1945 Mai

 

 

 

 

Mai 1945
Deutschland / Deutsche Besatzungsgebiete

In seiner Ansprache zur Übernahme des Amtes als Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches äußert Großadmiral Dönitz: „Ein Feigling und Verräter ist, der sich gerade jetzt seiner Pflicht entzieht“. Bis Mitte 1944 haben Marinerichter über 800 Strafen für Fahnenflucht verhängt. Für das Jahr 1944/1945 sind keine Angaben überliefert; doch die Feldgerichte der Marine arbeiten nicht nur bis Kriegsende, sondern noch bis in den August 1945 weiter. Zwischen dem 10. Mai und August 1945 werden noch mindestens 750 Strafverfahren durchgeführt, davon allein 424 wegen Meuterei und Fahnenflucht. (M.Schartl: Zur Aufrechterhaltung der Manneszucht … In: Grenzfriedenshefte 1999 H.4, S.7)

. Blick auf U 141
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1. Nach dem Krieg müssen die in den Häfen (hier in Wilhelmshaven) selbstversenkten U-Boote geborgen werden

1.5.1945
Mittelmeer
In der Ägäis Vorstoß der Zerstörer Kimberley (brit.), Catterick (brit.) und Kriti (griech.) gegen Rhodos. In der Adria westlich von Triest geht das deutsche Schnellboot S 157 durch Treffer jugosl. Granatwerfer verloren. In Monfalcone wird das ital. U-Boot Argo selbstversenkt.

1.– 4.5.1945
Deutschland
Auf das Stichwort »Regenbogen« werden gem. Befehl des B.d.U. folgende U-Boote in den vor der Besetzung durch alliierte, meist britische Truppen stehenden deutschen Häfen selbstversenkt:

Warnemünde: U 612, U 929 und U 1308 (Typ VII) am 1.5. Travemünde/ Neustadt: U 316, U 1170, U 1196 (Typ VII), U 2510, U 2526, U 2527, U 2528, U 2531, U 2533, U 2535, U 2536, U 3002, U 3010, U 3011, U 3013, U 3014, U 3016, U 3018, U 3019, U 3020, U 3021, U 3023, U 3024, U 3025, U 3026, U 3027, U 3037, U 3507, U 3511, U 3513, U 3516, U 3517 U 3521, U 3522 (Typ XXI) am 2.5. Fehmarn: U 2524, U 2534 (Typ XXI) am 3.5.

Hamburg: U 747 und U 1201 (Typ VII) U 2327, U 2332, die unfertigen U 2370 und U 2371 (Typ XXIII) sowie U 2501, U 2504, U 2505, U 3004, U 3502 und U 3506 (Typ XXI) am 3.5.

Kiel: U 475, U 560, U 922, U 924, U 958, U 1192, U 1205, U 1275 (Typ VII), U 2508, U 2519, U 2520, U 2539, U 2543, U 2545, U 2546, U 2548, U 2552, U 3022, U 3028, U 3029, U 3031, U 3038, U 3039, U 3040, U 3518, U 3525 und U 3530 (Typ XXI), U 2330, U 2355, U 4705, U 4709, U 4711 und U 4712 (Typ XXIII) und die unfertigen oder a.D. gestellten U 11, U 56, U 57, U 58, U 59 (Typ II), U 474, U 1027, U 1030 und U 1166 (Typ VII) U 3531, U 3533, U 3534 (Typ XXI) U 2331, U 4713 und U 4714 (Typ XXIII), U 795 (Walter Typ Wk 202), UA (ex-türk. Batiray), UB (ex-brit. Seal), UD 1 (ex-niederl. O-8), am 3.5. Eckernförde: U 876 (Typ IXD2) am 3.5. Kiel-Kanal: U 792 und U 793 (Walter Typ Wa 202) am 4.5., U 428 und U 748 (Typ VII) am 5.5.

1.– 4.5.1945
Südwestpazifik
Die japanischen Tanker Iyasaka Maru No.2 und Yaei Maru No.2 sinken auf Luftminen vor Singapur.

1.– 5.5.1945
Nord- und Westatlantik
Als Wetterboot ist im Nordatlantik U 1009 eingesetzt. Vor Reykjavik operiert U 979 (Kptlt. Meermeier), versenkt am 2.5. den brit. bewaffneten Trawler Ebor Wyke (348 BRT) und torpediert am 4.5. aus dem Konvoi RU.161 den brit. Tanker Empire Unity (6386 BRT).

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2. Träger-Unterseeboot I-58, 
darüber die Einmann-Torpedos Kaiten 1 und 2.

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1.– 6.5.1945
Pazifik
Gegen die US Landungsoperationen vor Okinawa entsendet die japan. 6. Flotte die mit bemannten Torpedos (»Kaiten«) ausgerüsteten U-Boote der »Amatake« Gruppe mit I-47, I-36 und I-58. Zwischen Ulithi and Okinawa feuert I-47 (Kptlt. Orita) am 1./2.5. zunächst Torpedos, setzt dann »Kaiten« an und meldet die Versenkung von 4 Frachtern, 1 Zerstörer und 1 Leichten Kreuzer, doch nur der Frachter Carina (7740 BRT) wird durch einen der bemannten Torpedos leicht beschädigt. I-36 (Kptlt Teramoto) und I-58 (KKpt. Hashimoto) kehren danach zurück, letzterer mit allen »Kaiten«. I-47 setzt am 6.5. nochmals einen Kaiten auf einen amerikan. Kreuzer an, horcht nach etwa 24 Minuten eine Detonation, der Angriff bleibt aber offenbar erfolglos.

1.– 9.5.1945
Bornholm / Ostsee
Seit Ende April trifft die sowj. Marine gemeinsam mit dem sowj. Generalstab Vorbereitungen für eine Seelandung auf Bornholm. Die Insel deckt durch ihre geografische Lage die Zwangswege der Kriegsmarine, die Luftrouten der Transportflieger nach Norwegen und zuletzt das einzig noch verbliebene U-Boot-Ausbildungs- und Erprobungsgebiet. Um eine Landung zu verhindern, wird von deutscher Seite die Küstenverteidigung der Insel durch Heeresartillerie massiv auf etwa 19.000 Mann verstärkt.

Ab 1.5. beginnen Fliegerkräfte der Baltischen Rotbanner Flotte (BRF) mit Angriffen auf den Schiffsverkehr im Seegebiet der Pommerschen Bucht. Ein im Anmarsch auf Neksö befindliches MFP-Geleit mit Infanterie an Bord wird durch sowj. Schlachtflugzeuge bombardiert, die Sicherungsfahrzeuge SAT Westflandern und Prinses Beatrix werden versenkt. Vom 4.- 6.5. erfolgt die Evakuierung des IX. Armeekorps (Gen. Wuthmann) nach Bornholm. Im Ergebnis separater Kapitulationsverhandlungen mit dem brit. Feldmarschall Montgomery (siehe 4.5.1945) tritt für den 5.5. eine Teilkapitulation Dänemarks und Schleswig-Holstein in Kraft, die eine widerstandslose Besetzung Bornholms durch britische Truppen ermöglicht.

Um der brit. Besetzung zuvorzukommen, bietet der Befehlshaber der BRF am 6.5. über Funk dem Inselkommandanten, Kpt.z.S. von Kampts, ein separates Waffenstillstands- und Kapitulationsangebot, das aber nicht angenommen wird. In Erwartung sowjetischer Luftangriffe werden Neksö und Rönne in aller Eile evakuiert. Am 7. und 8 Mai fliegen 21 Schlachtflugzeuge und 62 Jäger schwere Luftangriffe auf die beiden Städte. Bis zu 70 Prozent des Wohnraums werden zerstört, 6 Schiffe und 20 Fischerboote versenkt. Am 9.5. laufen sowj. Torpedokutter mit 110 Soldaten als Landungstruppen am Bord in Rönne ein. Bornholm ergibt sich daraufhin der sowjet. Besatzungsmacht.

1.– 11.5.1945
Korea / Nordpazifik
B-24 Bomber and PBM Flugboote der US Navy greifen japan. Schiffe vor Korea an. Sie versenken 26 Schiffe (darunter 10 Tanker) und beschädigen 8 weitere. Am 5.5. wird der Geleitzerstörer Oki vor Inchon beschädigt. Am 8.5. wird der Truppentransporter Kotobuki Maru (ex-ital. Conte Verde, 18.765 BRT) durch eine Luftmine südl. Korea beschädigt. Am 11.5. versenken B-24 Bomber der 11. Luftflotte USAAF ein Handelsschiff und beschädigen den Geleitzerstörer Hachijo in Kataoka Harbor (Kurilen).

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3. USS Raton (SS-270) längsseits eines Schwimmdocks in Manitowac

1.– 31.5.1945
Pazifik

Alliierte U-Bootangriffe auf den jap. Schiffsverkehr.
Vor den Kurilen versenkt Sea Poacher (LtCdr. Gambacorta) am 11.5. einen Trawler, am 15.5. die Leichter Ume M. No.56 (100 BRT) und Fukuun M. (22 BRT); zwei weitere Küstenschiffe werden beschädigt, möglicherweise sind sie aber auch gesunken. Plaice (LtCdr. Stevens) versenkt am 13.5. das Wachboot Nisshin M. (111 BRT), drei weitere Kleinfahrzeuge und beschädigt zwei Leichter, am 18.5. beschädigt es einen weiteren Leichter. Piper hat am 27.5. einen Fehlschuss. Vor der Laperouse-Straße versenkt Sterlet (LtCdr. Lewis) am 29.5. die Frachter Kuretake M. (1924 BRT) und Tenryo M. (2231 BRT) trotz Gegenangriffen der Korvette Kaibokan 65. Im Polargebiet operiert Manta ohne Erfolg.

In japanischen Gewässern versenkt Bowfin (Cdr. Tyree) vor Hokkaido am 1.5. das Hilfskanonenboot Chowa M. (2719 BRT) und am 8.5. das Fischereifahrzeug Daito M. No. 3 (880 BRT). Südlich von Honshu versenkt Cero (LtCdr. Berthrong) am 4.5. den Frachter Shinpen M. (884 BRT), am 13.5. versenkt es den Frachter Shinnan M. (1025 BRT) und am 20.5. den Trawler Seki M. No.5 (377 BRT). Vor Hokkaido versenkt Sandlance am 14.5. den Hilfsminensucher Yoshino M. (220 BRT). Tench (LtCdr. Baskett) versenkt am 27.5. den kleinen Frachter Kinei M., am 30.5. ein Kleinfahrzeug. Nördlich der Bonin-Inseln versenkt Tigrone am 27.5. das Wachboot Yawata M. No.3 (19 BRT). Vor Wakayama beschädigt Sennet (Lt-Cdr Clark) die Korvette Kaibokan 50. Ohne Erfolg operieren vor Japan Devilfish, Guardfish, Hackleback, Lapon, Peto, Pilotfish, Piranha, Quillback, Razorback, Redfin, Silversides, Steelhead, Tigrone und im Japanischen Meer Tunny

Im Ostchinesischen- und Gelben Meer versenkt Lionfish am 1.5. einen Segler. Springer (LtCdr Kefauver) versenkt am 2.5. die Fregatte Oga und am 3.5. die Korvette Kaibokan 25. Am 4.5. versenkt Trepang (LtCdr Faust) den Minensucher W 20, der – wie schon Kaibokan 25 – auf dem Wege ist, der bedrängten Oga zu Hilfe zu eilen. Am 2.5. versenkt Raton (LtCdr. Shea) aus dem Konvoi SE.3 den Frachter Toryu M. (1992 BRT), am 12.5. den Frachter Rekizan M. (1311 BRT) und am 16.5. den Frachter Eiju M. (2456 BRT). Shad (LtCdr. Mehlhop) beschädigt am 15.5. den Frachter Mako M. (1398 BRT), am 17.5. versenkt es den Frachter Chozan M. (3938 BRT). Balao versenkt am 19.5. einen Segler. Ray (LtCdr. Kinsella) versenkt vom 19. bis 30.5. insgesamt 15 Segler – bestätigt werden lediglich am 25.5. Tsuki M. (57 BRT) und am 28.5. Biko M. (144 BRT) – sowie 5 Küstenfahrzeuge. Billfish (LtCdr. Farley) versenkt am 26.5. den Frachter Kotobuki M. No. 7 (991 BRT). Segundo (LtCdr. Fulp) versenkt am 29.5. insgesamt 7 Segler. Dentuda, Muskallunge, Paddle, Queenfish und Ronquil bleiben ohne Erfolg.

Im Südchinesischen Meer operieren Becuna, Blower, Brill, Caiman, Guitarro and Sealion ohne Erfolg. Bream, Cavalla und Perch verlegen von Australien nach Pearl Harbor, umgekehrt verlegen Capitaine, Carbonero, Icefish, Loggerhead und Puffer nach Fremantle.

In der Bucht von Thailand wird Lagarto am 3.5. von dem jap. Minenleger Hatsutaka versenkt. Am 6.5. versenkt Hammerhead (Cdr. Smith) den Tanker Kinrei M. (867 BRT) und am 15.5. den Transporter Tottori M. (5978 BRT) aus einem Konvoi, gesichert durch den Minenleger Hatsutaka, der vergeblich einen Gegenangriff unternimmt. Das brit. Supreme versenkt am 7.5. zwei Routendampfer und eine Dschunke. Bream (LtCdr. McCallum) legt am 8.5 Minen bei Puolo Obi (Indochina). Östlich der Malaya-Halbinsel versenkt Hawkbill (LtCdr. Scanland) am 16.5. den Minenleger Hatsutaka und am 29.5. ein Kleinfahrzeug. Bullhead (LtCdr. Griffith) versenkt am 30.5. einen Segler. Das brit. Supreme versenkt zwei Küstenfrachter und eine Dschunke. Cobia (LtCdr. Bekker) wird am 14.5. im Golf von Siam durch Wasserbombenangriff beschädigt und versenkt am 30.5. einen Segler.

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4. Japanischer Routendampfer unterwegs nach Yokosuka.

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In der Malakka-Strasse versenkt das brit. Statesman (Lt. Blakeley) am 1.5. ein kleines Fahrzeug, am 5. und 9.5. drei Dschunken. Scythian versenkt 5.5. ein Kleinfahrzeug und am 19.5. eine Dschunke, Sibyl versenkt vom 8.5. bis 31.5. fünf Dschunken. Westlich von Thailand versenkt das brit. U-Boot Clyde am 15.5. eine Dschunke. Sea Dog versenkt am 18.5. ein Küstenfahrzeug und am 20.5. einen Segler.

In der Sundasee versenkt das brit. Tiptoe am 15. und 17.5. jeweils einen Routendampfer. Das US U-Boot Chub (Cdr. Rhymes) hat am 20.5. einen Fehlschuss und versenkt am 21.5. den Minensucher W-34. In der Sunda-Straße versenkt das US-U-Boot Blenny (LtCdr. Hazzard) am 25.5. das Wachboot Kairyu M. (81 BRT), am 30.5. einen Leichter und den Frachter Hokoku M. (520 BRT).

In der Javasee versenken die brit. Solent und Sleuth am 2.5. gemeinsam einen Routendampfer. Das niederl. K-XIV (LtCdr Smith) versenkt am 10.5. eine Dschunke. Das brit. Rorqual legt am 10.5. eine Minensperre im Zugang nach Batavia und versenkt am 11.5. einen Routendampfer. Das US U-Boot Baya (LtCdr. Jarvis) versenkt am 13.5. den Tanker Yosei M. (2594 BRT). Das brit. Trump (LtCdr Catlow) versenkt am 13.5. das Wachboot Shosei M. No. 15 (43 BRT), am 25.5. eine Dschunke, am 28.5. einen Routendampfer. Das brit. Terrapin (Lt. Brunner) versenkt am 17.5. einen Segler und beschädigt einen Leichter, am 19.5. wird es von jap. U-Jagd-Schiffen durch Wabos irreparabel beschädigt. Das US U-Boot Bergall (LtCdr. Hyde) beschädigt am 18.5. ein kleineres Fahrzeug, am 30.5. versenkt es zwei Schlepper und fünf Leichter. Blueback (LtCdr. Clemenson) beschädigt am 21.5. ein Wachboot, am 28.5. beschädigt es zusammen mit Lamprey ein weiteres Geleitfahrzeug. Das brit. Trenchant (Cdr. Hezlet) versenkt am 25.5. den Hilfsminensucher Wa-105 (ex-niederl. Grissee) und den Routendampfer Shinto M. (527 BRT), der aufgesetzt und später geborgen wird. Das brit. U-Boot Thorough (LtCdr Hopkins) versenkt am 25.5. den Frachter Nittei M. (1000 BRT). Boarfish hat am 29.5. einen Fehlschuss. Croaker beschädigt am 30.5. wahrscheinlich den U-Jäger Kenkai M. (89 BRT) und versenkt die Kleinfahrzeuge No.146 und No.154.

2.5.1945
Japan
Im Japanischen Meer geht die jap. Fregatte Mikura verloren, wahrscheinlich durch Minentreffer.

2.5.1945
Allgemeine Lage / Deutschland
Ende der Kämpfe um Berlin. Zusammentreffen der 6. brit. Luftlande-Division mit Einheiten der 70. sowj. Armee bei Wismar. In Nachfolge von Großadmiral Dönitz, der nach dem Tod Adolf Hitlers zum Reichspräsidenten ernannt worden ist, wird Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg zum neuen Oberbefehlshaber der Kriegsmarine.

2./3.5.1945
Luftkrieg Deutschland
Letzter Luftangriff des RAF Bomber Command mit 179 Mosquitos der Gruppen No.5 und 100 auf Kiel. 174 to Bomben werden abgeworfen. Das Schnellboot S 201 wird beschädigt und daraufhin selbstversenkt. Am 3.5. Tagesangriff der 8. Luftflotte USAAF. U 3505 geht verloren.

2.– 6.5.1945
Ostsee/Nordsee

»Operations Record Books«:
Massierte Angriffe der RAF gegen Schiffsansammlungen in der westlichen Ostsee und auf dem Marsch nach Norwegen befindliche U-Boote (etwa 60).

2.5.: Typhoons der 2nd Tactical Air Force (TAF) versenken vor der Lübecker Bucht den Dampfer Florida (5542 BRT) und auf der Trave zwischen Lübeck und Travemünde U 1007, 33 Mosquitos des »Banff Strike Wing« der 143., 235., 248., 404. und 333. Sqn. RAF versenken im Kattegat westlich Göteborg M 293 und U 2359.

. Cap Arcona
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5. Cap Arcona: Auf ihr wurden mehr als 6000 KZ-Häftlinge zusammengetrieben. Was sollte mit ihnen geschehen?

3.5.: Typhoons der 83rd und 84th Group der 2nd TAF versenken vor der Lübecker Bucht die mit mehr als 10.000 Häftlingen des Konzentrationslagers Neuengamme überladenen Dampfer Cap Arcona (27.561 BRT, 5600 Tote) und Thielbek (2815 BRT, 2400 Tote) sowie den Dampfer Deutschland (21.046 BRT). In der Kieler Bucht werden das Geleitboot Hai / F 3 sowie die Transporter Inster (4713 BRT, 120 Tote), Insterburg (2301 BRT), Irmtraud Cords (2814 BRT), Wolgast (164 BRT), das Bergungsschiff Energie (1867 BRT) und der Wassertanker Leda (594 BRT) versenkt. Vor der Insel Fehmarn gehen U 3012 und U 3032, die Zielschiffe Swakopmund (6133 BRT), Vega (ex norw., 7287 BRT), Musketier (ex dän. Jylland, 2762 BRT) sowie die Frachter Erna Gaulke (400 BRT) und Dwarssee (552 BRT) verloren, der Flüchtlingstransporter Der Deutsche kann glücklicherweise aufgesetzt werden. Südlich der Belt-Eingänge wird U 1210 versenkt, außerdem gehen die Transporter Dorpat (3535 BRT) und Taifun (ex-norw Polykarp, 6405 BRT) verloren. Beaufighter der 16th Group des Coastal Command (13 Flugzeuge der 236. Sqn. RAF und 17 Maschinen der 254. Sqn. RAF) versenken im Gebiet der Belte den Dampfer Pallas (627 BRT) mit Raketen und Bordwaffen.

4.5.: Typhoons der 2nd TAF versenken im Kleinen Belt S 103, weiter südlich U 2521 und den Dampfer Ostwind und beschädigen U 236. Vor der Insel Fehmarn sinken das Zielschiff Bolkoburg (3436 BRT), im Fehmarnsund Helga Schröder (ex norw. Kjell Billner, 1159 BRT), in der Kieler Bucht die Transporter Freiburg (5156 BRT) und Graudenz (500 BRT) Beaufighter der 16th Group (12 Flugzeuge der 236. Sqn. RAF und 10 Flugzeuge der 254. Sqn. RAF mit Sicherung durch Mustangs) versenken den Minensucher M 36 im Kleinen Belt, die U-Boote U 2338 vor Fredericia und U 2503 im Großen Belt. Vor Marstall (Insel Ærø) werden die Bergungsschiffe Else Hugo Stinnes (3291 BRT) und Ernst Hugo Stinnes (3295 BRT) durch Raketenbeschuss von Flugzeugen versenkt. Am Nachmittag der letzte Angriff des »Banff Strike Wing« auf den Schiffsverkehr in der Kieler Förde und im Kattegat mit 41 Mosquitos der 143., 235., 248., 404. und 333 Sqn RAF, 18 Mustangs zur Deckung und 2 Warwicks zur Seenotrettung. Aus einem Konvoi mit 2 Frachtern, den Kanonenbooten K 1 und K 3, Minensucher M 301 sowie Minen"feger" Vs 1001/ Stettin werden bei Aarhus K 1, M 301 und Wolfgang L.M. Russ (3750 BRT) versenkt, die dänische Angamos (3540 BRT) wird beschädigt. Intensive Flakabwehr bringt 4 Mustangs zum Absturz, 2 Mosquitos müssen beschädigt in Schweden notlanden. Angriffe mit Raketen und 20mm Geschützfeuer auf den Schiffsverkehr vor der Insel Samsö beschädigen weitere Schiffe. 

6. U 534 kurz vor der Versenkung.

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5.5.: Vor Laland wird Schnellschlepper Herold (ex-S 18) durch Fliegerbomben versenkt.  Thunderbolts der 9. Luftflotte USAAF beschädigen im Kleinen Belt U 393, U 733 und U 746. Liberators der 18th Group des Coastal Command greifen im Kattegat die nach Norwegen verlegenden U-Boote an. Am 5.5. beschädigt Liberator ,E’/ 547 (F/Lt. Hill) U 3503, das Flugzeug wird bei diesem Angriff durch Flak von U 534 abgeschossen. U 534 wird anschließend von ,G’/ 86 (W/O Nicol) versenkt. Am Nachmittag versenkt Liberator ,K’/ 547 (F/O Brunneau) U 579, abends beschädigen Liberator ,T’/ 206 vermutlich U 3523 und Liberator ,Z’/ 86 wahrscheinlich U 1008, das am nächsten Tag bei Hjelm selbstversenkt wird. (Die Angriffe von ,S’/ 224 und ,L’/ 311 richten sich gegen Überwasserschiffe).

6.5.: U 3503 wird von Liberator ,K’/ 86 leicht beschädigt, U 3523 wird von Liberator ,G’/ 86 (F/Lt. Goldie) versenkt.

2.– 14.5.1945
Ostsee
Verluste deutscher Kriegsschiffe (unter Ausnahme der U-Boote): Das dt. Vorpostenboot V 2001 wird am 2.5. bei einem sowj. Luftangriff in der mittleren Ostsee versenkt. Die Schnellboote S 301 und S 191 sinken am 7.5. nach Kollision im Fehmarnsund. Nach Kapitulation der dt. Wehrmacht sinken am 10.5. das S-Boot-Begleitschiff Carl Peters, und am 14.5. ein Torpedofangboot, wahrscheinlich TFA 4 (ex-dän. Glenten), auf Minen in der Geltinger Bucht.

Durch Selbstversenkungen gehen verloren: der Minensucher M 387 / TS 2 am 2.5. in Lübeck, der Zerstörer Z 43 am 3.5. in der Geltinger Bucht, die T-Boote T 8 und T 9 in der Strander Bucht [siehe dagegen Luftangriff 2.-6.5.], das Minenräumboot R 104 am 4.5. im Kiel-Kanal, das Schnellboot S 226 am 6.5. östlich von Fehmarn, nachdem es bei einem Luftangriff beschädigt wurde, der Minensucher M 22 am 7.5. und das Minenräumboot R 88 am 8.5. im Kiel-Kanal.

3.5.1945
Deutschland
Das XII. brit. Korps besetzt Hamburg. Zuvor werden im Hafen 59 mittlere und größere Schiffe, 19 Docks und rund 600 Kleinfahrzeuge selbstversenkt. Die Hafenstadt ergibt sich den Besatzern ohne nennenswerten Widerstand. (J. Heitmann)

3.5.1945
Mittelmeer
Die letzten sieben dt. S-Boote im Mittelmeer, S 30, S 36, S 61, S 151, S 152, S 155 und S 156, verlegen von Pola nach Ancona, um vor alliierten Streitkräften zu kapitulieren. Die Bitte um Erlaubnis für eine weitere Fahrt nach Pola und zurück, um deutsche Truppen durch Evakuierung vor jugoslawischer Kriegsgefangenschaft zu bewahren, wird vom brit. Befehlshaber in Ancona abgelehnt.

3.5.1945
Thailand / Indischer Ozean
Mit dem Fall von Rangun endet der Kampf in Burma, nur kleine Widerstandsnester westl. des Irrawaddy Flusses bleiben erhalten.

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7. Ein Bild von Hela aus besseren Tagen. In den kleinen Bootshafen konnten die Flüchtlingstransporter nicht einlaufen.

3.– 9.5.1945
Ostsee
Letzte Evakuierungsfahrten von Hela nach Westen.
Vom 1.5 - 8.5. bringen Kleinfahrzeuge und MFP der 13. L-Flottille (KKpt. Wassmuth) von den Landestegen der Weichselniederung noch rund 150.000 Flüchtlinge und Soldaten nach Hela. Am 3.5. laufen die Transporter Sachsenwald und Weserstrom mit 8550 Flüchtlingen, die T-Boote T 36 und T 108 mit je 150 Flüchtlingen nach Westen.

In der Nacht vom 3./4.5. unternehmen drei Besatzungsmitglieder von Z 5 / Paul Jacobi den Versuch, ein Auslaufen des Zerstörers von der Geltinger Bucht nach Hela zu verhindern, indem sie den Kreiselkompass des Schiffes zerstören. Von einem Kriegsgericht werden die Hauptgefreiten Willi Albrecht, Karl-Heinz Freudenthal und Günther Kaellander zum Tode verurteilt und am 6. Mai standrechtlich erschossen (Gerhard Mauz. In: Der Spiegel, 43/1965, S.73).

Die nach Inkrafttreten der Kapitulation in Nordwestdeutschland und Dänemark außerhalb der Hoheitsgewässer befindlichen Frachter Linz, Ceuta, Pompeji, der Hilfskreuzer Hansa mit den Zerstörern Hans Lody (FKpt. Haun), Friedrich Ihn (KKpt. Richter-Oldekop), Theodor Riedel (KKpt. Blöse), Z 25 (FKpt. Gohrbandt) und den T-Booten T 17 (Kptlt. Liermann), T 19 (Kptlt. Frhr. v. Luttitz), T 23 (Kptlt. Weinlich), T 28 (Kptlt. Temming) und T 35 (Kptlt. Buch) laufen am 5.5. nach Hela und schiffen dort zusammen mit V 2002, M 453, V 303 und dem Schulboot Nautik 45.000 Flüchtlinge ein, nach Abwehr sowj. Torpedokutterangriffe von Kolberg aus treffen die Schiffe am 6.5. vor Kopenhagen ein, wo die schnellen Kriegsschiffe auf der Reede entladen werden, um nochmals auslaufen zu können. Zusammen mit den von Swinemünde gekommenen Zerstörern Z 38 (KKpt. Frhr. v. Lyncker), Z 39 (KKpt. Loerke), dem T-Boot T 33 (Kptlt. Priebe) laufen Karl Galster, Friedrich Ihn, Hans Lody, Theodor Riedel, Z 25, T 17, T 19, T 23 und T 28 nochmals am 7.5. Hela an und nehmen bis zum 8.5. früh vor Eintreten der Waffenruhe 20.000 Soldaten und Flüchtlinge an Bord, die am 9.5. in Glücksburg ausgeschifft werden. In der gleichen Nacht laufen die Frachter Weserberg und Paloma mit 5730 Flüchtlingen aus, der kleine Seebäderdampfer Rugard mit 1500 Flüchtlingen wehrt am 8.5. einen Aufbringungsversuch von drei sowjetischen Torpedokuttern ab. Am 9.5., d.h. bereits nach Kriegsende, versenken sowjet. Flugzeuge südlich von Bornholm den Flüchtlingstransporter Liselotte Friedrich (517 BRT, ca. 50 Tote / 1 ).

Insgesamt sind vom 25.1. bis 8.5. aus dem Raum Danziger Bucht und Pommern etwa 1.420.000 Flüchtlinge über See evakuiert worden. Dabei sind Kurzstreckentransporte innerhalb der Danziger Bucht, die sich auf knapp 600.000 Flüchtlinge beziffern lassen, unberücksichtigt.

3.– 27.5.1945
Japan
Operation »Starvation II«: Am 3.5. beginnt die US Luftwaffe mit der 2. Phase der Verminung zur Blockade japanischer Seetransportwege. Dabei werfen 97 B-29 Bomber werfen auch Minen in der Shimonoseki-Straße und in den Gewässer vor Kobe, Osaka und Sua Nada. Am 5.5. legen 98 B-29 Bomber Minensperren in den Gewässern vor Kobe, Osaka, Tokyo and Nagoya. Am 9.5. wird die Fregatte Uku vor Shimonoseki durch Minentreffer beschädigt. Am 13.5. beginnt Operation »Starvation III«, in deren Verlauf B-29 Bomber am 16., 18., 20., 22., 24. 26. und 27.5. Minen in der Shimonoseki-Straße werfen. Insgesamt gehen auf diesen Minen im Mai insgesamt 51 (!) zumeist kleine Handelsschiffe und 1 Minensucher verloren, zahlreiche Kriegs-, Hilfskriegs- und Handelsschiffe werden beschädigt.

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8. US Flugzeugträger Bunker Hill wird vor Okinawa von Kamikaze-Fliegern schwer beschädigt.

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3.– 29.5.1945
Zentralpazifik
Fortsetzung der Operationen um Okinawa.
Vom 3.- 9.5. operieren Task Group 58.3 mit den Trägern Essex, Bunker Hill, Shangri La, Bataan und Task Group 58.4 mit Yorktown, Intrepid, Enterprise und Langley im überschlagenden Einsatz vor Okinawa. Die laufenden Versorgungen werden durch die Versorgungsgruppe der 5. Flotte unter RAdm. Beary auf Kreuzer Detroit durchgeführt. Die Versorgungseinheiten bestehen aus Tankern, Munitionsschiffen, Frachtern und Ersatzteil-Transportern und den als Flugzeug-Transporter eingesetzten Geleitträgern Attu, Admiralty Islands, Bougainville, Windham Bay. Sicherung durch die Geleitträger Shamrock Bay, Makassar Strait, 11 Zerstörer und 24 DEs. 

Am 7.5. wird vor Saeki (Japan) der japan. Minenleger Nuwashima versenkt. Am 10.5. löst Task Group 58.1 mit den Trägern Hornet, Bennington, Randolph, Belleau Wood und San Jacinto die Task Group 58.4 ab, die nach Ulithi geht, der Nachtträger Enterprise bleibt bei der Task Force 58. Am 11.5. wird Bunker Hill (Capt. Seitz) durch 2 Kamikaze-Treffer schwer beschädigt, 392 Tote, 264 Verletzte. VAdm. Mitscher steigt zuerst auf den Zerstörer English und dann auf Enterprise um. TF.58 greift am 12./13.5. mit den Task Groups 58.1 und 58.3 Kyushu und die dortigen Kamikaze-Flugplätze an. Auf dem Rückmarsch am 14.5. früh wird auch die Enterprise schwer getroffen, VAdm. Mitscher steigt erneut auf Randolph um.

Die am 1.5. wieder von Leyte ausgelaufene brit. Task Force 57 (VAdm. Rawlings/VAdm. Vian) mit den Trägern Indomitable, Victorious, Formidable, Indefatigable, den Schlachtschiffen King George V, Howe, den Kreuzern Swiftsure, Uganda (RCN), Gambia (RNZN), Euryalus, Black Prince und den Zerstörern Grenville, Ursa, Urchin, Undine, Urania, Undaunted; Quilliam, Queenborough, Quiberon, Quickmatch, Quality, Kempenfelt, Whirlwind und Wessex führt nach Versorgung am 3.5. am 4.5. einen Trägerraid gegen die Sakashima-Gunto-Gruppe, die Schlachtschiffe, Kreuzer und ersten 7 Zerstörer beschießen die Inseln und Flugplätze mit Artillerie. Währenddessen erhält Formidable einen Kamikaze-Treffer, Indomitable hat leichte Schäden. Nach Reparaturen in der Nacht werden am 5.5. neue Angriffe geflogen. Am 6./7.5. Versorgung. Brit. Versorgungsgruppe mit Tankern, Munitionsschiffen, Transport-Geleitträgern Ruler, Striker, Chaser, Speaker, Sicherung Zerstörer Napier, Nepal, Norman, Nizam, Sloops Crane, Whimbrel, Pheasant, Woodcock, Fregatten Avon, Parret, Findhorn, austral. Minensuchkorvetten Whyalla, Ballarat, Bendigo u. a. Während Versorgungen der Task Force 57 am 3.5., 6./7.5., 10./11.5., 14./15.5., 18./19.5., 22./23.5. Angriffe gegen Sakishima Gunto durch US-Geleitträger der Task Group 52.1.3 mit Sangamon, Suwanee, Chenango und Santee. Am 3.5. wird Sangamon durch Kamikaze-Flieger irreparabel beschädigt. An den Tagen 9.5., 12./13.5., 16./17.5., 20./21.5. und 24./25.5. Angriffe durch brit. Task Force 57. Am 9.5. auf Victorious und Formidable Schäden durch Kamikaze-Treffer. Zeitweise operieren die Zerstörer Napier, Nepal, Troubridge, Tenacious und Termagent mit der Task Force 57 als Ablösung anderer Zerstörer. Die Quilliam wird am 20.5. durch Kollision schwer beschädigt. Der neuseel. Kreuzer Achilles tritt am 23.5. zur Task Force 57, Formidable wird vor den letzten Angriffen detachiert.

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9. Japanisches Mavis-Flugboot muss am 10.5.45 notwassern

Jap. Kamikaze-Angriffe »Kikusui 5« am 3. und 4.5. mit 75 Marine- und 50 Heeresflugzeugen versenken auf den Picket-Stationen die Zerstörer Little, Luce, Morrison sowie die Boote LSM(R)-195, LSM(R)-190 und LSM(R)-194. Irreparabel beschädigt wird der Zerstörer Aaron Ward, bis Kriegsende fallen der Zerstörer Ingraham und - nach Oka-Bombentreffer - der Minenleger Shea aus, leichtere Schäden tragen die Zerstörer und Zerstörerminensucher Macomb, Bache, Lowry, Massey, Gwin und Cowell und LCS(L)-25 davon. Bei der Unterstützungsgruppe vor Okinawa wird am 3.5. der Kreuzer Birmingham (RAdm. Deyo), am 4.5. die Minensucher Gayety, Hopkins, YMS 327, YMS 331, am 5.5. der Tender St. George und das Vermessungsschiff Pathfinder beschädigt. Am 9.5. werden die DEs Oberrender und England irreparabel beschädigt. Insgesamt kommt es dabei zu 605 Toten und 806 Verletzten.

Am 10.5. beginnen neue Massenangriffe »Kikusui 6« mit 70 Marine- und 80 Heeres-Kamikaze-Flugzeugen. Auf den Vorposten-Stationen werden vom 10. bis 13.5. die Zerstörer Evans sowie LCS(L) 88 durch Kamikaze-Flieger, der Zerstörer Hugh W. Hadley durch »Baka«-Bombentreffer irreparabel beschädigt, DMS Bache und DE Bright fallen bis Kriegsende aus. Der Träger Bunker Hill wird am 11.5. durch zwei Kamikaze-Treffer schwer beschädigt (s.o.). Vor Okinawa wird das Schlachtschiff New Mexico am 12.5. schwer getroffen, bleibt aber bis 28.5. im Einsatz. Am 17.5. fällt der Zerstörer Douglas H. Fox durch Kamikaze-Treffer bis Kriegsende aus, am 18.5. läuft der Zerstörer Longshaw vor Okinawa auf Grund und wird durch Küstenartillerie beschädigt, der APD Sims wird beschädigt, am 20.5. wird LST 808 versenkt, Zerstörer Thatcher und der APD Chase irreparabel, der DE John C. Butler leicht beschädigt. Insgesamt dabei 227 Tote, 370 Verletzte.

Eine weitere Welle »Kikusui 7« mit 65 Marine- und 100 Heeres-Kamikaze-Flugzeugen greift am 24./25.5. an. Auf den Vorposten-Stationen wird der Zerstörer Stormes schwer, LCS(L) 121 leichter beschädigt, die Masse der Flugzeuge umgeht die Radar-Pickets und greift die Schiffe vor Okinawa an, dabei werden die APD Barry und Bates sowie LSM 135 versenkt, der APD Roper und die Minensucher Buller und Spectacle irreparabel, DE O'Neill schwer und DE William C. Cole, APD Sims leicht beschädigt, ebenso 1 Liberty-Schiff. Am 26.5. beschädigen einzelne Kamikazes den Zerstörerminensucher Forrest, den U-Jäger PC 1603 und den Tender Dutton.

Am 27./28.5. folgt der Kamikaze-Angriff »Kikusui 8« mit 60 Marine- und 50 Heeresflugzeugen. Auf den Picket-Stationen sinkt der Zerstörer Drexler; Braine wird schwer, Anthony leicht beschädigt, ebenso LCS(L)-52 und LCS(L)-119. Vor Okinawa erhalten der Minensucher Southard, die APDs Loy, Rednour und der Transporter Sandoval Treffer. Am 29.5. werden der Zerstörer Shubrick und der APD Tatum beschädigt, der erste irreparabel. Werkstattschiffe reparieren einen großen Teil der beschädigten Schiffe auf der Reede von Kerama Retto.

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10. Empfang zur Unterzeichnung der "Teilkapitulation".
Mitte links: Montgomery, Mitte rechts: Von Friedeburg

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Die Task Force 58 setzt in der zweiten Mai-Hälfte die Einsätze gegen Okinawa fort, am 24.5. führen 2 Task Groups einen weiteren Raid gegen die Kamikaze-Flugplätze auf Kyushu, besonders Kanoya, wo eine startbereite Gruppe von Oka-Bombern am Boden überrascht und vernichtet wird. Am 27./28.5. geht das Kommando von Adm. Spruance auf Adm. Halsey über, die 5. Flotte wird die 3. Flotte, VAdm. McCain löst VAdm. Mitscher ab, aus der Task Force 58 wird Task Force 38.

4.5.1945
Allgemeine Lage / Deutschland
Unterzeichnung der Kapitulation dt. Truppen in Nordwestdeutschland, Dänemark und Holland durch Generaladmiral von Friedeburg und Generalfeldmarschall Montgomery. Die Kapitulations-Bedingungen verbieten das Auslaufen von dt. Seestreitkräften aus den Häfen ebenso wie eine Versenkung oder Beschädigung von Schiffen. Die sog. »Teilkapitulation« tritt am 5.5. um 7 Uhr in Kraft.

4.5.1945
Nordmeer

Operation »Judgement«:
Vorstoß einer brit. Kampfgruppe (RAdm. McGrigor) mit den Geleitträgern Searcher, Queen, Trumpeter, den Kreuzern Norfolk, Diadem und den Zerstörern Carysfort, Opportune, Savage, Scourge, Zambesi sowie den aus Murmansk zurücklaufenden Obedient und Orwell gegen den dt. Schiffsverkehr westlich Narvik und den Stützpunkt Kilbotn bei Harstadt: U 711, Depotschiff Black Watch und das Versorgungsschiff Senja (858 BRT) werden versenkt. Als erstes Boot des neuen Typs XXI befindet sich das deutsche U 2511 (Kptlt. Schnee) auf Feindfahrt ins Gebiet der Western Approaches. Nach Erinnerung des Kommandanten ortet U 2511 eine Abteilung der britischen Kampfgruppe von RAdm. McGrigor und führt bis auf eine Entfernung von 500 Metern einen simulierten Angriff auf den Kreuzer Norfolk durch, ohne dabei vom Sonar der Begleitschiffe erfasst zu werden. Tags darauf läuft U 2511 befehlsgemäß zurück nach Bergen. (Diese Geschichte wird seit Ende der 90er Jahre von mehreren Marine-Historikern mit überzeugenden Argumenten angezweifelt. Näheres dazu in einem Artikel des U-Boot-Museums Cuxhaven).

4.– 5.5.1945
Atlantik / Gewässer um England
Der Befehlshaber der U-Boote ordnet mit Kapitulation des nordwestdeutschen Raumes und noch vor Unterzeichnung der Kapitulation des gesamten Deutschen Reiches die Einstellung des U-Boot-Krieges an. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich folgende dt. U-Boote in ihren Operationsgebieten:

Im Nordmeer: U 278, U 295, U 312, U 313, U 318, U 968, und U 992. In der Nordsee: U 2336, U 287. Westlich des Nordkanals: U 293, U 956, U 1105, U 1305. In der Irischen See: U 825. Im Kanal und seinem Westzugang: U 249, U 776, U 1023. Vor Reykjavik: U 979. Im Nordatlantik (als Wetterboot): U 1009. An der kanad. Küste: U 190. An der US-Ostküste: U 530, U 853. Auf einer Transportfahrt nach St. Nazaire in der Biskaya befindet sich U 516.

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11. Britische Besatzungssoldaten begutachten deutsches U-Boot.

Auf dem Ausmarsch befinden sich ...
In die Nordsee: U 2326. Ins Gebiet westlich England: U 244, U 764, U 901, U 907, U 977, U 320, U 1005, U 1010, U 1058, U 1109, U 1272, U 1277 und U 2511. Nach Gibraltar: U 485, U 541. An die kanad. Ostküste: U 889. An die US-Ostküste: U 802, U 805, U 858, U 881, U 1228, U 1231. Ferner U 963 auf Anmarsch zu Minenunternehmung vor Portland. In die Karibik: U 873. Nach Ostasien: U 234.

Auf dem Rückmarsch befinden sich ...
Aus Frankreich: U 255. Von der Nordsee: U 245, U 2324. Aus dem Nordatlantik: U 826. Von den Western Approaches: U 218 (Minenunternehmung im Clyde), U 739. Von Ostasien: U 532.

5.5.1945
Deutschland
Nach Bekanntmachung der bevorstehenden Kapitulation im nordwestdeutschen Raum wird eine erhebliche Anzahl von U-Booten entsprechend dem früher ausgegebenen Befehl »Regenbogen« und gegen die Kapitulationsbedingungen der Alliierten (siehe 4.5.1945) selbstversenkt.

Wilhelmshaven: U 137, U 139, U 140, U 141, U 142, U 146, U 148, U 151 und U 152 (Typ II), U 554 und U 708 (Typ VII) U 3006, U 3504 (Typ XXI) sowie die a.D gestellten Boote U 8, U 14, U 17, U 60, U 61, U 62 (Typ II), U 71, U 339, U 382 und U 552 (Typ VII). Bremerhaven/ Wesermünde: U 3001, U 3005, U 3009, U 3509 (Typ XXI) U 120 und U 121 (Typ II), U 822 und U 828 (Typ VII) und die unfertigen U 3047, U 3050 und U 3051 (Typ XXI). Nordenham (Weser): U 323 (Typ VII). Außenweser vor Wesermünde: U 38 (Typ IX) und U 3501, U 3527 und U 3528 (Typ XXI). Cuxhaven: U 1406 und U 1407 (Typ XVII).

Vor Aarhus: U 2544 (Typ XXI). In der inneren Flensburger Förde: U 827, U 1025 und das unfertige U 1026 (Typ VII) und U 2540 (Typ XXI). In Solitüde: U 2551 (Typ XXI). In der Kupfermühlen Bucht: die a.D. gestellten U 29, U 30, U 46 sowie U 290, U 717, das beschädigte U 733, U 1132, U 1161, U 1303, U 1304 und U 1306 (Typ VII). Hörup Haff: U 351 (Typ VII), U 37, U 1234 (Typ IX) und U 2352, U 4701, U 4704 (Typ XXIII). Wassersleben-Bucht: U 3033 und U 3034 (Typ XXI). Vor Holnis: U 393 (Typ VII, beschädigt durch Bombentreffer). Geltinger Bucht: U 267, U 349, U 370, U 397, U 721, das beschädigte U 746, U 750, U 903, U 999, U 1016, U 1056, U 1101, U 1162, U 1168, U 1193, U 1204 und U 1207 (Typ VII), U 794 (Walter-Boot Typ Wk 201), U 2507, U 2517, U 2522, U 2525, U 2541, U 3015, U 3044, U 3510, U 3524, U 3526 und U 3529 (Typ XXI) sowie U 2333, U 2339, U 2343, U 2346, U 2347, U 2349, U 2357, U 2358, U 2360, U 2362, U 2364, U 2366, U 2368, U 2369, U 4702, U 4703, U 4707 und U 4710 (Typ XXIII). Flensburg: U 2540 (Typ XXI). Eckernförder Bucht: U 1405 (Walter-Boot Typ XVII). Schleimündung: das beschädigte U 236 (Typ VII).

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12. Hitlers letzte Reserve.

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5.5.1945
Dänemark / Ostsee

Am frühen Morgen läuft aus dem Hafen von Kopenhagen, das seit Wochen mit Flüchtlingen, Verwundeten und Soldaten überfüllt ist, eine ganze Flotte kleinerer Kriegsschiffe mit Ostkurs, Ziel Hela aus. Zur Rettungsflotte gehören die Zerstörer Hans Lody, Friedrich Ihn, Theodor Riedel, Z 25 und die Torpedoboote T 17, T 19, T 23, T 35. Das in Rönne (Bornholm) liegende T 28 und die in Sonderburg liegenden Minensuchboote M 601 und M 612 der 12. M-Flottille sollen sich ebenfalls anschließen, um Angehörige der Kurland-Armee zu evakuieren. Während von M 601 in der Nacht zuvor fünf Besatzungsmitglieder desertiert sind und das Boot daher nicht einsatzbereit ist, läuft M 612 (Oblt.z.S. Kropp) entgegen den Bedingungen der Teilkapitulation (siehe 4.5.45) von Sonderburg aus. Doch Teile der Besatzung wollen ihr Leben nicht mehr aufs Spiel setzen, widersetzen sich den deutschen Befehlen und nehmen die Offiziere an Bord fest. Die Tatsache, dass im Funkverkehr mit M 612 kein Offizier zu sprechen ist, erweckt Verdacht beim Kommandanten eines entgegen kommenden Kriegsschiffes. Ein eigens eingesetztes Schnellboot-Kommando verfolgt und entert M 612 und beendet den Aufstand. An Bord werden die Meuterer vor ein Standgericht unter Befehlshoheit des F.d.Minsch. gestellt. Marine-Oberstabsrichter Dr. Berns (Sonderburg) fällt 11 Todesurteile, die unmittelbar an Bord des Minensuchbootes vollstreckt werden, und 4 Mal die Zuchthausstrafe. (zu M 607 siehe Bodo Herzog in: Seekiste)

5.– 7.5.1945
Nordatlantik

U 853
(Oblt.z.S. Frömsdorf †) versenkt vor Block Island (R.I.) den US-Frachter Black Point (5353 BRT) - letzter U-Booterfolg vor Amerika - und wird anschließend durch die US Geleitzerstörer Atherton und die Fregatte Moberley vernichtet. Am 7.5. die letzten U-Booterfolge in europäischen Gewässern: U 1023 (Oblt.z.S. Schroeteler) versenkt im Ärmelkanalden norweg. Minensucher NYMS 382 und U 2336 (Oblt.z.S. Klusmeier) versenkt vor dem Firth of Forth die Frachter Avondale Park (2878 BRT) und Sneland I (1791 BRT). Südöstl. von Neufundland wird U881 (Kptlt. Dr. Frischke) von dem amerik. Geleitzerstörer Farquhar (DE 139) versenkt.

5.– 7.5.1945
Südwestpazifik

B-24
der 13th USAAF versenken in Makassar 1 Kanonenboot und 2 Frachter.

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13. Der deutsche Kreuzer Prinz Eugen wird im Mai 1945 in Kopenhagen abgerüstet.

6.5.– 7.6.1945
Nord- / Westeuropa

Besetzung deutscher und von Deutschland besetzter Häfen durch die Alliierten:
Dänemark. Am 6.5. läuft ein brit. Verband mit Kreuzer Birmingham (Capt. Herbert Williams) und Dido sowie den Zerstörern Zephyr, Zealous, Zodiac und Zest aus. Er marschiert unversehrt durch die deutschen Minensperren vor dem Skagerrak und läuft am 9.5. in Kopenhagen ein. Hier kapitulieren die dt. Kreuzer Prinz Eugen und Nürnberg. Als »Flag Officer Denmark« übernimmt VAdm. Vesey-Holt das Kommando. Die Operation wird vom Verband des VAdm. McGrigor mit den Geleitträgern Searcher, Trumpeter, dem Kreuzer Norfolk und den Zerstörern Carysfort, Zambesi, Obedient, Opportune, Orwell gesichert. VAdm. McGrigor läuft mit dem Kreuzer Norfolk und der 30th EG sowie dem Kreuzer Berwick, den Zerstörern Haida (kanad.) und Huron (kanad.) und der 5th EG in Trondheim ein, um das Kommando zu übernehmen und die dt. U-Boote zu verlegen (siehe 29.-31.5.).

Norwegen. In Egersund kapitulieren die 8. S-Flottille mit S 195, S 302, S 303, S 709 und die 1. S-Schulflottille mit S 62, S 79, S 86, S 89 und S 133. Am 12.5. läuft der zukünftige »Flag Officer Norway« (RAdm. Ritchie) mit dem Kreuzer Devonshire, Minenleger Apollo (mit dem norweg. Kronprinz Olaf an Bord) und Ariadne sowie den Zerstörern Iroquois (kanad.), Savage, Scourge und Arendal (norweg.) aus und erreicht am 13.5. Oslo. Am 14.5. laufen die Zerstörer Valorous und Venomous unter Begleitung von sechs Minensuchern in Kristiansand Süd ein, die Zerstörer Wolsey und Wolfhound in Stavanger. Am 15.5. erreicht die Korvette Buttercup mit Teilen des norweg. Marinestabes an Bord Oslo. In Bergen laufen die Zerstörer Woolston und Vivacious, die norweg. Korvette Acanthus sowie brit. und norweg. Minensucher ein. Am 16.5. erreichen die Zerstörer Mackay und Viceroy mit neun Minensuchern (Capt. Ruck-Keene) Trondheim.

Am 13.5. laufen der norweg. Zerstörer Stord (an Bord »Sector Commander Northern Norway« RAdm. Danielsen) sowie der brit. Zerstörer Broadway aus Rosyth aus. Am 16.5. treffen sie vor dem Westfjord auf die deutschen Nordmeer-U-Boote, die sich auf dem Marsch nach Trondheim befinden und überstellen diese der zur Sicherung des Geleitzugs JW.67 eingesetzten 9. Escort Group (siehe 12.-31.5.), die eigens zu diesem Zweck detachiert wird. Die beiden Zerstörer erreichen am Abend des 16.5. Tromsö. Von dort aus landet Stord am 25.-26.5. eine norweg. Wetterstation auf der Bäreninsel. Am 26.5. erreicht die Norwegische Brigade aus Schottland an Bord des Transporters Largs Bay Trömsö.

Deutschland. Die ersten britischen Kriegsschiffe, die in Wilhelmshaven einlaufen, sind die Zerstörer Southdown und Brocklesby. In Cuxhaven läuft der Schnelle Minenleger Adventure ein. Am 7.5. besetzen kanad., poln. und brit. Truppen Emden, Wilhelmshaven und Cuxhaven. Die Zerstörer Zealous und Zodiac verlegen von Kopenhagen nach Kiel. In Kopenhagen werden am 13.5. die Birmingham, Zest und Zephyr von dem Kreuzer Devonshire und den Zerstörern Iroquois und Savage abgelöst. Diese begleiten zusammen mit der Dido vom 24.-26.5. die dt. Kreuzer Prinz Eugen und Nürnberg nach Wilhelmshaven. Der brit. Flag Officer Wilhelmshaven (RAdm. Muirhead) schifft am 11.5. eine Kompanie der Scots Guards auf Boote der dt. 7. M-Flottille ein und besetzt Helgoland.

Westraum. Am 8.5. laufen die Zerstörer Beagle und Bulldog nach St. Peter Port auf der Kanalinsel Guernsey. Am 9.5. kapitulieren die noch von dt. Truppen besetzten Stützpunkte in Frankreich (Lorient, La Rochelle, St. Nazaire) und auf den Kanalinseln. Am 11.5. Kapitulation der deutschen Besatzung von Dünkirchen. Am 13.5. unterzeichnet der aus Holland an Bord eines S-Bootes herangebrachte RAdm. Breuning in Felixtowe die Kapitulation der in Holland stationierten Marinestreitkräfte. Am 14.5. läuft der dt. Minensucher M 607 im Firth of Forth ein und überbringt Dokumente bzgl. der dt. Minensperren im Skagerrak und Kattegat. Am 17.5. begleiten der Zerstörer Faulknor und die Fregatte (DE) Narbrough sechs deutsche Minensucher und zwei Vp.-Boote nach Großbritannien.

6.– 9.5.1945
Ostsee
In Rönne (Bornholm) trifft KKpt. Holzapfel, Chef der 5. S-Flottille, den Entschluss, mit seinen einsatzbereiten Booten S 127, S 67, S 65, S 85, S 92, S 48 und S 110 nach Libau (Kurland) auszulaufen, um die Evakuierungsmaßnahmen zu unterstützen. Alle, die nicht bereit sind mitzufahren, fordert er auf, vorzutreten und mit dem Flottillenstab zurückzubleiben. In Libau treffen die Boote am 7.5 auf die dort stationierte 1. S-Flottille mit S 707, S 217, S 218, S 225 sowie die 2. S-Schulflottille mit S 64, S 69, S 76, S 81, S 83, S 99, S 117, S 135. Mit rund 2000 eingeschifften Heeressoldaten an Bord marschieren die 3 Flottillen nach Westen und erreichen am 9. Mai abends unversehrt die Geltinger Bucht.

7.5.1945
Japan
Der jap. Minensucher W-29 sinkt nach Minentreffer vor Kinurusaki westlich von Honshu.

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14. Großadmiral Karl Dönitz

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7.5.1945
Deutschland / allgemeine Lage
Die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht wird im Hauptquartier des Generals Eisenhower in Reims unterzeichnet. Sie tritt am 9.5. um Mitternacht in Kraft.

7.– 8.5.1945
Deutschland
Nach Eintritt der Gesamtkapitulation werden noch die U-Boote U 1406 und U 1407 in Cuxhaven, U 2365 im Kattegat, U 2367 vor Schleimünde, U 2512 und U 3030 vor Eckernförde, U 2538 vor Marstal, U 3503 vor Göteborg und U 320 vor Bergen selbstversenkt.

7.– 9.5.1945
Dänemark / Ostsee
Trotz Inkrafttreten der Teilkapitulation (siehe 4.5.45) ergeht an zwei vor Kopenhagen liegende Räumboote R 412 und R 414 der Befehl, nach Hela auszulaufen, um noch Flüchtlinge abzuholen. Auf R 414 (Lt.z.S. Constabel) widersetzen sich 2 Besatzungsmitglieder den deutschen Befehlen und wollen die Offiziere an Bord überwältigen; doch der Versuch scheitert. Das Boot verlegt in den Sund bei Drogden, ein Standgericht (KKpt. Hansen-Nootbar) wird einberufen, stellt aber fest, dass ein Urteil unzulässig wäre, wenn ein deutsches Kriegsgericht erreichbar ist. R 414 kehrt zuerst nach Kopenhagen zurück, wird dort zum Fährdienst im Hafengebiet eingesetzt und verlegt nach Gesamtkapitulation der Wehrmacht nach Flensburg, wo sich die „Meuterer" in den Schutz der englischen Besatzungsmacht begeben. Der Kommandant von R 414 wird von den Briten verhaftet, die Besatzung von Bord gejagt.

7.– 22.5.1945
Nordpazifik
Die Ausbildung des sowjet. Personals für LCI(L) Landungsschiffe, die an die sowjet. Pazifikflotte geliefert werden, wird in der Cold Bucht durchgeführt.

8.5.1945
Ostsee
Aus Libau laufen in 4 Geleiten 65 Fahrzeuge der Kriegsmarine, Minensuch- und Räumboote, Hafenschutzboote, Küstenmotorschiffe, Schlepper und das Begleitschiff Tsingtau mit rund 14.400 Mann, von Windau in 2 Geleiten 61 Fahrzeuge mit 11.300 Soldaten nach Westen aus. Nur einige der langsamsten Schiffe mit rund 300 Soldaten an Bord können am 9.5.von sowjet. Einheiten aufgebracht werden. In Kurland zurück bleibt das Gros der dort abgeschnittenen Heeresgruppe (16. und 18. Armee). 42 Generale, 8038 Offiziere, 181.000 Unteroffiziere und Mannschaften sowie 14.000 lettische Freiwillige gehen am 9.5. in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der viele nicht zurückkehren.

. Bildreihe ...
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15. Der Kommandant Ostägäis, Generalmajor Wagner, tritt auf dem  brit. Zerstörer "Active" mit Hitlergruß zur Kapitulation an.

8.– 9.5.1945
Mittelmeer
Kapitulation der dt. Besatzungen von Kreta, Milos, Rhodos, Leros, Kos und einiger kleinerer Inseln im Dodekanes.

9.5.1945
Deutschland / allgemeine Lage
Nach Eintritt der bedingungslosen Kapitulation wird um 00.16 Uhr die Kapitulationsurkunde der dt. Wehrmacht auch im sowjet. Hauptquartier in Berlin-Karlshorst von Generalfeldmarschall Keitel, Generaloberst Stumpff and Generaladmiral von Friedeburg unterzeichnet. Die Regierung Dönitz bleibt zunächst weiter im Amt, residiert mit Zustimmung der Siegermächte in Flensburg-Mürwik, in einer exterritorialen Zone. Auch die Kommandostruktur der Kriegsmarine bleibt bis auf weiteres erhalten.

9.5.1945
Kanal
Der brit. Minensucher Prompt wird 12 sm nordwestlich von Ostende durch eine Mine beschädigt. Er wird nach Southend eingeschleppt, aber nicht mehr repariert.

9./ 10.5.1945
Deutschland
In der Geltinger Bucht werden 3 Marinesoldaten an Bord des Begleitschiffes Buea vor ein dt. Kriegsgericht gestellt. Sie waren Anfang Mai einem Marine-Infanteriebataillon zugeteilt worden, das in Svendborg aus zusammengewürfelten Mannschaften verschiedener Einheiten hastig aufgestellt wurde, um noch in die Kämpfe um Berlin geworfen zu werden. In der Nacht zum 6.5. fassen die Angeklagten den Entschluss, die Truppe zu verlassen und sich nach Deutschland zu ihren Angehörigen durchzuschlagen. Unterwegs werden sie von einem Trupp bewaffneter Dänen aufgegriffen und zurückgebracht. Geleitet von dem Auftrag, die Disziplin in der Truppe auch über das Kriegsende hinaus aufrechtzuerhalten, verurteilt das Kriegsgericht unter Stabsrichter Holzwig die 3 Angeklagten zum Tode. Das Urteil wird vom zuständigen F.d.S., Kommodore Petersen, bestätigt und am 10.5. an Bord der Buea vollstreckt.

9.– 19.5.1945
Nordatlantik / England
Befehlsgemäß laufen die folgenden in See befindlichen dt. U-Boote alliierte Häfen an:
9.5.: U 249 Portland (Kanal). 10.5.: U 1105, U 1009, U 1058, U 1305 Loch Eriboll, U 1023 Weymouth. 11.5.: U 293, U 802, U 826 Loch Eriboll, 12.5.: U 485, U 541 Gibraltar, U 802, U 1109 Loch Eriboll, 13.5.: U 889 St. Johns (Neufundland), U 1231 Loch Foyle. U 532, U 825, U 956 Loch Eriboll, 14.5.: U 190 Bay Bulls (Kanada), U 764, U 1010 Loch Eriboll, U 244, U 516, Loch Foyle, U 2326 Dundee, U 805, U 858 Portsmouth (USA). 16.5.: U 776 Portland. 17.5.: U 255 Loch Eriboll, U 1228, U 873. 19.5.: U 234 Portsmouth (USA).

Vergrößerung ... .

"You are acrting wrongly by not surrendering"
Der letzte Funkspruch aus der Sammlung ULTRA.

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Doch nicht alle Boote kommen dem Befehl zur Auslieferung ohne Zögern nach:
U 287 (Oblt. z.S. Meyer) wird am 16.5. in der Elbe vor Altenbruch von der Besatzung selbstversenkt. Ein Minentreffer wird vorgeschoben, um einem Gerichtsverfahren zu entgehen. U 963 (Oblt.z.S. Wentz) wird am 20.5. bei Nazaré vor der Küste Portugals selbstversenkt, nachdem das geplante Minenunternehmen im Kanal vor Portland abgebrochen worden ist. Das von seinem Einsatz vor Island zurückkehrende U 979 (Kptlt. Meermeier) läuft am 24.5. vor der Insel Amrum auf Grund und wird gesprengt. U 1277 (Kptlt. Stever) wird am 3.6. vor Oporto (Portugal) selbstversenkt. U 530 (Kptlt. Wermuth) läuft von seinem Einsatzgebiet vor der US Ostküste, an der es noch am 9.5. erfolglos mehrere Torpedos auf einen Frachter feuert, nach Mar del Plata, nachdem zuvor alle Schlüsselunterlagen und das KTB vernichtet wurden. U 977 (Kptlt. Schäfer) läuft am 10.5. die norwegische Küste bei Bergen an, nur um dort 16 Mann der Besatzung an Land zu geben, und landet am 17.8., nach einer 66-tägigen Schnorchelfahrt über den Atlantik in Mar del Plata. Beide Boote werden später von Argentinien an die US-Streitkräfte ausgeliefert.

Von den regulär ausgelieferten U-Booten werden zur sowjet. Kriegsbeute U 1058 und U 1305, zur US-Kriegsbeute U 1105, U 805, U 1228, U 858, U 873, U 234, zur brit. Kriegsbeute U 190, ferner U 510 und U 2326, die später an Frankreich abgetreten werden. Die übrigen Boote werden in der Operation »Deadlight« versenkt (siehe 27.11.45 - 12.2.46).

9.– 23.5.1945
Südwestpazifik
Zur Unterstützung der von Aitape (Neuguinea) an der Küste nach Osten auf den Schwerpunkt des jap. Widerstandes der Reste der 18. Armee in Wewak vorrückenden Brigaden der 6. austral. Division (GenMaj. Stevens) operiert vor der Küste die »Wewak Support Force« mit der austral. Sloop Swan und den Minensuch-Korvetten Colac, Dubbo und Deloraine. Am 9./10.5. treffen die Kreuzer Newfoundland, Hobart (RAN, Commodore Farncomb) und die austral. Zerstörer Arunta und Warramunga zur Unterstützung ein und beschießen Wewak. Am 11.5. werden 623 Soldaten eines Bataillons-Landungsteams mit 1 LCM, 9 LCI und 2 Support LCI ostwärts Wewak in der Dove-Bucht abgesetzt, sie erobern die Halbinsel Wewak. Am 14.5. landet die austral. 6. Division auf Wewak und erobert den Flugplatz. Unterstützung der Operation durch die Kreuzer Newfoundland und Hobart (RAN), die Zerstörer Arunta (RAN) und Warramunga (RAN) sowie die RAN Sloops Swan und Warrego und die RAN Minensucher Colac und Dubbo. Bis 23.5. werden alle jap. Widerstandsnester im Raum Wewak niedergekämpft.

10.5.1945
Südwestpazifik
Ein Teil der Amphibious Group IX (TG.78.3, RAdm. Struble) landet am 10.5. das 108. RCT der 40. Inf.-Div. in der Macalajar-Bucht in Nord-Mindanao.

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17. Japanischer Kreuzer Haguro vor dem Krieg

10.– 16.5.1945
Indischer Ozean
Am 10.5. laufen aus Singapur der jap. Kreuzer Haguro und der Zerstörer Kamikaze aus, um jap. Truppen von den Nicobaren und Andaman-Inseln zu evakuieren. Sie werden von den brit. U-Booten Statesman und Subtle in der Malakka-Straße gemeldet. Darauf läuft die Force 61 (VAdm. Walker) mit den Schlachtschiffen Queen Elizabeth, Richelieu, den Kreuzern Cumberland und Tromp (niederl.), dem 21. Trägergeschwader mit dem Kreuzer Royalist und den Geleitträgern Hunter, Khedive, Shah, Emperor und 8 Zerstörern aus Trincomalee aus, um den jap. Verband im Elf-Grad-Kanal abzufangen. Am 11.5. starten die Geleitträger einen Angriff mit Hellcat-Jägern gegen Car Nicobar und werden von einem jap. Aufklärungsflugzeug gesichtet. Haguro und Kamikaze kehren zurück.

Während die TF.61 ins Gebiet nordwestlich von Sumatra marschiert, läuft am 13.5. die Task Force 62 mit dem Kreuzer Nigeria und den Zerstörern Roebuck, Racehorse und Redoubt aus Trincomalee aus. Am 14.5. detachiert Adm. Walker die Cumberland mit dem 21. Trägergeschwader und der 26. Zerstörer-Flottille (Capt. Power) mit der Saumarez, Verulam, Vigilant, Venus und Virago, ins Gebiet westlich des Sechs-Grad-Kanals. Am 15.5. sichtet ein Aufklärer der Shah die erneut ausgelaufenen jap. Schiffe nordöstlich von Sabang – diese kehren erneut um. Nach dem Ausfall des Katapults auf der Shah können nur drei Avenger vom überfüllten Flugdeck der Emperor starten und haben keinen Erfolg. In der Nacht vom 15./16.5. kommt Capt. Power mit der 26. Z-Flottille (Capt. Power) mit fünf Zerstörern an die beiden jap. Schiffe in der Malakka Strasse südwestlich von Penang heran und führt einen klassischen Torpedo-Nachtangriff durch. Die Saumarez erhält bei einem Gefecht drei schwere Treffer, dann wird die Haguro nach emsigen Manövrieren von Torpedofächern getroffen und sinkt. Kamikaze entkommt mit nur leichten Beschädigungen. Hunter und Khedive führen daraufhin Angriffe gegen die Andaman Inseln durch.

12.5.1945
Nordsee
Auf dem Marsch von Aberdeen nach Göteborg geht MTB 2002 im Skagerrak durch Minentreffer verloren.

12.– 30.5.1945
Nordmeer
Letztes Konvoi-Paar JW.67/RA.67 mit 26 bzw. 25 Schiffen vom Clyde nach dem Kolafjord und zurück. Sicherung u. a. Geleitträger Queen, Zerstörer Onslow, Obdurate, ferner 4th Escort Group mit den DEs Bentinck, Drury, Bazely, Pasley, Byard und die kanad. 9th Escort Group mit den Fregatten Loch Alvie, Monnow, Nene, St. Pierre und Matane. Der JW.67 trifft am 20.5. im Kolafjord ein, der RA.67 läuft am 23.5. aus und erreicht den Clyde am 30. Mai.

Auf dem Ausmarsch wird die 9th Escort Group am 16.5. detachiert, um die auf dem Marsch von Narvik (Skjomenfjord) nach Trondheim befindlichen Nordmeer-U-Boote anzuhalten und bis zum 19.5. nach Loch Eriboll zu bringen; es sind U 278, U 294, U 295, U 312, U 313, U 318, U 363, U 427, U 481, U 668, U 968, U 992, U 997, U 1165. Lediglich U 363 macht wegen Brennstoffmangels - mit britischer Bewachung an Bord - einen Abstecher nach Lerwick (Shetlands) und folgt später nach. Alle Boote werden bei der Operation »Deadlight« (siehe 27.11.45 - 12.2.46) versenkt.

12.– 31.5.1945
Korea / Nordpazifik
B-24 Bomber, PBM Flugboote und andere Flugzeuge der US Navy setzen ihre Angriffe auf den japan. Schiffsverkehr fort (siehe 1.-11.5.). Sie versenken vor Japan 3, vor Korea 10 und vor China 2 Handelsschiffe sowie in japanischen Gewässern 3 und vor Korea 2 Hilfskriegsschiffe.

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18. Die Boeing B-29 Superfortress war das schwerste Kampfflugzeug des Zweiten Weltkrieges

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16.5.1945
China
Ende der am 16.10.1943 vom chinesischen Gebiet aus begonnenen Minenoffensive. Die B-24 Bomber der 14. USAAF flogen in dieser Zeit 255 Einsätze, bei welchen 209 Flugzeuge 976 Minen angeworfen haben, die B-29 Bomber der 20. USAAF flogen 22 Einsätze, dabei wurden 263 Minen abgeworfen, vier Flugzeuge gingen verloren. Insgesamt wurden 825 Magnetminen, 182 Akustikminen und 232 Kontaktminen abgeworfen. Ziele waren Haiphong, Hong Kong, Takao, Shanghai, Yulinkan (Hainan), Kanton, Kiirun Ko und der Yangtse-Kiang.

16.5.– 5.6.1945
Indischer Ozean
Die indischen Sloops Cauvery, Narbada, Godavari, Kistna, Sutlej und Hindustan führen, zunächst unterstützt vom Kreuzer Phoebe und später von Ceylon, Patrouillen zwischen dem Mergui Archipel und Port Blair in der Andamanensee durch, um die Versorgung und Evakuierung jap. Truppen zu verhindern.

17.– 19.5.1945
Zentral- und Nordpazifik
Die US Task Unit 12.5.3 (RAdm. C.A.F. Sprague) mit Flugzeugträger Ticonderoga und den Zerstörern Rowe, Smaller, Stoddart führt am 17.5. einen Vorstoß gegen die von Japanern besetzte Marshall-Inseln Taroa und Maloelap. Die US Desdiv 114 beschießt am 19.5. Paramushiro (Kurilen).

17.– 26.5.1945
Nordpazifik
Auslieferung von US Kriegsschiffen gemäß Lend-/Lease-Abkommen an die sowjet. Pazifikflotte. Am 17.5. laufen YMS 143, YMS 144, YMS 428 und YMS 435 aus und werden zu den Minensuchern T-522, T-523, T-525 und T-526 umbenannt. Am 22.5. wird YMS 145 zum Minensucher T-524. Am 21.5. laufen die Minensucher Fancy, Marvel, Measure, Method, Mirth, Nucleus und Rampart, am 22.5. Disdain, Indicative, Palisade, Penetrate und Peril aus und werden zu T-272, T-274, T-275, T-276, T-277, T-278, T-282, T-271, T-273, T-279, T-280 und T-281. Am 26.5. folgen die U-Jäger SC 537, SC 646, SC 647, SC 661, SC 674 und SC 687 und werden zu BO-304, BO-310, BO-308, BO-303, BO-306 and BO-301.

21.5.1945
Norwegen

Mosquitos der 143 und 248. Sqn. RAF (»Banff Stike Wing«) unternehmen Flüge zur Aufklärung von U-Booten und anderen Einheiten der Kriegsmarine, die noch nicht übergeben wurden und über die Einstellung der Feindseligkeiten noch nicht unterrichtet sind.

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19. Britische Soldaten verhaften die Regierung Dönitz in Flensburg

23.5.1945
Deutschland
Bekanntgabe der Festnahme der Regierung Dönitz durch Offiziere der Siegermächte an Bord des Wohnschiffs Patria in der Flensburger Förde. Selbstmord des Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte wird im Auftrag der Siegermächte bis zum 22. Juni 1945 Generaladmiral Warzecha beauftragt.

27.– 30.5.1945
Südwest- und Zentralpazifik
Einsatz der jap. U-Boot-Gruppe »Todoroki« mit »Kaiten«-Torpedos gegen den Verkehr von Leyte, Guam, Saipan u. a. Basen nach Okinawa im freien Seeraum. Am 27./28.5. greift I-367 (Oblt. Taketomi) einen Konvoi mit 2 Kaiten an, einer beschädigt den US-DE Gilligan. Am 30.5. versenkt 1 Flugzeug des »Hunter-Killer«-Geleitträgers Anzio I-361. (Fortsetzung siehe 20.-28.6.)

27.– 31.5.1945
Norwegen
Überführung der in norweg. Häfen liegenden dt. U-Boote nach brit. Sammelplätzen.
Von Trondheim ab 29.5.: U 483, U 773, U 775, U 953, U 978, U 994, U 1019, U 1064, U 1203 (Typ VII C) und U 861 (Typ IX D), ab 30.5.: U 245, U 298, U 328, U 928, U 930, U 1002, U 1022, U 1052, U 1104, U 1272, (Typ VII C), U 1061 (Typ VII F), U 868 (Typ IX C), UD 5 (ex-niederl. O 27), ab 2.6: U 778, U 907, U 991, U 1004, U 1005, U 1057 U 1271, U 1301 und U 1307 (Typ VII C), U 218 (Typ VII D) U 539 (Typ IX C), U 875 (Typ IX D), U 2328 (Typ XXIII), ab 6.6.: U 3514, ab 14.6.: U 2506, U 2511 (Typ XXI). Von Stavanger ab 27.5.: U 637, U 901, U 1171 (Typ VII C), U 2322, U 2324, U 2329, U 2345, U 2348 (Typ XXIII), ab 31.5.: U 3035 (Typ XXI). Von Kristiansand/Süd ab 29.5.: U 281, U 299, U 369, U 712, U 1163 (Typ VII C), U 2321, U 2325, U 2334, U 2335, U 2337, U 2350, U 2353, U 2354, U 2361, U 2363 (Typ XXIII), ab 3.6.: U 2529 (Typ XXI),. Von Horten ab 27.5.: U 975 und U 1108 (Typ VII C), U 170 (Typ IX C), U 874 (Typ IX D), ab 3.6.: U 2502, U 2513, U 2518, U 3017, U 3041, U 3515 (Typ XXI).

Von diesen U-Booten werden sowj. Kriegsbeute: U 1057, U 1064, U 2529, U 3035, U 3041, U 3515 und U 2353; US-Kriegsbeute: U 2513, brit. Kriegsbeute: U 712, U 953, U 1108, U 1171, U 3017; ferner U 2518, das an Frankreich abgegeben wird. Die übrigen Boote werden vom 25.11.1945 - 7.1.1946 im Rahmen der Operation »Deadlight« durch brit. Streitkräfte westlich der Hebriden versenkt.

In Norwegen bleiben zunächst die U-Boote U 926, U 1202 (Typ VII C, Bergen), U 995 (Typ VII C, Trondheim) und U 4706 (Typ XXIII , Kristiansand), die Norwegen später als Beute zugesprochen werden. Außerdem verbleiben U 324 (Typ VII C, Bergen), U 310, U 315 (Typ VII C, Trondheim), die später verschrottet wurden.

29.– 31.5.1945
Zentralpazifik
Die US »Fast Carrier Task Force« setzt unter Adm. Halsey auf Schlachtschiff Missouri und VAdm. McCain auf Träger Shangri La als Task Force TF.38 die Operationen ostwärts Okinawa fort. Task Group 38.2 (RAdm. Sherman) verlegt am 29.5. nach Leyte. Task Group 38.1 (RAdm. Clark) und Task Group 38.4 (RAdm. Radford) stellen abwechselnd Jagdschutz für Okinawa. (Fortsetzung 2.- 13.6.).

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text

Anmerkungen:

01 Verlusteangabe nach:
Prentl, Sepp, Flak-Kampfgruppe Prentl: Ein Erlebnisbericht. Schild-Verlag: München 1978, S. 201-202 (WLB-Sign.: B 36246)