1943 April

 

April 1943
Ostsee / Funkaufklärung

Die dt. Streitkäfte in der Ostsee, einschl. Kattegatt und Skagerrak, benutzen für Operationen gegen die Sowjetunion bis  Ende des Krieges den separaten Funkschlüssel »Potsdam«. Im Januar 1944 gelingt es Bletchley Park, diesen Funkschlüssel (dort bekannt unter dem Codenamen »Whelk«) zu brechen und daraufhin den dt. Funkverkehr in diesem Gebiet mitzulesen.

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1.  Blockadebrecher Pietro Orseolo in Bordeaux

1.– 2.4.1941
Nordatlantik
Deutscher Blockadebrecher Regensburg (8086 BRT), auf dem Rückmarsch von Japan, wird – nach Auswertung von »Ultra«-Informationen – in der Dänemark-Straße von dem brit. Kreuzer Glasgow erwartet. Die dt. Zerstörer Paul Jacobi, Theodor Riedel und Karl Galster, die vom Altafjord ausgelaufen sind, um Regensburg von Grönland aus zurück zu bringen, kehren mit schweren Seeschäden zurück, nachdem sie vergeblich gewartet haben. Am 2.4. wird Regensburg vor dem brit. Kreuzer von der eigenen Besatzung versenkt; Glasgow rettet nur 6 Überlebende. 

1.– 11.4.1943
Biskaya
Am 1.4. nimmt die 8. Z-Flottille (Z 23, Z 24, Z 32 und Z 37) etwa 140 sm westlich Vigo den italien. Blockadebrecher Pietro Orseolo (Kptlt. Tarchioni) auf. Angriffe von Beaufort- und Torbeau-Flugzeugen des RAF Coastal Command werden zurückgeschlagen. Das US Unterseeboot Shad (LtCdr. MacGregor) – es patroulliert bis zum 11.4. in der Biskaya – erzielt Torpedotreffer auf Z 23 und Orseolo, letztere wird beschädigt, kann jedoch am 2.4. in die Gironde eingebracht werden.

In der Nacht zum 10.4. ein neuer (vgl. 28.-31.3.) Ausbruchsversuch des ital. Blockadebrechers Himalaya mit Sicherung durch die dt. Zerstörer Z 23, Z 24, Z 32 und die T-Boote Kondor, T 2, T 5, T 22 und T 23. Der Verband wird von der brit. Luftaufklärung, die erneut durch »Ultra« vorgewarnt ist, erfasst. Angriffe der Beaufort- und Torbeau-Flugzeuge werden zwar zurückgeschlagen, auf Z 24 (KKpt. Saltzwedel, RK) aber fallen 5 Mann und 31 werden durch Fliegerbeschuss verwundet. 5 Flugzeuge werden von den Zerstörern abgeschossen. Alle Schiffe kehren am 11.4. unverrichteter Dinge in die Gironde zurück.

Auf dem Rückmarsch aus dem Mittelmeer trifft der brit. Minenkreuzer Adventure (Capt. Bowes-Lyon) am 10.4. etwa 275 sm westlich Vigo auf den von Ostasien zurückkehrenden dt. Blockadebrecher Irene (ex-norw. Silvaplana, 4793 BRT, Kpt. Wendt), der daraufhin von der Besatzung selbst versenkt wird.

1.– 14.4.1943
Nordmeer
Von den sowjet. U-Booten operieren K-21 im Lopphavet, S-56 vor dem Tanafjord und M-171 vor dem Varangerfjord. Mehrfach werden von MO-IV U-Jägern und Torpedokuttern im Varangerfjord Minen gelegt.

1.– 24.4.1943
Norwegen / Nordmeer
Als Vorpostenstreifen gegen einen möglichen Ausbruch schwerer deutscher Kriegsschiffe in den Atlantik werden alliierte Unterseeeboote zwischen den Lofoten und Spitzbergen aufgestellt, später westwärts vor die Dänemark Straße gezogen. Am 1.4. laufen HMS Stubborn und Severn und USS Barb vom Clyde aus und besetzen die südl. Positionen, verstärkt am 4.4. durch USS Blackfish. Als die Admiralität durch »Ultra«-Informationen von einem Vorpostenstreifen dt. U-Boote im Gebiet von Jan Mayen erfährt, wird HMS Tuna (Lt. Martin) dorthin entsandt. Am 7.4. versenkt es U 644 (Oblt.z.S. Jensen), und sichtet am nächsten Tag U 251, kann aber nicht angreifen, und verfehlt am 14.4. auch U 302. Daraufhin wird der Aufklärungsstreifen in das viel frequentierte Gebiet gezogen, zunächst mit USS Barb, Blackfish und verstärkt durch HMS Satyr. Am 12.4. wird auch USS Shad aus der Biskaya abgezogen und vor Island eingesetzt. Vor die Auslaufwege der dt. U-Boot von Norwegen in den Atlantik werden ab 24.4. die brit. Boote Universal, Usurper und das niederl. O-14 gestellt.

1.– 30.4.1943
Mittelmeer
Nachschub-Transporte für die dt.-ital. Armeen in Tunesien mit den Frachtern Aquino, Belluno, Carbet, Carbonella, Caserta, Claude, Fabriano, Foscarini, Galiola, P. Claude, Rovereto, San Diego, Teramo, Tommaseo und dem Tanker Bivona, gesichert von den ital. Zerstörern Riboty, Lampo, Mitragliere, den T-Booten Ardimentoso, Aretusa, Bassini, Cassiopea, Cigno, Climene, Clio, Cosenz, Libra, Orione, Groppo, Pallade, Perseo, Sagittario, Tifone und den Korvetten Driade, Euterpe, Gabbiano, ferner mit den dt. Kriegstransportern KT 5, KT 6, KT 7, KT 9, KT 11, KT 21, mit ital. und dt. Marinefährprähmen, z.T. gesichert von der dt. 3. S-Flottille. Drei Truppentransporte vom 16.-18.4., 22.-24.4. und 25.-28.4. mit den Zerstörern Pigafetta, Pancaldo und zuletzt auch dem dt. Zerstörer Hermes. Im April werden insgesamt 2800 Soldaten, 18.690 t Material, 26 Geschütze, 46 Panzer, 268 Kfz. und 13 Krafträder nach Tunesien gebracht.

Dagegen brit. Minen-Unternehmungen mit Minenkreuzer Abdiel (5.4., 7.4.) und U-Boot Rorqual (20.4., 30.4.), des weiteren Luftminenoperationen. Sie bleiben ohne Erfolg.

Angriffe brit. Überwasser-Einheiten: Am 1.4. werden aus einem Konvoi mit den Transportern Nuoro, Crema und Benevento (insgesamt 6912 BRT), gesichert von den T-Booten Cigno, Cassiopea, Clio, Cosenz, der Korvette Cicogna und den dt. U-Jägern UJ 2203, UJ 2210 und UJ 2207, der 1. Dampfer durch Lufttorpedo, die beiden anderen von den brit. MTB 266 und MTB 315 versenkt. Am 16.4. fangen die brit. Zerstörer Pakenham (Capt. Stevens) und Paladin südwestlich Marsala ein Geleit mit dem Transporter Belluno ab, der jedoch mit den T-Booten Tifone und Climene entkommt, während die T-Boote Cigno und Cassiopea die Zerstörer in ein Gefecht verwickeln, in dem Cigno sinkt, jedoch vorher die Pakenham so schwer trifft, dass sie aufgegeben werden muss. Cassiopea wird von Climene eingeschleppt. Am 21.4 wird der Kriegstransporter KT 7 (850 BRT) von den brit. Zerstörern Laforey, Loyal und Lookout versenkt. Am 28.4. kommen die brit. MTB 633, MTB 637 und MTB 639 gegen einen Konvoi nicht zum Erfolg, lediglich der ital. Hilfsminensucher R.32 / Impero gerät in Brand und geht verloren. MTB 639 wird von dem sichernden T-Boot Sagittario versenkt. In der Nacht zum 29.4. greifen die brit. Zerstörer Laforey (Capt. Hutton) und Tartar bei Marettimo deutsche S-Boote an.

Im Kampf aus der Luft versenken Torpedoflugzeuge von Malta am 11.4. die Fabriano (ex-franz. Mayenne, 2943 BRT) und beschädigen am 19.4. die Mostaganem (ex-franz., 1942 BRT). — US Bomber versenken am 6.4. die Frachter Rovereto (8563 BRT), San Diego (6013 BRT) und den dt. U-Jäger UJ 2202/ Jutland, am 24.4. die Aquino (5043 BRT) und am 30.4. die Teramo (1592 BRT), in der Nacht zum 14.4. wird das T-Boot Aretusa beschädigt.

1.– 30.4.1943
Mittelmeer
Erfolge brit. U-Boote: Vor Südfrankreich versenkt Unruly (Lt. Fyfe) am 12.4. die frz. St Lucien (ex-dän. Aalborg, 1256 BRT), und Ultor (Lt. Hunt) am 14.4 franz. Penerf (2151 BRT). Im Tyrrhenischen Meer versenkt Safari (Cdr. Bryant) am 10./11.4. aus einem Konvoi östlich Cagliari die ital. Loredan, Entella und den Marinetanker Isonzo (zusammen 7411 BRT), Taurus (LtCdr. Wingfield) am 13.4. vor Sardinien eine vermeintliche U-Bootfalle, die portug. Santa Irene (520 BRT), am 14. und 15.4. zwei italienische Küstenfrachter (zusammen 954 BRT), Saracen (Lt. Lumby) am 19.4. vor Elba aus einem Konvoi die ital. Francesco Crispi (7600 BRT) und verfehlt die Tagliamento (5448 BRT). Unison (Lt. Daniell) versenkt am 21.4. die ital. Marco Foscarini (6405 BRT), Sickle (Lt. Drummond) torpediert am 23.4. nördl. Valencia die ital. Mauro Croce (1949 BRT). Vor Sizilien torpediert Unbroken (Lt. Mars) am 4.4. bei Punta Stilo den dt. Tanker Regina (9545 BRT), Sibyl (Lt. Turner) am 11.4. vergeblich die ital. Fabriano (2943 BRT), Unrivalled (Lt. Sprice) versenkt am 19.4. die durch Luftangriff beschädigte Mostaganem (ex-franz., 1942 BRT) und die Bivona (ex-franz. Socombel, 1646 BRT), Sahib (Lt. Bromage) greift am 22.4. bei Kap Vaticano ein kleines Geleit mit Artillerie an, setzt den Schlepper Valente (286 BRT) in Brand, und versenkt am 24.4. nördl. Milazzo die ital Galiola (1428 BRT). Vor Tunesien versenkt Unshaken (Lt. Whitton) am 8.4. die ital. Foggia (ex-franz. Mont St Clair, 1227 BRT). In der Ägäis versenkt Katsonis (LtCdr. Laskos) am 5.4. den dt./span. Dampfer San Isidro. Erfolglos greift Trident am 3.4. vor La Spezia ein deutsches und am 9.4. bei Korsika ein italienisches U-Boot an, schießen Unbroken am 3.4. und Splendid am 21.4. Torpedos auf den dt Zerstörer Hermes (ex-griech. Vasilefs Georgios). Im Kampf gegen Kriegsschiffe versenkt Safari am 10.4 den ital Minensucher Bella Italia (117 t), Unseen am 18.3. den dt. U-Jäger UJ 2205 (ex-franz. Le Jacques Coeur, 1168 BRT), Unbroken am 22.4. den Minensucher Milano (379 t), und Unshaken am 28.4. das ital. T-Boot Climene (640 t).

Verluste brit. U-Boote: Am 16.4. versenkt die Korvette Gabbiano (KKpt. Ceccacci) das U-Boot Regent, am 21.4. der dt. Zerstörer Hermes (FKpt. Rechel, RK) bei Capri die Splendid, und am 24.4. wird Sahib bei den Liparischen Inseln durch Gabbiano, Euterpe und Climene schwer beschädigt und durch eine Ju 88 der II./LG.1 versenkt.

1.– 30.4.1943
Pazifik
Amerikanische U-Boot-Operationen. Im April führen 16 von 41 »Ultra« Meldungen zu Schiffssichtungen, aber nur zu 3 Angriffen mit 1 beschädigten Schiff. Im Gebiet der Alëuten hat S 32 wieder mehrere Fehlschüsse. Vor Japan versenkt Pickerel (LtCdr. Alston) am 3.4. den U-Jäger Ch-13, torpediert am 4.4. angeblich die Shoei Maru (3038 BRT) und versenkt am 7.4. die Fukuei Maru (1113 BRT), wird (nach einer anderen Quelle) selbst jedoch am 3.4. nach Angriff eines japan. Marinefliegers durch Minenleger Shirakami und U-Jäger Bunzan Maru vor der Nordostküste Honshus versenkt. Vom 12.-24.4. versenkt Flying Fish (LtCdr. Donaho) 4 Schiffe mit 8917 BRT. Scorpion (LtCdr. Wylie) versenkt am 20. und 27.4. 2 Schiffe mit 8314 BRT mit Torpedos und am 30.4. 1 Segler mit 131 BRT durch Artilleriebeschuss. — In chinesischen Gewässern torpediert Runner (LtCdr. Burland) am 24.4. das Lazarettschiff Buenos Aires Maru (9625 BRT). Im Zentralpazifik versenkt Tunny (LtCdr. Scott) am 2.4. Toyo Maru No 2 (4162 BRT) mit Hilfe von »Ultra« und am 7.4. Kosei M. (8237 BRT). Haddock (LtCdr. Davenport) versenkt am 3.4. Arima M. (7389) und Toyo M. (1916 BRT), Porpoise (LtCdr. Bennett) am 4.4. Koa M. (2032 BRT), Drum (LtCdr. McMahon) am 9.4. Oyama M. (3809 BRT) und am 18.4. Nisshun M. (6380 BRT), Pike (LtCdr. McGregor) beschädigt am 14.4. Madras M. (3802 BRT) und Seawolf (LtCdr. Gross) versenkt am 23.4. das Patrouillenboot P 39 / Tade, sowie am 15.4. Kaihei M. (4575 BRT) und am 19.4. Banshu Maru Nr 5 (389 BRT). Tarpon wird erstmals als Orientierungsboot für einen Flugzeugträgerangriff eingesetzt. Am 9.4. versucht Tunny einen Flotten- und einen Geleitträger anzugreifen, verschießt dabei allerdings mehrere Versager und Frühzünder. Drum, Pollack und Skipjack führen Aufklärungsunternehmen durch. Im Südpazifik setzt Gato Beobachtungstrupps auf den Solomonen ab. Im Südwestpazifik legt Trout (LtCdr. Ramage) am 7.4. ein Minenfeld vor Borneo, auf diesem wird am 26.5. Palembang M. (5236 BRT) beschädigt (weitere Minenunternehmen siehe 19.-30.4.). außerdem versenkt es am 23.4. 2 Segelschiffe (unbestätigt), Tautog (LtCdr. Sieglaff) versenkt beim Angriff auf einen Konvoi am 9.4. den Zerstörer Isonami sowie Penang M. (5214 BRT). Gudgeon (LtCdr. Port) versenkt am 28.4. den Transporter Kamakura M. (17.526 BRT), Grayling (LtCdr. Lee) versenkt am 9.4. Shanghai M. (4103 BRT) und führt eine Guerilla-Mission durch. Am 21.4. wird Grenadier (LtCdr. Fitzgerald) vor Penang durch jap. Flugzeuge (936 Kotukai) schwer beschädigt (Einzelheiten) und am 23.4. vor dem japa. Hilfskreuzer Choku Maru von der Besatzung selbst versenkt .

1.– 30.4.1943
Südwestpazifik
Wiederholte Angriffe der 5. US-Luftflotte mit Langstreckenbombern auf den japan. Nachschub verkehr im Gebiet der Bismarck-See. Am 1. und 3.4. versenken B-17 (Fortress) beim Luftangriff auf Kavieng (Neu-Irland) die Frachter Nanshin Maru (4906 BRT), Florida Maru (5845 BRT) und beschädigen den Kreuzer Aoba und den Zerstörer Fumizuki. Am 8.4. versenken B-24 (Liberator) die Toyo Maru (4163 BRT) vor Rabaul. In der Zeit vom 12.-20.4. werden im Raum Wewak vor der Küste Neuguineas die Frachter Sydney Maru (5425 BRT ?), India Maru (5872 BRT) und Kosei Maru (864 BRT) versenkt und der Zerstörer Tachikaze beschädigt. Von US Avenger-Maschinen wurden am 30.3. vor Buin (Bougainville) Luftminen abgeworfen, möglicherweise auf einer davon wird am 3.4. der jap. Zerstörer Kazegumo beschädigt, auf einer weiteren sinkt am 17.4. der japanische Frachter Shinnan Maru (6417 BRT; alterierend wird auch der Name Tatsunan Maru, 6417 BRT, genannt).

3. U-Bootbunker blieben bis Kriegsende unversehrt: Keroman-Bunker in Lorient

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2.4.1943
Mittelmeer
Brit. MTB 63 und MTB 64 gehen in Bengasi durch Kollision, MTB 267 geht im Sturm verloren.

2./3.4.1943
Luftkrieg Frankreich
Das RAF Bomber Command fliegt Luftangriffe gegen St. Nazaire (55 Flugzeuge) und Lorient (47 Flugzeuge). Die Stadt wird von der Bevölkerung großteils verlassen, die U-Boot-Bunker bleiben aber unbeschädigt.

2.– 23.4.1943
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command. In 12 Nächten werden 293 Einsätze, hauptsächlich gegen die Häfen in der Biskaya und Bretagne sowie an der friesischen Küste, geflogen. Dabei gehen 8 Flugzeuge verloren. Am 4.4. sinkt der norwegische Frachter Rygja (3535 BRT) bei Skagen; am 6.4. der dt. Hilfsminensucher M 4041/ Dr. August Held vor Le Verdon; am 11.4. die schwedische Abisko (3129 BRT) nördlich von Schiermonnikoog. Am 16.4. sinkt U 526 (Kptlt. Möglich) wahrscheinlich der einzige brit. Minenerfolg gegen dt. U-Boote in der Biskaya im Zeitraum von 1943/44. Die dt. Minensucher müssen in diesem Zeitraum mehr als 2500 U-Boot-Bewegungen sichern. Die Einheiten des BSW (VAdm. Ruge, in Vertretung Kpt.z.S. Hagen) schützen die U-Boote seit 1940 mit der 4. Sicherungs-Division (Kpt.z.S. Lautenschlager mit der 2., 6. 24. und 40. M-Flottille, der 8., 10., 26., 28., 42. und 44. M-Flottille, der 4. und 6. Vp-Flottille sowie der 2. Sperrbrecher-Flottille) und der 3. Sicherungs-Division (Kpt.z.S. Breuning mit der 2. und 7. Vp-Flottille, der 6. Sperrbrecher-Flottille und der 14. U-Jagd-Flottille) gegen Gefahren im Küstenvorfeld. Am 26.4. wird das Räumboot R 114 zwischen Dünkirchen und Calais von einer Mine beschädigt und sinkt beim Einschleppen.

2.4.– 4.5.1943
Westatlantik
Nach Treffen mit den heimkehrenden Blockadebrechern Regensburg und Pietro Orseolo bzw. Irene ex Silvaplana zur Übergabe von Funkmessbeobachtungsgeräten westlich der Azoren (23.3.-6.4.) gehen U 161 und U 174 an die US-Ostküste. Am 25.4. versuchen beide, vor Halifax an einen Konvoi heran zu kommen, dabei wird U 174 (Oblt.z.S. Grandefeld) durch Ventura ,B6’ der VB-25 USN versenkt. U 129 (KKpt. Witt) versenkt westl. Florida am 2.4. die brit. Melbourne Star (12.806 BRT), wird am 21.4. durch US-Zerstörer Swanson von einem NG-Küstenkonvoi abgedrängt, versenkt am 24.4. dem US Einzelfahrer Santa Catalina (6507 BRT) und am 4.5. den panam. Tanker Panam (7277 BRT). U 185 (Kptlt. Maus) versenkt westl. Kuba am 6.4. aus dem Konvoi GTMO.83 die amerik. John Sevier (7143 BRT). Im Gebiet der Großen Antillen operiert U 176 zunächst ohne Erfolg.

2.4.– 15.6.1943
Mittelatlantik
Von einer ins Gebiet von Freetown marschierenden Welle von Typ IX-Booten trifft U 124 (Kptlt. J. Mohr) am 2.4. auf den Konvoi OS.45, versenkt im überraschenden Angriff die brit. Frachter Katha (4357 BRT) und Gogra (5190 BRT), wird dann aber selbst von der 37th Escort Group (Korvette Stonecrop und Sloop Black Swan) versenkt. U 455 (Kptlt. Scheibe) und U 117 (KKpt. Neumann) legen am 10. und 11.4. vor Casablanca Minensperren: auf der ersten sinkt am 25.4. die franz. Rouennais (3777 BRT), auf der zweiten werden am 11.4. die amerik. Matt W. Ransom (7177 BRT) und am 25.4. die brit. Empire Morn (7092 BRT) beschädigt. Die übrigen Boote treffen in der ersten April-Dekade im Raum Freetown ein und versenken bis Mitte Mai an Einzelfahrern: U 515 (Kptlt. Henke) am 9.4. die franz. Bamako (2357 BRT) und am 9.5. die norw. Corneville (4544 BRT), U 123 (Oblt.z.S. v. Schroeter) am 18.4. das brit. U-Boot P.615 (680 ts), außerdem am 8.4. die span. Castillo Montealegre (3972 BRT), am 18.4. die brit. Empire Bruce (7459 BRT), am 29.4. die schwed. Nanking (5931 BRT), am 5.5. die brit. Holmbury (4566 BRT) und am 9.5. die brit. Kanbe (6244 BRT), U 105 (Kptlt. Nissen) am 15.5. die griech. Maroussio Logothetis (4669 BRT), U 126 bleibt zunächst ohne Erfolg. Am 30.4. trifft U 515 (Kptlt. Henke, RK/E) auf den von 1 Korvette und 3 UJ-Trawlern gesicherten Konvoi TS.37 (18 Schiffe) und versenkt daraus in 3 Anläufen bis zum 1.5. insgesamt 7 Schiffe mit 43.255 BRT, ehe eine Support Group mit 3 Zerstörern herankommen kann und das Boot abdrängt. Verloren gehen die brit. Frachter Cora Bella, Bandar Shahpur, Nagina, Clan Macpherson, City of Singapur, die niederl. Kota Tjandi und die belg. Mokambo.

3.– 5.4.1943
Luftkrieg Westeuropa
Am 3.4. fliegen 12 Venturas des RAF Bomber Command einen Angriff gegen den Schiffsverkehr vor Brest. Am 4.4. greifen 24 Venturas des RAF Bomber Command eine Werft in Rotterdam an. Am 5.4. greifen 12 Venturas des RAF Bomber Command den Hafen von Brest an und beschädigen einen Tanker.

3.– 7.4.1943
Nordatlantik
Aus den vom HX.230 und von der Versorgung aus U 463 kommenden U-Booten U 191, U 168, U 630, U 635, U 706, U 260, U 564, U 592, U 572, U 563, U 594, U 584 und U 632 wird südostwärts Grönland die Gruppe »Löwenherz« gebildet.

Am 4.4. sichtet der Rückmarschierer U 530 (Kptlt. Lange) unmittelbar westl. des Vp.-Streifens den Konvoi HX.231. Er besteht aus 61 Schiffen mit der Escort Group B7 (Cdr. Gretton) mit der Fregatte Tay, dem Zerstörer Vidette und den Korvetten Alisma, Pink, Snowflake und Loosestrife. Außer »Löwenherz« werden auch die in der Nähe stehenden U 229 und U 532 angesetzt. U 530 führt bis Dunkelwerden 5 Boote, in der Nacht 2 weitere Boote heran, U 635 (Oblt.z.S. Eckelmann) und U 630 (Oblt.z.S. Winkler) versenken in der Nacht die brit. Frachter Shillong (5529 BRT) und Waroonga (9365 BRT), U 229 (Oblt.z.S. Schetelig) den schwed. Vorausläufer Vaalaren (3406 BRT). U 572 wird bei einem Angriffsversuch gerammt und beschädigt. Am 5.4. setzt starke Luftsicherung durch Liberators der RAF-Sq. 86 ein, Fühlungshalter U 260 wird unter Wasser gedrückt. U 563 (Kptlt. G. v. Hartmann) torpediert den amerik. Tanker Sunoil (9005 BRT), der später von U 530 versenkt wird. Am Nachmittag greift U 706 (Kptlt. v. Zitzewitz) den Konvoi an und versenkt den Tanker British Ardour (7124 BRT). Am selben Tag wird U 635 durch Liberator ‚L’ (F/O Hatherley) der RAF-Sq. 120 versenkt. In der Nacht zum 6.4. versenkt U 632 (Kptlt. Karpf) zunächst den niederl. Vorausläufer Blitar (7065 BRT), und wird am folgenden Nachmittag beim Angriff auf den Konvoi nach einem Fehlschuss auf die Alisma durch Liberator ‚R’ (F/Lt. Burcher) der 86. Sq. RAF versenkt. Ein Angriff der Tay richtet sich gegen U 306, das dabei leicht beschädigt wird. U 594 wird durch Liberator ‚E’ der RAF-Sq. 120 beschädigt. Angriffe von U 270 und U 134 gehen fehl. Am 6.4. trifft die 4th Support Group mit den Zerstörern Inglefield, Fury, Eclipse und Icarus beim Konvoi ein und drängt zusammen mit der Luftsicherung die fühlungshaltenden U-Boote U 270, U 229, U 564, U 134, U 563 und am 7.4. morgens U 260 ab. Mit einem Einsatz von 8 Booten werden 6 Handelsschiffe mit 41.494 BRT versenkt. U 635 und U 632 gehen dabei verloren.

Unterdessen passiert Konvoi ON.175 (Escort Group A3 mit US Zerstörer Greer, US Küstenwach- Kutter Spencer, den kanad. Korvetten Rosthern, Trillium, Dauphin und der brit. Korvette Dianthus) unbemerkt.

4.4.43
Norwegen
RAF Coastal Command versenkt mit Torpedoflugzeugen vor Kristiansund/ Nord den deutschen U-Bootversorger Altair (7258 BRT), mit Bombern bei Stavanger den dt. Frachter Patria (3845 BRT)

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5. Eindrucksvolle Aufnahme von der Flakabwehr 
einer deutschen Stadt mit Leuchtspurmunition.

4./5.4.1943
Luftkrieg Deutschland / England
RAF-Bomber Command greift nachts mit 577 Flugzeugen Kiel an. Brennende Köderfeuerstellen lenken den Angriff ab, 12 Flugzeuge gehen verloren. In der gleichen Nacht werfen 48 dt. Bomber Minen in der Themse-Mündung.

5.4.1943
Nordsee
Nach einer Kollision mit Flakjäger Fl.J 27/ Schiewenhorst sinkt das dt. Vorpostenboot V 1252 (ex-poln Mewa XV) nördlich von Borkum.

5.4.1943
Südpazifik
Das jap. U-Boot Ro-34 (Oblt. Tomita) wird 40 sm vor Russell Island (Salomonen) durch die US Zerstörer O´Bannon und Strong versenkt.

5./6. April 1943
Mittelmeer

Operation »Beta«: Eine Kommandoeinheit der X. MAS unter Kptlt. Cosulich unternimmt von der Insel Galite aus einen Angriff mit 4 MTSM-Sturmbooten und 6 Kampfschwimmern gegen den Hafen Bône und den Flugplatz Les Salines. Eine fest zugesagte Luftunterstützung bleibt aus. Sie sollte die Aufmerksamkeit der Briten ablenken und der Feuerschein sollte den Kommandotrupp zum Ziel führen. Die Angreifer werden durch ein britisches Patrouillenboot 1000 Meter vor dem Außenhafen entdeckt und müssen den Einsatz abbrechen. Eine Wiederholung des Unternehmens in der Nacht vom 7./8. April scheitert wegen Verschlechterung der Wetterlage (Kobelt, 2016, S.62).

5.– 25.4.1943
Südafrika / Indischer Ozean
Vor Südafrika operiert das dt. U 180 (KKpt. Musenberg) und versenkt am 18.4. den brit. Tanker Corbis (8132 BRT), am 26.4. gibt es südlich Mauritius den indischen Nationalistenführer Subhas Chandra Bose an das jap. U-Boot I-29 (FKpt. Izu) ab, das ihn nach Penang bringt. Danach operiert es erfolglos weiter im Indischen Ozean. Das ital. U-Boot Da Vinci (Kptlt. Gazzana-Priaroggia) versenkt südl. Maurizius am 17.4. die niederl. Sembilan (6566 BRT), am 18.4. die brit. Manaar (8007 BRT), am 21.4. die amerik. John Drayton (7177 BRT) und am 25.4 den brit. Tanker Doryssa (8078 BRT). Nach dieser Feindfahrt mit einem Gesamterfolg von 58.973 BRT wird es auf dem Rückmarsch bei Cap Finisterre am 24.5. durch die brit. Fregatte Ness und den Zerstörer Active versenkt, die zu diesem Zeitpunkt den Geleitzug WS.30 / KMF.15 sichern.

6.– 13.4.1943
Biskaya
Operation »Enclose II« (siehe 4.2.- 6.6.43):
Fortsetzung der Biskaya Offensive. Am 10.4. Verlust von U 376 (Kptlt. Marks) durch Wellington ‚C’ RAF-Sq. 172 mit Hilfe von ASV-IV / »Leigh Light«, U 465 wird von Catalina ‚M’ der RAF-Sq. 210 beschädigt und muß zurückmarschieren. Da die Ortung der U-Boote bei Nacht durch Radar mit dem Funkmeßbeobachtungsgerät »Metox« nicht mehr erfaßt werden kann, wird die Taktik der dt. U-Bootbewegungen geändert: Nachts getaucht marschieren, tags aufladen und Flugzeuge mit Flak abwehren (Forts. 13.-30.4.).

6.– 22.4.1943
Mittelmeer / Italien
Auslegung ital. Defensiv-Minensperren: Am 6.4. legt Minenschiff Pelagosa 48 Minen vor Korsika, am 11.4. Zerstörer Legionario 50 Minen vor Neapel, am 22.4. Zerstörer Vivaldi und die dt. Minenschiffe Brandenburg und Pommern 222 Minen vor Südwest-Sardinien. Erfolge werden nicht bekannt.

7.– 12.4.1943
Nordatlantik
Am 7.4. wird südlich Grönland die U-Bootgruppe »Adler« mit U 188, U 257, U 84, U 615, U 267, U 404, U 662, U 571, U 613 und später U 71 gebildet. Am gleichen Tage passiert westl. des Vp.-Streifens der erwartete Konvoi SC.125 (EG B6 mit den Zerstörern Fame, Viscount und den Korvetten Vervain, Kingcup [brit.], Potentilla, Eglantine, Rose, Acanthus [norw.]). U 257 sichtet die Geleitfahrzeuge, doch kommen U 188, U 257 und U 84 nicht heran, ein Vp.-Streifen am 8.4. weiter nördlich bleibt ohne Ergebnis.

Die Gruppe wird deshalb gegen den erwarteten HX.232 (EG B3) nach Süden gezogen. Dabei meldet U 404 (KKpt. v. Bülow) am 10.4. nachmittags den Konvoi ON.176 (46 Schiffe, EG B4 mit den Zerstörern Highlander, Beverley, Vimy und den Korvetten Pennyworth, Asphodel, Anemone, Abelia, Clover). Von den angesetzten Booten der Gruppe »Adler« versenken in Nachtangriffen U 188 (Kptlt. Lüdden) am 11.4 früh die Beverley (1190 ts), U 404 am 12.4. früh die brit. Lancastrian Prince (1914 BRT). Bei der Verfolgung stoßen U 571 (Kptlt. Möhlmann) und U 84 (Kptlt. Uphoff) auf den in der Nähe marschierenden Konvoi ONS.2 (37 Schiffe, EG C1 mit den Zerstörern St. Laurent, St. Croix, den Korvetten Battleford, Kenogami, Napanee, Shediac sowie den von der Operation »Torch« zurückkehrenden Korvetten Camrose, Kitchener, Moosejaw und Ville de Quebec). U 613 (Kptlt. Köppe) versenkt daraus den norw. Vorausläufer Ingerfire (3835 BRT). Die Fühlung an den Konvois halten kurzfristig U 71, U 662, U 404 und wieder U 71, doch werden alle Boote durch die starke Luft- und Seesicherung abgedrängt. U 84, U 662, U 404, U 613 und U 571 müssen mit Schäden abbrechen, die Operation wird am 12.4. aufgegeben.

Nach »Ultra«-Meldungen werden die Konvois ON.177 (EG C4 mit den Zerstörern Churchill (brit.) und Restigouche, den Korvetten Amherst, Brandon, Collingwood sowie dem auf Verlegungsmarsch befindenden norw. Zerstörer St. Albans) und ONS.3 (40th Escort Group mit den Sloops Aberdeen, Hastings, Lulworth und den Fregatten Moyola und Waveney) sicher um die U-Boot-Gruppen herumgeführt.

7. Der neue OB der japan. Flotten, Admiral Mineichi Koga

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7.– 18.4.1943
Südpazifik

Operation »I«: Letzte jap. Luftoffensive bei den Salomonen unter Leitung von Flottenadmiral Yamamoto (RK). Nachdem die japan. Träger Zuikaku, Zuiho, Junyo und Hiyo zur Verstärkung der 11. Luftflotte (86 Jäger, 27 Sturzkampfbomber, 72 T-Bomber) weitere 95 Jäger, 65 Sturzkampf-bomber und einige T-Flugzeuge nach Rabaul und Buka gebracht haben, greift die 11. Luftflotte am 7.4. mit 67 T-Flugzeugen und Sturzkampfbombern und 110 Jägern die US-Schiffe auf der Reede von Lunga (Guadalcanal) und Tulagi an. Sie versenken den US-Zerstörer Aaron Ward, den Tanker Kanawha (7404 BRT) und die neuseel. Korvette Moa, 1 Transporter und 1 Tanker werden beschädigt. Am 11.4. greifen 22 Flugzeuge mit 72 Jägern die Oro-Bay bei Buna (Neuguinea) an, am nächsten Tag 43 Bomber mit 131 Jägern Port Moresby und am 14.4. ein starker Verband die Milne-Bay, wo die niederl. Van Heemskerk (2996 BRT) versenkt, Van Outhoorn (2069 BRT) und die brit. Gorgon (3533 BRT) beschädigt werden. Die US-Funkaufklärung entziffert jap. Funksprüche über einen Besuch von Adm. Yamamoto auf dem Flugplatz Buin (Bougainville). Von Henderson Field (Guadalcanal) werden 16 Lightning-Fernjäger der 339th Fighter Sq. (Maj. Mitchell) angesetzt, welche bei 1 eigenen Verlust die beiden Transportflugzeuge (705 Kotukai) mit Adm. Yamamoto (†) und seinem Stabschef, VAdm. Ugaki (gerettet) abschießen (Einzelheiten). Nachfolger als OB der Vereinigten Flotten wird nun Admiral Mineichi Koga.

8.4.43
Ostsee
In Gotenhafen sinkt U 733 (Oblt.z.S. Trotha) nach Kollision mit einem Vorpostenboot. Das U-Boot wird gehoben und am 15.12.1943 erneut in Dienst gestellt.

10.– 12.4.1943
Luftkrieg Italien
84 B-17 (Flying Fortress) der 12. Luftflotte USAAF (Bomber Groups BG 2, 97, 99 und 301) greifen den ital. Flottenstützpunkt La Maddalena (Sardinien) an: Schwerer Kreuzer Trieste und die Schnellboote MAS 501 und MAS 503 werden versenkt, Schwerer Kreuzer Gorizia stark beschädigt (später nach La Spezia geschleppt). --- Am selben Tag greifen 24 B-24 (Liberator) der 376. BG USAAF Neapel an, am 11.4. bombardieren 20 B-24s der 98. BG Neapel und Trapani (Sizilien). Neapel wird am 12.4. nochmals von 12 B-24 der 376. BG bombardiert. Die Verluste an Handelsschiffstonnage halten sich in Grenzen (Verlustliste).

10.– 27.4.1943
Mittelmeer
Während U 303 und U 414 vom Atlantik ins Mittelmeer passieren, operieren U 596 und U 617 erfolglos vor der span. Südwestküste. Am 20.4. gelingt es U 565 (Kptlt. Franken) aus dem Konvoi UGS.7 (24 Schiffe, Sicherung durch Flak-Kreuzer Carlisle und 4 Korvetten) die franz. Sidi-Bel-Abbès (4392 BRT), mit der über 600 Mann, hauptsächlich franz.-senegal. Truppen, untergehen, und die amerik. Michigan (5609 BRT) zu versenken, ein Angriff von U 453 schlägt fehl. Am 24.4. wird U 453 von Hudson ‚N’ der RAF-Sq. 500 angegriffen, das Flugzeug wird mit der Flak abgewehr und beschädigt. U 602 (Kptlt. Schüler) wird am 23.4. vor Algier durch unbekannte Ursache verloren. U 371 (Kptlt. Mehl) versenkt am 27.4. vor Algerien die niederl. Merope (1162 BRT).

11.– 13.4.1943
Nordatlantik
Gegen den Konvoi HX.232 (47 Schiffe, EG B3 [Cdr. Evans] mit den Zerstörern Escapade, Garland (poln.) und Keppel, Korvetten Renoncule (franz.), Roselys (franz.), Narcissus und Azalea) wird die Gruppe »Lerche« mit U 168, U 532, U 706, U 563, U 270, U 630, U 584, U 260, U 191, U 203 aufgestellt. Am 11.4. wird der Konvoi planmäßig von U 584 (Kptlt. Deecke) erfasst. Weiter westlich versenkt U 615 (Kptlt. Kapitzky) zur gleichen Zeit schon den 1sten Nachzügler des HX.232, die amerik. Edward B. Dudley (7177 BRT). In der Nacht zum 12.4. verfehlt U 168 (Kptlt. Pich) die Renoncule. U 563 (Kptlt. v. Hartmann) versenkt die brit. Pacific Grove (7117 BRT) sowie die niederl Ulysses (2666 BRT) und torpediert die brit. Fresno City (7261 BRT), die später von U 706 (Kptlt. v. Zitzewitz) versenkt wird. Am 12.4. werden das vom Rückmarsch mit operierende U 530 und die Fühlungshalter U 584, U 203, U 270 und U 168 teils durch die Geleit-, teils durch die Luftsicherung abgedrängt. Am 13.4. wird die Operation abgebrochen, die Boote gehen zur Versorgung aus U 462.

11.– 19.4.1943
Nordatlantik
Ab 11.4. werden 7 U-Boote ostwärts Neufundland als Gruppe »Meise« aufgestellt, aus den Tankern U 462 und U 463 versorgte Boote kommen allmählich hinzu und bilden ab 14.4. einen Vp.-Streifen gegen den Konvoi SC.126 (38 Schiffe, EG B5 [Cdr. Boyle] mit Zerstörer Havelock, Fregatte Swale und den Korvetten Godetia, Pimpernel, Buttercup, Lavender, Saxifrage). Zusätzlich gesichert von der 3rd Support Group (Zerstörer Offa, Impulsive, Penn, Panther), wird der Konvoi südlich der Gruppe »Meise« umgeleitet und weicht den U-Booten aus. Auf dem Marsch zu einer Neuaufstellung versenkt U 108 (Kptlt. Wolfram) am 19.4. die amerik. Robert Gray (7176 BRT), einen Nachzügler des Konvois HX.234 (siehe 21.-27.4.), und torpediert U 732 (Oblt.z.S. Carlsen) aus dem Island-Zubringer-Konvoi ONS.4J einen bisher ungeklärten Munitionstransporter. 

11.– 29.4.1943
Südpazifik
Bei Operationen vor der austral. Ostküste versenkt das jap. U-Boot I-26 (FKpt. Yokota) am 11.4. den jug. Dampfer Recina (4732 BRT) und am 24.4. die austr. Kowarra (2125 BRT). I-177 (Kptlt. Nakagawa) versenkt am 25.4. die brit. Limerick (8724 BRT), I-178 (KKpt. Utsuki) am 27.4. die amerik. Lydia M. Childs (7176 BRT), I-180 (KKpt. Kusaka) am 29.4. die austr. Wollongbar (2239 BRT). Bei Operationen vor Samoa, Fiji und Nouméa versenkt I-19 (Kptlt. Kinashi) am 30.4. den US Frachter Phoebe A. Hearst (7176 BRT). I-32 (KKpt. Ikezawa) wird auf dem Ausmarsch nach Samoa am 16.4. von einem US Bomber angegriffen und beschädigt.

12.– 21.4.1943
Nordsee / Kanal
In der Nacht vom 12./13.4. entstehen bei einem Gefecht eines dt. Geleits mit den brit. MGB 74, MGB 75, MGB 111 und MGB 112 auf beiden Seiten nur leichte Schäden, doch auf dem Führerboot MGB 74 (brit. Qu.: MGB 64) fällt der Kommandeur der 8. MGB-Flottille, LtCdr (RNVR) Robert "Hitch" Hichens, durch einen Zufallstreffer in die Brücke. Hitchens war Urheber und Verfechter der Taktik, Motorkanonenboote (MGB) mit überlegener Geschützbewaffnung Seite an Seite mit Motortorpedobooten (MTB) gegen die dt. Schnellboote einzusetzen.

Am 14.4. greift die dt. 5. S-Flottille (Kptlt. Klug) mit S 65, S 81, S 82, S 90, S 112 und S 121 vor Lizard Head den brit. Konvoi PW.323 (6 Dampfer, norweg. Zerstörer Glaisdale, Eskdale, 2 norweg., 3 brit. Trawler) an. S 90 (Oblt.z.S. Strohwasser) trifft die Eskdale mit 2 Torpedos, sie wird später von S 65 (Oblt.z.S. Sobottka) und S 112 (Kptlt. Karl Müller, RK) versenkt. S 121 (Oblt.z.S. Klocke) torpediert den brit. Frachter Stanlake (1742 BRT), dieser wird anschließend durch S 90 und S 82 (Oblt.z.S. Dietrich) vernichtet. In der Nacht zum 15.4. führt eine Gruppe der dt. 2. und 6. S-Flottille (KKpt. Feldt) mit S 83, S 86, S 89, S 91, S 92, S 94, S 114 und S 39 eine Minenoperation vor Lowestoft durch. Dabei Gefechte mit den brit. MGB 88 und MGB 91, dem Zerstörer Westminster und der Korvette Widgeon. S 83 erhält einen leichten Treffer. Die 4. S-Flottille (KKpt. Lützow) wirft weiter südlich Minensperren. Der Trawler Adonis (1004 BRT) wird torpediert und sinkt.

In der Nacht zum 16.4. kommt es in der Seinebucht zu einem Gefecht zwischen der 15. V-Flottille mit V 1520 (Oblt.z.S. Ohnesorg), V 1524 und V 1525 und dem brit. SGB 6 / Grey Shark (Lt. Scott) mit MGB 608 und MGB 615. Grey Shark und V 1525 / Eglantine tragen schwere Schäden davon, wobei das Vorpostenboot unter dem Kommando seines schwer verwundeten Steuermanns ObGfr. Flügel (RK) nur knapp entrinnen kann. Bei einem Angriff auf einen dt. Konvoi am 18.4. früh vor Scheveningen versenken die brit. MTB 233, MTB 234 und MTB 241 das Vorpostenboot V 1409 / Limburgia. Bei einem Gefecht vor der Somme-Mündung in der Nacht zum 18.4. erzielen die brit. MGB 38 und MGB 39 Artillerietreffer. Am 20./21. 4. verfehlen 4 brit. MTB einen dt. Konvoi vor Hoek van Holland.

12.4.– 25.5.1943
Mittelmeer
Dt. 3. S-Flottille (KKpt. Kemmnade) legt Defensiv-Minensperren vor Susa (12./13.4., 2.5.), vor Bizerta (14., 25.4., 6.5.) und Porto Empedocle (16./17., 23. und 25.5.) mit insgesamt 385 Minen.

13.– 15.4.1943
Südatlantik
Am 13.4. wird der dt. Blockadebrecher Portland (7132 BRT, Kpt. Tünemann) in der Natal-Freetown-Enge vom frei-franz. Leichten Kreuzer Georges Leygues (Capt. Deprez) gestellt und versenkt sich selbst. Am 15.4. wird das ital. U-Boot Archimede (Kptlt. Saccardo) bei San Fernando do Noronha von zwei Liberators der USN VP-83 versenkt.

13.– 18.4.1943
Nordsee
Erster großer Einsatz des neu aufgestellten und für Angriffe auf Geleitzüge besonders geschulten »North Coates Strike Wing« (WCdr. Wheeler) der 16th Air Group der RAF (Sq. 143, 236, 254) mit Beaufighter Maschinen und mit unterschiedlicher Bewaffnung (Raketen, Torpedos, Bomben, Bordkanonen). Am 15.4. versenken brit. Torpedoflugzeuge den norwegischen Frachter Borga (4821 BRT) nordwestlich von Borkum. Am 18.4. versenken sie vor Den Helder den norweg. Frachter Hoegh Carrier (4906 BRT).

13.– 19.4.1943
Luftkrieg Italien
Zwei Angriffe des RAF Bomber Command auf La Spezia: am 13./14.4. mit 211 Flugzeugen (schwere Schäden verursacht) und am 18./19.4. mit 178 Flugzeugen (zusätzlich 8 Lancasters mit Luftminen). Der italienische Zerstörer Alpino wird am 19.4. in La Spezia zerstört. Fünf Flugzeuge gehen verloren.

13.4.– 30.4.1943
Biskaya
Fortsetzung der brit. Luftoffensive (siehe 4.2.- 6.6.43).
13.4.- 6.6.: Operation »Derange«. Infolge neuer dt. Taktik (tags über Wasser marschieren, Batterien aufladen und Flugzeuge mit Flak abwehren) starke Zunahme der Sichtungen am Tage mit zahlreichen Angriffen. Am 26.4. wird das auslaufende U 566 durch Wellington ‚R’ der RAF-Sq. 172 beschädigt, am 29.4. das auslaufende U 437 durch Wellington ‚H’ der gleichen Einheit beschädigt und U 332 (Oblt.z.S. Hüttemann) durch Liberator ‚D’ der 224. Sq. RCAF versenkt. (Fortsetzung 1.5.- 6.6.)

14.4.– 28.5.1943
Sowjetunion
Die sowj. U-Boote S-14, S-15, S-103, S-104, M-200 und M-201 verlegen zur Verstärkung der Nordmeer-Flotte von Astrakahn am Kaspischen Meer über Flüsse ins Weiße Meer.

15.4.1943
Ostsee
Dt. Netztender 14 / Simson (341 BRT) geht vor Reval bei Hilfeleistung für das aufgelaufene Räumboot R 193 durch Minentreffer verloren.

15.4.1943
Norwegen

Der dt. Hilfsminensucher M 5613 / Christa geht durch Grundberührung vor Odderöy verloren.

15.– 18.4.1943
Luftkrieg Frankreich
Am 15.4. greifen 13 Venturas des RAF Bomber Command ein Walfangmutterschiff im Trockendock von Cherbourg an. Am 18.4. fliegen 12 Venturas des RAF Bomber Command Angriffe auf den Hafen von Dieppe. Bei einem dieser Angriff wird vor Fécamp der Hilfsminensucher M 3817 / Paria versenkt.

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9. Das deutsche U 175 wird von USCGC Spencer versenkt

15.– 18.4.1943
Nordatlantik

Von dem ausmarschierenden U 262 (Oblt.z.S. Franke) wird der auf der Südroute marschierende Konvoi HX.233 (57 Schiffe, Escort Group A3 [Cdr. Heineman] mit den USCG-Cutters Spencer, Duane, den kanad. Korvetten Wetaskiwin, Arvida und den brit. Dianthus, Bergamot, Bryony sowie dem zur Unterstützung heranbeorderten kanad. Zerstörer Skeena) gesichtet. Auf den Konvoi werden die ausmarschierenden U 175, U 628, U 226, U 358, U 264, U 382 und U 614 angesetzt. Am Morgen des 16.4. wird der Fühlungshalter U 262 abgedrängt, erst in der Nacht zum 17.4. findet U 175 (Kptlt. Bruns) den Konvoi wieder und führt gegen Morgen U 382 und U 628 (Kptlt. Hasenschar) heran, von denen letzteres die brit. Fort Rampart (7134 BRT) torpediert, die am 18.4. von U 226 (Kptlt. Borchers) versenkt wird. Spencer kann das fühlungshaltende U 175 mit HF/DF einpeilen und versenken, sie selbst wird von Schiffen des Geleitzuges beschossen (1 Toter, 25 Verletzte), als sie sich dem aufgetauchten U-Boot nähert und Überlebende aufnimmt. Am Tage kommt die 3rd Support Group (Capt. McCoy) mit den Zerstörern Offa, Oribi, Penn und Panther zur Unterstützung heran und drückt U 264, U 226 und U 382 in langen Wabo-Verfolgungen unter Wasser. Am Abend des 17.4. verliert als letztes Boot U 614 die Fühlung, am 18.4. wird die Operation abgebrochen (Winthrop Haskell: Schatten am Horizont, 2003).

16.– 25.4.1943
Luftkrieg Frankreich / England
Bomber der 8. US-Luftflotte greifen am 16.4. tagsüber Lorient und Brest an. In der Nacht vom 24./25.4. werfen 39 dt. Bomber Minen in die Themsemündung.

16.– 29.4.1943
Nordmeer
An der norweg. Polarküste versuchen sowj. U-Boote, teilweise unter Ausnutzung von Meldungen abgesetzter Agenten und der Luftaufklärung, dt. Nachschubgeleite anzugreifen. Im Varangerfjord und vor Vardö operieren M-172, M-104, M-122, M-105 und M-106, die jedoch trotz mehrerer Angriffe, ebenso wie die gelegentlich in kleinen Gruppen angesetzten Torpedokutter, keine Erfolge erringen. Im Gebiet zwischen Syltefjord und Nordkyn operieren u. a. Shch-422, S-55, S-101, S-51, S-56, S-54, S-102. Das Minen-U-Boot L-22 (Kpt 3.Rg. Afonin) legen eine Minensperre im Lopphavet.

Am 22.4. sinkt der dt./norw. Transporter Duna (1926 BRT) im Lyngenfjord auf einer Minensperre des sowj. U-Bootes K-21 vom 18.2. oder auf einer deutschen Defensivsperre. Shch-402 und Shch-403 setzen auf Arnöy Agenten ab. Am 25.4. wird von S-101 erfolglos ein Geleitzug angegriffen. Daraufhin werden DB-3-Torpedoflugzeuge des 24. Minen-Torpedoflieger-Rgt. unter Jagdschutz durch Aircobras des 95. Jagdflieger-Rgt. auf die Geleite angesetzt. Vor Makkaur fällt ihnen noch am gleichen Tag der von UJ 1207 gesicherte Transporter Leesee (2624 BRT) zum Opfer. Am 29.4. versenkt S-55 (Kpt. 3. Rg. Sushkin) aus einem Konvoi den Dampfer Sturzsee (708 BRT).

17.4.– 5.5.1943
Schwarzes Meer
Unternehmen »Neptun«: Angriff des dt. V. Armeekorps gegen den sowj. Brückenkopf Myschako wird nach Anfangserfolgen am 25.4. eingestellt. Während des Unternehmens laufende nächtliche Einsätze der dt. 1. S-Flottille (KKpt. Christiansen), 3. R-Flottille (KKpt. Hölzerkopf) und der ital. IV. MAS-Flottille (KKpt. Mimbelli) gegen den sowj. Nachschubverkehr, durch Torpedos von S 47, S 51, S 102, S 72 und S 28 werden mehrere Kleinfahrzeuge und Prähme versenkt und Landestege zerstört. Häufige Gefechte der Flottillen mit sowj. Wachkuttern und Torpedokuttern. Die Operationen werden auch nach Einstellung von »Neptun« fortgesetzt. In der Nacht vom 30.4./1.5. beschießen die sowj. Zerstörer Boiki und Besposhchadni, die auf dem Anmarsch von U 19 vergeblich angegriffen werden, Kap Meganon und Kap Cauda, Zheleznyakov und das Wachschiff Shtorm beschießen Anapa. Ergebnislose Ansätze von sowj. Torpedokuttern gegen den Hafen Anapa. — Am 29.4. sinkt der deutsche Transporter Arkadia (1756 BRT) vor Konstanza auf Minen. Am 5.5. torpediert U 9 (Oblt.z.S. Schmidt-Weichert) den sowj. Tanker Kreml (7666 BRT).

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11. Minenschiff Brummer ² ex Olav Tryggvason
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18.– 20.4.1943
Nordmeer / Norwegen
Die dt. Minenschiffe Brummer und Skagerrak werfen, gesichert von den M-Booten M 31, M 154, M 202 und M 251, 8 R-Booten und 3 U-Jagd-Booten, östlich der Varanger-Halbinsel die Sperre »Sagitta«. Angriffe sowj. Torpedoschnellboote und Abwehrfeuer sowjet. Küstenbatterien bleiben erfolglos. Anschließend, vom 20.4. bis zum 14.7., wirft Skagerrak 21 Minensperren zur Sicherung der Küstenseewege vor NW-Norwegen.

19.– 30.4.1943
Zentralpazifik
Minenunternehmen von amerik. U-Booten:
Vor Japan legt Scorpion (LtCdr. Wylie) am 19.4.ein Minenfeld bei Inubo Seki, auf dem am 9.8. Esutoru M. (3295 BRT) beschädigt wird. In chinesischen Gewässern legt Runner (LtCdr. Burland) am 20.4. ein Minenfeld vor Hongkong, Stingray (LtCdr. Earle) legt am 21./22.4. zwei Minenfelder vor Wenchow und Snook (LtCdr. Triebel) legt am 30.4. vor Saddle Island (Shanghai) Minen, auf denen am 30.5. Takamisan Maru (1992 BRT) und Hakozaki Maru (3948 BRT) sinken.

20.4.1943
Nordpazifik

Die 11. Luftflotte USAAF greift mit B-24 and B-25 Bombern, begleitet von P-38 und P-40 Jägern, Hafeneinrichtungen auf Kiska (Alëuten) an und versenken das Wrack des im September 1942 dort gestrandeten Munitionstransporters Nojima Maru (7189 BRT).

20.– 21.4.1943
Luftkrieg Deutschland
Angriffe des RAF Bomber Command gegen Stettin (mit 339 Flugzeugen) und Rostock (mit 86 Flugzeugen). Schwere Schäden im Stadtzentrum von Stettin. 29 Flugzeuge gehen verloren.

21.– 27.4.1943
Nordatlantik

Die U-Bootgruppe »Meise«, mit U 134, U 306, U 631, U 203, U 552, U 267, U 706, U 415, U 413, U 598, U 191, U 438, U 613, U 404, U 571, U 381, U 108, U 258, U 610, U 257 und U 84, wird nach B-Dienst-Meldungen am 20.4. vor den Konvoi HX.234 (42 Schiffe, EG B4 [Cdr. Day] mit den Zerstörern Highlander und Vimy [Beverley am 11.4. versenkt – siehe 7.-12.4.] und den Korvetten Pennywort, Asphodel, Anemone, Abelia, Clover, Rosthern) gezogen. U 306 (Kptlt. v. Trotha) erfasst den Geleitzug und versenkt in der Nacht zum 22.4. den brit. Frachter Amerika (ex-dän., 10.218 BRT). Noch am 21.4. kommt es zu mehreren Zwischenfällen.

Beim Heranschließen an den HX.234 trifft U 706 (Kptlt. v. Zitzewitz) auf den ONS.3 (40th Escort Group mit den Sloops Aberdeen, Hastings, Lulworth und den Fregatten Moyola und Waveney). Die Verfolgung nehmen U 203, U 415, U 191, U 613 und U 438 auf, dabei versenkt U 415 (Kptlt. Neide) die britische Ashantian (4917 BRT) und torpediert die brit. Wanstead (5486 BRT), die später von U 413 (Kptlt. Poel) versenkt wird. Ebenfalls bei der Verfolgung des HX.234 stößt U 438 (Kptlt. Heinsohn) auf den nachfolgenden Konvoi ON.178 (18 Schiffe, EG B1 [Cdr. Bayldon] mit den Zerstörern Hurricane und Watchman, der Fregatte Kale und den Korvetten Dahlia, Meadowsweet, Wallflower und Monkshood) und gibt Fühlunghaltermeldung. U 191 (Kptlt. Fiehn) versenkt aus dem ON.178 die norw. Scebeli (5486 BRT), ehe die zur Unterstützung beider Konvois befohlene 3rd Support Group ankommt und die Fühlung abreißt. Konvoi SC.127 (EG C1, siehe 7.-12.4.) wird wegen der aufkommenden Probleme auf eine südliche Route umgeleitet, der Befehl ist aber bereits am Vortage vom B-Dienst entschlüsselt worden und es wird eine neue U-Bootgruppe »Specht« mit 17 Booten zur Bildung eines Vp.-Streifens am 22.4. befohlen. SC.127 aber wird genau durch eine Sperrlücke zwischen »Specht«- und »Meise«-Gruppe hindurch geführt. (Forts. 25.4.-1.5.

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Vom HX.234 drängen Catalinas der USN-VP.84 aus Grönland und Island am 22.4. die Gruppe »Meise« ab, nur U 306 hält weiter Fühlung und torpediert am 23.4. im Unterwassertagesangriff die brit Silvermaple (5313 BRT). U 954 (Kptlt. Loewe) meldet Treffer auf einem großen Dampfer und wird anschließend mit Wasserbomben verfolgt. Schließlich setzt die Luftsicherung der RAF-Sq. 120 ein, wobei U 189 (KKpt. Kurrer) der Liberator ‚V’/120 zum Opfer fällt. Auch am 22.4. kommt es wieder zu mehreren Zwischenfällen.

Bei der Suche nach HX.234 stößt U 732 auf den entgegenkommenden Konvoi ONS.4 (41 Schiffe, EG B2 [Cdr. MacIntyre] mit den Zerstörern Hesperus, Whitehall, Vanessa und den Korvetten Clematis, Sweetbriar, Gentian, Heather). Zur Unterstützung dieses Konvois sowie des in der Nähe stehenden ON.179 (EG C2 [LtCdr. Chavasse] mit dem brit. Zerstörer Broadway, der brit. Fregatte Lagan, den Korvetten Amherst, Drumheller, Morden, Primrose, sowie den von Operation »Torch« zurückkehrende Korvetten Algoma und Calgary) wird die 5th Support Group mit dem Geleitträger Biter (Capt Abel-Smith) und den Zerstörern Pathfinder, Obdurate und Opportune herangezogen. Swordfishs der Biter drücken U 732 unter Wasser. U 191, das als Fühlungshalter einspringt, wird von Hesperus mit HF/DF eingepeilt und mit »Hedgehog« versenkt. Von den verfolgenden U 954, U 209, U 648, U 108, U 404 und U 514 gewinnen nur U 108 am Konvoi und U 404 an der Support Group Fühlung. U 404 schießt am 25.4. morgens einen Fächer gegen den als Ranger identifizierten Träger, der durch Frühzünder fehlschlägt. Am gleichen Tage sichtet Swordfish ,L’ der FAA-Sq. 811 der Biter das rückmarschierende U 203 (Kptlt. Kottmann), das von der Pathfinder versenkt wird.

Am am HX.234 kommen in der Nacht zum 24.4. die in der Nähe stehenden 11 »Meise«-Boote wegen in Hagel-, Regen- und Schneeschauern und wegen geschickter Ausweichbewegungen des Konvois nicht zum Schuss. U 306 hält tagsüber weiter Fühlung, die starke Luftsicherung des HX.234 und des nördlich in der Nähe marschierenden ONS.5 lässt jedoch nur U 610 zu einem (erfolglosen) Angriff kommen. Das dem HX.234 entgegenlaufende U 710 (Oblt.z.S. v.Carlowitz) wird durch Fortress ‚D’ der RAF-Sq. 206 versenkt. Nach einem Fehlschuss von U 413 in der Nacht werden die restlichen Boote am 25.4. durch Luftsicherung und von der 4th Support Group (Zerstörer Faulknor, Eclipse, Fury, Icarus) verstärkte Seesicherung abgedrängt. Bei den Angriffen der Gruppe »Meise« (21 Boote) werden aus 2 Konvois 6 Handelsschiffe mit 37.331 BRT versenkt (inkl. Nachzügler Robert Gray), dabei gehen aber 4 U-Boote verloren.

22.4.1943
Indischer Ozean

Das niederl. U-Boot O.21 (LtCdr. van Dulm) versenkt in der Straße von Malakka den jap. Frachter Yamazato Maru (6925 BRT).

25.4.– 1.5.1943
Nordatlantik
Während die Gruppe »Specht« nach Nordwesten verlegt, um ON.179 und ONS.4 (siehe 11.-27.4.) abzufangen, werden beide Konvois nach »Ultra«-Meldungen nordwärts umgeleitet, gedeckt von der 5th und 1st Escort Group mit den Sloops Pelican, Sennen und den Fregatten Jed, Spey, Wear, die vom Konvoi SC.127 herankommen.

Am 26.4. wird im mittleren Nordatlantik die Gruppe »Amsel« mit U 634, U 223, U 266, U 377, U 383, U 525, U 709, U 448, U 466 und U 186 gegen den nach B-Dienst-Meldungen erwarteten Konvoi SC.127 gebildet. Dieser aber passiert, unterstützt von der 4th Support Group (siehe 11.-27.4.), die vom HX.234 kommt, ungehindert im Norden. Er wird zwar am 28.4. von U 377 gehorcht, doch die Support Group drängt die fünf angesetzten Boote der Gruppe »Amsel« ab.

Am 27.4. wird die Gruppe »Specht« mit U 438, U 662, U 630, U 584, U 168, U 203 (†), U 706, U 108, U 514, U 270, U 260, U 732, U 92, U 628, U 707, U 358, U 264, U 614, U 226 und U 125 nordwestl. Neufundland gegen den vom B-Dienst gemeldeten Konvoi HX.235 (EG C4 [Cdr. Brewer] mit den Zerstörern Churchill (brit.), Restigouche und den Korvetten Baddeck, Brandon, Collingwood) aufgestellt. Der Konvoi wird aber, von der 6th Support Group (Capt. Short) mit dem US-Geleitträger Bogue und den Zerstörern Belknap, Greene, Osmond-Ingram und Lea unterstützt, nach Süden umgeleitet.  

Am 28.4. nimmt die Gruppe »Star« mit U 650, U 533, U 386, U 528, U 231, U 532, U 378, U 381, U 192, U 258, U 552, U 954, U 648, U 209, U 531 und U 413 südlich Island einen Vp.-Streifen gegen den Konvoi ONS.5 ein. Beim Anmarsch versenkt U 386 (Oblt.z.S. Kandler) am 24.4. aus dem RU.71 einen Nachzügler, die brit. Rosenborg (1997 BRT). Noch am 28.4. wird Konvoi ONS.5 (42 Schiffe [Commodore Capt. Brook], Escort Group B7 [Cdr. Gretton] mit den Zerstörern Duncan, Vidette, der Fregatte Tay, den Korvetten Sunflower, Snowflake, Loosestrife, Pink und den Trawlern Northern Gem und Northern Spray) von U 650 (Oblt.z.S. v. Witzendorff) gemeldet. Durch Catalina-Flugboote der USN-VP-84 mehrfach unter Wasser gedrückt, führt es am Tage U 386 und U 378 heran. In der Nacht zum 29.4. wird U 386 durch Sunflower mit Wabos beschädigt, U 650 und U 532 werden nach Fehlschüssen auf Duncan und Snowflake mit Wabos belegt, U 532 am 29.4. tagsüber nochmals durch Tay. Im Unterwasserangriff versenkt U 258 (Kptlt. v. Mässenhausen) die amerik. McKeesport (6198 BRT). U 528 wird durch Catalina ‚G’ der USN-VP-84 beschädigt. Der CINCWA schickt dem ONS.5 den Zerstörer Oribi vom SC.127 und von St. John's die 3rd Support Group mit den Zerstörern Offa (Capt. McCoy), Impulsive, Penn, Panther zur Unterstützung. Am 30.4. und in der Nacht zum 1.5. verschlechtert sich das Wetter, bei stark wechselnder Sicht und starken Funkstörungen reißt die Fühlung nach einem fehlgeschlagenen Angriff von U 192 (Oblt.z.S. Happe) am 1.5. nachts ab. Am Tage muss der ONS.5 im schweren Sturm beidrehen, ein Teil der Schiffe wird vom Konvoi abgesprengt (Forts. 4.- 6.5.).

Nachdem der B-Dienst am 29.4. den Konvoi SC.128 (33 Schiffe, Escort Group 40 mit den Sloops Landguard, Lulworth, Hastings, den Fregatten Moyola, Waveney, den Korvetten Poppy, Starwort und dem A/S-Trawler Northern Gift) erfaßt hat, werden die Gruppen »Specht« und »Amsel« halbkreisförmig vor dem Kurs des Konvois aufgestellt. Am 1.5. abends sichtet U 628 Rauchwolken des Konvois, die angesetzten U-Boote werden jedoch durch abgesetzt vom SC.128 Leuchtgranaten schießende Escorts abgelenkt, der Konvoi umgeht die U-Boote im Westen (Forts. 4.- 6.5.).

26.4.1943
Nordpazifik
Die TG.16.6 (RAdm. McMorris), bestehend aus den Kreuzern Detroit, Richmond, Santa Fé und 6 Zerstörern, beschießt Attu (Alëuten).

27./ 28.4.1943
Kanal
Flugzeuge versenken vor St. Helier das Minensuchboot M 4611 / Etienne Rimbert. Das Boot wird später gehoben und wieder in Dienst gestellt.  Ein Geleitzug nur mit dem ital. Frachter Butterfly, gesichert durch UJ 1402, UJ 1403, M 4014, V 722 und V 423 wird von den brit. Zerstörern Goathland und Albrighton sowie 7 brit. Schnellbooten (MTB, MGB) 60 sm nordöstl. Ouessant angegriffen. Auf deutscher Seite werden Butterfly (5127 BRT) und UJ 1402 / Berlin versenkt. Auf britischer Seite wird Albrighton schwer beschädigt und zwei Schnellboote gehen verloren. StmMt. Karl-Heinz Fischer (RK) übernimmt nach dem Tod des Kommandanten die Befehlsgewalt über das schon fast verlorene Vorpostenbootes V 722 (ex-belg. Pilote 13), führt es durch das Gefecht und heil zurück nach Brest (Literaturhinweis).

27.– 29.4.1943
Luftkrieg Westeuropa
Höhepunkt der brit. Luftminen-Offensive. In der Nacht vom 27./28.4. werfen 160 Flugzeuge des RAF-Bomber Command im Golf von Biskaya und Häfen der Bretagne 458 Minen, in der Nacht vom 28./29.4. bei Einsatz von 207 Flugzeugen vor Helgoland, der Elbmündung sowie im Großen und Kleinen Belt insgesamt 595 Minen. 23 Flugzeuge werden abgeschossen. U.a. sinkt am 2./3.5. das dt. Fahrgastschiff Gneisenau (18160 BRT) auf brit. Luftminen in der Gjedser-Enge. Am 29.4. sinken südlich von Drogden auf Luftminen die Schlepper Taifun (303 BRT) und Holland (537 BRT), die mit einem Schwimmdock im Schlepp nach Narvik laufen. Das Schwimmmdock wird dennoch nach Kopenhagen eingebracht. Am 30.4. wird die schwed. Eisenbahnfähre Malmö vor Kopenhagen beschädigt und muß an der schwed. Küste aufgesetzt werden.

27.4.– 4.5.1943
Norwegen
Der dt. Kreuzer Nürnberg (KKpt. von Studnitz) kehrt, unter der Sicherung des Zerstörers Richard Beitzen und der T-Boote Jaguar und Greif, von Harstad nach Trondheim zurück (29.4.), von dort verlegt er nach Kiel (4.5.). Ein Angriff des 16th Strike Wing (siehe 29.4.) auf den Zerstörer am 1.5. vor Südwest-Norwegen mit 31 torpedo- und raketenbewaffneten Beaufighter wird vom Jagdschutz der 1./JG.5 abgefangen, der 5 Flugzeuge abschießt. -- Am 27.4. versenken brit. Bomber bei Ryvingen den norw. Frachter Trondhejmsfjord (6753 BRT). Am 28.4. sinkt der norwegische Frachter Tugela (5559 BRT) im Hafen von Oslo durch Sabotage.

29.4.1943
Nordsee
Brit. Beaufighter (Sq. 143, 236 und 254) des 16th Air Group Strike Wing versenken bei ihrem 2. Großeinsatz vor Terschelling das dt. Vorpostenboot V 807 / Auguste Kämpf mit Bomben sowie die Frachter Aludra (dt., 4930 BRT) und Narvik (sw., 4251 BRT) mit Torpedos. Vorpostenboot V.1408 / Zeelandia sinkt nach Torpedotreffer vor Ijmuiden.

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15. Der Widerstand der Achsenmächte ist gebrochen, in tunesischen Häfen werden die eigenen Schiffe versenkt.

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29.4.1943
Schwarzes Meer
Vor Konstanza geht das dt. Räumboot R 36 auf einer deutschen Mine verloren.

29.4.– 13.5.1943
Mittelmeer
Endkampf um Tunis und Bizerta. Bei letzten Versuchen, Nachschub nach Afrika zu bringen, werden am 30.4. vor Kap Bon die Zerstörer Pancaldo (it., FKpt. Ferrieri-Caputi †) und Hermes (dt., FKpt. Rechel, RK) mit je 300 Mann an Bord und Lampo (it., KKpt. Albanese) mit einer Ladung Munition von alliierten Flugzeugen wiederholt angegriffen, Pancaldo und Lampo sinken, Hermes wird fahruntüchtig eingeschleppt. Bei Rettungsaktionen versenken Jabos die ital. MAS 552 und Ms 25. Am 30.4. versenken die brit. Zerstörer Nubian und Paladin vor der sizil. Küste den dt. Transporter Fauna (575 BRT). Das dt. Räumboot RA 10 (ex-brit. MTB 314) wird am 30.4. bei einem Luftangriff vor La Goulette (Tunesien) versenkt.

30.4.1943
Nordatlantik
Das auslaufende U 227 (Kptlt. Kuntze) wird nördlich der Färöer-Inseln durch Hampden ‚X’ der RAAF-Sq. 455 versenkt.

30.4.1943
Spanien / Geheimdienst

Operation »Mincemeat«: Das brit. U-Boot Seraph setzt einen als »Major Martin« bezeichnete Leichnam in der Uniform der Royal Marines und mit gefälschten Papieren versehen aus, der an die spanische Küste getrieben wird. Die Spanier finden den Leichnam und übergeben die Dokumente an deutsche Dienststellen. Beim OKW sollen »Major Martins« Begleitpapiere die Planungen für eine anglo-amerikanische Landung auf dem Peloponnes (Griechenland) vortäuschen und so von der tatsächlich geplanten Landeoperation auf Sizilien ablenken. Die Hoffnung, das OKW werde seine im Mittelmeerraum nur begrenzt vorhandenen gepanzerten Reserven in abseits Siziliens bzw. Süditaliens gelegene Räume verlegen, geht wirklich in Erfüllung. Operatin »Husky« verläuft planmäßig ungestört vom Einsatz nennenswerter gepanzerter Heereseinheiten (Einzelheiten).

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Chronik des Seekrieges
Fortsetzung im Text