1944 April

 

 

 

1.– 2.4.1944
Zentralpazifik
US TG.57.10.9 mit Geleitzerstörer Sanders, Landungsschiff LST 127 und den Landungsbooten LCI(G) 346 und LCI(G) 449 setzt kleine Einheiten auf den Atollen Ailuk and Mejit der Marshall-Gruppe ab. –– B-24 und B-25 der 7. Luftflotte USAAF fliegen von Eniwetok aus einen Angriff auf Truk und versenken am 2.4. den Transporter Akebono Maru No.3.

1.– 7.4.1944
Nordsee
Die dt. »Westwall«-Minensperre westlich des Skagerrak wird in den Nächten zum 2.4. und 7.4. durch 2 neue Abschnitte (»Katzbach A« und »Katzbach B«) verstärkt. Am Unternehmen beteiligt sind die Minenschiffe Ostmark (KKpt. Barthel), Elsass, Kaiser, die Zerstörer Erich Steinbrinck, Hans Lody und die Minensucher M 462, M 406, M 301 und M 381.

1.– 9.4.1944
Nordmeer
Operationen sowj. U-Boote. Vor der Polarküste operieren S-15, M-119, M-200 und M-107. Am 1.4. verfehlt M-119 (Kptlt. Kondratev) vor dem Syltefjord den kleinen Tanker Unkas. Am 6.4. läuft K-21 (Kpt. 2.Rg. Lunin) von Polarnoye aus, um bei Kvalöy eine Minensperre auszulegen. Am 7.4. verfehlt M-107 (Kptlt. Kofanov) vor dem Kongsfjord einen U-Jäger.

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1. Minenleger Drache (Bildmitte, rechts) im Hafen von Saloniki

1.– 17.4.1944
Mittelmeer / Ägäis
Brit. Flugzeuge versenken am 1.4. UJ 2127 und am 15.4. UJ 2141, brit. MTB's am 17.4. bei Kos die Hafenschutzboote GR 02 und GR 94. Am 8./9.4. führt der dt. Minenleger Drache (KKpt. Wünning) unter Sicherung von TA 17 und TA 19 von der 9. T-Flottille (FKpt. Dominik) eine Minenunternehmung in der Ägäis durch. Der Verband wehrt mehrere Luftangriffe ab.

4.4.– 24.5.1944
1.– 27.4.1944
Atlantik
U-Boot-Operationen in entfernten Gebieten. Zwischen Bermudas, Bahamas, US-Ostküste und Nova Scotia kreuzen U 541 und U 548. — Karibik: U 218 (Kptlt. Becker) legt am 1.4. vor San Juan 17 Minen und am 3.4. vor Puerto Rico 5 Minen. Keine Erfolge. Am 7.4. wird die US-Zerstörer-Div. 32 (Cdr. Melson) mit Boyle, Nields, Ordronaux, Champlin (Cdr. Schaffer) und dem DE Huse (LtCdr. Wanless) auf U 856 (Oblt.z.S. Wittenberg) angesetzt, das von den beiden zuletzt genannten versenkt wird. Am 16.4. versenkt U 550 (Kptlt. Hänert) den US-Tanker Pan Pennsylvania (11.017 BRT), wird aber von den daraufhin auf es angesetzten DEs Gandy (LtCdr Sessions), Joyce (LtCdr Wilcox) und Peterson (LtCdr Hay) nach einem T-5-Fehlschuß versenkt. — Nordafrika: U 214 (Kptlt. Stock) legt am 3.4. Minen vor Casablanca. Im Golf von Guinea und vor Freetown operieren ohne Erfolg U 190, U 155 und U 505. Südwestlich der Azoren versorgt U 488 (Kptlt. Studt) bis zu seiner Versenkung noch 4 U-Boote.

Im Mittelatlantik werden gegen die Versorgungsplätze und die passierenden U-Boote nacheinander US-Task Groups eingesetzt: Die U-Jagdgruppe TG.21.11 (Capt. Dunn) südwestlich der Azoren wird durch TG.21.12 (Capt. Gallery) mit Geleitträger Guadalcanal, Zerstörer Forrest und den DEs Pope, Pillsbury, Chatelain und Flaherty abgelöst. Ihr fallen am 9. und 10.4. die auf dem Wege nach Westafrika befindlichen, bisher besonders erfolgreichen Boote U 515 (Kptlt. Henke, † 15.6. in Kriegsgefangenschaft) und U 68 (Oblt.z.S. Lauzemis) zum Opfer, nachdem am 8.4. U 214 einen der DEs mit T-5 verfehlt hat. Am 19.4. entkommt das ausmarschierende U 543 einer Task Group mit Geleitträger Tripoli (Capt. Tucker) und 4 DEs. Am 19./20.4. wird TG.21.15 (Capt. Vest) mit Geleitträger Croatan und den DEs Frost, Barber, Snowden, Huse und Inch auf U 66 (Oblt.z.S. Seehausen) angesetzt, nachdem es wegen eines Funkspruches mit Bitte umVersorgung durch HF/DF eingepeilt werden konnte. Am Versorgungsplatz wird auch U 488 am 25.4. erfasst und von den DEs am 26./27.4. versenkt.

Auf dem Wege in den Indischen Ozean passieren den Atlantik nacheinander: U 852 (Kptlt. Eck), das am 1.4. vor Südafrika die brit. Dahomian (5259 BRT) versenkt. Danach läuft es entlang der ostafrikanischen Küste weiter in den Indischen Ozean; U 843 (Kptlt. Herwatz), das am 8.4. die brit. Nebraska (8261 BRT) versenkt und von einem Flugzeug angegriffen wird, aber entkommen kann; U 196 (Kptlt. Kentrat), das am 23.4. durch eine von Recife aus eingesetzte Task Group (Capt. Crist) mit Geleitträger Solomons und den DEs Straub, Gustafson, Trumpeter und Herzog im Südatlantik angegriffen wird, doch ebenfalls entkommen kann; U 181 (FKpt. Freiwald), das am 1.5. vor Südafrika die brit. Janeta (5312 BRT) versenkt; U 537 (Kptlt. Schrewe); das jap. Ro-501 (ex-dt. U 1224, Kptlt. Norita), U 198 (Oblt.z.S. Heusinger v. Waldegg); U 859 (Kptlt. Jebsen), das zunächst im Nordatlantik operiert und am 26.4. südl. Island die panam. Colin (6254 BRT), einen Nachzügler des Konvois SC.157, versenkt; schließlich das jap. I-29 (KKpt. Kinashi) auf Blockadedurchbruch nach Japan.

16.3.- 1.5.44
1.– 28.4.1944
Mittelmeer
Operationen alliierter U-Boote: Im Thyrrhenischen Meer operieren Anfang des Monats das franz. Curie (LtCdr. Chailley) und Upstart (Lt. Chapman). Curie greift mit dem Bordgeschütz vor St. Tropez erfolglos ein dt. Seenotboot (Nr.583) an. Upstart verfehlt am 2.4. vor Kap d´Antibes einen MFP-Geleitzug. Ab 11.4. übernimmt Untiring (Lt. Boyd) die Aufgabe und versenkt am 11.4. südlich von Cannes den Hilfsminensucher M 6022/ Enseigne, am 12.4. den Tanker Cerere (ex-franz. Centaur, 1198 BRT) und am gleichen Tag südlich von Oneglia den aufgelaufenen Dampfer Diana (ex-griech. Maid of Samos, 1190 BRT). Am 15.4. kommt es östlich von Genua zu einem ungeklärten Torpedoangriff auf einen dt. Geleitzug. Ende des Monats operieren im westl. Mittelmeer das franz. Casabianca (LtCdr. Bellet), das am 24.4. vor Imperia einen Küstendampfer verfehlt und weiterhin Untiring, das am 24.4. ein Wachboot verfehlt und am 27.4. den UJ-Trawler UJ 6075 (ex-franz. Clairvoyant) versenkt.

In der Ägäis operieren zunächst Ultor (Lt. Hunt) und Ultimatum (Lt. Kett). Ultor versenkt am 3.4. vor Kythera mit Artillerie 3 Motorsegler und zerstört nach eigenen Angaben einen weiteren in San Nikolo auf der Werft, feuert am 4.4. vormittags erfolglos in den Hafen von Monemvassia und versenkt am Nachmittag in der Kythera-Enge 1 weiteren (ungeklärten) Motorsegler. Am 6.4. versenkt Ultor 2 Motorsegler bei Kiripassi und am 7.4. mit Torpedo vor Monemvassia einen Küstensegler. Ultimatum versenkt am 5.4. in der Suda Bucht und am 6.4. bei Antikithera je 1 Motorsegler mit der Bordkanone. Zwei Angriffe vom 10.4. bleiben ungeklärt. Am 12.4. verfehlt Unsparing (Lt. Piper) südwestlich von Kos ein Geleit mit dem Dampfer Anita und den T-Booten TA 16 und TA 19. Das griech. Pipinos (LtCdr. Rallis) versenkt am 13.4. nördl. von Kreta durch Rammstoß einen griech Motorsegler. Unruly (Lt. Fyfe) verfehlt am 16. und 17.4. zweimal einen Geleitzug mit dem Dampfer Brunhilde und TA 16, TA 17 und TA 19; am 19. und 21.4. versenkt es bei Chios 2 Motorsegler mit Artillerie und Sprengpatronen. Die niederl. Dolfijn (LtCdr. van Oostrom-Soede) beschädigt am 14.4. bei Monemvassia den U-Jäger GA 01 ex Spyridon und versenkt am 17.4. bei Milos 2 Motorsegler. Am 28.4. versenkt die brit. Sportsman (Lt. Gatehouse) vor Heraklion den dt. Dampfer Lüneburg (ex-griech. Constantinos Louloudis, 4697 BRT) trotz Sicherung durch TA 16, TA 17, TA 19, R 210, fünf U-Jäger und ein Flugzeug.

21.3.- 2.4.44
1.– 29.4.1944
Indischer Ozean
Operationen alliierter U-Boote in der Malakka-Straße. Am 1.4. versenkt Truculent (Lt. Alexander) den Küstendampfer Mantai (ca. 200 BRT, unbestätigt). Am 15.4. torpediert Storm (Lt. Young) einen 4000-Tonnen-Transporter in einem Konvoi (Erfolg unbestätigt), versenkt aber nur den Minensucher W-7. Am 19.4. versenkt Tantalus (Lt. MacKenzie) den Marineschlepper Kampung Besar (ca 300 BRT, unbestätigt) und am 29.4. den Küstendampfer Pulo Salanama (ca 400 BRT, unbestätigt). Sea Rover (Lt. Angell) versenkt am 22.4. den UJ-Trawler Shonan Maru No.7 (355 BRT), und das niederl. U-Boot K-XV (LtCdr. van Botzelaer) versenkt bei einem Aufklärungsunternehmen im Auftrag des Militärischen Aufklärungsdienstes am 23.4. vor der NW-Küste Neuguineas zwei Fischerboote. Taurus (Lt. Wingfield) legt am 18.4. eine Minensperre vor Penang, auf der am 27.4. möglicherweise das jap. U-Boot I-37 beschädigt wird, am 22.4. versenkt es das Bergungsschiff Hokuan I-Go (558 BRT) und den Schlepper Kainan Maru No.15.

2. Minensucher M 553 (ex Abraham van der Hulst) in Gotenhafen

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1.– 30.4.1944
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command. In 18 Nächten werden 782 Einsätze geflogen. Ziele sind franz. Häfen in der Biskaya, an der Küste der Bretagne und im Kanal (v.a. La Pallice, Lorient, Brest, Cherbourg und Le Havre), an der niederl. Küste (v.a. Den Helder und Texel), bei den Friesischen Inseln und in der Deutschen Bucht, im Kattegat, dem Gebiet um Kiel, Swinemüde und der Danziger Bucht (v.a. Gotenhafen und Pillau). 18 Flugzeuge gehen verloren. Erfolge: Im Westraum wird am 4.4. wird Sperrbrecher 157 vor Brest schwer beschädigt, am 8.4. sinkt Vorpostenboot V 622/ Almuth vor St. Nazaire. In der Nordsee sinken am 2.4. der dän. Dampfer Kaiserin Dagmar in der Emsmündung, am 17.4. das Hilfsminensuchboot M 3860 in der Deutschen Bucht, am 27.4. M 3668 vor Ostende; beschädigt werden am 11.4. Sperrbrecher 26 südlich von Helgoland, am 18.4. der dt. Dampfer Geier in der Wesermündung und am 22.4. der schwed. Frachter Storfors nördlich von Borkum. In der Ostsee sinken auf Luftminen am 11.4. das Räumboot R 27 im Seekanal vor Pillau und der schwed. Frachter Tärnan (512 BRT) in der Mecklenburger Bucht, am 21.4. der Minensucher M 553 (ex-niederl. Abraham van der Hulst) vor Brüsterort, am 22.4. der norw. Frachter Jylland (539 BRT) vor Stralsund, am 26.4. der finnische Frachter Jaameri (2568 BRT) bei Darsser Ort, am 27.4. U 803 (Kptlt. Schimpf) im »Geranium«-Minenfeld vor Swinemünde und am 28.4. das UAK-Sicherungsfahrzeug Helgoland bei Gedser; beschädigt werden im Sund am 27.4. das norw. Motorschiff Trianon (5805 BRT) und am 30.4. der dän. Dampfer Paraguay.

1.– 30.4.1944
Pazifik
Operationen amerikan. U-Boote werden auch weiterhin durch »Ultra«-Meldungen über entschlüsselte japanischen Marschroutensignale unterstützt. Primäre Ziele sind Zerstörer und Geleitfahrzeuge sowie Tanker.

Vor Japan und Formosa versenkt Flying Fish (LtCdr. Risser) am 1.4. östlich von Okinawa den Frachter Minami Maru (2398 BRT), Pollack (LtCdr. Lewellen) versenkt am 3.4. südlich von Yokohama den Frachter Tosei Maru (2814 BRT), Whale (LtCdr. Grady) am 9.4. nordwestlich von Kyushu den Frachter Honan Maru (5401 BRT), Halibut (LtCdr. Galantin) versenkt am 12.4. südlich von Kyushu den Transporter Taichu Maru (3213 BRT), am 27.4. nördlich von Okinawa den Transporter Genbu Maru (1872 BRT) und den Minenleger Kamome und beschießt am 29.4. jap. Einrichtungen auf Kure Jima. Growler versenkt am 10.4. ein Sicherungsfahrzeug – Erfolg unbestätigt. Die Sumida Maru (2022 BRT) sinkt am 15.4. an der Küste von Honshu auf einen von Steelhead im Mai 1943 gelegten Mine. Searaven (LtCdr. Dry) versenkt am 17.4. den Hilfsminensucher Noshiro Maru No.2 (216 BRT), Tambor (LtCdr. Kefauver) am 18.4. nordwestlich von Wake ein Wachboot. Guavina (LtCdr. Teideman) versenkt am 22.4. einen Trawler, am 25.4. nordwestlich von Chichi Jima den Frachter Tetsuyo Maru (2130 BRT) und am 26.4. den Transporter Noshiro Maru I-Go (2333 BRT). Seadragon (LtCdr. Ashley) versenkt am 23.4. an der Südspitze von Honshu den Frachter Taiju Maru (6886 BRT) und beschädigt am 27.4. den Frachter Hawaii Maru (9467 BRT). Sargo (LtCdr. Garnett) versenkt am 26.4. südlich von Honshu den Frachter Wazan Maru (4851 BRT). Pogy (LtCdr. Metcalf) versenkt am 28.4. östlich von Kyushu das jap. U-Boot I-183 (Kptlt. Saeki). Steelhead (LtCdr. Welchel) beschießt zusammen mit Barb am 17.4. Phosphatfabriken auf Okino Daito Shima und versenkt am 30.4. einen Trawler. Haddock, Swordfish, Apogon, Rock, Tilefish und Sawfish bleiben ohne Erfolg.

3. Japanischer Transporter - 
durch Bomben in Brand gesetzt und zerstört

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Im Gebiet der Mandats-Inseln versenkt Seahorse (LtCdr. Cutter) am 8.4.aus einem Konvoi vor Guam den Munitionstransporter Aratama Maru (6783 BRT) und beschädigt den Wassertanker Kizugawa Maru (1915 BRT), am 9.4. versenkt es aus einem Konvoi den Transporter Mimasaka Maru (4667 BRT) und übersteht einen Gegenangriff des Zerstörers Ikazuchi und der Fregatte Sokuten, am 20.4. versenkt es das jap. U-Boot Ro-45 und am 27.4. westlich von Saipan den Transporter Akikawa Maru (5244 BRT). Trigger (LtCdr. Harlfinger) wird am 8. und 9.4. durch Wasserbomben beschädigt, bleibt aber im Einsatzgebiet, beschädigt am 12.4. einen Segler, versenkt am 27.4. nördlich von Palau das Transportschiff Miike Maru mit 11738 BRT und beschädigt den Frachter Asosan Maru (8811 BRT) und die Fregatte Kasado. Harder (LtCdr. Dealey) versenkt am 13.4. südwestlich von Guam den Zerstörer Ikazuchi und am 17.4. nordwestlich von Woleai den Frachter Matsue Maru (7061 BRT). Bluegill (LtCdr. Barr) torpediert am 27.4. westlich von Sonsorol (Karolinen) den Kreuzer Yubari, der am folgenden Tag im Schlepp des Zerstörers Samidare sinkt, und Bashaw (LtCdr. Nichols) versenkt am 27.4. einen Trawler, drei weitere werden beschädigt. Scamp beschädigt am 4.4. einen Trawler, Finback versenkt am 19.4. nordwestlich von Truk einen Segler, Pampanito und Blackfish führen erfolglose Angriffe durch. Gudgeon geht am 18.4. bei einem Angriff bei der Insel Maug durch 2 Flugzeuge der 901st Kokutai, Stingray am 21.4. durch Auflaufen auf einen Felsen westlich der Marianen verloren. Greenling und Salmon führen vom 2.4. bis 29.4. eine intensive navigatorische Aufklärung der Marianen bzw. der westlichen Karolinen (Ulithi, Yap, und Woleai) durch. Ohne Erfolg bleiben im Gebiet von Palau Balao, Salmon und Tuna, bei Truk Gato und Permit, im Gebiet der Marianen Gabilan und Gudgeon, bei den Bonin-Inseln Drum und Skate. Vor Indochina bleibt Robalo und im Südchinesischen Meer Hoe ohne Erfolg, ebenso wie das von Fremantle nach Pearl Harbor zurückmarschierende Billfish.

Im Gebiet des Malaya-Archipels und der Philippinen beschädigt Hake (LtCdr. Broach) am 2.4. im Südchinesischen Meer den Tanker Tarakan Maru (5135 BRT). Am 7.4. wird Scamp bei Mindanao von einem jap. Wasserflugzeug beschädigt. Redfin (LtCdr. Austin) versenkt am 11.4. vor Zamboanga den Zerstörer Akigumo, beschädigt am 15.4. den Frachter Shinyu Maru (4621 BRT) und versenkt am 16.4. im Moro-Golf (Mindanao) den Frachter Yamagata Maru (3807 BRT). Paddle (LtCdr. Nowell) versenkt am 16.4. in der Ceram-See aus einem Konvoi den Transporter Mito Maru (7061 BRT) und den Frachter Hino Maru No.1 (2671 BRT). Robalo wird am 24.4. an der Küste von Indochina durch Luftangriff beschädigt. Crevalle (LtCdr. Walker) versenkt am 25.4. nördlich von Borneo den Frachter Kashiwa Maru (976 BRT) und Bonefish (LtCdr. Edge) am 26.4. vor dem Davao-Golf den Transporter Tokiwa Maru (806 BRT). Jack (LtCdr. Dykers) versenkt am 26.4. westlich von Luzon aus dem Truppentransport-Konvoi TAKE No.1 den Transporter Yoshida Maru (5425 BRT) und beschädigt den Frachter Wales Maru (6586 BRT), am 27.4. versenkt es einen Trawler. Flasher (LtCdr. Whitaker) versenkt am 29.4. vor Cape Varella (Indochina) den Frachter Song Giang Go (1065 BRT) und am 30.4. das ehem. franz. K-Boot Tahure. An der Nordwestküste von Luzon versenkt Bang (LtCdr. Gallaher) am 29.4. den Frachter Takekawa Maru (1930 BRT) und am 30.4. den Tanker Nittatsu Maru (2859 BRT).

 
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4. U 448 (Oblt.z.S. Dauter) kehrt nicht mehr heim.

22.3.- 6.5.44
2.– 24.4.1944
Nordatlantik
Im Nordatlantik operieren einzeln und in wechselnden Aufstellungen zwischen Irland und Neufundland, teilweise als Wetterboote, die U-Boote U 267, U 667 (Schnorchelboote), U 262, U 986, U 741, U 92, U 962, U 672, U 311, U 255, U 302, U 548, U 385, U 765, U 342, U 736 und U 473. Aus dem Konvoi SC.156 (Escort Group B5) versenkt U 302 (Kptlt. Sickel) am 6.4. die norw. Ruth I (3531 BRT) und South America (6246 BRT), wird aber anschließend von der Fregatte Swale (Cdr. Boyle) versenkt. Am 8.4. vernichten die Sloops Crane (LtCdr. Jenkins) und Cygnet (Cdr. MacLean) der 7th Support Group U 962 (Oblt.z.S. Liesberg). Mitte April verfehlen U 667 einmal und U 385 mehrmals Schiffe. Das von Island zurückkehrende U 448 (Oblt.z.S. Dauter) wird am 14.4. bei dem Versuch, den Geleitträger Biter anzugreifen, von der kanad. Fregatte Swansea (Cdr. King) der 9th Support Group geortet und zusammen mit der brit. Sloop Pelican (Cdr. Dalison) der 7th Support Group versenkt. U 986 (Oblt.z.S. Kaiser) fällt am 17.4. südwestl. von Irland der Sicherung eines kleinen Küstenkonvois mit US-Minensucher Swift und U-Jäger PC 619 zum Opfer. U 342 (Oblt.z.S. Hossenfelder) wird am 17.4. südlich Island von Canso ‚S’ (F/O Cooke) der RCAF-Sq. 162 versenkt. U 993 (Oblt.z.S. Hilbig) schießt nach mehreren Flugzeugangriffen am 17.4. westl. der Biskaya Liberator ,O’ (F/Lt Burton) der 53 Sq. RAF ab. U 311 (Kptlt. Zander) wird am 22.4. westl. Irland von den kanad. Fregatten Matane (Cdr. Layard) und Swansea versenkt und U 672 (Oblt.z.S. Lawaetz) wird am 24.4. westl. der Biskaya bei einer Reihe von Flugzeugangriffen von Sunderland ‚A’ der RCAF-Sq. 423 beschädigt.

16.3.-1.5 + 4.4.- 9.6.44
2.– 27.4.1944
Mittelmeer
Die 10. T-Flottille (KKpt. von Gartzen) mit TA 23 (ex-ital. Impavido), TA 26 (ex-ital. Ardito), TA 27 (ex-ital. Auriga), TA 28 (ex-ital. Rigel) und TA 29 (ex-ital. Eridano) führt mit je 2 Booten die Minenunternehmungen »Bumerang« (2./3.) bei Portoferraio und »Aphrodite« (3./4.) südlich von Elba, »Gatter« (5./6.4), »Auster« (8./9.4) und »Rappen« (12./13.4.) nordwestl. von Elba, »Stich« (15.4.), »Öse« (18.4.), »Schimmel« (21./22.4) und »Karo As« (25./26.4.) sowie eine Beschießung des Hafens vor Bastia (22./23.4.) durch. Die Beschießung erfolgt in erster Linie wegen der Verwendung Bastias als Stützpunkt alliierter Schnellboote, die für den dt. Nachschubverkehr zu einer immer größeren Bedrohung werden.

Vom 3.- 8.4. legt die dt. Minenschiffgruppe »Westitalien« mit Oldenburg (ex-ital. Garigliano), Dietrich von Bern (ex-ital. Mazzara) und Kehrwieder (ex-ital. Crotone) südwestlich La Spezia die Sperren »Herz Dame«, »Herz König«, »Herz Bube«. Bei dem Unternehmen am 25./26.4. läuft TA 23 vor Capreira auf eine Mine (ausgelegt von dem unter alliierter Kontrolle fahrenden ital. Torpedoboot Sirio), muss aufgegeben und durch TA 29 selbstversenkt werden. TA 26 und TA 29 führen ein Gefecht gegen eine US Schnellboot-Gruppe mit PT 218, PT 202, PT 213. Am 25.4. wird – wie schon im März (siehe 23.-30.3.) – ein Geleit mit Marinefährprähmen, darunter F 423, F 515, F 610 und F 621, durch eine alliierte Schnellbootsgruppe (Cdr. Allen, RN) mit brit. MTBs und MGBs und LCG 14, LCG 19, LCG 20 vor Vado vernichtet.

27.3.- 14.4.44
3.– 11.4.1944
Nordmeer
Operation »Tungsten«: Am 3.4. stößt VAdm. Moore mit dem Schlachtschiff Anson, den Trägern Furious und Victorious, 3 Kreuzern und 5 Zerstörern der Deckungsgruppe nach Nordnorwegen zum Angriff auf das Schlachtschiff Tirpitz im Altafjord vor. Jagdschutz durch 40 Wildcat-Jäger über dem Trägerverband. 41 Barracuda-Trägerbomber greifen unter Jagdschutz durch 21 Corsairs und 20 Hellcats die Tirpitz (Kpt.z.S. Meyer) an und erzielen bei insgesamt 4 Verlusten 14 Treffer: es gibt 122 Tote, 316 Verwundete, das Schlachtschiff ist 3 Monate lang nicht einsatzbereit.

Konvoi-Operation RA.58:
Am 7.4. läuft Konvoi RA.58 mit 38 Dampfern vom Kolafjord aus. »Ocean Escort« vom 7.-12.4. durch Geleitträger Activity und die Zerstörer Keppel, Beagle, Boadicea, Inconstant, Venus, Walker, Westcott, Whitehall, Wrestler, vom 7.-13.4. durch Flakkreuzer Diadem, und die Zerstörer Onslow, Offa, Opportune, Orwell, Saumarez, Serapis und Stord (RNoN), vom 7.-14.4. durch Geleitträger Tracker, die Zerstörer Impulsive, Obedient, Oribi, Scorpion, die Korvetten Bluebell, Honeysuckle und durch 5 Sloops der 2nd Escort Group. –– Wegen der schweren Verluste am JW.58 kann die dt. Luftwaffe nur noch nächtliche Radar-Aufklärung fliegen, der Konvoi wird erst am 9.4. erfasst. Von den in 2 Gruppen »Donner« und »Keil« aufgestellten U-Booten mit U 313, U 636, U 703, U 277, U 361, U 362, U 711, U 716, U 347 und U 990 kommen am 10.4. nur U 361 (Kptlt. Seidel), U 362 (Oblt.z.S. Franz, zweimal), U 703 (Oblt.z.S. Brünner) und U 313 zu T-5-Schüssen gegen Zerstörer, allesamt erfolglos. Der Konvoi wird am 11.4. früh nochmals von der Luftaufklärung geortet, die Operation muss aber abgebrochen werden da die U-Boote zu weit achteraus stehen.

4.– 5.4.1944
Süd- / Zentralpazifik
B-24 (Liberator) und B-25 (Mitchell) der 13. Luftflotte USAAF bombardieren Hafenanlagen in Rabaul. Dabei sinken die Armeetransporter Choun Maru, Iwakuni Maru und Tenryu Maru. Bei einem Luftangriff von Liberators der VB 109 USN auf Truk geht das Depotschiff Sapporo Maru durch den Nahtreffer einer Bombe verloren, das japan. U-Boot I-169 sinkt aufgrund einer Tauchpanne, vor Moen (Truk) wird U-Jäger Cha-46 getroffen und sinkt.

1.-7.4.+ 10.-22.4.44
4.– 15.4.1944
Norwegen
Alliierte U-Boot-Operationen vor der norweg. Küste. Am 4.4. torpediert das norweg. Ula (Lt.Valvatne) vor Stadlandet den dt. Versorgungstanker Ill (ex-norw. Turicum, 7603 BRT), am 6.4. versenkt es südwestl Bergen den dt. Dampfer Wesergau (1923 BRT). Unshaken (Lt. Whitton) versenkt am 7.4. vor Lister den von UJ 1105 und M 489 gesicherten dt. Dampfer Asien (3894 BRT).

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5. Britisches X-craft (oben) und der deutsche Dampfer Bärenfels (links)

Am 10.4. werden die Boote Taku and Venturer angesetzt, unter den dt. Minen tauchend in das Skagerrak einzudringen und so viele Schiffe wie möglich abzufangen. Am 13.4. bringt Taku eine Mine zur Detonation und wird dabei beschädigt, die Boote werden in das Gebiet westlich der Sperren zurückbefohlen, Taku kehrt zum Stützpunkt zurück und Venturer (Lt Launders) nach Egeröy. Dort versenkt es am 15.4. den Dampfer Friedrichshafen (1923 BRT) aus einem Geleitzug mit den Sicherungsfahrzeugen UJ 1101, UJ 1102, UJ 1103 und UJ 1112.

Unternehmen »Guidance«: Das brit. Sceptre (Lt. McIntosh) schleppt ab 11.4. das Kleinst-U-Boot X-24 (Lt. Shean) nach Bergen, um an dem dortigen 8.000-Tonnen-Schwimmdock Haftminen anbringen zu lasen. X-24 dringt in den Fjord ein und legt die Minen unter den dt. Dampfer Bärenfels (7569 BRT), der am Dock längsseits liegt. Der Dampfer sinkt am 14.4. auf den Grund und blockiert die Kohlenverladekaje, das beschädigte Dock bleibt bis zu einem Luftangriff am 11.9. an seinem Platz.

5.4.1944
Zentralpazifik
Vorstoß der japan U-Boote I-16, I-32, I-35, I-38 und I-45 von Kure aus gegen US Versorgungsrouten östlich der Marshall-Inseln. 650 sm nordöstl. Majuro stößt US TG.11.1 mit Geleitträger Altamaha auf eines der japan. U-Boote, Trägerflugzeuge der VC 66 USN beschädigen I-45 (KKpt. Tagami) mit Raketen.

6.4.1944
Mittelmeer / Thyrrhenisches Meer
Das dt. Räumboot R 192 wird bei einem Gefecht mit brit. MTBs vor Cecina versenkt. U 455 (Kptlt. Scheibe) geht vor La Spezia durch Detonation einer deutschen Mine verloren.

6./7.4.1944
Luftkrieg Deutschland
Das RAF Bomber Command greift mit 33 Flugzeugen Hamburg an. 1 Flugzeug geht dabei verloren.

6.– 9.4.1944
Westpazifik
Am 6.4. sinkt der japan. Transporter Hsing Yun Maru in der Mündung des Yangtse-Kiang auf einer von B-24 der 14th USAAF gelegten Luftmine. Am 9.4. versenken B-25 der 14th USAAF die japan. Hokurei Maru (5220 BRT) vor der Südspitze von Hainan.

7.4.1944
Südpazifik
US-Zerstörer Saufley (LtCdr. Cochran) versenkt 50 sm WNW/ New Hanover (Bismarck-Archipel) das zu Nachschub- Unternehmen zwischen Truk und Rabaul eingesetzte japanische U-Boot I-2 (Kptlt. Yamaguchi).

8.4.1944
Ostsee
Das dt. U-Boot U 2 (Oblt.z.S. Schwarzkopf) sinkt nach Kollision mit dem Fischerdampfer Heinrich Freese vor Pillau.

8.– 15.4.1944
Luftkrieg Italien
Am 8.4. wird der ital. Dampfer Enco bei einem Bombenangriff auf Venedig versenkt. Am 11./12.4. werden bei einem Luftangriff auf Ancona 2 Schiffe versenkt, vor allem wird die für die dt. Kriegsmarine wichtige, aber durch Flak kaum geschützte Werft von Monfalcone durch Luftangriff schwer beschädigt. Am 13.4. und 15.4. gehen bei Luftangriffen auf Civitanova und Korcula jeweils 2 Küstenfrachter verloren.

8.– 16.4.1944
Schwarzes Meer
Am 8.4. treten an der Perekop-Enge die sowj. 2. Garde-Armee gegen die dt. 50. Inf. Div., am Sivaz die sowj. 51. Armee gegen die rumän. 10. Div. und auf der Halbinsel Kertsch am 10.4. die sowj. Küstenarmee gegen das dt. V. Armeekorps zum Angriff auf die Krim an. Nachdem die Linie der rumän. 10. Division durchbrochen und der Knotenpunkt Dzhankoj erreicht ist, müssen sich die dt. Truppen schnell nach Sevastopol zurückziehen. 10.000 Mann V. Armeekorps, das z.T. ins Jalta-Gebirge abgedrängt wurde, werden vor der Südostseite her durch MFP der 1. L-Flottille (Kptlt. Giele) nach Balaklava und Sevastopol evakuiert. Ab 12.4. beginnt der Abtransport aller entbehrlichen Truppen und des Wehrmachtgefolges von der Krim nach Konstanza. Am 15./16.4. erreicht die Masse der dt.-rumän. Verbände den Festungsraum. Bis zum 16.4. werden mit Dampfern und Kleinfahrzeugen im Geleit dt. und rumän. Kriegsschiffe unter dem Chef der 10. Sich. Div., Kpt.z.S. Weyher, 36.000 dt., 9.600 rumän. Soldaten, 16.000 Ostlegionäre, 3.800 Kriegsgefangene und 1.600 Zivilisten auf dem Seeweg und z. T. mit Transportflugzeugen evakuiert.

Gegen die Transportbewegungen werden die Seeluftstreitkräfte der Schwarzmeer-Flotte (GenLt. Ermachenkov) mit rund 90 Flugzeugen des 9., 11. Jagdflieger- und 23. Schlachtflieger-Regt. im Raum Odessa, 93 Flugzeuge der 2. Garde-Minen-Torpedoflieger-Div. und des 40. Jagdflieger-Regt. im Raum Skadovsk, 86 Flugzeuge der 11. Schlachtflieger-Div. und des 30. Aufkl. Regt. aus dem Raum nördlich der Krim, später von Evpatorija, sowie 38 Jäger des 25. Jagdflieger-Regt. von Kerc, später Feodosija, eingesetzt. Sie versenken bis zum 16.4. das R-Boot R 204 (am 11.4. in Feodosija), die MFPs F 394, F 395, F 565 und F 569 und beschädigen R 205, F 572 und den Schlepper Oituz. Ein Angriff der 2. TKA-Brigade von Skadovsk aus mit dem raketentragenden TKA-86 und den Torpedokuttern TKA-14, TKA-85, TKA-94 und TKA-104 wird von den als Flankensicherung aufgestellten S-Booten der 1. S-Flottille abgefangen. Angriffsversuche der U-Boote S-31 (Kpt. 3.Rg. Belorukov) zweimal, Shch-215 (Kpt. 3.Rg. Greshilov) und L-6 (Kpt. 3.Rg. Gremyako) scheitern. U-Jäger der 1. UJ-Flottille greifen mehrere U-Boote mit Wabos an. Eine am 13.4. von leichten Einheiten der sowj. Schwarzmeer-Flotte in Feodosia durchgeführte Landung stößt ins Leere, da der Hafen bereits verlassen ist. L-6 geht wahrscheinlich am 16.4. westlich von Sevastopol durch Angriffe des U-Jägers UJ 115/ Rosita, eines BV 138-Flugboots der Fl.A.Gr.125 und des rumänischen Kanonenboots Ghigulescu oder am 18.4. im Gebiet von Kap Kaliakra durch einen Wasserbombenangriff von UJ 103 verloren.

9.4.1944
Zentralpazifik
Das jap. Lazarettschiff Takasago Maru wird vor Palau durch Minentreffer beschädigt.

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6. Schleppzug auf der Donau

23.4.1944
9.– 30.4.1944
Donau
Am 9.4. beginnt die Royal Air Force mit der Luftminenverseuchung der Donau. Im April gehen der multinationalen Betriebsgemeinschaft für das deutsche Reich (Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Slowakei, Ungarn) 15 Frachtkähne unterschiedlicher Art mit zusammen ca 10.000 BRT, darunter 6 Zugschiffe mit ca 8000 PS, verloren (siehe Einzelheiten). Am 23.4. geht das von dem Schlepper Fritz geschleppte Räumboot R 208 durch Luftminentreffer verloren. Minenverseuchungen spielt eine wesentliche Rolle bei der Störung des Ölnachschubs von Rumänien nach Deutschland.

10.4.1944
Ostsee

Bei sowj. Luftangriffen gegen die zur Bewachung der »Seeigel«-Sperren eingesetzten dt. Schiffe wird der Minensucher M 459 versenkt und M 413 schwer beschädigt, letzterer kann aber den Hafen erreichen.

10.– 17.4.1944
Mittelmeer
Am 10.4. passiert Konvoi UGS.37 mit 60 Handelsschiffen und 6 LSTs die Gibraltar-Straße. Sicherung durch Task Force TF.65 (Cdr. Headden, USN) mit den US Zerstörern Breckinridge, Blakeley, Biddle und Barney, den US DE Stanton, Swasey, Price, Strickland, Forster, Stockdale, Hissem und Holder, ferner dem brit. Flakkreuzer Delhi und der Fregatte Nadder sowie als JIG-Schiffen dem US Zerstörer Lansdale und der brit. Korvette Jonquil. Der Ansatz der dt. U-Boote U 421, U 969 und des am 6.4. ins Mittelmeer gelangten U 471 bleibt erfolglos. In der Nacht zum 12.4. erfolgt auf Höhe von Cape Bengut ein Angriff der dt. 2. Flieger-Division mit etwa 20 T-Flugzeugen, Holder erhält einen Treffer und wird eingebracht, jedoch nicht repariert, Stanton und Swasey weichen knapp aus, Frachter Charles Piez wird durch Bordwaffen, Frachter Horace H. Lurton am 12.4. durch Artilleriebeschuss eigener Einheiten beschädigt; von 64 gestarteten Ju 88 gehen 10 verloren. Beim Weitermarsch nach Alexandria greift am 16.4. vor der Cyrenaika U 407 (Oblt.z.S. Korndörfer) den Konvoi an und torpediert die amerikan. Frachter Meyer London (7210 BRT), die sinkt, und Thomas G. Masaryk (7176 BRT), die nach Alexandria eingeschleppt, jedoch nicht repariert wird. –– Am 17.4. geraten die US-Frachter James Guthrie (7176 BRT) und Alexander Graham Bell des Konvois NV.33 vor Capri in ein eigenes Minenfeld und werden schwer beschädigt, James Guthrie wird zum Totalverlust, Alexander Graham Bell wird repariert.

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7.  Schnellboot S 133 kehrt 
mit sichtbaren Gefechtsschäden zurück

10.4.-1.5.1944
10.– 19.4.1944
Nordsee
In der Nacht vom 10./11.4. versuchen die norweg. MTB 715, MTB 653, MTB 623 und MTB 618 vor der niederl. Küste einen dt. Konvoi (Frachter Eem, Randwyk, Bernleff, Espagne), gesichert von der 20. V-Flottille (KKpt.d.R. Puttfarcken) mit 12 VP-, 2 MS-Trawlern und 8 R-Booten, anzugreifen. Insgesamt 4 Anläufe werden durch starkes Artilleriefeuer abgewehrt. –– Ein Minenunternehmen der 4. (KKpt. Fimmen) und 8. S-Flottille (KKpt. Zymalkowski) am 14./15.4. mit 15 Booten wird durch das Abhören von VHF-Gesprächen frühzeitig entdeckt und muss abgebrochen werden. –– In der Nacht vom 18./19.4. muss die 8. S-Flottille mit S 64, S 67, S 83, S 85, S 87, S 127 und S 133 eine Minenunternehmung nach Gefechten mit dem brit. Zerstörer Whitshed und mehreren MGBs abbrechen. S 64 und S 133 werden beschädigt. In der selben Nacht versenken brit. Jagdbomber aus einem dt. Verband vor der Ems-Mündung und Terschelling die Vorpostenboote V 1233 / Vooruit, V 1236 / Augusta und V 1237 / Notre Dame de Dunes.

10.– 26.4.1944
Nordmeer
Sowj. kombinierte Operation RV-3 gegen den dt. Geleitverkehr vor der Polarküste. Am 10.4. schlägt ein Angriff des Schlachtflieger-Regt. 46 mit 3 Wellen von insgesamt 19 Il-2, 16 Kittyhawk, 14 Airacobra und 6 Jak-1 gegen einen dt. Konvoi fehl. TKA-212 geht verloren. In Kirkenes werden am 11.4. durch Tiefflieger 2 Dampfer durch Nahtreffer beschädigt. Am 12.4. laufen die U-Boote S-14, S-103 und M-104 aus, am 13.4. S-104 und M-105 und am 20.4. M-119. Nur M-105 (Kptlt. Khrulev) kommt am 18.4. zu einem erfolglosen Angriff auf einen Dampfer vor dem Sylte-Fjord.

Am 14./15.4. werden die norwegischen Fischereifahrzeuge Vesper (93 BRT) und Solveig (60 BRT) durch sowj. Flugzeuge vor Makkaur mit Bordwaffen versenkt. Bei einem Angriff von Torpedokuttern, darunter TKA-13 und TKA-203, am 22.4. gegen einen dt. Konvoi vor dem Petsamofjord werden die Torpedos zu früh losgemacht, so dass die Dampfer ausweichen können. Bei einem Luftangriff des Schlachtflieger-Regt. 46 auf den Konvoi am 23.4. stürzt der Führer des Verbandes, Hptm. Katunin, dicht neben einem Schiff ins Meer.

11.4.1944
Luftkrieg Deutschland
Luftangriff der 8. USAAF auf Stettin. Dabei werden der dän. Dampfer Emily (1568 BRT), die U-Boote U 902 und U 108 (Oblt.z.S Brünig), ein Unterwasser-Transportleichter sowie drei Fährprähme (AF 24, F 389 und F 300), ein Fährschiff und ein Hebeponton versenkt. (U 108 wird später gehoben und außer Dienst gestellt). Das Artillerie-Schulschiff Mars wird getroffen und brennt aus. Tender Usambara (8690 BRT), Motortanker Ulrich Finsterwalde (2947 BRT), Minensuchboot M 551, zwei Vorpostenboote (V 1603 und V 1605) und ein Fährprahm (F 222) werden beschädigt.

11.4.1944
Biskaya
Beim Geleit für das einlaufende U 255 wird Sperrbrecher 168 vor der Loiremündung durch Angriff von Mosquitos schwer beschädigt.

12.4.1944
Südwestpazifik
Am 12.4. versenken B-24, B-25, B-26, A-20 und P-38 der 5. Luftflotte USAAF vor Hollandia den Frachter Narita Maru und 3 Fischereifahrzeuge.

10.4.-1.5.44
12.4.– 1.5.1944
Kanal
Ein Vorstoß der dt. 5. S-Flottille (KKpt. Klug) am 12./13.4. mit 6 Booten von Cherbourg aus in nördlicher Richtung wird vorzeitig entdeckt und bleibt erfolglos. Ebenso bleibt ein Vorstoß der 5. und 9. Flottille am 13./14.4. mit 13 Booten gegen die Lyme Bay ohne Erfolg.Am 16.4. wird der dt. Artilleriefährprahm AF 1 in Boulogne durch eine Fliegerbombe versenkt. Vom 17.-19.4. verlegt die 5. T-Flottille (KKpt. Hoffmann) mit T 27, T 29, Kondor, Möwe, Greif zur Sicherung eines Geleitzugs mit dem Tanker Mexphalte von Brest nach Cherbourg.

In der Nacht vom 18./19.4. wirft die 5. S-Flottille mit S 100, S 112, S 138, S 140, S 141 und S 143 EMC-Minen westlich der Isle of Wight und führt ein Gefecht mit dem Zerstörer Middleton und MGBs, darunter MGB 246. Östlich der Isle of Wight wirft die 9. S-Flottille (Kptlt. von Mirbach) mit S 130, S 144, S 145, S 146, S 147, S 150 und S 167 30 EMC-Minen.

In der Nacht vom 19./20.4. führen die 5. und 9. S-Flottille (Zusammensetzung wie oben, aber ohne S 140 und S 141) führen einen erfolglosen Vorstoß gegen einen CW-Konvoi und werden von den »Hunt«-Zerstörern Middleton und La Combattante (franz., ex-brit. Haldon) abgedrängt und verfolgt. Dabei läuft S 144 bei Calais auf Grund.

In der Nacht vom 21./22.4. wirft die 5. T-Flottille mit Kondor, Möwe und Greif, von Cherbourg kommend, eine Sperre mit 145 Sperrschutzmitteln. Die 4. T-Flottille mit T 29, T 24 (Kptlt. Meentzen) und T 27 verlegt von Cherbourg nach St. Malo. Von Cherbourg aus führen die 5. S-Flottille mit S 100, S 112, S 143, S 140 und S 138 und die 9. S-Flottille mit S 146, S 150, S 145, S 130 und S 167 eine Vorstoß gegen einen WP-Konvoi bei Dungeness und Hastings. In Gefechten mit den brit. Zerstörern Volunteer und Middleton sowie MGBs, darunter MGB 214, MGB 617 sowie MTB 235, werden S 167 und brit. Boote beschädigt.

In der Nacht vom 23./24.4. greift die 5. S-Flottille mit S 100, S 143, S 138, S 136, S 140 und S 142 einen CW-Konvoi bei Dungeness an, dabei versenkt Kptlt. von Mirbach mit S 100 den Schlepper Roode Zee (468 BRT). Die 9. S-Flottille mit S 146, S 147, S 145, S 167, S 130 und S 150 wird in Gefechte mit den brit. Zerstörern Glaisdale, La Combattante, Stevenstone und Volunteer sowie MGBs und MTBs verwickelt. MTB 359 wird beschädigt. Die 5. T-Flottille mit Kondor, Möwe und Greif wird von Cherbourg aus bei Kap Barfleur gegen brit. MTBs angesetzt, MTB 671 wird dabei versenkt.

8. Torpedoboot Greif bei einem Minenunternehmen

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Am 25.4. läuft die 4. T-Flottille (KKpt. Kohlauf) mit T 29, T 24 und T 27 von St. Malo aus und wirft nordwestlich Les Sept Isles eine Minensperre. In der Nacht zum 26.4. Gefecht mit brit. Kreuzer Black Prince, brit. Zerstörer Ashanti und kanad. Zerstörern Athabaskan (LtCdr Stubbs), Haida (Capt. De Wolf) und Huron (Cdr. Rayner). T 27 erhält schon bei Gefechtsbeginn Treffer und wird nach Morlaix entlassen. Haida versenkt T 29 (Flottillenchef, Kdt. Kptlt. Grund, 135 Mann gefallen, 73 gerettet von Vp.-Boot). T 24 erreicht beschädigt St. Malo. In der gleichen Nacht werden 6 Boote der 5. und 9. S-Flottille nach Luftaufklärung gegen Schiffsansammlungen bei Selsey Bill, Portsmouth und Southampton angesetzt. Sie werden in Gefechte mit den Geleitzerstörern Rowley und La Combattante (franz.) verwickelt, letzteres versenkt S 147.In der Nacht vom 26./27.4. wirft die 5. T-Flottille mit Kondor, Greif und Möwe eine weitere Defensiv-Minensperre mit 108 LMB Minen nördlich von Cherbourg. T 27 verlegt von Morlaix nach St. Malo.

In der Nacht vom 27./28.4. greifen die 5. und 9. S-Flottille mit S 136, S 138, S 140, S 142, S 100, S 143 sowie S 150, S 130 und S 145 einen aus 8 amerik. LST bestehenden Verband, der von einer Invasionsübung zurückkehrt, gesichert durch die Korvette Azalea und den Zerstörer Saladin, beim Einlaufen in die Lyme-Bucht an. LST 507 und LST 531 werden versenkt, LST 289 wird beschädigt. Als die brit. Desron 27 (Führungsboot Onslow und Saladin) angesetzt wird, verfehlt sie die dt. S-Boote. 197 Seeleute und 552 eingeschiffte Soldaten fallen. In der gleichen Nacht legt die 5. T-Flottille eine weitere Minensperre mit 108 Minen nördlich Cherbourg. Beim Ausweichen vor einem brit. Jagdbomber-Angriffs läuft der Verband in ein brit. Minenfeld, Kondor wird durch einen Minentreffer beschädigt, kann aber eingebracht werden.

In der Nacht vom 28./29.4. stoßen die T-Boote T 24 und T 27 beim Verlegungsmarsch von St. Malo nach Brest vor St. Brieux auf die kanad. Zerstörer Athabaskan und Haida. T 24 versenkt Athabaskan mit Torpedofächer. T 27 muss sich nach Gefecht mit Haida auf Strand setzen. Abbergen durch 24. M-Flottille misslingt, worauf die M-Boote die Besatzung übernehmen. T 27 erhält am 3.5. bei einem Luftangriff weitere Schäden und wird am 7.5. durch MTB 673 zerstört. T 24 erhält am Morgen Grundminentreffer, kann aber den Hafen erreichen. 85 Mann von Athabaskan werden gerettet.

In der Nacht vom 29./30.4. werden jeweils 4 Boote der 5. und 9. S-Flottille gegen vor Cherbourg gemeldeten Ziele angesetzt, finden aber keine. Beim Weitermarsch nach Le Havre entkommen S 138, S 143 und S 100 den auf sie angesetzten brit. MGBs und den Zerstörern Brilliant und La Combattante. Am 30.4. führt die 5. T-Flottille mit Möwe und Greif zwei und am 1.5. eine weitere defensive Minenunternehmung (Sperren »Blitz 38«, »Blitz 38A« und »Blitz 39«) im Kanal mit 260 LMB Minen durch.

12.4.– 10.6.1944
Südwestpazifik
Zur Sicherung von Konvois zwischen Finschhafen und den Admiralitäts-Inseln, Madang und Hollandia werden der austral. Zerstörer Vendetta, die Fregatten Gascoyne und Barcoo sowie die Korvetten Ararat, Benalla, Bendigo, Bowen, Broome, Bunbury, Bundaberg, Castlemaine, Colac, Cowra, Deloraine, Geelong, Gladstone, Glenelg, Goulbourn, Gympie, Kapunda, Katoomba, Kiama, Lithgow, Rockhampton, Shepparton, Stawell, Strahan, Townsville, Wagga und Whyalla einsetzt. Im Zusammenhang mit diesen Unternehmungen beschießen Bundaberg, Stawell, Barcoo, Kapunda, Wagga und Lithgow japanische Stellungen zwischen Madang, der Hansa Bucht und den vorgelagerten Inseln.

13.4.1944
Norwegen
Der norwegische Motorsegler Sollvoll wird auf dem Weg von Norwegen nach Island etwa 150 sm westlich der Lofoten von U 711 (Kptlt. Lange) gestoppt und aufgebracht. Wegen Motorschadens wird der Kutter durch Geschützfeuer versenkt. Besatzung und Passagiere werden in Trondheim dem dt. SD ausgeliefert. (Norwegen: Flucht über See)

13.– 20.4.1944
Nordsee
Am 13.4. wird das Vorpostenboot V 1233 / Vooruit bei einem Luftangriff nordwestlich von Borkum versenkt. Nach einer Kollision mit R 229 sinkt am 16.4. das dt. Räumboot R 108 vor Terschelling. Am 20.4. wird vor Schiermonnikoog der dt. Sperrbrecher 102 / Condor durch ein Torpedoflugzeug versenkt.

9.  Sowjetisches Torpedoschnellboot (TK) der Klasse D-3

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13.– 26.4.1944
Ostsee
Verstärkung der dt. »Seeigel«-Sperren im Finnenbusen 
Am 13./14.4. werfen die Minenschiffe (Kpt.z.S. Pahl) Brummer, Roland und Linz mit der 6. Zerstörer-Flottille (Kpt.z.S. Kothe), Z 28, Z 35, Z 39 und dem detachierten Torpedoboot T 30 sowie den Minensuchern M 14 und M 22 die Sperre »Seeigel 6b« südlich von Suur-Tytärsaari. Am 16./17.4. werfen Brummer, Roland, Linz, Z 28, Z 35, Z 39 und T 30 die Sperre »Seeigel 3b« bei Vigrund in der Narwa Bucht. Die sichernden Räumboote R 69 und R 73 erzeugen eine Nebelwand, um die Schiffe vor den sowj. Küstenbatterien zu schützen. Am 19./20.4. werfen Brummer, Roland, Linz, Z 28, Z 35 und T 30 die Sperre »Seeigel 7b/2« in der Narwa Bucht. Am 21./22.4. wird eine weitere Minenunternehmung mit Brummer, Roland, Linz, Z 28, Z 35, Z 39, T 30 und den Minensuchern M 20 und M 37 abgebrochen, nachdem Roland einen Minentreffer erhält, wahrscheinlich auf einer früher geworfenen Sperre, und sinkt mit hohen Personalverlusten. Am 23./24.4. werfen Brummer, Linz, M 37, Z 28, Z 35, Z 39 und T 30 die Sperre »Seeigel 7b/3« in der Narwa Bucht. M 204, R 69, R 70, R 72 und R 127 unterstützen die Operation. Am 25./26.4. werfen Brummer, Linz, M 20, M 204, Z 28, Z 35, Z 39 und T 30 die Sperre »Seeigel 8b« südwestlich von Suur Tytärsaari und werden dabei von R 70, R 72, R 119 und R 127 unterstützt. –– Insgesamt werden bei diesen Unternehmungen 2831 Minen und 1174 Sperrschutzmittel gelegt. Bei sowj. Räumoperationen zwischen dem 10.5. und 20.10. gehen 13 Minensucher, darunter T-37, T-49 und T-353, verloren. Ebenfalls auf Minen gehen im Juni die sowj. Torpedoschnellboote TK-46, TK-51, TK-35, TK-45 und TK-90 verloren.

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10. U 596 im Dock (Toulon).

13.4.-21.5.44
13.– 30.4.1944
Mittelmeer
Dtsch. U-Boot-Operationen. Das als erstes im Mittelmeer mit Schnorchel ausgerüstete U 596 (Oblt.z.S. Nonn) verfehlt am 13.4. in der Otranto-Straße eine ital. Korvette und operiert anschließend ohne Erfolg vor Tarent, während U 565 (Oblt.z.S. Henning) die Patrouille ostwärts Sizilien übernimmt (Forts. 1.-21.5.).

14.4.1944
Indischer Ozean
In Bombay gerät der mit Baumwolle und Munition beladene brit. Frachter Fort Stikine (7142 BRT) in Brand und explodiert. Durch die Explosion und herumfliegende brennende Baumwolle geraten Hafenanlagen und zahlreiche Schiffe in Brand. Insgesamt werden 27 Handelsschiffe zerstört, darunter Baroda (brit., 3205 BRT), Fort Crevier (kanad., 7130 BRT), Generaal van der Heyden (holl., 1215 BRT), Generaal van Swieten (holl., 1300 BRT), Graciosa (norw., 1773 BRT), Iran (panam., 5704 BRT), Jalapadma (ind., 3935 BRT), Kingyuan (brit., 2653 BRT), Norse Trader (panam., 3507 BRT), Rod el Farag (ägypt., 6842 BRT) und Tinombo (holl., 872 BRT), außerdem das Infanterie-Landungsschiff (LSI) El Hind (5319 BRT) und die Landungsboote LCP 323 und LCP 866 (Keines dieser Schiffe ist in »Lloyd’s War Losses« verzeichnet). Weitere Handelsschiffe erleiden z.Tl. schwere Schäden. Nach Angaben der Reederei »British India« werden 540 Personen getötet und 2880 verletzt. (Einzelheiten).

14.– 26.4.1944
Nordsee
Die dt. Minenschiffe Ostmark, Elsass und Kaiser werfen zusammen mit den Zerstörern Erich Steinbrinck und Hans Lody sowie den Minensuchern M 462, M 406, M 301 und M 381 westlich des Skagerrak am 14./15.4. die Sperre XXI »Leipzig« und am 25./26.4. die Sperre XXV »Ligny«.

15.4.– 10.6.1944
Südwestpazifik
Japanische Operation »Take-Ichi«: Geleitzug mit Verstärkung für die Truppen auf der Halbinsel Vogelkop. Auslaufen mit 20.000 Soldaten an Bord von Shanghai nach Halmahera. Am 26.4. wird der Transporter Yoshida Maru (5425 BRT) vor der Bucht von Manila durch das US U-Boot Jack versenkt. Am 6.5. werden die Transporter Tenshizan Maru (6886 BRT), Taijima Maru (6995 BRT) und Aden Maru (5824 BRT) durch das US U-Boot Gurnard versenkt. Fast die Hälfte der eingeschifften Truppen erreicht Halmahera/Vogelkop nicht.

16.– 20.4.1944
Zentralpazifik
Flugboote der US Navy verminen von Eniwetok aus in 19 Einsätzen die Zufahrten zur Lagune von Truk. Catalinas der RAAF verminen in ähnlicher Weise die Zufahrten nach Woleai.

16.– 22.4.1944
Norwegen
Das norw. Unterseeboot Ula (Lt.Valvatne) verläßt seinen Stützpunkt Lerwick und versenkt am 19.4. vor dem Karmsund das von M 407 gesicherte U 974 (Oblt.z.S. Wolff) und am 22.4. bei Lister den dt. Dampfer Bahia (4117 BRT).

16.– 24.4.1944
Indischer Ozean
Operation »Cockpit«: Brit. Trägerraid gegen Sabang (NW-Sumatra). Am 16.4. läuft die British Eastern Fleet in 2 Gruppen von Trincomalee (Ceylon) aus: TF.69 (Adm. Somerville) mit den Schlachtschiffen Queen Elizabeth, Valiant, Richelieu (franz.), den Kreuzern (RAdm. Read) Newcastle, Nigeria, Ceylon, Gambia und Tromp (niederl.), den Zerstörern Rotherham, Racehorse, Penn, Petard, Quiberon, Napier, Nepal, Nizam und Van Galen (niederl.), sowie TF.70 (VAdm. Power) mit dem Schlachtkreuzer Renown, den Trägern (RAdm. Moody) Illustrious und Saratoga, dem Kreuzer London, den Zerstörern Quilliam, Quadrant, Queenborough, Cummings, Dunlap und Fanning sowie dem zur Seenotrettung eingesetzten U-Boot Tactician. Am 18.4. verstärken Gambia und Ceylon die TF.70. Am 19.4. starten von den Trägern 46 Bomber und 35 Jäger zu Angriffen auf Sabang und umliegende Flugplätze. Der Minenleger Hatsutaka und die Dampfer Kunitsu Maru und Haruno Maru werden versenkt, 24 Flugzeuge werden am Boden zerstört, 1 eigener Jäger geht verloren, der Pilot wird von dem brit. U-Boot Tactician unter Feuer einer Küstenbatterie gerettet. Bei einem Angriffsversuch von 3 jap. T-Flugzeugen werden die Angreifer vom Jagdschutz allesamt abgeschossen. Rückmarsch nach Trincomalee.

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11. Jagdflieger vom Typ Yak-9 des sowj. 6. Garde-Regimentes im Einsatz über der Krim

17.4.– 4.5.1944
Schwarzes Meer
Gegen den dt.-rumän. Transportverkehr zwischen der eingeschlossenen Festung Sevastopol (17. Armee, GenOb. Jaenecke) und Konstanza intensiver Einsatz der sowj. Marine-Luftwaffe (siehe 8.-16.4.), der 2. TKA-Brig. von Eupatoria und der 1. TKA-Brig. von Jalta (ab 19.4.) sowie der U-Boot-Brig. (KAdm. Boltunov), die nach Anweisung durch Luftaufklärung auch gemeinsam angesetzt werden.

Täglich laufen bis zu 8 Geleite mit den Dampfern Oituz, Ardeal, Alba Julia, Budapest, Danubius, Prodromos, Helga, Ossag, Geiserich, Kassa, Totila, Teja, Tisza und Durostor, den KT-Schiffen KT 18, KT 25 und KT 26, zahlreichen Schleppern und den Fährprähmen der 1., 3. und 7. L-Flottille (Kptlt. Giele, Kptlt. Kuppig, KKpt. Stelter). Sicherung unter Gesamtleitung des Admirals Schwarzes Meer, VAdm. Brinkmann, durch die 10. Sich.-Div., Kpt.z.S. Weyher. Rumän. Streitkräfte unter KAdm. Marcellariu. Eingesetzt werden rumän. Zerstörer Regina Maria, Regele Ferdinand, Maresti, Marasesti, Kanonenboote Ghigulescu, Stihi, von dt. Seite 1. UJ-Flottille (KKpt. Gampert) mit UJ 103, UJ 104, UJ 105, UJ 106, UJ 115/Rosita und UJ 116/Xanten; 3. U-Jagd-Flottille (Oblt.z.S. Dr. Teichmann) mit KFK UJ 301 bis UJ 307, UJ 310, UJ 313 bis UJ 318; 23. U-Jagd-Flottille (KKpt. Wolters) mit KFK UJ 2305, UJ 2307, UJ 2302, UJ 2312, UJ 2313 und UJ 2318; 3. R-Flottille (Kptlt. Klassmann) mit R 35, R 37, R 164, R 165, R 166, R 163, R 196, R 197, R 203, R 205, R 206, R 207, R 216 und RA 54. Flankensicherung 1. S-Flottille (KKpt. Büchting) mit 13 S-Booten. Neben der Bewältigung umfangreicher Nachschubaufgaben werden in dieser Zeit auch 13.400 dt. und 29.000 rumän. Soldaten von Sevastopol abtransportiert (vgl. Tabelle der Geleitzüge).

Am 17.4. verfehlt das sowj. U-Boot M-111 (Kptlt. Chomjakov) den Dampfer Helga, die Alba Julia (5700 BRT) wird durch Bomber in Brand geworfen und geht verloren, beim Versuch, den havarierten Dampfer anzugreifen, hat das U-Boot L-6 einen Fehlschuß und wird wahrscheinlich von UJ 115/ Rosita vernichtet, L-4 (Kpt. 3.Rg. Polyakov) und M-112 werden abgedrängt. Am 22.4. greifen die U-Boote M-62 (Kptlt. Malyshev) und M-111 nacheinander erfolglos die Ardeal an. Bomber beschädigen die Ossag (2793 BRT), die nach erfolglosen Angriffen von M-35 (Kptlt. Prokofev) und A-5 (Kptlt. Matveev) und einem Versuch der Selbstversenkung durch R 207 doch noch sinkt. Am 26.4. greift L-4 den Transporter Helga im Geleit des U-Jägers UJ105 ohne Erfolg an. Am 28.4. greift Shch-202 (Kptlt. Leonov) zweimal ohne Treffer einen Konvoi unter Geleit von UJ117/Lola an. Das U-Boot Shch-201 (Kpt. 3.Rg. Paramoshkin) greift UJ 103 an und wird mit Wabos belegt. Am 3.5. greifen A-5 (Kptlt. Matveev) und M-62 erfolglos zwei Geleite an, am 4.5. verfehlt M-111 ein Geleite mit dem Transporter Tisza. Bei Luftangriffen werden F 406 und R 37 am 28.4. beschädigt. Torpedokutter unternehmen am 16., 17., 18., 24., 26. und 27.4. Angriffe, am 27.4. wird UJ 104 / KT 17 torpediert, aber nach Sevastopol eingebracht. Bei weiteren Luftangriffen am 3./4.5. werden das Wrack von UJ 104, ferner UJ 2304, der Schlepper Junak und 7 Leichter vernichtet.

17.4.– 5.6.1944
Kanal / Nordsee / Ostsee
Erste Vorbereitungen zur Landung in Westeuropa (Operation »Neptune«): Britische Luftminen-Offensive zur Abriegelung dt. Seewege im Kanal. Die 1., 3., 4., 5. und 6. Gruppe des RAF Bomber Command werfen in diesem Zeitraum 4000 Minen ab, darunter erstmals akustische Grundminen für niedrige Frequenzen sowie akustische Ankertauminen (Forts. 1.5.-5.6.). Die Minenleger Apollo und Plover sowie Boote der 9., 13., 14., 21. und 64. MTB-Flottille und der 10., 50., 51. und 52. ML-Flottille legen 3000 Minen. Insgesamt laufen etwa 100 dt. Schiffe auf diese Minen.

12. Einsatz von Einmann-Torpedos (»Neger«) vor Anzio.

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19.– 20.4.1944
Westliches Mittelmeer
Am 19.4. versenken Marauder der 15. USAAF vor Sète den schwedischen Rotkreuz-Dampfer Embla (1053 BRT) und im Golfe du Lion den im dt. Auftrag fahrenden span. Dampfer Jose Illucea (648 BRT). Am selben Tag passiert Konvoi UGS.38 mit 87 Schiffen die Gibraltar-Straße. Sicherung Task Force TF.66 (Capt. Duvall, USCG) mit den USCG-Kuttern Taney, Duane, den US Geleitzerstörern Joseph E. Campbell, Laning, Fechteler, Fiske, Mosley, Pride, Falgout, Lowe, Menges, Newell, Chase und Fessenden, dem niederl. Flakkreuzer Heemskerck und als JIG-Schiffe dem US Zerstörer Lansdale und den US-Minensuchern Speed und Sustain. Ein Angriff von U 969 (Oblt.z.S. Dobbert) am 20.4. schlägt fehl. Am Abend des 20.4. Ansatz von rund 60 T-Flugzeugen der III./KG.26 und der I. und III./KG.77, von denen ein Teil bereits beim Anflug einen Korsika-Afrika-Konvoi erfasst und daraus den franz. Frachter El Biar (4678 BRT) versenkt. Die anderen Flugzeuge greifen im Radarloch von der afrikan. Küste her an und versenken mit Torpedos die Lansdale, die Frachter Royal Star (7900 BRT) und Paul Hamilton (7177 BRT, Totalverlust durch Explosion der Munitionsladung, 580 Tote) und beschädigen die Frachter Samite (7219 BRT) und Stephen Austin (7176 BRT). Lowe, Taney und Heemskerck weichen knapp mehreren Torpedos aus.

19.– 20.4.1944
Mittelmeer / Adria
Minenschiff Kiebitz (KKpt. v. Hansmann) und Räumboot R 185 führen von Pola aus das Minenunternehmen »Hermelin« durch.

20.– 22.4.1944
Westliches Mittelmeer
Einsatz von Einmann-Torpedos (»Neger«) gegen alliierte Schiffe vor Anzio. Von 37 Torpedos, die zu Wasser gebracht werden, bleiben 14 auf Sandbänken liegen, 23 greifen an. Sie erzielen keine Erfolge, nur 13 »Neger« kehren zurück. US-Frachter John Armstrong (7196 BRT) wird am 22.4. bei Anzio durch Luftminentreffer beschädigt.
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13. Norwegischer Routendampfer im Hafen von Alta (Nordnorwegen)

20.4.1944
Luftkrieg Italien
Bei einem Luftangriff auf Monfalcone am 20.4. werden das in Ausrüstung befindende U-Boot UIT 5 (ex ital. R 8) und die Korvette UJ 203 (ex ital. Tersicore) zerstört.

21.4.1944
Norwegen
Explosionsunglück (möglicherweise durch einen Sabotageakt) in Bergen durch ein Feuer an Bord des niederl. Fahrzeugs Voorbode (176 BRT) mit 126,5 to Dynamit, Zündladungen usw., das sich in dt. Auftrag auf dem Marsch von Horten nach Kirkenes befindet. Mehr als 40 Tote und 600 Schwerverletzte, darunter viele Schulkinder. Die norweg. Dampfer Krosdöl (177 BRT), Rogaland (902 BRT) und zahlreiche kleine Fahrzeuge sinken (Nähere Einzelheiten).

21.4.– 6.5.1944
21.– 26.4.1944
Nordmeer
Task Force (RAdm. McGrigor) mit Kreuzer Diadem, den Geleitträgern Activity und Fencer, der 3. Zerstörer-Flottille mit Milne, Meteor, Marne, Matchless, Musketeer, Verulam, Ulysses, Virago, der 6th Support Group mit den kanad. Fregatten Waskesiu, Grou, Cape Breton, Outremont, der 8th Support Group mit den Zerstörern Keppel, Walker, Beagle, Westcott, Whitehall, Wrestler, Inconstant, Boadicea und der Korvette Lotus marschiert zum Kola Fjord, wo sie am 23.4. eintrifft, um den Konvoi RA.59 und 1336 Mann Besatzung des an die Sowjetunion übergebenen Kreuzers Milwaukee (später Murmansk) abzuholen. Die geplante Mitnahme des Passagierdampfers Nea Hellas für 1430 sowj. Marineangehörige, die in Großbritannien Schiffe übernehmen sollen, findet nicht statt.

Unterdessen läuft am 21.4. VAdm. Moore mit dem Schlachtschiff Anson, den Trägern Victorious, Furious, Searcher, Striker, Emperor und Pursuer sowie Kreuzern und Zerstörern vor die nordnorwegische Küste, um einen neuen Angriff gegen die Tirpitz zu führen. Die Wetterlage verhindert am 24. und 25.4. einen Start der Flugzeuge, erst nach Beölung der Zerstörer starten sie am 26.4. zu einem Angriff gegen Schiffsziele bei Bodö. Dort erfassen sie ein südgehendes Geleit und versenken die dt. Frachter Itauri (6838 BRT) und Lotte Leonhardt (4167 BRT) sowie den italienischen Frachter Eugenio C. (4078 BRT). 6 Flugzeuge gehen durch Jagd- und Flakabwehr verloren.

22.4.1944
Dänemark
Der Frachter Lavinia (ex Portia, 968 BRT) wird 22.4.1944 in Aalborg durch Haftminen versenkt. (Später geborgen und am 16.8. durch Sprengung im Kesselraum ein weiteres Mal versenkt).

22.4.1944
Südwestpazifik
B-24 der 14. Luftflotte greifen auf der Strecke Singapur-Saigon im Tiefflug einen Konvoi an, der vor Cape St. Jacques (Indochina) ankert, und versenken die Tanker Koryu Maru und Yamamizu Maru No.3, die Transporter Nagata Maru und London Maru und beschädigen den Tanker Nisshin Maru. Allein U-Jäger Ch-9 entkommt unbeschädigt.

22./ 23.4.1944
Alexandria / Griechenland

Meuterei in der griechischen Marine: Offiziere und Mannschaften einiger Schiffe der griechischen Exilregierung in Kairo verweigern seit dem 4.12. den Gehorsam und wollen sich der in ihrem Heimatlandes gebildeten kommunistischen Partisanenbewegung anschließen. Nachdem die griechischen Kommandanten mehr als 2 Wochen lang vergeblich versucht haben, eine friedliche Einigung mit den Sympathisanten des Widerstands zu erreichen, wird am 21.4. VAdm Petros Voulgaris als neuer Flottenchef eingesetzt. Auf seinen Befehl werden in der Nacht vom 22./23.4. die wichtigsten Stützpunkte der Meuterer, der Zerstörer Ierax sowie die Korvetten Sachtouris und Apostolis, in Alexandria von königstreuen Offizieren und Unteroffizieren mit Gewalt gestürmt. Dabei fallen der ehemalige Kommandant des U-Boots Papanikolis, Lt. Roussen, und 6 weitere Soldaten. Am folgenden Tag ergeben sich die meisten anderen Meutererschiffe, darunter der alte Panzerkreuzer Averoff. Am 29.4. wird schließlich auch die Papanikolis zurückerobert. -- In Malta gelingt zur gleichen Zeit eine gewaltlose Wiedereinnahme der dort liegenden Zerstörer und U-Boote. Die Entfernung der aufständischen "Elemente" unter den Besatzungen dauert jedoch noch lange Zeit.
Der Putsch führt zu einer Erschütterung des Vertrauens der Alliierten in die Zuverlässigkeit der griechischen Marine. Die bereits an die griechische Marine übergebenen Geleitzerstörer Admiral Hastings (ex Cowdray) und Aegion (ex Avon Vale) werden nicht in Dienst gestellt, sondern müssen an die brit. Marine zurückgegeben werden. Außerdem dauert es geraume Zeit, bis die Alliierten auch griechische Schiffe wieder in den Einsatz schicken." (MR 1977, 634)

13.4.- 4.5.1944
22.– 29.4.1944
Südpazifik

US-Landungsoperationen »Reckless« (Hollandia) und »Persecution« (Aitape).
Gesamtleitung: Gen. MacArthur und VAdm. Kinkaid (7. Flotte). Beteiligt: I. US-Korps (MajGen. Eichelberger), Task Force TF.77 (RAdm. Barbey), US Task Force TF.58 (VAdm. Mitscher).

Landungsgebiet Aitape: TG.77.1 (RAdm. Barbey) mit 163. RCT (BrigGen. Doe) der 41. Inf.-Div. auf 3 APA, 1 LSD, 1 AKA, 16 LCI, 7 LST. Sicherung durch Zerstörer Hobby, Nicholson, Wilkes, Grayson, Gillespie, Kalk und Swanson.
Tanahmerah Bay (Hollandia): TG.77.2 (RAdm. Fechteler) mit 24. Inf.-Div. (MajGen. Irving) auf je 1 APA, LSD, AKA, 5 APD, 16 LCI und 7 LST. Sicherung durch Zerstörer Reid, Stevenson, Stockton, Thorn, Roe, Welles, Radford und Taylor.
Humboldt Bay (Wakde): TG.77.3 (Capt. Noble) mit 41. Inf.-Div. (MajGen. Fuller) auf 9 APD, 1 LSD, 1 AKA, 7 LST. Sicherung durch Zerstörer La Valette, Nicholas, O'Bannon, Jenkins, Hopewell und Howorth

14. Flugzeugträger-Angriff der TF.58 vor Palau

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Landungsunterstützung zur See durch US Task Force TF.58 (VAdm. Mitscher, am 13.4. von Majuro ausgelaufen): TG.58.1 (RAdm. Clark) mit den Trägern Hornet, Belleau Wood, Cowpens und Bataan führt am 21.4. Jägerangriffe gegen Wakde und Sarmi, nachts Beschießung durch die Kreuzer Santa Fé, Mobile, Biloxi und 5 Zerstörer. Am 22., 23. und 24.4. neuerliche Vorstöße der Träger. TG.58.2 (RAdm. Montgomery) mit Bunker Hill, Yorktown, Monterey und Cabot führt am 21.4. Angriffe gegen Wakde und Hollandia und unterstützt vom 22.-24.4. die Landungen in der Humboldt Bay. TG.58.3 (RAdm. Reeves) mit Enterprise, Lexington, Princeton und Langley greift am 21.4. Hollandia an und unterstützt vom 22.-24.4. die Landungen bei Tanahmerah Bay.

Luftunterstützung: TG.78.1 (RAdm. Ragsdale) mit den Geleitträgern Sangamon, Suwanee, Chenango und Santee und den Zerstörern Morris, Anderson, Hughes, Mustin, Russell, Ellet, Lansdowne und Lardner. TG.78.2 (RAdm. Davison) mit den Geleitträgern Natoma Bay, Coral Sea, Corregidor und Manila Bay und den Zerstörern Erben, Walker, Hale, Abbot, Bullard, Kidd, Black, Chauncey und Stembel. Sehr geringer Widerstand in der Luft nach vorausgegangenen Angriffen der 5th USAAF (Lt.Gen. Kenney). 21 Trägerflugzeuge gehen verloren. Deckungsgruppen: TF.74 (RAdm. Crutchley) mit den austral. Kreuzern Australia und Shropshire, den austral. Zerstörern Arunta und Warramunga und den US-Zerstörern Ammen und Mullany. TF.75 (RAdm. Berkey) mit den US-Kreuzern Phoenix, Boise und Nashville (Gen. MacArthur an Bord) und den Zerstörern Hutchins, Beale, Bache, Daly, Abner Read und Bush.

Die Landungen gelingen gegen sehr geringen Widerstand. Alle Ziele werden bis 28.4. erreicht. Starke japan. Verbände werden ostwärts abgeschnitten. Am 27.4. wird der US-Frachter Etamin vor Aitape durch Lufttorpedo beschädigt. Am 29.4. versenken US-Flugzeuge irrtümlich die eigenen PT 336 und PT 347 bei Cape Pomas (New Britain).

23.4.1944
Südwestpazifik
Der jap. Zerstörer Amagiri sinkt 55 sm südlich von Balikpapan (Borneo) nach einem Minentreffer.

23.4.1944
Indischer Ozean
Fünfte Yanagi-Mission: Das japanische U-Boot I-52 (KKpt. Uno) verlässt Singapore via Sunda Straße nach dem Indischen Ozean zu einem Blockadedurchbruch nach Lorient (Frankreich). Codename ist »Momi« (Evergreen). An Bord befinden sich 12 Ingenieure, Techniker und Chiffrierexperten, an Geräten eine weiter entwickelte Schlüsselmachine Typ 94 fürdie japanische Botschaft in Deutschland, eine Ladung von 2 Tonnen Gold (zur Herstellung von optischen Geräten), 9,8 Tonnen Molybdenum, 11 Tonnen Wolfram, 120 Tonnen Blei, 59,8 Tonnen Rohgummi, 3,3 Tonnen Chinin und 3 Tonnen Opium und Koffein. KKpt. Uno marschiert tagsüber getaucht und des Nachts über Wasser, um die Batterien aufzuladen. Mitte Mai umrundet das U-Boot Kap Hoorn.

24.4.1944
Mittelmeer / Adria / Ägäis

Brit. Kommandotrupps, die von U-Booten abgesetzt werden, zerstören die dt. Marinesignal-/Funkstellen auf Santorin und Mykonos. Das dt. Schnellboot S 54 wird vor Kephalonia durch Minentreffer beschädigt. Es wird zwar nach Saloniki eingeschleppt, aber nicht mehr repariert.

25.– 30.4.1944
Luftkrieg Großbritannien
Deutsche Flugzeugangriffe auf die zur Bereitsstellung der Invasionsflotte benutzten Häfen. Das IX. Fliegerkorps (GenMaj. Peltz) greift in den Nächten 25./26. mit 193 Bombern, am 26./27. mit 78 Bombern den Hafen von Portsmouth und in der Nacht 29./30.4. mit 101 Bombern den Hafen von Plymouth an. In den dazwischen liegenden Nächten 27./28. und 28./29.4. werfen 60 bzw. 58 Flugzeuge Luftminen vor Portsmouth. Weder die durch schlechtes Wetter behinderten Bombenangriffe noch die abgeworfenen Minen führen zu Treffern auf Schiffen.

26.4.1944
Norwegen
Der dt. Kriegstransporter KT 3 wird nach einem brit. Luftangriff westlich von Fuglöy (66°N 14°O) aufgesetzt und verlassen. Das Schiff wird später geborgen und repariert, kommt aber nicht mehr zum Kriegseinsatz (s. Anlagen).

26.4.1944
Nordwestpazifik
Der US-Zerstörer Gilmore versenkt das japanische Unterseeboot I-180 südwestlich von Cherikov (Alëuten).

26.– 28.4.1944
Nordsee
Brit. Torpedoflugzeuge versenken am 26.4. den dt. Frachter Lasbek (2159 BRT) bei Borkum. Das dt. V 1401/ Deister dagegen geht vor Ijmuiden durch Kesselexplosion verloren.

26.4.– 6.5.1944
Biskaya
Durch Luftangriff sinkt am 26.4. das dt. Vp.-Boot V 606 / Fladengrund südlich der Belle Isle. U 193 (Oblt.z.S. Dr. Abel) verlässt am 23.4. Lorient und geht zwischen dem 28.4. und 4.5. aus unbekannter Ursache verloren. Das am 29.4. von Lorient auslaufende U 846 (Kptlt. Hashagen) schießt am 2.5. Halifax , H’ (F/O Taylor †) der RAF-Sq. 58 ab, wird aber selbst am 4.5. durch Wellington ‚M’ (F/O Bateman) der RCAF-Sq. 407 versenkt.

28.4.– 4.5.1944
Norwegen
Der dt. Zerstörer Z 31 verlegt als »Schnelltransporter« mit Personal und Material für die Reparatur der beschädigten Tirpitz (siehe 3.-11.4.) von Kiel zum Altafjord.

21.4.– 6.5.1944
28.4.– 6.5.1944
Nordmeer
Konvoi RA.59 sticht am 28.4. mit 43 Schiffen in See, nachdem tags zuvor der sowj. Zubringer-Konvoi BK.12 unter Führung der Eisbrecher Iosif Stalin und Lenin und im Geleit der sowj. Zerstörer Gremyashchi, Gromki, Grozny, Razumny, Kuibyshev, des Minensuchers T-119 und 5 Wachschiffen aus dem Weißen Meer noch 17 Frachter herangeführt hat. Der Geleitschutz des RA.59 besteht aus dem Flakkreuzer Diadem, dem Geleitträger Fencer und den Zerstörern Boadicea, Ulysses, Verulam, Virago, Walker, Whitehall (28.4.-3.5.), dem Geleitträger Activity und den Zerstörern Milne, Marne, Matchless, Meteor, Musketeer (28.4.- 4.5.) und den Zerstörern Keppel, Beagle, Inconstant, Westcott und Wrestler, der Korvette Lotus und den RCN-Fregatten Cape Breton, Grou, Outremont und Waskesiu (28.4.- 6.5.). Anfangs wird die Geleitgruppe durch die sowj. Zerstörer Gremyashchi und Razyarennij, die Minensucher T-112, T-114, T-119 und die U-Jäger BO-201, BO-204, BO-205, BO-207, BO-209 und BO-212 verstärkt. Auf den Schiffen werden die US-Besatzung des Kreuzers Milwaukee sowie 2940 sowj. Seeleute zur Bemannung der Einheiten überführt, die als Anteil an der ital. Kriegsbeute (1 Schlachtschiff, 9 Zerstörer, 4 U-Boote) in England übernommen werden sollen, darunter auch Admiral Levchenko an Bord der Fencer.

Der Konvoi wird am 28./29.4. gegen Mitternacht von der dt. Luftaufklärung erfasst. Die zunächst noch auf einen Ostkonvoi wartenden dt. U-Boote werden als Gruppen »Donner« mit U 277, U 636, U 307, U 387 und U 278 und »Keil« mit U 711, U 739, U 674, U 354, U 315, U 959 und U 313 ab 30.4. gegen den RA.59 angesetzt. Nachdem U 307 (Oblt.z.S. Herrle) die William S. Thayer (7176 BRT) mit einem FAT-Fächer versenkt hat, greifen gegen Mitternacht mehrfach U 387 (Kptlt. Büchler) und U 711 (Oblt. Lange) Zerstörer und Dampfer mit T-5 und FAT-Fächern erfolglos an. Im Laufe des 1.5. verfehlen U 278 (Kptlt. Franze), U 307 und U 959 (Oblt.z.S. Weitz) je zweimal Zerstörer mit T-5s. Die Swordfish ‚C’ (S/L Cooper) der 842. Sqn. FAA der Fencer (Capt. Bentinck) versenkt U 277 (Kptlt. Lübsen), am 2.5. versenken die Swordfish ‚K’ (S/L Cooper) und Swordfish ‚B’ (S/L Vibert) der 842. Sqn. FAA die Boote U 959 und U 674 (Oblt.z.S. Muhs), während U 307 und U 711 nochmals Zerstörer mit T-5 verfehlen. Am 3.5. früh wird U 278 von 2 Swordfishs und 1 Martlet der 842. Sqn. FAA (HMS Fencer) angegriffen, schießt letztere jedoch ab und entkommt. Am 6.5. erreicht Konvoi RA.59 Loch Ewe.

29.4.1944
Luftkrieg Südfrankreich
Bei einem Luftangriff der 15. Luftflotte der USAAF auf Toulon wird U 421 (Oblt.z.S. Kolbus) versenkt.

13.4.- 4.5.44
29.4.– 4.5.1944
Zentralpazifik
US Task Force TF.58 (VAdm. Mitscher) greift nach Versorgung am 27.4. nördlich der Admiralitäts-Inseln am 29. und 30.4. massiert Truk an. Von 104 vorhandenen jap. Flugzeugen werden 59 in Luftkämpfen und 34 am Boden zerstört, 26 US-Flugzeuge werden abgeschossen, 9 gehen durch Unfälle verloren. Am 29.4. versenken Avengers der VT-30 des Trägers Monterey und die Zerstörer MacDonough und Stephen Potter das jap. U-Boot I-174 (Kptlt. Suzuki) nördlich von Truk. Das US U-Boot Tang rettet 22 abgeschossene Flieger teilweise innerhalb der Truk-Lagune. Am 30.4. beschießt eine Kampfgruppe (RAdm. Oldendorf) mit den Kreuzern Louisville, Portland, Wichita, Baltimore, Boston, Canberra, New Orleans, Minneapolis, San Francisco und den Zerstörern Bradford, Conner, Izard, Boyd, Brown, Cowell, Charrette, Burns die Satawan-Inselgruppe südostwärts Truk. Am 1.5. beschießt TG.58.7 (VAdm. Lee) mit den Schlachtschiffen Iowa, New Jersey, North Carolina, Indiana, Massachusetts, South Dakota, Alabama und den Zerstörern Miller, Owen, The Sullivans, Stephen Potter, Tingey, Converse, Thatcher, Pritchett, Cassin Young, Bell die Insel Ponape. Luftsicherung durch TG.58.1. (RAdm. Clark) mit den Trägern Hornet, Belleau Wood, Cowpens, Bataan und 10 Zerstörern, die am 4.5. schließlich in Eniwetok einläuft; TG.58.2 und TG.58.3 verlegen zurück nach Majuro.

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text