1943 Dezember

 

 

 

1.12.1943
Luftkrieg China

B-25
der 14. Luftflotte USAAF bombardieren Hongkong und beschädigen den Transporter Teiren Maru (ex-Vichy-franz. Gouverneur Général A. Varenne, 3004 BRT) so schwer, dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll ist.

Details ....
1. Vormarsch des Blockadebrechers Osorno auf Weg »Anton«
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1.12.1943
Westl. Mittelmeer
Die brit. Zerstörer Paladin, Teazer und Troubridge bombardieren Stellungen im Gebiet von Minturno im Golf vom Gaete.

1./2.12.1943
Kanal
Die dt. 5. S-Flottille greift von Cherbourg aus mit 8 Booten vor Beachy Head einen stark gesicherten, durch Luftaufklärung erfassten Konvoi an. S 142 versenkt den brit. Trawler Avanturine.  

25.11.- 11.12.43
1.– 11.12.1943
Süd- und Mittelatlantik
Der dt. Blockadebrecher Osorno (6951 BRT, Kapt. Hellmann), der als erster von 5 Schiffen am 2.10. aus Kobe auslief und am 15.11. das Kap der Guten Hoffnung umrundete, wird am 8.12. von Liberator ‚B-8’ der US Navy VPB-107 vor Ascension gesichtet. Die angesetzte Task Group TG.41.4 mit dem Kreuzer Marblehead und dem Zerstörer Winslow fängt nur das griech. Schiff Leonidas ab, während die Osorno, als brit. Prome getarnt, entkommen kann. Eine Suche nach Nordwesten ist ergebnislos, doch das in den Indischen Ozean auslaufende U 510, das die Osorno gesichtet hat, wird von einer Liberator aus Ascension gemeldet und wird vom 11. bis 13.12. von der TG.41.3, Kreuzer Memphis und der Zerstörer Somers, zusammen mit dem Zerstörer Jouett aus der TG.41.1, gejagt. Als am 13.12. die Nachricht von U 510 über die Sichtung der Osorno vom Op 20G entschlüsselt wird, scheint klar zu sein, dass der Blockadebrecher bereits die »Barrier«- und »Freecar«-Patrouillen durchbrochen hat. Diese nehmen die Verfolgung auf, woraufhin der nächste Blockadebrecher, Alsterufer (2729 BRT, Kapt. Piatek), die Enge ebenfalls unbemerkt passieren kann. Am 12.12. startet der Oberbefehlshaber Plymouth das Blockadeunternehmen »Stonewall« im Nordatlantik (siehe 12.-22.12.43). 

1.– 31.12.1943
Pazifik
Amerikanische U-Boot-Operationen. Im Nordpazifik vor Japan versenkt Gunnel (LtCdr. McCain) am 4.12. Hiyoshi Maru (4046 BRT). Sailfish (LtCdr. Ward) torpediert am 4.12. 180 sm östlich von Hochijo Jima den Leichten Träger Ryuho und versenkt den Geleitträger Chuyo (an Bord der Chuyo sterben 20 von 21 Überlebenden der Sculpin, die am 29.11. vor Truk von einem japan. Zerstörer versenkt wurde). Am 7.12. wird es bei einem Luftangriff leicht beschädigt, kann aber seine Feindfahrt fortsetzen und versenkt am 13.12. Totai Maru (3195 BRT) und am 21.12. Myo Maru (6376 BRT). Sawfish (LtCdr. Bannister) versenkt am 8.12. südwestl. von Chichi Jima Sansai Maru (3266 BRT). Gurnard (LtCdr. Andrews) torpediert am 22.12. die Haferland-Go (ex-dt. Havelland, 6334 BRT), versenkt am 24.12. aus einem Konvoi 3 Schiffe mit 7988 BRT, und torpediert am 27.12. den Truppentransporter Gokoku Maru (10.438 BRT). Tautog (LtCdr. Sieglaff) versenkt am 27.12. den Seeflugzeugtender Kimikawa Maru (6863 BRT) und 2 weitere Schiffe im Januar 1944. Im Seegebiet vor China und Formosa versenkt Herring (LtCdr. Johnson) am 14.12. Hakozaki Maru (3948 BRT) und am 1.1.44 Nagoya Maru (6071 BRT). Flying Fish (LtCdr. Risser) versenkt am 17.12. Ginyo Maru (8613 BRT) und am 27.12. den Flottentanker Kyei Maru (10.171 BRT). Grayback (LtCdr. Moore) versenkt am 18.12. bei Okinawa aus einem Konvoi Gyokurei Maru (5588 BRT), bleibt trotz Gegenangriffes am Konvoi und versenkt am 19.12. den Zerstörer Numakaze, am 21.12. versenkt es aus einem weiteren Konvoi Konan Maru (2627 BRT) sowie den Netzleger Kashiwa Maru (515 BRT). Aspro (LtCdr. Stevenson) torpediert am 18.12. östlich von Formosa aus einem Konvoi die Flottentanker Sarawak Maru (5135 BRT) und Tenei Maru (10.241 BRT) and entkommt einem Gegenangriff des Zerstörers Shiokaze

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2. Amerikanisches U-Boot SS 309 Aspro

Im Zentralpazifik versenken Peto (LtCdr. Nelson) am 1.12. auf der Route Neuguinea-Truk Konei Maru (2338 BRT), Apogon (LtCdr. Schoeni) am 4.12. nordöstl. von Ponape Daido Maru (2962 BRT), Aspro (LtCdr. Stevenson) am 4.12 ein Segelschiff (unbestätigt), Pogy (LtCdr. Metcalf) am 7.12. nördl. von Truk Soyo Maru (6081 BRT). Am 13.12 versenkt wiederum Pogy aus einem Konvoi vor Palau Fukkai Maru (3829 BRT) und beschädigt Fukurei Maru (5969 BRT), wird aber am 13.12. durch Wabo-Angriff beschädigt und muss seine Feindfahrt abbrechen. Gato (LtCdr Foley) versenkt am 20.12. nördl. von Manus Tsuneshima Maru (2926 BRT), Skate (LtCdr McKinney) versenkt am 21.12. nordwestl. von Truk den Tanker Terukawa Maru (6433 BRT) und torpediert am 25.12. das Schlachtschiff Yamato 150 sm nordwestl. von Truk. Silversides (LtCdr. Coye) versenkt am 29.12. aus einem Konvoi vor Palau 3 Schiffe mit 7192 BRT und torpediert die Bichu Maru (4667 BRT). Greenling (LtCdr. Grant) versenkt am 31.12. bei den Karolinen Shoho Maru (1936 BRT). Peto und Tarpon führen Sonder- bzw. Aufklärungs-Unternehmen durch. 

Im Südwestpazifik versenkt Narwhal (LtCdr. Latta) am 5.12. südl. von Negros (Philippinen) den Küstenfrachter Himeno Maru (834 BRT) und führt eine Mission zur Unterstützung von Guerrillas auf den Philippinen durch, Tuna (LtCdr. Hardin) versenkt am 12.12. nördl. von Halmahera Tosei Maru (5484 BRT). Pampon (LtCdr. Hawk) legt am 13.12. ein Minenfeld vor Pulo Condore und versenkt 2 Segler mit Torpedo (unbestätigt), Cabrilla (LtCdr. Hammond) legt am 18.12. ein Minenfeld vor Kambodscha. Puffer (LtCdr. Selby) versenkt am 20.12. das T-Boot Fuyo in der Subic Bay (Manila) und am 1.1. Ryuyo Maru (6707 BRT). Raton (LtCdr. Davis) versenkt am 24.12. Heiwa Maru (5578 BRT) in der Kaoe-Bucht (Halmahera), Ray (LtCdr. Harrell) versenkt am 27.12. den Flottentanker Kyoko Maru (5800 BRT) westl. der Tioro-Straße und am 1.1. Okuyo Maru (2904 BRT), Bluefish (LtCdr. Porter) versenkt am 30.12. den Tanker Ichiyu Maru (5061 BRT) in der Java-See. Capelin (LtCdr. Marshall) wird nördl. Celebes durch japan. UJ-Streitkräfte versenkt, vielleicht schon am 23.11. durch Torpedoboot Hasu, möglicherweise auch erst am 1.12. durch ein Flugzeug der 934 Kokutai und Minenleger Wakatake.

Luftangriff ....
3. Blick auf die italienische Hafenstadt Bari
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2./3.12.1943
Luftkrieg Italien
In der Nacht zum 3.12. greifen 88 dt. Bomber der Luftflotte 2 die Hafenanlagen und den Schiffsverkehr in Bari an. Durch Bombentreffer und Explosion der Munitionsschiffe John E Motley und Joseph Wheeler und anschließender Explosion des Benzintankers Aroostock werden 18 Schiffe mit zusammen 71.566 BRT und 38.000 t Ladung vernichtet. Weitere Schiffe und die Hafenanlagen werden schwer beschädigt. Es gibt mehr als 1000 Tote und Verletzte. Feuerbekämpfung und Rettungsaktionen werden durch den mit Senfgas-Munition beladenen und feuergefährdeten US Frachter John Harvey behindert.

12.11.- 27.12.43
2.– 27.12.1943
Schwarzes Meer
Nach der Versenkung des dt. F 566 aus einem MFP-Konvoi am 2.12. (in Frage kommen die sowj. U-Boote D-4 oder Shch-209) geht D-4 (Kpt. 3.Rg. Trofimov) Anfang Dezember vor der Kaukasus-Küste verloren. Shch 209 greift am 4.12. bei Tarkhankut einen Geleitzug mit den Transportern KT 37/UJ 103 und KT 40/UJ 102 sowie UJ307, UJ2305 und UJ2308 als Geleitgruppe an und wird daraufhin von UJ 103 und UJ 102 mit Wabos verfolgt und beschädigt. An der Krim-Küste versenkt S-31 (Kpt. 3. Rg. Belorukov) am 9.12. F 580. Einige erfolglose Angriffe gegen Konvois führen im Dezember Shch-201, Shch-216, S-33 und M-117, sie werden dabei z.T. von den U-Jägern der 1. und 23. U-Jagd-Flottille mit Wabos angegriffen und beschädigt.

3.– 7.12.1943
Allgemeine Lage / Alliierte Mächte
Zweite Kairo-Konferenz mit Präsident Roosevelt, Premierminister Churchill und dem türkischen Staatspräsidenten Inönü. Die Türkei lehnt einen Eintritt in den Krieg ab. — Am 9.12. kehrt Roosevelt von Dakar auf dem Schlachtschiff Iowa in die Vereinigten Staaten zurück.

20.10.- 20.12.43
3.– 26.12.1943
West- und Südatlantik
Deutsche U-Boot-Operationen in entfernten Gebieten. Am 4.12. versenkt U 129 (Oblt.z.S. v. Harpe) zwischen Bermudas und Cape Hatteras die kuban. Libertad (5441 BRT). Weiter nordwärts verfehlt es am 13. und 30.12. zwei Zerstörer. Im Golf von Mexiko versenkt U 193 (KKpt. Pauckstadt) am 3.12. den amerik. Tanker Touchet (10.172 BRT). In der Karibik versenkt U 516 (Kptlt. Tillessen) am 8.12. die panam. Columbia (1064 BRT) und am 16.12. den amerik. Tanker McDowell (10.195 BRT). Am 26.12. torpediert U 530 (Kptlt. K. Lange) in der Karibik den amerik. Tanker Chapultepec (10.193 BRT). Vor Freetown versenkt U 515 (Kptlt. Henke) am 17.12. die brit. Kingswood (5080 BRT), am 20.12. die brit. Phemius (7406 BRT) und am 24.12. die brit. Dumana (8427 BRT). 

Im Zentralatlantik trifft die Trägergruppe Bogue (Capt. Dunn) am 12.12. bei Sicherung des Konvois GUS.23 auf U 219 (KKpt. Burghagen), das den Ausmarschierer U 172 versorgt. Das Versorgungsboot entkommt, U 172 (Kptlt. Hoffmann) wird von Avenger ,T13’ der VC-19 und den Zerstörern George E. Badger, Osmond-Ingram, Clemson und Du Pont versenkt. Am 20.12. überraschen Avengers ,T17’, ,T18’, ,T19’ und 2 Wildcats (Lt. Hance and Lt. Cockcroft) der Bogue das in den Indischen Ozean ausmarschierende U 850 (KKpt. Ewerth) und versenken es.

4./5.12.1943
Mittelmeer
Die dt. 7. S-Flottille (KKpt. Trummer) führt mit 7 Booten das Minenunternehmen »Ulan« vor der ital. Westküste durch. -- In der Ägäis wird am 4.12. das dt. S 511 (ex-ital. MAS 522) bei einem Luftangriff auf Makronisos versenkt.

4.- 7.12.43
4.– 6.12.1943
Nordsee
Mitte November 1943 sind im Seegebiet der Großen Fischerbank britische Räumverbände durch Luftaufklärung festgestellt worden. Geschnittene und angetriebene Minen aus den Nordseesperren 16c und 16d bestätigen die Beobachtungen. Die dt. Minenschiffe Ostmark, Brummer, Elsass erneuern daher unter Sicherung der Zerstörer Z 31, Theodor Riedel und Hans Lody in der östlichen Nordsee die Minensperren durch die Unternehmen 16e »Wandschrank« und 16f »Handkoffer«, um den Zugang nach Dänemark und ins Skagerak wieder zu blockieren.

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4. Angriff einer Liberator der VD 3 USN auf einen japan. Transporter

4.– 8.12.1943
Zentralpazifik
Am 4.12. führt die US »Fast Carrier Task Force« einen Vorstoß gegen Kwajalein. Beteiligte Einheiten: TG.50.1 (RAdm. Pownall) mit den Trägern Yorktown, Lexington, Cowpens, den Kreuzern Baltimore, San Francisco, New Orleans, Minneapolis, den Zerstörern Nicholas, Taylor, La Valette, Bullard, Kidd, Chauncey, TG.50.3 (RAdm. Montgomery) mit den Trägern Essex, Enterprise, Belleau Wood, den Kreuzern Portland, Mobile, Santa Fé, San Juan, San Diego und den Zerstörern Fletcher, Radford, Jenkins, Erben, Hale. Bei mehrfachen Angriffen der 386 eingeschifften Flugzeuge werden 6 Transportschiffe mit 25.316 BRT versenkt, 3 Schiffe mit 17.249 BRT sowie die Kreuzer Isuzu und Nagara beschädigt, 55 japan. Flugzeuge abgeschossen und am Boden zerstört. 5 amerik. Flugzeuge gehen verloren. Bei einem Angriff von 2-mot. T-Flugzeugen der 752 und 753 Kokutai erhält Lexington einen Treffer, Kreuzer Mobile und Zerstörer Taylor werden durch Artilleriefeuer eigener Einheiten leicht beschädigt. Die Yorktown führt einen Ablenkungsangriff auf Wotje. 

Am 8.12. führt die US Task Group TG.50.8 (RAdm. Lee) einen Angriff auf Nauru. Beteiligt sind die Schlachtschiffe South Dakota, Washington, Massachusetts, North Carolina, Indiana und die Zerstörern Lang, Boyd, Charette, Connor, Burns, Izard, Stack, Sterett, Wilson, Bradford, Brown und Cowell. Luftsicherung durch die Träger Bunker Hill und Monterey. Die Einheiten der Kampfgruppe belegen die Insel mit 810 Schuss 40,6 cm und 3400 Schuss 12,7 cm Granatfeuer. Eine japan. Küstenbatterie beschädigt den Zerstörer Boyd.

4.- 23.12.43
4.– 24.12.1943
Nordatlantik
Ein Versuch mit der U-Gruppe »Coronel« U 629, U 761, U 672, U 544, U 625, U 421, U 734, U 541, U 269, U 962, U 543, U 92, U 653, U 801, U 667 und U 415 – den Konvoi ONS.24 auf der Ostseite des Nordatlantik in einer nächtlichen Kurzoperation zu stellen, scheitert, da die am 4.12. mit 2 Ju 290 und am 5.12. mit je 1 Ju 290, Fw 200 und BV 222 gestartete Luftaufklärung den Konvoi nicht findet, weil dieser die Aufstellung nordwärts umgeht. 

Beim Aufmarsch gegen den nach B-Dienstmeldung für den 8.12. erwarteten Konvoi HX.268 sichtet U 269 einen südgehenden Konvoi, auf den nochmals Boote der Gruppe »Weddigen« operieren (siehe 22.11.-7.12.43), von denen U 421 kurz Fühlung bekommt. Doch am 8.12. passiert auch der HX.268 den Streifen im Norden, ohne daß die Luftaufklärung Fühlung gewonnen hat. Am 11., 12. und 13.12. suchen die in 3 Gruppen aufgeteilten »Coronel«-Boote nach dem Konvoi ON.214, den die an 3 Tagen mit Ju 290, Fw 200 und BV 222 geführte Aufklärung wieder nicht erfaßt. Die der brit. Führung bekannte Aufstellung wird südwärts umgangen. Am 16.12. wird U 284 (Oblt.z.S. Scholz) nach Generatorenausfall in schwerer See durch Wassereinbruch beschädigt und am 21.12. von U 629 selbstversenkt. Vom 18.12. bis 23.12. stehen die Boote U 364, U 972, U 981, U 744, U 741, U 471 der Gruppe »Sylt«, U 960, U 392, U 302, U 976, U 311, U 629 der Gruppe »Amrum« und U 92, U 672, U 544, U 625, U 653 und U 421 der Gruppe »Föhr« erfolglos in wechselnden Aufstellungen (als »Rügen« 1- 6 bezeichnet) im mittleren Nordatlantik. 

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5. Geleitträger USS Card
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Letztmalig gibt U 972 (Oblt.z.S. König) am 15.12. Positionsmeldung auf dem Weg ins angewiesene Operationsgebiet. In den folgenden Wochen wird es vom B.d.U. weiterhin verschiedenen U-Bootgruppen zugeteilt (siehe unten). Erst nachdem es im Februar 1944 in Brest vergeblich zurückerwartet wurde, wird es als vermisst gemeldet. 

Der Konvoi HX.270, Sicherung durch Escort Group C1 mit dem Geleitträger Tracker, passiert am 20.-22.12. im Süden die Gruppe »Föhr«, während sich eine US Task Group mit der Card zur Unterstützung nähert. Am 22.-23.12. marschieren die Konvois ON.216 und ONS.25 zwischen den Gruppen »Föhr« und »Amrum« hindurch. Zu gleichen Zeit passiert der Konvoi MKS.33/SL.142, unterstützt von einer Support Group mit dem Geleitträger Fencer, die Gruppe »Föhr« im Süden. Der Konvoi KMS.36/OS.62, gesichert durch eine Support Group mit dem Geleitträger Striker, umgeht am 23.-24.12. abschließend ebenfalls südwärts die Gruppe »Föhr«. 

15.11.- 27.12.43
4.– 27.12.1943
Mittelmeer
Deutsche U-Bootoperationen gegen alliierte Konvois, v.a. an der alger. Küste. Am 4., 7., 8. und 9.12. verfehlen U 223, U 73 und U 616 ihre Ziele, ebenso U 380 am 23. und 27.12. Im Golf von Tarent versenkt U 596 (Oblt.z.S. Nonn) aus dem Konvoi HA.11 am 9.12. die franz. Cap Padaran (8009 BRT). Aus der Sicherung des Konvois KMS.34 torpediert U 223 (Kptlt. Wächter) am 11.12. mit T-5 die brit. Fregatte Cuckmere (nicht mehr reparabel), am nächsten Morgen versenkt U 593 (Kptlt. Kelbling) den brit. Zerstörer Tynedale. In einer 32stündigen Jagd durch die US-Zerstörer Niblack, Wainwright, Benson und die brit. Calpe und Holcombe versenkt U 593 die Holcombe und beschädigt 1 Bomber durch Flakfeuer, ehe es versenkt wird. U 73 (Oblt. Deckert) wird bei einer ähnlichen Jagd nach Torpedierung der amerik. John S. Copley (7176 BRT) aus dem Konvoi GUS.24 am 16.12. durch die US-Zerstörer Niblack, Ludlow, Woolsey, Trippe und Edison versenkt.

5.12.1943
Luftkrieg Indien
Unternehmen »Rio-I-Go«: Schwere jap. Luftangriffe mit »Betty« Bombern der 705 Kotukai, begleitet von »Zero« Jägern der 331 Kotukai auf Dock- und Hafenanlagen in Kalkutta. [»Betty« und »Zero« sind die US Bezeichnungen für die japan. Flugzeugtypen Mitsubishi G4M resp. A6M].

6.– 25.12.1943
Mittelmeer
Alliierte U-Boot-Operationen. Westl. Mittelmeer: Uproar (Lt. Herrick) torpediert am 6.12. bei Toulon den Truppentransporter Virgilio (ex jug. Dubrovnik, 11.718 BRT), er wird zum Totalverlust. Das frei-franz. U-Boot Orphée (Kptlt. Dupont) versenkt am 7.12. ebenda den franz. Schlepper Faron (348 BRT). Untiring (Lt. Boyd) versenkt am 14.12. den Netztender 44 / Prudente und Universal (Lt. Gordon) am 18.12. die La Foce (2497 BRT). Das franz. U-Boot Casabianca (Lt. Bellet) versenkt am 22.12. südl. Cape Sicié den U-Jäger UJ 6076 / Volontaire, torpediert am 28.12. vor Toulon die franz. Chisone (6168 BRT) und wird anschließend von dem dt. U-Jäger UJ 2210 mit Wasserbomben verfolgt. Das franz. U-Boot Protée (LtCdr. Garreau) geht am 23.12.43 beim Angriffsversuch auf ein Geleit vor Marseille möglicherweise auf einem dort ausgelegten Minenfeld verloren. Östliches Mittelmeer: Das poln. Sokol (Cdr. Karnicki) versenkt am 6.12. in der Ägäis 4 Motorsegler mit Artillerie, am 12.12. bei Lemnos 4 weitere Motorsegler und am 16.12. bei Makronesi die Christopholis (1094 BRT). Surf (Lt. Lambert) versenkt am 9.12. bei Kythnos den deutschen Frachter Sonja (ex-franz. SNA-9, 2719 BRT) und Sportsman (Lt. Gatehouse) am 23.12. bei Mudros den deutschen Dampfer Balkan (3838 BRT).  

12.12.43 - 8.1.44
9.– 12.12.1943
Nordmeer
Das dt. Räumboot R 56 wird bei einem Luftangriff vor Nordnorwegen versenkt, später jedoch gehoben und instandgesetzt. Die sowj. U-Boote L-15, L-22, S-15 und S-103 operieren vor der Polarküste, M-105, M-200 im Varanger-Fjord, wo auch sowj. Torpedokutter mehrfach Konvois anzugreifen versuchen. Sie versenken am 12.12. das Vorpostenboot V 6106 / Tirol.

10.12.1943
Biskaya
Brit. Flugzeuge versenken irrtümlich das frei-französische U-Boot Minerve.  

11.– 20.12.1943
Luftkrieg Deutschland
Am 11.12. greifen B-17 und B-24 Bomber der 8. US-Luftflotte Emden an. Am 13.12. führen 1462 Flugzeuge der 8. und 9. Luftflotte USAAF ihren bisher größten Tagesangriff auf Deutschland durch. Kiel, Bremen, Hamburg sowie der Fliegerhorst Schipol (bei Amsterdam) werden bombardiert. In Kiel versenken rund 600 Bomber der 8. US-Luftflotte Torpedoboot T 15 und Räumboot R 306 und beschädigen U 345 schwer. In Bremen werden der Transporter Ile d`Aix (5028 BRT) zerstört und der dt. Frachter Mars schwer beschädigt. Bei Luftangriffen der RAF auf Bremen am 16.12. werden der finn. Dampfer Vienti (1715 BRT), das dt. Wohnschiff Admiral Brommy (1930 BRT) und der dt. Frachter Vulcan (594 BRT) durch Bombentreffer zerstört. 7 weitere Schiffe werden z.T. schwer beschädigt, jedoch später geborgen und repariert. Am 20.12. greift die 8. US-Luftflotte wiederum Bremen an und zerstört 4 kleinere Schiffe. (Anmerkung)

12.12.1943
Norwegen
Im Oslofjord sinkt der dt. Hilfsminensucher M 5206/ Gnom 6 (ex-brit. Splendour) nach einer Kollision. 

12.– 22.12.1943
Nordatlantik
Auf die Meldung vom Durchbruch des ersten Blockadebrechers durch die Natal-Freetown-Enge hin (siehe 1.-11.12.) startet der C-in-C Plymouth, Adm. Leatham, die Operation »Stonewall«. Die Kreuzer Gambia (neuseel.) und Glasgow laufen von Plymouth aus und verlegen nach Horta (Azoren). Von hier führen sie permanent Suchpatrouillen durch, wobei sie sich bei der Versorgung aus einem Tanker in Horta abwechseln. Die RAF Coastal Command Groups No. 15 und 19 sowie die 7th Fleet Air Wing der US Navy, die im Nordatlantik und in der Biskaya operieren, werden in Alarmbereitschaft gesetzt. Dies gilt auch für die anderen Befehlsstellen und Seeverbände.

Am 16.-17.12. passiert der Blockadebrecher Osorno unbemerkt die Konvoi-Route USA-Gibraltar. Am 19.12. passiert er die Route USA-Großbritannien, dabei kreuzt er den Kurs des Konvois ON.215 (Escort Group C4) in kurzer Entfernung, und folgt dem HX.270 (Escort Group C1 mit dem Geleitträger Tracker) im Abstand von einem Tag. Der folgende Konvoi SC.149 (Escort Group B5) folgt wiederum in einem Zeitabstand von einem Tag. Alsterufer passiert die Route USA-Gibraltar am 20.12. dicht hinter der TG.21.16 (Träger Block Island und die Zerstörer Paul Jones, Parrott, Bulmer und Barker), im Rücken des westgehenden Konvois GUS.23 und nicht weit entfernt vom ostgehenden UGS.27.

Am 21.-22.12. wechselt Osorno den Kurs in Richtung Biskaya und kreuzt im Abstand von weniger als einem Tagesmarsch die Routen der Konvois KMF.27 (Sicherung durch die 4th Support Group) und MKS.33/SL.142 (Escort Group B4 mit dem Geleitträger Fencer). Gleichzeitig versuchen die TG.21.15 (Geleitträger Core und 4 Zerstörer) und TG.21.14 (Geleitträger Card und 3 Zerstörer) die U-Boote der Gruppe »Borkum« anzugreifen, die vom B.d.U. kurzfristig zur Deckung der Marschroute der Blockadebrecher befohlen wird (vgl. 20.-26.12.). Die Patrouillenfahrten der »Stonewall«-Kreuzer Gambia und Glasgow finden hinter der Osorno statt. Die Alsterufer behält einigen Abstand zum Konvoi CU.9 im Osten, der Gruppe Block Island im Südosten und zum Konvoi SC.149 im Norden (Forts. 20.-26.12.).

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7. Britischer Kreuzer Sheffield in einem russ. Hafen; Flugdeck eines Trägers mit Martlet-Maschinen

12.12.43 - 8.1.44
12.– 31.12.1943
Nordmeer
Alliierte Konvoi-Operationen im Nordmeer. Alle Konvois werden von Escort-Gruppen begleitet. U-Boot-Deckung vor dem Nordkap zunächst durch das brit. Sirdar, später abgelöst von Syrtis. Außerdem werden eine Kreuzerdeckungsgruppe (VAdm. Burnett) mit Belfast, Norfolk und Sheffield und eine Ferndeckungsgruppe (Adm. Fraser, CINC Home Fleet) mit Schlachtschiff Duke of York, Kreuzer Jamaica und den Zerstörern Savage, Saumarez, Scorpion und Stord (norw.) aufgestellt. Die Fern-Deckungsgruppe läuft vom 16.-18.12. in Begleitung des sowj. Zerstörer Kuibyshev zunächst den Kola-Fjord aufwärts und geht anschließend zur Beölung nach Akureyri (Island). Sie kann erst am 26.12. – gerade noch rechtzeitig – die Deckung des Konvois JW.55B wieder übernehmen (siehe 26.12.).

Vom 12.-22.12. marschiert der Konvoi JW.55A (19 Schiffe) zum Kola-Fjord (20.12.) bzw. ins Weiße Meer. »Western Local Escort« vom 12.-15.12. durch Minensucher Cockatrice und Harrier. »Ocean Escort« ab 12.12. durch Zerstörer Westcott, Minensucher Speedwell und die norw. Korvette Acanthus, ab 15.12. verstärkt durch die Zerstörer Milne (F), Ashanti, Matchless, Meteor, Musketeer, Opportune, Virago und die kanad. Athabaskan bis 21.12. »Eastern Local Escort« vom 20.-22.12 durch die sowj. Zerstörer Gromki, Grozny, Kuibyshev, drei AM-Minensucher und die brit. Minensucher Hussar und Halcyon. Von den ostwärts der Bären-Enge stehenden U-Booten U 277, U 387, U 354 und U 636 erfasst nur letzteres am 18.12. kurz die Geleitfahrzeuge, kommt aber nicht näher an den Konvoi heran.

Am 20.12. läuft Konvoi JW.55B (19 Schiffe) von Loch Ewe aus. »Western Local Escort« durch die Korvetten Borage, Wallflower und die Minensucher Hound und Hydra. Durchgehende Escort Group (Capt. McCoy) mit den Zerstörern HMS Onslow, Onslaught, Orwell, Scourge, Impulsive und HMCS Haida, Iroquois, Huron sowie HMS Whitehall, Wrestler, Minensucher Gleaner und den Korvetten Honeysuckle und Oxlip. »Eastern Local Escort« ab 28.12. durch die sowj. Zerstörer Razyarenny, Razumny, Kujbyshev, 4 AM-Minensucher und die brit. Minensucher Speedwell, Hussar, Halcyon. Ab 25.12. wird die mangelhafte Deckung (siehe oben) durch die Zerstörer Matchless, Musketeer, Opportune, Virago vom RA.55A unterstützt. Der Konvoi wird am 22.12. von der dt. Luftaufklärung erfasst, ein Angriff mit einigen Ju 88 am 23.12. gegen die Abwehr schlägt jedoch nicht durch. Am 24.12. gewinnt von der U-Bootgruppe »Eisenbart« mit U 277, U 387, U 354, U 601, U 716, U 957 und U 314, von der Luftaufklärung herangeführt U 601 (Oblt.z.S. Hansen) am JW.55B Fühlung, wird aber zusammen mit U 716 (Oblt.z.S. Dunkelberg), das einen Torpedo T-5 auf einen Zerstörer feuert, abgedrängt. Am 25.12. wird auf den Konvoi eine Kampfgruppe (KAdm. Bey) mit dem Schlachtschiff Scharnhorst (Kpt.z.S. Hintze) und der 4. Z-Flottille (Kpt.z.S. Johannesson) mit Z 29, Z 30, Z 33, Z 34 und Z 38 angesetzt (siehe 26.12.). Doch Konvoi JW.55B läuft ohne Verluste am 29.12. im Kola-Fjord ein, die sowj. Schiffe bringen einige der Frachter ins Weiße Meer.

Am 23.12. läuft Konvoi RA.55A (22 Schiffe, 1 Schiff zuvor umgekehrt) vom Kolafjord aus. »Eastern Local Escort« vom 22.-24.12. durch die sowj. Zerstörer Razumny, Razyarenny, Kujbyshev und die Minensucher T-113, T-114 und T-116. Durchgehende Escort Group (Capt. Campbell) mit den Zerstörern Milne (F), Ashanti, Athabaskan [kanad.], Beagle, Matchless, Meteor, Musketeer, Opportune, Virago, Westcott, Minensucher Seagull und den Korvetten Dianella, Poppy und Acanthus (norw.). Der Konvoi wird wieder regulär durch die Kreuzerdeckungsgruppe (VAdm. Burnett) und die Ferndeckungsgruppe (Adm Fraser) gesichert. Konvoi RA.55A trifft am 1.1.1944 ohne Verluste in Island ein. Am 31.12. sticht vom Kolafjord aus der Konvoi RA.55B in See (siehe Januar 1944).

13.12.1943
Biskaya
Das zurückmarschierende U 391 (Oblt.z.S. Dültgen) wird von Liberator ‚B’ der RAF-Sq. 53 versenkt.

13.– 14.12.1943
Südwestpazifik
Operation »Director«: Nach einem Angriff der 5. Luftflotte USAAF, bei dem 433 t Bomben geworfen werden, landet die US VII. Amphibious Force (TF.76, RAdm. Barbey), die am 13.12. von den Goodenough Inseln ausgelaufen ist, mit dem Transporter HMAS Westralia, dem Landungsdockschiff Carter Hall, den schnellen Transportern Humphreys und Sands 1600 Mann des 112. US Kav.-Regt. (Brg.Gen. Cunningham) am 14.12. in Arawe (New Britain). Unterstützung der Operation durch US-Zerstörer Reid, Smith, Lamson, Flusser, Mahan, Sicherung durch US-Zerstörer Conyngham, Shaw, Drayton, Mugford, Bagley. Deckungsgruppe TF.74 mit den austral. Kreuzern Australia, Shropshire und den Zerstörern Arunta, Warramunga. Durch japan. Luftangriffe werden Lamson, Shaw und Mugford beschädigt. 

13.– 23.12.1943
Luftkrieg Süd- und Südwestpazifik
Catalinas der US Navy versenken am 13.12. Tokiwa Maru (1203 BRT) vor Neuirland, am 19.12. zusammen mit B-24 der USAAF Alaska Maru (3026 BRT) und Kaito Maru (2745 BRT) nördlich von New Britain, am 20.12. Shoei Maru (ex-US General Lukin) bei Kwajalein, und am 23.12. die Nankai Maru No.2 (1960 BRT) bei den Marshall-Inseln.

Am 15.12.versenken Beaufighter der RAAF die Wakatsu Maru (5123 BRT), B-25 der RNLAF die Genmei Maru (3180 BRT) vor Timor, und B-25 der 14. Luftflotte USAAF die Senko Maru (4472 BRT) im Golf von Tongking (Franz. Indochina). Ein chinesisches Flugzeug (?) versenkt am 22.12. den japan. Transporter Ginrei Maru (5949 BRT) 125 sm südl. Hongkong. Das jap. Kanonenboot Nanyo (ex-brit. Lyemun) wird am 23.12. durch einen Angriff der 14./ USAAF 35 sm südlich von Formosa versenkt.

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8. Die Besatzung eines angegriffenen Frachters ist in die Boote gegangen.

3.12.43 -15.1.44
14.12.1943.– 2.1.1944
Indischer Ozean
Von Penang aus operieren im Golf von Bengalen die jap. U-Boote Ro-110 (Oblt. Ebato) – es versenkt am 14.12. die brit. Daisy Moller (4087 BRT) – und Ro-111 (Kptlt. Nakamura) – es versenkt am 23.12. aus einem Konvoi die brit. Peshawur (7934 BRT). Bei Versenkung der Daisy Moller werden 55 von 127 Besatzungsmitgliedern durch Beschießen und Rammen der Rettungsboote getötet (siehe Kriegsverbrechen). Im Golf von Oman versenkt I-26 (KKpt. Kusaka) am 28.12. die amerik. Robert F. Hoke (7176 BRT), torpediert am 31.12. den brit. Tanker Tornus (8054 BRT), und versenkt am 2.1. die amerik. Albert Gallatin (7176 BRT). I-162 kreuzt ohne Erfolg im Gebiet des Addu-Atolls. An der indischen Westküste versenkt das dt. U 178 (Kptlt. Spahr) am 27.12. die amerik. José Navarro (7244 BRT). Es kreuzt danach erfolglos und geht Ende Januar ins Gebiet südlich Mauritius zur Versorgung aus dem Tanker Charlotte Schliemann. Am 16.12. sticht das jap. I-29 (KKpt. Kinashi) zu einer Transportfahrt nach Frankreich in See, vom 25.12.- 4.1.44 wird es dreimal vom dt. Versorger Bogota versorgt. Es trifft am 11.3. in Lorient ein.

15.– 26.12.1943
Norwegen
Die brit. U-Boote Stubborn, Satyr und das holl. O.15 operieren vor Kya, Stadlandet und Skudessnes, sie unternehmen am 18., 19. und 26.12. erfolglose Angriffe auf den deutschen Schiffsverkehr.

16.12.1943
Nordatlantik

US Frachter Blue Jacket wird südl. von Irland von 3 brit. Fregatten angegriffen, die irrtümlich annehmen, einen dt. Blockadebrecher gestellt zu haben. Der Frachter erwidert das Feuer, bis der Irrtum aufgeklärt ist. Keine Verluste, nur 7 Verwundete.

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9. Brit. Minensucher Felixstowe (Bangor Klasse)
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16.12.1943 1.1.1944
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command. In 7 Nächten werden 142 Einsätze geflogen. Ziele sind die Küste von Friesland, das Gebiet um Texel und die niederl. Küste sowie erneut einige Häfen in der Biskaya. 2 Flugzeuge gehen verloren.
Im Kattegat bei Anholt gehen am 16.12. das dt. Räumboot R 54, am 1.1.44 der dt. Dampfer Hecksee (865 BRT) durch Luftminentreffer verloren.

18.12.1943
Mittelmeer
Der brit. Minensucher Felixstowe geht bei Kap Ferro (Sardinien) durch einen Minentreffer verloren.

19.12.1943
Norwegen

Filipstadkai-Explosion: Durch eine Explosion bereits auf dem Kai befindlicher Munition wird der dt. Munitionsfrachter Selma (1414 BRT) schwer beschädigt. 35 Menschen werden getötet. Einige Hafenfahrzeuge, der dt. Tanker Inga Essberger (1827 BRT) und das dt. Lazarettschiff Meteor II (ex-norw., 3717 BRT) werden beschädigt. V 5715 / Flandern and V 6107 / Polarkreis schleppen die Selma aus dem Gefahrenbereich. Eine neuerliche Explosion ererignet sich am 11.1.44 auf der Selma und versenkt das Schiff außerhalb des Hafens bei Nesodden.

20.12.1943
Südpazifik
Die US Zerstörer Charles Ausburne und Dyson beschießen japanische Stellungen an der Nordküste Bougainvilles und umrunden erstmals seit ihrer Besetzung Anfang November die ganze Insel. 

20.– 26.12.1943
Nordatlantik / Biskaya
Ab 20.12. werden die südl. Boote der »Coronel«-Aufstellung U 801, U 107, U 667, U 618, U 270, U 541, U 645, U 962, U 415, U 305, U 275, U 382 und U 641 als Gruppe »Borkum« ins Gebiet südwestlich der Biskaya gezogen, um auf den Konvoi MKS.33/SL.142, dessen Sicherung von einer Support Group mit dem Träger Fencer begleitet wird, zu operieren. Der Ansatz von 5 Fw 200 am Tage und 1 BV 222 in der Nacht vom 20./21.12. und weiterer Flugzeuge am 21.12. bleibt ergebnislos. Von der alliierten Führung wird gegen die Gruppe »Borkum« vom Konvoi GUS.24 aus die US-Trägergruppe Card (Capt. Isbell) mit den Zerstörern Leary, Schenck und Decatur sowie die Trägergruppe Core mit den Zerstörern Greene, Belknap, George E. Badger und Goldsborough, angesetzt. Am 22. und 23.12. werden die Trägerverbände dreimal von der dt. Luftaufklärung gemeldet, und der B.d.U. setzt die Gruppe »Borkum« auf sie an, um die Einbringung des Blockadebrechers Osorno, der am 23.12. von einer Wildcat der Card bei schwerem Wetter erfaßt wird, zu decken. 

In der Nacht zum 24.12. sichtet U 305 zuerst die Card Gruppe, wird aber von Schenck nach HF/DF-Peilung abgedrängt. U 415 (Kptlt. Neide) verfehlt die abdrehende Card mit einem FAT-3er-Fächer und die Decatur mit einem T-5. Die Schenck manövriert einen T-5 von U 645 (Oblt.z.S. Ferro) aus und versenkt das Boot anschließend mit Wabos. Auf der zu ihrer Unterstützung detachierten Leary erzielt U 275 (Oblt.z.S. Bork) einen T-5-Treffer, U 382 (Oblt.z.S. Zorn) versenkt den Zerstörer mit Fangschuß. Die Core Gruppe muss wegen Brennstoffmangels abdrehen. Am Abend des 24.12. läuft von Norden der Konvoi OS.62/KMS.36 mit der Escort Group B1 und einer Support Group mit dem Geleitträger Striker in die »Borkum«-Aufstellung ein und verliert durch einen T-5-Angriff von U 415 den Führerzerstörer Hurricane. Die Gruppe »Borkum« versucht am 25.12. und in der Nacht zum 26.12. die Operation gegen den Konvoi OS.62/KMS.36 fortzusetzen, doch kommen nur U 305 und U 270 zu T-5-Schüssen gegen zurückgebliebene Zerstörer der Support Group, die aber allesamt fehlschlagen. 

Unternehmen »Bernau«: Von der Gironde-Mündung sind am 24.12. mittags die dt. 8. Z-Flottille (Kpt.z.S. Erdmenger) mit Z 27, Z 23, Z 24, Z 32, Z 37, ZH 1 und die unterstellte 4. T-Flottille (KKpt. Kohlauf) mit T 22, T 23, T 24, T 25, T 26 und T 27 zur Aufnahme der Osorno (Kpt. Hellmann, RK) ausgelaufen. Obgleich am 25.12. seit der Morgendämmerung Sunderland-Flugboote der RAF-Sq. 201, der RCAF-Sq. 422 und der RAAF-Sq. 461 Fühlung halten, gelingt es Kpt. Erdmenger, die Osorno mittags aufzunehmen, nachdem sie noch 1 Flugboot abgeschossen hat. Angriffsversuche von Flugzeugen der 19th Group Coastal Command werden durch Ju 88 Fernjäger des Fliegerführers Atlantik und die Flak der Schiffe abgewehrt. Doch beim Einlaufen in die Gironde-Mündung am 26.12. reißt sich die Osorno am Wrack des Sperrbrecher 21 den Rumpf auf und muss aufgesetzt werden, um wenigstens die Ladung von 3944 t Kautschuk, 1826 t Zinn und 180 t Wolframerz zu retten. 

22.12.1943
Norwegen
Das dt. Torpedo-Transportboot U 1062 (Oblt.z.S. Albrecht) wird, von einem Zerstörer gesichert, bei Bergen von 9 Beaufightern der RAF-Sq. 144 und 404 mit Torpedos und Bordwaffen angegriffen und leicht beschädigt.

Torpedo-Transport-Uboot
Typ VII F
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22./23.12.1943
Thyrrhenisches Meer
Torpedoboote TA 23, TA 24 und das Minenschiff Niedersachsen (ex-franz. Acqui, KKpt. Boekholt) führen vor der Nordspitze Korsikas das Minenunternehmen »Attacke« durch.

22.12.43
22.– 31.12.1943
Mittelmeer / Adria

Die brit. MTB 276 und MTB 298 zerstören am 22.12. den als Flakschiff eingesetzten alten dt. Kreuzer Niobe (ex-ital. Cattaro, ex-jugosl. Dalmacija, ex-dt. Niobe). Dieser hatte die Kämpfe deutscher Einheiten gegen die Aktivitäten jugoslawischer Partisanen an der Küste gedeckt, war aber am 19.12. nahe der Insel Silba auf Grund gelaufen. In der Nacht zum 23.12. Angriff deutscher Heereseinheiten auf die Insel Korcula. Die dort eingesetzten jugoslawischen Partisanenstreitkräfte samt 6 bewaffneten Booten werden überwältigt. Am 31.12. Besetzung der Insel Mljet durch die Deutschen. Die Partisanen entschließen sich auf Grund des deutschen Erfolges, alle wichtigen Inseln mit Ausnahme von Hvar und Vis zu räumen, was bis zum 19.1.1944 ohne größere Verluste gelingt. Vis (Lissa) wird zum Ausgangspunkt des Kampfes der »Marine der nationalen Befreiungsarmee« des jugoslawischen Marschalls Tito, der mit Partisaneneinheiten und britischen Kommandounternehmen die an der Küste und auf den Inseln verschanzten Deutschen zunächst belästigen und später auch vertreiben kann (s. Jugoslawien).

23.12.43 – 8.1.44
22.12.1943 – 3.1.1944
Nordatlantik
Die U-Boot-Gruppen »Sylt«, »Amrum« und »Föhr« werden ab 23.12. in Dreiergruppen »Rügen 1-6« westlich Irland aufgeteilt: »1« mit U 364, U 972, U 981, »2« mit U 744, U 545, U 781, »3« mit U 471, U 390, U 546, »4« mit U 960, U 392, U 302, U 976, »5« mit U 311, U 92, U 672 und »6« mit U 625, U 653 und U 421.

Am 22.-23.12. passiert der nach Westen gehende Konvoi UC.8, gefolgt vom TU.5 (Sicherung durch TF.68 mit US Schlachtschiff Nevada), zwischen den Gruppen »Rügen 2« und »Rügen 3«. Am 23.12. verfehlt U 471 (Kptlt. Klövekorn) einen Truppentransporter aus dem Konvoi UT.3 (Sicherung durch Task Force mit US Schlachtschiff Arkansas) und wird anschließend von einem Flugzeug des RAF-Coastal Command angegriffen und ist zeitweise tauchunklar. U 653 (Oblt.z.S. Kandler) verfehlt weiter südlich eine Fregatte des Tanker-Konvois CU.9. Auch Angriffe von U 392 (Oblt.z.S. Schümann) gegen ein kleines Geleit am 26.12. bleibt erfolglos. Am 30.12. gewinnen einige Boote an Nachzüglern des Konvois ON.217 (Escort Group C5) Fühlung. Die zunächst von U 744 (Oblt.z.S. Blischke) verfehlte Empire Housman (7359 BRT) wird von U 545 (Kptlt. Mannesmann) torpediert und am 3.1. von U 744 mit Fangschuss versenkt. U 731 (Oblt.z.S. Graf Keller) verfehlt am 30.12. ein weiteres Schiff. Danach wird die Operation abgebrochen.

23.12.1943
Nordsee
Der brit. Zerstörer Worcester wird vor Smith´s Knoll durch einen Minentreffer so schwer beschädigt, dass er nicht mehr repariert werden kann.

23.12.1943
Kanal
Erfolgloser Angriffsversuch der dt. 5. S-Flottille mit S 143, S 136, S 138, S 139, S140, S 141 und S 142, gegen einen brit. Konvoi. Es kommt zu Gefechten mit brit. Geleitfahrzeugen.

24.12.1943
Westl. Mittelmeer
Der franz. Großzerstörer Le Fantasque zwingt den dt. Frachter Nicoline Maersk zur Strandung bei Tortosa vor der spanischen Küste.

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24.– 27.12.1943
Südwestpazifik
Operation »Backhander«. Zur Ablenkung von dem Unternehmen beschießt eine Kampfgruppe (RAdm. Ainsworth) mit den Kreuzern Montpelier, Cleveland, Columbia und 4 Zerstörern am 24.12 Buka und Buin nahe Bougainville. Die US VII. Amphib. Force (TF.76, RAdm. Barbey) läuft am 25.12. aus und landet am folgenden Tag 13.000 Mann der 1. US-Marine-Div. (GenMaj. Rupertus) am Cape Gloucester. Der Verband besteht aus den Transportern Westralia und Etamin, dem Docklandungsschiff Carter Hall, 24 LSTs, 15 LCIs, 12 LCTs, 14 LCMs, 4 PCs, 7 SCs, 3 YMSs und anderen Einheiten. Die erste Welle wird mit den Schnellen Transportern Stringham, Crosby, Kilty, Dent, Ward, Brooks, Gilmer, Sands, Humphreys und Noa herangebracht. Unterstützung und Sicherung durch die US-Zerstörer Conyngham, Shaw, Drayton, Mugford, Bagley, Reid, Smith, Lamson, Flusser und Mahan, die Support Groups TG.74.1 (RAdm. Crutchley) mit den austral. Kreuzern Australia, Shropshire, und den Zerstörern Arunta, Warramunga sowie Helm und Ralph Talbot, TG.74.2 (RAdm. Berkey) mit den US Kreuzern Nashville, Phoenix und den Zerstörern Bush, Ammen, Bache, Mullany, Hutchins, Beale, Daly und Brownson. Letzterer wird bei einem Angriff von 60 jap. Flugzeugen versenkt, Shaw wird schwer beschädigt, Drayton, Lamson, LST 66 und LST 202 etwas leichter beschädigt. Am 27.12. wiederholt die Gruppe Ainsworth die Beschießung japan. Stellungen bei Kieta.

24.12.1943 – 4.1.1944
Norwegen
Die brit U-Boote Seadog, Sceptre und das norw. Ula laufen von Lerwick zu Operationen vor Skudesnes, Stadlandet und der Insel Kya aus. Am 28.12. versenkt Seadog (Lt. Pelly) den dt. Transporter Oldenburg (8597 BRT) bei Stadlandet, Ula verfehlt am 28.12. und am 1.1. seine Ziele, Seadog am 2. und 3.1., and Sceptre am 4.1. ebenfalls zwei Ziele. Venturer und Spiteful bleiben ohne Feindberührung.

25.12.1943 4.1.1944
Südwestpazifik
Jap. Truppentransporte von Truk nach Rabaul und Kavieng. Beabsichtigter Einsatz des Schlachtschiffes Yamato muß nach Torpedierung des Schiffes durch das US-U-Boot Skate (LtCdr. McKinney) bei Truk ausfallen. Sicherung des Unternehmens mit den Kreuzern Kumano, Suzuya, Oyodo, Noshiro und einigen Zerstörern. --- US-Task Group TG.50.2 (RAdm. Sherman) führt mit den Trägern Bunker Hill, Monterey und den Zerstörern Bradford, Brown, Cowell, Bell, Charrette, Conner einen Vorstoß gegen Kavieng (New Ireland). Dabei wird die Tenryu Maru (4861 BRT) durch Trägerflugzeuge versenkt, die Minensucher W 21, W 22 und der Transporter Kiyozumi Maru werden beschädigt. Am 1.1.44 erfassen Trägerflugzeuge eine der zurückmarschierenden jap. Kreuzergruppen und beschädigen Oyodo, Noshiro und den Zerstörer Yamagumo leicht. — Bei einem weiteren Vorstoß gegen Kavieng am 4.1.44 wird der jap. Zerstörer Fumitsuki beschädigt. 

12.12.43 - 8.1.44
26.12.1943
Nordmeer
Unternehmen »Ostfront«: Gegen den Konvoi JW.55B (siehe 12.-31.12.) wird nach vergeblichem Angriff dt. Flugzeuge und U-Boote eine Kampfgruppe (KAdm. Bey) mit dem Schlachtschiff Scharnhorst (Kpt.z.S. Hintze) und der 4. Z-Flottille (Kpt.z.S. Johannesson) mit Z 29, Z 30, Z 33, Z 34 und Z 38 angesetzt. Ab 26.12. morgens suchen die Zerstörer in schwerer See nach dem Konvoi. Von Südosten nähert sich die brit. Kreuzerdeckungsgruppe (VAdm. Burnett) mit Belfast, Norfolk und Sheffield und ortet die Scharnhorst mit Radar. Ohne ihre Zerstörer zur Unterstützung anzufordern, dreht Scharnhorst bei und führt ein kurzes Gefecht mit den Kreuzern, dabei erzielt Norfolk zwei Treffer. Einer davon setzt das Haupt-Radar der Scharnhorst außer Gefecht; die Suche nach dem Konvoi wird daraufhin abgebrochen.

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12. Letztes Gefecht der Scharnhorst 
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Von den sowj. U-Booten werden am 26.12. L-20, K-21 und S-102 gegen die Scharnhorst angesetzt. Adm. Burnett bezieht eine Position zwischen dem Konvoi und dem Feind. Gegen Mittag trifft die Scharnhorst erneut auf die Kreuzer, die inzwischen durch die Zerstörer Musketeer, Matchless, Opportune und Virago vom Konvoi RA.55B unterstützt werden. Bei schlechter Sicht kommt es zu einem kurzen Gefecht, in dem die Norfolk zweimal getroffen wird. Die Einschläge der Granaten von der Norfolk werden auf der Scharnhorst als Beschuss durch Schlachtschiffe gewertet und sie dreht mit hoher Geschwindigkeit ab, um die Kreuzer abzuschütteln. Die deutschen Zerstörer, von denen 2 im Aufklärungsstreifen bei schlechten Sichtverhältnissen im Norden und Süden am Konvoi vorbeigestoßen sind, laufen auf Befehl Admiral Beys und ohne weitere Gefechtsberührung ein. Mit hoher Fahrt kommt nun von Island die brit. Ferndeckungsgruppe (Adm. Fraser) heran. Schlachtschiff Duke of York verlegt mit dem Kreuzer Jamaica der Scharnhorst den Weg. Im Verfolgungsgefecht erzielen die brit. Schiffe durch Radar gelenktes Feuer einige Treffer, doch kommt die Scharnhorst noch einmal außer Reichweite, bis die Zerstörer Savage und Saumarez bzw. Scorpion und Stord in einem geschickten Zangenangriff 4 Torpedotreffer erzielen und das Schiff zum Stoppen bringen. Scharnhorst feuert unermüdlich weiter auf den überlegenen Gegner und beschädigt noch die Saumarez. Von der Duke of York, der Jamaica und den herankommenden Kreuzern Belfast und Norfolk mit Artillerie zusammengeschossen und durch weitere 10-11 Torpedos der Zerstörer Musketeer, Opportune, Virago, Matchless sowie der Kreuzer Belfast und Jamaica getroffen, sinkt die Scharnhorst am Abend. Nur 36 Überlebende der 1972 Mann starken Besatzung können von brit. Zerstörern aus dem eiskalten Nordmeer gerettet werden.

26.– 28.12.1943
Biskaya
Unternehmen »Trave«: Vorstoß der 8. Z-Flottille und der 4. T-Flottille (Zusammensetzung wie beim Unternehmen »Bernau« (siehe 20.-26.12) bis auf ZH 1, der wegen Kondensatorschadens zurückbleiben muß) in die Biskaya, um den Blockadebrecher Alsterufer (Kpt. Piatek) in die Gironde einzubringen. Die Besatzungen sind nach Ende des Einsatzes »Bernau« seit 48 Stunden ohne Ruhepause und vollkommen erschöpft.

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13. Brennender Blockadebrecher Alsterufer 

Am 27.12. früh sichtet ein Sunderland Flugboot die nach Südosten marschierende Alsterufer 500sm nordwestlich von Kap Finisterre. Die Kreuzer der Operation »Stonewall« (siehe 12.-22.12.) werden angesetzt: östlich ihrer Position die Enterprise (Capt. Grant, RAN) und 300sm westlich davon die Glasgow (Capt. Clarke) auf eine Position 300sm nordwestl. Kap Finisterre. Gambia (Capt. William-Powlett, Gesamtführung) läuft von Fayal aus, ebenso wie die Penelope und der Schnelle Minenleger Ariadne von Gibraltar. Außerdem werden die franz. Großzerstörer Le Fantasque und Le Malin von den Azoren aus angesetzt. Um 16.15 Uhr wird die Alsterufer (2729 BRT) durch Raketen einer Liberator der RAF-Staffel 311 (tschech.) getroffen und in Brand gesteckt. Als um 18.00 Uhr ein Halifax-Angriffsverband herankommt, sichtet er das brennende und sinkende Schiff, das von der Besatzung aufgegeben wird. 4 Rettungsboote mit 74 Mann werden 2 Tage später von kanad. Korvetten geborgen. 

Die Marinegruppe West erfährt vom Fehlschlag des Unternehmens erst am Morgen des 28.12. und befiehlt den Zerstörern den Rückmarsch. Zuvor aber werden die Zerstörer von einer Liberator der VB-105 USN geortet und von 15 Liberators der VB-105 und VB-103 USN angegriffen, so dass sie aufgehalten und gegen Mittag von Glasgow und Enterprise gestellt werden können. Da Kpt.z.S. Erdmenger sich aufgrund falscher Feindmeldungen von mehreren Feindgruppen umstellt glaubt, befiehlt er 2 Zerstörer und 3 Torpedoboote zu einem Angriff, der jedoch scheitert, weil schwerer Seegang die deutschen Schiffe in der Entfaltung ihrer vollen Geschwindigkeit hindert und einen Waffeneinsatz der nominell überlegenen Artillerie (25 x 15-cm- und 24 x 10,5-cm-Kanonen gegenüber 19 x 15,2-cm- und 13 x 10,2-cm-Kanonen) bei den Zerstörern sehr erschwert, bei den Torpedobooten praktisch unmöglich macht. Im Artilleriegefecht sinken Z 27 (KKpt. Günther Schultz † mit dem Chef der 8. Z-Flottille, Kpt.z.S. Erdmenger †, 220 Tote), T 25 (KKpt. von Gartzen, 85 Tote) und T 26 (Kptlt. Quedenfeldt, 96 Tote). Vom Rest des Verbandes erreichen Z 24, T 23, T 24 und T 27 Brest, Z 32 und Z 37 die Gironde und die nach Süden ausgewichenen Z 23 und T 22 St. Jean de Luz. 64 dt. Seeleute werden werden von brit. Schiffen gerettet, 168 von einem irischen Dampfer, 6 durch span. Zerstörer und 55 von U 505 und U 618.

Nach dem Gefecht marschieren Glasgow, Enterprise und Ariadne nach Plymouth, wo sie trotz einiger dt. Luftangriffe mit Gleitbomben, am 29.12. einlaufen. Penelope, Le Fantasque und Le Malin kehren nach Gibraltar zurück. Gambia und der neu hinzugetretene Kreuzer Mauritius setzten die Suche nach Überlebenden bis zum 1.1.44 fort.

28.– 29.12.1943
Luftkrieg China
B-25 Bomber der 14. Luftflotte USAAF, unterstützt von P-40 Jägern, versenken auf dem Yangtse-Kiang die japan. Transporter Heizan Maru, Koka Maru, Unyo Maru und am folgenden Tag Daitei Maru und Kukuzan Maru.

29.– 31.12.1943
Nordatlantik
Auf dem Marsch zu einer neuen Aufstellung gegen den am 30.12. erwarteten Konvoi MKS.34/SL.143 gerät die Gruppe »Borkum« mit U 270, U 801, U 571, U 305, U 275, U 382, U 758, U 641 und U 377 am 29. und 30.12. z. T. in Berührung mit der 6th Support Group (brit. Fregatten, kanad. Korvetten), die Überlebende des Gefechtes vom 27.12. (siehe oben) zu bergen versucht. U 275 und U 270 werden von Fregatten, U 275 auch von Flugzeugen angegriffen. Die ausmarschierenden und ebenfalls zur Suche nach Überlebenden angesetzten U 629 (Oblt.z.S. Bugs) und U 541 (Kptlt. K. Petersen), sowie U 421 (Oblt.z.S. Kolbus) und U 543 (Kptlt. Hellriegel) führen z.T. mehrere Torpedo-Angriffe gegen Geleitfahrzeuge, die aber alle fehlschlagen.

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14. Italienisches U-Boot Axum

27- 28.12.43
27.12.1943
Westl. Mittelmeer
Das ital. U-Boot Axum (Kptlt. Perini) läuft bei einer Aufklärungsfahrt vor der Küste von Morea auf Grund und geht verloren.

28.12.1943
Nordmeer
Auf einer Mine des sowj. U-Bootes L-22 (Kpt. 3.Rg. Afonin) vom 25.8. geht vor Honningsvaag das dt. Räumboot R 64 verloren.

28.12.1943
Kanal
Geplantes brit. Kommandounternehmen des Chief of Combined Operations, VAdm. Lord Louis Mountbatten, gegen die Besatzung der Kanalinsel Sark (Operation »Constellation«) scheitert (Hinweis: Peter Tabb: A Peculiar Occupation, New Perspectives on Hitler's Channel Islands, May 2005).

31.12.1943
Westl. Mittelmeer

Der brit. Minensucher Clacton sinkt vor der Ostküste von Korsika auf einer Mine.

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text