittags werden die Fühlungshalter U 258 und U 599 von Fame und Acanthus abgedrängt, nachmittags belegt Acanthus U 442 mit Wasserbomben. Die Liberator ,H’/ 120.Sq RAF (Sqn.Ldr. Bulloch) beschädigt mit Wasserbomben U 615 und drückt U 437 unter Wasser. Gruppe »Wotan« wird abgezogen und auf den in der Nähe gemeldeten Konvoi ON.137 angesetzt (siehe 16.-29.10.). Am Vormittag des 16.10 gewinnt U 258 die Fühlung am Konvoi SC.104 wieder, doch drängen Liberators und Catalinas der RAF Sq. 120 und der USN VP 84 alle U-Boote ab. Mittags wird U 353 (Oblt.z.S. Römer †) bei einem Unterwasserangriffsversuch von Fame (Cdr. Heathcote) mit Asdic geortet, mit Wabos zum Auftauchen gezwungen und durch Rammstoß versenkt. Am Abend stößt das neu ins Op.-Gebiet kommende U 571 auf den nur noch von 4 norweg. Korvetten gesicherten Konvoi, wird aber von Potentilla mit Artillerie und Wabos leicht beschädigt. Am Konvoi SC.104 werden insgesamt 8 Schiffe mit 43.970 BRT versenkt. Dabei gehen U 661 und U 353 verloren.

9.10.1942
Biskaya
Das vom Golf von Mexiko zurückkehrende U 171 (Kptlt. Pfeffer) geht vor Lorient auf einer Luftmine des brit. Sperrbereichs »Artichoke« verloren.

9.– 13.10.1942
Südpazifik
Seeschlacht bei Cape Esperance.
Am 9.10. läuft zur Verstärkung der 1. Marinedivision auf Guadalcanal von Nouméa ein US Konvoi (RAdm. Turner) mit den Transportern McCawley, Zeilin sowie 8 Schnelltransporter (APDs) und dem 164. Inf.Rgt. an Bord nach Kukum aus. Sicherung durch Zerstörer. Deckung des Unternehmens durch die 180 sm südlich von Guadalcanal stehende TF.17 (RAdm. Murray) mit Flugzeugträger Hornet, 4 Kreuzern und 6 Zerstörern (siehe 2.-9.10.), durch einen Verband mit dem Schlachtschiff Washington, 2 Kreuzern und 5 Zerstörern 50 sm östlich von Malaita und durch die TF.64 (RAdm. Scott) mit den Kreuzern San Francisco, Salt Lake City, Boise, Helena und den Zerstörern Farenholt, Buchanan, Laffey, Duncan und McCalla nahe der Insel Rennell.

Am 11.10. nähert sich von Rabaul kommend ein jap. Transportverband (KAdm. Joshima) Tassafaronga. Er besteht aus den Wasserflugzeugtendern Chitose und Nisshin und den Zerstörern Akizuki (KAdm. Takama, 4. Z-Flottille), Asagumo, Natsugumo, Yamagumo, Murakumo und Shirayuki, mit 728 Mann der 2. Inf. Div. und mit schwerer Artillerie und Panzern an Bord. Die Landung der Einheiten soll unspektakulär durch das 6. Kreuzer-Geschwader (KAdm. Goto †) mit den Kreuzern Aoba, Furutaka, Kinugasa, den Zerstörern Hatsuyuki, Fubuki und dem Befehl zum Artilleriebeschuss auf Henderson Field gesichert werden. Doch am Nachmittag des 11.10. wird der Verband durch Luftaufklärung erfasst und RAdm. Scott kann ihm den Weg versperren. Kurz vor Mitternacht greift Scott die durch Radar erfassten jap. Kreuzer überraschend aus einer »Crossing the T«-Position an. Fubuki wird durch Artilleriefeuer der US Kreuzer versenkt, Furutaka sinkt nach einem Torpedotreffer des Zerstörers Duncan, dieser wird im Gegenzug durch Geschützfeuer der Furutaka und Hatsuyuki versenkt. Aoba und Halsuyuki erhalten Treffer, KAdm. Goto fällt. Die Boise wird schwer, Salt Lake City und Farenholt werden leicht beschädigt. Ein Angriff des jap. U-Boots I-2 auf den Überlebende der Duncan bergenden Zerstörer McCalla misslingt.

Am Morgen des 12.10. retten die jap. Zerstörer Murakumo und Shirayuki 400 Überlebende, die zurück kehrenden Zerstörer Murakumo und Natsugumo werden jedoch durch Sturzkampfbomber vom Henderson Field versenkt. Im Laufe des 12.10. schleppen die APDs Hovey und Southard die 4 Torpedoschnellboote PT 38, PT 46, PT 48 and PT 60 nach Tulagi. Am 13.10. landen nahe Lunga Point etwa 3000 Mann des angekommenen Konvois. Die US Zerstörer Gwin, Nicholas und Sterett der Geleitsicherung beschießen jap. Artilleriestellungen im Nordwesten der Insel, wo am Vortag die ausgeladenen Geschütze in Position gebracht wurden. Ein jap. Angriff mit 24 und 15 Bombern auf die Schiffe bleibt erfolglos. Am Abend des 13.10. läuft RAdm. Turner von Kukum wieder aus.

10.– 23.10.1942
Mittelmeer
Zu den U-Boot-Flottillen unter dem F.d.U. Mittelmeer, KAdm. Kreisch, zählen 19 VIIC-Boote, darunter 4 Neuankömmlinge (U 458, U 593, U 605, U 660), die in der Nacht zum 10. Oktober durch die Straße von Gibraltar geschlüpft sind. Auf dem Weitermarsch nach La Spezia stößt das getauchte britische U-Boot Clyde (Lt. Brookes) auf U 605 und feuert 2 Torpedos, die ihr Ziel aber verfehlen. U 605 (Kptlt. Schütze) taucht ebenfalls, anschließend jagen sich die Boote gegenseitig drei Stunden lang. Ein voller Bugfächer von U 605 verfehlt ebenfalls sein Ziel. In Erwartung einer amphibischen Landung der Alliierten im Rücken des deutschen Afrika-Korps (also an der Küste der Cyrenaika) oder weiter westlich an der Küste Algeriens oder Tunesiens patrouillieren U 77, U 205 und U 559 im östlichen Mittelmeer (vor Ägypten und Palästina) und U 73, U 81, U 431 und U 565 im westlichen Mittelmeer. Südlich der Balearen operieren die ital. U-Boote Dandolo und Mocenigo. Gleichzeitig beginnt eine neue deutsch/italien. Luftoffensive gegen Malta. Bis zum 19.10. werden täglich rund 200-270 Flugzeuge gegen die Insel eingesetzt.

10.10.– 31.12.1942
Schwarzes Meer
Am 10.10. werden bei einem Luftangriff auf Tschopi die Transporter Lepse, Kamishi, Balaklava und der alte Kreuzer Komintern, der noch als Hulk genutzt wird, zerstört. Zur Abwehr des deutschen Vormarsches auf Tuapse transportieren sowj. Schiffe vor der Kaukasus-Küste zur Unterstützung der 56. sowj. Armee bis zum Ende des Jahres 14.527 Soldaten und 3000-4000 t Material und Munition.

11.– 22.10.1942
Südpazifik
Japan. Marineunternehmen vor Guadalcanal.
Am 11.10. verlässt die jap. Vereinigte Flotte Truk, um den für 21.10. geplanten Hauptangriff auf Guadalcanal zu decken und zu unterstützen. Die 2. Flotte (VAdm. Kondo) besteht aus den Schweren Kreuzern Atago, Takao (4. Kreuzer-Geschwader), Maya, Myoko (5. Kreuzer-Geschwader, KAdm. Omori), den Schlachtschiffen Haruna und Kongo (3. Schlachtschiff-Geschwader, KAdm. Kurita), den Trägern Hiyo und Junyo (2. Träger-Geschwader, KAdm. Kakuta) und der 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka) mit dem Kreuzer Isuzu und den Zerstörern Naganami, Makinami, Takanami, Isonami (31. Z-Division), Umikaze, Kawakaze, Suzukaze (24. Z-Division), Kagero, Oyashio, Hayashio, Kuroshio (15. Z-Division) und Inazuma. Die 3. Flotte (VAdm. Nagumo) besteht aus den Trägern Shokaku, Zuiho und Zuikaku (1. Träger-Geschwader), den Schlachtschiffen Hiei und Kirishima (11. Schlachtschiff-Geschwader, KAdm. Abe), den Kreuzern Kumano, Suzuya (7. Kreuzer-Geschwader, KAdm. Nishimura), Chikuma, Tone (8. Kreuzer-Geschwader, KAdm. Hara) und der 10. Z-Flottille (KAdm. Kimura) mit dem Kreuzer Nagara und den Zerstörern Kazegumo, Makigumo, Yugumo, Akigumo (10. Z-Division), Amatsukaze, Tokitsukaze, Yukikaze, Hatsukaze (16. Z-Division), Isokaze, Tanikaze, Urakaze (17. Z-Division) und den detachierten Arashi, Maikaze, Nowake (4. Z-Division), Hamakaze und Terutsuki sowie einem Versorgungverband mit vier Tankern und drei Frachtern. 

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7. Salomonen-Inseln mit Guadalcanal 

Ein Vorpostenstreifen, U-Bootgruppe B mit dem 1. U-Boot-Geschwader, bestehend aus I-9, I-15, I-21, I-24, I-174 und I-175, operiert als Vorhut bei der Flotte, die U-Bootgruppe A mit I-4, I-7, I-8, und I-176 verbleibt hingegen im Gebiet von Guadalcanal. I-7 hatte am 7.10. Espiritu Santo mit seinem Bordflugzeug aufgeklärt und beschießt die Insel am 14. und 23.10. mit Artillerie. Am 20.10. stößt das jap. U-Boot I-176 (Kptlt. Tanabe) auf die US TF.64 (RAdm. Lee) und torpediert den Schweren Kreuzer Chester

Nach der Seeschlacht bei Cape Esperance (siehe 9.-13.10.) erreichen die jap. Verbände am 13.10. das Gebiet östlich der Salomonen. Am 13.10. meldet jap. Luftaufklärung US Seeverbände südlich von Guadalcanal. In der Nacht vom 13./14.10. stößt KAdm. Kurita mit den Schlachtschiffen Haruna und Kongo, dem Kreuzer Isuzu (KAdm. Tanaka) und den Zerstörern Takanami, Makinami, Naganami, Hayashio, Oyashio, Kuroshio und Kagero gegen Guadalcanal vor und beschießt Henderson Field mit 918 Schuß 35,6cm, darunter etwa 300 Panzersprenggranaten. Von den 90 Flugzeugen werden 48 zerstört; alle anderen, bis auf eines, werden beschädigt. Der Versuch von vier US Torpedoschnellbooten, PT 46, PT 48, PT 60 und PT 38, den jap. Verband von Tulagi aus anzugreifen, wird vom Zerstörer Naganami vereitelt. Die jap. 2. und 3. Flotte erreichen am 14.10. das Gebiet von Ndeni. Jap. Luftaufklärung meldet US Geleitzüge südlich von Guadalcanal und US Luftaufklärung sichtet jap. Seeverbände nordöstlich der Salomonen.
In der Nacht vom 14./15.10. beschießt VAdm. Mikawa erneut Henderson Field mit den Kreuzern Chokai und Kinugasa, 752 Schuß 20,3cm, jedoch mit viel geringeren Auswirkungen. Zur gleichen Zeit bringt KAdm. Takama mit 11 Zerstörern (4. Z-Flottille) sechs Transporter nach Tassafaronga und landet dort etwa 4500 Mann der 2. und 38. Inf. Div. Am Morgen des 15.10. müssen die Transporter Azumasan Maru (7623 BRT), Kyushu Maru (8666 BRT) und Sasago Maru (7158 BRT) nach US Luftangriffen auf Strand gesetzt werden und gehen verloren; der Zerstörer Samidare wird leicht beschädigt. Um Flugzeugtreibstoff nach Guadalcanal für die Flugzeuge auf Henderson Field zu bringen, laufen die US Transporter Alchiba, Bellatrix und Jamestown und der Schlepper Vireo mit jeweils einem Leichter im Schlepp aus,.gesichert von den Zerstörern Meredith und Nicholas. Sie werden zurückbeordert, als Meldungen über im Nordosten stehenden jap. Verbände eintreffen. Nur die Meredith und Vireo setzen ihre Fahrt fort: sie fallen am 15.10. einem Angriff von Flugzeugen des jap. Trägers Zuikaku zum Opfer: Meredith sinkt und Vireo wird beschädigt.
In der Nacht vom 15./16.10. stößt KAdm. Omori mit den Kreuzern Maya und Myoko gegen Guadalcanal vor, ebenso KAdm. Tanaka mit der Isuzu und den oben erwähnten Zerstörern. Sie beschießen Guadalcanal mit nahezu 1500 Schuß 20,3cm. Am 16.10. greift TF.17 (RAdm. Murray) mit dem Träger Hornet japan. Truppenkonzentrationen auf Guadalcanal an. Vor Lunga Point wird der US Seeflugzeugträger McFarland durch japan. Trägerflugzeuge beschädigt. Während die jap. 2. und 3. Flotte am 17.-18.10. nördlich des Äquators von dem Tankerverband mit Treibstoff versorgt werden, setzten die 3. und 4. Z-Flottillen ihre Nachschubunternehmen für Guadalcanal fort. Dabei wird Kreuzer Yura am 18.10. bei einem Angriff des US U-Bootes Grampus (LtCdr. Hutchinson) leicht beschädigt. Am 19.10. ereilt den Zerstörer Ayanami (Uranami ?) bei einem Luftangriff das gleiche Schicksal. Bei  Nachschubunternehmen beschießen die amerik. Zerstörer Aaron Ward und Lardner am 21.10. jap. Truppenansammlungen.

12.– 23.10.1942
Mittelmeer
Der ital. Transporter Amsterdam (8670 BRT), im Geleit der Torpedoboote Circe und Lince auf dem Weg von Patrasso nach Libyen, wird am 12.10. nördl. Misurata durch Lufttorpedotreffer beschädigt und von Circe zur Reede von Homs geschleppt, wo das Schiff aufgesetzt werden muss. Am 23.10. werden die Amsterdam und der neben ihr liegende Bergungsschlepper Pronta (182 BRT) von dem brit. U-Boot P.35/ Umbra (Lt. Maydon) mit insgesamt 6 Torpedos zerstört. — Vom 12.-14.10. marschiert das ital. Motorschiff D’Annunzio in Begleitung der Zerstörer Da Recco und Folgore sowie der T-Boote Clio und Ardito von Brindisi nach Bengasi und erreicht das Ziel nach etlichen Luftangriffen mit Bomben und Torpedos. Nur die Folgore wird durch einen Nahtreffer leicht beschädigt. — Am 14.10. wird der dt. Transporter Trapani, begleitet von dem Torpedoboot Medici von Tripoli nach Bengasi mehrmals von Flugzeugen angegriffen, bleibt aber unversehrt, während Medici mit Flakfeuer 2 Flugzeuge abschießen kann. — Vom 16.-19.10. marschieren die dt. Ankara und die italien. Monginevro in Begleitung der Zerstörer Aviere, Geniere, Camicia Nera, Alpino und der Torpedoboote Orsa und Aretusa von Korfu nach Tobruk und Bengasi; sie erreichen ihre Ziele trotz mehrerer Luftangriffe unbeschädigt. — Der ital. Tanker Panuco, in Begleitung der Zerstörer Maestrale und Grecale sowie der T-Boote Dezza und Sirtori unterwegs von Neapel nach Tripolis, wird am 18.10. von dem brit. U-Boot Una erfolglos angegriffen, dann von einem brit. Flugzeug torpediert und aufgegeben, später aber nach Tarent geschleppt und repariert.

12.– 29.10.1942
Norwegen

Zu Vorstößen gegen den Schiffsverkehr vor der Küste operiert das frei-franz. U-Boot Junon (Cdr. Querville) im Gebiet vor Tennholm und versenkt am 19.10. den norw. Routendampfer Nordland (724 BRT). Das norw. U-Boot Uredd (Lt. Rören) kontrolliert das Gebiet zwischen Stadlandet und Utvaer und torpediert am 18.10. vor der Insel Araldan den dt. Dampfer Libau (ex-sowj. Kaganovich, 3713 BRT), der so schwer beschädigt wird, das sich Reparaturen als aussichtslos erweisen. Vor Kristiansand versenken am 21.10. Torpedoflugzeuge der Sq.489 RNzAF den dt. Transporter Palatia (ex-sowj. Khasan, 3979 BRT), mit dem 954 sowj. Kriegsgefangene untergehen.

Am 20.10. beginnt eine Reihe dt. Kriegsschiffsbewegungen damit, dass der Schwere Kreuzer Admiral Scheer durch die Schären von Altafjord nach Narvik verlegt. Die alliierte Funkaufklärung leitet entsprechende Erkenntnisse an die brit. Admiralität weiter, diese sendet Junon zur weiteren Beobachtung an die Nordküste, doch Treibstoffmangel zwingt die U-Bootführung, das Boot am 23.10. zum Stützpunkt zurück zu ordern. Die deutsche Funkaufklärung meldet das Gebiet feindfrei. Am gleichen Abend verlassen Schlachtschiff Tirpitz und Kreuzer Admiral Scheer in Begleitung der Zerstörer Friedrich Eckoldt, Richard Beitzen, Z 23, Z 28 und Z 29 die Bogenbucht und Narvik in Richtung Trondheim. Tirpitz muss sich dort Reparaturarbeiten unterziehen. Admiral Scheer und Z 28 sollen weiterlaufen nach Deutschland. Daraufhin werden eilends die U-Boote Tuna (Lt. Raikes) und O.15 (Lt. Quint) vor die Küste Norwegens entsendet. Trotzdem gelingt es dem dt. Flottenkommando in der Nacht zum 29.10. als Ersatz für die Tirpitz unbemerkt den Schweren Kreuzer Admiral Hipper in Begleitung der Zerstörer Friedrich Eckoldt und Richard Beitzen von Narvik zum Altafjord zu verlegen.

12.– 31.10.1942
Indischer Ozean
Im Golf von Oman operiert noch das japan. U-Boot I-27 (KKpt. Kitamura). Es versenkt am 22.10. die brit. Ocean Vintage (7174 BRT). In der Malakka-Straße torpediert das niederl. U-Boot O.23 (Kptlt. Valkenburg) am 25.10. den Armeetransporter Shinyu Maru (4621 BRT). Keine weiteren U-Boot-Operationen im Indischen Ozean.

13./14.10.1942
Mittelmeer
Ital. 15. Z-Flottille (Kpt.z.S. Mirti della Valle) mit Pigafetta, Zeno, Da Noli und Da Verazzano legt nördlich Kap Bon die Sperre S.71 mit 258 Minen und 286 Sprengbojen.

13./14.10.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Zerstörer Nezamozhnik und Wachschiff Shkval beschießen in der Nacht zum 14.10. Landziele an der Kaukasus-Front bei Sarygol und Kiik-Atlama.

8. Der dt. Hilfskreuzer Komet wird von dem brit. MTB 236 versenkt

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13.– 14.10.1942
Kanal
Vergeblicher Versuch, von Le Havre aus den Hilfskreuzer Schiff 45 / Komet (Kpt.z.S. Brocksien †) durch den Kanal zu bringen. Trotz starker Sicherung durch M-Boote und die 3. T-Flottille (KKpt. Wilcke) mit T 4, T 10, T 14 und T 19 gelingt es einer brit. Kampfgruppe von 8 Schnellbooten (MTB 49, MTB 55, MTB 56, MTB 84, MTB 95, MTB 203, MTB 229, MTB 236) und den Geleitzerstörern Cottesmore, Quorn, Glaisdale, Eskdale und Albrighton, den dt. Verband bei Cap de la Hague abzufangen, wobei Schiff 45 in den Morgenstunden des 14.10. von MTB 236 (Sublt. Drayson) mit 2 Torpedos versenkt wird. Von der Besatzung kann niemand gerettet werden. Durch Abwehrfeuer der Komet wird die Brücke von T 14 getroffen, englisches Feuer beschädigt T 10. Die dt. T-Boote und Küstenbatterien beschädigen später den Zerstörer Brocklesby aus einer zweiten brit. Kampfgruppe, zu der auch die Zerstörer Fernie, Tynedale und Krakowiak (polnisch) gehören.

13./14.10.1942
Nordsee
Dt. 6. S-Flottille greift mit S 71, S 69, S 73, S 74, S 75 und S 76 vor Cromer einen brit. Konvoi an, der von den Zerstörern Whitsed und Westminster gesichert ist, und torpediert die norw. Lysland (1335 BRT) und die brit. Georges Balfour (1570 BRT), die beim Abschleppen auseinander bricht. Ein Angriffsversuch der 4. S-Fl. mit 5 Booten scheitert an der starken Abwehr. Die 2. S-Flottille mit 4 Booten bricht bereits den Anmarsch wegen starken Meeresleuchtens ab, welches die Positionen der Boote leicht verraten hätte.

13.– 15.10.1942
Nordmeer
Offensive Minenunternehmung »Zarewna« der Zerstörer Richard Beitzen, Friedrich Eckoldt, Z 27 und Z 30 vor Kanin Nos. Auf diese Sperre läuft der sowj. Eisbrecher Mikoyan. Am 13.10. legt U 592 (Kptlt. Borm) die Sperre »Paul« vor der Jugor-Straße, auf ihr erhält der sowj. Dampfer Shchors (3770 BRT) einen Treffer und wird beschädigt. Während U 212 und U 586 bei Jan Mayen aufklären, setzt U 377 (Kptlt. Köhler) auf Spitzbergen den Wettertrupp »Nußbaum« ab.

13.– 28.10.1942
Nordmeer
Brit. Kreuzer Argonaut mit den Zerstörern Intrepid und Obdurate läuft von Scapa Flow nach Murmansk und zurück, um Lazarettmaterial und Sanitätspersonal zu überführen und Schiffbrüchige des PQ.18 abzuholen. Zur Deckung der Operation werden das brit. U-Boot Tuna und das niederl. O.15 vor dem Nordkap aufgestellt. Nach einer sowjet. Meldung über deutsche Schiffsbewegungen verlegen beide Unterseeboote zunächst vor die Küste südl. von Utvaer und Stadlandet. Am 27.10. werden beide U-Boote auf eine Position südl. der Bäreninsel beordert, um dort den Kreuzer Admiral Hipper abzufangen (siehe 2.-9.11.).

14.– 31.10.1942
Nordmeer
Sowj. U-Boot-Operationen: Am 14.10. laufen M-174 und M-121 zu kurzen Operationen in den Varangerfjord, ihnen folgen am 15. und 22.10. Shch-404 und Shch-403, und am 26. und 28.10. M-172 und M-171. Am 25.10. greift Shch-403 vor Nordkyn erfolglos mehrere dt. Vorpostenboote an und wird anschließend von V 6106 und V 5909 mehrere Stunden mit Wasserbomben verfolgt, doch das U-Boot kann den Angriffen entkommen und attackiert am 28.10. wieder einen Trawler. Am 27.10. legt L-22 (Kpt. 3.Rg. Afonin) eine Minensperre vor Nordkyn, am 31.10. legt L-20 (Kpt. 3.Rg. Tamman) eine Minensperre vor dem Kongsfjord. Erfolge werden nicht bekannt.

15.10.1942
Zentralpazifik
Der US Kreuzer Portland beschießt japan. Einrichtungen auf der Insel Tarawa.

   
 
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9. Mittelatlantik (Natal-Enge) mit Planquadrat ER

15.– 31.10.1942
Mittelatlantik
Beiderseits Trinidad operieren neben U 332, U 514, U 516 auch U 67, U 129 und U 160 gegen Konvois und Einzelfahrer. U 514 (Kptlt. Auffermann) läuft zur Versorgung ins Planquadrat ER und versenkt auf dem Anmarsch am 12.10. den amerik. Einzelfahrer Steel Scientist (5688 BRT). Den ostgehenden Konvoi TRIN.19 verfolgen am 16.10. U 516 und U 160, am 17. und 18.10. auch U 67 und U 332, aber nur U 160 (Kptlt. Lassen) hat Erfolg, versenkt die brit. Castle Harbor (730 BRT) und torpediert die amerik. Winona (6197 BRT). Bei Angriffen auf Einzelfahrer versenken ferner U 129 (Kptlt. Witt) am 16.10. die norw. Trafalgar (5542 BRT), am 23.10. die amerik. Reuben Tipton (6829 BRT) und am 30.10. die amerik. West Kehar (5620 BRT), U 332 (Kptlt Liebe) am 19.10. die brit. Rothley (4996 BRT), U 516 (Kptlt. Wiebe) am 24.10. die brit. Holmpark (5780 BRT) und U 67 (KKpt. Müller-Stöckheim) am 26.10. die norw. Primero (4414 BRT). Am 29.10. geht vor Trinidad auf einer britischen (?) Mine der panam. Dampfer Macabi (2802 BRT) verloren. Nördlich Recife operiert U 174 (FKpt. Thilo) und versenkt dort am 31.10. die brit. Marilyn (4555 BRT). (Forts. 1.-30.11.)

16.10.1942
Nordpazifik
Bei einem Angriff von B-26 Bombern der 11. Luftflotte USAAF nördlich von Kiska werden der jap. Zerstörer Oboro und der Transporter Borneo Maru (5857 BRT) versenkt und der Zerstörer Hatsuhara beschädigt.

16.– 25.10.1942
Nordatlantik
Am 16.10. sichtet U 704 (Kptlt. Keßler) im Südteil des Vp.-Streifens »Panther« (siehe 8.-16.10.) den Konvoi ON.137 (40 Schiffe, Escort Group C4 mit den kanad. Zerstörern Restigouche [HF/DF], St. Croix [HF/DF] und den Korvetten Amherst, Arvida, Orillia [kanad.] und Celandine [brit., Radar Typ 271], zusammen mit dem Rettungsschiff Bury [HF/DF]). Auf den Konvoi wird die Gruppe »Panther« mit U 609, U 610, U 658, U 132, U 71, U 571, U 438, U 402, U 89, U 381, U 84, U 454 sowie die Gruppe »Wotan« mit U 615, U 258, U 618, U 216, U 356, U 410, U 599, U 662, U 437 und U 442 angesetzt. U 704 (Kptlt. Keßler) führt 16.10. mittags einen ersten (ungeklärten) Angriff. U 609 (Oblt. Rudloff) prallt in unsichtigem Wetter bei einem Angriffsversuch auf die Celandine, taucht und wird auf geringer Tiefe von den Wasserbomben stark angeschlagen, kann jedoch entkommen. 

 

10. Der gefürchtete brit. U-Jäger Cdr. McIntyre 

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Im schweren Weststurm kommen die Boote am 17./18.10. nicht mehr an den Konvoi heran, Gruppe »Wotan« muß am 18.10. den Rückmarsch antreten, dabei trifft U 618 (Oblt.z.S. Baberg) auf den amerik. Nachzügler Angelina (4772 BRT) und U 615 (Kptlt. Kapitzky) am 23.10. auf den brit. Einzelfahrer Empire Star (12.656 BRT); beide Frachter werden versenkt. Am 19.10. wird die Operation abgebrochen. Gruppe »Panther« marschiert zur Versorgung aus U 463 oder in den neuen Vp.-Streifen »Veilchen« nordöstl. Neufundland. Dabei stößt U 610 (Kptlt. Frhr.v. Freyberg-Eisenberg-Allmendingen) am 19.10. auf einen weiteren Nachzügler, die amerik. Steel Navigator (5719 BRT). Auf dem Rückmarsch nach Frankreich werden im Seegebiet westl. der Biskaya U 216 (Kptlt. K.-O. Schultz) am 20.10. von Liberator „H"/ 224. Sq. RAF (F/O Sleep) und bei Kap Finisterre U 599 (Kptlt. Breithaupt) am 24.10. in der Nähe des Zubringerkonvois KX.2 (Op. »Torch«) von Liberator „G"/ 224 Sq. RAF (P/O Liddington) versenkt.

Aus den nicht auf Konvoi ON.137 angesetzten Booten U 441, U 621, U 602, U 563, U 757, U 753, U 301, U 443 wird am 16.10. die Gruppe »Puma« gebildet. Sie wird gegen den vom B-Dienst gemeldeten Konvoi ONS.138 (Sicherung EG B2 [Cdr. MacIntyre] mit den Zerstörern Hesperus, Whitehall und Vanessa und den Korvetten Gentian, Clematis und Heather) nach Süden gezogen. Am 22.10. sichtet U 443 (Oblt.z.S. v.Puttkamer) als südlichstes Boot den Konvoi ON.139 (Sicherung EG C2 [LtCdr. Chavasse, RN] mit den brit. Zerstörern Broadway, Sherwood und Winchelsea, den kanad. Korvetten Drumheller, Morden, Pictou und den brit. Korvetten Polyanthus und Primrose). Er erhält, da eine Operation der anderen Boote aus achterlicher Position aussichtslos ist, Angriffserlaubnis und versenkt am Abend die brit. Winnipeg II (9807 BRT) und den brit. Tanker Donax (8036 BRT). Zusammen mit U 301 versucht es in den nächsten Tagen weiter Fühlung zu halten, um die von der Versorgung aus U 463 kommenden U 260, U 706, U 620 und U 662 heranzubringen. Am 25.10. geht die Fühlung aber verloren, nachdem die Boote bereits ab 23.10. anstelle des Konvois ON.139 versehentlich den Konvoi OS.42 verfolgt hatten. 

16.– 29.10.1942
Südwestpazifik
An der Küste Indochinas und im Golf von Siam legen mehrere US U-Boote Minensperren: Thresher (LtCdr. Millican) am 16.10. vor Bangkok; darauf wird am gleichen Tag der Armeetransporter Sydney Maru (5425 BRT) beschädigt, Gar (LtCdr. McGregor) am 20.10. vor Bangkok, Whale (LtCdr. Azer) am 25.10. vor dem Kiikanal (südl. Kobe), Grenadier (LtCdr. Charr) am 29.10 vor Haiphong, darauf sinkt am 7.5.43 der franz. Truppentransporter Gouverneur General Pasquier (1994 BRT). Die Unternehmungen werden im November (1.-12.11.) fortgesetzt. Mit Artillerie versenkt Tautog am 20.10. den kleinen Bewacher Nanshin Maru (33 BRT).

16.– 30.10.1942
Mittelatlantik
Ein Vorstoß von U 161 und U 126 zur Kongo-Mündung bleibt bis auf die Torpedierung des brit. Kreuzers Phoebe am 23.10. durch U 161 (Kptlt. Achilles) erfolglos. Die Phoebe bleibt bis Dezember in Pointe Noire und verlegt danach zur Reparaturarbeiten bis Juni 1943 in die Vereinigten Staaten.

17.10.1942
Norwegen
Das dt. Minenschiff Skagerrak (KKpt. Wunder) läuft mit 44 UMB-Minen und 4 Räumbooten als Geleit zum Sperrwerfen vor Tromsö aus und führt diese Aufgabe ohne Störung durch.

18.10.1942
Deutschland

Adolf Hitler befiehlt in seiner »Weisung Nr. 46« alle bei sog. Kommandounternehmungen "von deutschen Truppen gestellte Gegner, auch wenn es sich äußerlich um Soldaten in Uniform oder Zerstörertrupps mit und ohne Waffen handelt, im Kampf oder auf der Flucht bis auf den letzten Mann niederzumachen." (»Kommandobefehl«, siehe Kriegsverbrechen).

   
 
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12. Commander South Pacific -
VAdm. Halsey

18.10.1942
USA / Südpazifik
VAdm. Halsey löst VAdm. Ghormley am 18.10. als Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte im Südpazifik ab.

19.– 20.10.1942
Mittelmeer / Nordafrika
Wichtiger ital. Konvoi mit den Transportern Beppe, Capo Orso und Titania von Neapel nach Tripolis, schwer gesichert von 6 Zerstörern (Pigafetta, Da Verazzano, Oriani, Gioberti, Da Noli, Ascari) und 2 T-Booten (Centauro, Sagittario), wird durch »Ultra« gemeldet, von brit. Flugzeugen angegriffen und schließlich von einer brit. U-Boot-Aufstellung erfasst. Am Morgen des 19.10. verfehlt Utmost (Lt. Coombe) mit den letzten 2 Torpedos den Konvoi, kann aber die anderen U-Boote näher heranführen. Unbroken (Lt. Mars) verfehlt mit einem 4er-Fächer den zum Konvoi hinzugestoßenen Tanker Saturno (5022 BRT) und wird bei der anschließenden Wasserbombenverfolgung schwer beschädigt. Am Mittag versenkt Unbending (Lt. Stanley) den Dampfer Beppe (4459 BRT) und den Zerstörer Da Verazzano. Am Nachmittag wird Dampfer Titania (5397 BRT) durch Lufttorpedo beschädigt, und in der Nacht zum 20.10., im Schlepp der Ascari, von Safari (Cdr. Bryant) versenkt. Am 20.10. früh verfehlt United mit einem 3er-Fächer den in Begleitung des Zerstörers Alpino und des T-Bootes Aretusa auf dem Rückweg von Tobruk nach Tarent befindlichen Tanker Petrarca (3329 BRT).

Im Laufe des Oktober und bis zum Beginn der Offensive an der Front bei El-Alamein können die Achsenmächte von 95.000 t Nachschub nur 60.200 t an Land bringen. Davon sind 12.300 t Treibstoff, 33.400 t Versorgungsgüter und 14.500 t beschädigtes Material. Die dabei entstandenen Verluste belasten das Kräfteverhältnis der Achsenmächte gegenüber den Alliierten nicht nur an der Front in Ägypten, sondern in ganz Nordafrika.

19.– 28.10.1942
Schwarzes Meer
Die Offensive der 17. deutschen Armee (GenOberst Ruoff) in Richtung Tuapse bleibt angesichts des Widerstandes der 56. sowj. Armee (Gen.Maj.) Ryschov) und anhaltend starker Regenfälle im Raum Schaumjan stecken. Die sowj. Kreuzer Krasny Krym, Krasny Kavkaz, der Flottillenführer Kharkov und die Zerstörer Soobrazitelny und Besposhchadny transportieren vom 20.-23.10. von Poti die 8., 9. und 10. Garde Schützen-Brig. nach Tuapse (12.600 Mann, 50 Geschütze, 65 Granatwerfer, 100 t Munition). In der Nacht vom 22./23. 10. greifen 4 S-Boote der 1. Flottille (Kptlt. Christiansen) den einlaufenden Verbund an, 2 Torpedos detonieren an der Mole, die anderen laufen auf Strand. Vom 24.-28.10. transportieren die Zerstörer Nezamozhnik, Boiki, Besposhchadny, die Wachschiffe Shtorm und Shkval sowie Transporter weitere Truppen und Material von Sotschi nach Tuapse.

19.– 30.10.1942
Nordatlantik
Nach Abschluß der ON.137-Operation erhalten die Boote U 71, U 438, U 84, U 89, U 704, U 381, U 658, U 402, U 571, U 454 und U 132 den Befehl, ab 24.10. ostwärts Neufundland die Gruppe »Veilchen« zu bilden, die ab 27.10. im Süden durch U 442 und U 437 verstärkt wird. Am 28.10. meldet U 437 den Geleitzug ON.140 (siehe 16.-29.10), es wird aber kein Angriff befohlen, man wartet weiter auf ostgehende Versorgungskonvois. Südlich Neufundland werden U 522, U 520 und U 521, an der Nordostküste U 183 und U 518 aufgestellt. Am 30.10. wird U 658 (Kptlt. Senkel) im Vorpostenstreifen von der Hudson „Y" der RCAF-Sq. 145 (F/O Robinson) versenkt. Wenig später sichtet U 522 (Kptlt. Schneider) südwestlich Cape Race den Konvoi SC.107 (Forts. 30.- 31.10.)

20.– 22.10.1942
Gibraltar
P.108 der 274. ital. Fernbomber-Staffel greifen – wie schon im September - Gibraltar an.

20. 24.10.1942
Rotes Meer

Dt. He 111 versenken am 20.10. im Südteil des Golfes von Suez vor Ras Gharib den brit. Tanker Scalaria (5683 BRT) und am 22.10. bei Safaga den großen Bagger Ronaldshay mit Lufttorpedo. Weitere Angriffe bleiben erfolglos. Mit dem 24.10. endet die Luftbedrohung durch dt. Flugzeuge im Roten Meer.

20.– 31.10.1942
Mittelmeer
In der Ägäis versenkt Thrasher (Lt. Mackenzie) am 19.10. den ital. Schlepper Pomo (130 BRT) und am 20.10. die ital. Lero (1980 BRT). Taku (Lt. Pitt) versenkt am 26.10. den ital. Tanker Arca (2238 BRT), beschießt am 27.10. zwei griech. Motorsegler, von denen die Lora (121 BRT) sinkt, und verfehlt an 31.10. bei Kap Sunion den ital. Tanker Cerere.

 

13. Ladoga-See östlich von Leningrad

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21.– 23.10.1942
Ladoga-See
Deutscher Landungsversuch auf der Insel Suho im Südteil des Ladoga-Sees misslingt.

21.10.– 5.11.1942
Frankreich / Nordafrika
Operation »Flagpole«. Das brit. U-Boot Seraph (Lt. Jewell) bringt am 21.10. US MajGen. Clark, BrigGen. Lemnitzer und Capt. Wright (USN) nach Cherchel (Algerien) zur Begegnung mit einer franz. Delegation, um die Reaktion auf die geplante Landung in Nordafrika (Op. »Torch«) zu erfahren. Die Franzosen bitten um Evakuierung von General Giraud aus Südfrankreich. Unter Interims-Kommando von Capt. Wright nimmt Seraph am 5.11. den aus dt. Kriegsgefangenschaft geflohenen frz. General Giraud auf, er wird anschließend per Flugzeug nach Gibraltar gebracht.

22.10.1942
Nordsee

Der von Buenos Aires nach Göteborg laufende schwed. Frachter Remmaren (3777 BRT) sinkt südwestl. von Stavanger auf einer dt. »Westwall«-Minensperre.

22.10.1942
Nordatlantik
Bei einem Patrouillenflug nördl. der Shetlands versenkt die mit Radar und Leight Light ausgerüstete Wellington „B" der 179. Sqn. (F/Sgt Martin) das auslaufende U 412 (Kptlt. Jahrmärker).

22.10.1942
Zentralpazifik
Die US Zerstörer Mahan und Lamson versenken westl. der Gilbert-Inseln das japan. Kanonenboot Hakkaisan Maru.

22./23.10.1942
Luftkrieg Italien

Bei einem Luftangriff auf Genua wird der in Bau befindliche ital. Flugzeugträger Aquila beschädigt.

22.– 26.10.1942
Südpazifik
Die austr. Zerstörer Arunta und Stuart landen am 22. und 23.10. eine Sturmabteilung in Stärke eines Bataillons mit 640 Mann auf der Goodenough Insel, die im Gros bereits von den Japanern geräumt wurde. Am 26.10. evakuiert der japan. Kreuzer Tenryu auch die letzten kaiserlichen Truppen. -- Am 25.10. versenken B-17 der USAAF in Rabaul den Netzleger Kotobuki Maru No.5.

22.– 27.10.1942
Südpazifik
Trägerschlacht bei den Inseln von Santa Cruz und Schlacht um Guadalcanal.
Wegen der Schwierigkeiten, die nach Guadalcanal verbrachten Truppen der japan. 17. Armee (GenLt. Hyakutake) zusammen zu ziehen, wird die ursprünglich für den 21.10. geplante Einnahme von Henderson Field mehrmals verschoben, schließlich auf den 24.10. Am 22.10. führen die jap. Einheiten einen Angriff durch, dieser wird jedoch dank des Widerstandes der US Marines schnell gestoppt. Eine vorzeitige Siegesmeldung von der Eroberung des amerik. Flugplatzes in der Nacht zum 25.10. veranlaßt die Vereinigten Flotte, die seit dem 11.10. in See steht und teilweise am 25.10. ihre Zerstörer versorgen konnte, in mehreren Gruppen in Richtung Süden, ins Seegebiet östlich der Salomonen, vorzustoßen.

Nordöstlich von Malaita steht die Vorausgruppe (VAdm. Kondo) mit den Schlachtschiffen Kongo und Haruna, den Schweren Kreuzern Atago, Takao, Myoko, Maya, 2. Z-Flottille mit dem Kreuzer Isuzu sowie den Zerstörern Takanami, Makinami, Naganami, Umikaze, Kawakaze, Suzukaze, Oyashio und Kagero; das 2. Träger-Geschwader (KAdm. Kakuta) mit dem Flugzeugträger Junyo und den Zerstörern Hayashio und Kuroshio steht weiter westlich. Der zweite Flugzeugträger, Hiyo, muß nach einem Feuer im Maschinenraum mit Antriebsproblemen am 22.10. nach Truk zurückkehren, begleitet von den Zerstörern Inazuma und Isonami. Der Angriffverband (VAdm. Nagumo) befindet sich südöstlich des Kondo-Verbandes, er besteht aus den Flugzeugträgern Shokaku, Zuikaku, Zuiho, dem Schweren Kreuzer Kumano und den Zerstörern Amatsukaze, Tokitsukaze, Hatsukaze, Yukikaze, Arashi, Maikaze, Hamakaze und Teruzuki. Im Süden steht die Vorhut (KAdm. Abe) mit den Schlachtschiffen Hiei, Kirishima, den Schweren Kreuzern Tone, Chikuma, Suzuya sowie der 10. Z-Flottille mit dem Leichten Kreuzer Nagara und den Zerstörern Akigumo, Yugumo, Makigumo, Kazegumo, Tanikaze, Urakaze und Isokaze. – Außerdem läuft die 4. Z-Flottille (KAdm. Takama Tanaka ?) mit einem Transportverband von Shortland aus, der Verband besteht aus dem Kreuzer Yura, dem neuen Großzerstörer Akizuki und den Zerstörern Harusame, Yudachi, Murasame und Samidare (2. Z-Division) und einer Beschießungsgruppe mit den Zerstörern Akatsuki, Ikazuchi und Shiratsuyu. Die letztere trifft beim Anmarsch zum ersten Beschuß bei Tageslicht auf die von Tulagi kommenden US APDs Trever und Zane vor Lunga Point. 

 
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14. Wenige Sekunden nach diesem Angriff ... 

Die APDs können durch den Sealark-Kanal nach einem kurzen Gefecht entkommen, die jap. Zerstörer versenken aber anschließend den Schlepper Seminole und das Hafenfahrzeug YP-284 vor Lunga. Im weiteren Verlauf wird die Akatsuki von Küstenbatterien getroffen. Sturzbomber vom Henderson Field erzielen auf der zur Landzielbeschießung herangekommenen Yura und auf der Akatsuki Bombentreffer. Die erstere muß am Nachmittag nach weiteren Angriffen von B-17-Bombern und Sturzbombern aufgegeben werden und wird von der Harusame und Yudachi selbstversenkt. Die vier jap. Träger verfügen über 87 Jäger, 68 Bomber und 57 T-Flugzeuge. Die 11. Luftflotte (VAdm. Kusaka), die in Rabaul und auf den westlichen Salomonen stationiert ist, hat zu Beginn der Operationen etwa 220 Landflugzeuge zur Verfügung. Zwischen dem 16. und 25.10. erleidet diese jedoch erhebliche Verluste durch die neu nach Henderson Field verlegten Jäger. Landgestützte japan. Aufklärer sichten am 21., 23. und 24.10. wiederholt die US TF.64 (RAdm. Lee). Diese besteht aus dem Schlachtschiff Washington, den Kreuzern San Francisco (RAdm. Scott), Atlanta und Helena sowie den Zerstörern Aaron Ward, Lansdowne, Lardner, McCalla, Benham und Fletcher. Die US Flugzeugträger werden jedoch nicht gefunden.   

 

 ... stürzt der Bomber auf den amerik. Flugzeugträger Hornet

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Am 23.10. vereinigt sich 273 sm nordöstlich von Esperitu Santo die am 16.10. aus Pearl Harbor ausgelaufene TF.16 (RAdm. Kinkaid), Flugzeugträger Enterprise, Schlachtschiff South Dakota, Kreuzer Portland (RAdm. Tisdale) und San Juan sowie die Desron 5 mit den Zerstörern Porter, Mahan, Cushing, Preston, Smith, Maury und Conyngham, mit der TF.17 (RAdm. Murray), Flugzeugträger Hornet, Kreuzer Northampton (RAdm. Good), Pensacola, San Diego und Juneau sowie Zerstörer Morris, Anderson, Hughes, Mustin, Russell und Barton zur TF.61 (RAdm Kinkaid). Beide Gruppen wollen die von einem Catalina-Flugboot der TF.63 (RAdm. Fitch - landgestützte Lufteinheiten) gemeldete jap. Vorhut abfangen. 

Am 25.10. melden Catalinas neben der Vorhut auch den dahinter marschierenden jap. Trägerverband. RAdm. Fitch setzt gegen diese B-17-Bomber sowie zeitweise mit Torpedos ausgerüstete Catalinas ein. Nahtreffer auf der Kirishima, Zuikaku und Isokaze. Nichtsdestoweniger können weder Aufklärer der Enterprise noch die jap. Träger ihre Ziele ausmachen. Maschinen der Junyo greifen US Stellungen nahe Lunga Point an. B-17 der USAAF versenken in Rabaul den Netzleger Kotobuki Maru No.5.

Am Morgen des 26.10. sichtet ein Aufklärungsflugzeug des jap. Kreuzers Tone die US Trägerverbände. Von der Shokaku, Zuiho und Zuikaku starten in zwei Wellen 65 und 44 Flugzeuge, gefolgt von 29 Maschinen der Junyo, die an Nagumos Geschwader heranzukommen versucht. Etwa zur gleichen Zeit sichten einige der 16 zur bewaffneten Aufklärung gestarteten Sturzbomber der Enterprise die Verbände von KAdm. Abe und Nagumo. A6M "Zero" Kampfflugzeuge der Zuiho liefern sich ein Luftgefecht mit den Torpedoflugzeugen der Squadron VT-10 (USS Enterprise). Dabei wird Avenger T-11 in Brand geschossen. Dem Piloten, Lt.(jg) Batten, gelingt unweit des Zerstörers Porter eine Notlandung auf dem Wasser. Durch den Aufprall aufs Wasser wird allerdings ein Torpedo ausgelöst, der die sich annähernde Porter trifft und so schwer beschädigt, daß sie anschließend von dem Zerstörer Shaw selbstversenkt werden muß. Die amerikanischen Trägerflugzeuge erzielen zwei Treffer auf der Zuiho, die zwar manövrierfähig bleibt, aber keinen Flugbetrieb mehr durchführen kann. Auf diese Meldung hin starten von der Enterprise und Hornet drei Angriffsgruppen mit zusammen 73 Flugzeugen. Obwohl die 38 Abfangjäger der US Träger fast die Hälfte der angreifenden jap. Flugzeuge abschießen, erzielen diese, in mehreren Wellen angreifend, vier Bomben- und zwei Torpedotreffer auf der Hornet (Capt. Moran). Zwei weitere Flugzeuge stürzen auf den Träger, der zum Stillstand gebracht wird. Die zweite jap. Angriffswelle konzentriert sich ebenso wie das Junyo-Geschwader auf die Enterprise-Gruppe. 

 
  

15. US Zerstörer Smith (DD 378) nach Luftangriff.

Sie erzielen zwei Treffer sowie einen Nahtreffer auf der Enterprise, dieser gelingt es aber allen Torpedos auszuweichen und sie bleibt trotz Beschädigungen im wesentlichen einsatzbereit. South Dakota, San Juan und Smith werden durch Bombentreffer und eigenes Flak-Feuer beschädigt. Portland bleibt trotz den Treffern von drei Torpedos einsatzfähig, da diese nicht detonieren. Hornet wird von einem weiteren Torpedo des letzten jap. Flugzeugs getroffen, Hughes wird leicht beschädigt. Von den zwei Angriffsgruppen der Hornet, greift in der Zwischenzeit die erste das jap. Trägergeschwader an und erzielt drei Bombentreffer auf der Shokaku (VAdm. Nagumo muß später auf den Zerstörer Arashi umsteigen). Die Suzuya kann Torpedos ausmanövrieren. Die zweite Gruppe greift zusammen mit der Enterprise-Gruppe den Abe Verband an und erzielt fünf Treffer auf Chikuma. Nur knapp können Tone und Kirishima Torpedo- bzw. Bombentreffern ausweichen.

Am Abend des 26.10 stoßen die Kondo und Abe Verbände (ohne der Chikuma) in Richtung der beschädigten US Schiffe nach Südosten vor, die Träger drehen nach Norden ab. Die US Schiffe müssen wegen der nahenden jap. Großkampfschiffe nach Südosten ausweichen. Die Zerstörer Mustin und Anderson schießen je acht Torpedos (drei bzw. sechs Treffer) und 430 Schuß vom Kaliber 127mm auf das aufgegebene Wrack der Hornet, können dieses aber nicht versenken. Da er nicht abgeschleppt werden kann, versenken die jap. Zerstörer Akigumo und Makigumo den Flugzeugträger mit Torpedos. In der Nacht beschädigt eine mit Torpedo ausgerüstete Catalina den Zerstörer Teruzuki.

Von den zur Unterstützung aufgestellten jap. U-Bootgruppen A und B erzielt I-21 (FKpt. Matsumura) am 26.10. einen Fehlschuß, I-15 (FKpt. Ishikawa) verfehlt am 27.10. knapp das Schlachtschiff Washington, Flaggschiff von RAdm. Lee. Am gleichen Tag werden Schlachtschiff South Dakota und Zerstörer Mahan bei einer Kollision beschädigt, als sie versuchen, einem weiteren jap. U-Boot-Angriff auszuweichen. I-172 (Kptlt Ota) wird am 29.10. westl. San Cristobal von einem Catalina-Flugboot der VP-11 USN versenkt.

Die Schlacht endet zwar mit einem taktischen Erfolg der Japaner, diese können ihn aber nicht ausnutzen, weil die am 19.10. auf Guadalcanal. begonnene Offensive des Heeres gescheitert ist. Die restlichen Trägerflugzeuge reichen zur Ausschaltung von »Henderson Field« nicht mehr aus, außerdem muß die Flotte wegen Treibstoffmangel nach Truk umkehren. Es gibt somit keine Möglichkeit, den Weg für die Transportschiffe von Rabaul nach Guadalcanal frei zu machen.

 

16. Sperrbrecher Belgrano in Hamburg

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23.10.1942
Nordsee
Vor Ameland läuft der dt. Sperrbrecher 11/ Belgrano auf eine Mine und bricht auseinander – dies war die 100. von ihm geräumte Mine. Das Achterteil des Schiffes wird nach Hamburg geschleppt und repariert.

23.– 31.10.1942
Nordatlantik
Ab 23.10. treten als Gruppe »Streitaxt« U 510, U 509, U 572, U 134, U 409, U 203, U 604 und U 659 westlich von Afrika in einer Harke den Marsch nach Süden an. Am 25.10. sichten U 510 einen Dampfer, U 659 zwei Geleitfahrzeuge und U 203 den brit. Tanker Anglo Maersk (7705 BRT), einen Nachzügler des Konvois SL.125, der am 27.10. von U 134 verfolgt und von U 604 (Kptlt. Höltring) versenkt wird.

Am Morgen des 27.10. meldet U 409 (Oblt.z.S. Maßmann) den Konvoi SL.125 (37 Schiffe, 4 Korvetten, darunter die brit. Petunia [LtCdr. Rayner]). Am Abend werden U 203, U 659 und U 509 herangeführt, die angreifen, doch nur U 509 (Oblt.z.S. Witte) versenkt die brit. Frachter Pacific Star (7951 BRT) und Stentor (6148 BRT). Am 28.10. hält U 203 (Oblt.z.S. Kottmann) Fühlung und führt U 409, U 659, U 509, U 5 10 und U 604 heran. Von Norden kommend, werden U 103 und U 440 angesetzt. Nach einem Fehlschuß am Morgen versenkt U 509 am Abend die brit. Nagpor (5283 BRT) und torpediert Hopecastle (5178 BRT), die erst nächsten Morgen von U 203 versenkt wird. — Am 29.10. hält ab Mittag U 134 (Kptlt. Schendel) Fühlung und führt U 103, U 510, U 509 und U 604 heran. In der Nacht greift U 509 zweimal an, versenkt den Frachter Brittany (4772 BRT) und torpediert die brit. Corinaldo (7137 BRT), der zweite erhält Fangschusstreffer von U 659 und wird von U 203 mit Torpedo und Artillerie versenkt. U 409 torpediert den brit. Tanker Bullmouth (7519 BRT), er wird danach von U 659 (Kptlt. Stock) versenkt. — Am 30.10. morgens verfehlt U 509 eine der Korvetten. Danach halten laufend U 509 und U 604 Fühlung und bringen bis auf drei alle Boote heran. In der Nacht versenken U 604 (Kptlt. Höltring) in 2 Angriffen den Truppentransporter Président Doumer (11.898 BRT) und die brit. Baron Vernon (3642 BRT), U 409 die brit. Silverwillow (6405 BRT), U 510 (KKpt. Neitzel) beschädigt die norw. Alaska (5681 BRT) und U 659 torpediert die brit. Tasmania (6373 BRT), die von U 103 (Oblt.z.S. Janssen) kurz darauf versenkt werden kann. Durch Wabos wird U 659 beschädigt. — Am 31.10. halten weiter U 509 und U 604 an den Resten des Konvois Fühlung, doch werden alle Boote gegen Abend von einsetzender Luftsicherung und einer verstärkten Seesicherung abgedrängt. Am SL.125 werden 12 Schiffe mit 80.005 BRT versenkt, ohne eigene Verluste. Da diese Operation die im Raum westlich von Marokko und Gibraltar befindlichen U-Boote auf sich zieht, kommen die am 22.10. von Großbritannien abgehenden »Torch«-Konvois unbehelligt von U-Booten an ihre Ziele.

23.10.– 6.11.1942 
Mittelmeer / Nordafrika
Beginn einer Offensive der brit 8. Armee (Lt.Gen. Montgomery) mit 150.000 Mann, 1114 Panzern und 880 Flugzeugen an der Front bei El-Alamein. Deutsch-ital. Kräfte: 530 Panzer, 372 Flugzeuge.  Intensivierung der Luftangriffe auf die dt./ital. Nachschubgeleite nach Nordafrika. Vor der Cyrenaika versenken britische Torpedoflugzeuge am 26.10. Tanker Proserpina (6869 BRT) und Dampfer Tergestea (5890 BRT), am 28.10. Tanker Luisiano (2257 BRT), am 1.11. die Dampfer Tripolino (1464 BRT) und Ostia (359 BRT) und am 2.11. die als Transporter eingesetzten Hilfskreuzer Zara (1976 BRT) und Brioni (1987 BRT). Am gleichen Tag bricht GFM Rommel den ungleichen Kampf wegen hoher Verluste und Kraftstoffmangel ab und beginnt den Rückzug. Ein von den Zerstörern Hermes (Kpt.z.S. Johannesson, Geleitführer), Freccia und 4 T-Booten geleiteter Konvoi mit Tanker Portofino und den Dampfern Anna Maria Gualdi und Col di Luna kommt zwar trotz brit. Luftangriffe ohne Verluste am 4.11. nach Bengasi durch, dort aber wird am 6.11. Portofino (6424 BRT) mit der gesamten Ladung zusammen mit T-Boot Centauro durch Fliegerbomben vernichtet.

23.10.– 7.11.1942
Mittelatlantik
Überführung von US »Torch«-Landungsverbände nach Franz. Nordafrika.
Task Force 34 (RAdm. Hewitt). TG.34.1: Deckungsgruppe (RAdm. Giffen), Schlachtschiff Massachusetts, Kreuzer Wichita, Tuscaloosa, Zerstörer Wainwright, Mayrant, Rhind, Jenkins sowie der Tanker Chemungo (Auslaufen aus der Casco Bay zum Treffpunkt 450 sm südöstlich Cape Race am 28.10.). TG.34.8: Nördliche Angriffsgruppe (RAdm. Kelly) mit Schlachtschiff Texas, Kreuzer Savannah, den Zerstörern Roe, Livermore, Kearny, Ericsson, Parker, U-Boot Shad, den Geleitflugzeugträgern Sangamon und Chenango, den Zerstörern Hambleton, Macomb, Dallas, Eberle, 6 Transportern, 2 Frachtern, 1 Tanker, 2 Minensuchern und Wasserflugzeugtender Barnegat. TG.34.9: Zentrale Angriffsgruppe (Capt Emmet) mit den Kreuzern Augusta, Brooklyn, den Zerstörern Wilkes, Swanson, Ludlow, Murphy und 112 Transportern, außerdem 3 Frachter mit den Zerstörern Bristol, Woolsey, Edison, Tillman, Boyle, Rowan, 3 schnellen Minensuchern, 2 Minenlegern, 1 Minensucher, ferner mit den Flugzeugträgern Ranger, Suwanee, den Zerstörern Ellyson, Forrest, Fitch, Corry, Hobson, den U-Booten Gunnel, Herring und 1 Tanker.  TG.34.10: Südliche Angriffsgruppe (RAdm. Davidson) mit Schlachtschiff New York, Kreuzer Philadelphia, den Zerstörern Mervine, Knight, Beauty und 5 Transportern, außerdem 1 Frachter mit den Zerstörern Cowie, Quick, Doran, Cole, Bernadou, 1 Minenleger, 2 schnellen Minensuchern, 2 Tankern, ferner U-Boot Barb, Träger Santee mit den Zerstörern Rodman, Emmons und 1 Schlepper. Die Transporter und Frachter bilden den Konvoi UGF.1.

25.– 30.10.1942
Südatlantik
Das ital. U-Boot Da Vinci (Kptlt. Gazzana- Priaroggia) operiert bis 30.10. westlich der Kap Verden und anschl. vor der Nordostküste Brasiliens (Forts. 1.11.- 15.12.)

25.– 31.10.1942
Norwegen
Auf Betreiben von Premier Winston Churchill und unter Bezugnahme auf die Erfolge italienischer Torpedoreiter gegen brit. Großkampfschiffe in Alexandria (Dez.1941, X. Flottiglia MAS) werden in Großbritannien seit Frühjahr 1942 sogenannte »chariots« entwickelt, lenkbare Torpedos mit abnehmbaren Gefechtsköpfen, die als Haftsprengladung verwendet werden.

Operation »Title«: Der norw. Fischkutter Arthur verlegt mit 4 Mann Besatzung und 6 Torpedoreitern von Schottland nach Norwegen, wo 2 mitgeführte »chariots« unter dem Rumpf befestigt durch die deutsche Kontrolle gebracht und dann gegen das im Faettenfjord (bei Trondheim) liegende Schlachtschiff Tirpitz geführt werden sollen. In schwerem Wetter vor der norweg. Küste verliert der Kutter beide »chariots«. Da eine Rückkehr nach England wegen eines zusätzl. Maschinenschadens nicht in Frage kommt, wird der Kutter in seichtem Gewässer versenkt, wo er kurze Zeit später von Deutschen entdeckt und gehoben wird. Die Inspektion der Arthur ergibt einwandfrei den Zweck ihrer letzten Unternehmung. Die Besatzung der Arthur kehrt auf dem beschwerlichen Weg über Schweden nach Großbritannien zurück. Bei einem Zusammenstoß mit Feldpolizisten des norw. Heimatschutzes wird einer der Torpedoreiter, AS Robert Evans, auf der Flucht angeschossen und verhaftet. Evans wird am 19.1.43 gemäß »Kommando-Befehl« erschossen, obwohl der den »battle dress« der engl. U-Bootwaffe getragen hat (s. Kriegsverbrechen). 

26.10.1942
Ostsee
Bei einem Einsatz zur Überwachung dt. Minensperren im Finnenbusen läuft U-Jäger UJ 1204/ Böhmen in stürmischer See bei Pien-Tytärsaari auf eine sowj. Mine und sinkt.

  President Coolidge
 
17. US Truppentransporter President Coolidge sinkt auf amerikanischem Minenfeld.

26.10.1942
Südpazifik
Der amerik. Truppentransporter President Coolidge gerät vor Espiritu Santo auf ein eigenes Minenfeld; das Schiff wird beschädigt auf Grund gesetzt, rutscht aber in tiefes Wasser ab und wird zum Totalverlust, von 5391 Mann an Bord kommen aber nur 5 ums Leben.

26.– 29.10.1942
Nordatlantik
Nach der Schlacht um den Konvoi ON.139 verlegt die Gruppe »Puma«, bis zum 26.10. durch U 436, U 624, U 606, U 383 und U 224 verstärkt, nach Westen. Am 26.10. läuft der Konvoi HX.212 (45 Schiffe mit Escort Group A3 [Cpt. Fritz, USN], USCG Cutter Campbell, US Zerstörer Badger, die RCN Korvetten Rosthern und Trillium und die RN Korvette Dianthus, unterstützt durch die auf dem Verlegungsmarsch für das Unternehmen »Torch« befindlichen RCN Korvetten Alberni, Summerside und Ville de Quebec) in den Vp.-Streifen ein und wird von U 436 (Kptlt. Seibicke) gemeldet, das bis zum nächsten Tag auch Fühlung hält, während mehrere andere Boote der Gruppe abgedrängt werden. In der Nacht zum 27.10. greift zuerst U 436 an, versenkt mit 5 Treffern das brit. Walfabrikschiff Sourabaya (10.107 BRT) und beschädigt den norw. Tanker Frontenac (7350 BRT) und den brit Tanker Guerney E. Newlin (8225 BRT), letzterer wird am 28.10 von U 606 (Oblt.z.S. Döhler) mit Fangschuß versenkt. Dieses Boot hat kurz zuvor bereits das norw. Walkocherei Kosmos II (16.966 BRT) torpediert, sie sinkt einen Tag später nach Fangschuss von U 624 mit LCT 2190, LCT 2192 und LCT 2284 an Bord. Angriffe von U 621 und U 563 schlagen fehl. Im Laufe des 28.10. kommen U 443, U 606, U 624, U 441 und U 436 heran, werden aber durch die einsetzende Luftsicherung der RAF-Sq. 120 von Island immer wieder unter Wasser gedrückt. In der Nacht zum 29.10. versenkt U 224 (Oblt.z.S. Kosbadt) den kanad. Nachzügler Bic Island (4000 BRT), U 624 (Oblt.z.S. Graf Soden-Fraunhofen) aus dem Konvoi den US Tanker Pan New York (7701 BRT). Am 29.10. werden die U-Boote durch die Luftsicherung erneut abgedrängt, auf dem Wege zu einer neuen Aufstellung versenken U 436 am Abend den brit. Nachzügler Barrwhin (4998 BRT) und U 575 (Kptlt. Heydemann) den Truppentransporter Abosso (11.330 BRT, 361 Tote). Am HX.212 werden 7 Schiffe mit 56.995 BRT versenkt. Keine U-Boot-Verluste. Allerdings wird am 1.11. U 664 (Kptlt. Gräf) auf dem Ausmarsch von Catalina ,A’ der VP-84 USN beschädigt, die den Konvoi HX.212 begleitet.

Am 27.10. wird das auslaufende U 627 (Oblt.z.S. Kindelbacher) südl. von Island in der Nähe des Konvois SC.105 (Sicherung EG B1 mit den Zerstörern Watchman, Rockingham und den Korvetten Dahlia, Wallflower, Meadowsweet, Monkshood) durch Fortress ,F' (P/O Cowey) der 206. Sqn RAF versenkt.

In der Zwischenzeit passiert der Geleitzug ONS.140 (32 Schiffe, Sicherung durch EG B4 mit Zerstörern Highlander, Beverley, Korvetten Anemone, Clover, Abelia, Pennywort, Borage) unbemerkt nördlich den Konvoi HX.212. Der dem HX.212 folgende Geleitzug SC.106 (22 Schiffe, Sicherung EG B3 mit den Zerstörern Harvester und der polnischen Garland, den RN Korvetten Orchis und Narcissus, und den frei-franz. Korvetten Lobelia, Aconit und Roselys, unterstützt durch die auf dem Verlegungsmarsch für das Unternehmen »Torch« befindlichen RCN Korvetten Camrose, Calgary und Kitchener) wird nach Norden umgeleitet, um den U-Booten auszuweichen, die dem Konvoi HX.212 folgen. Der Geleitzug ON.141 (59 Schiffe, Sicherung EG C3, kanad. Zerstörer Saguenay, Skeena, kanad. Korvetten Sackville, Agassiz, Galt, Wetaskiwin und der unterstützende RN Zerstörer Witherington) passiert den Konvoi HX.212 südlich. Geleitzug ONS.142 (51 Schiffe, Sicherung EG B7, Zerstörer Firedrake, Ripley, Korvetten Sunflower, Alisma, Loosestrife, Pink) wird nördlich des Konvois HX.212 umgeleitet.

26.10.1942 — 8.1.1943
Nordatlantik
Die alliierten Mid Ocean Escort Groups sichern folgende Geleitzüge im Nordatlantik (die mit * gekennzeichneten Konvois wurden von U-Boot Gruppen angegriffen):

B1: SC.105, HX.215, ON.151, SC.114.

 

C1: ON.143*, SC.110, ONS.154*.

B2: HX.213, ONS.148, HX.219.

 

C2: SC.108, ON.149, SC.113.

B3: SC.106, ONS.146*, HX.218, ON.157.

 

C3: ON.141, SC.109*, ONS.152*.

B4: HX.214, ONS.150, HX.220.

 

C4: SC.107*, ON.147, SC.112.

B5 in die Karibik detachiert.

 

A1:

B6: ONS.144, HX.217*, ON.155.

 

A2:

B7: ONS.142, HX.216, ON.153*.

 

A3: ON.145*, SC.111, ONS.156.


 


 

 

28. 30.10.1942
Mittelmeer
Versorgungsunternehmen für Malta (Operation "Train"). Force H mit den Leichten Kreuzern Aurora und Charybdis, dem Träger Furious mit 29 Spitfires an Bord und den Zerstörern Westcott, Wishart, Cowdray, Bramham, Achates, Vanoc, Verity und (poln.) Blyskawica läuft am 28.10. von Gibraltar aus. Am 29.10. starten die Jäger nach Malta, am 30.10 laufen die Schiffe in Gibraltar wieder ein.

28.10.– 7.11.1942
Mittelmeer
Operation »Baritone«: Die brit. Force H mit Flugzeugträger Furious, Kreuzer Aurora und Charybdis sowie acht Zerstörern läuft von Gibraltar aus und startet südlich der Balearen 29 Spitfire-Jäger nach Malta. Die ital. U-Boote Emo, Brin, Corallo, Turchese, Topazio und Axum südlich der Balearen, sowie Porfido, Nichelio, Asteria und Argo vor Kap Bon sichten nichts. Angriffe von U 565, U 605 und U 431 auf Furious schlagen fehl. — Ende Oktober und Anfang November müssen der schnelle Minenleger Welshman und die U-Boote Parthian, Clyde, Traveller und Thrasher erneut eingesetzt werden, um Flugbenzin, Nahrung und Munition nach Malta zu bringen. Auch italienische U-Boote werden zum Transport von Nachschubgütern eingesetzt. Micca, Sciesa, Bragadin, Narvalo, Atropo und Zoea bringen Treibstoff und Munition nach Nordafrika. Am 7.11. wird Sciesa (Kptlt. Galletti †) vor Derna bei einem USAAF-Angriff versenkt.

 

18. US Marines bewachen amerikan. Besatzungstruppen beim Baden

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28.10.– 9.11.1942
Südpazifik
Fortsetzung der Nachschubunternehmen für Guadalcanal.
Die jap. 8. Flotte (VAdm. Mikawa) mit Kreuzer Tenryu und Zerstörer Arashio, Asashio, Michishio, Amagiri, Mochizuki setzt ihre Nachschubtransporte zunächst mit der 3. Z-Flottille (KAdm. Hashimoto), Kreuzer Sendai und Zerstörer Shirayuki, Hatsuyuki, Uranami, Shikinami, Ayanami, und mit der 4. Z-Flottille (KAdm. Takama), Zerstörer Murasame, Yudachi, Harusame, Samidare, Asagumo, Yugure, Shiratsuyu, Shigure, fort. Ab dem 5.11. werden sie durch die 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka), Kreuzer Isuzu und die Zerstörer Hayashio, Oyashio, Kagero, Umikaze, Kawakaze, Suzukaze, Naganami, Makinami und Takanami abgelöst. Insgesamt führen 2 Kreuzer und 65 Zerstörer Nachschubtransporte durch, in deren Verlauf es wiederholt zu Luftangriffen und Gefechten mit den auf Tulagi stationierten US Schnellbooten kommt.

Die US TG. 62.4 (RAdm. Scott), Kreuzer Atlanta und die Zerstörer Aaron Ward, Benham, Fletcher und Lardner bringen die Transporter Alchiba und Fuller mit zwei 155mm Artilleriebatterien nach Guadalcanal und unterstützen ab dem 30./31.10. den Angriff der 1. US Marine Div. über Matanikau River nach Westen. Am 2.-3.11 unterstützen die Zerstörer Conyngham und Shaw mit 803 Schuß 127mm den Angriff des Verbandes, allerdings werden Conyngham und Fuller an diesem Tag bei einer Kollision beschädigt. Am 3.11. erreicht der Verband Point Cruz. In der selben Nacht landet ein jap. Verband, bestehend aus einem Kreuzer, drei Zerstörern und einem Transporter, 1500 Mann des 230. Inf. Rgt. nahe Koli Point östlich des amerik. Brückenkopfes, während andere Einheiten des »Tokyo Express« Teile des 228. Inf. Rgt. nahe Kokumbona im Westen landen. Die 1. US Marine Div. unterbricht zeitweise ihren Angriff im Westen und wird für einen Gegenangriff im Osten umgruppiert. Gleichzeitig erreicht am 4.11. die TG.67.4 (RAdm. Callaghan) Lunga Point und landet das 8. US Marine Inf. Rgt. der 2. Marine Div. zur Verstärkung. Die Kreuzer Helena und San Francisco sowie der Zerstörer Sterett aus der Sicherungsgruppe beschießen die nahe Koli Point gelandeten jap. Truppen. Beim Gegenangriff werden diese bis 9.11. vernichtet.

Eine zweite Gruppe von US Schiffen, bestehend aus den Transportern Neville, Heywood und Fomalhaut und den APDs McKean und Manley, landet am 4.11. nahe der Aola Bay auf der Ostküste von Guadalcanal 1700 Mann des 147. Inf. Rgt., ein Marine-Sturmbatallion sowie 500 Marinepionieren („seabees") für den Bau eines Flugplatzes. Dies ist aber auf dem schwierigen Gelände nicht möglich (Forts. 5.- 9.11.42).

29.10.1942
Nordmeer
Wegen der anlaufenden Operation »Torch« ist es den Briten nicht möglich, den fälligen Konvoi PQ.19 auszusenden. Auf sowj. Drängen aber laufen ab 29.10. von Reykjavik mit 200 sm Abstand 13 einzelne Frachter nach Murmansk und Archangelsk, 23 Einzelfahrer kehren von sowj. Häfen nach Island zurück. Von den ostgehenden Schiffen gehen im November 6, von den westgehenden 1 und ein sowj. Geleitschiff verloren (siehe 2.- 9.11.42)

29./30.10.1942
Mittelmeer
In der Nacht vom 29./30.10. legen ital. Zerstörer Pigafetta (Kpt.z.S. Del Minio), Da Noli, Zeno und das T-Boot Castelfidardo nördlich Kap Bon die Sperre S.72 mit 388 Minen.

 
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19. Ein brit. Enterkommando erbeutet wichtige Schlüsselunterlagen von U 559.

30.10.1942
Mittelmeer / Funkaufklärung
Die brit. Zerstörer Pakenham, Petard, Hero, Dulverton und Hurworth zwingen mit Unterstützung einer Wellesley der 47. Sqn RAF das dt. U-Boot U 559 (Kptlt. Heidtmann) zum Auftauchen. Ein speziell geschultes Enterkommando der Petard geht an Bord des U-Bootes und erbeutet Codebücher und den neuen »Wetterkurzschlüssel«. Zwei Mann, Lt. F.A.B Fasson und der Matrose C. Grazier, gehen beim Versuch, die »M-4« Schlüsselmaschine zu bergen, mit dem U-Boot unter. Die Dokumente kommen am 24.11. in Bletchley Park an und verhelfen den Briten damit zum Einbruch in den U-Bootschlüsselkreis »Triton« (siehe 13.12.1942).

30.– 31.10.1942
Nordatlantik
Südöstlich Neufundland steht der Vorpostenstreifen »Veilchen« mit den U-Booten U 71, U 438, U 84, U 89, U 704, U 381, U 402, U 571, U 454, U 132, im Süden durch U 442, U 437, U 522, U 520 und U 521, an der Nordostküste durch U 183 und U 518 verstärkt. Am 30.10 sichtet U 522 (Kptlt. Schneider) südwestlich Cape Race den Konvoi SC.107 mit der Western Local Escort North (brit. Zerstörer Walker, kanad. Korvetten Fennel, Cowichan, Timmins), der sich gerade mit den Zubringer-Konvois aus Halifax und Sydney vereinigt hat und von der Escort Group C4 (LtCdr. Piers) aufgenommen wird. Der Konvoi (Commodore VAdm. Watson) besteht aus 42 Schiffen, gesichert vom kanad. Zerstörer Restigouche, den kanad. Korvetten Algoma, Amherst, Arvida und der brit. Celandine, anfänglich auch noch von Zerstörern der Western Local Escort Group, Walker (brit.) und Columbia (kanad.). Rettungsschiff Stockport ist mit HF/DF ausgerüstet. Ein Angriff am 30.10. von U 522 gegen die Columbia geht fehl. U 520 (Kptlt. v. Schwartzkopff) wird am Konvoi durch einen B-18 Digby-Bomber der RCAF-Sqn. 10 (F/O Raymes) versenkt. Am 31.10. werden U 522 durch einen Zerstörer und U 521 durch eine Hudson der 145. Sqn. RCAF abgedrängt. (Forts. 1.- 6.11.).

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Fortsetzung im Text