1943 Juni

 

 

 

1. HMS Orion beim Vorstoß gegen Pantelleria

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Juni 1943
Mittelmeer / Funkaufklärung
Die im Mittelmeer eingesetzten dt. U-Boote erhalten einen separaten Schlüsselkreis, »Medusa«, dieser Code wird jedoch kurze Zeit später als »Turtle« / »Cockle« dechiffriert.

1.– 14.6.1943
Mittelmeer
Unternehmen »Corkscrew«: Brit. Angriff auf Pantelleria. Am 1.6. wiederholt Kreuzer Penelope (Capt. Belben) mit den Zerstörern Paladin und Petard die Beschießung der Insel, dabei wird Penelope durch ital. Küstenbatterie getroffen. Bei einem Vorstoß an die Küste bei Kap Spartivento beschädigen die Zerstörer Jervis (brit.) und Vasilissa Olga (griech.) die ital. Dampfer Vragnizza (ex-jug. Vranjic, 1513 BRT) und Postumia (ex-franz. Coëtlogon, 595 BRT) und versenken das T-Boot Castore. Beide Frachter werden eingebracht, kommen aber erst nach dem Krieg wieder in Fahrt. In der Nacht vom 2./3.6. beschießen Orion, Paladin und Troubridge, am 3.6. die Zerstörer Isis und Ilex Pantelleria, am 5.6. übernimmt der Kreuzer Newfoundland zusammen mit den Zerstörern Paladin und Troubridge, und am 8.6. die Kreuzer Aurora, Euryalus, Newfoundland, Orion, Penelope mit den Zerstörern Jervis, Laforey, Lookout, Loyal, Nubian, Tartar, Troubridge, Whaddon sowie MTB 73, MTB 77 und MTB 84 die Angriffe. Nach diesen Beschießungen und dem Abwurf von 6200 ts Bomben durch alliierte Flugzeuge bei 5285 Einsätzen erscheint in der Nacht vom 10./11.6. ein Landungsverband (RAdm. McGrigor) mit der 1. brit. Division an Bord vor der Insel. Dieser besteht aus dem Führungsschiff Largs, den Zerstörern Paladin, Petard und Kanonenboot Aphis. Deckungsgruppe bilden die brit. Kreuzer Aurora (mit dem alliierten OBfh. Gen. Eisenhower an Bord), Newfoundland (RAdm. Harcourt), Orion, Penelope, Euryalus, Zerstörer Laforey, Lookout, Loyal, Jervis, Tartar, Nubian, Troubridge, Whaddon und 8 MTBs. KAdm. Pavesi übergibt die Inselfestung Pantelleria am 11.6 ohne weiteren Widerstand. Am gleichen Tag geht das brit. LCF 13 verloren. Am 12.6. kapituliert auch die Insel Lampedusa nach einer nächtlichen Beschießung durch die Kreuzer Aurora, Orion, Penelope, Newfoundland und 6 Zerstörer. Linosa ergibt sich am 13.6., Lampione am 14.6. dem Zerstörer Nubian. Das brit. U-Boot Ultor beschießt die Funkstation von Salina (Liparische Inseln). Brit. Wassertanker Empire Maiden (813 BRT) wird am 14.6. durch Flugzeugangriff bei Pantelleria beschädigt.

24.5.– 22.7.43
1.– 22.6.1943
Westatlantik
Deutsche U-Bootoperationen vor der US-Ostküste. U 521 (Kptlt. Bargsten) wird bereits am 2.6. durch den zur Sicherung eines NG-Konvois gehörenden U-Jäger PC 565 versenkt. Nur der Kommandant wird gerettet und in Kriegsgefangenschaft verbracht. U 119 (KKpt. v. Kameke) legt am 1.9. vor Halifax eine Minensperre, auf ihr sinkt am 3.6. die panam. Halma (2937 BRT), die amerik. John A. Poor (7176 BRT) wird am 28.7. durch Minentreffer beschädigt. Am 10.6. Versorgung von U 221 und U 228 südl. Island. U 66 (Kptlt. Markworth) versenkt am 10.6. den US Tanker Esso Gettysburg (10.173 BRT) und operiert weiter bis Ende August. U 190 (Kptlt. Wintermeyer) operiert ebenfalls bis August, bleibt aber ohne Erfolg. Auf dem Ausmarsch zu seiner 1. Feindfahrt wird U 449 (Oblt.z.S. Otto) am 15.6. von Liberator ,F’/120 RAF gebombt, die südl. Island Sicherung für den Konvoi ONS.10 (Escort Group B7) fliegt, dabei fallen der Kommandant und 2 Besatzungsmitglieder. Ab 22.6. treten U 119 und U 449 gemeinsam mit U 650 den Rückmarsch an (siehe 12.-30.6.)

1.– 30.6.1943
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command: In 16 Nächten werden 374 Einsätze gegen Häfen der Biskaya, insbesondere Brest, St. Nazaire, Lorient, La Pallice, an der Gironde-Mündung, gegen die Bretonische Küste, die Niederländische Küste (speziell vor Texel) und vor der Friesischen Küste geflogen. 7 Flugzeuge gehen verloren. Am 16.6. sinkt der dt. Sperrbrecher 21 / Nestor auf einer Mine in der Gironde-Mündung. Der dt. Frachter Narvik (5823 BRT) sinkt am 17.6. nach Luftminentreffer in der Elbemündung.

 
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2. Amerikanisches U-Boot Grayling (SS 209)

1.– 30.6.1943
Pazifik

Amerikanische U-Boot-Operationen. Im Juni gibt es 145 »Ultra« Meldungen, sie führen zu 95 Schiffssichtungen und 22 Angriffen, bei welchen 8 Schiffe versenkt und 9 beschädigt werden. Erfolge der im Juni in ihren Operationsgebieten stehenden U-Boote: — Vor den Aleuten versenkt S 30 (LtCdr. Stevenson) am 6.6. den Segler Nagashige Maru Nr.2 (30 BRT) und am 11.6. Jinbu Maru (5131 BRT). S 33 (LtCdr Stevens) attackiert am 18.6. drei Fischereiboote mit Torpedos und Artillerie. In japanischen Gewässern führt Salmon (LtCdr. Nicholas) eine Spezialmission durch und greift dabei am 3.6. 2 Frachter mit Torpedos an, die ihren Dienst versagen. Tinosa (LtCdr. Weiss) torpediert südöstl. von Fuka am 10.6. den japan. Flottentanker Iro (14.050 BRT), Runner (LtCdr. Bourland) versenkt am 11.6. Seinan Maru (1338 BRT), am 26.6. Shinryu Maru (4935 BRT) und geht anschließend auf einer Mine vor den Kurilen verloren. Gunnel (LtCdr. McCain) versenkt in der Tsushima-Straße am 15.6. Koyo Mary (6426 BRT), am 19.6. versenkt es Tokiwa Maru (6972 BRT) und den bewaffneten Frachter Hong Kong Maru (2797 BRT), am Abend wird das Minenschiff Tsubame (450 BRT) beschädigt, Sculpin (LtCdr. Chappell) versenkt östl. Honshu am 19.6. die Frachtsegler Miyasho Maru (79 BRT) und Sagami Maru (135 BRT) mit der Bordkanone, Harder (LtCdr. Dealey) torpediert am 22.6. Kyoei Maru (1189 BRT) und am 23.6 Sagara Maru (7189 BRT), die strandet und am 4.7. von Pompano zerstört wird. Sailfish (LtCdr. Moore) versenkt am 25.6. Iburi Maru (3291 BRT). Jack (LtCdr. Dykers) greift südöstl. Honshu am 26.6. aus einem Konvoi 3 Schiffe an und versenkt Toyo Maru (4163 BRT) und Shozan Maru (5859 BRT). Dabei wird es von einem Begleitflugzeug angegriffen und beschädigt, kann aber seine Feindfahrt forsetzen. Im Ostchinesischen Meer versenkt Seawolf (LtCdr. Warder) am 20.6. südl. von Fuchou Shojin Maru (4739 BRT) und Snook (LtCdr. Triebel) am 24.6. den Flottentanker Ose (7986 BRT). Im Zentralpazifik versenkt Trigger (LtCdr. Benson) am 1.6. Noborikawa Maru (2182 BRT) und torpediert bei der Rückkehr am 10.6. den japan. Träger Hiyo südl. Yokohama. Greenling (LtCdr. Grant) beschädigt am 9.6. den Tanker Akebono Maru (10.182 BRT). Silversides (LtCdr. Burlingame) legt am 4.6. vor Kavieng ein Minenfeld (siehe 4.6.) und versenkt am 11.6. mit Torpedo Hide Maru (5256 BRT). Des weiteren versenken Sargo (LtCdr. Carmick) südl. Yap am 13.6. Konan Maru (5226 BRT), Growler (LtCdr. Schade) auf der Konvoiroute Palau–Rabaul am 19.6. Miyadono Maru (5196 BRT), Tunny (LtCdr. Scott) am 28.6. westl. Rota (Marianen) Shotoku Maru (1964 BRT), Peto (LtCdr. Nelson) am 28.6. zwischen Truk und Rabaul das Aufklärungsschiff Tenkai Maru (359 BRT). Seadragon und Hoe führen mehrere Sondermissionen durch und feuern dabei zahlreiche Torpedoversager, auch Scorpion wird für 1 Sondermission eingesetzt. Im Südwestpazifik versenkt Tambor (LtCdr. Ambruster) am 2.6. südwestl. Makao Eika Maru (1248 BRT), Tautog (LtCdr. Sieglaff) südl. Mindanao am 6.6. Shinei Maru (970 BRT) und am 20.6. Meiten Maru (4474 BRT), es setzt außerdem Agenten aus. Finback (LtCdr. Tyree) versenkt westl. Babelthuap am 8.6. Kahoku Maru (3277 BRT) und am 11.6. Genoa Maru (6784 BRT). Guardfish (LtCdr. Ward) versenkt nordwest. Rabaul aus einem Konvoi am 13.6. Suzuya Maru (897 BRT), Drum (Lcdr. McMahon) nordöstl. Kavieng am 17.6. Myoko Maru (5086 BRT) Trout (LtCdr. Clark) versenkt am 15.6. nordwestl. Celebes den Tanker Sanraku Maru (3000 BRT) und führt eine Guerilla-Unterstützungsmission durch. Dabei werden am 26.6. ein Kleintransporter und 2 Segler mit Artillerie angegriffen. Auch Grayling (LtCdr. Lee) versenkt am 17. und 25.6 zwei Segler (unbestätigt) und beschädigt am 22.6. Eiyo Maru (8673 BRT).

5.4.– 20.8.43
1.6.– 9.7.1943
Südafrika / Indischer Ozean
Die Welle von 7 dt. U-Booten des Typs IXD operiert noch bis zum 10.6. vor Südafrika. Am 1.6. versenkt U 178 (Kptlt. Dommes) aus dem Konvoi CD.20 die niederl. Salabanka (6586 BRT). U 198 (KKpt. Hartmann) versenkt am 5.6. die brit. Dumra (2304 BRT) und am 6.6. die amerik. William King (7176 BRT). In der Nacht darauf versenkt U 181 (Kptlt. Lüth) ein südafrikan. Küstenfahrzeug. Nach einer Versorgung aus dem Tanker Charlotte Schliemann vom 21.- 26.6. setzen die Boote ihre Operationen zwischen Mauritius, Ost- und Südafrika fort (Forts. 1.-20.7.).

Auf dem Wege nach Japan passiert U 511 (Kptlt. Schneewind, an Bord der jap. VAdm. Nomura) den Indischen Ozean. Es versenkt unterwegs 2 US Liberty-Frachter, und zwar am 27.6. Sebastiano Cermeno (7176 BRT) und am 9.7. Samuel Heintzelmann (7176 BRT).

Von dem Marinestützpunkt Penang aus operieren die japan. U-Boote I-27 und I-29 im Golf von Aden, I-37 auf der Transitroute südlich Indien. I-37 (KKpt. Otani) versenkt dort am 16.6. den brit. Tanker San Ernesto (8078 BRT) und am 19.6. den US Frachter Henry Knox (7176 BRT). I-27 (Kptlt. Fukumura) versenkt am 24.6. den BP-Tanker Britisch Venture (4696 BRT) und am 28.6. im Hafen von Muscat die norw. Dah Pu (1974 BRT).

 
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3. Tanker U 118 wird von Flugzeugen des US-Trägers Bogue versenkt

 

1.6.– 15.7.1943
Mittelatlantik

Die aus dem Nordatlantik abgezogenen U-Boote U 92, U 558, U 953, U 951, U 435, U 666, U 336, U 232, U 642, U 221, U 603, U 228, U 641, U 608, U 211 und U 217 werden ab 1.6. als Gruppe »Trutz« südwestlich der Azoren gegen den am 23.5. von Gibraltar ausgelaufenen Konvoi GUS.7A (45 Schiffe, gesichert von TF.65 mit den Zerstörern Parker, Laub, Kendrick, MacKanzie, McLanahan, Boyle und Nields) aufgestellt. Der Konvoi wird nach »Ultra«–Meldungen umgeleitet, erfaßt den Vp.-Streifen mit HF/DF und umgeht ihn südwärts. Am 4.6. drücken Avenger- und Wildcat-Flugzeuge einer US-Support Group (Capt. Short) mit Geleitträger Bogue und den Zerstörern Clemson, George E. Badger, Greene und Osmond-Ingram die Boote U 228, U 641 und U 603 unter Wasser. U 217 (Kptlt. Reichenbach-Klinke) wird am 5.6. durch 2 Flugzeuge der VC-9 der Bogue versenkt.

Während vom 7.-13.6. U 488 (Oblt.z.S. Bartke) 14 Boote der Gruppe »Trutz« reibungslos versorgt, passiert im Süden die Bogue-Gruppe mit dem Konvoi UGS.9 (74 Schiffe, gesichert von TF.69 mit den Zerstörern Stevenson, Stockton, Thorn, Paul Jones sowie dem USCG-Cutter Campbell) nach Osten. Dem ausmarschierenden U 758 gelingt es mit dem erstmals erfolgreich eingesetzten 2-cm-Vierling sich 8 Trägerflugzeuge vom Leibe zu halten und sie z.T. erheblich zu beschädigen. Nach einem Treffen mit dem Versorgungsboot U 118 (KKpt. Czygan) wird dieser am 12.6. von 8 Flugzeugen der Squadron VC-9 der Bogue versenkt.

Ab 16.6. bilden die versorgten »Trutz«-Boote im mittleren Mittelatlantik drei überlappend aufgestellte Streifen: »Trutz 1« mit U 608, U 228, U 558, U 642, »Trutz 2« mit U 641, U 603, U 666, U 951, U 953, U 232, U 336, U 135 und »Trutz 3« mit U 221, U 211, U 435 und U 193 gegen den erwarteten Konvoi GUS.8 (56 Schiffe, gesichert von TF.66 mit USCG-Cutters Bibb, Ingham, US-Zerstörer Doyle, Hamilton, Upshur, Greer, US-Minensucher Pioneer, Threat, Portent, franz. Zerstörer Le Malin und Avisos La Gracieuse und Cdt. Delage; Support Group 21.3 [Capt. Isbell] mit Geleitträger Card, Zerstörer Herbert, DuPont, Dickerson), der den Streifen jedoch ebenso umgeht wie der von Westen kommende Konvoi UGS.10 (70 Schiffe, gesichert von TF.61 mit den Zerstörern Livermore, Kearny, Eberle, Ericsson und McCormick und den Minensuchern Parrott, Previal, Pilot; Support Group 21.11 [Capt. Fick] mit Geleitträger Santee und Zerstörern Overton, MacLeish und Bainbridge). Das südlich ausmarschierende U 572 (Oblt.z.S. Kummetat) wird überlaufen und versenkt den franz. Marinetanker Lot (4220 BRT). Während U 488 mit den als Behelfstankern eingesprungenen U 530, U 536, U 170 und U 535 10 mittlere Boote versorgt und die Gruppe »Trutz« weiter nach Osten sucht, passiert auch der Konvoi GUS.8A (43 Schiffe, gesichert von TF.69 mit USCG-Cutter Campbell, Spencer, Duane und den Zerstörern Stevenson, Stockton, Thorn, Mayo, Tarbell und Paul Jones) im Süden.

Ab 29.6. gehen U 221 und U 558 nach Lissabon, U 193 und U 135 zu den Kanarischen Inseln, die übrigen U-Boote bilden ab 2.7. die Gruppen »Geier 1« mit U 608, U 603, U 641, U 228, »Geier 2« mit U 211, U 951, U 953, U 435 und »Geier 3« mit U 232, U 642 und U 336, die aus dem Raum südlich der Azoren langsam in Richtung Portugal marschieren. Aus diesen Gruppen werden vom 7.- 9.7. U 951 (Oblt.z.S. Pressel) und U 232 (Kptlt. Ziehm) auf ihrer ersten Feindfahrt durch Liberators der USAAF-A/S-Sq. 1 und 2 versenkt, U 603 wird von Catalina ‚G’ der RAF-Sq. 202 beschädigt und U 435 (KKpt. Strelow) durch Wellington ‚R’ der RAF-Sq. 179 versenkt. U 193 wird bei den Kanaren durch Bomben beschädigt. U 135 (Oblt.z.S. Luther) torpediert am 15.7. aus dem Konvoi OS.51 ein Schiff mit 4762 BRT, wird aber anschließend durch die Sloop Rochester und die Korvetten Balsam und Mignonette der 39th Escort Group versenkt.

1.6.– 28.7.1943
Nordpazifik
Operation »KE«: In bis zu 3 Einsätzen evakuieren die jap. U-Boote I-2, I-5, I-6, I-7, I-9, I-21, I-24, I-35, I-168, I-169, I-171, I-155 und I-157 (1. U-Bootgeschwader der 5. Flotteinsgesamt 820 Mann von Kiska nach Paramushiro. Dabei wird I-24 (KKpt. Hanabusa) am 10.6. durch U-Jäger PC 487 (bei Rammung des U-Bootes selbst beschädigt), I-9 (Kpt.z.S. Fujii) am 13.6. durch Zerstörer Frazier versenkt. I-7 (Kptlt. Nagai) wird am 22.6. durch Zerstörer Monaghan beschädigt, am 5.7. vor Kiska auf Grund gesetzt und selbst versenkt. I-155 wird am 5.6. in schwerer See durch Brecher, I-2 und I-157 im Juli durch Grundberührung beschädigt.

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4. Kaukasische Flüchtlinge unter Deck eines Marinefährprahms.

1.6.– 20.9.43
1.– 29.6.1943
Schwarzes Meer
Dtsch. Nachschubgeleite »Hagen 1-91« der 1., 3. und 5. L-Flottillen (Kptlt. Gile, FKpt. Strempel, KKpt. Mehler) mit bis zu 13 MFP sowie Zugschiffen und Leichtern. Ab Juni auch »Bansin«-Geleite von Feodosija nach Anapa. Ferner starker Übersetzverkehr in der Straße von Kertsch zur Versorgung der dt. 17. Armee im Kuban-Brückenkopf. Gegen diese Geleite häufige Luftangriffe mit geringen Schäden. Vor Eupatoria versenkt ein sowj. Boston-Bomber den dt. Dampfer Birgit (1971 BRT).

Sowj. U-Boot-Angriffe mit D-4, Shch-209, A-2, M-117, M-111 u.a. Booten gegen die flachen MFP bleiben ebenfalls erfolglos. Bei Operationen mit mehreren Booten auf dem Geleitweg Konstanza-Sevastopol verfehlt D-4 am 1.6. den vom rumän. Zerstörer Marasesti, 2 dt. R-Booten und U-Jäger Schiff 19/ Lola geleiteten ital. Tanker Celeno. Ein Angriff von Shch-209 auf ein Geleit mit dem dt. Prisendampfer Charkow und der bulg. Varna am 9.6. vor Eupatoria verfehlt sein Ziel, ebenso wie Angriffe auf die Bansin-Geleite 10 (am 17.6.), 12 (am 22.6), 13 (am 26.6.) und 14 (am 29.6). Am 11.6. legt L-6 (Kpt. 3.Rg. Greyako) eine Minensperre westl. von Lukull. Sowj. Torpedokutter kommen nicht zum Erfolg.

3.– 29.6.1943
Mittelmeer

Alliierte U-Boot-Operationen: Im westlichen Mittelmeer torpediert die franz. Arèthuse (LtCdr Gouttier) am 4.6. die dt. Dalny (ex Waldeck, 6672 BRT, auf Grund gesetzt), versenkt die brit. Safari (Cdr. Bryant) am 10.6. den dt. Transporter KT 12 (834 BRT) und Sportsman (Lt. Gatehouse) am 29.6. die ital. Bolzaneto (2220 BRT). Der amerik. PC 496 geht am 4.6. vor Bizerta wahrscheinlich auf einer italien. Minensperre verloren. Aus einem Geleit zwischen Neapel und Palermo wird am 23.6. der dt. U-Jäger UJ 2212 / Pescagel durch Lufttorpedo versenkt. Im zentralen Mittelmeer und der Südadria versenkt Unruffled (Lt. Stevens) am 3.6. den dt. Tanker Henri Desprez (ex-franz., 9895 BRT), Tactician (LtCdr. Collett) torpediert am 12.6. vor Bari den ital. Frachtsegler Bice (1459 BRT) und versenkt am 14.6. die Rosandra (8035 BRT), Unruly (Lt. Fyfe) am 14.6. die ital. Valentino Coda (4485 BRT), United (Lt. Barlow) am 14.6. bei Messina die dt. Ringulv (ex-norw. 5155 BRT) und am 20.6. die ital. Olbia (3514 BRT). Rorqual (LtCdr. Napier) wirft am 15.6. vor Cape Stilo Minen. Ultor (Lt. Hunt) versenkt am 15.6. den ital. Hilfsminensucher R.92/ Tullio (137 BRT), Unison (Lt. Daniell) am 16.6. die ital. Terni (ex frz. Azrou, 2998 BRT), Unshaken (Lt. Whitton) am 23.6. die ital. Pomo (ex-jug. Nico Matkovic, 1425 BRT). In der Ägäis versenken das brit. Taurus (LtCdr. Wingfield) am 6. und 7.6. sechs Caiques und einen griech. Kleinsegler. Parthian (Lt. Pardoe ?) torpediert am 25.6. vor Cape Midia die dt. Gerda Toft (ex-dän., 1960 BRT), wobei jedoch der Aufschlagzünder versagt.

4.6.1943
Nordatlantik
Beim Verlegungsmarsch ins Mittelmeer wird U 594 (Kptlt. Mumm) westl. Gibraltar von Hudson ‚F’ der RAF-Sq. 48 mit Raketen versenkt.

4.6.1943
Norwegen
Die norweg. MTB 620 und MTB 626 versenken im Korsfjord den im Geleit von M 468 laufenden Dampfer Altenfels (8132 BRT). Das brit. U-Boot Truculent (LtCdr. Alexander) versenkt nördl. Trondheim das auslaufende U 308 (Oblt.z.S. Mühlenpfordt).

4.6.1943
Südpazifik
US U-Boot Silversides (LtCdr. Burlingame) legt am 4.6. ein Minenfeld (24 Minen Mk 10-1) in der Steffen Straße zwischen New Hanover und New Ireland. Verloren gehen: am 16.9. Seikai Maru (2693 BRT), am 4.11. Ryuosan Maru (2455 BRT) und das Vermessungsschiff Tsukushi (1600 t); am 19.2.44 Shinto Maru Nr.1 (1933 BRT), am 22.2.44 U-Jäger Cha 29 (135 t). Beschädigt werden: am 2.10. Minensucher W 28, am 15.7. Kreuzer Nagara, am 4.11. Kreuzer Isuzu und Zerstörer Isokaze.

4.– 12.6.1943
Kanal
Minenunternehmungen der dt. 5. T-Flottille (KKpt. Koppenhagen) am 4.6. und am 6.6. mit Möwe, Falke, Greif, Kondor und T 22. Minenunternehmungen der 6. S-Flottille (KKpt. Obermaier) am 6.6. in der Lyme Bay und der 5. S-Flottille (KKpt. Klug) am 12.6. vor Berry Head bleiben ohne Erfolg

5.6.1943
Luftkrieg Südpazifik
Luftschlacht über den Russell Inseln. 81 jap. Flugzeuge greifen von Rabaul aus an. Sie verlieren in Gefechten mit 101 US Flugzeugen 24 Maschinen. Die US-Verluste betragen 7 Flugzeuge. USN Trägerflugzeuge versenken südwestl. Buin den japan. Armeetransporter Shintoku Maru (780 BRT).

5.– 30.6.1943
Südatlantik

Deutsche U-Boot operieren bis 11.8. in brasilian. Gewässern.
U 199 (Kptlt. Kraus, am 16.5. ausgelaufen) erscheint Mitte Juni im Südatlantik, wird am 25.6 von einem Bomber des Typs Focke-Wulf der brasil. Luftwaffe angegriffen und attackiert am 27.6. erfolglos ein amerik. Liberty-Schiff mit Torpedo und Bordkanone. U 513 (Kptlt. Guggenberger, am 18.5. ausgelaufen) versenkt am 21.6. die schwed. Venezia (1673 BRT) und torpediert am 26.6. den amerik. Tanker Eagle (6003 BRT). U 172 (Kptlt. Emmermann, am 29.5. ausgelaufen) versenkt am 28.6. die brit. Vernon City (4748 BRT).

5.– 30.6.1943
Westatlantik

Ostwärts der Karibischen Inseln operieren bis Mitte August U 67 (10.5.-16.7 †), U 572 (aus 2.6.), U 510 (aus 3.6.), U 590 (aus 8.6.), U 653 (aus 10.6.), U 415 (aus 12.6.), U 662 (aus 26.6.) und U 466 (aus 29.6.) erfolglos. Im Karibischen Meer bleiben U 759 (aus 7.6.) U 159 (aus 12.6.) U 134 (aus 10.6.) U 732 (aus 10.6.) U 615 (aus 12.6.), U 634 (aus 12.6.) und U 359 (aus 29.6.) zunächst ebenfalls ohne Erfolg.

6.– 11.6.1943
Nordatlantik
Ausmarschierer U 450 wird am 6.6 südl. von Island von Fortress ‚A’ der 220. Sqn. RAF mit Wabos und MG-Beschuss schwer beschädigt. Am 11.6. versenkt Fortress ‚R’ der 206. Sqn. RAF den Ausmarschierer U 417 (Oblt.z.S. Schreiner) östl. von Island, wird dabei aber selbst abgeschossen.

6.6.1943
Ostsee

Das 1. Garde (Minen-/Torpedo) Luftregiment der sowj. Rotbannerflotte führt Angriffe auf den dt./ finn. Schiffsverkehr. Der dt. Transporter Heinrich von Plauen (ex-estn. Aarne, 1744 BRT) wird bei Kap Domesnaes durch Lufttorpedo-Treffer (Lt. Razgonin) versenkt.

7.6.1943
Mittelatlantik
Vor Dakar (Marokko) legt U 214 (Kptlt. Stock) am 7.6. eine Minensperre, auf der am 20.6. der US Frachter Santa Maria (6507 BRT) beschädigt wird.

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5. Amerikanische Wasserbombe Mk.17

7.6.– 12.7.1943
Nordatlantik
Durch Abgabe von Funksprüchen und Kurzsignalen täuschen U 592, U 669, U 341, U 271, U 334, U 388, U 420 und U 667 den Aufenthalt stärkerer U-Boot-Gruppen vor. Der Funkverkehr wird eingepeilt Am 8.6. wird das auslaufende U 535 südlich Island von Hudson ‚K’ der RAF-Sq. 269, die Sicherung für den Konvoi SC.132 (Escort Group B5) fliegt, beschädigt. Am 14.6. wird U 334 (Oblt.z.S. Ehrich) von der 1st Support Group (die den Konvoi ONS.10 unterstützt) erfaßt und durch die Fregatte Jed und die Sloop Pelican versenkt. U 388 (Oblt.z.S. Sues) fällt am 20.6. der Catalina ‚I’ der VP-84 USN aus Island zum Opfer (zweiter Erfolg mit einem »Fido«–U-Jagd-Torpedo). Gemeinsam laufen U 194, U 200 und U 420 aus, am 20.6. wird die Gruppe von Hudson ‚K’ der RAF-Sq.269 angegriffen. U 194 (Kptlt. Hesse) wird am 24.6. südl. Island von Catalina ‚G’ der VP-84 USN versenkt, am gleichen Tag versenkt Liberator ‚H’ der RAF-Sq. 120, die Sicherung für den Geleitzug ONS.11 (Escort Group B4) fliegt, das auf dem Weg nach Fernost befindliche U 200 (Kptlt. Schonder). U 420 wird am 3.7. von Liberator ‚B’ der 10 Sq. RCAF schwer beschädigt.

8.6.1943
Japan
Vor Hiroshima sinkt nach interner Explosion das jap. Schlachtschiff Mutsu.

8.6.– 9.7.1943
Mittelmeer
Bewegungen alliierter Konvois-zur Vorbereitung der Operation »Husky« (Landung auf Sizilien). Vom 8.6. bis 1.7. marschieren die Konvois UGF.9 und UGF.9A, bestehend aus 25 bzw. 11 Transportern mit der 45. Inf.Div an Bord, von Norfolk nach Oran und Algier. Die Sicherung für UGF.9 besteht aus der TF.65 mit den Kreuzern Philadelphia, Boise und Birmingham und den Zerstörern Mervine, Davison, Quick, Beatty, Tillman, Cowie, Knight, Doran, Earle, Nelson, Murphy, Glennon, Jeffers, Maddox, Butler, Gherardi, Shubrick und Herndon; die Sicherung für UGF.9A bildet die TF.65.5 mit dem Kreuzer Brooklyn und den Zerstörern Buck, Edison, Wilkes, Nicholson, Swanson, Roe, Boyle, Parker, Laub, Kendrick, Nields, Mackenzie und McLanahan.

Zwischen dem 17.6. und 23.6. verlegt die brit. Force H (VAdm. Willis), bestehen aus den Schlachtschiffen Nelson, Rodney, Valiant und Warspite, dem Flugzeugträger Indomitable und den Zerstörern der 4., 8. und 24. Flottille (14 britische, 2 französische, 1 polnischer und 1 griechischer) von Scapa Flow nach Gibraltar und weiter nach Oran. Von dort marschieren Valiant und Warspite zusammen mit dem Träger Formidable, den Kreuzern Aurora und Penelope sowie 6 Zerstörern weiter nach Alexandrien, wo sie am 5.7. einlaufen.

Nachdem die US Schlachtschiffe Alabama und South Dakota mit 5 Zerstörern Ende Juni von Argentia kommend Scapa Flow erreichen, verlegen die brit. Schlachtschiffe Howe und King George V ebenfalls nach Gibraltar. Aus der Clyde-Mündung laufen die Konvois KMS.18A (20.6.), KMS.18B (24.6.), KMS.19 (25.6.), KMF.18 (28.6.) und KMF.19 (1.7.) mit insgesamt 9 Truppentransportern, 9 LSIs (Infanterie-Landungsschiffen), 6 Tankern, 1 Kohleversorger und 1 Führungsschiff aus. An Bord befinden sich: die kanad. 1. Inf.Div., die kanad. 1. Pz.Brg., die 40. und 41. Royal Marine Commandos und die brit. 73. Flak-Brg.

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6. Amerikan. Panzerlandungsschiff LST 42
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Von Alexandria und Port Said laufen die Konvois MWS.36 (3.7.), MWF.36 (5.7.), MWS.37 (6.7.) und MWF.37 (9.7.) aus, mit insgesamt 1 Führungsschiff, 29 LSIs, 60 Frachtern, 2 LSGs (Artillerie-Landungsschiffen) und 5 Tankern. An Bord die brit. 5. und 50. Inf.Div., die 231. Inf.Brg., die 4. Pz.Brg. und das 3. Commando. Am 7.6. verlässt ein Teil des Deckungsverbandes mit Warspite, Valiant, Formidable, Aurora, Penelope und 9 Zerstörern ebenfalls Alexandria. Am 9.7. stoßen in der Sirte die Schlachtschiffe Nelson, Rodney, der Träger Indomitable, die Kreuzer Cleopatra und Euryalus sowie 8 Zerstörer von Oran kommend hinzu. Aus Alexandria folgt der Unterstützungsverband mit den Kreuzern Newfoundland, Uganda, Mauritius, Orion und 6 Zerstörern.

Von Algier und Oran laufen die Konvois NCS.1 (4.7.), NCF.1 (5.7.), NCS.2 (9.7.) und NCF.2 (9.7.) mit 1 Führungsschiff, 26 Truppentransportern und 31 Frachtern aus. An Bord die US 1. und 45. Inf.Div. sowie Teile der 9. Inf.Div., die die Reserve bildet. — Von Bizerta aus folgen die Konvois TJF.1 (5.7.), TJS.1 (8.7.) und TJM.1 (8.7.), bestehend aus 78 LST, 116 LCT und 106 LSI. An Bord die amerik. 3. Inf.Div. und die 2. Pz.Div. — Von Sfax laufen die Konvois SBS.1 (7.7.), SBM.1 (8.7.) und SBF.1 (8.7.), von Tripolis MWS.36X (8.7.) und von Malta SBF.2 and SBF.3 (9.7.) aus, sie bestehen aus 4 Landungsschiffen, 1 Führungsschiff, 42 LST, 77 LCT und 43 LCI. An Bord befinden sich die brit. 31. Inf.Div. und die brit. 23. Pz.Brg. Bei den von Algerien aus laufenden Konvois befinden sich die US Kreuzer Brooklyn, Birmingham, Savannah, Boise und Philadelphia, der brit. Monitor Abercrombie und 48 US Zerstörer. Die brit. Konvois werden unter anderem von 58 brit. und alliierten Zerstörern, 36 Geleitfahrzeugen und 34 Minensuchern gesichert.

Das Unternehmen »Husky« wird auch von den U-Booten Ultor, Unruly und Sokol (poln.) nördlich von Messina sowie Unshaken, United, Unbroken, Uproar und Dzik (poln.) südlich von Tarent gedeckt (Forts. 10.7.43).

10.6.1943
Funkaufklärung
Die Briten wechseln vom »Naval Cypher 3« und »Naval Cypher 4« zu dem neuen Code »Naval Cypher 5«. Dies führt zu einem „black-out" beim dt. B-Dienst, der nun keine alliierten Funkspruche mehr entschlüsseln kann, was für die Operationen dt. U-Boote gegen die Konvois fatale Folgen hätte, wenn der B.d.U. den Kampf nicht bereits am 24.5. wegen der hohen Verluste abgebrochen hätte. So aber fällt der Rückschlag zunächst nicht ins Gewicht. Allerdings gelingt es der deutschen Funkaufklärung bis Kriegsende nicht, den neuen britischen Code »Naval Cypher 5« zu knacken.

11.6.1943
Indischer Ozean
Der austr. Minensucher Wallaroo sinkt vor Fremantle nach einer Kollision mit dem Frachter Gilbert Costin.

11./13.6.1943
Luftkrieg Deutschland
8. US-Luftflotte führt schwere Tagesangriffe gegen die Hafenanlagen von Wilhelmshaven bzw. Kiel.

12.6.1943
Westatlantik
Das amerik. U-Boot R 12 sinkt bei einem Tauchunfall vor Key West.

12.6.1943
Griechenland

Die griechische Widerstandgruppe »YVONNE« bringt mit Haftminen den Transporter Città di Savona zur Detonation, so dass er im flachen Wasser aufgesetzt wird. Die Reparaturarbeiten sind aber im August bereits erledigt.

12.– 16.6.1943
Mittelmeer
Vor Haifa operiert U 97 (Kptlt. Trox), versenkt am 12.6. die niederl. Palima (1179 BRT), am 15.6. den brit. Tanker Athelmonarch (8995 BRT), und wird am 16.6. von Hudson ‚T’ der RAAF-Sq. 459 versenkt.

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7. Russischer Torpedobomber Ilyushin DB-3.

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12.– 29.6.1943
Nordmeer
Bei Angriffen dt. FW 190-Jagdbomber des JG.5 gegen Schiffsziele im Kolafjord und vor der Fischer-Halbinsel und bei Angriffen sowj. DB-3, Hampden- und Boston-Torpedobomber der 5. Minen-Torpedoflieger- Division gegen dt. Geleite vor den Küsten der Varanger-Halbinsel kommt es laufend zu heftigen Luftkämpfen zw. den Begleitjägern des JG.5, den sowj. Jägern und den dt. Sicherungsbooten, die bei den Fliegergeschwadern auf beiden Seiten zu großen Verlusten führen. Eine Versenkung von Schiffen ist dagegen nicht zu verzeichnen. Vor der Polarküste operieren die sowj. U-Boote M-105, M-106, S-101, S-51, S-54, S-55, S-56, Shch-403, Shch-422, L-15 (Minenunternehmung bei Söröy), L-22, K-21. Von ihnen führen S-101 (Kpt. 2.Rg. Egorov) und S-54 (Kpt. 3.Rg. Bratisko) im Kongsfjord, S-51 (Kpt. 2.Rg. Kucherenko) im Tanafjord und M-105 (Kptlt. Khrulev) im Persfjord Angriffe auf die von Booten der 61. Vp.- und 12. UJ-Flottille gesicherten Geleite.

12.– 30.6.1943
Biskaya
Seit Anfang Juni passieren die dt. U-Boote in Gruppen zu 2-5 Booten die Biskaya, um sich bei Luftangriffen gegenseitig unterstützen zu können. Ju 88C der 1./ZG.1 (Hptm. Kunkel) geben in der inneren Biskaya Jagdschutz, sind jedoch den brit. Beaufighters der RAF-Sq. 248 und den Mosquitos der 10th Group RAF Fighter Command weit unterlegen. Am 12.6. sichten brit. Flugzeuge erstmalig Dreiergruppen. Am 13.6. greift Sunderland ‚U’ der RAF-Sq. 228 die Gruppe U 564, U 185, U 415, U 634, U 159 an, beschädigt U 564, wird aber selbst durch Flakabwehr von U 634 (Oblt.z.S Dahlhaus) abgeschossen. Am 14.6. versenkt Whitley ‚G’ des RAF-OTU 10 das von U 185 begleitete U 564 (Kptlt. Fiedler), wird aber seinerseits durch Flak beschädigt und von einer Ju 88 abgeschossen. Die zur Aufnahme ausgelaufenen dt. Zerstörer Z 24 und Z 32 übernehmen von U 185 die Schiffbrüchigen, das U-Boot läuft ohne Begleitung wieder aus.

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8. Einsatzbesprechung im "War-Room" des
Derby-House zu Liverpool

Der dt. Taktik begegnet die 19th Group Coastal Command ab 14.6. mit den Operationen »Musketry« und »Seaslug«: dreimal täglich werden je 7 Flugzeuge parallel im Suchgebiet nordwestlich Kap Finisterre angesetzt, um sich bei Sichtung von U-Boot-Gruppen gegenseitig unterstützen zu können. Beteiligt sind Liberators der RAF-Sq. 53, 86, 224 und der USAAF-A/S-Sq. 1, 4 und 19, Catalinas der RAF-Sq. 210 und der mit magnet. Ortungsgerät MAD ausgerüsteten USN VP-63, Sunderlands der RAF-Sq. 226, 228 und der RAAF-Sq. 10 und 461. Wellingtons der RAF-Sq. 172 und der RCAF-Sq. 426 mit »Leigh Light« und poln. Sq. 304, tschech. Sq. 311, Fortress der RAF-Sq. 59 und Halifaxes der RAF-Sq. 58 und 502. Am 14.6. werden die auslaufenden U 68 und U 155 von 4 Mosquitos der poln. Sq. 307 mit MG-Feuer beschädigt und müssen umkehren. Bei einem Einsatz im Rahmen von »Musketry«, beschädigt am 17.6. Fortress ‚F’/ 206 das auslaufende U 338. Am 19.6. geht das auslaufende ital. U-Boot Barbarigo (Kptlt. De Julio) wahrscheinlich durch Flugzeuge der USAAF verloren. Der in den Atlantik marschierende U-Tanker U 462 wird am 21.6. von Mosquitos der RAF-Sqn. 151 und 456 mit MG-Feuer beschädigt, am 2.7. wird er erneut beschädigt, diesmal von Liberator ‚J’/ 224, und muss umkehren. Am 23.6. beschädigt Liberator ‚K’/ 86 bei Sicherung der Konvois WS.31 und KMF.17 das zurückkehrende U 650. Am 27.6. wird der Ausmarschierer U 518 von Sunderland ‚P’/ 201 beschädigt. Bei der Abwehr schießen U 600, U 462, U 628, U 43, U 558, U 459, U 454 und U 383 je 1 Flugzeug, Jäger 6 weitere ab. U-Tanker und beschädigte Boote werden durch 2-4 Zerstörer oder T-Boote begleitet, dabei Z 24, Z 23, Z 32, T 5, T 19, T 22, T 24, T 25, Falke, Greif, Möwe, Jaguar und Kondor z. T. mehrfach eingesetzt.

Auf brit. Seite ab 20.6. Ansatz von Support Groups nordwestlich der Biskaya mit Kreuzer als Rückhalt gegen dt. Überwasserschiffe. Deckung durch Kreuzer Scylla. Beim ersten Einsatz vom 20.-28.6. führt ein Flugzeug die 2nd Support Group (Capt. Walker) an die Gruppe U 650, U 119, U 449 heran, Sloop Starling versenkt am 24.6. mit Rammstoß den Tanker U 119 (Kptlt. v.Kameke), Kite und Wren versenken U 449 (Oblt.z.S. Otto). – Ablösung in 5- bis 8-tägigen Intervallen durch Escort Group EG.40, Escort Group B5 (Zerstörer Havelock), 2nd Support Group (Sloop Wild Goose), 5th Support Group (Fregatte Nene), Escort Group B1 (Zerstörer Hurricane), Zerstörer-Gruppe mit kanad. Iroquois, Athabaskan und poln. Orkan, Escort Group B5 (Geleitträger Archer), Rückhalt Kreuzer Bermuda und Glasgow.

9. US Coast Guard Cutter der Grönland-Patrouille

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13.6.1943
Nordatlantik / Grönland

Der USCG-Cutter Escabana sinkt in Ivigtut aufgrund einer internen Explosion.

13.– 17.6.1943
Luftkrieg Nordsee / Kanal
Neuerliche Angriffe des „Strike Wing" der 16th Air Group RAF: Am 13.6. sinkt der dt. Frachter Stadt Emden (5180 BRT) bei Den Helder durch Lufttorpedo, das dt. Vp.-Boot V 1109/ Mähren geht nach einem Luftangriff mit Bomben und Torpedos südwestlich von Nieuwediep verloren . Am 15.6. wird der dt. Minensucher M 483 südlich von Alderney durch Whirlwinds der RAF-Sq. 263 versenkt.

15.– 17.6.1943
Indischer Ozean
Das am 4.6. von Batavia zur letzten Unternehmung eines dt. Hilfskreuzers in See gegangene Schiff 28/ Michel (Kpt.z.S. Gumprich) versenkt westlich Australien das norweg. Motorschiff Hoegh Silverdawn (7715 BRT) und den norweg. Tanker Ferncastle (9940 BRT) – (Forts. 3.-29.8.)

15.– 29.6.1943
Schwarzes Meer
Bei Operationen gegen den sowj. Nachschubverkehr vor der Kaukasus-Küste versenkt U 24 (Kptlt. Petersen) am 15.6. den Minensucher BTShch-411/ Zashchitnik bei Tuapse. U 18 (Oblt.z.S. Fleige) versenkt am 23.6. den Dampfer Leningrad (1783 BRT) bei Sukhumi. U 19, U 20 und U 23 bleiben ohne Erfolg. Bei Vorstößen der 1. S-Flottille (KKpt. Christiansen) mit 2-5 Booten kommt es am 22./23.6. und 25.6. zu Gefechten mit sowj. Wachkuttern, am 28./29.6. werden bei Gelendzhik Minen gelegt.

16.6.1943
Südpazifik
94 jap. Flugzeuge aus Rabaul und Neu Guinea greifen Schiffe vor Guadalcanal an. LST 340 und der Frachter Celeno werden beschädigt. Ein Geleitzug wird ergebnislos angegriffen. Jäger vom Henderson Field und die Schiffsflak bekämpfen sehr erfolgreich die Angreifer, nur ein einziges jap. Flugzeug kehrt zurück. Vor der austral. Ostküste operiert I-174 (Kptlt. Nanbu) und versenkt aus dem Konvoi GP.55 die amerik. Portmar (5551 BRT), LST 469 wird beschädigt.

17.6.– 5.7.1943
Nordmeer

Überführung sowj. Eisbrecher aus dem Weißen Meer in die Karasee. Am 17.6. laufen die Eisbrecher Mikoyan, Krassin und der Eisbrecherfrachter SKR-18 / Fedor Litke von Severodvinsk aus. Sie verlegen unter Befehl des Chefs der Weißmeer-Flottille, KAdm. Kucherov auf Zerstörer Uritski, mit Zerstörer Kuibyshev, Wachschiffen SKR-28, SKR-30 und den brit. Minensuchern Britomart und Jason. Vom 18.-20.6. Deckung durch Zerstörer Baku, Gremyashchi und Grozny. Von der Kara-Straße aus kehren die Zerstörer am 20.6. zurück, die übrigen Escorts ab der Eisgrenze in der Karasee, die Eisbrecher erreichen am 22.6. Dikson. Ein zweiter Konvoi mit den Eisbrechern Admiral Lazarev und Montcalm, gesichert von Kpt. 1. Rg. Kolcin mit Baku, Gremyashchi, Gromki, Uritski, SKR-28, SKR-30 und Britomart läuft in gleicher Weise vom 29.6. in starkem Nebel zur Kara-Straße. Die Eisbrecher treffen am 5.7. in Dikson ein.

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10. Sowjetischer Eisbrecher-Frachter Fedor Litke

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19.6.1943
Norwegen
Brit. Torpedoflugzeuge versenken vor Lister den dt. U-Jäger UJ 1708² / Roland.

20.6.1943
Biskaya

4 Mosquitos der RAF Sq. 264 versenken im Seefliegerhorst Biscarosse 2 Flugboote des Typs Bv 222 und eine Bv 138 der Seefernaufklärungsstaffel 1./(F) SAG.129. Ein weiteres Bv 138-Flugboot wird beim Rückflug von einem Einsatz abgeschossen. Damit werden die schon eingeschränkten dt. Kapazitäten zur Aufklärung im Ostatlantik weiter geschwächt.

20.6.1943
Mittelmeer
Der brit. König Georg VI. trifft an Bord des Kreuzers Aurora in Malta ein, geleitet von den Zerstörern Lookout, Jervis, Nubian und Eskimo.

21.– 22.6.1943
Südpazifik
Vorbereitende Landung für Operation »Cartwheel« (siehe 1.-13.7.). Die schnellen Transporter (AKA) Dent und Waters setzen Teile des 4. Marine Raider Btl. bei Segi Point (Neugeorgien) ab. Am nächsten Tag folgen 2 Kompanien der 43. US Inf.Div. auf den schnellen Transportern Schley und Crosby.

21.– 28.6.1943
Nordsee
Die dt. Minenschiffe Ostmark, Elsass und Brummer werfen zusammen mit den Zerstörern Z 27 und Z 30 die Minensperren »Erzengel«, »Wildschwein« und »Steinadler«, um die »Westwall«-Sperre nach Norden zu verlängern. Die Schiffe werden vor Norwegen von den Minensuchern M 1 und M 2 sowie dem K-Boot K 2 gesichert.

21.6.– 9.7.1943
Biskaya
Britisches Unterseeboot Stubborn (Lt. Duff) auf Feindfahrt in der Biskaya. Am 2.7. sichtet es vor Le Verdon eine Gruppe einlaufender deutscher U-Boote im Geleit von 2 Zerstörern und verfehlt mit 6 Torpedos U 180, U 518 und U 530. Der von Deutschland requirierte Küstendampfer Baltic (ex-holl., 126 BRT) wird am 27.6 vor der Küste des Baskenlandes von dem französischen Aviso Dumont D'Urville aufgebracht und gerät in französische Hände. Unter dem Namen "Ros Braz II" versieht es bis zur alliierten Landung in Südfrankreich Transportdienste im Mittelmeer.

21.6.– 10.7.1943
Mittelmeer
Gegen den alliierten Geleitverkehr massierter Ansatz dt. und ital. U-Boote vor der algerischen Küste. U 73 (Oblt. Deckert) versenkt am 21.6. die brit. Brinkburn (1598 BRT) und torpediert am 27.6. den brit. Flottentanker Abbeydale (8299 BRT), Angriffe von U 431 und U 617 schlagen fehl. U 593 (Kptlt. Kelbling) versenkt am 22.6. die US Panzerlandungsschiffe LST 333 und LST 387 sowie am 5.7. die brit. Davis (6054 BRT) aus dem Zubringer-Konvoi KMS.18B, aus dem am 4.7. bereits U 375 (Kptlt. Könenkamp) die brit. Transporter St. Essylt (5634 BRT) und City of Venice (8762 BRT) versenkt hat. U 371 (Kptlt. Mehl) torpediert am 10.7. aus dem Westgeleit ET.22 den US Tanker Gulfprince (6561 BRT) und die Matthew Maury (7176 BRT). Vor der Cyrenaika torpediert U 453 (Kptlt. Frhr. v. Schlippenbach) aus Konvoi GTX.3 am 30.6. die brit. Oligarch (6894 BRT) und am 6.7. versenkt er aus dem Zubringer-Konvoi MWS.36 die brit. Shajeban (5454 BRT). Nach dem Verlust von U 97 operiert U 81 (Kptlt. Krieg) im Ostmittelmeer, wo es am 17.6. aus Konvoi GTX.2 die brit. Yoma (8131 BRT, über 450 Tote), am 27.6. die griech. Michalios (3742 BRT) und tags zuvor 3 Segler (Nisr, Toufic Allah, Nelly) versenkt.

23.6.1943
Nordatlantik

Fw 200 der I./KG.40 versenken bei Kap St. Vincent die brit. Frachter Shetland (1846 BRT) und Volturno (3424 BRT).

23.6.1943
Südwestpazifik
B-24 Bomber der 5. Luftflotte USAAF greifen Makassar an und beschädigen den japan. Kreuzer Kinu durch Nahtreffer.

23.– 24.6.1943
Luftkrieg Italien
52 Flugzeuge des RAF Bomber Command greifen auf dem Verlegungsflug von Nordafrika nach Großbritannien La Spezia an.

 

11. Amerikanisches Infanterielandungsboot LCI 140

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23.– 29.6.1943
Südpazifik
Operation »Chronicle«: Die amerik. VII. Amphibious Force (TF.76, RAdm. Barbey) mit den schnellen Transportern Brooks, Gilmer, Sands, Humphreys, 17 LST, 20 LCT, 20 LCI und 4 YMS landet am 23./24.6. das 112. Kavallerie-Regt. auf Woodlark und am 28./29./30.6. das 158. Infanterie-Regt. auf Kiriwina ostwärts Neu Guinea. Deckung und Unterstützung der Operation durch die Zerstörer Mugford, Helm, Bagley, Henley.

Die TF.74 (VAdm. Crutchley, RAN) operiert bis 4.7. mit den Kreuzern Australia und Hobart sowie den Zerstörern Arunta, Warramunga und Lamson (US) zur Deckung des Unternehmens »Cartwheel« (siehe 1.-13.6.) im Korallenmeer und der östlichen Arafura See.

25.6.– 16.10.1943
Schwarzes Meer
Rückverlegung des sowj. U-Bootes M 120 von der Kaspischen Flottille zur Schwarzmeer-Flotte.

26.6.– 11.7.1943
Nordmeer
Operation »Corncrake«: Das britische Unterseeboot Seadog (Lt Pelly) läuft von Lerwick nach Spitzbergen, um einen norw. Kommandotrupp abzuholen, der den Auftrag hatte, eine deutsche Wetterstation (siehe »Wetterfront«) bei Signehaven zu zerstören. Allerdings war die Besatzung eines dt. U-Bootes auf das für das Unternehmen benutzte Motorboot gestoßen und hatte es zerstört, so dass dem Kommandotrupp der Rückweg nach Barentsburg abgeschnitten war. Nach Aufnahme der Norweger marschiert Seadog am 2.7. nach Barentsburg und von dort aus tags darauf zurück nach Lerwick. Am 4.7. läuft es dem dt. U 586 (Kptlt. v.d. Esch) über den Weg, doch die abgefeuerten Torpedos werden ausmanövriert.

27.– 30.6.1943
Kanal
Minenunternehmungen der 5. S-Flottille (KKpt Klug) am 27.6. vor Portland Bill und der 4. S-Flottille (Kptlt. Causemann) am 30.6. vor Start Point an der englischen Südwestküste bleiben ohne Erfolg. -- In der Nacht zum 29.6. starkes Geleit für den finn. Transporter Sirius (2197 BRT) mit Voraussicherung durch R-Begleiter Jungingen und 8 Boote der 8. R.-Flottille und mit Nahsicherung durch R-Begleiter Von der Groeben, Von der Lippe, V1512, 1515, 1505, 1509, M3800 und Schlepper Charles Nungesser. Gegen 23.00 Uhr Angriff von 4 Flugzeugen unter gleichzeitigem Beschuss durch britische Fernkampfbatterien. Eine der Maschinen wird abgeschossen. Gegen 1.00 Uhr erfolgt ein zweiter Flugzeugangriff, der ebenfalls erfolglos bleibt.

28.6.1943
Luftkrieg Italien
Bomber der 8. US-Luftflotte werfen 230 ts Bomben auf Livorno. Der ital. Frachter Campania (5347 BRT) geht verloren und der Kreuzer Bari (ex dt. Pillau) sinkt im Hafen von Livorno im flachem Wasser, sein Wrack wird von den Deutschen nach dem September 1943 abgebrochen.

28.6.1943
Luftkrieg Westeuropa
Am 28.6. werfen Bomber der 8. US-Luftflotte 250 ts Bomben auf St. Nazaire. Das dt. Vorpostenboot V 2019 / Adolf Hitler (ex Seefahrt) wird in der Scheldemündung durch Bomben schwer beschädigt und auf Strand gesetzt.

28.6.– 8.9.1943
Nordmeer
Das dt. Minenschiff Roland wirft Minensperren zum Schutz der norw. Küstenrouten: am 27./28.6. (240 UMB, »Koffer gepackt«) vor dem Tanafjord, am 17./18.7. (125 EMC, »Lore angekommen«) vor dem Altafjord, am 2.- 4.8. (183 UMB, »Konrad begrüßt«) vor Nordkyn, am 19.8. (267 UMB, »Torf gestochen«) sowie am 6./7.9. (105 UMB, »Schlußakkord«) vor Vardö. Angriffe russischer Torpedoflugzeuge können erfolgreich abgewehrt werden.

 
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12. Amerikanisches Panzerlandungsschiff LST 20

29.6.– 13.7.43
29.– 30.6.1943
Südpazifik
Beginn des Unternehmens »Cartwheel«: US-Landungen auf New Georgia (Salomonen). Das jap. U-Boot Ro-103 (Oblt. Ichimura), das am 23.6. bei San Cristobal aus einem von Guadalcanal zurückkehrenden Konvoi die Transporter Aludra und Deimos mit je 7440 BRT versenkt hat, meldet am 29.6. eine US-Transportflotte, die irrtümlich für einen Nachschubkonvoi nach Guadalcanal gehalten wird. In der Nacht vom 29./30.6. beschießt die US-Task Force TF.36.2 (RAdm. Merrill) mit den Kreuzern Montpelier, Columbia, Cleveland, Denver und den Zerstörern Waller, Saufley, Philip, Renshaw, Pringle den jap. Stützpunkt Shortland (Bougainville), während die Minenleger Preble, Gamble und Breese unbemerkt eine Minensperre legen. 

Am 30.6. früh landet Task Force TF.31 (RAdm. Turner) mit den Zerstörer-Minensuchern Talbot, Zane, Dent, Waters, 6 Transportern, unterstützt und gesichert von den Zerstörern Farenholt, Buchanan, McCalla, Ralph Talbot, Gwin, Woodworth, Radford und Jenkins, die ersten Kampfgruppen der 43. US-Inf.Div. (MajGen. Hester) auf Rendova. Luftunterstützung durch die landgestützte South Pacific Air Force (VAdm. Fitch). Landung gelingt ohne Widerstand auch an einigen Punkten Süd-New Georgias. Gwin wird durch Treffer einer Küstenbatterie vor Munda beschädigt; Transporter McCawley (APA-4), das Flaggschiff von RAdm. Turner, wird durch japan. Torpedoflugzeuge (702 / 705 Kokutai) beschädigt und muss aufgegeben werden, nachdem US-Schnellboote PT-118 und PT-153 der das beschädigte Schiff irrtümlich ebenfalls torpediert haben. RAdm. Turner wechselt auf die Farenholt.

Zur Deckung der Operation gegen jap. Flottenangriffe werden in Bereitschaft gehalten: TF.36.3 (RAdm. de Witt) mit der Trägergruppe (RAdm. Ramsey) Saratoga und HMS Victorious mit Flakkreuzern San Diego, San Juan und Zerstörern Maury, Gridley, McCall, Craven, Fanning, Dunlap, Cummings und Case sowie die Schlachtschiffgruppe (RAdm. Davis) mit Massachusetts, Indiana, North Carolina und den Zerstörern Selfridge, Stanly, Claxton, Dyson, Converse. TF.36.4 (RAdm. Hill) mit den alten Schlachtschiffen Maryland und Colorado sowie TF.36.5 (RAdm. McFall) mit den Geleitträgern Sangamon, Suwanee, Chenango und den Zerstörern Conway, Eaton, Lang, Stack, Sterett und Wilson. Ferner operieren 11 U-Boote im Gebiet der Salomonen und des Bismarck-Archipels (Forts. 1.-13.7.).

30.6.1943
Westatlantik
Übergabe der in Martinique und Guadeloupe internierten vichy-franz. Kriegsschiffe (Adm. George Robert) an die frei-franz. Marine (Flugzeug träger Bèarn, Kreuzer Jeanne d'Arc und Emile Bertin sowie einige kleinere Fahrzeuge).

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text