1941 Februar



Aktualisiert 25.09.2022

 

 

 

 

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1. Schwerer Kreuzer Admiral Hipper an einer Ankerboje.

1.2.1941
Nordatlantik
Schwerer Kreuzer Admiral Hipper (Kpt.z.S. Meisel) läuft zu seiner zweiten Atlantik-Unternehmung von Brest aus. Geleitschutz in der Biskaya durch Zerstörer Richard Beitzen und 2 Torpedoboote.

1.– 5.2.1941
Nordatlantik
Operation »Berlin«: Nach Versorgung aus dem Begleittanker Adria stoßen die Schlachtschiffe Scharnhorst (Kpt.z.S. Hoffmann) und Gneisenau (Kpt.z.S. Fein), vom Gegner unbemerkt, am 3./4.2. durch die Dänemarkstraße in den Atlantik vor und versorgen am 5.2. aus dem Tanker Schlettstadt. Mit Hilfe von Informationen des dt. Marinenachrichtendienstes suchen sie anschließend den alliierten Zufuhrkonvoi HX.106.

1.– 4.2.1941
Mittelmeer
Erfolgloses Unternehmen des brit. Gibraltargeschwaders (Force H) gegen Sardinien. 31.l.: Auslaufen des Verbandes mit Schlachtkreuzer Renown (Flaggschiff VAdm. Somerville), Schlachtschiff Malaya, Flugzeugträger Ark Royal, Leichtem Kreuzer Sheffield und den Zerstörern Duncan, Encounter, Fearless, Firedrake, Foresight, Foxhound, Fury, Isis, Jupiter und Jersey. 2.2.: 8 Swordfish-Torpedoflugzeuge (810 Sq. FAA) der Ark Royal greifen unter heftiger Abwehr den Staudamm von Tirso (Sardinien) an, trotz dreier Treffer erfolglos (Operation »Picket«). Ein geplanter Angriff auf Genua (Operation »Result«) muß wegen schlechten Wetters unterbleiben (vgl. 6.-11.2.). 4.2.: Force H läuft wieder in Gibraltar ein. Die brit. Mittelmeerflotte läuft zu einem Ablenkungsunternehmen aus. Die gegen einen brit. Vorstoß ins zentrale Mittelmeer südlich Sardinien und im Raum Malta aufgestellten ital. U-Boote Corallo, Manara, Santarosa und Tembien finden keine Ziele.

1.– 6.2.1941
Nordatlantik
Bei Operationen westlich von Irland versenkt U 107 (Kptlt. Hessler) am 3.2. aus dem Konvoi OB.279 den brit. Frachter Empire Citizen (4683 BRT) und nach Auflösung des Konvois den als »Condor«-Falle mit 10 Flakgeschützen ausgerüsteten brit. Frachter Crispin (5051 BRT). Bei Angriffen auf den zerstreuten Konvoi SC.20 versenken am 4.2. U 93 (Kptlt. Korth) mit Artillerie den durch Luftangriff beschädigten brit. Frachter Dione II (2660 BRT) und U 123 (Kptlt. Moehle) die Empire Engineer (5358 BRT), am 6.2. U 107 die kanad. Maplecourt (3388 BRT). Bei Angriffen auf Einzelfahrer versenken U 48 (Kptlt. Schultze) am 1.2. den griech. Dampfer Nicolaos Angelos (4351 BRT) und U 52 (Kptlt. Salman) am 4.2. den norw. Dampfer Ringhorn (1298 BRT). Fw 200 der I./KG.40 beschädigen am 3.2. die Dione II und versenken am 4. und 5.2. die griech. Frachter Calafatis (4443 BRT) und Ioannis M. Embiricos (3734 BRT)

1.– 10.2.1941
Mittelmeer
Vor der griech.-alban. Küste operieren ohne Erfolge die ital. U-Boote Turchese und Uarsciek.

1.– 15.2.1941
Norwegen
Vor Norwegen operieren von der brit. 9. U-Flottille Sunfish und Sealion (Cdr. Bryant), das am 1.2. erfolglos einen Konvoi angreift und am 5.2. den norweg. Routendampfer Ryfylke (1151 BRT) nach Torpedofehlschuß mit Artillerie versenkt.

1.– 19.2.1941
Biskaya
Bei Operationen im Gebiet der Biskaya versenkt Tigris (LtCdr. Bone) am 12.2. den franz. Dampfer Jacobsen (523 BRT), der möglicherweise nach Detonation einer Bombe im Laderaum beschädigt vor Bayonne treibt, und am 19.2. die Guilvenec (3273 BRT), die sich auf dem Weg von Nantes nach Nordafrika befindet. Snapper wird am 11.2 westlich von Ouessant durch die dt. Minensucher M 2, M 13 und M 25 mit Wasserbomben versenkt. Auf ihren Verlegungsmärschen nach Gibraltar operieren u. a. die U-Boote Unbeaten, O.21 und O.23 in der Biskaya.

1.– 28.2.1941
Gewässer um Großbritannien
Deutsche Flugzeuge werfen mehr als 1000 Luftminen in britischen Küstengewässern; Schwerpunkte sind die Themsemündung, Cardiff, Swansea und Liverpool an der Westküste sowie die Tyne- und besonders die Humbermündung an der Ostküste. – Durch Minentreffer gehen verloren im Gebiet der Humbermündung am 4.2. der Frachter Gwynwood (1177 BRT), am 16.2. der Raddampfer Southsea (825 BRT) und am 26.2. im Hafen von Hull die Ladeprähme Brackelier und Monarch, vor Hartland Point im Bristol-Kanal am 14.2. der Tanker Empire Otter (4670 BRT), vor Cardiff am 20.2. der Erzfrachter Fort Medine (5261 BRT) und am 28.2. das Kümo Cabenda (534 BRT), in der Lyme-Bucht am 17.2. das Kümo Ben Rein (156 BRT) und am 23.2. das Marine-Nachschubschiff Shoal Fisher (698 BRT), bei Spurn Head am 16.2. der Trawler Thomas Deas (276 BRT) und am 27.2. der Minensuchtrawler Remillo. Beschädigt werden vor Cardiff am 8.2. die belg. Henri Jaspar (5780 BRT), vor der Tynemündung am 19.2. die brit. Fulham II (1596 BRT) und vor Liverpool am 27.2. die brit. Cape Clear (5085 BRT).

2./ 3.2.1941
Rotes Meer
Von Massaua aus ergebnisloser Angriff der ital. Zerstörer Pantera, Tigre und Leone gegen einen brit. Konvoi im Roten Meer.

2.– 27.2.1941
Nordsee
Deutsche Flugzeuge versenken südl. von Harwich am 2.2. die brit. The Sultan (824 BRT), vor Ramsgate am 3.2. den Minensuchtrawler Arctic Trapper (352 BRT), bei Bell Rock östlich von Dundee am 7.2. das von Scapa Flow nach Rosyth laufende Marine-Nachschubschiff Bay Fisher (575 BRT), ) im Moray Firth am 11.2. die Trawler Eamont (227 BRT) und John Dunkin (202 BRT, vor Peterhead am 16.2. den Minensuchtrawler Ormonde (250 ts) und östlich von Harwich am 27.2. den Frachter Old Charlton (1562 BRT). Beschädigt werden am 10.2. vor Great Yarmouth die brit. Benmacdhui (6809 BRT), am 13.2. vor Whitby die Westcliffe Hall (1900 BRT), am 19.2. bei der Insel May (Schottland) der Tanker Athelsultan (8882 BRT), am 26.2. vor Cromarty die Empire Steelhead (7744 BRT), und am 27.2. östl. von Harwich die Blacktoft (1109 BRT).

3./ 4.2.1941
Nordafrika
Luftmineneinsatz der 2./KG.4 gegen Tobruk. Am 11.2. geht das Wachboot Southern Floe (344 ts) und am 20.2. der Trawler Ouse auf diesen Minen verloren.

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2. Kriegsschauplatz Mittelmeer Juni 1940 bis Januar 1941

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3./ 4.2.1941
Nordsee
Minenunternehmung 22 »Rügen« des Minenschiff-Verbandes Nord (FKpt. v. Schönermark) mit Tannenberg und Brummer als 2. Teil der Nordverlängerung der „Westwall"-Sperren vor der norweg. Küste. Sicherung durch die 1. und 2. T-Flottille und T-Boot Falke.

3.– 19.2.1941
Mittelmeer
Wenig erfolgreiche Tätigkeit brit. U-Boote vor der Nordafrika:
Am 3./4.2. verfehlt Truant (LtCdr. Haggard) bei 2 Angriffen vor Bengazi ital. Transporter und wird mit Bomben belegt; der als Erfolg gemeldete Frachter Multedo (1130 BRT) geht weiter westlich vermutl. durch einen Unfall verloren. Die Boote der 10. U-Flottille Upright, Ursula, Usk und Utmost führen am 8./9.2. vor Tunesien mehrere erfolglose Angriffe, ebenso Truant am 9.2. (1) und 11.2. (2) vor Tripolis. Am 11./12.2. greift Utmost (LtCdr. Cayley) vor Tripolis 2 auslaufende Konvois an und torpediert am 12.2. das von dem Torpedoboot Centauro geleitete Motorschiff Manfredo Campiero (ex-jug. Mauly, 5463 BRT), Unique verfehlt am 11.2. den 1. »Sonnenblume«-Konvoi (siehe 7.-14.2.) mit dem T-Boot Missori. Upholder (LtCdr. Wanklyn) greift am 19.2. einen von den Torpedobooten Cascino und Pilo geleiteten Konvoi erfolglos an. Von der 1. U-Flottille verfehlt Rover (LtCdr. Marsham) am 8. und 10.2. vor Kalabrien einen Dampfer und ein U-Boot, torpediert am 14.2. den ital. Tanker Cesco (6161 BRT) und verfehlt am 17.2. bei Kuriat einen ital. Konvoi mit dem Motorschiff Andrea Gritti auf dem Weg nach Tripolis. Triumph (LtCdr. Wards) setzt eine Kommando-Einheit an der apulischen Küste ab, die bei Foggia eine Wasserleitung zerstört.

4.2.1941
Luftkrieg Frankreich

Bei britischen Luftangriffen auf Kanalhäfen wird der dt. Versorgungstanker Forbach (7908 BRT) vor Le Havre schwer beschädigt, der kleine Tanker John A. Essberger (739 BRT) im Hafen von Brest versenkt, allerdings schon am 11.2. wieder gehoben und zur Reparatur in die Werft verholt.

5./ 6.2.1941
Nordsee
Bei einem Vorstoß der 2. S-Flottille mit S 30, S 33, S 34, S 54, S 58 und S 59 versenkt S 30 (Oblt.z.S. Feldt) zwischen Ipswich und Newcastle aus dem Konvoi FN.101 den brit. Frachter Angularity (501 BRT).

5.– 11.2.1941
Mittelmeer
Ital. Großgeleit von Neapel nach Tripolis mit den Fahrgastschiffen Esperia (11398 BRT), Conte Rosso (17879 BRT), Marco Polo (12272 BRT) und Calitea (4013 BRT). Sicherung durch die Zerstörer Freccia, Saetta und Tarigo, ab 6.2. durch den Leichten Kreuzer Giovanni delle Bande Nere. 9.-11.2.: Rückmarsch des Konvois mit 5000 Flüchtlingen an Bord.

5.2.– 9.3.1941
Rotes Meer
Die brit. Zerstörer Juno und Griffin treffen am 5.2. in Aden mit dem Träger Formidable zusammen, um während der Operationen im Roten Meer (siehe 10.-25.2. und 13.2.-1.3.) dessen Geleitschutz zu übernehmen. Am 20.2. marschieren die drei Schiffe nordwärts zum Suezkanal, den sie wegen notwendiger Minenräumarbeiten nicht sofort passieren können. Erst am 9.3. erreichen sie das Mittelmeer bei Port Said. Am 6.2. sinken die zum Minenräumen eingesetzten Kanalbagger No. 34 (1500 BRT) und No. 39 (1500 BRT) im Suezkanal durch Minentreffer.

5.2.– 15.3.1941
Südwestpazifik
Hilfskreuzer Schiff 36/ Orion (FKpt. Weyher) läuft nach der Beendigung seiner Grundüberholung bei Maug nach Süden und südlich von Australien in das neue Operationsgebiet Indischer Ozean, dabei erfolgt wegen des hohen Kraftstoffverbrauch des Schiffes mehrfach Ölübernahme aus dem begleitenden Prisentanker Ole Jacob. – Hilfskreuzer Schiff 45/ Komet (Kpt.z.S. Eyssen) stößt ab 7.2. in die Antarktis vor, um den Kaper-Erfolg von Schiff 33 gegen norw. Walfangschiffe zu wiederholen. Vom 14.2. bis 28.2. läuft es an der Antarktis-Küste entlang westwärts, trifft jedoch nur auf japan. Walfangflotten, da die alliierten Flotten weiter westwärts arbeiten. Anschließend verlegt der Hilfskreuzer zur Versorgung bei den Kerguelen. – Beide Schiffe haben während dieser Zeit keine Erfolge.

6.2.1941
Allgemeine Lage / England
Hitler erläßt Weisung Nr.23: »Richtlinien für die Kriegführung gegen die engl. Wehrwirtschaft«. Beabsichtigt ist, die Wirkung der Kriegführung gegen feindliche Handelsschiffe durch den vermehrten Einsatz von Unterseebooten und Überwasserstreitkräften zu erhöhen. Dagegen soll der Umfang der Angriffe zur Luft nicht aufrecht erhalten werden, da die Aufgaben auf anderen Kriegsschauplätzen dazu zwingen, immer stärkere Teile der Luftwaffe aus dem Einsatz gegen die britischen Inseln herauszulösen. Deshalb wird angewiesen, die Luftangriffe zu zentrieren und vorwiegend gegen solche Ziele zu richten, deren Zerstörung sich in derselben Richtung auswirkt, wie der Seekrieg. "Von planmäßigen Terrorangriffen auf Wohnviertel und von Angriffen gegen Befestigungsanlagen an den Küsten ist dagegen kein kriegsentscheidender Erfolg zu erwarten."

6.– 11.2.1941
Mittelmeer
Operation »Grog«: Angriff der Force H (VAdm. Somerville) auf Genua.
6.2.:
Auslaufen des Geschwaders in 3 Gruppen: Gruppe 1: Schlachtkreuzer Renown, Schlachtschiff Malaya, Flugzeugträger Ark Royal und Leichter Kreuzer Sheffield. Gruppe 2: Zerstörer Fearless, Foxhound, Foresight, Fury, Encounter und Jersey. Gruppe 3: Zerstörer Duncan, Firedrake, Isis und Jupiter. Die Gruppen 1 und 2 verlassen Gibraltar zur Täuschung kurz nach dem Konvoi HG.53 mit Westkurs, kehren jedoch in der Nacht um und passieren die Gibraltar-Straße nach Osten. Die Gruppe 3 führt U-Boot-Suche ostwärts der Straße durch und vereinigt sich dann mit den beiden anderen Gruppen. 8.2.: Auf eine Meldung über brit. Trägerflugzeuge südlich der Balearen glaubt die Supermarina an einen neuen Versorgungs-Konvoi für Malta, worauf ein starker ital. Flottenverband unter Admiral Iachino ausläuft: Schlachtschiffe Vittorio Veneto, Andrea Doria und Giulio Cesare und 8 Zerstörer aus La Spezia, Schwere Kreuzer Trieste, Trento und Bolzano sowie 2 Zerstörer aus Messina zur Vereinigung am Abend des 9.2. nordwestlich Sardinien. Zur weiteren Täuschung läuft Force H bei Tageslicht auf Ostkurs in Richtung Sardinien. 9.2.: Am Morgen Beschießung Genuas durch Renown, Malaya und Sheffield mit 273 x 38,1cm-, 782 x 15,2cm- und 400 x 11,4cm-Granaten. Im Hafen werden von 55 Schiffen vier Frachter und ein altes Schulschiff versenkt, 18 weitere erhalten leichte Beschädigungen durch Splitter und Nahtreffer, 144 Tote. Starke Schäden in der Stadt. Das eingedockte beschädigte Schlachtschiff Caio Duilio wird nicht getroffen. Das Abwehrfeuer der italienischen Küstenbatterien bleibt infolge schlechter Sichtverhältnisse erfolglos. Die Ark Royal führt gleichzeitig mit 3 Zerstörern einen Vorstoß gegen Livorno durch, 14 Swordfish verminen die Hafeneinfahrt von La Spezia und bombardieren eine Ölraffinerie bei Livorno. 2 ital. Aufklärer, die Fühlung halten wollen, werden von Fulmar-Jägern der wieder an die Force H herangeschlossenen Ark Royal abgeschossen. Die ital. Flotte dreht auf Höhe der Bonifacio-Straße nach Norden, um die Force H abzufangen. Dichte Nebelfelder behindern die Sicht, so daß die angesetzte Luftaufklärung an dem ablaufenden brit. Verband keine Fühlung halten kann. Außerdem lassen sich die Aufklärer durch einen aus 6 Schiffen bestehenden, auf Nordostkurs nach Korsika laufenden franz. Geleitzug täuschen, so daß die ital. Flotte, obwohl sie sich mittags in guter Abfangposition befindet, im Laufe des Nachmittags hinter dem Gegner vorbeistößt. 11.2.: Force H läuft wieder in Gibraltar ein.

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3. Italienischer Transporter Città di Agrigento bringt
Soldaten in den Erholungsurlaub

7.– 17.2.1941
Mittelmeer / Nordafrika
Operation »Sonnenblume«: Nach einem Nachtangriff der dt. Luftwaffe auf Malta läuft am 8.2. der erster Konvoi mit Truppen und Material des Deutschen Afrika-Korps mit den dt. Dampfern Ankara (4768 BRT), Arcturus (2596 BRT) und Alicante (2140 BRT) von Neapel nach Tripolis. Sicherung durch den ital. Zerstörer Turbine und die T-Boote Orsa, Cantore und Missori sowie Flugzeuge des X. Fl.Korps. 8.-10.2.: Konvoi bleibt wegen Sichtung der Force H vorübergehend in Palermo. 11.2.: Konvoi läuft weiter nach Tripolis. 12.2.: GenLt. Rommel trifft als Befehlshaber der deutschen Truppen in Nordafrika einen Tag nach den ersten deutschen Truppen in Libyen ein. 12.-14.2.: Zweiter Konvoi des Afrika-Korps mit den dt. Frachtern Adana (4205 BRT), Aegina (2447 BRT), Kybfels (7764 BRT) und Ruhr (5954 BRT) von Neapel nach Tripolis. Sicherung durch ital. Zerstörer Camicia Nera und T-Boot Procione. 14.2.: Vergeblicher Angriff brit. Torpedoflugzeuge von Malta auf den nach Italien zurück marschierenden Ankara-Konvoi. 17.2.: Das italienische Lazarettschiff Tevere (8289 BRT) sinkt auf einer Minensperre, die kurz zuvor von Flugzeugen der Sq. 830 FAA in der Bucht von Tripolis ausgebracht worden war. Das Schiff wird zwar im April gehoben, kommt aber nicht mehr wieder in Fahrt.

7.– 25.2.1941
Südatlantik
Vom 7.2. bis 9.2. übernimmt Hilfskreuzer Schiff 41/ Kormoran aus dem Trossschiff Nordmark Kraftstoff und aus dem seit dem 12.1. von der Nordmark wegen Kohlenmangels geschleppten Prisenschiff Duquesa Proviant. Vom 15.2. bis 18.2. versorgt ebenso Hilfskreuzer Schiff 33/ Pinguin und versenkt anschließlich die nutzlos gewordene Duquesa. Am 25.2. gibt Pinguin an Kormoran, das mit ständigen Maschinenproblemen zu kämpfen hat, 210 kg Weißmetall zur Anfertigung neuer Lager ab, und läuft anschließend mit dem Versorger Alstertor zu den Kerguelen.

8.– 11.2.1941
Nordatlantik
Operation gegen den Konvoi HG.53. Am Abend des 8.2. sichtet U 37 (Kptlt. Clausen) südwestlich Cap St. Vincent den Konvoi mit 16 Schiffen. U 37 versenkt am 9.2. die brit. Frachter Courland (1325 BRT) und Estrellano (1983 BRT), hält dann befehlsgemäß Fühlung und ermöglicht durch Peilzeichen das Heranführen der 2./KG.40 (Hptm. Fliegel), die in den Mittagsstunden des 9.2. mit 5 Fw 200 angreift und die brit. Schiffe Britannic (2490 BRT), Dagmar I (2471 BRT), Jura (1759 BRT), Varna (1514 BRT), und die norw. Tejo (967 BRT) versenkt. In einem zweiten Anlauf versenkt U 37 am 10.2. den brit. Dampfer Brandenburg (1473 BRT). Der auf die Fühlungshalter-Meldungen hin angesetzte Schwere Kreuzer Admiral Hipper (Kpt.z.S. Meisel) findet am 11.2. nur noch einen Nachzügler des inzwischen aufgelösten Konvois, die brit. Iceland (1236 BRT), und versenkt ihn. Insgesamt werden aus aus dem Konvoi 9 Frachter mit 15.218 BRT versenkt.

8.– 14.2.1941
Griechenland / Ägäis
Wiederaufnahme von Verhandlungen Griechenlands mit der brit. Regierung über die Entsendung britischer Streitkräfte in das Land. Zur selben Zeit unternimmt eine neu gebildete brit. Kampfgruppe mit dem Schweren Kreuzer York, dem Leichten Kreuzer Bonaventure und den Zerstörern Jervis, Janus, Jaguar und Mohawk, unterstützt von der FAA Sq. 815, einen ersten Vorstoß von der Suda-Bucht aus in die Ägäis.

8.– 17.2.1941
Nordatlantik
Operation »Berlin«: Die Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst sichten östlich Neufundland den brit. Konvoi HX.106. Flottenchef Admiral Lütjens unterläßt einen Angriff jedoch, als festgestellt wird, dass der Konvoi durch das Schlachtschiff Ramillies gesichert ist. Nach einer weiteren Versorgung vom 15.-17.2. durch die Tanker Esso Hamburg und Schlettstadt suchen beide Schlachtschiffe vergeblich nach dem Konvoi HX.111.

8.– 19.2.1941
Nordatlantik
Bei Operationen gegen Konvois auf der Nordatlantikroute versenken U 52 (Kptlt. Salman) am 8.2. aus dem OG.52 die brit. Canford Chine (3364 BRT) und U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) am 13.2. aus dem zerstreuten HX.106 den Tanker Clea (8074 BRT) und den zuvor von U 103 (Kptlt. Schütze) torpedierten Tanker Arthur F. Corwin (10516 BRT). Am 14./15.2. versenken aus dem SC.21 das ital. U-Boot Bianchi (KKpt. Giovannini) die brit. Belcrest (4517 BRT) und U 123 (Kptlt. Moehle) die brit. Alnmoor (6573 BRT). Bei Angriffen auf den HX.107 versenken U 103 (Kptlt. Schütze) am 17.2. den brit. Tanker Edwy R. Brown (10.455 BRT) und am 19.2. die norw. Benjamin Franklin (7034 BRT), U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) am 17.2. die brit. Black Osprey (5589 BRT) und U 69 (Kptlt. Metzler) am 18.2. die brit. Empire Blenda (5693 BRT). Bei Angriffen auf Einzelfahrer versenken auf der Nordatlantikroute U 101 (Kptlt. Mengersen) am 14.2. die brit. Holystone (5462 BRT), U 69 am 17.2. die brit. Siamese Prince (8456 BRT) und U 103 am 18.2. die brit. Seaforth (5459 BRT). Auf der Gibraltar- und Westafrikaroute versenken Fw 200 der I./KG.40 am 13.2. und 16.2. die Trawler Rubens (320 BRT) und Naniwa (340 BRT), am 14.2. den brit. Frachter Elisabeth Marie (616 BRT), und beschädigen am 18.2. den niederl. Tanker Taria (10.354 BRT).

9.– 18.2.1941
Mittelmeer
Im östlichen Mittelmeer operieren die ital. U-Boote Topazio und Speri vor der griech.-alban. Küste, vor der Cyrenaika Malachite, in der Ägäis Beilul und Sirena ohne Erfolge.

9.2.– 12.3.1941
Nordatlantik
Die nach Großbritannien laufenden Konvois HX.110 (19.2.-11.3., 41 Schiffe), HX.111 (23.2.-12.3., 23 Schiffe) und SC.24 (28.2.-19.3., 26 Schiffe) sowie die ostgehenden Konvois OB.284 (9.2.-14.2., 35 Schiffe), OB.285 (11.2.-17.2., 46 Schiffe) und OB.286 (13.2.-17.2., 29 Schiffe) überqueren den Atlantik ohne Verluste.

10.– 13.2.1941
Südwestpazifik

Die japan. 7. Kreuzerdivision mit den Schweren Kreuzern Suzuya, Mikuma, Mogami und Kumano führt Flottenbesuche in Bangkok und Saigon durch.

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4. Kriegsschauplatz Somaliaküste

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10.– 25.2.1941
Indischer Ozean / Ostafrika

Zur Unterstützung der brit. Offensive von Kenya aus gegen ital. Truppenbewegungen und Nachschubkolonnen an der Somaliküste bildet der brit. Seebefehlshabers East Indies (VAdm. Leatham) die »Force T« mit dem Kreuzer Shropshire (Capt. Edelsten), dem Träger Hermes, den alten Kreuzern Hawkins, Capetown und Ceres und dem Zerstörer Kandahar. Sie beschießen die Städte Chisimaio und Mogadiscio und unterstützen den Vormarsch der Truppen entlang der Küste mit Artilleriefeuer.

Seit Anfang des Monats haben Flugzeuge des Trägers Formidable Minen vor Mogadiscio gelegt und ital. Schiffe in Massaua angegriffen. Am 31.1. hat der deutsche Versorger Tannenfels rechtzeitig Chisimaio (Somaliland) verlassen. Am 10./11.2. unternehmen 8 ital. und 2 dt. Frachter einen Ausbruchversuch nach Mogadiscio bzw. nach dem vichy-frz. Diego Suarez. Drei ital. Schiffe mit 16.758 BRT werden am 12.2. selbstversenkt, nachdem südafrikanische Truppen in Chisimaio einmarschiert sind und die Stadt bis zum 14.2. mit Feuerunterstützung der Shropshire vollständig besetzen. Von den Schiffen, denen ein Ausbruch gelungen ist, werden 5 ital. Schiffe mit 28.055 BRT von Flugzeugen des Trägers Hermes gemeldet und von dem Kreuzer Hawkins aufgebracht. Die deutsche Uckermark (7021 BRT) wird bei Annäherung der Hawkins am 12.2. von der Besatzung selbstversenkt, der deutsche Frachter Askari (509 BRT) und der ital. Tanker Pensilvania (6861 BRT) werden vor Mogadiscio mit Bomben und Artilleriefeuer versenkt. Nur die ital. Frachter Duca degli Abruzzi (2315 BRT) und Somalia (2699 BRT) erreichen Diego Suarez. Am 25.2. schließlich besetzen ostafrikanische Truppen Mogadiscio.

12.– 25.2.1941
Nordatlantik
Operationen gegen den Konvoi SLS.64. In der Nacht zum 12.2. gewinnt der Schwere Kreuzer Admiral Hipper Fühlung mit dem aus 19 Schiffen bestehenden, noch ungesicherten Konvoi SLS.64 und versenkt aus ihm am Morgen des 12.2. die norw. Borgestad (3294 BRT), die brit. Frachter Derrynane (4896 BRT), Oswestry Grange (4684 BRT), Shrewsbury (4542 BRT), Warlaby (4876 BRT), Westbury (4712 BRT) sowie den griech. Frachter Perseus (5172 BRT) und beschädigt die brit. Lornaston (4934 BRT) und die griech. Kalliopi (4965 BRT) schwer. Am 15.2. läuft Admiral Hipper, in der Biskaya unter Geleitschutz des Zerstörers Richard Beitzen und 2er Torpedoboote, wieder in Brest ein. Aus dem Restkonvoi SLS.64 versenken U 101 (Kptlt. Mengersen) am 16.2. den brit Dampfer Gairsoppa (5237 BRT) und U 48 (Kptlt. Schultze) am 24.2. den brit. Frachter Nailsea Lass (4289 BRT).

Auf die Meldung des Angriffs der Admiral Hipper auf den Konvoi SLS.64 hin läuft die Force H (VAdm. Somerville) mit Renown, Ark Royal, Sheffield and Zerstörern Wishart, Jersey, Foxhound, Firedrake und Fury in den Atlantik aus, um erst Konvoi HG.53 (siehe 8.-11.2.) und danach den nur durch das Schlachtschiff Rodney gesicherten Truppentransportkonvoi WS.6 gegen deutsche Überwasserstreitkräfte zu schützen. Sheffield wird zum Schutz des Restkonvois SLS.64 detachiert. Renown und Ark Royal bleiben bis zum 21.2. beim Konvoi und werden dann vom Schlachtschiff Malaya abgelöst. Aufgrund einer Fehlmeldung über ein erneutes Auslaufen der Admiral Hipper von Brest marschieren alle Schiffe Richtung Biskaya, drehen dann aber ab und laufen am 25.2. wieder in Gibraltar ein.

13.2.– 1.3.1941
Rotes Meer
Operation »Composition«: Vorstoß des zur Ablösung der beschädigten Illustrious auf dem Marsch ins Mittelmeer befindlichen Trägers Formidable gegen Massaua. 13.2.: 14 Albacore-Flugzeuge führen Angriffe auf den Hafen und zerstören den ital. Dampfer Moncalieri (5723 BRT). Leichte Schäden an Kriegsschiffen und weiteren Handelsschiffen. 21.2.: Zweiter Vorstoß gegen Massaua mit 7 als Sturzkampfbomber eingesetzten Albacore-Flugzeugen richtet nur geringe Schäden an. 1.3.: Da der Suez-Kanal durch deutsche Luftminen gesperrt ist, führt die Formidable von Port Sudan aus mit 5 Albacore-Flugzeugen einen dritten Vorstoß gegen Massaua. Geringe Schäden.

14.– 28.2.1941
Mittelatlantik
Am 14.2. treffen sich Hilfskreuzer Schiff 10/ Thor, der Versorger Alsterufer und der Tanker Eurofeld zur Übernahme von Artilleriemunition, Torpedos, Proviant und Personal. Aufgrund des beständig hohen Seegangs nimmt die Versorgung des Hilfskreuzers aus der Alsterufer 14 Tage in Anspruch. Beide Schiffe übernehmen Kraftstoff aus der Eurofeld.

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5. Prisenkommando der Admiral Scheer geht an Bord.

14.2.– 4.3.1941
Indischer Ozean
Vom 14.-17.2. treffen sich das dt. Panzerschiff Admiral Scheer, Hilfskreuzer Schiff 16/ Atlantis mit seinen Prisenschiffen Ketty Brövig und Speybank und der Versorger Tannenfels ca. 1000 sm östl. Madagaskar zur Versorgung und zum Austausch von Nachrichten. Admiral Scheer übernimmt Öl aus Ketty Brövig, Tannenfels wird mit Gefangenen nach Westfrankreich entlassen (Ankunft Bordeaux 19.4.). Am 15.2. verläßt der Konvoi WS.5B mit 20 Truppentransportern Durban, gesichert von den Kreuzern Australia und Emerald. Am 21.2. trifft der Konvoi unbehelligt vor Mombasa auf den Kreuzer Hawkins, während Emerald mit 4 Transportern nach Bombay abdreht.

Inzwischen ist das Panzerschiff Admiral Scheer (Kpt.z.S. Krancke) in das Gebiet der Seychellen vorgestoßen. Dort sichtet das Bordflugzeug am 20.2. zwei Handelsschiffe. Admiral Scheer versenkt den griech. Frachter Grigorios C. II (2546 BRT) und nimmt die British Advocate (6994 BRT) als Prise. Diese erreicht nach weiterer Versorgung duch Schiff 16/ Atlantis am 29.4. die Mündung der Gironde. Ein drittes Schiff, die Canadian Cruiser (7178 BRT), kann ein Notrufsignal absetzen, bevor sie am 21.2. versenkt wird. Das Signal wird von dem Kreuzer Glasgow aufgefangen, der in dem Gebiet stationiert ist, ebenso wie das Notrufsignal des niederl. Dampfers Rantaupandjang (2542 BRT), der am 22.2. von Admiral Scheer versenkt wird. Als das deutsche Panzerschiff am 22.2. von einem Flugzeug des Kreuzers Glasgow entdeckt wird, entsendet der brit. Seekommandant East Indies, VAdm. Letham, den Träger Hermes und den Kreuzer Capetown von Mombasa, die Kreuzer Emerald und Hawkins vom Konvoi WS.5B, wo sie vom Kreuzer Enterprise abgelöst werden, und den Kreuzer Shropshire von der Somaliaküste. Von den Malediven her stößt der austr. Kreuzer Canberra hinzu, der am 20.2. vor Colombo vom neuseel. Kreuzer Leander als Geleitsicherung für den Konvoi US.9 (3 Truppentransporter ab 12.2. von Fremantle) abgelöst wurde. Der Versuch, das deutsche Panzerschiff abzufangen, scheitert aber, weil das Bordflugzeug der Glasgow bei einem zweiten Flug infolge Sichtverschlechterung die Admiral Scheer nicht wiederfinden kann. Bis zum 26.2. suchen die Schiffe erfolglos nach der Admiral Scheer, die inzwischen nach Südosten abgedreht ist und am 3.3. den Südatlantik erreicht.

15.2.1941
Norwegen
Das brit. Unterseeboot Cachalot (LtCdr. Newton) legt eine Minensperre (50 Minen) vor dem Vestfjord (Lofoten) und führt einen erfolglosen Torpedoangriff gegen einen Dampfer.

18.2.1941
Mittelmeer
Die 2./KG.4 wirft Minen im Suez-Kanal. Weiterer Mineneinsatz in der Nacht zum 23.2. Auf Grund dieser und weiterer Minenoperationen muß der Kanal mehrfach für einige Tage gesperrt werden. Dadurch starke Verzögerungen des Schiffsverkehrs. Unter anderem ist auch der Träger Formidable, der die beschädigte Illustrious (vgl. 6.-13.l.) im Mittelmeer ersetzen soll, davon betroffen. Im Suez-Kanal gehen am 25.2. der brit. Hilfsminensucher Sarna (268 ts), am 28.2. das brit. Motor A/S Boat 3 (19 ts) durch Minentreffer verloren.

19.2.1941
Nordsee
Vorstoß der 1.S-Flottille mit S 28, S 39, S 101 und S 102 in die Themse-Mündung. S 102 (Oblt.z.S. Töniges) versenkt den brit. Frachter Algarve (1355 BRT).

19.– 21.2.1941
Luftkrieg England
Die deutsche Luftwaffe wirft mit 125 Flugzeugen in 2 aufeinander folgenden Nächten 112 t Sprengbomben und 1091 sogen. Brandschüttkästen auf Swansea.

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6. Kommandant eines U-Bootes am Sehrohr

19.– 22.2.1941
Nordatlantik
Operationen gegen den Konvoi OB.287. 19.2.: Konvoi durch eine Fw 200 der I./K.G.40 gesichtet, die die brit. Tanker Gracia (5642 BRT) und Housatonic (5559 BRT) versenkt. Ansatz der U-Boote U 73, U 107, U 48, U 96, U 69, Bianchi, Marcello, Barbarigo auf die gemeldete Position. 20.2.: 2 Fw 200 finden den Konvoi erneut und beschädigen den brit. Tanker D.L Harper (12.223 BRT) sowie die brit. Frachter Rosenborg (1997 BRT) und St. Rosario (4312 BRT). Auch an diesem Tag können die U-Boote auf Grund der ungenauen Positionsmeldungen (77 sm Differenz) nicht an den Konvoi herankommen. 21.2.: Eine Fw 200 beschädigt den brit. Tanker Scottish Standard (6999 BRT), der tags darauf von U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) versenkt wird. Zerstörer Hurricane und die Korvette Periwinkle verfolgen U 96 daraufhin 5 Stunden lang mit Wasserbomben. Von den anderen U-Booten wird am 22.2. Marcello vermutlich durch den brit. Zerstörer Montgomery versenkt. Die U-Boot-Operation wird daraufhin abgebrochen. Dagegen gelingt es einer Fw 200, den Konvoi noch einmal zu finden und einen der beschädigten Dampfer erneut zu treffen. Gesamterfolg: 3 Tanker mit 18.200 BRT versenkt, 3 Schiffe mit 18.532 BRT beschädigt, dafür ein U-Boot verloren. Weiter nördlich versenkt U 108 (Kptlt. Scholtz) am 22.2. den niederl. Einzelfahrer Texelstroom (1617 BRT).

19.– 23.2.1941
Mittelmeer
Operation »MC.8«: Die brit. Mittelmeerflotte bringt von Alexandrien einen Konvoi nach Malta, gleichzeitig laufen Konvoibewegungen nach Griechenland. Das südostwärts Malta stehende ital. U-Boot Dagabur sichtet die Verbände nicht.

19 - 27.2. 1941
Nordsee
Durch Minentreffer gehen verloren: in der Emsmündung am 19. 2. der Schleppdampfer Enak (180 BRT) , in der Elbe am 26. 2. der Fischdampfer Schaumburg-Lippe (200 BRT) und in der Außenjade am 27. 2. der Dampfer Adele Ohlrogge (1371 BRT).

19.2.– 6.3.1941
Mittelmeer
Im östlichen Mittelmeer operieren die ital. U-Boote Turchese, Menotti vor der griech.-alban. Küste, Settimo ostwärts Malta, Ambra vor der Cyrenaika, ohne Erfolge. U-Boote Zoea und Micca bringen Nachschub von Tarent nach Leros (Dodekanes).

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7. Italienischer Hilfskreuzer Ramb I explodiert.

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20.2.1941
Kanal
Ein Flugzeug des KG.2 versenkt östlich von Lizard in einem Nachtangriff den brit. Frachter Rigmor (1278 BRT).

20.2.– 4.3.1941
Indischer Ozean
Am 20./21.2. gelingt dem ital. Hilfskreuzer Ramb I (3667 BRT) und dem dt. Versorger Coburg (7400 BRT) der Ausbruch aus Massaua. Nach seiner Entlassung aus dem Konvoi US.9 vor Bombay sichtet der neuseel. Kreuzer Leander (Capt. Bevan) am 27.2. westl. der Malediven Ramb I (Kptlt. Bonezzi), die nach kurzem Gefecht durch eine Explosion zerstört wird. 103 Schiffbrüchige werden gerettet. Am 4.3. sichete ein Bordflugzeug der Canberra (Capt. Farncomb) südöstl. der Seychellen die Coburg mit dem Prisentanker Ketty Brövig (7031 BRT). Beide Schiffe werden von ihren Besatzungen bei Annäherung der Kreuzer Canberra und Leander selbstversenkt. Der italienische Kolonial-Aviso Eritrea und der Hilfskreuzer Ramb II, die am 18..2. bzw. 22.2. erfolgreich aus Massaua ausbrechen können, erreichen am 22.3. Kobe (Japan). Der ital. Frachter Himalaya (6240 BRT), der erfolgreich am 1.3. ausbrechen kann, erreicht am 4.4. Rio de Janeiro.

21./ 22.2.1941
Luftkrieg Deutschland
RAF-Bomber Command greift Wilhelmshaven an.

21.– 25.2.1941
Mittelmeer
Aus einem Konvoi mit 2 dt. Transportern und den ital. Zerstörern Freccia, Saetta und Turbine torpediert das brit. U-Boot Regent (LtCdr. Browne) den Dampfer Menes (5609 BRT), und wird anschließend von Saetta mit Wasserbomben verfolgt und beschädigt. Am folgenden Tag wird ein von Norden kommender Konvoi mit 2 ital. Dampfern und dem T-Boot Montanari bei Kerkennah von dem brit. U-Boot Ursula (Lt. Mackenzie) angegriffen, das die Sabbia (5788 BRT) torpediert und anschließend von dem Torpedoboot beschädigt wird. Upright (Lt. E.D.Norman) versenkt am 23.2. vor Sfax wahrscheinlich die ital. Silvia Tripcovich (2365 BRT). An der griech.-alban. Küste operieren die griech. U-Boote Nereus (Kptlt. Rotas) und Papanikolis (Oblt. Iatrides), Nereus verfehlt am 23.2. den vom Torpedoboot Altair gesicherten großen Transporter Piemonte.

22./ 23.2.1941
Norwegen
Aus Bergen läuft Minenschiffgruppe Nord mit Brummer (KKpt. von Schönermark), Cobra und Königin Luise, gesichert durch die 5. M-Flottille, und legt die Minensperre 23 »Swine« als 3. Teil der Nordverlängerung der „Westwall"-Sperren im Seegebiet zwischen Shetland Inseln und Korsfjord.

22.– 24.2.1941
Mittelmeer

Am 22.2. beschädigen Ju 88 der II./LG.1 im Hafen von Bengasi den brit. Monitor Terror durch Bombentreffer. Bei dem Versuch, das Schiff nach Alexandria zu schleppen, sinkt es am 23.2. nordwestlich von Derna. Am 24.2. versenken Ju 88 der II./LG.1 vor Tobruk den brit. Zerstörer Dainty. Und am 25.2. versenken He 111 der II./KG.26 im Golf von Philippeville die franz. Louis Charles Schiaffino (3089 BRT), der erste erfolgreiche Lufttorpedo-Einsatz einer He 111.

22.– 24.2.1941
Nordatlantik
Operation gegen den Konvoi OB.288. Am 22.2. sichtet eine Fw 200 der 1./K.G.40 den Konvoi westlich Irland und beschädigt die brit. Dampfer Keila (3621 BRT) und Kingston Hill (7628 BRT). Von einem günstig stehenden Vp.-Streifen mit den U-Booten U 73, U 69, U 96, U 107, U 552, U 97, Barbarigo und Bianchi gewinnt U 73 (Kptlt. Rosenbaum) wenig später Fühlung. Nach Abreißen der Fühlung am Abend wird für den 23.2. ein neuer Vp-Streifen mit U 73, U 96, U 69, U 123, Bianchi und Barbarigo befohlen. Am 23.2. tags kommen U 96, U 73, U 69 heran, der Konvoi biegt nach Norden aus, die Fw 200 stoßen vorbei. Am 23.2. abends wird der Konvoi aufgelöst. Um Mitternacht am 23./24.2. greifen mit kurzen Abständen U 107, U 96, Bianchi, U 69, U 95 und U 73 an. U 107 (Kptlt. Hessler) und evtl. Bianchi torpedieren das »Ocean Boarding Vessel« Manistee (5360 BRT), das am nächsten Morgen von U 107 versenkt wird, U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) versenkt die Frachter Anglo Peruvian (5457 BRT), Linaria (3385 BRT) und Sirikishna (5458 BRT), U 69 (Kptlt. Metzler) den Frachter Marslew (4542 BRT), U 95 (Kptlt. Schreiber) die Frachter Svein Jarl (norw., 1908 BRT), Cape Nelson (3807 BRT) und Temple Moat (4427 BRT), Bianchi (KKpt. Giovannini) den Frachter Huntingdon (10.646 BRT), U 73 den Frachter Waynegate (4260 BRT) und U 123 (Kptlt. Moehle) den Einzelfahrer Grootekerk (niederl., 8685 BRT). Aus dem OB.288 werden insgesamt 10 Schiffe mit 49.550 BRT versenkt und 2 Schiffe mit 11.249 BRT beschädigt.

23.– 25.2.1941
Nordatlantik
Operationen gegen den Konvoi OB.289. Am 23.2. sichtet U 552 den Konvoi und hält an ihm für die angesetzten U 95, U 97 und U 108 Fühlung. Während U 552 infolge Torpedoversagern bei 2 Angriffen keinen Erfolg hat, versenkt U 97 (Kptlt. Heilmann) in der Nacht zum 24.2 in 3 Anläufen die Frachter Mansepool (4894 BRT) und Jonathan Holt (4973 BRT) und den Tanker British Gunner (6894 BRT) und torpediert den Tanker G.C. Brövig (9718 BRT). U 552 hält bis zum 25.2. Fühlung, doch kommt U 95 vor Auflösung des Konvois nicht mehr heran.

24.– 26.2.1941
Mittelmeer
Großgeleit von Neapel nach Tripolis mit den Fahrgastschiffen Esperia (11398 BRT), Conte Rosso (17879 BRT), Marco Polo (12272 BRT) und Victoria (13098 BRT). Sicherung durch die Zerstörer Camicia Nera und Baleno, das T-Boot Aldebaran und als Fernsicherung die Leichten Kreuzer Giovanni delle Bande Nere und Armando Diaz mit den Zerstörern Ascari und Corazziere. Aus dem Deckungsverband versenkt das brit. U-Boot Upright (Lt. Norman) am 25.2. die Armando Diaz (Kpt.z.S. Mazzola), nur 133 Überlebende von 633 Mann Besatzung.

22.– 28.2.1941
Nordatlantik
Operation »Berlin«: Etwa 500 sm östlich von Neufundland versenken die Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst aus einem aufgelösten westgehenden Konvoi die brit. Frachter Kantara (3237 BRT), A.D.Huff (6219 BRT), Harlesden (5483 BRT), Trelawny (4689 BRT) und den in Ballast fahrenden Tanker Lustrous (6156 BRT). Da das Auftreten der Schiffe durch einen Notruf der Trelawny bekannt geworden ist, entschließt sich Adm. Lütjens, das Operationsgebiet in den Mittelatlantik zu verlegen. Auf dem Weg dorthin übernehmen die Schlachtschiffe vom 26.-28.2. aus den Versorgungstankern Ermland und Friedrich Breme zusammen 7500 ts Öl und geben 180 Gefangene an die Ermland ab.

25.2.1941
Deutschland
Indienststellung des Schlachtschiffes Tirpitz (52.600 t) in Wilhelmshaven.

25.2.1941
Frankreich

Admiral Darlan, Stellvertreter und designierter Nachfolger Marschall Pétains, übernimmt die Leitung des Außen-, Innen- und Marineministeriums in Vichy.

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8. Luftaufklärung der RAF über Brest.

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25.2.1941
Nordsee

S
30 (Oblt.z.S. Feldt) versenkt vor Lowestoft den brit. Geleitzerstörer Exmoor.

25./ 26.2.1941
Kanal
Die T-Boote Iltis (Kptlt. Jacobsen) und Jaguar (Kptlt. Hartenstein) führen vor Eastbourne Minenunternehmung »Augsburg A« durch.

25./ 26.2.1941
Luftkrieg Frankreich
Angriff des RAF Bomber Command auf Brest, dabei sind erstmals Bomber vom Typ Avro Manchester eingesetzt.

25.– 28.2.1941
Ägäisches Meer
Operation „Abstention": Am 25.2.landen die brit. Zerstörer Decoy und Hereward, unterstützt vom Unterseeboot Parthian und dem Kanonenboot Ladybird, 200 Mann Kommando-Truppen und Marinepersonal auf der Insel Castelorizo (östl. Rhodos), das Kanonenboot Ladybird setzt eine Abteilung Royal Marines im Hafen ab. Geringer ital. Widerstand, die Garnison von 35 Mann ergibt sich, die Briten erbeuten das Schlüsselbuch »Y1«. Am 26.2. landet die bewaffnete Yacht Rosaura eine weitere Kompanie an, Ladybird durch Luftangriff beschädigt. An den beiden folgenden Tagen gelingt es den ital. Zerstörern Sella und Crispi, den Torpedobooten Lupo und Lince und den Schnellbooten MAS 541 und MAS 546, von Rhodos aus Verstärkungen zu landen und durch ihr Artilleriefeuer die gelandeten Engländer niederzukämpfen. Am 27.2. werden der Leichte Kreuzer Bonaventure und die Zerstörer Jaguar, Decoy, Hasty und Hero abgeteilt, um die brit. Truppen zu evakuieren. Teile werden an Bord genommen und entkommen nachts. Ein Torpedoangriff der Crispi gegen die Jaguar schlägt fehl. Der Evakuierungsverband wird vom Leichten Kreuzer Ajax und dem Zerstörer Nubian aufgenommen, die Einheiten laufen zusammen nach Alexandria. Ein Ansatz des U-Bootes Galatea bleibt ohne Erfolg.

25.– 28.2.1941
Nordatlantik
Operation gegen den Konvoi OB.290. Am Nachmittag des 25.2. sichtet das neu im Op.-Gebiet eingetroffene U 47 (Kptlt. Prien) den Konvoi (41 Schiffe), wird aber durch ein Flugzeug abgedrängt und kommt erst kurz vor Dunkelwerden wieder heran. In der Nacht versenkt U 47 in 3 Anläufen den brit. Dampfer Kasongo (5254 BRT) und die norw. Borgland (3636 BRT) und torpediert den brit. Tanker Diala (8106 BRT) und die schwed. Rydboholm (3197 BRT), die nach einem Luftangriff des KG.40 am 28.2. aufgegeben wird. Auf seine Fühlunghaltermeldung werden die Boote U 97, U 73, Bianchi, Barbarigo und am 26.2. auch U 99 angesetzt, kommen jedoch nicht mehr heran. U 47 führt durch Peilzeichen am Mittag des 26.2. eine, am Nachmittag 5 Fw 200 der I./KG.40 heran, die aus dem sich auflösenden Konvoi die niederl. Frachter Amstelland (8156 BRT) und Heursplein (4368 BRT), die griech. Kyriakoula (4340 BRT), die norw. Solferino (2580 BRT) und die brit. Frachter Llanwern (4966 BRT), Mahanda (7181 BRT) und Swinburne (4659 BRT) versenken und 4 weitere mit 20.755 BRT beschädigen. (Größter Einzelerfolg des KG.40). Bianchi versenkt die vom Konvoi abgekommene brit. Baltistan (6803 BRT). Nach 2 Angriffen von Fw 200 am 27. und 28.2. wird auch der Frachter Anchises (10.000 BRT) aufgegeben. Am 28.2. verfehlt U 99 noch den vom OB.290 versprengten Dampfer Holmelea (4223 BRT), den U 47 anschließend mit Artillerie versenkt. Insgesamt werden von U-Booten 4 Schiffe mit 19.922 BRT, von Flugzeugen 9 Schiffe mit 49.447 BRT versenkt, 5 Schiffe mit 28.861 BRT werden beschädigt. Weiter nördlich versenken U 70 (Kplt. Matz) am 26.2. den schwed. Einzelfahrer Göteborg (820 BRT) und U 108 (Kptlt. Scholtz) am 28.2. den brit. Einzelfahrer Effna (6461 BRT).

26.2.1941
Western Approaches
Deutsche Flugzeuge versenken vor Milford Haven das norw. Motorschiff Teneriffa (5655 BRT).

26./ 27.2.1941
Nordsee
Bei einem Vorstoß der 1.S-Fl. versenkt S 28 (Kptlt. Klug) vor Cromer den brit. Frachter Minorca (1123 BRT).

28.2.1941
Nordafrika
Luftmineneinsatz der 2./KG.4 gegen Tobruk. Auf diesen Minen sinkt am 18.3. die bewaffnete Yacht Rosaura (1552 BRT).

28.2.1941
Allgemeine Lage / Deutschland
Auf Betreiben des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Göring hebt Hitler die Unterstellung der I./KG 40 beim BdU (siehe 7.-31.1.41) wieder auf und ordnet die Aufstellung eines »Fliegerführer Atlantik« in Lorient und eines »Fliegerführer Nord« in Stavanger mit der Aufgabe der Aufklärung über Atlantik, Nordsee und Europäischem Nordmeer an.

28.2./ 1.3.1941
Luftkrieg Deutschland
Luftangriff des RAF Bomber Command auf Wilhelmshaven.

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Fortsetzung im Text