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Zweites Ordinariat

Der zweite ordentliche Lehrstuhl ist seit der Universitätsordnung von 1561 mit der Stelle des Dekans der Tübinger Stiftskirche bzw. der Fakultät verbunden. Der inhaltliche Schwerpunkt des zweiten Ordinariates liegt durchgehend bei der Exegese, allerdings mit wechselnden Gewichtungen und Methoden.

1557-1662

Seit Reformation, explizit seit 1557: Biblische Inhalte: schwerpunktmäßig Propheten, von dort her auch Systematische Theologie

Balthasar Käuffelin (ca. 1490-1559)

  • 1532-1556: Professor
  • 1535: fügt sich formal der Reformation
  • 1556: Versetzung in den Ruhestand

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Jakob Heerbrand (der Ältere) (1521-1600)

  • 1551-1556: Pfarrer in Herrenberg
  • 1557-1590: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1590-1599: Professor als erster Ordinarius
  • 1599: Rücktritt aus Altersgründen

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Schriften von ihm (SWB)

Stephan Gerlach (der Ältere) (1546-1612)

  • 1573-1578: Gesandtschaftsprediger und Hausgeistlicher des kaiserlichen Gesandten Baron David Ungnad in Konstantinopel
  • 1580-1587: Supernumerarius für Kirchengeschäfte und Lektionen zur Entlastung des Kanzlers Jakob Andreä wegen dessen vieler Reisen
  • 1587-1590: 3. Ordinarius
  • 1590-1612: 2. Ordinarius; liest weiterhin auch zu Paulusbriefen

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Schriften von ihm (SWB)

Matthias Hafenreffer (1561-1619)

  • Schwiegersohn von Johannes Brenz
  • 1590-1592: Hofprediger und Konsistorialrat in Suttgart
  • 1592-1612: Professor als dritter Ordinarius
  • 1612-1618: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1618-1619: Professor als erster Ordinarius

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Johann Georg Sigwart (1554-1618)

  • 1587-1590: Professor supernumerarius zur Unterstützung des Kanzlers, v.a. im Pfarramt, als Stellvertreter im Kanzleramt und bei Vorlesungen
  • 1590-1612: Extraordinariat (ab 1604 als 4. Ordinarius)
  • 1604-1605: übergangsweise Vertretung des 1. Ordinarius bzw. Kanzlers
  • 1612-1618: 3. Ordinarius
  • 1618: 2. Ordinarius

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Lukas Osiander (der Jüngere) (1571-1638)

  • Enkel von Andreas Osiander dem Älteren, Sohn von Lukas Osiander dem Älteren, Bruder von Andreas Osiander dem Jüngeren
  • 1612-1618: Abt und Prälat in Bebenhausen bzw. Maulbronn
  • 1618-1620: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1620-1638: Professor als erster Ordinarius
  • 1636: durch Polemik ein Attentat provoziert, das er aber überlebte

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Theodor Thumm (1586-1630)

  • 1614-1618: Hospitalprediger und Dekan in Stuttgart
  • 1618-1620: 3. Ordinarius
  • 1620-1630: 2. Ordinarius; liest weiterhin Paulusbriefe; legt Schwerpunkt auf Polemik und Kontroverstheologie; einer der Hauptbeteiligten (neben Lukas Osiander) an der Kenosis-Krypsis-Kontroverse mit der Theologischen Fakultät Gießen
  • 1627: Gefangenschaft auf Schloss Hohentübingen als Zugeständnis des württembergischen Herzogs gegenüber Habsburgern wegen Kritik Thumms an Inzestehen einiger katholischer Herrscher
  • 1629: Rektor, Universität Tübingen

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Melchior Nicolai (1578-1659)

  • 1619-1625: Extraordinarius
  • 1621: Konflikt wegen Kontakt zu Anhängern der Position Gießens im Kenosis-Krypsis-Streit; Versetzung auf Prälatur Anhausen wird nach Intervention der Fakultät beim Herzog vermieden
  • 1625-1630: Versetzung auf Prälatur Lorch, später Adelberg
  • 1631-1659: 2. Ordinarius

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Heinrich Schmid (1611-1653)

  • 1651-1653: 2. theologischer Ordinarius (davor Magister domus des Stipendiums, d.h. des Evangelischen Stiftes), Superattendent des Stiftes

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1662-1700

Ab 1662 (endgültige Umsetzung der Studienordnung von 1652): Inhalt des ersten Ordinariates v.a. Kontroverstheologie (Auseinandersetzung mit diversen theologischen Gegenpositionen); biblische Vorlesungen unter Gesichtspunkt der daraus abgeleiteten Abgrenzungen und Kontroversen im zweiten und dritten Ordinariat

Tobias Wagner (1598-1680)

  • 1632-1653: Pfarrer in Esslingen
  • 1653-1662: 2. Ordinarius
  • 1662-1680: 1. Ordinarius
  • Staatliche Zensur mehrerer seiner Werke wegen überzogener Polemik und Vorwurf, damit Studenten abzuschrecken (Visitationsrezeß 1675)

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(Johann) Balthasar Raith (1616-1683)

  • 1652-1656: Extraordinarius und Professor für Hebräisch (davor Pfarrer in Derendingen)
  • 1656-1660: interimistischer 1. Ordinarius
  • 1660-1662: 3. Ordinarius
  • 1662-1680: 2. Ordinarius

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Georg Heinrich Keller (1624-1702)

  • 1670-1681: Extraordinarius
  • 1681-1699: 2. Ordinarius
  • 1698: Prokanzler, Universität Tübingen
  • 1699-1702: Evangelischer Abt von Alpirsbach

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1700-1740

Ab 1700: Einbeziehung neuerer Kontroversen (z.B. Pietismus, Chiliasmus); andererseits in Exegese nicht nur für Kontroversen relevante Einzelzitate, sondern ganze Bücher, zudem moralische und homiletische Anwendung (Einfluss des Pietismus)

Michael Foertsch (1654-1724)

  • 1681-1688: Hofprediger und Professor am Gymnasium Durlach
  • 1686: Promotion in Universität Gießen (Problem für Tübingen wegen alter Gegnerschaft)
  • 1688-1695: Superintendent in Lahr (Baden)
  • 1695-1699: Tätigkeit als Ordinarius auf Extraordinariat auf Wunsch des Herzogs hin trotz heftiger Proteste der Fakultät (wegen Prägung durch Gießen); Superintendent des Stifts als einer der wenigen Nichtwürttemberger in der Geschichte
  • 1699-1705: 2. Ordinarius, Universität Tübingen; liest AT auch im Urtext, zeigt größere Zusammenhänge auf, Zurücktreten der polemisch-kontroverstheologischen Intention der Exegese; Gegner des Pietismus;
  • 1703-1705: Prälat in Lorch
  • 1705-1724: Professor, Universität Jena; außerdem Generalsuperintendent

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Christoph Reuchlin (1660-1707)

  • 1685-1690: Beichtvater des Herzogadministrators Friedrich Karl; württembergischer Feldprediger
  • 1690-1692: Diakon in Stuttgart
  • 1692-1699: Präzeptor, Gymnasium Stuttgart
  • 1699-1705: 3. Ordinarius
  • 1706: positives Bekenntnis zum Pietismus
  • 1705-1707: 2. Ordinarius

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Christoph Matthaeus Pfaff (der Jüngere) (1686-1760)

  • 1714: als Reiseprediger des Erbprinzen Sonderstatus: Anwartschaft auf Professur, Professor honorarius et extraordinarius
  • 1717-1720: 3. Ordinarius
  • 1720: 2. Ordinarius
  • 1720-1756: 1. Ordinarius; Vertreter der theologischen Aufklärung; sämtliche Teilfächer in Privatvorlesungen; Herausgeber der bekannten Cotta-Bibel von 1729
  • 1756: Rücktritt von Professorenamt und Kanzlerschaft aus Altersgründen

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Gottfried Hoffmann (1669-1728)

  • 1707-1716: Dozent ohne Lehrstuhl
  • 1716-1720: Extraordinarius; ab 1717 als 4. Ordinarius
  • 1720: 3. Ordinarius
  • 1720-1728: 2. Ordinarius

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1740-1777

Ab 1740: Lockerung der Predigtpflicht wegen zunehmender Nachergänzung aus philosophischer Fakultät (Einfluss der Aufklärung); Verknüpfung mit kirchlichen Ämtern noch wegen Einflusses der Regierung auf Neubesetzung der theologischen Lehrstühle; andererseits größere fachliche Breite (jeder Professor deckt mit öffentlichen und privaten Lehrveranstaltungen fast alle Fächer ab) bei methodischer Straffung (Notwendigkeit der Kompendien)

Visitationsrezess 1744: jeder Professor liest im Dreijahreszyklus alle drei Fächer

Christian Eberhard Weismann (1677-1747)

  • 1705-1707: Hofkaplan in Stuttgart
  • 1707-1721: Professor der Kirchengeschichte und Philosophie, Gymnasium Stuttgart
  • 1721-1725: Extraordinarius; bereits hier schon Stadtpfarrei und Spezialsuperintendenz; Anhänger des Pietismus; starke Akzentuierung der Kirchengeschichte
  • 1725-1728: 3. Ordinarius
  • 1728-1747: 2. Ordinarius
  • 1737-1742: Gegner des von der Aufklärung beeinflussten Philosophen Canz

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Johann Christian Klemm (1688-1754)

  • Sohn von Johann Conrad Klemm
  • Schwager von Christoph Matthaeus Pfaff; ediert mit diesem die Cotta-Bibel von 1729 (mit Kommentaren im Geist der Aufklärung)
  • 1720-1730: Professor für Griechisch, seit 1726 zudem für orientalische Sprachen; Universität Tübingen
  • 1725-1736: Titularextraordinarius auf herzogliches Dekret hin; seit 1730 mit Titel und Rang eines Ordinarius
  • 1736-1741: Ordinarius auf Lehrstuhl des Extraordinariates
  • 1736-1754 : außerdem Prälat von Hirsau
  • 1741-1747: 3. Ordinarius
  • 1747-1754: 2. Ordinarius

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Johann Friedrich Cotta (der Ältere)(1701-1779)

  • 1736-1739: Professor für Theologie in Göttingen
  • 1739-1741: Professor für Geschichte, Poetik, Rhetorik in Tübingen
  • 1741-1753: Extraordinarius für Theologie (1753: als 4. Ordinarius)
  • 1753-1754: 3. Ordinarius
  • 1754-1777: 2. Ordinarius
  • 1777-1779: 1. Ordinarius

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1777-1794

1777: Aufteilung mehr in persönliche Pensen je nach Begabung; Nebenfächer in Privatkollegien

Christoph Friedrich Sartorius (1701-1785)

  • 1733-1747: Klosterpräzeptor und Prediger in Bebenhausen
  • 1747-1754: Stadtpfarrer und Spezialsuperintendent in Ludwigsburg
  • 1754-1777: 3. Ordinarius
  • 1777-1779: 2. Ordinarius
  • 1779-1785: 1. Ordinarius

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1794-1817

1794: herzogliches Dekret: Neuregelung der Unterrichtsmethodik an Uni, auch in Theologie: Kontroverstheologie nicht ganz aufgegeben, aber nur noch in 1 Jahr (zudem bestimmte Kontroversen in KG oder Bibelwissenschaft); ebenso in 1 Jahr Exegese und Dogmatik sowie Moral; Bibel: nicht zu lang bei einzelnen Büchern aufhalten, sondern möglichst viele biblische Bücher kennen lernen lassen; KG in einem Jahr, evtl. Aufspaltung in ältere und neuere; jeder Professor hat persönliches Pensum und Teilfach und wird dazu berufen; in privaten Kollegien dagegen ganz frei

Ludwig Joseph Uhland (1722-1803)

  • Großvater des Dichters Ludwig Uhland (1787-1862)
  • 1749-1753: Diakon in Marbach
  • 1753-1761: Diakon in Tübingen
  • 1761-1776: Professor der Geschichte, Universität Tübingen
  • 1776-1777: Titularprofessor für Theologie; 1777 kurzzeitig Extraordinarius
  • 1777-1779: 3. Ordinarius: liest v.a. Exegese
  • 1779-1802: 2. Ordinarius: liest v.a. Exegese

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Johann Friedrich Flatt (1759-1821)

  • Schwiegervater von Johann Christian Friedrich Steudel
  • 1792-1798: Extraordinarius; einer der Hauptvertreter des Supranaturalismus; Schwerpunkt seitdem in Ethik, aber auch in Auseinandersetzung mit Kants Philosophie
  • 1796-1803: Herausgeberschaft der Zeitschrift „Magazin für christliche Dogmatik und Moral“
  • 1798-1804: 3. Ordinarius; auch Dogmatik gelesen
  • 1804-1817: 2. Ordinarius

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Letzte Änderung: 10.05.2017   © 2007 WLB
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