1943 Juli

 

 

 

1.7.1943
Funkaufklärung
Die Deutschen führen für die Enigma »M4« eine zweite »Griechen«-Walze, »Gamma«, sowie einen neuen kleinen Reflektor »C« ein. In Bletchley Park führt dies bei der Entzifferung des U-Boot-Schlüsselkreises »Triton« erneut zu einer Unterbrechung des Informationsflusses, die bis zum 21.7. dauert.

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1. Amerikan. Landungstransporter LST 318 bringt 
LCT an Deck zu Wasser

1.– 13.7.1943
Südpazifik
Fortsetzung des Unternehmens »Cartwheel«: US-Landungen auf Neu Georgien (Zentral-Salomonen). Am 1.7. trifft die 2. Welle mit 3 LST vor Rendova ein, das jap. U-Boot Ro-101 wird durch US Zerstörer Radford von der TF.31 (RAdm. Turner) beschädigt. In Bairoko sinkt der Netzleger Kashi Maru (654 BRT) nach Bombentreffer. In der Nacht zum 3.7. beschießt der jap. Kreuzer Yubari mit 9 Zerstörern ohne große Wirkung Rendova.

In der Nacht vom 4./5.7. landen die US-Schnelltransporter Dent, Talbot, McKean, Waters, Kilty, Crosby, Schley drei Bataillone der 37. Inf.Div. bei Bairoko im Kula-Golf zum Angriff auf Munda. Deckung der Operation durch Task Force TF.36.1 (RAdm. Ainsworth) mit den Kreuzern Honolulu, St. Louis und Zerstörer Nicholas, Strong, O'Bannon, Chevalier und Taylor. Gleichzeitig landet eine jap. Zerstörer-Gruppe (Kpt.z.S. Orita) mit Mochitsuki, Mikatsuki und Hamakaze 1200 Mann bei Vila im Kula-Golf, auf große Entfernung gelingt es ihnen, mit »long lance«-Torpedos den US-Zerstörer Strong zu versenken, dessen explodierende Wasserbomben die Chevalier beschädigen. Am 5.7. wird der japan. Kreuzer Yubari durch Minentreffer vor Buin beschädigt.

5./6.7.: Schlacht im Kula-Golf. Die Zerstörer-Gruppe unter Kpt.z.S. Orita und eine zweite unter Kpt.z.S. Yamashiro mit Amagiri, Hatsuyuki, Nagatsuki und Satsuki versuchen in der Nacht weitere 2800 Mann in Vila zu landen, gedeckt von KAdm. Akiyama mit den Zerstörern Niitsuki, Suzukaze und Tanikaze. Gegen den Verband wird TF.36.1. (RAdm. Ainsworth) mit den Kreuzern Honolulu, Helena, St. Louis und den Zerstörern Nicholas, O'Bannon, Radford und Jenkins angesetzt. Im Gefecht versenken Suzukaze und Tanikaze mit 3 Torpedotreffern die Helena, die japan. Deckungsgruppe selbst aber verliert im radargeleiteten Feuer des US-Kreuzers Honolulu ihren Zerstörer Niitsuki. Weitere beiderseitige Torpedoangriffe haben keinen Erfolg, von der jap. 2. Transportgruppe gerät die beschädigte Nagatsuki auf Grund und wird am 6.7. durch US-Sturzbomber von Henderson Field vernichtet.

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2. Kreuzer USS St.Louis

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Am 9.7 beschießen 4 US Zerstörer Munda, Gegenangriffe von etwa 100 jap. Flugzeugen werden zurückgeschlagen. In der Nacht vom 11./12.7. beschießt die US-Task Force TF.36.2 (RAdm. Merrill) mit 3 Kreuzern und 10 Zerstörern Munda. Task Force TF.36.1 deckt die Landung von Nachschub bei Bairoko. Auf dem Anmarsch versenkt Taylor (LtCdr. Katz) am 12.7. vor Kolombangara das jap. U-Boot Ro-107 (Kptlt. Egi). Am gleichen Tag beschießt Task Force TF.36.2 (RAdm Merrill) Munda nochmals mit 4 Kreuzern und 2 Zerstörern.

12./13.7.: Schlacht bei Kolombangara. In der Nacht läuft ein neuer jap. Transportverband mit den Zerstörern Satsuki, Mikatsuki, Yunagi, Matsukaze (1200 Mann), gedeckt von KAdm. Izaki (†) mit dem Kreuzer Jintsu und den Zerstörern Yukikaze, Hamakaze, Kiyonami und Yugure zum Kula-Golf. Gegen diesen »Tokyo Express« wird erneut die Task Force TF.36.1 (RAdm. Ainsworth) mit den Kreuzern Honolulu, St. Louis und HMNZS Leander und den Zerstörern der 21. Z-Flottille (Capt. McInerney) Nicholas, O'Bannon, Taylor, Jenkins, Radford und der 12. Z-Flottille (Capt. Ryan) Ralph Talbot, Buchanan, Maury, Woodworth und Gwin angesetzt. Trotz Radar auf US-Seite sichten die Japaner den US-Verband optisch zuerst und die Jintsu macht Torpedos los, ehe sie durch das radargeleitete Feuer der US-Kreuzer zusammengeschossen (2630 Schuss abgegeben!) und versenkt wird. Die Leander (Capt. S.W. Roskill) fällt mit Torpedotreffer aus (Reparaturarbeiten bis Aug 44). Die jap. Zerstörer der Deckungsgruppe machen ihre Torpedos los, die jedoch nicht treffen, und entkommen in einer Regenbö. Nur die Yukikaze wird beschädigt. In 18 Minuten laden die Zerstörer ihre Torpedorohre nach und greifen erneut an, St. Louis und Honolulu werden durch Torpedotreffer der Zerstörer von Kpt.z.S. Shimai schwer beschädigt, die Gwin versenkt.

5.4.– 20.8.1943
1.– 30.7.1943
Südafrika / Indischer Ozean
Aus der Welle von 7 dt. U-Booten des Typs IXD, die zwischen Mauritius, Ost- und Südafrika operiert, versenken U 181 (KKpt. Lüth) am 1.7. die brit. Hoihow (2798 BRT), U 178 (KKpt. Dommes) am 4.7. die norw. Breiviken (2669 BRT) und die griech. Michael Livanos (4774 BRT), am 11.7. die Mary Livanos (4771 BRT), am 14.7. die amerik. Robert Bacon (7192 BRT) und am 17.7. die brit. City of Canton (6692 BRT). U 177 (Kptlt. Gysae) setzt mehrfach erfolgreich den Schlepphubschrauber »Bachstelze« ein und versenkt am 6.7. die kanad. Jasper Park (7129 BRT), am 10.7. US Frachter Alice F Palmer (7176 BRT) und am 29.7. die brit. Cornish City (4952 BRT), U 198 (Kpt.z.S. W Hartmann) am 6.7. die griech Hydraios (4476 BRT), am 7.7. die brit. Leana (4742 BRT), U 181 (KKpt. Lüth) am 15.7. die brit. Empire Lake (2852 BRT) und am 16.7. Fort Franklin (7135 BRT), U 197 (Kptlt. Bartels) versenkt am 24.7. den schwed. Tanker Pegasus (9583) und torpediert am 30.7. die amerik William Ellery (7181 BRT). U 196 (Kptlt. Kentrat) operiert ohne Erfolg. U 195 (KKpt. Buchholz) kehrt ab 15.7. zusammen mit U 193 (Kptlt. Pauckstadt) nach Bordeaux zurück.

Operationen japan. U-Boote: Von dem jap. Marinestützpunkt Penang aus operierend, torpediert das jap. U-Boot I-27 (Kptlt. Fukumura) am 5.7. im Golf von Oman aus dem Konvoi PA.44 die amerik. Alcoa Prospector (6797 BRT). I-10 (Kpt.z.S. Tonozuka) versorgt am 4.7. I-8 (Kpt.z.S. Uchino) auf dessen Marsch nach Frankreich, und versenkt am 22.7. südlich Chagos die norw. Alcides (7634 BRT). Zuvor aber kommt es längsseits, nimmt Kapitän, Funkoffizier und 2. Maat an Bord. Der Rest der Besatzung wird niedergemacht (Einzelheiten ; Kriegsverbrechen).

1.– 31.7.1943
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command: in 15 Nächten 297 Einsätze gegen Häfen der Biskaya, Küste der Bretagne, die niederländische, friesische Küste sowie die Elb-Mündung. Dabei gehen 6 Flugzeuge verloren. — Im Juli gehen folgende große Schiffe auf (Luft-)Minen verloren: am 8.7. Sperrbrecher 165 / Gebweiler vor Gjedser Odde (Ostsee), am 19.7. der schwed. Dampfer Vidar (2140 BRT) nördlich von Terschelling, am 23.7. Minensucher M 152 in der Gironde (Ergänzung).

1.– 31.7.1943
Pazifik

Bei US U-Boot-Operationen im Juli gibt es 131 »Ultra«-Meldungen, diese führen zu 58 Schiffssichtungen und 20 Angriffen. 3 Schiffe werden versenkt, 12 beschädigt. Im Gebiet der Aleuten und Kurilen versenkt S 35 (Lt. Monroe) am 2.7. Crab Banshu Maru Nr.7 (5490 BRT), S 30 hat zwei Frühzünder, S 33 führt eine Aufklärungsmission durch und Narwhal (LtCdr. Latta) beschießt am 15.7. die Insel Matsuwa. In japanischen Gewässern versenkt Jack (LtCdr. Dykers) am 4.7. Nikkyu M. (6529 BRT). Pompano (LtCdr. Thomas) versenkt am 4.7. den im Vormonat schwer beschädigten Seeflugzeugtender Sagara Maru (7189 BRT), am 10.7. den Tanker Kyokuyo Maru (17.549 BRT) sowie einen Segler (unbestätigt) und torpediert am 20.7. Uyo Maru (6376 BRT). Permit (Cdr. Chapple) versenkt am 6.7. Banshu Maru Nr.33 (787 BRT), am 7.7. aus einem Konvoi Showa Maru (2212 BRT) und am 9.7. vor Kaiba To einen Fischkutter, das sowj. Meeresforschungsboot Sejner No.20 (55 BRT). Nachdem es seinen Irrtum erkannt hat, übernimmt es die Besatzung und bringt die Überlebenden nach Akutan (Alaska). Seal muss nach Luft- und Wabo-Angriff nördl. Honshu am 8.7. beschädigt zurückkehren. Plunger (LtCdr. Bass) versenkt am 12.7 Niitaka Maru (2482 BRT), am 7.7. wird Anzan Maru (5493 BRT) beschädigt. Lapon versenkt am 11.7. einen Segler (unbestätigt). Sturgeon und Skipjack haben nur Fehlschüsse und Versager. Vor China versenkt Scorpion (LtCdr. Wylie) am 3.7. Kokuryo Maru (6112 BRT) und Anzan Maru (3890 BRT). Sawfish (LtCdr. Sands) versenkt am 27.7. den Minenleger Hirashima und beschädigt am 22.7. Seia Maru (6659 BRT). Bei Formosa versenkt Flying Fish (LtCdr. Watkins) am 2.7. Canton Maru (2822 BRT) und am 11.7. den Segler Takatori M. Nr.8 (51 BRT).

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3. Amerikan. U-Boote der S-Klasse operierten
1943 nur noch im Gebiet der Alëuten
Vorkriegsaufnahme im Hafen von Tsingtau.

Im Zentralpazifik versenkt Snook (LtCdr Triebel) aus einem Konvoi auf der Route Japan-Formosa am 4.7. die Transporter Liverpool Maru (5865 BRT) und Koki Maru (5290 BRT) und torpediert Atlantic Maru (5872 BRT), Steelhead (LtCdr. Weichel) beschädigt am 10.7. nordwestlich von Truk den Geleitträger Unyo, Gurnard (LtCdr. Andrews) versenkt am 11.7. nordöstlich von Palau Taiko Maru (1925 BRT), Spearfish (LtCdr. Dempsey) beschädigt am 12.7. west. von Eniwetok den jap. Zerstörer Kawakaze. Am 15.7. torpediert Tinosa (LtCdr. Daspit) nördl. von Truk den Hilfskreuzer Aikoku Maru (10.437 BRT) und am 24.7. westl. von Truk die Walkocherei Tonan Maru Nr.3 (19.209 BRT), die von 4 Torpedos getroffen wird, 11 weitere Torpedos versagen beim Aufschlag. (LtCdr. Daspit nimmt den letzten verbliebenen Torpedo zurück zum Stützpunkt, um ihn untersuchen zu lassen. Am 24.7. gibt der CinC-PAC Anweisung, alle Magnetzünder zu deaktivieren. Der Herstellungsfehler wird entdeckt und von da an korrigiert). Porpoise (LtCdr. Bennett) versenkt am 19.7. west. von Wake Mikage Maru Nr.20 (2718 BRT) und führt eine Aufklärungsmission aus. Haddock (LtCdr. Davenport) versenkt am 21.7. Saipan Maru (5532 BRT). Pompon (LtCdr. Hawk) versenkt am 25.7. aus einem Konvoi auf der Route Guam-Rabaul Thames Maru (5871 BRT) und beschädigt Kinsen Maru (3081 BRT). Seadragon (LtCdr. Ashley), Tunny (LtCdr. Scott) und Finback (LtCdr. Tyree) versenken am 27.7. gemeinsam Suwa Maru (10.672 BRT), Seadragon (LtCdr. Ashley) allein am 4.8. Kembu Maru (4519 BRT). Saury beschädigt am 31.7. angeblich 1 Zerstörer mit Rammstoß. Pogy (LtCdr. Wales) versenkt am 1.8. nordwestl. von Truk Mogamigawa Maru (7469 BRT). Halibut, Mingo und Albacore haben nur Frühzünder oder Versager. Seadragon, Sturgeon, S 38 und S 31 führen Aufklärungsmissionen durch.

Im Südwestpazifik versenkt Thresher (LtCdr. Hull) am 1.7. nordwestl. Celebes aus einem Konvoi Yoneyama Maru (5274 BRT) und beschädigt den Zerstörer Hokaze. Am 9.7. landet es einen Guerillatrupp und Nachschub auf Negros. Trout (LtCdr. Clark) versenkt am 2.7. in der Lombok Str. Isuzu Maru (2866 BRT). Gar (LtCdr Quirk) setzt am 1.7. vor der Südküste Timors einen Kommando-Trupp ab und führt am 14.7. bei Bira ein Artilleriegefecht mit einem Küstenfrachter, Tambor (LtCdr. Armbruster) versenkt am 27.7. südl. Hainan Taikin Maru (1972 BRT), Finback (LtCdr. Tyree) am 30.7. in der Java-See Ryuzan Maru (4719 BRT). Grouper wird durch eigenen Frühzünder beschädigt. Eine RAAF-Catalina greift am 29.7. in der Salomonensee irrtümlich Tuna an, das Boot muss seine Unternehmung wegen der entstandenen Schäden anschließend abbrechen. Grayling landet am 31.7. einen Guerillatrupp und Nachschub auf Panay. Im Südpazifik führt Guardfish eine Guerilla-Mission durch. Scamp (LtCdr. Ebert) versenkt am 27.7. bei den Admiralitäts- Inseln das japan U-Boot I-168 (Kptlt. Nakajima) und beschädigt den Flottentanker Kazahaia (18.300 BRT).

1.7.– 2.8.1943
Biskaya
Der deutschen Taktik des U-Boot-Gruppenmarsches begegnet die 19th Group Coastal Command mit den Operationen »Musketry« und »Seaslug«: dreimal täglich werden je 7 Flugzeuge parallel im Suchgebiet nordwestlich Kap Finisterre angesetzt, um sich bei Sichtung von U-Boot-Gruppen gegenseitig unterstützen zu können. Beteiligt sind Liberators der RAF-Sq. 53, 86, 224 und der USAAF-A/S-Sq. 1, 4 und 19, Catalinas der RAF-Sq. 210 und der mit magnet. Ortungsgerät MAD ausgerüsteten USN VP-63, Sunderlands der RAF-Sq. 226, 228 und der RAAF-Sq. 10 und 461. Wellingtons der RAF-Sq. 172, 547 und der RCAF-Sq. 426 mit »Leigh Light«, der poln. Sq. 304 RAF und der tschech. Sq. 311 RAF, Fortress der RAF-Sq. 59 und Halifaxes der RAF-Sq. 58 und 502.

Am 3.7. werden die zurückkehrenden U 126 und U 154 von Wellington ‚R’ der RAF-Sq. 172 angegriffen und U 126 (Oblt.z.S. Kietz) wird von ihr versenkt. Am gleichen Tag wird das auslaufende U 386 von Liberator ‚D’ der RAF-Sq. 53 beschädigt und U 628 (Kptlt. Hasenschar) wird von Liberator ‚J’ der RAF-Sq. 224 versenkt, dabei wird aber auch der Angreifer durch Flak beschädigt. Am 5.7. kann die 2nd Escort Group die durch »Ultra« gemeldete Gruppe U 535, U 536 und U 170 nicht finden, doch greift Liberator ‚G’ der RAF-Sq. 53 die Boote an, versenkt U 535 (Kptlt. Ellmenreich) und beschädigt die beiden anderen Boote, wobei auch sie selbst beschädigt wird. Am 7.7. wird das auslaufende U 267 von Catalina ‚B’ der RAF-Sq. 210 beschädigt. Am 8.7. wird das auslaufende »Monsun«-Boot U 514 (Kptlt. Auffermann) von Liberator ‚R’ der RAF-Sq. 224 (Sqn Ldr Bulloch) mit einem Mk.24 U-Jagd-Torpedo versenkt. Am 12.7 wird das als Flak-U-Boot ausgerüstete U 441 von 3 Beaufighters der RAF-Sq. 248 mit MG-Feuer beschädigt und muß mit 10 Toten und 13 Verletzten umkehren. Am 12.7. wird U 506 (Kptlt. Würdemann) von einer Liberator der A/S-Sq. 1 USAAF versenkt. Am 13.7. werden die auslaufenden U 607, U 445 und U 613 von Halifax ‚O’ der RAF-Sq. 58 und Sunderland ‚N’ der RAF-Sq. 228 angegriffen. Letztere versenkt U 607 (Oblt.z.S. Jeschonnek). Am 20.7. wird das zurückkehrende U 558 (Kptlt. Krech) von den Liberators ‚B’ und ‚F’ der USAAF A/S-Sq. 19 und Halifax ‚E’ der RAF-Sq. 58 versenkt. ‚B’/19 USAAF wird dabei abgeschossen. Am 24.7. schießt der auslaufende U-Tanker U 459 (KKpt. v.. Wilamowitz- Möllendorf) die angreifende Wellington ‚Q’ der 172. Sqn. ab, wird aber selbst von Wellington ‚V’ der RAF-Sq. 547 versenkt. Am 28.7. wird das auslaufende U 404 (Oblt.z.S. Schönberg) von Liberator ‚W’ der RAF-Sq. 224 und Liberator ‚N’ der USAAF A/S-Sq. 4 versenkt, das letztgenannte Flugzeug wird beschädigt. Am 29.7. versenkt Wellington ‚G’ der RAF-Sq. 172 das auslaufende U 614 (Kptlt. Sträter). Am 30.7. wird eine ausmarschierende Gruppe mit den Tankern U 461, U 462 und Kampfboot U 504 durch eine Liberator der RAF-Sq. 53 gesichtet und den in der Nähe stehenden Flugzeugen und der 2nd Escort Group (Capt. Walker) gemeldet. In z.T. wiederholten Angriffen von 7 Flugzeugen werden U 461 (KKpt. Stiebler) durch SunderlandU’/461 (!), U 462 (Oblt.z.S. Vowe) durch HalifaxS’/502 und U 504 (KKpt. Luis) durch die Sloops Kite, Woodpecker, Wren und Wild Goose versenkt.

Verluste der U-Boottanker 1943 .

4. Die Vernichtung der U-Tanker (hier U 459) zwingt den B.d.U. zum Abbruch der Operationen mit mittleren Booten in entfernten Gebieten.

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Am 1.8. wird das auslaufende U 454 (Kptlt. Hackländer) von Sunderland ‚B’ der RAAF-Sq. 10 und das ebenfalls auslaufende U 383 (Kptlt. Kremser) von Sunderland ‚V’ der RAF-Sq. 228 versenkt. Am 2.8. versenkt Liberator ‚T’ der USAAF A/S-Sq. 4 zusammen mit Hampden ‚A’ der RCAF-Sq. 415 das ausmarschierende U 706 (KKpt. v. Zitzewitz). Der Ausmarschierer U 106 (Oblt.z.S. Damerow) wird von den Sunderlands ‚N’ der 228. Sqn. RAF und ‚M’ der 461. Sqn. RAAF in Nähe der Escort Group 40 versenkt, diese rettet einige Überlebenden. Ebenfalls am 2.8. wird das auslaufende U 218 von Wellington ‚B’ der RAF-Sq. 547 beschädigt. Die auf Notmeldung von U 383 angesetzten T-Boote T 22, T 24 und T 25 können noch Überlebende von U 106 bergen.

Die Verluste zwingen den B.d.U., die Taktik des Gruppenmarsches aufzugeben und das weitere Auslaufen der U-Boote bis zur Ausrüstung mit dem neuen Hagenuk Wellenanzeiger »Wanze« gegen die 10-cm-Radarortung aufzuschieben. Der Ausfall der U-Tanker (siehe Tabelle) zwingt zum Abbruch der Operationen mit mittleren Booten in entfernten Gebieten.

1.7.– 4.8.1943
Mittelmeer

Der Angehörige eines italienischen Konsulats in der Türkei und Kampfschwimmer der X. Flottiglia MAS, Luigi Ferraro, unternimmt 4 Angriffe auf alliierte Transporter in Alessandretto, indem er Haftsprengladungen anbringt, die nach Ausfahrt des Schiffes bei einer Fahrtgeschwindigkeit von ca. 5 kn. zur Explosion kommen. Am 6.7. sinkt angeblich ein Frachter mit Namen Orion (ca. 7000 BRT, vgl. 22.-23.8), am 19.7. strandet die Kaituna (4914 BRT) schwer beschädigt vor Zypern, am 31.7. wird die Sicilian Prince durch Entdeckung der Haftsprengladung gerettet, am 4.8. wird die norw. Fernplant (5274 BRT) angeblich versenkt. Tatsächlich überlebt sie den Krieg.

1.7.– 11.8.1943
Südatlantik

Deutsche U-Boot-Operationen vor der brasilianischen Küste: U 185 (Kptlt. Maus) greift am 7.7. den Konvoi BT.18 (20 Dampfer, 3 brasilian. Korvetten, 1 U-Jäger) an, versenkt den US Tanker William Voyce Thompson (7061 BRT), die Liberty-Frachter James Robertson und Thomas Sinnickson (je 7176 BRT) und torpediert den US Tanker S.B. Hunt (6840 BRT); Anfang August versenkt es die brasil. Bagé (8235 BRT) und den brit. Einzelfahrer Fort Halkett (7133 BRT). U 510 (Oblt.z.S. Eick) greift am 8.7. den Konvoi TJ.1 (20 Schiffe, US-Zerstörer Somers, 4 amerikan. und 1 brasilian. U-Jäger) an, versenkt den norw. Tanker B.P. Newton (10.324 BRT), die amerik. Eldena (6900 BRT) und beschädigt die lett. Everagra (3702 BRT). Am 10.7. stoppt es den schwed. Einzelfahrer Scandinavia (1641 BRT) und versenkt ihn nach Durchsicht der Papiere in Übereinstimmung mit der Prisenordnung. U 590 (Oblt.z.S. Krüer) versenkt am 4.7. die bras. Pelotaslóide (5228 BRT). Am 9.7. trifft es mit seiner Flak die zur Sicherung des Konvois TJ.1 eingesetzte Catalina ,P10’ der VP-94 USN schwer, wird aber im Gegenzug von Catalina ,P1’ versenkt. U 513 (Kptlt. Guggenberger) versenkt – im Anschluß an seine Erfolge im Juni – am 1.7. die bras. Tutóia (1125 BRT), am 3.7. die amerik. Elihu B Washburne (7176 BRT), am 16.7. die amerik. Richard Caswell (7176 BRT) und wird am 19.7. Opfer der Mariner ‚P5’ der VP-74 USN. Auch U 172 (Kptlt. Emmermann) versenkt 3 Schiffe, am 12.7. die amerik. African Star (6507 BRT), am 15. und 24.7. die brit. Frachter Harmonic (4558 BRT) und Fort Chilcotin (7133 BRT). U 199 (Kptlt. Kraus) versenkt am 4.7. den brasil. Fischkutter Shangri-lá, am 24.7. die brasil. Henzada (4161 BRT) und wird am 31.7 von Mariner ‚P7’ der VP-74 USN und 2 brasil. Flugzeugen des 7th Air Base Corps versenkt. Weitere U-Boot-Verluste: U 662 (Kptlt. Müller) operiert erfolglos und wird am 21.7. vor der Mündung des Amazonas von Catalina ‚P7’/VP-94 am Konvoi TF.2 (18 Dampfer) versenkt. Auch U 598 (Kptlt Holtorf) operiert ohne Erfolg. Am 23.7. wird es von 3 Liberators der VP-107 USN angegriffen, es gelingt ihm eine Maschine abzuschießen, bevor es von Liberator ‚B8’/VP-107 versenkt wird. U 591 (Oblt.z.S. Ziesmer) wird am 30.7. Opfer der Ventura ‚B10’/VB-127, U 604 (Kptlt. Höltring) wird am 30.7. durch eine Ventura der VB-129 angegriffen, und am 3.8. durch Liberator ‚B1’ der VP-107 schwer beschädigt. Am 11.8. wird dasselbe Flugzeug von U 185 abgeschossen, und zwar bei einem Angriff auf U 604 (Kptlt. Höltring), das dabei schwer beschädigt und am selben Tag bei Annäherung des US Zerstörers Moffett selbst versenkt wird. Die Besatzung wird von U 185 übernommen. Auf der Jagd nach U 604 wurde übrigens US Zerstörer Moffett am 7.8. irrtümlich von einer Liberator der VB-107 USN beschädigt.

2.– 29.7.1943
Mittelmeer
Britische U-Boot-Operationen: Im westlichen Mittelmeer versenkt Saracen (Lt. Lumby) am 6.7. die ital. Tripoli (1166 BRT) und am und 11.7. die dt. Tell (ex-franz., 1349 BRT), das niederl. Dolfijn (Kptlt. v. Oostrom-Soede) torpediert am 4.7. die ital. Sabbia (5788 BRT) und versenkt am 4. und 13.7. zwei Motorsegler, Safari (Lt. Lakin) feuert am 19.7. in den Hafen von Favone und beschädigt dort drei Kleinsegler, am 20.7. versenkt es die bewaffnete Yacht Silvio Onorato (208 BRT), am 22.7. den Minenleger Durazzo (610 BRT) und am 25.7. ein das ital. Hilfsminensuchboot FR.70 (ex-franz. La Coubre, 120 BRT), Sickle (Lt. Drummond) torpediert am 21.7. die ital. Oriani (2320 BRT), Torbay (Lt. Clutterbuck) versenkt am 23.7. die ital. Aderno (2609 BRT), und Usurper (Lt. Mott) versenkt am 27.7. die franz. Château Yquem (2536 BRT). Im mittleren Mittelmeer versenkt Ultor (Lt. Hunt) am 8.7. die ital. Valfiorita (6200 BRT), Trespasser (Lt. Favell), Unrivalled (Lt. Turner) und Unshaken (Lt. Whitton) versenken einige Fischkutter bzw. Wachboote. Im Juli werden drei italienische U-Boote von brit. U-Booten versenkt: Am 13.7. versenkt Unruly (LtCdr Fyfe) das ital. Acciacio, am 18.7. versenkt United (Lt. Roxburgh) das ital. Remo, am 29.7. versenkt Trooper (LtCdr. Clarabut) das ital. Pietro Micca; irrtümlich wäre am 19.7. das brit. Unshaken fast noch ein Opfer des poln. U-Bootes Dzik (LtCdr Romanowski) geworden. In der Ägäis bringt Rorqual (LtCdr. Napier) am 2.7. vor Saloniki ein Minenfeld aus, auf dem am 6.7. das Hafenschutzboot GM 53 (ex-griech Taxiarchis) bei Räumarbeiten verloren geht, am 7.7. versenkt Rorqual mit Torpedo den dt. Frachter Wilhelmsburg (ex griech. Petrakis Nomikou, 7020 BRT), Trident (Lt. Newstead) torpediert am 3.7. die ital. Vesta (3351 BRT), versenkt am 4.7. das türk. Motorboot Sisman (73 BRT) und beschädigt am 8.7. das Hafenschutzboot GA 41 (ex-griech. Tassia Christa), am 8.7. torpediert Taurus (LtCdr Wingfield) die Lüneburg (ex-griech. Constantinos Louloudis, 4697 BRT). Mit der Bordkanone feuert Taurus am 9. und 11.7. in die Häfen von Kastro und Euböa und versenkt dabei insgesamt 16 Motorsegler.

24.5.– 22.7.1943
2.7.– 4.8.1943
Westatlantik
Deutsche U-Bootoperationen vor der US-Ostküste.
Nach schweren Einbußen im Vormonat operiert U 190 weiter ohne Erfolg (Rückkehr 19.8.). U 230 (Oblt.z.S. Siegmann) erreicht die Küste vor Norfolk und legt am 30.7. eine Minensperre in der Chesapeake Bucht (Kein Erfolg, Rückkehr 8.9.). Nur U 66 (Kptlt. Markworth) versenkt am 2.7. den US Tanker Bloody Marsh (10.173 BRT) und torpediert am 22.7. den US Tanker Cherry Valley (10.172 BRT), von dem es anschließend angegriffen wird (abgetaucht). Nach einem Flugzeugangriff der Trägerstaffel VC.1 einer Support Group mit USS Card am 4.8. wird Kptlt. Markworth verletzt und von Bord gegeben. U 66 setzt die Feindfahrt im August unter Oblt.z.S. Frerks erfolglos fort (Rückkehr am 1.9.).

. Details ...
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5. Boulogne. US Strategic Bombing Survey. 
Aufnahme vom 25.9.1944
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3.– 10.7.1943
Kanal
Vom 3.-7.7. verlegen die dt. T-Boote T 24 und T 25 in mehreren Abschnitten von der Nordsee durch den Kanal nach Westen. Sie werden dabei ohne Erfolg von den Dover-Küstenbatterien beschossen und am 5.7. vor Dünkirchen durch die brit. MTB 240, MTB 235 und MTB 202, am 6.7. in Boulogne durch Typhoon-Jabos angegriffen. In der Nacht vom 9./10.7. bilden sie die abgesetzte Sicherung für ein dt. Geleit, Sicherung durch die 2. M-Flottille (KKpt. Heydel) mit M 9, M 12, M 10, M 84 und M 153 bei Ouessant. Der Konvoi wird von den Zerstörern HMS Melbreak, Wensleydale und HMNoS Glaisdale angegriffen, letzterer versenkt M 153. Im Gefecht mit den herankommenden dt. T-Booten wird die Melbreak dann schwer beschädigt.

15.6.– 17.8.1943
3.– 18.7.1943
Mittelatlantik
Bei Operationen im Raum zwischen den Kanarischen Inseln und Freetown versenken U 618 (Oblt.z.S. Baberg) am 3.7. die Empire Kohinoor (5225 BRT), U 757 (Kptlt. Deetz) am 7.9. die norw. Fernhill (4116 BRT), U 508 (Kptlt. Staats) am 9.7. aus einem Konvoi Manchester Citizen (5343 BRT) und De la Salle (6900 BRT) und am 18.7 den brit. Einzelfahrer Incomati (7369 BRT). Aus Konvoi SL.133 torpediert U 306 (Kptlt. v. Trotha) am 16.7. trotz mehrerer Anläufe nur die brit. Kaipara (5882 BRT). U 333, U 571, U 358, U 257, U 600, U 382, U 340, U 86 und U 445 kehren bis August ohne Erfolge aus dem Operationsgebiet heim.

3.7.– 7.8.1943
Biskaya
Das brit. Unterseeboot Seanymph (Lt Oakley) kontrolliert vom 3.-22.7. die deutschen Bewegungen in der Biskaya und verfehlt am 13.7. den Rückkehrer U 592 vor St. Nazaire. Auf dem Weg ins Mittelmeer (18.7.-7.8.) patroulliert auch Tally Ho in der Biskaya und sichtet drei dt. Unterseeboote, ohne jedoch zum Angriff zu kommen.

4.7.1943
Luftkrieg Frankreich
US-Bomber greifen den U-Boot-Stützpunkt La Pallice an.

5.– 10.7.1943
Luftkrieg Italien
Bei einem Luftangriff der RAF auf La Spezia wird am 5.7. das ital. U-Boot H 8 versenkt. Bei einem der Operation »Husky« (siehe 10.7.) vorausgehenden Luftangriff auf Porto Empedocle wird am 6.7. das dt. Schnellboot S 59 versenkt. Der ital. Minensucher Oriole (ex-jug. Labud) wird in Augusta am 10.7. nach Bombenschäden selbstversenkt.

12.6.– 28.7.1943
5.– 28.7.1943
Nordmeer
M-106 (Kptlt. Samarin) wird am 5.7. bei Vardö von UJ 1206 und UJ 1217 mit Wabos und Rammstoß versenkt. Shch-422 (Kpt 3.Rg. Vidyayev) geht auf einer der Flankenminensperren verloren, die von den dt. Minenschiffen Brummer, Ostmark, Roland und Kaiser ausgelegt wurden. Sowjet. Flugzeuge verfehlen am 16.7. den Minenleger Ostmark beim Auslegen einer Sperre vor Makkaur. Dagegen versenkt S-56 (Kpt. 3.Rg. Shchedrin) am 17.7. vor Gamvik aus dem zurückmarschierenden Verband das Minensuchboot M 346.

Operation Wildente: Deutsche Sicherungsverbände sollen in Zusammenarbeit mit Heeres- und Polizeieinheiten das Absetzen sowjetischer Agenten verhindern oder aufdecken. Vom 12.- 16.7. unternehmen M-Boote, UJ 1207, UJ 1208 sowie die Küstenschutzboote NKi 07 und NKi 09 U-Bootsjagd und Razzien im Kongsfjord und im Syltefjord, wo offenbar russische Fallschirmjäger abgesprungen sind. Mehrere Stützpunkte (B-Stellen) mit Sprengpulver werden ausgehoben, etliche verdächtige Personen festgenommen. Beim Angriff auf die beteiligten Küstenschutzboote versenkt S-56 am 18.7. bei Gamvik (Tanafjord) NKi09/ Alane (ex-brit. UJ-Trawler Warwickshire). Erfolglos führt Shch-403 (Kpt 3.Rg. Shuiski) am 17. und 20.7. Angriffe auf Konvois im Kongsfjord.

5.7.– 11.8.1943
Westatlantik

Bei Operationen in der Karibik versenkt U 759 (Oblt.z.S. Friedrich) am 5.7. die amerik. Maltran (3513 BRT) und am 7.7. die niederl. Poelau Roebiah (9251 BRT), am 15.7. geht es bei Haiti durch Angriff der Mariner ,P10’ der VP-32 USN verloren. Im Gebiet der Windward-Passage werden am 26.7. auch U 359 (Oblt.z.S. Förster) durch Mariner ,P12’ und am 28.7. U 159 (Oblt.z.S. Beckmann) durch Mariner ,P1’ der VP-32 USN versenkt. U 615 (Kptlt. Kapitzky) versenkt am 28.7. den niederl. Tanker Rosalia (3177 BRT), am 6.8. wehrt das Boot 6 Flugzeuge der VPB-130, VP-204 und 205 USN und 10th Sqn. USAAF ab, von denen 2 durch Flak angeschossen und Mariner ‚P4’ (F/Lt. Matuski) der VP-205 USN abgeschossen werden, es muß sich aber bei Annäherung des US-Zerstörers Walker tauchunklar selbst versenken. U 572 (Oblt.z.S. Kummetat) versenkt auf dem Anmarsch zur Karibik die brit. Frachtsegler Harvard (114 BRT) und Gilbert B Walters (176 BRT), am 3.8. wird es seinerseits durch Mariner ‚P6’ (F/Lt. Cox) der VP-205 versenkt, diese allerdings geht dabei mit 11 Mann Besatzung verloren.

Bei Operationen vor der Küste von Florida feuert U 84 (KptLt. Uphoff) am 16.7. 3 Torpedos auf ein bisher nicht identifiziertes Schiff, das er brennend zurück lässt. Am 7.8. bekommt das Boot zur Versorgung von U 760 einen Termin, trifft jedoch am vereinbarten Treffpunkt nicht ein und gilt seither als verschollen. Am 18.7. schießt U 134 (Kptlt. Brosin) das US Marine-Luftschiff K 74 (F/Lt. Grills) ab. Am 24.7. wird U 466 (Kptlt. Thäter) von einer Liberator der 35th Sq. USAAF gebombt, es antwortet mit Flakfeuer, aber der Kommandant und 4 Besatzungsmitglieder werden verwundet. Östlich von Kuba verfehlt U 732 (Oblt.z.S. Carlsen) am 2.8. am den Konvoi NG.376 und wird daraufhin von der Korvette Brisk mit Wabos belegt. U 67, U 634, U 653, U 415, U 406 und U 466 kehren ohne Erfolg zurück.

6.– 30.7.1943
Mittelatlantik
Vom 6.-12.7. versorgt U 487 (Oblt.z.S. Metz) 600 sm südwestlich der Azoren U 195, U 382, U 598, U 406, U 591, U 604, U 662, U 359 und U 466. Nach Ausfall des vorgesehenen Tankers U 462 (s.o.) soll U 487 ab 14.7. zusammen mit dem als Hilfstanker eingesetzten U 160 (Oblt.z.S. v. Pommer-Esche) die auf dem Marsch zum Indischen Ozean befindliche Gruppe »Monsun« versorgen, von der U 514 bereits am 8.7. durch Liberator ‚R’ der RAF-Sq. 224 mit Zielsuchtorpedo »Fido« und U 506 am 12.7. durch eine Liberator der USAAF-A/S-Sq. 1 versenkt werden.

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.6. Der modernisierte französischer Zerstörer Le Fantasque bei einer Erprobungsfahrt vor Boston/Mass.

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US Task Group TG.21.16 (Capt. Greer) mit Träger Core und den Zerstörern Barker, Bulmer, Badger verlässt, »Ultra«-Informationen folgend, den Konvoi UGS.11 (61 Schiffe, Sicherung TF.62). Am 13.7. treffen eine TBM Avenger (F/Lt. Schoby) und 2 F6F Wildcats (LtCdr. Brewer und Lt. Steiger) der VC-13 der Core auf den Tanker U 487 und versenken ihn. Die Maschine von Lt. Steiger geht bei diesem Angriff verloren. Am 16.7. fällt auch der Rückmarschierer U 67 (KKpt Müller-Stöckheim) einer Avenger (F/Lt. Williams) der VC-13 vom Träger Core zum Opfer.

Vom GUS.9 (41 Schiffe, Sicherung TF.61) detachiert, trifft Task Group TG.21.11 (Capt. Fick) mit Träger Santee und den Zerstörern Bainbridge, Overton, MacLeish am 14.7. auf U 160 (Oblt.z.S. Pommer-Esche) und am 15.7. auf das »Monsun«-Boot U 509 (KKpt. Witte), die von je einem Avenger/Wildcat-Team der VC-29 der Santee mit »Fido«-Torpedos versenkt werden.

US Task Group TG.21.12 (Capt. Dunn) mit Träger Bogue und den Zerstörern George E. Badger, Clemson und Osmond-Ingram unterstützt den Konvoi UGS.12 (79 Schiffe, Sicherung TF.63). Am 23.7. versenkt eine Avenger (F/Lt Stearns) der VC-9 des Trägers Bogue U 527 (Kptlt. Uhlig), das gerade aus U 648 versorgt, während der Zerstörer George E. Badger das auf dem Marsch zu einer Minenunternehmung vor Jacksonville befindliche U 613 (KKpt. Köppe) mit Sonar ortet und versenkt.

Am 24.7. beschädigt ein Flugzeug der Santee westlich Madeira U 373, das mit Minen nach Port Lyautey unterwegs ist. Auf dem Rückmarsch mit dem GUS.10 (50 Schiffe, Sicherung TF.62) versenkt eine Avenger (F/Lt Richmond) der VC-29 auf Santee am 30.7. mit »Fido« U 43 (Oblt.z.S. Schwantke), das gerade U 403 versorgt.

6.– 31.7.1943
Nordpazifik
Am 6.7. Beschießung von Kiska durch US-Task Group TG.16.21 (RAdm. Giffen) mit den Kreuzern Wichita, Portland, San Francisco, Santa Fé und 4 Zerstörern. Sie wird in 5 Nächten von den Zerstörern Aylwin (am 9.7.) und Monaghan (am 11., 14., 15., 20.7) wiederholt. Ein am 7.7. von Paramushiro auslaufender jap. Verband kann wegen der Wetterlage die Evakuierung von Kiska nicht durchführen und kehrt am 16.7. zurück. Am 15.7. beschießt das US U-Boot Narwhal Matsuwa (Kurilen).

Am 22.7. beschießen Task Group TG.16.21 (RAdm. Giffen) mit den Kreuzern Wichita, San Francisco, Louisville, Santa Fé und den Zerstörern Aylwin, Bache, Hughes, Mustin, Morris Kiska und Task Group TG.16.22 (RAdm. Griffin) mit den Schlachtschiffen Mississippi, New Mexico, dem Kreuzer Portland und den Zerstörern Monaghan, Abner Read, Farragut, Perry Little Kiska. Am 27.7. führt eine US-Task Group mit den Schlachtschiffen Mississippi, Idaho, den Kreuzern Wichita, San Francisco, Portland und mehreren Zerstörern 80 sm südwestlich Kiska eine »Battle of the Pips« mit Radarphantomen. Munitionsverbrauch: 518 Schuss 35,6 cm, 487 Schuss 20,3 cm. Zur Vorbereitung der Landungsoperation »Cottage« beschießen am 30.7. die US-Zerstörer Farragut und Hull Kiska. Flugzeuge werfen 1310 ts Bomben bei 1581 Einsätzen.

Operation »KE GO«: Ein am 22.7. von Paramushiro auslaufender jap. Verband (KAdm. Kimura) mit den Kreuzern Tama, Abukuma, Kiso und den Zerstörern Ikazuchi, Inazuma, Wakaba, Hatsushimo, Asagumo, Hibiki, Yugumo, Kazegumo, Akigumo, Shimakaze, Samidare, Naganami sowie der Fregatte Kunajiri und dem Tanker Nippon Maru erreicht am 28.7. Kiska. Auf dem Anmarsch kommt es bei unsichtigem Wetter zu mehreren Kollisionen. Infolge dessen müssen Konajiri und Wakaba, wegen Maschinenstörung auch Kreuzer Tama vorzeitig umkehren. Innerhalb von 55 Minuten wird die 5183 Mann starke Garnison von Kiska – vom Gegner unbemerkt – evakuiert. Am 1.8. läuft der japan. Verband (Kiso mit 1189, Abukuma mit 1202 und die Zerstörer mit 2792 Mann an Bord) wieder in Paramushiro ein.

15.6.– 23.7.1943
7.– 30.7.1943
Schwarzes Meer
Sowjet. U-Boot-Operationen gegen dt. Nachschubgeleite und Übersetzverkehr in der Straße von Kertsch zur Versorgung der dt. 17. Armee im Kuban-Brückenkopf. Anfang Juli operieren S-33, Shch-201 und Shch-203 vor Feodosia. Shch-201 verfehlt am 7.7. ein Geleit mit den Dampfern Ardeal und Varna, gesichert von den rumän. Zerstörern Maresti, Marasesti und den K-Booten Stihi und Ghigulescu. Marasesti meldet 1 U-Boot (ungeklärt) mit Wabos versenkt. Am 13.7. früh entgeht Geleitzug Bansin 23 knapp 2 Torpedoangriffe. M-111 (Kpt. 3.Rg. Iosseliani) verfehlt am 17.7. das dt. Güterschiff Adelheid im Geleit Bansin 25, versenkt tags darauf aber den rumän. Leichter Dunarea 1 (505 BRT). L-4 (Kpt 3.Rg. Polyakov) legt am 18.7. eine Minensperre 3 sm südl. von Eupatori und versenkt am 22. und 23.7. mit Artillerie vorm Bosporus die kleinen türk. Schiffe Hudayi Bahri und Gurpinar. Ab 20.7. rücken S-31, M-112 und L-23 vor Feodosia zur Ablösung an, bleiben aber ohne Erfolg. L-23 (Kpt. 3.Rg. Fartushny) legt am 26.7. eine Minensperre westl. Feodosia.

Dtsch U-Boot-Operationen gegen den sowj. Nachschubverkehr vor der Kaukasus-Küste. Am 11.7. werden die Torpedokutter D-3 und SM-3 durch Luftangriffe beschädigt. U 18 (Oblt.z.S. Fleige) verfehlt am 17.7. ein Geleit mit dem sowj. Transporter Traktorist. (Dagegen wurde der lange als Erfolg gezählte Dampfer Voroshilov (3908 BRT) bereits am 29.3.42 bei Ozereyka durch Flugzeugangriff beschädigt und befindet sich im Juni 1943 zur Reparatur in Sukhumi). U 24 (Kptlt. Petersen) versenkt am 30.7. mit einem Schuss in den Hafen von Sukhumi den sowj. Tanker Emba (7886 BRT).

Vorstöße der 1. S-Flottille (KKpt. Christiansen) bleiben ohne Erfolg. Auf dem Rückmarsch geht am 6./7.7. südlich von Kertsch S 102 (xxx) durch Minentreffer verloren, am 19./20.7. werden Luftangriffe ausmanövriert und am 22./23.7. zwei Küstenfrachter torpediert.

8.7.1943
Norwegen
Brit. Home Fleet (Adm. Fraser) führt mit Schlachtschiffen Duke of York, Anson, Malaya, dem Träger Furious, 2 Kreuzer-Geschwadern und 3 Zerstörer-Flottillen sowie einer US Task Force (RAdm. Hustvedt) mit den Schlachtschiffen South Dakota, Alabama, den Kreuzern Augusta, Tuscaloosa und 5 Zerstörern vor Norwegen eine Machtdemonstration durch, die jedoch von der dt. Aufklärung nicht erfasst wird. Ablenkung von der bevorstehenden Sizilien-Landung ist damit misslungen. Bei einer Wiederholung der Aktion Ende Juli werden ein Teil der genannten Schiffe sowie die brit. Träger Illustrious und Unicorn beteiligt. Martlet-Jäger schießen dabei 5 dt. BV 138 Aufklärer ab.

10.7.1943
Mittelmeer
Operation »Husky«: Alliierte Landung an der Süd- und Südostküste Siziliens. (OBfh: General Eisenhower, Stellvertr. OBfh und OB Landstreitkräfte: Gen. Alexander, OB Seestreitkräfte: Admiral Cunningham, Luftstreitkräfte: Air Chief Marshal Tedder, Hauptquartier: Malta).
Die 8. brit. Armee (Gen. Montgomery) wird durch die Eastern Naval Task Force (Adm. Ramsay) zwischen Syrakus und der Halbinsel Pachino gelandet, die 7. US-Armee (LtGen. Patton) wird durch die Western Naval Task Force (VAdm. Hewitt) bei Scoglitti, Gela und Licata gelandet.

Force A (RAdm. Troubridge) – Führungsschiff Bulolo mit den Konvois MWS.36 und MWF.36 (siehe 19.6.-9.7.) – landet das brit. XIII. Korps (LtGen. Dempsey) mit den 3. Royal Maine Commandos, der 5. Inf.-Div. und 50. Inf.-Div.südlich der Halbinsel Maddalena im Sektor »Acid North« und südlich von Avola im Sektor »Acid South«. Als Ansteuerungsposten wird das brit. U-Boot Unruffled eingesetzt.
Force N (Capt. Lord Ashburn) – Führungsschiff Keren mit Teilen der Konvois MWS.36 und MWF.36 – landet die brit. 231. Selbständige Brigade (Brig. Urquhart) an der Ostküste der Pachino Halbinsel im Sektor »Bark East«. Ansteuerungsposten: U-Boot Unseen.
Force B (RAdm. McGrigor) – Führungsschiff Largs mit den Konvois SBS.1, SBM.1 und SBF.1 – landet die brit. 51. Inf. Div. (Maj.-Gen. Wimberley) nahe Cap Passero. Ansteuerungsposten: U-Boot Unison.
Force V (RAdm. Vian) – Führungsschiff Hilary mit den Konvois KMS.18 und KMF.18 – landet die kanad. 1. Div. (Maj.-Gen. Simmonds) an der Westküste der Halbinsel Pachino. Ansteuerungspunkt: U-Boot Unrivalled.

. Details ...
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7. Operation  »Husky«: Invasion in Sizilien.

Die Truppen der Forces N, B und V bilden das XXX. Korps (LtGen. Leese). Die 1. Luftlande-Division landet südwestlich von Syrakus. Die Support Force East (RAdm. Hartcourt) besteht aus den Kreuzern Newfoundland, Uganda, Mauritius, Orion, den Flak-Kreuzern Carlisle, Colombo, Delhi, dem Flak-Schiff Palomares und den Monitoren Erebus und Roberts. Dazu kommen die Zerstörer Inconstant, Eskimo, Laforey, Lookout, Loyal, Nubian, Tartar, Arrow, Venomous, Viceroy, Wallace, Wanderer, Wishart, Woolston, Wrestler, Aldenham, Blencathra, Clare, Eggesford, Hursley, Hurworth, Lauderdale, Ledbury, Rockwood, Wheatland, Wilton, Atherstone, Cleveland, Hambledon, Mendip, Quantock, Tynedale, Whaddon, Dulverton, Beaufort, Exmoor, Brocklesby, Tetcott, Blankney, Lamerton, Oakley, Liddesdale, Farndale, Calpe, Easton, Belvoir, Holcombe, Haydon, Brecon, Brissenden und Puckeridge, die griech. Pindos, Adrias, Kanaris, Miaoulis und Themistokles sowie die poln. Krakowiak und Slazak; die Sloops Shoreham, Chanticleer, Crane, Cygnet, Erne, Pheasant und Whimbrel sowie die ind. Jumna und Sutlej; die Fregatten Bann, Dart, Plym, Test, Teviot und Trent; die Korvetten Bluebell, Bryony, Camellia, Convolvulus, Delphinium, Dianella, Honeysuckle, Hyacinth, Hyderabad, Lotus, Oxlip, Pentstemon, Poppy, Primula, Rhododendron, Starwort, Vetch und Sakhtouris (griech.); die Cutter Banff und Fishguard; die Minensucher Gawler, Lismore, Ipswich, Maryborough, Geraldton, Cairns, Cessnock und Wollongong (alle austr.) sowie insgesamt 25 weitere zusammen mit den niederl. K-Booten Flores und Soemba.

TF.85 (RAdm. Kirk) – Führungsschiff Ancon mit Teilen der Konvois NCF.1, TJF.1 und TJM.1 – landet die 45. US Inf.-Div. (MajGen. Middleton) mit 25800 Soldaten auf beiden Flanken von Scoglitti im Sektor »Cent«. Ansteuerungsposten ist das U-Boot Seraph. Support Group und Sicherung bestehen aus dem Kreuzer Philadelphia, dem brit. Monitor Abercrombie und den Zerstörern Earle, Cowie, Parker, Laub, Mackenzie, Kendrick, Doran, Boyle, Champlin, Nields, Davison, Mervine, Quick, Tillman und Beatty. An Bord der Ancon befindet sich der OBfh des II. US Corps, Gen.-Lt. Bradley.
TF.81 (RAdm. Hall) – Führungsschiff Samuel Chase mit Teilen der Konvois NCF.1, TJF.1 und TJM.1 – landet die 1. US Inf.-Div. (Maj.-Gen. Allen) mit 19.250 Mann nahe Gela im Sektor »Dime«. Ansteuerungsboot ist die Shakespeare. Support Group und Sicherung bestehen aus den Kreuzern Boise und Savannah sowie den Zerstörern Cole, Shubrick, Jeffers, Nelson, McLanahan , Murphy, Glennon, Maddox, Dallas, Gherardi, Butler, Herndon und Bernadou.
TF.86 (RAdm. Conolly) – Führungsschiff Biscayne mit den Konvois TJF.1, TJM.1 und TJS.1 – landet die 3. US Inf.-Div (Maj.-Gen. Truscott) sowie Teile der 2. US Pz.-Div. mit 27.650 Mann an beiden Flanken von Licata im Sektor »Joss«. Ansteuerungsboot ist die Safari. Support Group und Sicherung durch die Kreuzer Brooklyn und Birmingham sowie die Zerstörer Bristol, Buck, Ludlow, Swanson, Roe, Edison, Woolsey, Wilkes und Nicholson.
TF.80 (VAdm. Hewitt, Flaggschiff und Reserve-Truppen) mit Führungsschiff Monrovia und dem 18. RCT der 1. US Inf.-Div. sowie 2 RCT der 2. US Pz.-Div. an Bord von Transportern und LST, Sicherung durch die Zerstörer Wainwright, Mayrant, Trippe, Rhind, Rowan, Plunkett, Niblack, Benson, Cleaves und Ordronaux. LtGen. Patton befindet sich an Bord der Monrovia.

Deckungsgruppe für den Gesamtaufmarsch (VAdm. Willis, RN) mit den Schlachtschiffen Nelson, Rodney, Warspite, Valiant, den Flugzeugträgern Indomitable und Formidable, den Kreuzern Aurora, Penelope, Cleopatra und Euryalus und den Zerstörern Quilliam, Queenborough, Quail, Isis, Faulknor, Echo, Intrepid, Raider, Eclipse, Fury, Inglefield, Ilex, Vasilissa Olga (griech.), Troubridge, Tyrian, Tumult, Offa und Piorun (poln.), kreuzt im Ionischen Meer. Reserve Deckungsgruppe: Schlachtschiffe Howe und King George V, Kreuzer Dido und Sirius, Zerstörer Jervis, Panther, Pathfinder, Penn, Paladin und Petard kreuzt südlich von Sardinien. RAF und USAAF stellen 3630 Flugzeuge bereit.

11.7.1943
Biskaya
Drei Fw 200 des KG.40 sichten bei Aufklärung einen brit. Truppentransporter-Konvoi westlich Oporto. Trotz starker Flakabwehr treffen sie die Transporter California (16.792 BRT) und Duchess of York (20.021 BRT), die in Brand geraten und aufgegeben werden müssen. Das dritte Schiff Port Fairy erreicht unter Geleit eines brit. Zerstörers Casablanca. Die Zerstörer HMCS Iroquois, HMS Douglas und die Fregatte HMS Moyola können bis auf 57 Mann die eingeschifften Soldaten retten. 

11.7.1943
Mittelmeer
Das dt. Geleitschiff SG 13 (ex-franz. Cyrnos, 3230 BRT) wird durch Lufttorpedo beschädigt und auf Strand gesetzt. Es wird geborgen und am 23.7. nach La Ciotat eingeschleppt.

11.– 12.7.1943
Luftkrieg Südostasien
Am 12.7. versenken Langstreckenbomber B-24 Liberator der 14. USAAF (Indien) östl. Haiphong (Franz. Indochina) die japanischen Frachter Chikuzan Maru (ex Ariadne Moller, 1840 BRT) und Tairyo Maru (1423 BRT), beschädigen einen weiteren japan. Frachter und die vichy-franz. Albert Sarraut.

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8. "D"-Day in der Gela Bucht, Sizilien

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11.– 31.7.1943
Mittelmeer

Fortsetzung Operation »Husky«: Alliierte Flotten unterstützen die Operationen der 7. US- und 8. brit. Armee auf Sizilien. Am 11.7. bringen die US-Kreuzer Savannah und Boise mit den US-Zerstörern Shubrick, Jeffers, Glennon, Butler, Beatty, Laub, Cowie und Tillman einen Gegenangriff dt. Panzer bei Gela zum Stehen. Die brit. Zerstörer Blankney und Brissenden besetzen mit einem improvisierten Landungskorps Pozzallo. Im brit. Brückenkopf unterstützen der Monitor Erebus und die Kreuzer Orion, Uganda und Mauritius brit. Einheiten. Zur Ablenkung beschießen die brit. Schlachtschiffe Howe und King George V. in der Nacht vom 11./12.7. Favignana, die Kreuzer Dido und Sirius Marsala an der Westküste. Ein Versuch der brit. Zerstörer Eskimo, Exmoor und des griech. Kanaris, in Augusta einzudringen, wird von einer ital. Küstenbatterie unter persönl. Führung des Festungskommandanten, KAdm. Leonardi, abgewehrt, erst am 12.7. dringt RAdm. Troubridge, der am 11.7. bereits Syracus besetzt hat, ein, und das Landungsschiff Ulster Monarch kann Truppen landen. Am 12.7. unterstützen die US-Kreuzer Birmingham und Brooklyn den linken Flügel der 7. US-Armee, am 13.7. beschießt die Erebus Catania, am 16.7. der brit. Monitor Abercrombie mit den US-Kreuzern Philadelphia und Birmingham Porto Empedocle, am 17.7. das brit. Schlachtschiff Warspite erneut Catania. Brooklyn wird am 14. 7. durch Minentreffer beschädigt. Bei Catania werden Geschützstellungen am 18.7. vom Kreuzer Mauritius und am 19.7. durch den Kreuzer Newfoundland und die Zerstörer Laforey und Lookout sowie das niederl. K-Boot Flores beschossen. Am 21.7. wiederholen Erebus und Newfoundland diesen Vorstoß. Durch dt. und ital. Luftangriffe verliert die alliierte Landungsflotte den US-Zerstörer Maddox, den US-Minensucher Sentinel, die Panzerlandungsschiffe LST 313 und LST 158, 8 Transporter mit 54.306 BRT; der Monitor Erebus und weitere Schiffe werden durch Bomben beschädigt. Am 14.7. verfehlen ital. T-Flugzeuge knapp die Kreuzer Euryalus und Cleopatra, am 16.7. treffen sie den Träger Indomitable. US Kreuzer Brooklyn wird am 14.7. durch Minentreffer, Zerstörer Roe und Swanson, die LST 345, LST 382 und U-Jäger PC 621 werden bei Kollisionen beschädigt.

Gegenangriffe der Achsenmächte: Am 16.7. dt. Luftangriffe auf den Schiffsverkehr vor Algier und Sizilien. In der Nacht zum 17.7. werden bei Gefechten zwischen der dt. 7. S-Flottille (KKpt. Trummer) und brit. MTBs fünf dt. S-Boote z.T. erheblich beschädigt. Der passierende ital. Kreuzer Scipione Africano versenkt MTB 316 und beschädigt MTB 260. Am 26.7. beschädigt ein dt. Bomber vor Palermo den US Zerstörer Mayrant. Südl. Sizilien mißlingt ein geplanter massierter Ansatz dt. und ital. U-Boote, da die verfügbaren dt. U-Boote seit 21.6. vor der algerischen Küste operieren (siehe 21.6.-10.7.) Ab 11.7. kommen zunächst nur ital. U-Boote zum Angriff. Nichelio (Oblt.z.S. Celli) versenkt am 14.7. in der Straße von Messina MGB 641. Dandolo (Kptlt. Turcio) und Alagi (Lt Puccini) gelingt es am 16.7. den Kreuzer Cleopatra zu torpedieren (mit 2 Treffern nach Malta geschleppt, Reparaturarbeiten bis Dez. 44). Angriffe von Argo, Nereide, Beilul, Diaspro, Platino und Ambra schlagen dagegen fehl. Von den eintreffenden dt. U-Booten schießt U 81 (Oblt.z.S. Krieg) am 21.7. Torpedos in den Hafen von Syrakus und torpediert am 22.7. die Empire Moon (7472 BRT). Am 23.7. torpediert U 407 (Oblt.z.S. Brüller) den Kreuzer Newfoundland (Reparaturarbeiten bis Apr 44).

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9. Das ital. U-Boot Bronzo wird am 12.7. von Briten vor Syracus gekapert

U-Boot-Verluste der Achsenmächte: Das ital. U-Boot Flutto (Kptlt. Caprile) wird am 11.7. von den alliierten MTB 640, MTB 651 und MTB 670, und U 561 (Oblt.z.S. Henning) am 12.7. vom MTB 81 in der Messina-Straße versenkt. Die ital. U-Boote Acciaio (Kptlt. Pescatore, 13.7.), Remo (Kptlt. Vassallo, 15.7.) und Micca (Kptlt Scrobogna, 29.7.) werden von den brit. U-Booten Unruly, United und Trooper versenkt. Von den Zerstörern Inconstant werden U 409 (Oblt.z.S. Maßmann, 12.7.), von Echo und Ilex die Nereide (Kptlt. Scandola, 13.7.), von Laforey und Eclipse wird nach einem Angriff auf einen Kreuzerverband Ascianghi (Kptlt. Fiorini, 23.7.) und von US PC 624 wird das dt. U 375 (Kptlt. Koenenkamp, 30.7.) versenkt. Das ital. Bronzo (Kptlt. Gherardi) taucht am 12.7. vor Syracus in einem brit. Verband (darunter die Minensucher Boston, Poole, Cromarty und Seaham) auf und wird gekapert – es wird später als P.714 wieder in Dienst gestellt.

13.– 15.7.1943
Luftkrieg Italien

Alliierte Bomber versenken in Messina am 13. und 14.7. die dt. Patria (1341 BRT) und die it. Venezia (4207 BRT) und am 15.7. südl. von Civitavecchia die it. Aquitania (4971 BRT).

14.7.1943
Japan
Das jap. U-Boot I-179 (Kptlt. Yuasa) geht bei einem Unfall vor Ino Nada verloren.

15.7.1943
Allgemeine Lage / Frankreich
General Morgan, Chef des Generalstabes des OB der alliierten Streitkräfte, legt den Vereinigten Stabschefs den Operationsplan für eine Invasion in Frankreich vor: »Overlord« (Nordwestfrankreich) und »Anvil« (Südfrankreich).

15.7.1943
Südpazifik
Vor Kavieng (Neu-Irland) wird der japanische Leichte Kreuzer Nagara durch eine Luftmine beschädigt, die von einer Catalina der austral. Luftwaffe (RAAF) gelegt wurde.

15.– 17.7.1943
Nordmeer
Das dt. Minenschiff Ostmark (KKpt. Barthel) legt querab Makkaur die Flankenminensperre NW.31 (153 UMB). Sicherung durch Minensucher M 364, M 272, M 346 und Räumboote R 56 und R 54. Während des Minenwerfens erfolgloser Angriff von 5 sowj. Bombern. Auf dem Rückmarsch wird der Verband vom sowj. U-Boot S-56 (Kpt. 2.Rg. Shchedrin) angegriffen und M 346 wird versenkt. Die Besatzung kann noch rechtzeitig geborgen werden.

17.7.1943
Norwegen
Der dt. U-Jäger UJ 1705 / Mob-FD 61 wird vor Sognesjoen von Beaufighters der Sq. 235 RAF und 404 RCAF angegriffen und mit Raketen versenkt.

17.7.– 2.8.1943
Südpazifik
Um die Verluste der Kämpfe vor Neu-Georgien auszugleichen, wird US Task Force TF.74, bestehend aus den austral. Kreuzern Australia, Hobart und den US Zerstörern Jenkins, O´Bannon, Radford, Nicholas, am 16.7. von Espiritu Santo nach Nordwesten beordert. Von den zur Aufklärung für einen neuen Entsatzversuch nach New Georgia entsandten jap. U-Booten greift I-11 (FKpt. M. Tagami) vor Nouméa die TF.74 an und torpediert am 20.7. den austral. Kreuzer Hobart.

Am 17.7. greifen 223 Flugzeuge der »Air Force Solomons« (RAdm. Mitscher) jap. Schiffe vor Buin (Bougainville) an. Sie versenken den Zerstörer Hatsuyuki, (möglicherweise auch den japan. Frachter Fuzan Maru), beschädigen die Zerstörer Hatsukaze, Yunagi und den Minensucher W-11, am nächsten Tag bei neuen Angriffen den Zerstörer Mochizuki. Vor Rendova versenkt das jap. U-Boot Ro-106 (Oblt.z.S. Nakamura) am 18.7. das Landungsschiff LST 342. 

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11. Amerikanisches PT Schnellboot in Tulagi
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Am 20.7. früh bringen 3 jap. Zerstörer Nachschub nach Vila, während vor dem Golf von Vella KAdm. Nishimura mit 3 Schweren, 1 Leichten Kreuzer und 6 Zerstörern als Deckung gegen US-Kreuzer-Vorstöße kreuzt. Tagüber verliert der Verband durch US-Torpedo-Flugzeuge und Bomber von Guadalcanal die Zerstörer Yugure und Kiyonami, der Kreuzer Kumano und der Zerstörer Minatsuki werden beschädigt. Irrtümlich versenken die Flugzeuge auch das eigene PT 166 und beschädigen PT 164 und PT 168. Am 22.7. versenken von New Georgia aus startende Marineflugzeuge das mit Nachschub beladene und von 3 Zerstörern begleitete jap. Flugzeugmutterschiff Nisshin. Am 24.7. versorgt ein Verband aus schnellen US Transportern mit einer Zerstörer-Sicherung (Cdr. Burke) den Hafen von Bairoko. Die Zerstörer beschießen am 25.7. Munda und Lailand mit wenig Erfolg. Die Beschießung wird am 26.7. wiederholt, diesmal zur Unterstützung von Landangriffen, die zur Eroberung von Munda führen (Fortsetzung 6.-18.8.). Am 28.7. werden von B-25 Bombern vor Cape Gloucester (New Britain) die jap. Zerstörer Ariake und Mikazuki bei einem Versorgungsunternehmen für Rabaul versenkt. Am selben Tag geht Ro-103 (Oblt.z.S. Ichimura) vor New Georgia auf einer Mine verloren.

In der Nacht vom 1./2.8. versuchen 5 jap. Zerstörer Kolombangara zu erreichen. Bei einem vorangehenden Luftangriff auf den US-Schnellbootsstützpunkt Rendova werden PT 117 und PT 164 versenkt. Gegen die japan. Zerstörer werden 15 US PT-Boote angesetzt, von denen 7 Boote 26 Torpedos ohne Erfolg losmachen. PT 109 (Lt. John F. Kennedy) wird dabei von dem Zerstörer Amagiri gerammt und sinkt. Unter großen Schwierigkeiten rettet Lt. Kennedy seine Besatzung. Catalinas der RAAF beschädigen am 2.8. vor Rabaul den japan. Zerstörer Akikaze.

18.7.1943
Mittelmeer
Im Ionischen Meer wird das ital. Transport-U-Boot Romolo (KKpt. Crepas) von Wellington ‚B’ der RAF-Sq. 221 versenkt.

19.7.1943
Schwarzes Meer
Das dt. Räumboot R 33 wird bei einem sowj. Luftangriff auf Jalta versenkt.

19.7.– 4.9.1943
Mittelmeer

Auslegung ital. Defensiv-Minensperren. Im Golf von Neapel legen die ital. Minenschiffe Vieste und Vallelunga 7 Sperren mit 500 Minen, der Verband mit dem ital. Zerstörer Vivaldi und den dt. Minenschiffen Pommern und Brandenburg im Golf von Gaeta und im Golf von Salerno 7 Sperren mit 1196 Minen, die ital. Kreuzer Cadorna und Scipione Africano mit den Minenschiffen Barletta und Morosini im Golf von Tarent 11 Sperren mit 1591 Minen. In der Ägäis legen die dt. Drache und Bulgaria 15 Sperren mit 690 Minen, in der Adria die ital. Laurana 1 Sperre mit 70 Minen, vor Ajaccio (Korsika) die ital. Buffoluto und Gasperi 2 Sperren mit 280 Minen und in der Straße von Bonifacio die dt. Pommern und Brandenburg 3 Sperren mit 410 Minen.

20.7.1943
Biskaya
In Lorient geht der U-Jäger UJ 1423 / Emmanuella nach Kollision mit einem gesunkenen Wrack verloren.

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12. Sowjetische Hilfsminensucher (T=Tralshchik)  

20.7.– 10.8.1943
Nordmeer
Zur Störung des sowj. Verkehrs in der Pecora-See legen die dt U-Boote vom 20.7.-10.8. folgende Minensperren: U 625 (Kptlt. Benker) vor der Jugor-Str., U 601 (Kptlt. Grau) vor Belusa, U 629 (Oblt. Bugs) im Westeingang der Pecora-Bucht und vor Russkij Savorot, U 586 (Kptlt. v. d. Esch) ostwärts der Pecora-Bucht, U 212 (Kptlt. Vogler) und U 636 (Kptlt. Hildebrand) vor Kolguev und U 639 (Oblt.z.S. Wichmann) in der Pecora-See. In diese Sperren gerät ein am 25.7. aus der Pecora-Mündung zur Ob-Mündung ausgelaufenes Geleit mit 15 Flußschiffen, das am 27.7. vor der Jugor-Straße den Minensucher T-904 verliert. Am 30.7. versenkt U 703 (Oblt.z.S. Brünner) vor der Kostin-Str. 1 Bewacher. Zu Räumarbeiten an den gelegten Grundminen werden die von England gelieferten MMS-Minensucher T-109 und T-110 eingesetzt. Am 25.8. geht in der Jugor-Str. das Rettungsschiff Shkval verloren.

21.7.– 16.8.1943
Nordmeer
Zum Schutz der Varanger-Halbinsel legen zwischen 21.-24.7. die dt. Minenschiffe Ostmark und Kaiser, unter dem Geleitschutz der Minensucher M 361, M 302, M 364, M 272 und der U-Jäger UJ 1202, UJ 1209 und NH 06, eine Minensperre. Ein Angriff sowj. Torpedobomber bleibt erfolglos. Vom 10.-12.8. werden 2 weitere Sperren geworfen.

22.– 28.7.1943
Südwestpazifik
B-24 Bomber der 5th USAAF (Australien) greifen am 22.7. Ölraffinierien, Dock- und Umschlaganlagen in Surabaya an.
Am 28.7. versenken B-24 Bomber der 14th USAAF (Indien) den japan. Frachter Tamishima Maru (1931 BRT) in der Andaman See südlich von Rangoon.

22.– 24.7.1943
Nordmeer
Sowjet. Konvoi BK-13 mit 3 alliierten Transportern, gesichert von den Zerstörern Baku, Grozny, Razumny und 2 brit. Minensuchern, läuft von Arkhangelsk nach Polyarnoye. Am 24.7. greifen 27 dt. Bomber an und beschädigen die Llandaff, die daraufhin, unter Geleit des Wachbootes SKR-28/ Rubin, vom Schlepper Pamyat Ruslana in die Mohgilnaya Bucht gebracht wird.

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13. Britisches LCT 397 landet Sherman Panzer

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22.7.– 14.8.1943
Mittelmeer
Fortsetzung Operation »Husky«: Am 22.7. erobert die 7. US-Armee Palermo. Das 8. US-Zerstörer- und das 15. US PT-Geschwader laufen ein. In den folgenden Tagen führen die Schnellboote mehrfach Angriffe gegen kleine Geleite und dt. Marinefährprähme. Bei einem dt. Luftangriff am 26.7. auf Palermo wird der US-Zerstörer Mayrant beschädigt, bei Angriffen auf Palermo am 31.7., 1.8. und 4.8. entstehen schwere Schäden, der Zerstörer Shubrick wird beschädigt.

Ab 27.7. unterstützt die US TF.88 (RAdm. Davidson) die US-Truppen an der Nordküste Siziliens. Beteiligte Kreuzer Philadelphia, Savannah, Zerstörer Gherardi, Nelson, Jeffers, Murphy, Trippe, Knight. Zwei ital. Kreuzergruppen mit Montecuccoli und Eugenio di Savoia bzw. Garibaldi und Duca d'Aosta, die am 5./6. und 7./8.8. zu Beschießungen anlaufen, drehen wegen der unklaren Feindlage vorzeitig ab, ehe die Task Force 88 herankommen kann. Am 7./8. unterstützt der Kreuzer Philadelphia mit 3 Zerstörern die Landung eines Batallions aus 2 LST, 1 LCI und 7 LCT an der Nordküste Siziliens, hinter den dt. Linien. Am 10.-11.8. unterstützt Philadelphia mit 6 Zerstörern die Landung des RCT 30. Eine weitere Landung in Rgts.-Stärke am 14./15.8. stößt wegen des dt. Rückzuges ins Leere.

24.7.1943
Luftkrieg Norwegen
208 Fortress der 8. Luftflotte USAAF bombardieren die Hafenanlagen von Trondheim. Das dt. U 622 wird versenkt und der Zerstörer Z 28 wird beschädigt.

24.– 25.7.1943
Luftkrieg Italien
Bei einem US Luftangriff auf Messina am 24.7. wird die ital. Korvette Cicogna so schwer beschädigt, daß sie aufgegeben werden muß. 33 Flugzeuge des RAF Bomber Command greifen bei ihrer Rückverlegung von Nordafrika nach Großbritannien am 24./25.7. Livorno an. Bei einem US Luftangriff auf Spadafora am 25.7. in der Strasse von Messina wird das dt. Räumboot R 186 versenkt.

24.– 25.7.1943
Kanal
Beim Verlegungsmarsch von Boulogne nach Ostende werden die dt. S-Boote S 68 und S 77 nördlich Dünkirchens von brit. MGBs und MTBs angegriffen, dabei wird S 77 von den brit. MTB 40 und MTB 42 beschädigt und anschließend selbstversenkt. In der folgenden Nacht verlegen S 110, S 136, S 81 und S 88 von Hoek van Holland nach Boulogne, dabei wird S 88 auf einer Mine beschädigt und nach Dünkirchen eingebracht.

24.7.– 3.8.1943
Luftkrieg Deutschland

Operation »Gomorrha«: 4 Großangriffe des RAF Bomber Command auf Hamburg, dabei erstmals Verwendung der »Window/Düppel«-Metallfolien zur Störung der dt. Radar-Ortung: am 24./25.7. (791 Bomber), 27./28.7. (787 Bomber, dabei Feuersturm entfacht), 29./30.7. (777 Bomber) und 2./3.8. (740 Bomber, wegen Wetterlage teilweise misslungen). Über 45.000 tote Zivilisten sowie schwere Zerstörungen in den Wohnvierteln Hamburgs. Insgesamt 87 Bomber gehen dabei verloren.

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14. Schwere Luftangriffe der RAF auf Hamburg

Die 8. US-Luftflotte fliegt am 25.7. und 26.7. in 252 Einsätzen Tagesangriffe gegen die Industrieanlagen im Werftbereich. Dabei gehen 17 Flugzeuge verloren. Es entstehen zwar nur beschränkte Schäden an den Hafeneinrichtungen und Werften, aber große Ausfälle an Arbeitsstunden wegen der Evakuierung der Arbeitskräfte. In der Werft von Blohm & Voss werden U 996 (in Ausrüstung) sowie U 1011 und U 1012 (auf Helling) zerstört. Der Passagierdampfer Vaterland (35000 BRT), in Ausrüstung, aber als Edelholzlager verwendet, wird getroffen und brennt aus, das Lazarettschiff Fasan (1257 BRT) sinkt, das Wohnschiff General Artigas (11.254 BRT) wird zerstört. In der Stülcken-Werft wird der Geleitboot-Neubau G 1 auf der Helling zerstört und das Wohnschiff Veendam (14.558 BRT) versenkt.

Bei Angriffen der 8. US-Luftflotte auf Kiel am 25. und 27.7. werden S 44 und S 66 sowie der als Wohnschiff verwendete alte Kreuzer Hamburg zerstört. Auf der Howaldt-Werft wird das in Ausrüstung befindliche U 396 zerstört. Beim Luftangriff am 29.7. wird S 137 irreparabel beschädigt.

25.7.1943
allgemeine Lage / Italien
Nach erfolgreicher Landung der Alliierten auf Sizilien läßt König Viktor Emanuel III. den Diktator ("Duce") Mussolini verhaften und beruft Marschall Badoglio zum neuen Regierungschef.

25.7.1943
Nordsee
Westlich von Terschelling wird das dt. Vp.-Boot V 801 / Max Gundelach entweder durch Angriff brit. MTB oder mit Lufttorpedo versenkt.

27.7.1943
Dänemark
Das in Kopenhagen in Ausrüstung liegende dt. Minenschiff Linz wird durch Sabotage der Widerstandsbewegung beschädigt.

27.7.1943
Nordatlantik
Bomber des »Fliegerführer Atlantik« versenken im Atlantik nordwestlich Lissabon die brit. Frachter El Argentino (9501 BRT) und Halizones (5298 BRT) und beschädigen 2 weitere Frachter mit zusammen 14.399 BRT schwer.

27.7.1943
Norwegen
Das brit. MTB 345 strandet vor Aspoy nahe Bergen und wird von V 5301 aufgebracht. Die Besatzung wird am 30.7. von der Gestapo erschossen. Dem Kommandierenden Admiral Norwegische Westküste, Adm. von Schrader, wird für die persönliche Teilnahme an diesem Vorgang das Ritterkreuz verliehen (siehe Kriegsverbrechen). MTB 345 wird später als dt. SA 7 in Dienst gestellt.

27.7.– 16.9.1943
Ostsee
Neue Ausbruchsversuche sowj. U-Boote. Mit starker Unterstützung durch Schlachtflugzeuge der Marine-Luftwaffe gegen die dt.-finn. Sperrbewachung versuchen sowj. Räumverbände in die »Seeigel-Rukajärvi«-Sperren einzudringen, um den U-Booten den Durchbruch zu erleichtern. Sowj. Torpedokutter versuchen, die Bewachung abzulenken. Dabei häufige Gefechte. (Fortsetzung 4.8.-16.9.)

28.7.1943
Nordatlantik

Die spanischen Fischereifahrzeuge Buena Esperanca, Comparrel, Don Antonio, El Viro X, Europe 5, Montenegro Costas fischen nordwestl Kap Ortegal im britischen Sperrgebiet  »Musketry«. Dort werden sie von einem brit. U-Jagdverband, der 2nd Support Group (Capt. F.J. Walker), mit den Sloops Woodpecker, Kite, Wild Goose, Woodcock und Wren aufgebracht und anschließend gesprengt. Die Besatzung der versenkten Fahrzeuge werden von dem als Rettungsschiff frei gelassenen Trawler H. De Valterra an Bord genommen und nach Spanien zurück gebracht.

28.7.– 4.8.1943
Nordatlantik
Das in den Atlantik ausmarschierende und dem Tanker U 489 als Geleitboot zugeteilte U 647 (KptLt Hertin) geht östlich der Shetlandinseln durch Minentreffer verloren. (Letzte Meldung von U 647 am 28.7.: "U 489 außer Sicht verloren"). U 489 (Oblt.z.S. Schmandt) selbst wird am 4. 8. durch eine Hudson der RAF Sq 289 beschädigt und durch Sunderland „G" der RCAF-Sq. 423 versenkt, die dabei selbst abgeschossen wird.

30.7.– 10.9.1943
Schwarzes Meer
Die dt. U-Boote U 9, U 18, U 19, U 23 und U 24 operieren vor der Kaukasus-Küste gegen sowj. Nachschubtransporte. Dabei versenkt U 24 (Kptlt. Petersen) am 30.7. in Suchumi den Tanker Emba (7886 BRT). (Fortsetzung 22.-29.8.).

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text