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Erstes Ordinariat

Der erste ordentliche Lehrstuhl ist seit der Universitätsordnung von 1561 mit dem Amt des Universitätskanzlers sowie mit der Stelle des Stiftspropstes verbunden. Der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Ordinariates wechselt, ist allerdings vorgeschrieben.

1535-1662

Seit Reformation, explizit seit 1557: Biblische Inhalte: schwerpunktmäßig Pentateuch, von dort her auch Systematische Theologie

Paulus Constantinus Phrygio (1483-1543)

  • 1519-1525: reformatorischer Pfarrer in Schlettstadt
  • 1525-1529: Pfarrer in Illkirch
  • 1529-1535: erster reformierter Prediger an St. Peter in Basel
  • 1531-1535: Professor, Universität Basel
  • 1535-1543: Professor, Universität Tübingen (reformierte Richtung)

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Landesbibliographie Baden-Württemberg

Schriften von ihm (SWB)

Erhard Schnepff (1495-1558)

  • 1527-1544: Professor, Universität Marburg / Lahn
  • 1544-1548: Professor, Universität Tübingen (seitdem streng lutherische Richtung)
  • 1548: Entlassung wegen Interim
  • 1549-1558: Professor, Universität Jena

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Schriften von ihm (SWB)

Jakob Beurlin (1520-1561)

  • 1546-1551: Pfarrer in Derendingen bei Tübingen
  • 1551: Wiederbesetzung des Lehrstuhls nach dreijähriger Vakanz wegen Interim
  • 1551-1561: Professor (der erste, der in Tübingen studiert hatte)

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Schriften von ihm (SWB)

Jacob Andreä (1528-1590)

  • 1546-1553: Diakon in Stuttgart bzw. Tübingen
  • 1553-1561: Superintendent in Göppingen
  • 1561-1590: Professor

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Schriften von ihm (SWB)

Jakob Heerbrand (der Ältere) (1521-1600)

  • 1551-1556: Pfarrer in Herrenberg
  • 1557-1590: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1590-1599: Professor als erster Ordinarius
  • 1599: Rücktritt aus Altersgründen

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Schriften von ihm (SWB)

Andreas Osiander (der Jüngere) (1562-1617)

  • Enkel von Andreas Osiander dem Älteren, Sohn von Lukas Osiander dem Älteren, Bruder von Lukas Osiander dem Jüngeren
  • 1590-1598: Hofprediger in Stuttgart
  • 1598-1605: Generalsuperintendent und Prälat in Adelberg
  • 1605-1617: Professor (1599-1605: erstes Ordinariat unbesetzt)

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Schriften von ihm (SWB)

Matthias Hafenreffer (1561-1619)

  • Schwiegersohn von Johannes Brenz
  • 1590-1592: Hofprediger und Konsistorialrat in Suttgart
  • 1592-1612: Professor als dritter Ordinarius
  • 1612-1618: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1618-1619: Professor als erster Ordinarius

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Lukas Osiander (der Jüngere) (1571-1638)

  • Enkel von Andreas Osiander dem Älteren, Sohn von Lukas Osiander dem Älteren, Bruder von Andreas Osiander dem Jüngeren
  • 1612-1618: Abt und Prälat in Bebenhausen bzw. Maulbronn
  • 1618-1620: Professor als zweiter Ordinarius
  • 1620-1638: Professor als erster Ordinarius
  • 1636: durch Polemik ein Attentat provoziert, das er aber überlebte

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Schriften von ihm (SWB)

Johann Ulrich Pregitzer (der Ältere) (1577-1656)

  • 1620-1652: Professor als dritter Ordinarius
  • 1652-1656: Professor als erster Ordinarius (1638-1652: Lehrstuhl unbesetzt)

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Schriften von ihm (SWB)

(Johann) Balthasar Raith (1616-1683)

  • 1652-1656: Extraordinarius und Professor für Hebräisch (davor Pfarrer in Derendingen)
  • 1656-1660: interimistischer 1. Ordinarius
  • 1660-1662: 3. Ordinarius
  • 1662-1680: 2. Ordinarius

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Schriften von ihm (SWB)

1662-1700

Ab 1662 (endgültige Umsetzung der Studienordnung von 1652): Inhalt v.a. Kontroverstheologie (Auseinandersetzung mit diversen theologischen Gegenpositionen); biblische Vorlesungen unter Gesichtspunkt der daraus abgeleiteten Abgrenzungen und Kontroversen im zweiten und dritten Ordinariat

Tobias Wagner (1598-1680)

  • 1632-1653: Pfarrer in Esslingen
  • 1653-1662: 2. Ordinarius
  • 1662-1680: 1. Ordinarius
  • Staatliche Zensur mehrerer seiner Werke wegen überzogener Polemik und Vorwurf, damit Studenten abzuschrecken (Visitationsrezeß 1675)

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Schriften von ihm (SWB)

1700-1740

Ab 1700: Einbeziehung neuerer Kontroversen (z.B. Pietismus, Chiliasmus); andererseits in Exegese nicht nur für Kontroversen relevante Einzelzitate, sondern ganze Bücher, zudem moralische und homiletische Anwendung (Einfluss des Pietismus)

Johann Adam Osiander (der Ältere) (1622-1697)

  • 1654-1656: Diakon in Tübingen
  • 1656-1660: Extraordinarius
  • 1660-1662: interimistisch 1. Ordinarius
  • 1662-1680: 3. Ordinarius
  • 1680-1697: 1. Ordinarius

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Schriften von ihm (SWB)

Johann Wolfgang Jäger (1647-1720)

  • 1681-1692: Philosophie- bzw. Griechischprofessor, Ephorus des Stifts
  • 1690-1692: Professor supernumerarius
  • 1692-1695:  Extraordinarius (unterrichtet Ethik und Kirchengeschichte als neue Fächer)
  • 1695-1702: Prälat und Generalsuperintendent von Maulbronn, Konsistorialrat in Stuttgart
  • 1698-1702: Professor honorarius mit drittem Rang unter den Theologen der Fakultät
  • 1702-1720: 1. Ordinarius; faktisch nicht mehr Professor für Kontroversen, sondern für Systematische Theologie mit Dogmatik und Ethik

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Michael Müller (1639-1702)

  • 1682-1698: 3. Ordinarius
  • 1698-1702: 1. Ordinarius

Christoph Matthaeus Pfaff (der Jüngere) (1686-1760)

  • 1714: als Reiseprediger des Erbprinzen Sonderstatus: Anwartschaft auf Professur, Professor honorarius et extraordinarius
  • 1717-1720: 3. Ordinarius
  • 1720: 2. Ordinarius
  • 1720-1756: 1. Ordinarius; Vertreter der theologischen Aufklärung; sämtliche Teilfächer in Privatvorlesungen; Herausgeber der bekannten Cotta-Bibel von 1729
  • 1756: Rücktritt von Professorenamt und Kanzlerschaft aus Altersgründen

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Schriften von ihm (SWB)

1740-1777

Ab 1740: Lockerung der Predigtpflicht wegen zunehmender Nachergänzung aus philosophischer Fakultät (Einfluss der Aufklärung); Verknüpfung mit kirchlichen Ämtern noch wegen Einflusses der Regierung auf Neubesetzung der theologischen Lehrstühle; andererseits größere fachliche Breite (jeder Professor deckt mit öffentlichen und privaten Lehrveranstaltungen fast alle Fächer ab) bei methodischer Straffung (Notwendigkeit der Kompendien)

Visitationsrezess 1744: jeder Professor liest im Dreijahreszyklus alle drei Fächer

Jeremias Friedrich Reuß (1700-1777)

  • als Student in Tübingen Schüler von Johann Albrecht Bengel
  • 1749-1757: Oberkonsistorialrat, Generalsuperintendent der Herzogtümer Schleswig und Holstein
  • 1757-1777: Professor in Tübingen, Titularabt des Klosters Lorch; Lehrer und Schwiegervater von Gottlob Christian Storr; führt Hermeneutik als eigenes Thema der Theologie ein

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1777-1794

1777: Aufteilung mehr in persönliche Pensen je nach Begabung; Nebenfächer in Privatkollegien

Johann Friedrich Cotta (der Ältere)(1701-1779)

  • 1736-1739: Professor für Theologie in Göttingen
  • 1739-1741: Professor für Geschichte, Poetik, Rhetorik in Tübingen
  • 1741-1753: Extraordinarius für Theologie (1753: als 4. Ordinarius)
  • 1753-1754: 3. Ordinarius
  • 1754-1777: 2. Ordinarius
  • 1777-1779: 1. Ordinarius

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Landesbibliographie Baden-Württemberg

Schriften von ihm (SWB)

Christoph Friedrich Sartorius (1701-1785)

  • 1733-1747: Klosterpräzeptor und Prediger in Bebenhausen
  • 1747-1754: Stadtpfarrer und Spezialsuperintendent in Ludwigsburg
  • 1754-1777: 3. Ordinarius
  • 1777-1779: 2. Ordinarius
  • 1779-1785: 1. Ordinarius

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Schriften von ihm (SWB)

Johann Friedrich Le Bret (1732-1807)

  • 1763-1767: Lehrer am Gymnasium in Stuttgart
  • 1767-1779: Regierungs- und Konsistorialbibliothekar
  • 1779-1782: Lehrer der Staatskunde an der Militärakademie, zugleich Konsistorialrat und Oberbibliothekar
  • 17682-1785: Lehrer bzw. Kanzler an der Hohen Karlsschule in Stuttgart
  • 1785-1806: 1. Ordinarius; Abt zu Lorch
  • 1806: Ruhestand

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Schriften von ihm (SWB)

1794-1817

1794: herzogliches Dekret: Neuregelung der Unterrichtsmethodik an Uni, auch in Theologie: Kontroverstheologie nicht ganz aufgegeben, aber nur noch in 1 Jahr (zudem bestimmte Kontroversen in KG oder Bibelwissenschaft); ebenso in 1 Jahr Exegese und Dogmatik sowie Moral; Bibel: nicht zu lang bei einzelnen Büchern aufhalten, sondern möglichst viele biblische Bücher kennen lernen lassen; KG in einem Jahr, evtl. Aufspaltung in ältere und neuere; jeder Professor hat persönliches Pensum und Teilfach und wird dazu berufen; in privaten Kollegien dagegen ganz frei

Christian Friedrich von Schnurrer (1742-1822)

  • 1770-1772: Untergouverneur bei den Edelknaben Herzog Karl Eugens von Württemberg
  • 1772-1806: Dozent als Orientalist an der Artistenfakultät, Universität Tübingen
  • 1777-1806: Leiter des Evangelischen Stifts
  • 1806-1817: 1. Ordinarius; dabei ungewöhnlicherweise Beibehaltung der Exegese als Schwerpunktfach
  • 1818: Eintritt in den Ruhestand

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Ansprechpartner:
Dr. Christian Herrmann
Tel.: 0711/212-4456


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Mi 12:00-13:00 Uhr
oder nach Vereinbarung
Zi. 224 Ebene Sonderlesesaal


 


Letzte Änderung: 10.05.2017   © 2007 WLB
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