1942 August

 

 

 

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1. Funkabhörstelle (Y-Station) der britischen Armee in Kairo

August 1942
Mittelmeer / Funkaufklärung

Die Experten von Bletchley Park brechen in den seit April 1941 im Mittelmeer und Schwarzen Meer verwendeten dt. Marinecode »Süd« ein. Er wird bei ihnen »Porpoise« genannt.

August 1942
Luftkrieg Westeuropa

Neuaufstellung der 8. Luftflotte USAAF zur Unterstützung des RAF Bomber Commands mit selbständig geführten Luftangriffen auf Städte und Industrieanlagen in Westeuropa.

1.8.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Torpedokutter D-3 und Motortorpedoboot SM-3 versenken in der Bucht von Iwan Baba den deutschen Marinefährprahm F 334.

1./2.8.1942
Kanal
Dt. 3. T-Flottille (KKpt. Wilcke) legt mit T 10, T 13, T 14 die Defensiv-Minensperre »Masuren«. Sicherung durch 2. S-Flottille mit S 62, S 67, S 70, S 80, S 104, S 105 und S 108.

1.– 3.8.1942
Ostsee
Im Gebiet von Shepelev und der Demantstein Bank gehen die sowj. Wachkutter MO-225, MO-211, MO-212 und der Minesucher T-39/ Perosavodsk durch Minentreffer verloren.

1.– 10.8.1942
Indischer Ozean
Operation »Stab«: Force A der brit. Eastern Fleet (VAdm. Somerville) mit Schlachtschiff Warspite, Träger Formidable und Illustrious, dem 4. Kreuzer-Geschwader und Zerstörern, die Ende Juli von Kilindini (Ostafrika) nach Colombo verlegte, simuliert eine Landung auf den Andaman-Inseln, um die Japaner vom Unternehmen »Watchtower« (Landung auf Guadalcanal) abzulenken. Vor der Küste Indiens und im Golf von Bengalen werden zu diesem Zweck drei Konvois aufgestellt.

1.– 12.8.1942
Mittelmeer
Britische Unterseeboote nehmen Deckungspositionen für das erwartete Unternehmen »Pedestal« ein (siehe 10.-13.8.). Von Gibraltar aus läuft Safari auf Position vor Palermo, P.222, Unruffled und Utmost bilden südl. Pantelleria einen Vorpostenstreifen. Von Malta aus läuft Unbroken auf Position vor Milazzo, Uproar, Ultimatum und United stoßen zu dem Vorpostenstreifen hinzu. Unterwegs sichtet Safari vor Algier das dt. U 205, kommt aber nicht zum Schuss. United, Unbroken und Utmost verfehlen mehrfach dt. und ital. Nordafrika-Transporter. Una setzt vor der Küste Siziliens einen Kommandotrupp zur Vorbereitung eines Sabotageanschlags auf den Flugplatz von Catania ab, doch wird die Gruppe am 12.8. aufgespürt und in Kriegsgefangenschaft genommen.

1.– 17.8.1942
Pazifik
US U-Boot-Angriffe in verschiedenen Operationsgebieten. Nordpazifik: Triton operiert vor den Alëuten ohne Erfolg. Vor den südlichen Kurilen versenkt das US-U-Boot Narwhal (LtCdr. Wilkins) am 1.8. den Transporter Meiwa Maru (2921 BRT) und beschädigt die Koan Maru (884 BRT), am 4.8. torpediert es die Fukuyama Maru (6040 BRT) und am 8.8. versenkt es das Fischereischiff Bifuku Maru (2559 BRT). Vor Japan versenkt Silversides (LtCdr. Burlingame) am 8.8. den Transporter Nikkei Maru (5783 BRT). Haddock bleibt ohne Erfolg. Zentralpazifik: Vor Truk versenkt Greenling (LtCdr. Brunton) am 5.8. den Truppentransporter Brasil Maru (12.752 BRT) und am 6.8. die Palao Maru (4495 BRT), Gudgeon (LtCdr. Stovall) versenkt am 3.8. die Naniwa Maru (4853 BRT) und torpediert am 17.8. die Tanker Shinkoku Maru und Nichiei Maru, die mit leichten Schäden ihre Fahrt fortsetzen. Vor Wotje versenkt Tambor (LtCdr. Armbruster) am 7.8. den Netzleger Shofuku Maru Nr.1 (891 BRT). Südwestpazifik: Im Südchinesischen Meer versenken Tautog (LtCdr. Willingham) in der Nacht zum 6.12. den Transporter Ohio Maru (5873 BRT) und Seawolf (LtCdr. Warder) am 14.8. die Hachigen Maru (3113 BRT). Pickerel und Grayling bleiben ohne Erfolg

1.– 27.8.1942
Südatlantik
Die dt. Hilfskreuzer Schiff 28/ Michel und Schiff 23/ Stier operieren gemeinsam auf Handelsschiffe, bleiben aber ohne Erfolg. Nach der Trennung kann Stier (Kpt.z.S. Gerlach) am 9.8. die brit. Dalhousie (7072 BRT) stellen, die Besatzung übernehmen und den Frachter anschließend versenken. Michel (FKpt.d.R. v. Ruckteschell) versenkt am 15.8. den brit. Frachter Arabistan (5874 BRT), wobei nur 1 Mann der Besatzung gerettet wird. Am 17.8. sichtet Michel den niederl. Truppentransporter Marnix van Algonde, greift aber nicht an, da vermutet wird, dass es sich um einen getarnten Hilfskreuzer handelt. Beide dt. Hilfskreuzer werden Ende des Monats von der Charlotte Schliemann versorgt. --- Das italienische Unterseeboot Giuliani versenkt am 13. 8. nordwestlich von St Paul den amerikanischen Frachter California (5441 BRT).

1.8.– 16.9.1942
Westatlantik
Dt. U-Boot-Operationen im Golf von Mexiko und in der Karibik. Im einzelnen versenken von Konvoi-Operationen abgesehen (siehe unten) – U 171 (Kptlt. Pfeffer) am 13.8. den US Tanker R.M. Parker Jr. (6779 BRT) und am 4.9. den mexik. Tanker Amatlan (6511 BRT), U 217 (Oblt.z.S. Reichenbach-Klinke) am 19.8. den brit. Segler Seagull D. (75 BRT), U 164 (KKpt. Fechner) am 6.9. die kanad. John A. Holloway (1745 BRT), U 558 (Kptlt. Krech) am 16.9. die brit. Commercial Trader (2606 BRT). U 94 und U 511 erzielen keine Einzelerfolge.

2.8.1942
Nordatlantik
Beginn der Truppentransporte von den USA nach England und Nordirland mit den großen, einzeln fahrenden Passagierdampfern Queen Elizabeth (83.673 BRT), Queen Mary (81.235 BRT), Pasteur (29.253 BRT), Empress of Scotland (26.313 BRT), Wakefield (24.289 BRT), Mariposa (18.017 BRT) u. a.

2.– 3.8.1942
Schwarzes Meer
Der Kdr. der sowj. Kreuzer-Brigade, KAdm. N.E. Basisty, geht am 2.8. mit dem Kreuzer Molotov (Kpt. M.F. Romanov) und dem Flottillenführer Kharkov (KKpt. P.I. Shevshenko) in See und beschießt in der Nacht zum 3.8. Ziele in der Bucht von Feodosija. Als Markierungs-Boot wird das U-Boot M-62 (Kptlt. Malyshev) ausgeschickt. Auf dem Rückmarsch Angriffe von dt. Torpedoflugzeugen (6./KG.26, Oblt. Wilhelm Kleemann) und ital. MAS 568 und MAS 573. Kreuzer Molotov erhält Torpedotreffer im Vorschiff, 20 m abgerissen. Unter Verwendung des Vorschiffs des noch unfertigen Kreuzers Frunze kann das Schiff repariert werden und 1944 erneut in Dienst stellen.

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2. US Zerstörer Tucker sinkt auf "eigener" Minensperre

3.– 4.8.1942
Südpazifik
US Zerstörer-Minenleger Gamble, Breese und Tracy bringen vor dem Westeingang des Segundo Kanals (Espiritu Santo) eine Minensperre aus. Am 4.8. sinkt der US-Zerstörer Tucker auf dieser Sperre. Am 26.10. läuft der Truppentransporter President Coolidge (21.639 BRT) auf die gleiche Minensperre. Er kann zunächst auf Strand gesetzt werden, gleitet aber später zurück ins tiefe Wasser und sinkt. Von 5130 Mann Armee-Soldaten, Mannschaft und Wachpersonal gehen aber dabei nur 5 Mann verloren.

3.– 6.8.1942
Südpazifik

Die jap. 21. Division hat ihre U-Boote Ro-33 und Ro-34 zu Operationen von Rabaul ins Korallenmeer und die Tasman-See geschickt. Am 4.8. meldet der austr. Truppentransporter Katoomba (9424 BRT), unterwegs von Fremantle nach Sydney, Artillerieangriff durch ein ein feindliches U-Boot auf seiner Route 300 sm ostsüdöstl. Albany. Sowohl I-32 (KKpt. Ikezawa) als auch Ro-34 (Kptlt. Morinaga) bestätigen den Angriff, geben aber keine Position an. Durch heftiges Abwehrfeuer hält sich die Katoomba den Gegner erfolgreich auf Distanz und kann nach 10-stündigem Gefecht das U-Boot mit leichten Schäden abschütteln. Am 6.8. versenkt Ro-33 (Kptlt. Kuriyama) den brit. Küstenfrachter Mamutu (300 BRT) ebenfalls mit Artillerie. Anschließend werden Überlebende im Wasser mit Maschinengewehren beschossen (Kriegsverbrechen). Nur 28 von 114 Personen an Bord überleben das Massaker.

3.– 7.8.1942
Kanal

In der Nacht 3./4.8. greifen die 2., 4., und 5 S-Flottille unter takt. Führung des 1. AStO FdS, KK Schultz, von Cherbourg und St. Peter Port (Jersey) aus mit insgesamt 18 Booten den brit Konvoi WP.196 bei Eddystone an. 3 Schiffe werden als versenkt oder torpediert gemeldet, tatsächlich werden aber keine Treffer erzielt. Bei einem zweiten Einsatz der 3 Flottillen mit 20 Booten in der Nacht 6./7.8. finden die Boote den durch Luftaufklärung erfassten Konvoi nicht. Danach werden die 2. und 4. S-Fl. zu ihren ursprünglichen Einsatzhäfen Ijmuiden und Boulogne zurückverlegt.

3.– 8.8.1942
Mittelmeer
Vor der libyschen Küste versenkt das brit. U-Boot Thorn (LtCdr. Norfolk) am 3.8. den italien. Transporter Monviso (5322 BRT) im Geleit der Zerstörer Alpino und Corazziere. Nach 2 von ital. Seite gemeldeten fehlgeschlagenen Angriffen auf einen von den Zerstörern Turbine und Grecale gesicherten Rücktransport mit Tanker Rondine und Frachter Città di Savona wird Thorn am 7.8. südwestl. Kreta durch das ital. T-Boot Pegaso verfolgt und versenkt.

In der Ägäis kreuzt das brit. U-Boot Proteus (Lt. Alexander), versenkt am 4.8. im Golf von Nauplia zwei Motorsegler und am 6.8. einen weiteren vor Rhodos. Am 5.8. torpediert dort die griech. Nereus (LtCdr. Rallis) einen nicht identifizierten Frachter. Am 6.8. geht vor Milos der dt. Transporter Wachtfels (8467 BRT) verloren. Proteus greift am 7.8. nordwestl. Milos einen Konvoi mit 2 Frachtern an, wahrscheinlich handelt es sich dabei um den 2. Angriff auf den oben genannten Rücktransport mit Tanker Rondine und Frachter Città di Savona. Am 7. und 8.8. versenkt Proteus noch einmal drei Schoner mit dem Bordgeschütz, darunter die griech. Marigoula (367 BRT).

Am 5.8. verlässt das brit. U-Boot Turbulent (Cdr. Linton) Beirut, um am 8.8. bei Kap Krios (Kreta) einen Agenten abzuholen und in der Nacht zum 12.8 zwei Agenten bei Navarino abzusetzen. Auch das griech. U-Boot Papanikolis (Lt-Cdr.Roussen) holt am 5.8. von Kreta 22 Soldaten ab, um sie in Sicherheit zu bringen. Vor Kap Bon wird der ital. Zerstörer Strale, der dort am 21.6. gestrandet ist, zum Totalverlust erklärt, nachdem sich eine Bergung als unmöglich erwiesen hat. (Der zuweilen angegebene Angriff durch Turbulent ist falsch).

 

3. U 210 wird von HMCS Assiniboine 
mit Rammstoß versenkt

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3.– 11.8.1942
Nordatlantik
Nach der ON.115-Operation bilden die U 210, U 607, U 454, U 704, U 597, U 71, U 379 und U 593 östl. der Neufundlandbank die Gruppe »Steinbrinck«. Nachdem U 704 (Kptlt. Kessler) am 4.8. einen ON-Konvoi sichtet, der aber nicht verfolgt wird, meldet U 593 (Kptlt. Kelbling) am 5.8. den Konvoi SC.94 (36 Schiffe, kanad. Escort Group C1 mit dem Zerstörer Assiniboine, den Korvetten Orillia, Chilliwack und den brit. Primrose [LtCdr Ayer, SOE], Nasturtium und Dianthus). U 593 greift sofort an und versenkt die niederl. Spar (3616 BRT) aus einer abgesplitterten Gruppe, wird jedoch zusammen mit U 595 durch Nasturtium und Orillia abgedrängt. Am 6.8. werden U 595 durch Artilleriefeuer und Wasserbomben von Primrose und Chilliwack, U 454 durch Wabos von Dianthus beschädigt und müssen abbrechen. U 210 (Kptlt. Lemcke) wird durch Assiniboine (LtCdr. Stubbs) zum Auftauchen gezwungen und im Artilleriegefecht auf kurze Entfernungen mit Rammstoß versenkt. Außer U 595 operieren ab 7.8. auch die Ausmarschierer U 176, U 660, U 256, U 174, U 438 und U 705 am Konvoi. Am Nachmittag des 7.8. verfehlen U 607 (Kptlt. Mengersen) eine Nachzügler-Gruppe, in der Nacht zum 8.8. U 704 und am Vormittag des 8.8. U 660 (Oblt.z.S. Baur) den Konvoi. Mittags schlagen Angriffsversuche von U 597 und U 605 gegen Nachzügler fehl. Am Nachmittag des 8.8. greifen fast gleichzeitig U 176 (Kptlt. Dierksen) und U 379 (Kptlt. Kettner) an. U 176 versenkt die brit. Trehata (4817 BRT), die brit. Kelso (3956 BRT) und die griech. Mount Kassion (7914 BRT), U 379 versenkt die amerik. Kaimoku (6367 BRT) und beschädigt die dän. Anneberg (2537 BRT) so schwer, dass sie tags darauf von einem Geleitschiff versenkt werden muss. In der daraufhin einsetzenden Panik werden 3 weitere unbeschädigte Schiffe von den Besatzungen verlassen, eines von ihnen, die brit. Radchurch (3701 BRT), wird am nächsten Morgen von U 176 mit Fangschuß versenkt. Ein Angriff von U 704 schlägt fehl. Am Abend des 8.8. stößt der brit. Zerstörer Broke (LtCdr. Layard) zur Sicherung, später in der Nacht auch der poln. Zerstörer Blyskawica, doch fällt die Dianthus, die in der Nacht U 379 mit Wasserbomben und Rammstoß versenkt hat, aus. Alle Escorts außer der Primrose bleiben in der Nacht bei der Bekämpfung von U-Booten, unterstützt durch die mit HF/DF ausgerüsteten Zerstörer, hinter dem Konvoi zurück, Broke wird knapp durch Torpedos von U 595 verfehlt. Alle Angriffsversuche werden vereitelt, nur U 607 kommt (erfolglos) zum Schuß und hält anschließend Fühlung. Trotz der am 9.8. nachmittags einsetzenden Luftsicherung durch Liberators der RAF-Squadron 120 von Nordirland kommen am Nachmittag und Abend noch U 254, U 174, U 704, U 256 und am Morgen des 10.8. auch U 597 zum Schuß, sie erzielen jedoch keine Treffer. Das Zurückbleiben einiger Escorts zur Bekämpfung georteter U-Boote ermöglicht am 10.8. mittags U 660 und U 438 (Kptlt. Franzius) einen gleichzeitigen Unterwasserangriff, dem die brit. Dampfer Cape Race (3807 BRT), Empire Reindeer (6259 BRT), die griech Condylis (4439 BRT) und die brit. Oregon (6008 BRT) zum Opfer fallen.

3.– 12.8.1942
Norwegen
Bei Operationen vor der norweg. Westküste versenken das brit. U-Boot P.213/ Saracen (Lt. Lumby) am 3.8. das dt. U 335 (Oblt.z.S. Pelkner) auf seiner ersten Feindfahrt, P.54/ Unshaken (Lt. Oxborrow) am 12.8. die Georg L.M. Russ (2890 BRT) und Sturgeon (LtCdr. Wingfield) am gleichen Tag die Boltenhagen (3335 BRT).

3.– 18.8.1942
Kanal
Vorstöße brit. Schnellboote gegen den deutschen Geleitverkehr. Vor der bretonischen Küste geht am 3.8. der dt. Küstenfrachter Schleswig-Holstein (174 BRT) durch einen Angriff brit. MGB verloren. Bei einem Angriff am 7.8. auf das von der 8. M-Flottille begleitete Katapultschiff Schwabenland gehen MTB 44, MTB 237 und bei einem weiteren Angriff am 18.8. MTB 43 und MTB 218 verloren.

3.– 26.8.1942
Westatlantik
An der US-Ostküste legt U 98 (KKpt. Schulze) am 8.8. eine Minensperre vor Jacksonville, die ohne Verluste geräumt wird. Südlich Cape Hatteras hat das Boot, ebenso wie das gleichzeitig wegen Schäden abgesetzt von der Küste kreuzende U 86 (Kptlt. Schug) keinen Erfolg.

4.8.1942
Mittelmeer
U 372 (Oblt.z.S. Neumann) wird von einer brit. Patrouille mit den Zerstörern Zulu, Sikh, Croome und Tetcott mit Luftunterstützung der Wellington „M" der 203 Sqn RAF gestellt und am 4.8. versenkt.

4.8.1942
Schwarzes Meer
Beginn dt. See-Nachschubeinsätze auf dem Asowschen Meer.

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4. Trawler der 11. U-Jagd-Flottille

4.– 24.8.1942
Nordmeer
Das sowj. U-Boot K-1 (Kpt. 3.Rg. Avgostinovich) legt am 6.8. vor dem Porsangerfjord eine Minensperre, auf der an 12.9. der Frachter Robert Bornhofen (6643 BRT) sinkt, und wird am 11.8. selbst durch eine Mine beschädigt. Bei Operationen sowj. U-Boote greift Shch-403 (Kpt. 3.Rg. Shuiskii) am 8. und 11.8. bei Vardö 2 Konvois erfolglos an und wird am 11.8. von den U-Jägern UJ 1104, UJ 1108 und UJ 1101 mit 110 Wasserbomben belegt. Am 14.8. kommen bei einer Innenexplosion auf Shch-402 der Kommandant, Kpt. 3.Rg. Stolbov, und 17 Mann um, die Restbesatzung bringt das beschädigte Boot vom Tanafjord nach Poljarnoje. K-21 (Kpt. 3.Rg. Lunin) legt am 16.8. im Lopphavet eine Minensperre und verfehlt am 19.8. einen Konvoi. M-173 (Kptlt.Terekhin) kehrt von seiner Feindfahrt vom 6.8. bis zum 18.8. nicht zurück, geht wahrscheinlich auf einer Mine vor Vardö verloren. Am 23., 24. und 28.8. verfehlt Shch-422 (Kptlt. Vidyaev) im Varangerfjord 3 Konvois. V 6105 und die U-Jäger UJ 1101, UJ 1108 und UJ 1112 wehren am 24.8. das U-Boot mit 179 Wasserbomben ab, es kann aber entkommen. M-174 bleibt ohne Erfolg.

5.– 7.8.1942
Schwarzes Meer
Sowjet. U-Boot-Operationen: Shch-205 (Kpt. 3.Rg. Suchomlinov) operiert vor Olinka und verfehlt am 5.8. den dt./frz. Tanker Le Progrès in Begleitung von 2 rumän. T-Booten. M-62 und M-118 operieren im Gebiet von Alushta and Tuzla, M-62 greift am 7.8. vor Sudak erfolglos eine Gruppe dt. Marinefährprähme an und M-118 verfehlt am selben Tag vor Sulina einen Konvoi. L-5 (Kpt. 3.Rg. Zhdanov) legt am 6.8. eine Minensperre südwestl. Feolent, auf der möglicherweise erst am 17.2.43 der dt. Marinefährprahm F 473 verloren geht.

5. 9.8.1942
Nord - und Ostsee

Verluste auf britischen Luftminen: In der Nordsee sinken am 7.8. der dt. Sperrbrecher 170 / Maria S. Müller vor Ostende, der dän. Frachter Lise (1247 BRT) vor Wangerooge und am 9.8. die schwed. Sigyn (4528 BRT) bei Den Helder. Der schwed. Frachter Diana (1878 BRT) wird am 5.8. vor der Elbmündung durch Luftminentreffer beschädigt, aber nach Hamburg eingeschleppt. --- Die dän. Rikke (1432 BRT) wird am 7.8. am Südausgang des Sunds beschädigt.

5. Japan I-30 läuft in Lorient ein.

5.– 11.8.1942
Biskaya
Das japanische U-Boot I-30 (FKpt. Endo) läuft am 5.8. in Lorient ein. Das am 6.8. von St. Nazaire auslaufende U 578 (KKpt. Rehwinkel) geht kurz darauf möglicherweise durch Minentreffer verloren. Bei Operationen gegen die U-Boot-Routen beschädigt am 10.8. die tschechische Wellington ,H’ der 311. Sqn RAF (F/O Nyult) das auslaufende U 135 (Kptlt. Praetorius). Das von den Antillen nach Bordeaux zurückkehrende ital. U-Boot Morosini (Kptlt. d’Alessandro) geht wahrscheinlich am 11.8. durch Luftangriff in der Biskaya verloren.

6.– 7.8.1942
Schwarzes Meer
Bei der Evakuierung von Jeisk am Asowschen Meer gehen zahlreiche kleine Schiffe durch Luftangriffe bzw. durch Selbstversenkung verloren. --- Der sowj. Kreuzer Krasny Krym und der Zerstörer Nezamozhnik evakuieren 2895 Mann und 100 t Material von Novorossisk nach Batumi.

6.– 10.8.1942
Ostsee
Sowj. Schlachtfliegerverbände greifen die auf U-Jagd-Positionen westlich der »Seeigel«-Sperren stehenden dt. M-Boote und U-Jäger an, und sowj. Räumboote dringen am 6.8. in die »Seeigel«-Sperren ein, um die zurückkehrenden U-Boote Shch-303 und Shch-406 aufzunehmen. Bei der Verfolgung eines der Boote gerät der U-Jäger UJ 1211/ Rau X zwischen Suur- und Pien-Tytärsaari auf eine alte sowj. Minensperre und sinkt. Am 5.8 versenkt S-7 (Kptlt. Lisin) vor Uzhava die finn. Pohjanlahti (682 BRT) und läuft am 11.8. in Lavansaari ein.

7.8.1942
Nordpazifik
US Kampfgruppe TG.8.6 (RAdm. Smith) beschießt mit 2 Schweren, 3 Leichten Kreuzern und 4 Zerstörern japan. Einrichtungen in Kiska (Alëuten). Bomber der USAAF versenken nordöstl. Kiska den am 31.7. durch U-Boot Grunion beschädigten Transporter Kano Maru (8572 BRT).

7.– 9.8.1942
Südpazifik
Operation »Watchtower«: US-Landung auf Guadalcanal und Beginn monatelanger Kämpfe um diese Insel.
7.8.: Nach Feuervorbereitung durch Flugzeuge der Träger Saratoga, Wasp und Enterprise und die Artillerie von Kreuzern und Zerstörern der »Support Force«, landet die »Amphibious Force« (RAdm. Turner) mit 15 Transportern die verstärkte 1. Marine-Div. an der Nordseite von Guadalcanal und mit 4 Transportern und 4 Schnelltransportern Teile der Division auf Tulagi. Einnahme des fast fertigen japan. Flugplatzes auf Guadalcanal, auf Tulagi härterer Widerstand. Nachmittags werden 2 Angriffe des japan. 25. Geschwaders mit 27 Bombern und 16 Sturzbombern durch Jäger der Enterprise und Saratoga abgefangen, 12 US- und 16 jap. Flugzeuge abgeschossen, US-Zerstörer Mugford leicht beschädigt. Die japan. 8. Flotte (VAdm. Mikawa) läuft mit 5 Schweren und 2 Leichten Kreuzern sowie 1 Zerstörer von Rabaul aus, Sichtung durch das amerik. U-Boot S-38.

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6. Amphibische Panzerwagen bei der Landung  auf Guadalcanal

 

8.8.: Angriff von 26 japan. T-Flugzeugen, davon 17 durch Flak und Jäger abgeschossen, US-Zerstörer Jarvis durch japan. Zerstörer Yunagi und Torpedoflugzeuge schwer beschädigt (247 Tote). Beim anschließendem Angriff von Sturzkampfbombern und Jabos trifft ein abgeschossenes Flugzeug den US-Transporter George F. Elliott (8378 BRT), der in Brand gerät und später vom US Zerstörer Hull selbst-versenkt werden muß. Ein anderer abstürzender Bomber beschädigt den Transporter Barnett. Südlich Rabaul versenkt S-38 (LtCdr. Munson) den jap. Nachschubtransporter Meiyo Maru (5628 BRT). Wegen der Umstellung des jap. Funkcodes von JN.25C auf JN.25D kommt es bei der amerik. Funkaufklärung zu einer Lücke, Aufklärungsmeldungen austral. Flugzeuge über jap. Kreuzerverband werden verzögert weitergegeben. Die fehlerhafte Aufklärung führt zu schwacher Positionierung der alliierten Schiffe und schließlich zu einem Desaster.

9.8.: Nachts dringt jap. Verband mit den Kreuzern Chokai, Aoba, Kinugasa, Furutaka, Kako, Tenryu, Yubari, und dem Zerstörer Yunagi, unbemerkt an den US-Radarpicket-Zerstörern Blue und R. Talbot vorbei, in die Enge zwischen Savo-Island und Guadalcanal ein. Dort wird die südliche Deckungsgruppe mit den Kreuzern Canberra (RAN) und Chicago und den Zerstörern Patterson und Bagley überrascht. Die Canberra (Capt. Getting †) wird in Brand geschossen und zu einem Wrack (84 Tote), die Chicago wird durch Torpedotreffer und Patterson durch Artillerietreffer beschädigt. Anschließend gelingt es Mikawa infolge schwerer Mängel der alliierten Führungsorganisation, auch die nördliche Deckungsgruppe mit den Kreuzern Vincennes, Quincy und Astoria und den Zerstörern Helm und Wilson zu überraschen und die Kreuzer mit konzentrischen Torpedosalven und Artillerie zusammenzuschießen (1203 Tote). Vincennes (Capt. Riefkohl) sinkt sofort und Quincy (Capt. S.N. Moore) wird vom Kreuzer Yubari durch Torpedoangriff beschädigt, Astoria (Capt. Greenman) und Canberra müssen am Morgen aufgegeben werden, letzteres wird vom Zerstörer Selfridge selbstversenkt. Auf japan. Seite erleiden nur Chokai und Kinugasa leichte Schäden. Von den ablaufenden Japanern wird der nördliche Picket-Zerstörer R. Talbot schwer getroffen. Infolge der unübersichtlichen Lage und der fehlenden Führung kommen die in der Nähe stehenden Kreuzer Australia (RAN), Hobart (RAN) und San Juan sowie 7 Zerstörer nicht zum Einsatz. Die südlich Guadalcanal operierende Trägergruppe (VAdm. Fletcher) hatte aus Furcht vor Torpedoflugzeugen und U-Booten nach 48stündigem Einsatz am Abend des 8.8. abgedreht und kann die ablaufenden Japaner nicht mehr fassen. Adm. Turner entschließt sich, mit den restlichen Kriegsschiffen und Transportern abzulaufen. Die 1. Marine-Div. (MajGen. Vandegrift) bleibt sich selbst überlassen. Der schwerbeschädigte Zerstörer Jarvis wird am 9.8. etwa 200 sm südl. Tulagi durch Lufttorpedo getroffen und versenkt.

10.8.: Aus dem rückkehrenden jap. Verband versenkt das US U-Boot S-44 (LtCdr. Moore) den Kreuzer Kako vor Kavieng. Alliierte Verluste insgesamt: 1287 Tote, 709 Verwundete.

7.8.– 8.10.1942
Mittelatlantik
Vor Westafrika versenken U 109 (Kptlt. Bleichrodt) 5 Schiffe mit 35.601 BRT, U 125 (Kptlt. Folkers) 6 Schiffe mit 22.846 BRT, U 506 (Kptlt. Würdemann) 5 Schiffe mit 28.023 BRT.

8.– 10.8.1942
Palästina
Bei dem Versuch, SLC-Torpedoreiter für einen Angriff auf alliierte Schiffe im Hafen von Haifa heran zu bringen, wird das ital. U-Boot Scirè (KKpt. Zelik) am 10.8. durch den brit. U-Jagdtrawler Islay versenkt.

8.8.– 23.11.1942
Indischer Ozean

Das japan. U-Boot I-29 (FKpt. Izu) marschiert am 8.8. von Penang aus zum Arabischen Golf, klärt am 19.8. bei den Seychellen auf, versenkt bis zum 22.9. vier Schiffe mit 23.304 BRT und kehrt am 2.10. zurück, I-27 (Kptlt. Kitamura) marschiert ab 29.8. von Penang aus vor die Küste Ostafrikas, versenkt am 22.10. die brit. Ocean Vintage (7174 BRT), und kehrt am 7.11. zurück. — Am 11.8. stoßen I-165 (KKpt. Torisu) und I-166 (Kptlt. Tanaka) von Penang in das Gebiet von Ceylon vor. I-165 versenkt am 25.8. die brit. Harmonides (5237 BRT) und am 24.9. die amerik. Losmar (5549 BRT), I-166 beschädigt am 1.10. den Panamafrachter Camila (1201 BRT), der zum Totalverlust wird, und versenkt am 23.11. die brit. Cranfield (5332 BRT). I-162 (Kptlt. Shimose) kreuzt nach längerer Anreise von Sasebo (Japan) aus ab 3.10. im Golf von Bengalen, versenkt am 3.10. den sowj. Frachter Mikoyan (2332 BRT), am 7.10. die brit. Manon (5597 BRT) und beschädigt am 13.10. die brit. Martaban (4164 BRT). Ende November kehren alle 3 U-Boote nach Penang zurück.

9.8.1942
Nordmeer
Ein sowj. Torpedoflugzeug beschädigt vor Honningsvaag das dt. Patrouillenboot V 6113/ Gote (ex Cape Shiretoko, 452 BRT), doch der Trawler wird von V 5905 eingeschleppt und anschließend repariert.

9.8.1942
Biskaya
Das brit. U-Boot Talisman wird beim Unterwassermarsch auf dem Weg von Schottland nach Gibraltar von einem brit. Sunderland-Flugboot gesichtet und irrtümlich angegriffen, kommt aber mit leichten Schäden davon.

9.– 12.8.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Kreuzer Krasny Krym und Zerstörer Nezamozhnik evakuieren 2000 Mann von Novorossisk nach Batumi. Das dt. Schnellboot S 102 (Kptlt. Töniges) versenkt am 10.8. vor Tuapse den sowj. Dampfer Sevastopol (1339 BRT), und unternimmt am 11.8. zusammen mit S 28 (Kptlt. Künzel) erfolglose Angriffe auf Tanker zwischen Novorossisk und Tuapse. Während der Evakuierung am 11./12.8. werden vor der Kuban Mündung viele kleine Fahrzeuge versenkt oder selbstversenkt. Bei einem Luftangriff auf Novorossisk sinkt der Transporter Kuban (3113 BRT), A. Serov und Kursk werden beschädigt.

 
. 7. Deckungsgruppe mit Flugzeugträgern für den Konvoi WS.21P

10.– 15.8.1942
Mittelmeer
Operation »Pedestal«:  
10.8.:
In Erwartung eines Nachschubkonvois für Malta stellt »Supermarina« zwischen Algier und Balearen die U-Boote Brin, Dagabur, Giada, Uarsciek, Volframio, U 73 und U 331 auf. Im Gebiet nördlich Tunesien und vor Cap Bon wird eine weitere U-Boot-Gruppe mit Granito, Emo, Otaria, Dandolo, Avorio, Cobalto, Alagi, Ascianghi, Axum, Bronzo, Dessié und westlich Malta Asteria gebildet. Der brit. Konvoi WS.21 mit 13 Transportern und 1 Tanker, gesichert von RAdm. Burrough mit den Kreuzern Nigeria, Kenya, Manchester, Cairo, den Zerstörern Ashanti, Intrepid, Icarus, Foresight, Fury, Pathfinder, Penn, Derwent, Bramham, Bicester und Ledbury passiert die Gibraltar-Straße zusammen mit der Deckungsgruppe (VAdm. Syfret) mit den Schlachtschiffen Nelson, Rodney, den Trägern Victorious (RAdm. Lyster), Indomitable, Eagle, Furious, den Kreuzern Phoebe, Sirius, Charybdis und den Zerstörern Laforey, Lightning, Lookout, Quentin, Eskimo, Tartar, Ithuriel, Antelope, Wishart, Vansittart, Westcott, Wrestler, Zetland und Wilton. Leerkonvoi von Malta mit den Transportern Troilus: und Orari, geleitet von den Zerstörern Matchless und Badsworth ausgelaufen, kurzes Gefecht mit ital. Zerstörer Malocello bei Kap Bon, der dort Minensperre legt.

11.8.: Erfolgloser Angriff des ital. U-Bootes Uarsciek gegen Träger der Deckungsgruppe. Versorgung von 24 brit. Zerstörern und Kreuzer Cairo aus der Versorgungsgruppe mit den Tankern Brown Ranger und Derwentdale. Dt.-ital. Luftaufklärung erfaßt brit. Verbände. Furious startet südlich der Balearen 37 Spitfire-Jäger nach Malta und wird anschl. von den Reserve-Zerstörern Keppel, Malcolm, Venomous, Wolverine und Wrestler zum Rückmarsch nach Gibraltar aufgenommen. U 73 (Kptlt. Rosenbaum) versenkt mit 4er-Fächer Träger Eagle (Capt. L.D. Mackintosh) mit 260 Mann der Besatzung. Angriff von 10 brit. Beaufighter und 16 Hurricane-Flugzeugen gegen ital. Fliegerhorste auf Sardinien. Abends Angriff von 36 dt. Ju 88 und He 111 durch Jagd- und Flakabwehr vereitelt.

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8. Von Torpedobombern schwer beschädigt: Transporter Brisbane Star erreicht La Valetta .

12.8.: Bei Angriffsversuch gegen die zurückmarschierende Furious wird das ital. U-Boot Dagabur (Kptlt. Pecori) vom Zerstörer Wolverine (LtCdr. Gretton) gerammt und versenkt. Das ital. U-Boot Giada (Kptlt. Cavallina) wird von den Sunderland-Flugbooten ,TK7R’ and ,TK7C’ gebombt und beschädigt. Vormittags erfolglose Angriffe von 19 Ju 88 des II. Fliegerkorps, dabei 8 Verluste durch Sea-Hurricanes der brit. Flugzeugträger. Mittags Angriffe von 51 Bombern und 10 Torpedo-Flugzeugen der ital. Luftwaffe, anschließend von 37 dt. Ju 88 mit ital. Jagdschutz. Transporter Deucalion wird beschädigt und bleibt mit Zerstörer Bramham zurück. Zwei ital. Re.2001-Jabos greifen Träger Victorious mit panzerbrechenden Bomben an, die aber vom Flugdeck abprallen. Nachmittags werden durch Zerstörer Tartar, Zetland und Pathfinder mehrfach U-Boote abgedrängt. Emo schießt einen 4er-Fehlfächer gegen den Zerstörer Lookout, Cobalto wird durch den Zerstörer Ithuriel gerammt, der selbst schwer beschädigt wird. Spätnachmittags Angriff von 29 Ju 87 des I./StG.3 (Hptm. Mossdorf) mit Jagdschutz, die unter 4 eigenen Verlusten 3 schwere Treffer auf dem Träger Indomitable erzielen, der für den Flugbetrieb ausfällt, und von 14 T-Flugzeugen SM 79 der 132 Gruppo (Hptm. U. Rivoli), die den Zerstörer Foresight so schwer beschädigen, daß er später von Tartar versenkt werden muß. Die Deckungsgruppe dreht nach Westen ab. Abends greifen nacheinander die U-Boote Dessié und Axum an. Axum (Kptlt. Ferrini) erzielt je einen Treffer auf den Kreuzern Nigeria, Cairo und dem Tanker Ohio. Die Cairo muß aufgegeben werden, Nigeria tritt mit den Zerstörern Bicester, Wilton und Derwent den Rückmarsch an (Reparatur- Arbeiten bis Juni 1943 in Charleston, USA). Darauf folgt ein Angriff von 30 Ju 88 mit Bomben, denen die Transporter Empire Hope (12.688 BRT) und Glenorchy (8982 BRT) zum Opfer fallen, und 7 He 111 mit Torpedos, die Brisbane Star (12.791 BRT) zum Stoppen bringen. Bei einem Angriff des ital. U-Bootes Alagi (Kptlt. Puccini) werden der Kreuzer Kenya und der Transporter Clan Ferguson torpediert und beschädigt. Kurz vor Mitternacht versenkt das U-Boot Bronzo (Kptlt. Buldrini) das Wrack der Empire Hope

13.8.: Um die Aufmerksamkeit vom Konvoi WS.21P zu lenken, bombardiert die Mittelmeer-Flotte mit den Kreuzern Arethusa und Cleopatra sowie den Zerstörern Javelin, Kelvin, Sikh und Zulu Rhodos. Bei 15 Schnellboot-Angriffen auf den Konvoi erzielen Ms 16 (KKpt. Manuti) und Ms 22 (Oblt. Mezzadra) innerhalb von 4 Stunden Treffer auf dem Kreuzer Manchester, der später aufgegeben wird, Ms 31 (Kptlt. Calvani) auf dem Wrack der Glenorchy, das sinkt, S 30 (Oblt. Weber), S 36 (Oblt. Brauns), MAS 554 (Oblt. Calcagno) und MAS 557 (Lt. Cafiero) auf den Transportern Rochester Castle, Santa Elisa (8379 BRT), Almeria Lykes (7773 BRT) und Wairangi (12.436 BRT), von denen letztere 3 sofort sinken. Die Angriffe von S 59, Ms 26, Ms 25, Ms 23, MAS 552, MAS 564 und MAS 553 haben keinen Erfolg. In der Nacht darauf trifft zur Verstärkung Kreuzer Charybdis mit den Zerstörern Eskimo und Somali beim Konvoi ein, von denen die beiden letzteren zur Manchester entsandt werden und dann nach Übernahme Überlebender den Rückmarsch antreten. Vormittags folgen laufende Luftangriffe: 6 He 111 ohne Erfolg, 12 Ju 88 versenken Transporter Waimarama (12.843 BRT), 8 ital. Ju 87 erzielen Treffer auf den Transportern Dorset, Port Chalmers, der außerdem noch einen Torpedo in seinem Torpedonetz abfangen kann, und auf dem Tanker Ohio; 20 Ju 88 und Ju 87 des X. Fliegerkorps treffen Ohio, Rochester Castle und Dorset erneut mit Bomben, 5 T-Flugzeuge SM 79 bleiben ohne Erfolg. Am Abend versenken 14 Ju 87 die beschädigte Dorset (10.624 BRT). Die von Malta kommenden Minensucher Hebe, Speedy, Hythe und Rye nehmen den Konvoi zusammen mit 7 Räumbooten auf und geleiten die restlichen Transportschiffe Port Chalmers, Melbourne Star und Rochester Castle nach Malta. 

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9. Tanker Ohio wird schwer beschädigt nach Malta geschleppt

Später trifft die schwer beschädigte Ohio im Geleit der Zerstörer Penn, Ledbury und Bramham ein. Die vorübergehend bei Susa zurückgebliebene Brisbane Star folgt am 14.8. Für den 13.8. vorgesehenes Eingreifen ital. Überwasserstreitkräfte mit den Kreuzern Gorizia, Trieste, Bolzano, Eugenio di Savoia, Montecuccoli, Attendolo und 11 Zerstörern (Aviere, Geniere, Camicia Nera, Legionario, Ascari, Corsaro, Grecale, Maestrale, Gioberti, Oriani und Fuciliere) muß abgebrochen werden, da – auch von dt. Seite her – keine ausreichende Luftsicherung gestellt werden kann. Auf dem Rückmarsch torpediert das brit. U-Boot Unbroken (Lt. Mars) die Kreuzer Bolzano und Attendolo bei den Äolischen Inseln.

14.8.: Auf dem Rückmarsch werden die brit. Sicherungsstreitkräfte mit den Kreuzern Kenya und Charybdis und den Zerstörern Ashanti, Intrepid, Icarus, Fury und Pathfinder nacheinander von MAS 556, dem U-Boot Granito, 26 Ju 88, 13 Ju 87, 15 SM 84 und 20 SM 79 ohne Erfolg angegriffen. Nachmittags vereinigt sich die Gruppe mit der zur Aufnahme umgekehrten Deckungsgruppe nördlich Algier. Angriff von U 73 gegen beschädigten Kreuzer Nigeria mit 4 Zerstörern schlägt fehl. Bis 15.8. laufen alle Verbände und Schiffe in Gibraltar ein.

10.8.– 1.9.1942
Westatlantik / Karibik
Im Gebiet der Großen Antillen operieren die dt. U-Boote U 163, U 553, U 598, U 600 und U 658. Nur U 600 (Kptlt. Zurmühlen) versenkt am 10.8. den brit Schoner Vivian P. Smith (130 BRT), ansonsten kommen die Boote nur noch gegen Konvois zu Angriffen: am 13.8. gegen den WAT.13, am 13./14.8. gegen den TAW.12, am 17./18.8. gegen den TAW.13 und PG.6 (s.d.). Am 25.8. versenken U 558 (Kptlt Krech) und U 164 (KKpt. Fechner) in der Karibik je einen Nachzügler des Konvois WAT.15, die brit. Amakura (1987 BRT) bzw. die niederl. Stad Amsterdam (3780 BRT).

11.– 12.8.1942
Nordmeer
Die sowjet. Frachter Belomorkanal und Friedrich Engels marschieren ohne Geleitschutz von Island nach Murmansk, wo sie unbeschadet eintreffen.

11.– 21.8.1942
Ostsee
Durchbruch des ersten Teils der zweiten Welle sowj. U-Boote durch die Minensperren des Finnenbusens mit L-3, M-96, M-97, Shch-407, Shch-309 und Lembit. Auf dem Weg nach Lavansaari sinkt Shch-405 (Kpt. 3.Rg. Grachev) auf einer alten sowj. Sperre bei Seiskari. M-97 (Kptlt. Dyakov, geht am 14.8. auf einer »Seeigel«-Sperre verloren. Unterstützung der Operation durch sowj. Schlachtflieger, die am 16.8. vor Hungerburg das Räumboot R 106 versenken. Die sowj. U-Boote werden von Räumkuttern in die Sperren gebracht und anfangs durch MO-Wachkutter gedeckt. Westlich der Sperren greifen sowj. Torpedokutter die dt.-finn. Bewachungskräfte an.

11.– 22.8.1942
Südpazifik
Auf die Nachricht von der amerik. Landung auf Guadalcanal verlegen Teile der Vereinigten Flotte am 11.8. aus der Inland-See nach Truk. Mit dabei ist Adm. Yamamoto mit Schlachtschiff Yamato (Flaggschiff), dem Geleitträger Taiyo und den Zerstörern Akebono, Sazanami und Ushio; die 2. Flotte (VAdm. Kondo) und 3. Flotte (Vadm. Nagumo) (Zusammensetzung: 14.7.1942) Die 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka) mit dem Kreuzer Jintsu sowie den Zerstörern Kagero, Hagikaze, Maikaze, Urakaze, Isokaze und Hamakaze wird unter das Kommando der 8. Flotte in Rabaul gestellt.

Am 16.8. verläßt Kpt. Sato Truk mit den o.gen. 6 Zerstörern und 916 Mann des Ikichi-Detachement des Heeres an Bord. Die Truppen landen in der Nacht vom 18./19.8. östlich des US-Brückenkopfes auf Guadalcanal. Die Einheit wird beim Angriff auf die Stellungen der stark unterschätzten 1. Marine-Division aufgerieben. Die Reste des Ikichi-Detachement sowie Nachschub folgen am 16.8. auf zwei Transportern, gesichert durch den Kreuzer Jintsu und die Schnellen Landungsschiffe P 34 und P 35. Die Zerstörer Umikaze, Kawakaze und Suzukaze stoßen später hinzu. Diesem Verband folgt ein schneller Konvoi mit dem Transporter Kinryu Maru und den APDs P 1 und P 2 mit der 5. Yokosuka- Spezial- Landungstruppe an Bord. Dieses soll am 21.8. auf Guadalcanal landen. Die drei Einheiten der 17. Z-Division kehren zurück nach Rabaul, die zurückgebliebenen Kagero, Hagikaze und Maikaze (4. Z-Division) werden am 19.8. durch B-17-Bomber von Espiritu Santo angegriffen. Die Hagikaze wird durch Bomben beschädigt und muß mit der Maikaze umkehren.

Am 20.8. startet der Geleitträger Long Island südlich Guadalcanal die ersten 31 USMC-Jäger für das Henderson-Flugfeld. Als die Kagero Angriffe von Trägerflugzeugen und die Luftaufklärung einen US-Träger-Verband melden, wird der jap. Landungsverband zeitweise zurückbeordet, damit die inzwischen ausgelaufenen Einheiten der 2. und 3. Flotte aufschließen und die Landung unterstützen können. Diese wird auf den 23.8. verschoben. Die Kagero zieht sich zurück.

Am 21.-22.8. bringen die US-Transporter Fomalhaut und Alhena mit den Zerstörern Blue, Henley und Helm Nachschub nach Guadalcanal. Bei der Sicherung der Ausladung wird Blue im Savo-Sund durch den von einem Vorstoß südlich Guadalcanal als Ablösung der Kagero zurückkehrenden japan. Zerstörer Kawakaze torpediert und muß am folgenden Tag aufgegeben werden.

11.– 30.8.1942
Nordmeer
Zur Vorbereitung eines dt. Unternehmens gegen den sibirischen Seeweg klärt U 255 (Kptlt. Reche) zusammen mit einem BV 138 Flugboot vor Spitzbergen auf, U 435 (Kptlt. Strelow) setzt dort vom 11.-17.8. den Wetterbeobachtungstrupp »Knospe« ab.

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10. Schwerer Kreuzer Admiral Scheer

Unternehmen »Wunderland«: Am 16.8. läuft Schwerer Kreuzer Admiral Scheer (Kpt.z.S. Meendsen-Bohlken) von Narvik in die Barentssee aus, zunächst in Begleitung der Zerstörer Friedrich Eckoldt, Erich Steinbrinck und Richard Beitzen, passiert nach Eisaufklärung durch U 601 (Kptlt. Grau) und U 251 (Kptlt. Timm) am 19.8. Kap Zhelania und stößt durch die Kara-See nach Osten vor. Das Bordflugzeug meldet am 20.8. bei der Insel Krakovka und am 23.8. in der Vilkitski-Straße Teile von 3 Schiffskarawanen mit den Eisbrechern Lenin und Krassin, doch Nebel und Eislage verhindern ein Herankommen. Am 25.8. trifft Scheer nordwestlich des Nordenskjöld-Archipels auf den sowj. Eisbrecher Sibiryakov (Kpt. Kacharev), der nach tapferer Gegenwehr versenkt wird. Am 27.8. greift Scheer den Hauptstützpunkt Dikson an und beschädigt die Landanlagen sowie das Wachschiff SKR-19/ Dezhnev und den Dampfer Revolutsioner schwer. Am 30.8. trifft Scheer wieder in Narvik ein.

Von den beiden in der Kara-See operierenden U-Booten versenkt U 601 am 24.8. ostwärts Dikson den sowj. Frachter Kuybyshev (2332 BRT), von den westlich Novaja Zemlja stehenden Booten versenkt U 209 (Kptlt. Brodda) am 17.8. ein Schleppgeleit des sowj. Geheimdienstes mit den Schleppern Nord und Komsomolets und den Leichtern Sh-III und P-IV westlich der Jugor-Straße; auf den Schiffen befinden sich insgesamt 328 politische Gefangene des NKWD, von denen 305 Mann durch Artilleriefeuer oder durch Ertrinken getötet werden. U 456 (Kptlt. Teichert) versucht am 20.8. vergeblich, vor Belusha den Eisbrecher SKR-18/ Fedor Litke zu torpedieren, U 255 und U 209 beschießen am 25. bzw. 28.8. die FT-Stationen von Kap Zhelaniya und Khodovaritkha. Vom 13.-23.8. marschiert US-Kreuzer Tuscaloosa mit den Zerstörern Rodman, Emmons und Onslaught (brit.) und mit Bodenpersonal, Material und Torpedos für 2 Geschwader Hampden-Bomber des RAF-Bomber Command, die nach Nordrussland verlegt werden sollen, nach Murmansk und wird vor Kola von den brit. Zerstörern Marne und Martin und den sowjet. Zerstörern Gremyashchi und Sokrushitelny aufgenommen. Nach Entladung laufen am 24.8. Tuscaloosa, Rodman und Emmons wieder zum Rückmarsch von Murmansk nach Scapa Flow aus, wo sie am 28.8. mit Überlebenden des Konvois PQ.17 eintreffen.

11.8.– 3.9.1942
Westatlantik
Nach einer Versorgung aus U 463 (KKpt. Wolfbauer) treffen U 564 (Kptl. Suhren) und U 654 (Oblt.z.S. L. Forster) zusammen mit U 162 (FKpt. Wattenberg) in der Karibik ein. U 508 (Kptlt. Staats), das von Ende Juli bis zum 18.8. vor Cuba operiert, greift am 12.8. einen Key West-Havanna-Konvoi an und versenkt die kuban. Dampfer Santiago de Cuba (1685 BRT) und Manzanillo (1025 BRT).

Vor Trinidad sichtet U 564 am 18.8. den Konvoi TAW(S) mit 15 Schiffen, gesichert von den Korvetten HMS Clarkia, USS Courage, den USCG-Cutters Marion und Antietam und den U-Jägern USS PC 482, PC 492, SC 504 und SC 514. Nachdem U 162 am 19.8. auf Höhe von Grenada die amerik. West Celina (5722 BRT) versenkt hat, greift U 564 an und versenkt den BP-Tanker British Consul (6940 BRT) und den Transporter Empire Cloud (5696 BRT). Weitere Angriffsversuche werden vereitelt.

U 654 fällt am 22.8. vor dem Panama-Kanal einer B-18 Digby der 45. Bomb.Sqdr. (Lt.Koenig) USAAF zum Opfer. U 564 (Kptlt. Suhren) versenkt am 30.8. den norw. Tanker Vardaas (8176 BRT). U 162 wird nach Versenkung der niederl. Moena (9286 BRT) am 24.8., des norw. Tankers Thelma (8297 BRT) am 26.8. und der amerik. Star of Oregon (7176 BRT) am 30.8. nach gescheitertem Angriff auf einen Geleitzug am 3.9. südl. Barbados von den Zerstörern Vimy, Pathfinder und Quentin so schwer beschädigt, dass es von der Mannschaft anschließend selbst versenkt wird.

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11. Italienischer Zerstörer Malocello
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12.8.1942
Mittelmeer
Der ital. Zerstörer Malocello (FKpt. Tona) legt vor Cap Bon die Sperre »St.1« mit 104 Minen in 2 Sperrstücken. Sicherung durch das T-Boot Climene. Dabei trifft Malocello auf die von Malta nach Gibraltar marschierende brit. Force Y, Zerstörer Matchless und Badsworth, Transporter Troilus und Orari. Beide Seiten denken, sie haben es mit vichy-franz. Einheiten zu tun.

12.– 13.8.1942
Schwarzes Meer
Der sowj. Kreuzer Krasny Krym und der Zerstörer Nezamozhnik evakuieren ein Rgt. der 32. Garde-Schützen-Division von Novorossisk nach Batumi.

12.– 19.8.1942
Südwestpazifik
Japanische Verstärkungskonvois von Rabaul nach Buna. Am 12.-13.8. landen drei Transporter mit dem Kreuzer Tatsuta, den Zerstörern Yungai und Yuzuki sowie U-Jägern das Nankai-Detachment. Am 16.-17.8. bringt der gleiche Verband Teile des Südsee-Detachment des Heeres und des 25. Marine-Flieger-Geschwaders an Land. Ein dritter Konvoi mit zwei Transportern wird am 19.8. durch US-Flugzeuge leicht beschädigt. Die Japaner führen zur Deckung der Unternehmen Luftangriffe auf die Milne Bay durch.

12.– 21.8.1942
Mittelmeer

Das brit U-Boot Porpoise (Lt. Bennington) legt am 12.8. bei Ras el Tin eine Minensperre, auf der am 22.8. das ital. T-Boot Cantore verloren geht. Am gleichen Tag greift Porpoise den zwischen Bengasi und Tripolis verkehrenden Frachter Ogaden und das zu seiner Sicherung mitlaufende Torpedoboot Montanari an. Die Ogaden (4553 BRT) wird mit Fangschuss versenkt. Am 15.8. torpediert Porpoise aus einem Nachschubkonvoi nach Bengasi mit den Frachtern Lerici, Ravello sowie den Zerstörern Mitragliere, Bersagliere und den T-Booten Calliope und Castore als Geleit den Transporter Lerici (6070 BRT), der nach erfolglosem Abschleppversuch am nächsten Tag von Mitragliere selbst versenkt wird, während 2 Angriffe vom 16.8. auf einen Rückkonvoi und einen weiteren Nachschubkonvoi erfolglos bleiben. Am 19.8. wird Porpoise beim Angriff auf den zwischen Tobruk und Bengasi verkehrenden Frachter Iseo von den Torpedobooten Lince und Sagittario mit Wasserbomben verfolgt, es muss anschließend schwer beschädigt nach Port Said gebracht werden. Das brit. U-Boot Turbulent (Cdr. Linton) torpediert am 17.8. bei Kithera aus einem Rückkonvoi von Bengasi nach Piräus mit den Zerstörern Da Recco, Saetta und den T-Booten Castore, Orione, Polluce im Geleit den Transporter Nino Bixio (7137 BRT, mit 2800 Kriegsgefangenen an Bord, davon werden 326 durch die Torpedodetonation getötet) und verfehlt die Sestiere. Am 19.8. torpediert es vor Antikithera einen Dampfer, wahrscheinlich den Tanker Pozarica (7751 BRT), der im Konvoi mit dem Frachter Dora, begleitet von den Zerstörern Aviere, Camicia Nera, Geniere und den T-Booten Climene, Ciclone, Pegaso, von Griechenland nach Bengasi marschiert. Vor den Ionischen Inseln operiert P.43/ Unison (Lt. Halliday). Am 17.8. verfehlt es vor Levkas den Transporter Chisone, und am 21.8. torpediert es vor Kephalonia wiederum die Pozarica, die dabei so schwer beschädigt wird, dass sie im Schlepp sinkt. Bei Pantelleria versenkt P.44/ United (Lt. Barlow) in der Nacht zum 18.8. aus einem Nachschubkonvoi nach Tripolis die Rosolino Pilo (8326 BRT) mit den Zerstörern Maestrale und Gioberti im Geleit. Der Munitionstransporter, der zuvor bereits von einem Torpedoflugzeug aus Malta beschädigt wurde, wird durch Explosionen zerrissen, dabei beschädigen durch die Luft wirbelnde Wrackteile auch das U-Boot. Vor Sardinien operiert P.211/ Safari (Cdr. Bryant), beschädigt mit Artillerie am 16.8. das Wachboot Giovannino (158 BRT) und versenkt am 17.8. den Schoner Ausonia (218 BRT). Am 18.8. versenkt Safari in 2 Anläufen den Transporter Perseo (4857 BRT) und verfehlt das Unterseeboot Bronzo.

12.– 26.8.1942
Schwarzes Meer

L-5 (Kpt. 3.Rg. Zhdanov) und L-4 (Kpt. 3.Rg. Polyakov) werfen Minensperren am 12.8. vor Feolent und am 19.8. vor Sarytsch. Shch-215 kreuzt vor dem Bosporus und wird von L-24 abgelöst, D-4 vor Akhtopol, Shch-216 vor Burgas, und S-31 vor Konstanza und wird von Shch-205 abgelöst. M-118 (Oblt. Savin), M-31 (Kptlt. Rastochil), M-33 (Kptlt. Surov) and M-36 (Kptlt. Komarov) operieren in der Bucht von Odessa, doch nur M-36 versenkt am 23.8. den dt. Schlepper Ankara (112 BRT). M-33 geht dort zwischen dem 22. und 25.8. auf einer Flankenminensperre verloren. M-120 und M-62 (Kptlt. Malyshev) kreuzen erfolglos im Nordwestteil des Schwarzen Meeres, wohingegen M-113 (Oblt. Stankevich) vor Kap Burnas am 26.8. Angriff auf ein U-Boot meldet, möglicherweise irrtümlich auf das sowjet. Shch-208 (Kptlt. Belanov), das dort offiziell durch Minetreffer verloren gegangen ist. Am 23.8. wird Shch-203 bei einem Luftangriff auf Sotschi beschädigt.

13.– 14.8.1942
Westatlantik
In der Windward-Passage sichtet U 658 (Kptlt. Senkel) 2 sich begegnende Konvois. Aus dem WAT.13 (Führer der Sicherung auf dem brit. Zerstörer Havelock) versenkt es den niederl. Dampfer Medea (1311 BRT) und operiert danach erfolglos auf den nordgehenden TAW.12 (47 Schiffe, Sicherung LtCdr. Fitzgerald, RN, mit dem Zerstörer HMS Churchill, dem Trawler HMS Ruby, dem USCG-Cutter Lemaire, Korvette HMCS Agassiz, den U-Jägern USS PC 505 und PC 475 und Minensucher YMS 50). Aus diesem Konvoi versenkt U 600 (Kptlt. Zurmühlen) am 13.8. die lett. Everelza (4520 BRT) und die amerik. Delmundo (5032 BRT). Trotz Verstärkung der Sicherung durch die neuen US-Zerstörer Fletcher und O´Bannon kann U 598 (Kptlt. Holtorf) am 14.8. die brit. Michael Jebsen (2323 BRT) und den brit. Tanker Empire Corporal (6972 BRT) versenken und den brit. Tanker Standella (6197 BRT) torpedieren.

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12. USCGC Spencer bei Versorgung auf hoher See

13.– 27.8.1942
Nordatlantik
Am 13.8. nehmen die von der SC.94-Operation kommenden und neu ausmarschierenden U 755, U 438, U 705, U 373, U 660, U 569, U 596, U 176, U 256, U 174, U 605 und später auch U 135 und U 432 den neuen Vorpostenstreifen »Lohs« ein, um den vom B-Dienst gemeldeten Konvoi SC.96 zu suchen.
Am 15.8. sichtet U 256 (Kptlt. Loewe) den Konvoi SC.95 (27 Schiffe, EG A3: Zerstörer Schenck, Coast Guard Kutter Spencer, kanad. Korvetten Bittersweet, Collingwood, Mayflower und Trillium sowie die brit. Korvetten Snowflake und Wallflower), doch geht die Fühlung bald verloren, da ein ON-Konvoi erwartet worden war. Angriffe von U 256 und U 605 schlagen fehl, U 705 (Kptlt. Horn) versenkt die amerik. Balladier (3279 BRT). Am 16.8. versenkt U 596 (Kptlt. Jahn) den schwed. Nachzügler Suecia (4966 BRT).
Am 22.8. sichtet U 135 (Kptlt. Praetorius) zufällig den vom CINCWA südlich um die Gruppe »Lohs« herumgeführten Konvoi ONS.122 (36 Schiffe, Escort Group B6 mit Zerstörer HMS Viscount [LtCdr. Waterhouse] – ausgerüstet mit HF/DF, Radar Typ 271 und Hedgehog –, den norweg. Korvetten Potentilla, Montbretia, Eglantine und Acanthus sowie dem Rettungsschiff Stockport). Die fühlunghaltenden U 135 und U 660 werden am 23. und 24.8. von den HF/DF-Geräten eingepeilt und abgedrängt. Bei diesigem und regnerischen Wetter kommen in der Nacht zum 25.8. neun U-Boote in die Nähe des Konvois. U 605 (Kptlt. Schütze) versenkt die brit. Frachter Katvaldis (3163 BRT) und Sheaf Mount (5017 BRT) und wird anschließend durch Wasserbomben der Eglantine beschädigt. Kurz danach greifen U 176 (Kptlt. Dierksen) und U 438 (Kptlt. Franzius) an und versenken die brit. Empire Breeze (7454 BRT) und die norw. Trolla (1598 BRT). Nebel erschwert die Operation und läßt die Fühlung abreißen. U 256 (Kptlt. Loewe), das bei Wasserbombenangriffen durch Viscount und Potentilla Schäden erlitten hat, kehrt nach Frankreich zurück. Die Gruppe »Lohs« marschiert zur Versorgung aus U 174 (3 Boote) und U 462 (6 Boote) nach Süden. Am 31.8 und 2.9. wird U 256 in der Biskaya mehrfach von Patrouillenflugzeugen angegriffen. Im Gefecht mit Whitley „H"/ 77 Sqn. RAF (P/O. Cassie †) wird das Flugzeug abgeschossen und das U-Boot so stark beschädigt, dass es für ein Jahr außer Dienst gestellt und zu einem Flak-U-Boot umgebaut wird (weitere Biskaya-Angriffe: 1.-3.9.).

14.8.1942
Biskaya
Das franz. U-Boot Rubis (Cdr. Rousselot) legt eine neues Minenfeld vor der Gironde, auf der am 18.8. das Vorpostenboot V406/ Hans Loh verloren geht.

14.8.1942
Südpazifik
Das amerik. U-Boot S-39 (Lt. Brown) läuft vor der Russell Insel auf Grund und geht verloren. Der austral. Korvette Katoomba (Cdr Cousin) gelingt es, die Mannschaft zu bergen.

14.– 15.8.1942
Luftkrieg Schwarzes Meer
Bei Luftangriffen am 14.8. wird vor Kap Ozereika der sowjet. Minensucher T-410/ Vrzyv, und am 15.8. auf Tuapse und Suchumi die Tanker Sovneft (8228 BRT), Moskva (6086 BRT) und der Transporter Lvov (2034 BRT) beschädigt.

14.– 30.8.1942
Ostsee
Von den durch die Minensperren durchbrechenden sowj. U-Booten der zweiten Welle verfehlt M-96 (Kptlt. Marinesko) am 14.8. bei Porkkala den Artillerieträger SAT 4/ Helene, wohingegen die als Erfolg gemeldete finn. Helen (1849 BRT) am 16.8. auf einer Luftmine sinkt. L-3 (Kpt. 3.Rg. Grishchenko) versenkt am 18.8. westl. Gotland aus einem schwedischen Konvoi den Dampfer C.F. Liljevalch (5492 BRT) und legt am 25.8. und 26.8. vor der Pommernbucht mehrere Minensperren, auf der vermutlich Franz Bohmke (ex-niederl. Vledderveen, 210 BRT) verloren geht, wohingegen die als Erfolg gemeldete norw. Tourcoing (5798 BRT) am 24.8. wahrscheinlich auf einer britischen Luftminensperre vor Swinemünde sinkt. 2 Torpedoangriffe von L-3 am 26.8. bleiben erfolglos. Von den übrigen Booten verfehlt Shch-407 (Kpt. 3.Rg. Afanasev) nördl. Libau die dt. U-Bootfalle Schiff 47/ W. Huth. Zunächst erfolglos operieren Shch-309 in der Aalandsee und Lembit vor Utö. Bei Operationen zur Unterstützung der durchbrechenden U-Boote gehen am 24.8. bei Suursaari das T-Boot Burya und der Minensucher T-204/ Fugas auf Minen verloren.

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13. RAF-Bomber aus Malta beim Angriff auf einen Nachschubkonvoi der Achsenmächte

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15.8.1942
Südpazifik
US-Schnelltransporter Colhoun, Gregory, Little und McKean bringen erstmals Nachschub nach Guadalcanal.

15.– 18.8.1942
Mittelmeer / Nordafrika
Festlegung des Termins der geplanten deutschen Offensive bei El Alamein auf den 26.8. Erwartet werden noch einige wichtige Nachschubkonvois, v.a. mit Treibstoff. GFM Rommel übermittelt seine Entscheidung per Funk an das Oberkommando der Wehrmacht und die deutsche Luftwaffe. Damit ist auch Bletchley Park gewarnt. Royal Navy und RAF versuchen von nun an in pausenlosem Einsatz die Nachschubverbindungen der Achsenmächte im Mittelmeer zu unterbrechen (siehe 12.-21.8.).

15.8.– 24.10.1942
Pazifik / US Westküste
Jap. U-Boot I-25 (FKpt. Tagami) führt von Yokosuko aus Aufklärungs-Unternehmung an die US-Westküste durch, am 9.9. und 29.9. morgens wirft das Bordflugzeug vom Typ E14Y1 "Glen" Brandbomben in die Wälder von Oregon. Anfang Oktober versenkt das Boot die amerikan. Tanker Camden (6653 BRT) und Larry Doheny (7038 BRT) und greift am 11.10. mit dem letzten Torpedo die auf der Überführung von Dutch Harbor nach San Francisco befindlichen sowj. U-Boote L-15 und L-16 (siehe Op. »EON.18«) an, von denen letzteres sinkt (Quelle).

16.8.1942
Kanal / Nordsee
Die dt. 10. R-Boot-Flottille legt vor Calais eine Flanken-Minensperre und wird von den brit. MGB 330, MGB 331, MGB 609, MGB 6 und MGB 10 angegriffen. Alle dt. Boote werden schwer beschädigt, R 184 von MGB 330 durch Rammstoß versenkt.

16./17.8.1942
Schwarzes Meer
Der sowj. Kreuzer Krasny Krym und Zerstörer Nezamozhnik evakuieren 1850 Mann und 60 t Material von Novorossisk nach Batumi.

16.– 18.8.1942
Mittelmeer
Unternehmen »Baritone«: Die brit. Force H (Träger Furious, Kreuzer Charybdis und 12 Zerstörer) läuft von Gibraltar aus und startet südlich der Balearen 32 Spitfire-Jäger nach Malta. Bis auf drei erreichen alle sicher die Insel. Die brit. U-Boote Otus, Rorqual und Clyde bringen Flugbenzin, Torpedos sowie Munition nach Malta. Die ital. U-Boot Alagi, Ascianghi, Asteria, Bronzo und Porfido melden keine Kontakte.

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14. Ab Sommer 1942 Einsatz des neuen Granatwerfers »Hedgehog« 

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16.– 20.8.1942
Mittelatlantik
U-Bootgruppe »Blücher« sammelt sich zum Marsch nach Freetown. Unterwegs meldet U 653 (Kptlt. Feiler) den Konvoi SL.118 (33 Schiffe, Sicherung durch Hilfskreuzer Cheshire, die Sloops Folkestone, Gorleston, die Korvetten Pentstemon, Wellington, ab 19.8 verstärkt Sloop HMS Zetland). U 566, U 214, U 406,U 594, U 333 und U 590 werden angesetzt. Am 17.8. versenkt U 566 (Oblt.z.S. Remus) die norw. Triton (6607 BRT), am 18.8. versenkt U 214 (Kptlt. G. Reeder) die niederl. Balingkar (6318 BRT), die brit. Hatarana (7522 BRT) und torpediert die Cheshire. Durch die am 18.8. einsetzende Luftsicherung durch Liberator-Bomber von Cornwall werden die U-Boote abgedrängt, U 653 wird von der Liberator „F" der 120 Sqn RAF (Sqn Ldr Bulloch) beschädigt; diese hatte bereits am 16.8. das zurückkehrende U 89 gebombt. Folkestone und Pentstemon führen am 17.8. vier Angriffe mit Wasserbomben gegen U 333 (Kptlt. Cremer). Danach müssen die Geleitschiffe zum SL.118 zurückkehren. U 333 tritt mit Schäden an der Schraubenwelle den Rückmarsch an. Dabei wird es am 18.8. von einer (nicht identifizierten) Liberator sowie von einer Catalina der Sqn 202 RAF angegriffen. Am 19.8. kommt nur noch U 406 (Kptlt. Dieterichs) zum Angriff und versenkt die brit. City of Manila (7452 BRT). Nach Abreißen der Fühlung wird die Operation abgebrochen.

16. 24.8.1942
Ost- und Nordsee

Verluste auf britischen Luftminen: Nordöstlich Rügen sinkt am 16.8. der finn. Frachter Helen (1849 BRT). Vor Aalborg (Kattegat) sinken am 17.8. der Transporter Wuri (7368 BRT) und am 24.8. der Frachter Peter von Danzig (860 BRT). Vor Swinemünde sinkt am 24.8. der norw. Frachter Tourcoing (5798 BRT) und bei Samsö am 27.8. die dän. Else (1360 BRT). In der Nordsee wird am 16.8. der dt. Sperrbrecher 60 / Elster nach Minentreffer vor Den Helder auf Grund gesetzt.

16.– 28.8.1942
Südatlantik / Brasilien

U 507 (KKpt. Schacht) versenkt aus dem Küstenverkehr vor Brasilien 7 Schiffe mit 18.132 BRT. Dabei handelt es sich durchweg um Schiffe neutraler Staaten (6 brasilianische, 1 schwedisches). Brasilien hat 607 Menschenleben zu beklagen und erklärt auf Grund dieser und bereits zuvor geführter Angriffe Deutschland den Krieg

17.8.1942
Mittelmeer
U 83 (Kptlt. Kraus) versenkt vor Port Said den kanad. Transporter Princess Marguerite (5875 BRT).

17.– 18.8.1942
Zentralpazifik
Das von den amerik. U-Booten Argonaut und Nautilus gelandete 2. Raider-Btl. USMC (LtCol. Carlson) führt mit 2 Kompanien einen Vorstoß gegen die Gilbert-Insel Makin durch. Der in den USA gefeierte Erfolg führt zu einem Ausbau der japan. Befestigungen auf den Gilbert Inseln und damit zu hohen Verlusten der Amerikaner beim Angriff auf Tarawa. (siehe: 19.- 28.11.1943).

17.-20.8.1942
Biskaya
/ Atlantik

Die Ausbruchsversuche der dt. Blockadebrecher Weserland (17.-19.8.) und Uckermark (18.-20.8.) müssen wegen erheblicher Beschädigungen durch brit. Luftangriffe in der Biskaya abgebrochen werden.

17.– 20.8.1942
Westatlantik
Am 17.8. sichtet U 658 (Kptlt. Senkel) südlich Kuba den Konvoi PG.6 (23 Schiffe, Sicherung durch US-Zerstörer Goff, Tattnall, U-Jäger SC 530, SC 497), versenkt die brit. Fort la Reine (7133 BRT) sowie die ägypt. Samir (3702 BRT) und torpediert die brit. Laguna (6466 BRT). Am Abend vereinigt sich der Konvoi PG.6 vor Guantanamo mit dem Konvoi TAW.13 und besteht nun aus 36 Schiffen mit den Zerstörern USS Goff und Breckinridge, den Korvetten HMS Pimpernel, USS Spry, den U-Jägern USS PC 431, PC 460, PY 20 und später der Tattnall und SC 530). Aus dem vereinigten Konvoi versenkt U 553 (KKpt. Thurmann) in 2 Anläufen die brit. Empire Bede (6959 BRT), die schwed. Blankaholm (2845 BRT) und die amerik. John Hancock (7176 BRT). U 163 (KKpt. Engelmann) verfolgt den Konvoi bis in die Yucatan-Straße, ohne zum Angriff zu kommen.

Raid gegen Dieppe ...

14. Liegengebliebene "Churchill"-Panzer und Landungsboot LCT 5.

15. Minensuchboot der 40. M-Flottille mit Insignien erfolgreicher Flugzeug-Abschüsse

19.8.1942
Kanal
Operation »Jubilee«: Brit. Raid gegen Dieppe: Landung von insges. 6100 Mann der 4. und 6. Brigade der 2. kanad. Div. (MajGen. Roberts) und des 3. und 4. Commandos der Royal Navy mit Panzern und starker Luftunterstützung beiderseits Dieppe. Transport auf den Infanterie-Landungsschiffen Prins Albert, Princess Beatrix, lnvicta, Queen Emma, Princess Astrid, Glengyle, Prince Charles, Prince Leopold und Duke of Wellington, Deckung durch die Zerstörer Calpe, Garth, Berkeley, Albrighton, Bleasdale, Brocklesby, Slazak (poln.) und Fernie, die Minensucher Alresford, Bangor, Blackpool, Bridlington, Bridgeport, Rhyl, Sidmouth und Tenby (9. MS-Flottille) sowie Blyth, Clacton, Eastbourne, Felixstowe, Ilfracombe, Polruan und Stornoway (13. MS-Flottille), das Kanonenboot Locust sowie zahlreiche SGB's, MGB's, MTB's usw. Insgesamt einschließlich Landungsfahrzeuge 252 Schiffe und Boote. 

Bei Annäherung trifft östliche Landungsgruppe im Dunkeln auf dt. Küstenkonvoi, im Gefecht Landungsfahrzeuge der Gruppe zerstreut, Führerboot SGB 5 in Brand, dt. UJ 1404 gesunken. Gegen die gelandeten Kräfte kommen das Inf. Regt. 71 (Oberstlt. Bartel) der 302. Inf. Div., Küstenartillerie und Jabos der Fliegerführer 2 und 3 (Obersten Huth und Ibel) zum Einsatz. Mittags beginnen sich die Reste unter schweren Verlusten wieder einzuschiffen. Durch Jagdbomber der 10./JG.2 (Oblt. Fritz Schröter) und der 10./JG.26 (Oblt. Paul Keller) wird der Zerstörer Berkeley getroffen (da sein Kiel gebrochen ist, muss er von der Albrighton selbstversenkt werden), die Calpe beschädigt. Fernie und Brocklesby erhalten Artillerietreffer, ferner gehen 33 Landungsfahrzeuge und kleine Fahrzeuge, 106 Flugzeuge und alle 30 Panzer verloren. Die Personalausfälle betragen 4350 Mann, davon 1179 Tote und 2190 Gefangene. Die dt. Verluste betragen 48 Flugzeuge und 591 Mann, davon 311 Tote und Vermißte.

19.8.1942
Biskaya
Das brit. U-Boot P.219/ Seraph wird bei der Jagd auf einen einlaufend gemeldeten Tanker vor Kap Finisterre irrtümlich von einem Whitley-Bomber angegriffen, kann aber mit geringen Schäden entkommen.

20.8.1942
Norwegen
Das frei-franz. U-Boot Minerve (Lt. Sonneville) setzt auf der Insel Televig zwei norwegische Marineoffiziere mit Nachschubgütern für die Widerstandsbewegung ab und nimmt sie später auch wieder auf.

20.– 21.8.1942
Nordatlantik
U-Tanker U 464 (Kptlt. Harms) wird auf seiner ersten Fahrt südöstl. Island von Catalina ,I’ der VP-73 USN in der Nähe des Konvois SN.73 schwer beschädigt und sinkt am nächsten Tag.

20.– 31.8.1942
Westatlantik
Vom 20.-31.8. operieren U 165, U 517 und U 513 vor der Belle Isle Str., dabei sichtet U 517 (Kptlt. Hartwig) am 27.8. den Konvoi SG.6F (Transporter Chatham und USCG-Kutter Mojave) und versenkt die Chatham (5649 BRT). Am 28.8. greift U 165 (KKpt. Hoffmann) den nachfolgenden SG.6S (5 Schiffe, USCG-Kutter Algonquin und Mohawk) an, versenkt den US Frachter Arlyn (3304 BRT) und torpediert den US Tanker Laramie (7252 BRT). Das Wrack der Laramie wird von U 517 mit Fangschuß versenkt. Am 31.8. dringen beide Boote in den St. Lorenz-Strom ein. U 513 (KKpt. Rüggeberg) operiert weiterhin im Gebiet vor Neufundland. (siehe: 1.9.-10.10.)

21.– 24.8.1942
Nordsee
Die dt. Minenleger Roland, Kaiser und Skagerak sowie die Minensucher M 82, M 102 und M 20 legen am 21.8. die »Eleanor«–Sperre (5a) im Bereich des Minenwarngebietes »Westwall«. Als Flakschutz dienen Kanonenboot K 1, und die Minensucher M 341 und M 342. Gegen brit. Grundminen sichern Sperrbrecher 11 und 17, begleitet von ihren Flak-Jägern FJ 22 und FJ 24. Sicherung gegen Ankertauminen übernimmt die 8. Räumboot-Flottille mit den 12 Booten R 92 bis R 103. Mit den Sperren 5a und 6a (vom 7.7.42) sind die beiden letzten Sperrlücken innerhalb des Minenwarngebietes geschlossen (Skizze 1; S.20). Derselbe Wurfverband legt zur Verdichtung der bereits vorhandenen Minenlage am 24.8. noch die Minensperre »5. Kolonne« (10a) im Bereich des dt. Nordsee-Minenwarngebietes.

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16. Amerikanisches U-Boot operiert im Pazifik .

21.8.– 20.9.1942
Pazifik
US U-Boot-Erfolge. Nordwestpazifik: Östl. Honshu versenkt Guardfish (LtCdr. Klakring) am 24.8. den Kohlendampfer Seikai Maru (3109 BRT), Silversides (LtCdr. Burlingname) am 31.8. das Vorpostenboot Kokukyu Maru (104 BRT). Südöstl. Kyushu torpediert Cuttlefish (LtCdr. Hottel) am 21.8. die Nichiro Maru (6534 BRT). Bei Formosa versenkt Haddock (LtCdr. Taylor) am 22.8. die Tatsuho Maru (6334 BRT) und am 26.8. die Teishun Maru (2251 BRT), Growler (LtCdr. Gilmore) am 25.8. das Kanonenboot Senyo Maru (2904 BRT) und am 31.8. die Eifuku Maru (5867 BRT). Zentralpazifik: Vor Wotje versenkt Tambor (LtCdr. Armbruster) am 21.8. den Kohlentransporter Shinsei Maru Nr.6 (4928 BRT). Südwestpazifik: Westl. Manila torpediert Saury (LtCdr. Mewhinney) am 24.8. den Tanker Otowasan Maru (9024 BRT), Seawolf (LtCdr. Warder) torpediert am 25.8. vor Manila ebenfalls einen Tanker, in dem Seegebiet jedoch geht zu dieser Zeit lediglich der Armee-Transporter Showa Maru (1349 BRT) verloren. Skipjack (LtCdr. Coe) torpediert am 23.8. südwestl. Ambon den Flottentanker Hayatomo (14.050 BRT).

22.8.1942
Westatlantik
Im dichten Nebel vor der Küste von Nova-Scotia wird bei Sicherung eines Truppenkonvois der US Zerstörer Buck durch Kollision mit einem Truppentransporter beschädigt, Zerstörer Ingraham sinkt nach Kollision mit dem Tanker Chemungo.

22.8.1942
Sowjetunion / Kaukasus
Das dt. XXXXIX. Gebirgskorps (Gen. Konrad), das sich mit 2 Divisionen gegen erheblichen sowjet. Widerstand über den Kaukasus in Richtung Suchumi vorgekämpft hat, muss seinen Angriff wegen Erschöpfung der Kräfte 28 km vor der Hafenstadt einstellen. Wenige Tage zuvor hat die 6. Armee (Gen. Paulus) den Vormarsch auf Stalingrad begonnen. Den Beginn des Angriffs auf Leningrad mit den von der Krim nach Norden verlegenden Kräften der 11. Armee (FM Manstein) legt Hitler auf den 14.9. fest (Unternehmen »Nordlicht«).

23.8.1942
Kanal
Vor der Schelde-Mündung läuft der dt. Hilfsminensucher M 3206/ Neubau auf eine Mine und wird anschließend auf Grund gesetzt. Er wird zum Totalverlust.

23.– 26.8.1942
Zentralpazifik
Ein jap. Verband mit dem Kreuzer Yubari, den Zerstörern Yuzuki, Oite, Asanagi und Yunagi sowie Hilfsfahrzeugen beschießt am 23.8. die Insel Nauru, die anschließend besetzt wird. Am 26.8. besetzt der gleiche Verband Ocean Island.

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17. Japanische Flugzeuge beim Angriff auf Träger USS Enterprise. .

23.– 31.8.1942
Südpazifik
See-Luftschlacht ostwärts der Salomonen: Japan. Plan (Operation »KA«): Landung von 1500 Mann auf Guadalcanal unter Deckung durch die Vereinigte Flotte. 2 japan. Kampfgruppen sollen die von einer Ablenkungsgruppe ostwärts der Salomonen abgelenkte US-Träger-Gruppe abfangen. Die Hauptmacht (VAdm. Kondo) besteht aus den Kreuzern Atago, Takao, Maya, Myoko, Haguro und Yura und den Zerstörern Asagumo, Yamagumo, Kuroshio, Oyashio und Hayashio, die Unterstützungsgruppe besteht aus dem Schlachtschiff Mutsu, dem Seeflugzeugträger Chitose und den Zerstörern Natsugumo, Murasame, Harusame und Samidare. Die Trägergruppe (VAdm. Nagumo) besteht aus den Flugzeugträgern Shokaku, Zuikaku und den Zerstörern Akigumo, Yugumo, Makigumo, Kazegumo, Shikinami und einer Deckungsgruppe mit den Schlachtschiffen Hiei und Kirishima, den Kreuzern Kumano, Suzuya, Chikuma und Nagara sowie den Zerstörern Akizuki, Hatsukaze, Maikaze, Nowake, Tanikaze und Yukikaze. Die Ablenkungsgruppe (KAdm. Hara) besteht aus dem Kreuzer Tone, dem Träger Ryujo und den Zerstörern Amatsukaze und Tokitsukaze.

Die US-Träger-Gruppen der TF.61 (VAdm. Fletcher) setzen sich wie folgt zusammen: TG.61.1 mit dem Flugzeugträger Saratoga, den Kreuzer Australia (RAdm. Crutchley), Hobart, Minneapolis und New Orleans und den Zerstörern Phelps, Farragut, Worden, MacDonough und Dale; TG.61.2 (RAdm. Kinkaid), aus dem Träger Enterprise, dem Schlachtschiff North Carolina, den Kreuzern Portland (RAdm. Tisdale) und Atlanta sowie den Zerstörern Balch, Benham, Maury, Ellet, Grayson und Manssen; TG.61.3 (RAdm. Noyes) mit dem Träger Wasp, Kreuzern San Juan (RAdm. Scott) San Francisco und Salt Lake City sowie den Zerstörern Farenholt, Aaron Ward, Buchanan, Lang, Stack, Sterett und Selfridge.

Unter der Deckung der Operationen der oben aufgezählten Verbände gegen die US-Träger-Gruppen soll der jap. Landungsverband (KAdm. Tanaka), Kreuzer Jintsu, Zerstörer Suzukaze, Umikaze und Uzuki, schnelle Ladungsschiffe P 1, P 2, P 34 und P 35 sowie drei Transporter, Truppen auf Guadalcanal absetzen. Dies soll nach dem Beschuß der Insel in der Nacht vom 23.-24.8. durch die Zerstörer Kagero, Isokaze, Kawakaze, Mutsuki und Yayoi erfolgen. In der Zwischenzeit sollen die Kreuzer Chokai, Aoba, Kinugasa und Furutaka eine Sicherungsposition im Nordwesten einnehmen. Gleichzeitig beziehen die U-Boote I-121, I-123 und Ro-34 Stellung auf den Zugängen nach Guadalcanal (I-121 wird dabei durch Trägerflugzeuge beschädigt). Vom 1. U-Boot-Geschwader (KAdm. Yamazaki) bilden I-9, I-15, I-17, I-19, I-26 und I-31 einen Vorpostenstreifen östlich von Santa Cruz, vom 3. U-Boot-Geschwader I-11, I-174 und I-175 westlich der Salomonen, .
23.8.: US-Luftaufklärung von Ndeni sichtet den jap. Landungsverband. Ein Angriffsgeschwader der Saratoga startet, findet jedoch sein Ziel nicht und landet auf Henderson Field. Die TG.61.3 muß aus Treibstoffmangel nach Süden ablaufen. In der Nacht vom 23-24.8. beschießt der jap. Zerstörer Kagero Henderson Field mit geringen Erfolg. Am Morgen kehren die Flugzeuge der Saratoga zurück auf ihr Schiff.

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18. Kreuzer San Juan überbringt Besatzungspersonal und Gepäck auf Träger Wasp

24.8:. Die US-Luftaufklärung macht den Ryujo-Verband aus. Saratoga startet erneut ihren Angriffsverband, dieser versenkt die Ryujo mit Bomben und Torpedos und beschädigt die Tone. Inzwischen sichtet jap. Luftaufklärung US-Trägergruppen und Shokaku und Zuikaku starten Angriffsgruppen, sie erzielen trotz starker Sicherung der Flugzeugträger durch US-Jäger 3 Bombentreffer auf Enterprise. Angriffsverband der Enterprise findet Gegner nicht, Flugzeuge der Saratoga beschädigen Flugzeugtender Chitose.
25.8.: In der Nacht zum 25.8. beschießen die jap. Zerstörer Kagero, Isokaze, Yayoi, Mutsuki und Kawakaze den Flugplatz Hendersen auf Guadalcanal und stoßen anschließend zum Verband des KAdm. Tanaka. Dieser wird am Morgen von USMC-Sturzbombern von Guadalcanal angegriffen, der Transporter Kinryu Maru (9309 BRT) wird versenkt, die Jintsu beschädigt. Die Mutsuki wird 40 sm nördlich von Santa Isabel von einem B-17-Bomber der USAAF versenkt (erster Erfolg dieser Art während der Salomonen-Kampagne). Die Japaner brechen die Operation ab, ohne Entscheidung zu suchen.
26.8.: Die jap. 2. Z-Flottille setzt ihre Nachschubtransporte nach Guadalcanal fort. Von Shortland laufen die Zerstörer Suzukaze, Umikaze und Isokaze mit 390 Mann an Bord aus, werden aber am 27.8. zurückgerufen, um diese Truppen gemeinsam mit der neu eingetroffenen 20. Z-Division (Capt. Arita), die Teile des Kawaguchi Detachements von Borneo an Bord hat, zu landen. 
28.8.: Wegen der schlechten Koordinierung wird die 20. Z-Division durch USMC-Sturzkampfbomber von der Enterprise sowie landgestützte Flugzeuge nördlich Guadalcanals angegriffen, als sie dort auf sich allein gestellt ist. Asagiri wird versenkt, Shirakumo und Yugiri schwer und die Amagiri leicht beschädigt. Am selben Tag laufen die zurückgekehrten Zerstörer Umikaze, Kawakaze, Suzukaze und Isokaze (Capt. Murakami) erneut aus, gefolgt von der Fubuki, Hatsuyuki und Murakumo. Die Zerstörer landen ihre Truppen in der Nacht zum 29.8. nahe Cap Taivu.
29.8.: Japanische Flugzeuge versenken den APD Colhoun aus einem kleinen US Nachschubverband bestehend aus einem Transporter und den APDs Little und Colhoun. In der Nacht vom 29.-30.8. landen Yudachi, P 1 und P 34 Truppen auf der Insel. In der Nacht vom 31.8.-1.9. werden 1000 Mann des Kawaguchi Detachements von den Zerstörern Kagero, Fubuki, Hatsuyuki, Murakumo, Umikaze, Kawakaze, Suzukaze und Amagiri angelandet.

Von den jap. U-Booten wird I-17 (FKpt. Nishino) am 27.8. durch ein Flugzeug der Wasp beschädigt. Beim Versuch einen US-Konvoi mit Verstärkungen anzugreifen, wird am 29.8. das jap. U-Boot I-123 von dem Zerstörer- Minensucher Gamble versenkt. Am 30.8. klärt das Flugzeug von I-19 (FKpt. Nahara) über Santa Cruz auf. Am 31.8. greift I-26 (FKpt. Yokota) die TG.61.1 an und torpediert die Saratoga

24.8.– 11.9.1942
Südwestpazifik

Schlacht um die Milne-Bay. In der Nacht vom 24.-25.8. landen sieben jap. Landungsboote aus Buna 1318 Mann der 5. Sasebo-Spezial-Landungstruppe auf der Goodenough Insel vor der Papua-Halbinsel. In der folgenden Nacht bringen zwei Transporter 1171 Mann der 5. Kure- und 5. Sasebo-Spezial-Landungstruppe auf der östlichen Seite der Milne-Bay an der Südostspitze der Papua-Halbinsel. KAdm. Matsuyama hat den Befehl über den Deckungsverband mit den Kreuzern Tatsuta und Tenryu sowie den Zerstörern Tanikaze, Urakaze und Hamakaze und den U-Jägern Ch 22 und Ch 24. Dabei wird Urakaze durch Angriff von P-40 Jägern der RAAF beschädigt. Am 27.8. folgen 775 Mann der 3. Kure-Spezial-Landungstruppe an Bord der Zerstörer Arashi, Murakumo und Yayoi sowie dreier U-Jäger. Deckung durch den Matsuyama-Verband.

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19. Japan. U-Jäger Ch 25

Nach anfänglichen Erfolgen können sich die Japaner gegen den harten Widerstand der austral. und amerik. Truppen nicht mehr durchsetzen. Ein jap. Kreuzer-Vorstoß am 29.8. kann nicht verhindern, dass sie zurückgeworfen werden. Ro-33 (Kptlt Kuriyama) torpediert am 29.8. die austral. Malaita (3310 BRT) und wird anschließend von Arunta versenkt. Am 31.8. befiehlt der Oberbefehlshaber der 17. Armee (Gen.Lt Hyakutake), daß sich die Operationen der Armee auf Guadalcanal zu konzentrieren haben und daß die Einheiten aus der Milne-Bay evakuiert werden sollen. Während der austr. Zerstörer Arunta und die Sloop Swan Verstärkungen aus Port Moresby in die Milne-Bay bringen, evakuieren jap. Kreuzer und Zerstörer die dort gelandeten Bodentruppen. Bei dieser Unternehmung versenken am 5.9. die Tenryu und der Zerstörer Arashi einen alliierten Transporter. Die TF.44 (RAdm. Crutchley), Kreuzer Australia, Hobart und Phoenix, Zerstörer Selfridge, Bagley, Henley, Helm und Patterson, die am 7.9. aus Brisbane zur Unterstützung ausgelaufen war, kann am 11.9. nicht die jap. Zerstörer Isokaze und Yayoi abfangen, die bei der Evakuierung von Truppen von den Trobriand Inseln aushelfen. Letzterer fällt jedoch zwei US-Flugzeug-Angriffen zum Opfer.

24.8.– 14.10.1942
Indischer Ozean
Von Lorient aus marschiert als erstes Transport-U-Boot das japan. I-30 (FKpt Endo) ohne Zwischenfälle nach Penang, wo es am 9.10. einläuft. Auf dem Weitermarsch geht es aber mit seiner Ladung am 14.10. vor Singapore durch Minentreffer verloren.

25.8.1942
Nordsee
Minenunternehmungen der 2. S-Flottille (KKpt Feldt) mit 8 Booten (48 LMB) und der 4. S-Flottille (Kptlt. Bätge) mit 3 Booten (18 LMB) an der englischen Ostküste nördlich von Harwich; auf einer der Minen wird am selben Tag die brit Kyloe (2820 BRT) beschädigt.

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20. Britischer Zerstörer Eridge beschädigt und in Alexandria auf Grund gesetzt.

25.– 29.8.1942
Mittelmeer
Die brit. Zerstörer Aldenham, Croome, Eridge und Hurworth beschießen den Flugplatz bei El Daba an der ägypt. Küste. Am 29.8. wird Eridge (1690 ts) beim Angriff eines italienischen Kleinkampfverbandes mit 4 Motortorpedobooten und 6 Sprengbooten (Typ MTM) von MAS 228 schwer beschädigt. Obwohl sie von Aldenham nach Alexandria eingeschleppt wird, wird sie nicht mehr repariert und damit zum konstruktiven Totalverlust.

25.– 29.8.1942
Mittelatlantik
Von U 214 (Kptlt. G. Reeder) der nach Süden marschierenden Gruppe »Iltis« wird Konvoi SL.119 erfaßt, auf den die anderen 3 Boote U 566, U 406 und U 107 angesetzt werden, ferner auch die günstig stehenden 4 »Eisbär«-Boote U 68, U 156, U 172 und U 504, die auf dem Marsch nach Südafrika sind. in der Nacht zum 27.8. versenkt U 156 (KKpt. Hartenstein) den brit. Nachzügler Clan Macwhirter (5941 BRT). Auf Weisung der Skl. setzt die Gruppe »Eisbär« anschließend ihren Marsch fort. U 566 (Oblt.z.S. Remus) versenkt am 28.8. aus dem SL.119 die niederl. Zuiderkerk (8424 BRT) sowie die brit. City of Cardiff (14.085 BRT) und wird vom brit. Frachter Hopecrown durch Rammung so schwer beschädigt, dass es den Rückmarsch antreten muss. U 107 wird durch Wasserbombenverfolgung abgedrängt. Am 29.8. müssen auch die anderen Boote abdrehen. Nach Operation auf den Konvoi SL.119 sammeln sich ab 29.8. westl. Lissabon U 87, U 107, U 214, , U 333, U 406, und U 590 zur Bildung einer neuen Gruppe (Fortsetzung: 1.-24.9.).

25.– 30.8.1942
Nordmeer
Unternehmen »Zar«: Dt. Minenschiff Ulm (Kptlt. Biet) soll nach Rückkehr des Kreuzers Admiral Scheer das Gebiet nördlich von Kap Zhelanija verseuchen. Bletchley Park entschlüsselt die Funkanweisungen für das Unternehmen. Daraufhin werden die Zerstörer Marne, Martin und Onslaught zu einem Vorstoß an die norweg. Polarküste detachiert. Dabei treffen sie am 25.8. südostwärts der Bäreninsel auf die Ulm und versenken sie.

Von den gleichzeitig geplanten Minenunternehmungen »Peter« mit U 589 (Kptlt. Horrer) vor der Matochkin-Straße und »Paul« mit U 591 vor der Jugor-Straße kann nur »Peter« durchgeführt werden (28.8.). Auf ihr geht am 11.10. das sowj. Wachschiff SKR-23 / Musson verloren, der Transporter Shchors (3770 BRT) sinkt am 14.10. aus ungeklärter Ursache vor der Jugor-Straße.

26.8.1942
Ostsee
Vor Vikalla Flat wird der dt. U-Jagd-Trawler UJ 1216/ Star XXI im Gefecht mit sowj. Torpedoschnellbooten versenkt (Kriegsverbrechen).

26.8.– 15.9.1942
Mittelmeer
Im östlichen Mittelmeer operieren U 205, U 371, U 331 und U 375 (Kptlt. Könenkamp). Letzteres torpediert am 26.8 aus einem Konvoi die brit. Empire Kumari (ex-dt. Sturmfels, 6288 BRT), die beschädigt nach Haifa eingeschleppt und nicht mehr repariert wird. (Fortsetzung: 1.-24.9.)

27.8.1942
Westatlantik
In der Windwardpassage wird der Konvoi TAW.15 (21 Schiffe, Sicherung Zerstörer USS Lea (Cdr. Walsh), Minenleger HNeMS Jan van Brakel Korvetten HMCS Oakville, Halifax und Snowherry, 1 PC- und 3 SC-U-Jäger) durch U 94 (Oblt.z.S. Ites) gesichtet. Das Boot wird jedoch durch Wasserbombenwürfe von Catalina ,P6’ der VP-92 USN beschädigt und von der Oakville dreimal gerammt und versenkt. Inzwischen greift U 511 (Kptlt. Steinhoff) den Konvoi an, versenkt die Tanker San Fabian (brit., 13.031 BRT) und Rotterdam (ndl., 8968 BRT) und torpediert den US Tanker Aruba (8773 BRT).

27.– 31.8.1942
Nordatlantik
Aus ausmarschierenden Booten wird auf der Ostseite des Nordatlantik ab 27.8. eine neue Gruppe »Vorwärts« gebildet. Dazu gehören das von Island kommende U 609, ferner U 407, U 91, U 411, U 92, U 659, U 756, U 409, U 211 sowie das seit dem 15.8. in einem Warteraum stehende U 604 (Kptlt. Höltring), das dort bereits am 25.8. die niederl. Abbekerk (7906 BRT) versenkt hatte (Fortsetzung: 4.-14.9.).

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21. Angriff der RAF auf italienischen Großfrachter vor Nordafrika.

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Am 31.8. sichtet U 609 (Oblt.z.S. Rudloff) im Norden des Streifens den Konvoi SC.97 (58 Schiffe, Sicherung durch die EG C2 mit dem RN Zerstörern Burnham [LtCdr. Taylor, SOE] und Broadway sowie die Korvetten Brandon, Dauphin, Drumheller und Morden). U 609 greift sofort an und versenkt die panam. Capira (5625 BRT) sowie die norw. Bronxville (4663 BRT), wird dann aber abgedrängt. Am 1.9. morgens sind 6 U-Boote in der Nähe des Konvois, Angriffe von U 604 und U 756 schlagen fehl. Am Tage werden die U-Boote durch Catalina ,B’ der VP-73 USN von Island abgedrängt, U 91 wird dabei leicht beschädigt. U 756 (Kptlt. Harney) wird durch die kanad. Korvette Morden versenkt. In der Nacht zum 2.9. kommt nur noch U 91 erfolglos zum Schuß, tags muß die Operation wegen der starken Luftsicherung abgebrochen werden.

27.– 31.8.1942
Mittelmeer
Bei Kap Spada versenkt das brit. U-Boot P.35/ Umbra (LtCdr. Maydon) den im Geleit des Zerstörers Da Recco und der T-Boote Climene und Polluce nach Tobruk laufenden Transporter Manfredo Campiero (5463 BRT). Aus einem Konvoi auf dem Weg von Suda nach Tobruk, begleitet von dem Zerstörer ZG 3/ Hermes und 2 ital. T-Booten, versenken Flugzeuge der RAF die Dampfer Dielpi (1527 BRT) und Istria (5416 BRT). Am 27.8. sinkt die ital. Paolina (4894 BRT) durch Minentreffer bei Kap Bon, am 30.8. versenken brit. Bomber den Frachter Sanandrea (5077 BRT) bei St.Maria di Leuca. — Rorqual (LtCdr. Napier) legt am 30.8. bei Korfu eine Minensperre und torpediert bei Paxos die ital. Monstella (5311 BRT). Das Schiff wird zur Reede von Korfu geschleppt, dort am 31.8. aufgesetzt, aber als Totalschaden abgeschrieben. Am 31.8. läuft ein Konvoi mit 2 Frachtern und 3 T-Booten von Suda nach Tobruk. Von der RAF angegriffen, muß Tanker Abruzzi (2315 BRT) am 1.9. beschädigt auf Strand gesetzt werden (Ladung wird gerettet), Tanker Picci Fassio (2261 BRT) wird durch Lufttorpedo vernichtet.

29.8.1942
Kanal
Der dt. Hilfsminensucher M 3606 (ex-ndl. Trawler Ocean VI) wird vor Ostende bei einem Fliegerangriff versenkt.

29.– 31.8.1942
Nordmeer
Dt. Zerstörer Friedrich Eckoldt, Erich Steinbrinck and Richard Beitzen laufen von der Bogen Bucht aus, um den zurückkehrenden Schweren Kreuzer Admiral Scheer bei der Bäreninsel aufzunehmen und nach Narvik zu geleiten.

30.8.1942
allgemeine Lage / Nordafrika
Der dt. Angriff gegen den britische 8. Armee bei El Alamein bleibt 60 km vor Alexandria wegen Treibstoffmangels stecken. Wenige Tage später bricht GFM Rommel den Angriff ab. Die strategische Initiative in Nordafrika geht damit auf die Briten über (siehe Details).

30.– 31.8.1942
Nordpazifik
Auf die Nachricht von einer US-Landung auf der Alëuten-Insel Adak werden die jap. U-Boote Ro-61, Ro-62 und Ro-64 angesetzt, von denen Ro-61 (Kptlt. Tokutomi) am 30.8. den Flugzeugtender Casco torpediert, es wird aber am 31.8. von dem US-Zerstörer Reid mit Unterstützung durch eine Catalina der VP-43 USN versenkt. (Fortsetzung: 1.-25.9.)

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