1942 Mai

 

 

 

 

1. Hilfskreuzer Schiff 28 / Michel ...

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... mit Leichtem Schnellboot LS 4 "Esäuchen"

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1.5.1942
Südatlantik

Das brit. Turbinenschiff Menelaos (10307 BRT, Capt. J.H. Blyth) entkommt im Südatlantik dem Angriff des Hilfskreuzers Schiff 28 / Michel (FKpt. v. Ruckteschell) und seines S-Bootes. Nach der Alarmmeldung des Frachters schickt die Royal Navy den Schweren Kreuzer Shropshire sowie die Hilfskreuzer Canton und Cheshire auf die Suche. Vom 6.- 8.5. wird Schiff 28 aus Tanker Charlotte Schliemann versorgt, und am 20.5. versenkt es den norw. Frachter Kattegat (4245 BRT).

1.– 2.5.1942
Mittelmeer
Am 1.5. wird U 573 (Kptlt. Heinsohn) nordwestl. Kap Tenes durch Hudson „M" der 233. Sqn. RAF schwer beschädigt, kann aber nach Cartagena entkommen. Das Boot wird außer Dienst gestellt, an Spanien verkauft und später als G 7 wieder in Dienst eingesetzt. Am 2.5. wird U 74 (Oblt.z.S. Friederich) vor der span. Ostküste von den brit. Zerstörern Wishart und Wrestler mit Luftunterstützung durch Catalina „C" der 202. Sqn. RAF versenkt.

1.– 6.5.1942
Schwarzes Meer

Am 1.5. bringt der Flottillenführer Kharkov Nachschub nach Sevastopol und beschießt Landziele. In der Nacht zum 5.5. Beschießung dt. Stellungen an der Südost-Küste der Krim durch den sowj. Flottillenführer Kharkov und die Zerstörer Bditelny, Bezuprechny und Smyshleny. Am 6.5. sinkt der Transporter Vostok (2782 BRT) zwischen Novorossisk und Kamysh Burun durch Minentreffer.

1.– 12.5.1942
Nordatlantik
Erster kombinierter Truppen-Konvoi, AT.15 mit 13 Truppentransportern von New York nach Argentia und NA.8 mit 4 Truppentransportern von Halifax nach Großbritannien. Die Sicherung besteht aus der TF.38 mit Schlachtschiff New York, Kreuzer Brooklyn, Geleitträger Avenger und den 14 Zerstörern Buck, Charles F.Hughes, Hilary P.Jones, Eberle, Edison, Ericsson, Ingraham, Lansdale, Mayrant, Nicholson, Rhind, Rowan, Swanson und Trippe. Ankunft 12.5. in Londonderry. Mayrant, Rhind and Rowan verlegen zur Ablösung von Madison und Plunkett bei der TF.99 nach Scapa Flow.

1.– 29.5.1942
Nordmeer

Nach der Operation am QP.11 und PQ.15 gehen die sowj. U-Boote D-3, K-2, K-22 und K-23 an die Polarküste, wo K-2 (am 2.5.) und D-3 (am 2., 16. und 17.5.) mehrere dt. Konvois erfolglos angreifen. Am 12.5. verfehlt K-23 (Kpt. 3.Rg. Potapov mit Kpt. 2.Rg. Gadzhiev an Bord) vor Nordkyn einen Konvoi mit den Frachtern Karl Leonhard und Emsland, den Vp.-Booten V 6107, V 6106, V 6108 und der U-Jagdgruppe UJ 1101, UJ 1109, UJ 1110, denen das U-Boot mit seiner überlegenen Geschwindigkeit über Wasser zu entkommen versucht. Es wird jedoch von einem herangerufenen Flugzeug unter Wasser gedrückt und anschließend von den U-Jägern im Wabo-Gruppenangriff versenkt.

Die sowj. 3. U-Boot-Division (Kpt. 3.Rg. Morozov) operiert weiterhin gegen den Geleitverkehr beiderseits der Varanger-Halbinsel. In mehreren Unternehmungen führen M-172 (am 11., 15. und 16.5.), M-176 (am 14., 19. und 27.5) und M-171 (am 23.5) Angriffe gegen Konvois. Die U-Boote entkommen den Wasserbombenverfolgungen deutscher Sicherungsfahrzeuge oft nur knapp, so z. B. am 15.5. M-172 (Kpt. 3.Rg. Fisanovich) nach Angriff auf das Lazarettschiff Birka und einer anschließenden 8-stündigen Verfolgung, bei der UJ 1104 und UJ 1108 zusammen 126 Wabos werfen, dann jedoch im Feuer sowj. Küstenbatterien auf der Fischer-Halbinsel abdrehen müssen. Am 18.4. greifen die sowjet. Schnellboote TKA-13 und TKA-14 im Varangerfjord dt. Zerstörer an, bleiben aber ohne Erfolg.

1.– 23.5.1942
Westatlantik
Nacheinander treffen 13 dt. U-Boote als 6. Welle an der US-Ostküste und in kanad. Küstengewässern ein und operieren in Einzeloperationen gegen den noch weitgehend ungesichert laufenden Küstenverkehr. Es versenken: U 564 (Kptlt. Suhren) 4 Schiffe mit 24.390 BRT, ferner 2 Schiffe mit 13.245 BRT torpediert, U 333 (Kptlt. Cremer) 3 Schiffe mit 13.596 BRT, ferner 1 Schiff mit 8327 BRT torpediert, U 455 (Kptlt. Gießler) 1 Schiff mit 6994 BRT, U 553 (Kptlt. Thurmann) 3 Schiffe mit 16.995 BRT, U 588 (Kptlt. Vogel) 4 Schiffe mit 13.975 BRT, ferner 1 Schiff mit 7460 BRT torpediert, U 593 (Kptlt. Kelbling) 1 Schiff mit 8426 BRT, ferner 1 Schiff mit 4853 BRT torpediert, U 653 (Kptlt. Feiler) 1 Schiff mit 6225 BRT, U 135 (Kptlt. Praetorius) 1 Schiff mit 7127 BRT, U 432 (Kptlt. Schultze) 5 Schiffe mit 6110 BRT, ferner 1 Schiff mit 7073 BRT torpediert, U 352 (Kptlt. Rathke) wird am 9.5. südl. Kap Hatteras nach einem fehlgeschlagenen Angriff auf USCG Kutter Icarus durch Gegenangriff versenkt. U 98 und U 566 kehren ohne Erfolg zurück. U 213 (Oblt.z.S. v.Varendorff) legt am 14.5. bei St. John’s eine Minensperre, doch ohne Erfolg (Fortsetzung 14.- 30.5.)

1.5.– 3.6.1942
Pazifik
US U-Boot-Operationen. Vor Japan versenken: Grenadier (LtCdr. Lent) am 1.5. irrtümlich den sowj. Transporter Angarstroi (4761 BRT) und am 8.5. den japan. Truppentransporter Taiyo Maru (14.457 BRT); Trout (LtCdr. Fenno) am 2.5. Uzan Maru (5019 BRT) und am 4.5. Kongosan Maru (2119 BRT); Drum (LtCdr. Rice) am 2.5. den Seeflugzeugträger Mizuho, am 13.5. Shonan Maru (5356 BRT) und am 25.5. Kitakata Maru (2380 BRT); Silversides (LtCdr. Burlingame) beschädigt am 10.5. das Vp-Boot Ebisu Maru Nr.5 (131 BRT), torpediert am 17.5. in einem Komvoi die Transporter Thames Maru (5871 BRT) und Tottori Maru (5978 BRT), und am 22.5. die Asahisan Maru (4550 BRT); Tuna (LtCdr. DeTar) versenkt am 15.5. die Toyohara Maru (805 BRT); Triton (LtCdr. Kirkpatrick) am 17.5. das japan U-Boote I-164 (1625 t; Kptlt. Ogawa †); Pompano (LtCdr. Parks) am 25.5 den Tanker Tokyo Maru (902 BRT) und am 30.5. den Truppentransporter Atsuta Maru (7937 BRT); Pollack (LtCdr. Mosely) attackiert im Mai mehrere Fischerfahrzeuge mit dem Bordgeschütz und versenkt am 31.5 den Bewacher Shunsei Maru Nr.5 (92 BRT).

Bei Truk versenkt Triton (LtCdr. Kirkpatrick) am 1.5. Calcutta Maru (5338 BRT), am 6.5. Taiei Maru (2217 BRT) und Taigen Maru (5660 BRT). Im Gebiet der Karolinen versenken Greenling (LtCdr. Bruton) am 4.5. die Kinjosan Maru (3262 BRT), S-42 (Lt. Kirk) am 11.5. den jap. Minenleger Okinoshima und S-44 (Lt. Moore) am 12.5. das Werkstattschiff Shoei Maru (5644 BRT). Tautog (LtCdr. Willingham) torpediert am 16.5. den Tanker Goyo Maru (8469 BRT), versenkt am 17.5. das U-Boot I-28 (siehe unten) und am 25.5. den Transporter Shoka Maru (4467 BRT), am 22.5. wird die Sanko Maru (5461 BRT) beschädigt. Gar (LtCdr. McGregor) bleibt ohne Erfolg

Im Südchinesischen Meer versenken Skipjack (LtCdr. Coe) am 6.5. die Kanan Maru (2567 BRT), am 8.5. aus einem Konvoi den Armeetransporter Burun Maru (4804 BRT) und am 17.5. die Taizan Maru (5478 BRT), beschädigt Permit (Lt. Chapple) am 25.5. die Senko Maru (4472 BRT), versenken Salmon (LtCdr. McKinney) am 25.5 das Werkstattschiff Asahi (altes Linienschiff, 11441 ts) und am 28.5 die Ganges Maru (4382 BRT) und Seal (LtCdr. Hurd) zusammen mit Swordfish (LtCdr. Smith) am 29.5 den Armeetransporter Tatsufuku Maru (1946 BRT).

1.5.– 2.6.1942
Schwarzes Meer
Sowj. U-Boot-Operationen. Vor Tuzla operieren die Küsten-U-Boote M-117 und M-118, sie werden vom M-111 abgelöst. Vor Evpatoria und Feodosia operieren M-35, M-60, später M-35 und M-112. Vor Odessa operiert A-3, es wird von A-2 abgelöst und übernimmt erneut im letzten Drittel des Monats. Am 29.5. versenkt A-3 (Kptlt. Tsurikov) den rumänischen Dampfer Sulina (3495 BRT). Von dem mittelgroßen U-Booten kreuzen Shch-207 vor Kap Emine, Shch-201 vor Varna, Shch-205 vor Achtopol, wo es am 18.5. den türk. Dampfer Duatepe (128 BRT) und am 23.5 den türk. Dampfer Safak (682 BRT) versenkt, und Shch-214 am Bosporus, wo es mit Artillerie und Sprengladungen am 29.5, 30.5. und 2.6. die 3 türkischen Küstensegler Hudavendigar, Mahbubdihan und Kaynarea versenkt. Die anderen Boote der Schwarzmeer- Flotte werden immer häufiger für Versorgungsunternehmungen nach Sevastopol in Anspruch genommen.

2.– 9.5.1942
Mittelmeer
Brit. U-Boot-Operationen. Vor der Küste Albaniens torpediert Proteus am 2.5. den dt. Frachter Otto Leonhard (3682 BRT, er läuft auf Grund, wird aber später als Stützpunkt für Kampfschwimmer genutzt) und versenkt am 5.5.bei Navarino einen griech. Kleinsegler (89 BRT). Am 5.5. marschiert ein Konvoi mit 3 Schiffen von Neapel nach Bengasi, gesichert von den Zerstörern Vivaldi, Turbine und den T-Booten Pegaso und Cosenz. Am 7.5. wird der Konvoi von Thorn (Lt. Norfolk) angegriffen, das zwar keine Treffer erzielt, aber durch Wasserbombenangriffe der beiden Zerstörer ernstlich in Bedrängnis gerät. Auf dem Verlegungsmarsch von Malta nach Gibraltar gerät das Versorgungsboot Olympus (LtCdr. Dymott) am 8.5. auf eine von der dt. 3. S-Boot- Flottille ausgebrachte Minensperre und sinkt. Der U-Boot-Stützpunkt auf Malta wird daraufhin vorübergehend gesperrt. Upright (Lt. Wraith) greift am 9.5. vor der Küste Kalabriens einen Schleppzug an und versenkt ein Schwimmdock.

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2. Bergung eines jap. Klein-Unterseebootes
Typ A in der Bucht von Sidney.
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2.– 31.5.1942
Indischer Ozean

A-Gruppe des jap. 8. U-Boot-Geschwaders (KAdm. Ishizaki) operiert gegen die Vorbereitungen der Alliierten zur Besetzung Madagaskars (siehe 4.-8.5.). Das am 22.4. von Penang ausgelaufene I-30 (FKpt. Endo) klärt nach Versorgung aus dem Hilfskreuzer Aikoku Maru auf der Suche nach der »British Eastern Fleet« mit seinem Bordflugzeug am 7.5. über Aden, am 8.5. über Djibouti, am 19.5. über Sansibar und Dar-es-Salam und mit Sehrohr am 20.5. vor Mombasa auf. Die am 29./30.4. von Penang ausgelaufenen I-10, I-16, I-18 und I-20 versorgen am 5.5. aus dem Hilfskreuzer Hokoku Maru. Am 20.5. klärt I-10 mit seinem Bordflugzeug über Durban auf und beobachtet in den folgenden Tagen East London, Port Elizabeth und Simonstown. Nach weiteren Feststellung brit. Seestreitkräfte klärt I-10 mit seinem Bordflugzeug in der Nacht zum 30.5. über der Bucht von Diego Suarez auf, I-16 und I-20 setzen ihre Klein-U-Boote aus, die in der Nacht zum 31.5. das Schlachtschiff Ramillies und den Tanker British Loyalty (6993 BRT) torpedieren. Das Klein-U-Boot von I-18 fällt dabei wegen Motorstörung aus. Mit zwei weiteren Flügen sucht das Flugzeug von I-10 das Ergebnis des Angriffes zu erkunden. Während I-30 nochmals Durban aufklärt, laufen die anderen 4 U-Boote weiter zur Handelskriegführung in der Mozambique-Straße.

2.5.– 17.6.1942
Südpazifik

B-Gruppe des jap. 8. U-Boot-Geschwaders (Kpt.z.S. Sasaki) operiert im Südpazifik. I-21 klärt im Raum Neukaledonien auf und versenkt am 5.5 die amerik. John Adams (7180 BRT) und am 6.5. die griech. Chloe (4641 BRT). Vom 5.-11.5. bilden I-22, I-24, I-27 und I-28 einen Vorpostenstreifen zur Deckung der Port Moresby-Operation gegen US-Trägergruppen. Schon auf dem Anmarsch wird I-21 (FKpt. Matsumura) am 2.5. von einem Flugzeug des Trägers Yorktown angegriffen, macht aber über den besonderen Flugzeugtyp keine Meldung, so dass die US Träger unentdeckt bleiben. Nach der Schlacht im Korallenmeer treten die U-Boote den Rückmarsch nach Truk an, um dort Klein-U-Boote an Bord zu nehmen, dabei wird I-28 (KKpt. Yoijima) am 17.5. südlich Truk durch das US U-Boot Tautog (LtCdr. Willingham) versenkt. (Fortsetzung 16.- 23.5.)

3.– 8.5.1942
Südpazifik
Trägerluftschlacht im Korallenmeer.
Japan. Plan: Amphibische Landung bei Port Moresby (Neu Guinea) am 10.5. und Einrichtung eines Luftstützpunktes auf der südlichen Salomoneninsel Tulagi. Gesamtleitung VAdm. Inoue. Japan. Kräfte: Tulagi-Gruppe (KAdm. Shima): Minenschiff Okinoshima, Zerstörer Kikutsuki und Yuzuki, 8 Hilfsminensuchboote, einige kleinere Fahrzeuge und 1 Transporter mit Teilen des 3. Kure-Spezial-Landungsverbandes. Port Moresby-Gruppe (KAdm. Kajioka): Kreuzer Yubari, Minenschiff Tsugaru, Zerstörer Oite, Asanagi, Uzuki, Mutsuki, Mochitsuki, Yayoi, einige kleinere Einheiten und 11 Transporter mit dem Gros des 3. Kure-Spezial-Landungsverbandes und dem Südsee-Detachement (Gen.Maj. Horii). Unterstützungsgrupppe (KAdm. Marumo): Kreuzer Tenryu, Tatsuta, 1 Flugzeugmutterschiff und 3 Kanonenboote. — Deckungsgruppe (KAdm. Goto): Kreuzer Aoba, Kako, Kinugasa, Furutaka, Flugzeugträger Shoho, Zerstörer Sazanami. — Trägergruppe (KAdm. Hara) mit Zuikaku und Shokaku, gesichert durch VAdm. Takagi mit den Kreuzern Myoko und Haguro, den Zerstörern Ushio, Akebono, Ariake, Yugure, Shiratsuyu, Shigure und einem Tanker. US-Kräfte: Task Force 17 (RAdm. Fletcher) mit den Trägern Yorktown, den Kreuzern Astoria, Chester und Portland und den Zerstörern Morris, Anderson, Hammann und Russell, vereinigt sich am 1.5. mit der Task Force 11 (RAdm. Fitch). Diese besteht aus Flugzeugträger Lexington, den Kreuzern (RAdm. Kinkaid) Minneapolis und New Orleans und den Zerstörern Phelps, Dewey, Farragut, Aylwin und Monaghan. — Unterstützungsgruppe (RAdm. Crace) Task Force 44: austr. Kreuzer Australia, Hobart und US-Kreuzer Chicago, Zerstörer Perkins und Walke operiert südwestlich und stößt am 4.5. hinzu. — Tankergruppe: Neosho und Tippecanoe sowie Zerstörer Sims und Worden. — U-Boote: S 37, S 38, S 39, S 40, S 41, S 42, S 43, S 44, S 45, S 46, S 47.

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3. Flugzeugträger Lexington sinkt.

3.5.: Jap. Landung auf Tulagi. 4.5.: 99 Trägerflugzeuge der Yorktown greifen die jap. Tulagi-Gruppe an und versenken den Zerstorer Kikutsuki sowie 3 Minensucher und beschädigen 4 weitere Schiffe. 5.5.: Brennstoffergänzung der US-Träger und Kreuzer, danach Vorstoß in Richtung auf die erwartete jap. Landungsflotte für Port Moresby. Gleichzeitig dringt die jap. Trägergruppe von Osten her in das Korallenmeer ein. 6.5.: Beide Verbande suchen sich vergeblich bei unsichtigem Wetter, obwohl sie zeitweise nur 70 sm voneinander entfernt sind. 7.5.: 93 US-Trägerflugzeuge greifen die jap. Deckungsgruppe, jap. Flugzeuge die US-Versorgungsgruppe an: jap. Träger Shoho (Kpt.z.S. Izawa †), US-Tanker Neosho und Zerstorer Sims werden versenkt. Jap. Zerstörer Sazanami rettet 100 Überlebende des Trägers. 8.5.: Am Vormittag sichten sich beide Trägergruppen und starten ihre Flugzeuge (90 japan. / 78 amerik.) zum Angriff. Shokaku erhält 3 Bombentreffer, wahrend die Lexington (Capt. F.C. Sherman) nach Bomben- und Torpedotreffern aufgegeben werden muß. Yorktown wird beschädigt. Obwohl die Japaner einen taktischen Erfolg errungen haben, verzichten sie auf die Port Moresby-Landung (Operation »MO«). Damit hat die amerik. Flotte ihre strategische Absicht erreicht.

Nachhut-Gefecht: Am 11.5. torpediert das US U-Boot S-42 (Lt. Kirk) den nach Japan zurück marschierenden Minenleger Okinoshima westl. von Buka. Am 12.5. versenkt S-44 (Lt. Moore) das zur Hilfeleistung detachierte Reparaturschiff Shoei Maru. Auf Grund ihrer schweren Schäden sinkt die Okinoshima schließlich, der zu ihrer Sicherung abgestellte Zerstörer Mochizuki kann es nicht verhindern.

3.– 10.5.1942
Nordmeer
Der sowj. Zerstörer Gromki und die Wachschiffe Smerch, SKA-211, SKA-212 und MO-124 unterstützen am 3.- 4.5 in der Bucht von Liza sowjet. Armeestreitkräfte bei ihrem Vorstoß nach Westen. Zu Verstärkung der deutschen Stellungen in Nordnorwegen verlegt am 9.-10.5. der Kreuzer Admiral Scheer mit dem Flottentanker Dithmarschen und den Torpedobooten T 5 und T 7 von Trondheim nach Narvik.

4.5.1942
Mittelmeer / Nordafrika
OKW-Weisung zur Eroberung von Malta (Unternehmen »Herkules«).
Nach Übereinkunft zwischen Hitler und Mussolini soll Anfang Juni die Offensive in Nordafrika wieder aufgenommen und Tobruk besetzt werden. Im Juli, bevor die dt.ital. Truppen weiter nach Ägypten vordringen, soll die Insel Malta durch Luftlandetruppen erobert werden. Es bleibt jedoch nur bei den Vorbereitungen (13.4. bis 24.6) zu dem Unternehmen. Obwohl Marschall Graf Cavallero, Chef des ital. Wehrmachtsgeneralstabes, sich mit dem Plan zur Offensive in der Cyrenaika nur einverstanden erklärt, wenn das Unternehmen »Herkules« nicht beeinträchtigt wird, verschiebt Hitler am 21.5. nach dem Beginn einer sowjet. Großoffensive an der Südwestfront und dem Erfolg der Operation »Bowery« (8. bis 15.5.) die Eroberung Maltas auf unbestimmte Zeit.

4.– 6.5.1942
Philippinen

Landung japan. Truppen auf Corregidor nach 3-tägigem Vorbereitungsbeschuss. Noch am Vortag evakuiert das amerik. U-Boot Spearfish das letzte militär. Personal von der Insel. Zwischen 4. und 6.5. gehen die Minensucher Tanager, Pigeon, Finch, Quail und die Kanonenboote Mindanao, Luzon, Oahu durch Artilleriebeschuss, Fliegerbomben, Selbstversenkung verloren. Die Japaner bringen 11.574 Gefangene ein. Am 6.5. endet der letzte organisierte Widerstand der US-Streitkräfte. Damit sind auch die Philippinen vollständig in japanischer Hand.

4.– 8.5.1942
Indischer Ozean
Britische Landung auf Madagaskar (Operation »Ironclad«).
Besetzung des französischen Flotten-Stützpunktes Diego Suarez. 4.5.: Nach Abschluß monatelanger Vorbereitungen (siehe 23.3.-22.4.) erreicht die brit. Invasionsflotte (Capt. Oliver) das Landungsgebiet im Nordwesten der Insel. Der Verband besteht aus dem Flaggschiff Kreuzer Devonshire, den Zerstörern Active, Anthony, Duncan, Inconstant, Javelin, Laforey, Lightning, Lookout, Pakenham, Paladin und Panther, den Korvetten Freesia, Auricula, Nigella, Fritillary, Genista, Cyclamen, Thyme und Jasmine sowie den Minensuchern Cromer, Poole, Romney und Cromarty und den Transportern. Der Deckungsverband (RAdm Syfret) operiert mit dem Schlachtschiff Ramillies, den Trägern Illustrious und Indomitable sowie den Zerstörern Active, Duncan, Javelin, Lookout, Inconstant, Paladin und Panther. Die Hermione führt einen Ablenkungsvorstoß durch. — 

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4. Französisches U-Boot Le Héros 
(rechts) im Bau, daneben Le Centaure.  

5.5.: Angriff brit. Trägerflugzeuge auf die franz. Flugplätze und Schiffe. Hilfskreuzer Bougainville wird durch Flugzeuge der Illustrious versenkt und U-Boot Bévéziers durch Wasserbomben vernichtet (später wird es gehoben). Die brit. Landung in der Courrier-Bucht, wo die Korvette Auricula auf eine Mine läuft, erfolgt ohne Widerstand, jedoch wird der weitere Vormarsch der brit. Landungstruppen am 5. und 6.5. durch die franz. Verteidiger aufgehalten. Eine Landung brit. Marineinfanteristen durch den Zerstörer Anthony und die Wegnahme wichtiger Zentralen läßt jedoch den franz. Widerstand schnell zusammenbrechen. Das Kanonenboot D'Entrecasteaux, das die Verteidiger mit seiner Artillerie unterstützt hat, muß sich auf Grund setzen, nachdem es durch Flugzeuge der Indomitable und durch das Geschützfeuer des Zerstörers Laforey beschädigt wird. 7.5.: Franz. U-Boot Le Héros wird beim Angriffsversuch auf das Gros der brit. Flotte durch Korvette Genista und Flugzeuge der Illustrious versenkt. 8.5.: U-Boot Monge greift den brit. Träger Indomitable erfolglos an und wird anschließend durch die Zerstörer Panther und Active versenkt. Das franz. U-Boot Le Glorieux und das Kanonenboot D'Iberville entkommen nach Süd-Madagaskar und von dort später nach Toulon. Die ital. Frachter Ducca degli Abruzzi (2315 BRT) und Somalia (2699 BRT) und der deutsche Frachter Wartenfels (später: Empire Tugela, 6186 BRT) werden selbstversenkt.

4.30.5.1942
Nordsee

Bomber des RAF Coastal Command versenken vor der norwegischen Westküste am 4. und 5.5. die Frachter Klaus Fritzen (2936 BRT) bei Maalöy und Konsul Carl Visser (5870 BRT) bei Aalesund, in der südlichen Nordsee am 4.5. den Frachter Sizilien (4647 BRT) bei Borkum, am 7.5. die schwed. Ruth (3622 BRT) vor Den Helder, am 15.5. die norw. Selje (6698 BRT) bei Ameland und am 30.5. den schwed. Erzfrachter Värmdö (2956 BRT) vor Den Helder.

5.31.5.1942
Luftkrieg Westeuropa
Verluste durch brit. Luftminen: Am 4.5. geht der dän. Dampfer Herrenwyk (3989 BRT) in der Kieler Bucht verloren, der dt. Tanker Zabern (6233 BRT) wird am 5.5. in der Kieler Bucht, Trossschiff Ermland (11.232 BRT) am 10.5. in der Biskaya schwer beschädigt. Am 23.5. sinkt das dt. Vorpostenboot V 1808/ Dortmund in den Hoofden, am 24.5. die norw. Boer (527 BRT) vor der holländischen Küste, am 30.5. der dt. Frachter Orkan (ex-estn. Baltonia, 1354 BRT) in der Ostsee vor der Greifswalder Oie.

5.5.– 22.6.1942
Westatlantik
Eine Welle von 7 U-Booten marschiert einzeln von Cape Hatteras zur Florida-Straße und ins Gebiet der Großen Antillen, Kuba, Yucatan und Ostkaribik. Bei ihren Unternehmungen versenken sie zahlreiche Schiffe: U 106 (Kptlt. Rasch) 5 Schiffe mit 29.154 BRT, ferner 1 Schiff mit 4639 BRT beschädigt, U 753 (KKpt. v. Mannstein) 2 Schiffe mit 13.769 BRT, ferner 2 Schiffe mit 6908 BRT beschädigt, U 751 (Kptlt. Bigalk) 2 Schiffe mit 4555 BRT, U 558 (Kptlt. Krech) 7 Schiffe mit 19.002 BRT, ferner 1 Schiff mit 7061 BRT beschädigt, U 103 (Kptlt. Winter) 9 Schiffe mit 42.169 BRT, U 107 (Kptlt. Gelhaus) 6 Schiffe mit 26.983 BRT.

7.– 27.5.1942
Mittelmeer
Minensperrgürtel vor Malta. Dt. 3. S-Flottille (Kptlt. Kemnade) legt ost- und nordostwärts Malta sowie vor La Valetta die Sperren MT.19 bis MT.24 mit 108 EMC-Minen, 16 Reiß- und 46 Sprengbojen. Dabei gehen S 31 am 10.5. auf einer Mine vor La Valetta und S 34 am 17.5. durch Beschuss der Küstenbatterien von Malta verloren. -- Vom 21.- 27.5. verlegt die Flottille von Sizilien über Kreta zu ihrem neuen Stützpunkt Derna (Nordafrika).

7.5.– 24.6.1942
West- / Zentralatlantik
Einzeloperationen dt. U-Boote im Golf von Mexiko, der Karibik und vor den Antillen. Es versenken: U 69 (Oblt.z.S. Gräf) vom 12. bis 21.5. insgesamt 4 Schiffe mit 12.030 BRT, ferner auf dem Rückmarsch am 5.6. einen verlassenen, nicht identifizierten kleinen Schlepper mit Artillerie und Sprenggranaten, U 155 (Kptlt. Piening) vom 14. bis 30.5. insgesamt 6 Schiffe mit 29.799 BRT, U 156 (KKpt. Hartenstein) vom 13.5. bis 24.6. insgesamt 11 Schiffe mit 44.101 BRT, ferner werden am 18.5. der brit. Tanker San Eliseo und am 25.5. US-Zerstörer Blakeley torpediert, U 502 (Kptlt. v. Rosenstiel) vom 24.5 bis 15.6. insgesamt 8 Schiffe mit 44.855 BRT, U 504 (KKpt. Poske) vom 29.5. bis 14.6. insgesamt 6 Schiffe mit 19.418 BRT.

8.– 15.5.1942
Mittelmeer
Alliiertes Versorgungsunternehmen für Malta (Operation »Bowery«). Die brit./amerik. Force W (Commodore Daniell) mit Schlachtkreuzer Renown, US-Träger Wasp (US), brit. Kreuzer Charybdis, brit. Zerstörer Echo und Intrepid sowie US-Zerstörer Lang und Sterett läuft am 3.5. von Scapa Flow aus. In der Nacht zum 8.5. vereinigt sich der Verband mit einem brit. Verband aus Gibraltar, bestehend aus dem Träger Eagle, Zerstörer Partridge, Ithuriel, Antelope, Wishart, Wrestler, Westcott, Vidette, Georgetown und Salisbury. Am 9.5. starten jeweils 47 und 17 Spitfire-Jäger von den Trägern. Drei Maschinen gehen verloren, der Rest erreicht jedoch Malta. Diese Verstärkung bedeutet nach den Erfolgen im April den Wendepunkt für die deutschen Luftoffensive gegen Malta. Von nun an erleiden die angreifenden dt./ital. Bomberverbände schwere Verluste (siehe auch 4.5.) Force W kehrt am 16.5. zurück nach Scapa Flow. Während des Unternehmens verläßt der schnelle Minenleger Welshman am 8.5. Gibraltar und erreicht am 10.5. Malta mit wichtigem Nachschub. Nach dem Löschen der Ladung sticht er sofort wieder in See und erreicht am 12.5. Gibraltar.

8.– 16.5.1942
Schwarzes Meer
Die dt. 11. Armee (GenOberst v. Manstein) greift die auf der Halbinsel Kertsch stehende sowj. Krim-Front an, durchbricht die Front im Süden und vernichtet die sowj. Kräfte mit ihrer Masse westlich von Kertsch, Reste sowj. Truppen entkommen über die Straße von Kertsch auf die Taman-Halbinsel. Von Süden her greifen vom 10.-16.5. mit geringem Erfolg der sowj. Kreuzer Voroshilov, die Flottillenführer Tashkent und Kharkov, die Zerstörer Soobrazitelny und Bditelny in die Kämpfe ein. Versorgung Sevastopols mit insgesamt 77 Einsätzen der U-Boote im Mai und Juni. Ab 7.5. D-4 (Kptlt. Izrajlevich, 5 Fahrten), L-4 (Kpt. 3.Rg. Polyakov, 7 Fahrten), ab 15.5. L-5 (Kptlt. Zhdanov, 6 Fahrten), L-23 (Kpt. 3.Rg. Fartushny, 7 Fahrten), ab 30.5. S-31 (Kptlt. Belorukov, 5 Fahrten), S-32 (Kpt. 3.Rg. Pavlenko, 7 Fahrten), am 27. und 29.5 kommen A-2 und M-117 bei Luftangriffen auf Sevastopol zu Schaden. (Forts. 1.-7.6. ). Auch die Versorgung über See wird fortgesetzt. Am 9.5. läuft der Transporter Serov nach Sevastopol, gesichert von den Zerstörern Soobrazitelny und Bditelny, am 12.5. bringen die Zerstörer selbst weiteren Nachschub. Am 10.5. wird der Transporter Chernomorets (1048 BRT) auf dem Weg von Kertsch nach Novorossisk von Flugzeugen angegriffen und sinkt, 500 Verwundete ertrinken. Am 11.5. werden das Kanonenboot Rion und der Seeleichter Anakriya (422 BRT) mit 400 Verwundeten durch Flugzeuge versenkt. Am 12.5. geht bei Enikale der Transporter Krasny Flot (712 BRT) verloren, bei Temryuk werden die Transporter Krasny Moryak (348 BRT) versenkt und Volga Don (956 BRT) beschädigt, und in Kertsch werden die Wachboote SKA-0411, SKA-0183, SKA-0611, SKA-0133, SKA-0811 und PK-083 Opfer von Luftangriffen. Am 13.5. kommt das Kanonenboot Dnestr bei einem Luftangriff auf Temryuk zu Schaden. Vom 12.-14.5. bringen Kreuzer Krasny Krym und die Zerstörer Dzerzhinski und Nezamozhnik 2250 Mann Personalersatz nach Sevastopol. Am 14.5. läuft Dzerzhinski auf eine Luft-Grundmine und sinkt (260 Tote), während Tashkent , Kharkov und Nezamozhnik Landziele beschießen.

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5. Sperrbrecher 36 / Eider wird schwer beschädigt eingebracht

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9.5.1942
Nordsee
Der dt. Sperrbrecher 36 / Eider läuft vor Helgoland auf eine Mine, kann zwar eingebracht werden, doch sind die Schäden so groß, daß das Schiff außer Dienst gestellt werden muß.

9.– 10.5.1942
Indischer Ozean
Die japan. Hilfskreuzer Hokoku Maru und Aitoku Maru bringen am 9.5. den holl. Tanker Genota (7987 BRT) zwischen Geraldton und Abadan auf. Er wird von der IJN später als Versorgungstanker in Dienst gestellt. Der dt. Hilfskreuzer Schiff 10 / Thor erbeutet am 10.5. den brit. Kombifrachter Nankin (7173 BRT) und schickt ihn mit seiner wertvollen Ladung unter Prisenbesatzung nach Japan. Er wird zum deutschen Blockadebrecher Leuthen ausgerüstet, geht aber im November 1942 bei der Uckermark-Katastrophe verloren

9.– 15.5.1942
Ostsee
Auslegung der Minensperren »Nashorn 1 - 5« durch die dt. Minenschiffe Kaiser und Roland zwischen Porkkala und Naissaari, später durch 9 weitere Teilstücke ergänzt. Insgesamt werden 1915 Minen gelegt.

9.– 19.5.1942
Kanal
Ausmarsch des Hilfskreuzers Schiff 23/ Stier (FKpt. Gerlach) am 9./10.5. von Kiel nach Rotterdam. Bei Vorbereitungen für den Kanal-Durchbruch sinkt am 9.5. nordwestl. Boulogne Minensucher M 533/ Raule nach Kollision mit Räumboot R 45, das ebenfalls verloren geht. Am 12.5. verläßt Schiff 23 Rotterdam, Sicherung durch 5. T-Flottille (FKpt. M. Schmidt) mit Kondor, Falke, Iltis und Seeadler sowie 16 Minenräumbooten. In den Frühstunden des 13.5. wird der dt. Verband von brit. Küstenbatterien in der Dover-Enge beschossen. Danach Angriff britischer Schnellboote. Iltis (Kptlt. W. Jacobsen †, 118 Tote) und Seeadler (Kptlt. Strecker, 85 Tote) sinken nach Torpedotreffern von MTB 221 und MTB 219. Der brit. Verband verliert MTB 220. Ab Boulogne Weitermarsch des Hilfskreuzers am 13.5. in kleinen Abschnitten. Am 15.5. früh Gefechtsberührung der Vorpostenboote V 204 und V 205 mit brit. Seestreitkräften. Die Vorpostenboote entziehen sich durch Nebeln, V 205 wird durch Artillerietreffer beschädigt. Am Mittag Angriff brit. Flugzeuge auf eine Minensuchgruppe mit M 26, M 152 und M 256, die den Weg des Hilfskreuzers vorab kontrollieren soll. M 26 geht vor Kap de la Hague verloren, M 256 wird schwer beschädigt und sinkt beim Einschleppen kurz vor Cherbourg (später gehoben und wieder in Dienst gestellt). Schiff 23 selbst bleibt ohne Gefechtsberührungen. Am 19.5. erreicht der Hilfskreuzer wohlbehalten Royan (Gironde-Mündung). Von hier aus gelingt in der Nacht vom 20./21.5. der unbemerkte Ausbruch in den Atlantik.

10.5.1942
Mittelmeer

Die von Großbritannien als Lazarettschiff eingesetzte Ramb IV (ex-ital., 3667 BRT, am 8.4.1941 in Massaua erbeutet) wird durch Ju 88 des LG.1 vor El Alamein versenkt.

10.5.1942
Südatlantik
US-Flugzeugträger Ranger startet 40 P-40-Jäger vor Accra an der Goldküste. Von dort fliegen sie zunächst ins Kriegsgebiet Nordafrika; später über den Nahen Osten nach Indien.

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6. Sturzkampfbomber Ju 88 bei der Verlegung in den Mittelmeerraum

10.17.5.1942
Biskaya

Die Blockadebrecher Portland (7132 BRT) und Münsterland (6408 BRT) laufen mit Ladungen von 4624 t Kautschuk, 600 t Zinn und 272 t Wolframerz bzw. 2620 t Kautschuk und 2920 t Walöl in Bordeaux ein.

10.5.– 17.6.1942
Arktis
Verlegung des sowj. U-Bootes M-121 vom Kaspischen Meer zur Nordflotte.

11.5.1942
Mittelmeer
Brit. Zerstörer Jervis (Capt. Poland), Kipling, Lively und Jackal stoßen von Alexandria aus gegen einen auf dem Marsch nach Bengasi gemeldeten dt.-ital. Geleitzug vor. Dabei wird der Verband südlich Kreta von dt. Aufklärern erfaßt und kehrt befehlsgemäß um. Am Nachmittag werden die Zerstörer durch 14 Ju 88 der I./Lehrgeschwader 1 (Hptm. Helbig) von Heraklion (Kreta) aus angegriffen, wobei Lively sinkt. Ein Angriff der II./LG.1 (Hptm. Kollewe) von Eleusis bei Athen aus bleibt erfolglos. Bei einem zweiten Angriff der I./LG.1 bei Sonnenuntergang werden auch Kipling und Jackal (am 12.5. ge-sunken) vernichtet, nur Jervis kann nach Rettung von 630 Überlebenden entkommen.

11.– 14.5.1942
Zentralatlantik
Auf den zufällig erfassten Konvoi SL.109 nach Freetown operieren die ausmarschierenden U-Boote U 126, U 161 und U 128 (Kptlt. Heyse), das am 13.5. den brit. Dampfer Denpark (3491 BRT) versenkt.

  
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7. »Adcock«-Antenne für den 
"High Frequency / Direction Finder".

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11.5.– 2.6.1942
Nordatlantik
Erster Versuch einer planmäßigen Operation der Gruppe »Hecht« mit U 124, U 94, U 569, U 406, U 96 und U 590 auf der Nordamerikaroute. Auf dem Anmarsch zum ersten Vp.-Streifen sichtet U 569 (Kptlt. Hinsch) am 11.5. den Konvoi ONS.92 (41 Schiffe) mit Escort Group A3 (Cdr. Hefferman): US-Zerstörer Gleaves, USCG-Cutter Ingham, kanad. Korvetten Arvida, Algoma, Shediac, Bittersweet und Rettungsschiff Bury (mit HF/DF). In der Nacht zum 12.5. kommt zuerst U 124 (Kptlt. Mohr) zum Schuss und versenkt die brit. Frachter Empire Dell (7065 BRT) und Llanover (7065 BRT). Anschließend feuern U 569 – evtl. 1 Treffer auf Havaristen – und U 94 (Oblt.z.S. Ites) – panam. Cocle (5630 BRT) versenkt. In einem 2. Anlauf versenkt wiederum U 124 die griech Mount Parnes (4371 BRT) und die brit. Cristales (5389 BRT). — In der nächsten Nacht verfehlt U 406 (Oblt.z.S. Dieterichs) eine Korvette infolge Torpedoversager, U 94 versenkt in 2 Anläufen die brit. Batna (4399 BRT) und die schwed. Tolken (4471 BRT). Dann geht die Fühlung am Konvoi in schlechtem Wetter verloren. Insgesamt gehen 7 Schiffe mit 36.284 BRT verloren. Der Misserfolg der Sicherungsfahrzeuge beruht zum Teil auf falscher Auswertung der vom Rettungsschiff Bury gelieferten HF/DF-Peilzeichen.

Am 20.5. nachmittags sichtet U 406 den Konvoi ONS.94, Sicherung durch die brit. EG.B7 mit den Zerstörern Churchill, Firedrake und den Korvetten Dianella, Kingcup, Loosestrife und Roselys (frei-franz.), doch wird U 406 nach 4 Stunden von einem Zerstörer und Flugzeugen abgedrängt, die anderen Boote kommen im Nebel der Neufundlandbank nicht heran. Nach einer Versorgung aus U 116 (KKpt. v. Schmidt) am 25.-27.5. nehmen die Boote der Gruppe »Hecht« wieder einen Vp.-Streifen in der Nahe der Neufundlandbank ein. Am 1.6. sichtet U 590 (Kptlt. Müller-Edzards) in schwerem Weststurm und bei mondheller Nacht den Konvoi ONS.96, Geleitschutz durch brit. EG. B1 mit Zerstörer Rockingham und den Korvetten Anchusa, Dahlia und Monkshood. Wegen der Wetterlage und der Nähe Neufundlands wird die Operation am 2.6. abgebrochen. (Fortsetzung 8.-21.6.).

13.– 18.5.1942
Nordmeer
Aufmarsch brit. Streitkräfte zur Deckung rückmarschierender Schiffe von Murmansk. Der nach dem Torpedotreffer vom 29.3. behelfsmäßig reparierte brit. Kreuzer Trinidad (Capt. Saunders) läuft am 13.5. mit den Zerstörern Somali, Matchless, Foresight und Forester aus Murmansk aus. Westlich der Bäreninsel brit. Aufnahmegruppe mit Kreuzern Nigeria (RAdm. Burrough), Kent, Liverpool, Norfolk. Weiter westwärts steht die ‘Home Fleet’ mit Schlachtschiff Duke of York, Flugzeugträger Victorious und Kreuzer London. Folgende Zerstörer ergänzen die Streitkräfte: Blankney, Eclipse, Escapade, Faulknor, Fury, Icarus, Inglefield, Lamerton, Marne, Middleton, Onslow, Oribi uand Wheatland. Vom zugesagten sowj. Fernjagdschutz bis 200 sm von der Küste treffen nur wenige Flugzeuge ein. Am 14.5. wird der Verband etwa 100 sm von der Küste durch dt. Luftaufklarung erfaßt, mehrere Angriffe durch T-Flugzeuge der I./KG.26 und Bomber der III./KG.30 bleiben erfolglos, dann trifft eine Ju 88 der III./KG.30 den Kreuzer im Sturzangriff. Das Schiff gerät in Brand, der am 15.5. nicht mehr unter Kontrolle zu bringen ist, so daß die Trinidad durch Matchless versenkt werden muß.

Bei dt. Luftangriffen auf die Reede von Iokanga zwischen dem 12. und 18.5. werden die Wachschiffe SKR-29/ Brilliant und SKR-21 (ex RT-73 Kuibyshev) versenkt, SKR-15, SKR-22, SKR Briz (ex RT-58 Spartak), die Minensucher T-904, T-911 und T-65 (ex RT-76 Astrakhan) beschädigt. SKR-29 wird im Sept. 1942 gehoben und 1944 wieder in Dienst gestellt. Am 15.5. greifen Ju 87 der I./St.G. 5 Murmansk an. Das sowj. U-Boot Shch-403 und der US-Frachter Yaka (6187 BRT) werden schwer beschädigt.

  
  

8. Vichy-franz. Flugzeugträger Béarn 
wird auf amerikanischen Druck hin demilitarisiert.

14.5.1942
Nordsee
Dt. Minensucher M 1307 / Neufisch I sinkt vor Esbjerg auf einer Mine.

14.5.1942
Westatlantik

Die seit Juni 1940 in Martinique und Guadeloupe liegenden vichy-franz. Kriegsschiffe (Flugzeugträger Béarn und Kreuzer Emile Bertin und Jeanne d'Arc) werden auf amerik. Druck hin demilitarisiert.

14.– 30.5.1942
Westatlantik
Einführung des durchgehenden Konvoi-Verkehrs an der US-Ostküste. Am 14.5. läuft der erste Konvoi von Hampton Roads nach Key West (NK), am 15.5. von Key West nach Hampton Roads (KN), am 19.5. der erste Zubringer-Konvoi von New York nach Halifax (BX). Die Zusammenfassung der Schiffe in Konvois läßt die Zahl der durch dt. U-Boote gesichteten Handelsschiffe schlagartig absinken. Wegen des Ausbleibens von Sichtungen werden U 135, U 213, U 432, U 455, U 553, U 566 und U 653 ab 21.5. in eine abgesetzte Aufstellung »Pfadfinder« gezogen, in die auch zwei neu eintreffende Boote, U-404 und U 578, einscheren. Die Aufstellung bleibt jedoch erfolglos, deshalb werden die Boote ab 27.5. wieder an die Küste herangeschoben. Dort versenken U 578 (KKpt. Rehwinkel) am 27.5. die ndl. Polyphemus (6269 BRT) und U 404 (Kptlt. v. Bülow) am 30.5. die amerik. Alcoa Shipper (5490 BRT).

14.– 31.5.1942
Mittelmeer
Bei U-Boot-Operationen der Achsenmächte gegen den brit. Tobruk-Verkehr versenkt das dt. U 431 (Kptlt. Dommes) am 20.5. den brit. Tanker Eocene (4216 BRT), U 83 verfehlt einen Konvoi, U 81, U 205, U 565 bleiben ohne Erfolg. U 568 (Kptlt. Preuß) wird am 28.5. nach 15-stündiger Verfolgung vor Sollum durch die brit. Zerstörer Hero, Hurworth und Eridge versenkt. Die ital. U-Boote Galatea, Nereide, Asteria, Platino und Beilul operieren erfolglos vor der Küste von Cyrenaika.

Bei U-Boot-Operationen der Alliierten gegen den ital. Nachschubverkehr nach Bengasi greift das brit. U-Boot Turbulent (Cdr. Linton) am 14., 18., 20., 24., 25. und 29.5. Konvois mit Zerstörer- und T-Boot-Sicherung an. Versenkt werden am 14.5. der Schoner San Giusto (243 BRT), am 18.5. die Bolsena (2384 BRT), am 29.5 die Capo Arma (3172 BRT) und der Zerstörer Pessagno. Vor Bari versenkt Thrasher (LtCdr. Mackenzie) am 29.5. die dt. Penelope (1160 BRT), am 30./31.5. versenkt Proteus vor Bengasi aus 2 ital. Konvois die Bravo (ex-jug. Junak, 1570 BRT) und zusammen mit Taku (LtCdr Hoplins) die Gino Allegri (6835 BRT).

15.5.1942
Nordsee
Eine Hudson-Maschine der 407. Sqn RAF versenkt in der südlichen Nordsee das dt. Vorpostenboot V 2002 (ex-franz. Madeleine Louise).

15.– 31.5.1942
Ostsee
Von Leningrad aus beschießen Zerstörer Stroiny und die Kanonenboote Zeya und Sestroretsk am 15.5. deutsche Stellungen im Belagerungsgürtel. Zerstörer Silny wird durch deutsches Erwiderungsfeuer beschädigt. Am 22.5. werden die Torppedoschnellboote TKA-103 und TKA-123 durch dt. Artilleriefeuer auf Leningrad zerstört, TKA-11 und der im Bau befindliche Zerstörer Otlichny werden beschädigt, ebenso wie am 24.5. der in Reparatur befindliche Zerstörer Storozhevoj und das U-Boot L-21. Am 25.5. werden Zerstörer Stoiki und 5 Torpedoschnellboote durch Artillerietreffer beschädigt, am 26.5. 4 Minensucher, am 28.5. die Kanonenboote Bira, Nora, Sestroretsk, und am 31.5. die U-Boote Shch-305 und Shch-306.

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9. Flottenbegleitschiff F 1

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15.– 20.5.1942
Norwegen

Unternehmen »Walzertraum«: Zwischen dem 15. und 17.5. verlegt der Schwere Kreuzer Lützow (Kpt.z.S. Stange) unter Geleitschutz der Zerstörer Richard Beitzen, Hans Lody, Z 27, Z 29 und des Flottengeleitschiffs F 1 von Swinemünde nach Kristiansand. Zur Sicherung der Unternehmung legen die Zerstörer am 17.-18.5. westlich des Skagerrak eine Minensperre. Die alliierten U-Boote Minerve (FFS) und P.37/ Unbending sollen das Unternehmen stören, kommen aber zu spät. Vom 18.-20.5. verlegt Lützow mit den 4 Zerstörern und Torpedoboot T 15 von Kristiansand nach Trondheim.

Unternehmen »Zauberflöte«: Am 16.5. lauft der nach dem Torpedotreffer vom 23.2. behelfsmäßig reparierte Schwere Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Brinkmann) mit den Zerstörern Z 25, Paul Jacobi sowie den T-Booten T 11 und T 12 zur Überführung von Trondheim nach Kiel aus. Am 17.5. greifen 12 Beaufort, 6 Blenheim und 4 Beaufighter der 42. RAF-Torpedo-Bomber Squadr. (W/Cdr. Williams) ohne Erfolg an, durch Flak und Me 109 des III./JG.1 verlieren sie 3 Flugzeuge. Angriffe von 30 weiteren Flugzeugen werden durch Me 109 abgefangen, die 4 Flugzeuge bei 3 eigenen Verlusten abschießen. Am 18.5. trifft Prinz Eugen in Kiel ein.

16.– 20.5.1942
Mittelmeer
Weiteres Versorgungsunternehmen für Malta. Die brit. Force H läuft am 17.5. mit den Flugzeugträgern Argus und Eagle, dem Kreuzer Charybdis und den Zerstörern Partridge, Ithuriel, Antelope, Wishart, Westcott, Wrestler und Vidette von Gibraltar aus. Am 18.5. starten von den Trägern 17 Spitfire-Jäger und erreichen Malta, 6 Albacore-Torpedoflugzeuge jedoch müssen umkehren. Am 20.5. erreicht Force H wieder Gibraltar. Von den ital. U-Booten Mocenigo, Otaria und Dessiè feuert nur die Mocenigo drei Torpedos auf einen Kreuzer – jedoch ohne Erfolg.

16.– 23.5.1942
Südpazifik

B-Gruppe des jap. 8. U-Boot-Geschwaders (Kpt.z.S. Sasaki) operiert weiter im Südpazifik. Am 19./20.5. klärt I-21 (FKpt. Matsumura) mit seinem Bordflugzeug über Suva (Samoa) und am 23./24.5. über Auckland auf. I-29 (FKpt. Izu) sucht die austral. Küste ab, beschädigt am 16.5. den sowj. Dampfer Uëlen (5135 BRT) und klärt mit seinem Flugzeug am 22./23.5. über Sydney auf.

16.– 30.5.1942
Schwarzes Meer
Fortsetzung sowj. Nachschubtransporte nach Sevastopol, dabei z.T. Beschießung von Landzielen: Am 16.5. Zerstörer Bditelny. Am 17.5. Kreuzer Krasny Krym und Flottillenführer Tashkent mit 689 Soldaten und 50 t Treibstoff. Am 18.5. Zerstörer Boiki und Transporter Gruziya. Am 19.5. Flottillenführer Kharkov; am gleichen Tag evakuieren Krasny Krym, Nezamozhnik und Gruziya 1122 Verwundete. Am 21.5. Zerstörer Svobodny und Transporter Abkhaziya mit 1958 Soldaten, 209 t Treibstoff und 1626 t Nachschub . Am 22.5. Krasny Krym, Tashkent und Zerstörer Nezamozhnik, Zheleznyakov. Am 23.5. wiederum Boiki. Am 24.5. Zerstörer Bezuprechny und Transporter A. Serov mit 1009 Soldaten, 965 t Treibstoff und 1626 t Nachschub. Am 25.5. Krasnyj Krym und Tashkent mit 983 Soldaten und 242 t Nachschub, sie nehmen 125 Verwundete mit zurück. Am 27.5.-28.5. bringt KAdm. Basisty mit Kreuzer Voroshilov (Kpt. 1.Rg. Markov) und den Zerstörern Soobrazitelny (Kpt. 3.Rg. Vorkov) und Svobodny (Kptlt. Shevchenko) die 9. Marine-Inf.-Brig. (3017 Mann, 340 t) von Batumi nach Sevastopol. Auf dem An- und Abmarsch werden Luftangriffe von He 111 ausmanövriert. Svobodny beschießt Landziele. Am 28.5. landen Flottenführer Tashkent und der Transporter Gruziya zusammen 2734 Soldaten und evakuieren 1200 Verwundete. Am gleichen Tag bringt Zerstörer Bezuprechny (Kptlt. Burnjak) Nachschub, am 30.5. noch einmal Bezuprechny und Svobodny.

19.– 22.5.1942
Mittelmeer
Mehrere ital. Nachschubkonvois zwischen Italien, Tripolis und Bengasi. Geleitsicherung durch die Zerstörer Malocello, Pessagno, Usodimare, Vivaldi, Zeno und die Torpedoboote Circe, Climene, Perseo und Polluce. Von Flugzeugen wird lediglich der Konvoi »I« angegriffen. Dabei wird der Frachter Agostino Bartani durch Lufttorpedo getroffen und nach Tripolis eingeschleppt.

20.– 31.5.1942
Ostsee

Zwischen dem 20. und 24.5. legen die dt. Minenschiffe Kaiser (KKpt. Böhm) und Roland (Kpt.z.S. v.Kutzleben), die 3. M-Flottille (FKpt. Knuth) und 27. L-Flottille (Kpt.z.S. Masberg) die Minensperren »Seeigel 1 - 8« südostwärts von Suursaari mit 2522 Minen. Später werden diese Sperren auf 41 Teilsperren mit 5779 Minen, 1450 Reiß- und 200 Sprengbojen erweitert. Kaiser und Roland verlegen anschließend nach Norwegen, wo sie zusammen mit den Minenschiffen Cobra, Ulm, Brummer, Ostmark und Skagerrak verschiedene Sperren entlang der Küste legen. --- Am 29.5. läuft das sowj. U-BootM-97 (Kptlt. Djakov) zu einer ersten Aufklärungs-Operation bei den dt. »Seeigel«-Minensperren im Finnischen Meerbusen aus.

21.– 27.5.1942
Nordpazifik
Einsatz einer US Nordpazifik-Flotte (RAdm Theobald) zur Sicherung des Seegbietes von Alaska bis zu den Alëuten. Aufklärungs-Unternehmung des japan. 1. U-Geschwaders (KAdm. Yamazaki) im Gebiet der Alëuten. Mit Bordflugzeugen klären I-9 (FKpt. Fujii) am 25.5. Kiska und Amchitka, am 26.5. Kiska, I-26 (FKpt. Yokota) am 24.5. Kodiak, am 26.5. Sitkinak und am 1.6. Seattle, I-25 (FKpt. Tagami) am 27.5. Kodiak auf. I-19 (FKpt. Narahara) wird am 27.5. bei der Bogorlov-Insel beim Start seines Flugzeuges von einem unbekannten US Zerstörer überrascht und mit Wasserbomben beschädigt, es setzt seine Feindfahrt aber weiter fort (Fortsetzung 1.-27.6.).

21.– 27.5.1942
Nordatlantik
U 159 (Kptlt. Witte) greift westl. Portugal den Konvoi OS.28 an und versenkt daraus den brit. Frachter New Brunswick (6529 BRT) und den brit. Tanker Montenol (2646 BRT). Anschließend setzt das Boot seinen Ausmarsch in die Karibik fort. Auch U 172 (Kptlt. Emmermann) ist auf dem Weg in die Karibik. Am 22.5. kontrolliert es den port. Dampfer Luango auf Bannware. Am 27.5. versenkt es den brit. Tanker Athelknight (8940 BRT)

  

10. Fischdampfer der 11. UJ-Flottille 

23.5.– 22.6.1942
Atlantik / Indischer Ozean

Schnelldampfer Queen Mary bringt als Geleit WS.19W zur Verstärkung der 8. Armee 9.500 Mann von Großbritannien nach Suez. Deckung in den Western Approaches durch Flakkreuzer Cairo und 4 Zerstörer, im Indischen Ozean nacheinander durch Kreuzer Mauritius und Devonshire.

24.– 25.5.1942
Norwegen
Verlegung des Schweren Kreuzers Lützow mit dem Tanker Dithmarschen, dem Zerstörer Hans Lody und dem T-Boot T 7 von Trondheim nach Narvik. Vereinigung mit dem bereits am 9.-10.5. von Trondheim verlegten Schweren Kreuzer Admiral Scheer.

25.5.1942
Nordmeer
Das sowj. U-Boot S-101 (Kpt. 3.Rg. Vekke) greift vor dem Tanafjord erfolglos das dt. Lazarettschiff Meteor an. Dafür wird es 22 Stunden lang von den U-Jägern UJ 1105, UJ 1102, UJ 1108 und UJ 1109 mit Wasserbomben bekämpft, kann jedoch schwer beschädigt entkommen.

25.5.– 1.6.1942
Nordmeer
Operation gegen die alliierten Konvois QP.12 und PQ.16.
Konvoi QP.12 (15 Schiffe, 1 davon muß umkehren) läuft am 21.5. vom Kola-Fjord aus. Eastern Local Escort bis 23.5. mit den sowj. Zerstörern Grozny, Sokrushitelny und den brit. Minensuchern Bramble, Gossamer, Leda, Seagull. Ocean Escort bis 27.5. mit den Zerstörern Badsworth, Venomous, dem Flakschiff Ulster Queen. Western Local Escort bis 29.5. mit den Zerstörern Bodicea, Escapade, Inglefield, St.Albans (norw.), Minensucher Harrier und den UJ-Trawlern Cape Palliser, Northern Pride, Northern Wave and Vizalma. Der Konvoi wird zwar erfasst, aber nicht bekämpft. Ein Luftfühlunghalter wird am 25.5. vom Hurricane-Jäger des im Konvoi laufenden Katapultschiffes Empire Morn abgeschossen. 14 Schiffe laufen am 29.5. wohlbehalten in Reykjavik ein.

Konvoi PQ.16 (35 Schiffe, Flakschiff Alynbank) läuft am 21.5. von Reykjavik aus. Western Local Escort mit Minensucher Hazard und den UJ-Trawlern St. Elstan, Lady Madeleine, Northern Spray und (nur bis 23.5.) Retriever (franz.). Ocean Escort ab 24.5. früh mit den Zerstörern Ashanti (Cdr. Onslow), Martin, Achates, Volunteer, Garland (poln.) und ab 23.5. mit den Korvetten Honeysuckle, Starwort, Hyderabad (ind.), Roselys (franz.) aufgenommen. Am 25.5. nimmt zusätzlich eine Nahsicherungsgruppe mit den Kreuzern Nigeria (RAdm. Burrough), Kent, Norfolk, Liverpool und den Zerstörern Onslow, Oribi, Marne Positionen im Konvoi ein. Als Deckungsgruppe kreuzt die Home Fleet mit Schlachtschiff Duke of York, Träger Victorious, Kreuzer London und den Zerstörern Blankney, Eclipse, Faulknor, Fury, Icarus, Intrepid, Lamerton, Middleton und Wheatland zwischen Island and Norwegen, unterstützt von US TF.99 mit Schlachtschiff Washington, den Kreuzern Tuscaloosa, Wichita und den Zerstörern Mayrant, Rhind, Rowan, Wainwright. Zum Schutz gegen dt. Überwasserschiffe laufen die brit. U-Boote Seawolf und Trident im Konvoi mit; die brit. U-Boote P.46, P.614, P.37, O-10 (ndl.), Minerve (franz.) und die sowj. U-Boote S-102, Shch-422 und K-1 bilden eine Flankenaufstellung.

  

11. Konstruktionszeichnung einer Ju 88

  

Am 25.5. erfaßt die dt. Luftaufklärung den PQ.16, der eine dt. U-Boot-Aufstellung umgangen hat. Bei 2 Luftangriffen durch III./KG.26 (LT) und III./KG.30 mit 19 He 111 und 6 Ju 88 gehen 2 dt. Bomber durch massiertes Flakfeuer und 1dt. T-Flugzeug durch die Hurricane des im Konvoi mitlaufenden Katapultschiffes Empire Lawrence verloren. Auf der anderen Seite wird der Frachter Carlton durch Nahtreffer beschädigt und von Northern Spray nach Island zurück gebracht. – In der Nacht zum 26.5. versenkt U 703 (Kptlt. Bielfeld) den Frachter Syros (6191 BRT). Tags darauf verläßt die Nahsicherungsgruppe wegen der U-Boot-Gefahr den Konvoi. Jedoch verfehlen U 436 einen Dampfer und eine Korvette, U 591 die Ashanti. Schwächere Luftangriffe bleiben erfolglos. Am 27.5. greifen südostwärts der Bäreninsel in mehreren Wellen 7 He 111 der I./KG.26 und 11 Ju 88 des KG.30 an, sie versenken bei 3 eigenen Verlusten mit Torpedo die Lowther Castle, mit Bomben die Frachter Mormacsul, Empire Lawrence, Empire Purcell und beschädigen die Alamar so schwer, dass sie vom U-Boot Trident versenkt werden muß, an diesem Tag gehen 30.796 BRT auf den Grund; die Frachter Stari Bolshevik, Ocean Voice (mit Konvoi-Kommodore Capt. Gale an Bord), Empire Baffin, City of Joliet und der Zerstörer Garland werden durch die Flugzeuge beschädigt. Am 28.5. muss auch die beschädigte City of Joliet (6167 BRT) aufgegeben werden. Die sowj. Zerstörer Sokrushitelnyj, Groznyj und Kujbyshev verstärken die Sicherung. Wegen schlechter Sicht nur wenige erfolglose Einzelangriffe durch dt. Bomber. In der Nacht zum 29.5. greift U 586 den Konvoi ohne Erfolg an, am Tage bleiben Angriffe des KG.30 ergebnislos. Am 30.5. stoßen vom Kola-Fjord die brit. Minensucher Bramble, Seagull, Harrier, Niger, Gossamer und Hussar zum Konvoi. 6 Frachter werden mit Alynbank, Martin, Bramble, Gossamer, Leda und Seagull nach Archangelsk detachiert. Am 30.5. greifen Bomber des KG.30 beide Teil-Konvois an, werden jedoch durch Flakfeuer der Schiffe und sowj. Jäger abgewehrt. Bei Luftkämpfen über dem Konvoi fällt der erfolgreichste Flieger der sowj. Nordflotte, Oberstleutnant Safonov. Am 31.5. trifft die Murmansk-Sektion, am 1.6. die Archangelsk-Sektion ein. Gesamtverlust des Konvois: 7 Schiffe mit 43.205 BRT mit 32.400 t Ladung, darunter 147 Panzer, 77 Flugzeuge und 770 Kraftfahrzeuge.

25.5.– 2.6.1942
Pazifik
Vorbereitende Schiffsbewegungen für die Midway-Operationen. Absicht der Japaner ist es, mit allen verfügbaren Kräften der Vereinigten Flotte (Adm. Yamamoto) nach einem Ablenkungsvorstoß gegen die Alëuten (siehe 21.5.) einen Luft- und Landungsangriff gegen Midway durchzuführen und anschließend die Entscheidungsschlacht mit der zum Entsatz anlaufenden amerik. Flotte zu suchen. Die US-Marine-Funkaufklärung erfährt von dem Unternehmen aus dem Gesamtbild des jap. Funkverkehrs und ermöglicht es Cdr. Rochefort in Hawaii, als Ziel des japan. Vorstoßes die Midway-Inseln zu identifizieren.

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12. Blick auf die Midway Inseln im Nordpazifik.
Nordwärts die Inselgruppe der Alëuten mit dem US Hauptstützpunkt Dutch Harbor.

Gegenmaßnahmen können nun sofort eingeleitet werden. Am 25.5. landet US Kreuzer St.Louis 2 Kompanien des 2. USMC Raider Btl. und eine 37mm-Artillerie-Batterie auf Midway Am 26.5. setzt Flugzeugtransporter Kitty Hawk weitere Verstärkung für die Marine Air Group 22 und Panzerfahrzeuge ab. An gleichen Tag erreicht die vom Südpazifik abgerufene US Task Force TF.16 (Zusammensetzung weiter unten) Pearl Harbor. Am 27.5. folgt Task Force TF.17 mit dem beschädigten Träger Yorktown, der innerhalb von 48 Stunden repariert wird.

25.5.: Die jap. 2. Träger-Flotte (KAdm. Kakuta) läuft von Ominato (Hokkaido) mit dem Ziel eines Ablenkungsangriffs auf Dutch Harbor (Alëuten) aus. Sie besteht aus dem 4. Träger-Geschwader, Flugzeugträger Ryujo und Junyo, der 2. Sektion des 4. Kreuzer-Geschwaders, Schwere Kreuzer Maya und Takao, der 7. Z-Division, Zerstörer Akebono, Sazanami und Ushio, sowie dem Tanker Teiyo Maru. 26.5.: Die jap. 1. Träger-Flotte (VAdm. Nagumo) läuft von der Hashirajima-Bucht (Inlandsee) zum Angriff auf Midway aus. Der Verband besteht aus den Trägern Akagi und Kaga (1. Träger-Geschwader), Soryu und Hiryu (2. Träger-Geschwader, KAdm. Yamaguchi), den Schlachtschiffen Haruna und Kirishima (2./3. Schlachtschiff-Geschwader), den Schweren Kreuzern Chikuma, Tone (8. Kreuzer-Geschwader, KAdm. Abe), der 10. Z-Flottille (KAdm. Kimura) mit dem Leichten Kreuzer Nagara, den Zerstörern Nowake, Arashi, Hagikaze, Maikaze (4. Z-Division), Kazegumo, Yugumo, Makigumo (10. Z-Division), Urakaze, Isokaze, Tanikaze und Hamakaze (17. Z-Division) sowie fünf Tankern mit dem Zerstörer Akigumo.

27.5.: Die für die Alëuten-Landungen bestimmten jap. Einheiten laufen aus Ominato aus. Der Attu/Adak-Verband (KAdm. Omori) besteht aus dem Leichten Kreuzer Abukuma, den Zerstörern Wakaba, Nenohi, Hatsuharu und Hatsushimo (21. Z-Division), einem Hilfsminenleger sowie einem Transporter mit 1200 Heerestruppen. Der Kiska-Verband (Kpt.z.S. Ohno) besteht aus den Leichten Kreuzern Kiso und Tama, dem Hilfskreuzer Asaka Maru (21. Kreuzer-Geschwader), den Zerstörern Akatsuki, Hibiki und Hokaze (6. Z-Division), sowie zwei Transportern mit 1250 Landungstruppen und drei Hilfsminensuchern. Der Deckungsverband (VAdm. Hosogaya) besteht aus dem Schweren Kreuzer Nachi, den Zerstörern Ikazuchi und Inazuma, zwei Tankern und drei Frachtern. Am gleichen Tag sticht auch die Invasionsflotte für Midway von Saipan (Marianen) aus in See. Sie besteht aus 12 Transportern mit 5000 Heeres- und Marine-Landungstruppen, einem Tanker, den schnellen Landungsbooten P 1, P 2 und P 34, unter dem Geleitschutz der 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka) mit dem Leichten Kreuzer Jintsu , den Zerstörern Kuroshio, Oyashio (15. Z-Division), Yukikaze, Amatsukaze, Tokitsukaze, Hatzukaze (16. Z-Division), Shiranuhi, Kasami, Arare und Kagero (18. Z-Division), aus einem Wasserflugzeugverband (KAdm. Fujita) mit Wasserflugzeugträger Chitose, Depotschiff Kamikawa Maru (11. Träger-Geschwader), Zerstörer Hayashio und dem schnellen Landungsboot P 35, sowie aus einem Minensuchverband mit vier Minensuchern, den U-Jägern Ch 16, Ch 17 und Ch 18, einem Versorger und zwei Frachtern. Als Sicherungsverband läuft zur gleichen Zeit das 7. Kreuzer-Geschwader (KAdm. Kurita) mit den Schweren Kreuzern Kumano, Suzuya, Mikuma und Mogami, den Zerstörern Arashio und Asashio (8. Z-Division) und einem Tanker von Guam aus.

28.5.: Der Hauptverband der Invasionsflotte (VAdm. Kondo) sticht von der Hashirajima-Bucht aus in See. Er besteht aus den Schweren Kreuzern Atago, Chokai (4. Kreuzer-Geschwader), Haguro, Myoko (5. Kreuzer-Geschwader, VAdm. Takagi), den Schlachtschiffen Hiei und Kongo (3. Schlachtschiff-Geschwader, KAdm. Mikawa), der 4. Z-Flottille (KAdm. Nishimura) mit dem Leichten Kreuzer Yura, den Zerstörern Murasame, Harusame, Samidare, Yudachi (2. Z-Division), Asagumo, Minegumo, Natsugumo (9. Z-Division), aus dem Flugzeugträger Zuiho und dem Zerstörer Mikazuki. Außerdem sticht das Gros der Flotte in See. Die Midway-Unterstützungsgruppe (Adm. Yamamoto) mit den Schlachtschiffen Yamato, Nagato und Mutsu (1. Schlachtschiff-Geschwader), dem Träger Hosho mit dem Zerstörer Yukaze, dem Wasserflugzeugträger Chiyoda (Mizuho wurde versenkt, siehe 10.4.- 4.6.), der als Transporter für japan. Kleinst-U-Boote eingesetzt wird, der 3. Z-Flottille (KAdm. Hashimoto) mit dem Leichten Kreuzer Sendai, den Zerstörern Fubuki, Hatsuyuki, Murakumo, Shirayuki (11. Z-Division), Isonami, Uranami, Shikinami, Ayanami (12. Z-Division) sowie zwei Tankern. 

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13. Befehlshaber der US Pacific Fleet, Admiral Nimitz
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Der Alëuten-Unterstützungsverband (VAdm. Takasu) mit den Schlachtschiffen Fuso, Hyuga, Ise, Yamashiro (2. Schlachtschiff-Geschwader), den Leichten Kreuzern Kitakami und Oi (9. Kreuzer-Geschwader, KAdm. Kishi), den Zerstörern Asagiri, Yugiri, Shirakumo, Amagiri (20. Z-Division), Umikaze, Yamakaze, Kawakaze, Suzukaze (24. Z-Division), Ariake, Shigure, Shiratsuyu, Yugure (27. Z-Division) sowie zwei Tankern.  

Auf US-Seite läuft am 28.5. die TF.16 (RAdm. Spruance) von Pearl Harbor aus, mit Flugzeugträger Enterprise und Hornet, den Schweren Kreuzern (RAdm. Kinkaid) Minneapolis, New Orleans, Northampton, Pensacola, Vincennes, dem Flakkreuzer Atlanta, den Zerstörern Phelps, Worden, Monaghan, Aylwin, Balch, Conyngham, Benham, Ellet, Maury (Desron 1), sowie die Tankergruppe Cimarron und Platte mit den Zerstörern Dewey und Monssen. Am 30.5. folgt die TF.17 (RAdm. Fletcher) mit dem reparierten Träger Yorktown, den Kreuzern (RAdm. Smith) Astoria und Portland und den Zerstörern Hammann, Hughes, Morris, Anderson, Russell, Gwin (Desron 2). Beide »Task Forces« vereinigen sich am 2.6. Von den Verbänden im Zentralpazifik werden die Kreuzer Louisville, St Louis, Indianapolis und Honolulu sowie neun weitere Zerstörer zur Verstärkung der TF.8 (RAdm. Theobald) verlegt, die bereits am 21.5. im Gebiet der Aleuten aus dem Kreuzer Nashville und fünf Zerstörern gebildeten wurde. Die Verbände vereinigen sich am 3.6. südlich der Aleuten-Insel Kodiak. Von der Westküste der USA läuft am 31.5. von San Francisco RAdm. Anderson mit den Schlachtschiffen Colorado, Maryland und drei Zerstörern, am 1.6. von San Diego RAdm. Fitch mit dem Flugzeugträger Saratoga aus.

26.5.1942
Nordafrika / Malta
Unternehmen »Theseus«: Beginn der Offensive der dt.-ital. Panzerarmee (Gen.Oberst Rommel) an der El-Gazala-Front. Die dt. Luftflotte 2 (GFM Kesselring) stellt 542 Flugzeuge bereit, denen 604 Maschinen der britischen »Desert Air Force« gegenüber stehen. Dafür ist das Luftlande-Unternehmen »Herkules« (Eroberung Maltas) von Hitler auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die italienische Zustimmung dazu erwirbt Hitler erst am 22.6. nach der Einnahme Tobruks.

28.– 30.5.1942
Kanal / Nordsee
Vor Dünkirchen sinkt am 28.5. der dt. Sperrbrecher 174 (ex-norw. Tindefjell, 1337 BRT) nach Minentreffern. Am 29.5. sinken der dt. Sperrbrecher 150 (ex-nl. Viriato, 750 BRT) und das Vorpostenboot V 1103/ Nordkap nach Minentreffern vor Ameland und der dän. Dampfer Niels R. Finsen (1850 BRT) vor Borkum durch Flugzeugangriff. Am 30.5. geht der franz. Fischdampfer Edmond René (288 BRT) kurz nach Auslaufen aus Boulogne aus unbekannter Ursache verloren.

29.– 31.5.1942
Südatlantik

Das it. Unterseeboot Barbarigo versenkt mit Torpedos und Artillerie den brit. Frachter Charlbury (4836 BRT).

29.– 31.5.1942
Indischer Ozean
A-Gruppe des jap. 8. U-Boot-Geschwaders (KAdm. Ishizaki) operiert im Raum Madagaskar. Nach Feststellung brit. Seestreitkräfte in Diego Suarez klärt I-10 mit seinem Bordflugzeug in der Nacht vom 29./30.5. über der Bucht auf, I-16 und I-20 setzen ihre Klein-U-Boote aus, die in der Nacht vom 30./31.5. das Schlachtschiff Ramillies und den Tanker British Loyalty (6993 BRT) torpedieren. Das Klein-U-Boot von I-18 fällt wegen Motorstörung aus. Mit zwei weiteren Flügen sucht das Flugzeug von I-10 das Ergebnis des Angriffes zu erkunden. Danach gehen die 4 U-Boote zur Handelskriegführung in die Mozambique-Straße (siehe 3.6. -10.8.).

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14. Britisches Schlachtschiff Ramillies

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29.– 31.5.1942
Zentral- / Südpazifik
Ab 30.5. laufen jap. U-Boote auf Positionen vor Oahu und im Gebiet Midway. Aber sie kommen zu spät, denn die US-Verbände stehen bereits westl. der Aufklärungslinie und entgehen so ihrer frühzeitigen Entdeckung. Das japan. U-Boot I-123 hat bereits am 29.5. die French Frigate Shoals von dem Seeflugzeugtender Thornton und dem Minenleger Preble bewacht vorgefunden. Damit wird eine Aufklärung durch japan. Langstrecken-Flugboote im Seegebiet zwischen Midway und Hawaii verhindert, so dass die US-Trägergruppen unentdeckt durchmarschieren können. (siehe 1.- 25. 6.).

Zur Ablenkung von der Midway-Operation und nach erneuter Luftaufklärung am 29.5. über Sydney setzen am 31.5. I-22, I-24 und I-27 ihre Klein-U-Boote aus, die z. T. in die Bucht von Sydney eindringen, dort jedoch den Kreuzer Chicago knapp verfehlen und nur das Wohnschiff Kuttabul versenken und das zur Reparatur vorgesehene ndl. U-Boot K-IX beschädigen. Anschließend ergebnislose Suche nach den Klein-U-Booten.


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