1942 März

 

 

 

  
1. Schlachtschiff Tirpitz auf dem Weg nach Norwegen.
  

1.3.1942
Mittelmeer
Der italienische Transporter Egitto (3229 BRT) sinkt direkt vor Tarent durch Minentreffer.

1.2.3.1942
Kanal
Brit. Schnellboote torpedieren vor Le Havre den Tanker Memelland (6236 BRT, vgl. 14.4.1942), der unter Schwierigkeiten eingebracht wird, und versenken bei Cap Blanc Nez das Versorgungsschiff Jean et Jacques (3493 BRT).

1.– 6.3.1942
Norwegen
Zur Kontrolle möglicher Operationen schwerer deutscher Kriegsschiffe (siehe Op. »Sportpalast«) patrouillieren weiterhin 4 alliierte U-Boote, Sealion, Uredd (RNoN) Trident and Minerve (FFS), vor der norweg. Küste. Am. 1.3. laufen Seawolf und Junon (FFS) von Lerwick aus, um Trident und Minerve (FFS) abzulösen. Seawolf sichtet am 6.3. die Tirpitz, meldet seine Beobachtung an das »Operational Center«, kann aber an das Schlachtschiff selbst nicht herankommen (Fortsetzung 1.-13.3.).

.1.– 6.3.1942
Schwarzes Meer
Aufstellung der deutschen 1. Landungsflottille (Kptlt. Giele) in Varna (Bulgarien). Die materielle und qualitative Schwäche der rumänisch-deutschen Seestreitkräfte hatte die Unterstützung des Heeres im Kampf um die Krim bisher verhindert. Die sowjetische Flotte beherrscht, gestützt auf Sevastopol, den mittleren Teil des Schwarzen Meeres (Karte). Die deutsche Küstensicherung blieb bis dahin außerordentlich schwach. Russische Landungsoperationen mussten von Heeresstreitkräften abgewiesen werden. Ausgerüstet mit Marinefährprähmen liegt die Hauptaufgabe der 1. L-Flottille in der Geleitsicherung und der seeseitigen Versorgung des Heeres mit frischen Truppen und Material und der Sicherung der Küste vor weiteren sowjetischen Landungsunternehmen. Der erste Zulauf von Fahrzeugen (Gruppe Lex) beginnt aber erst im April.

Nordöstliches Schwarzmeer: Auf dem Weg von Tuapse nach Sevastopol sinkt am 1.3. der sowjet. Transporter Chapaev (3566 BRT) auf einer Mine. Am 2.3. wird der Transporter Fabritsius (3721 BRT) auf dem Weg von Novorossisk nach Kamysh Burun von einem Torpedoflugzeug des VIII. Fliegerkorps versenkt. Am 3.3. wird der Tanker Kujbyshev (4629 BRT) vor Kamysh Burun durch Bombentreffer beschädigt. Am 4.3. verlässt der Zerstörer Bezuprechny mit dem Transporter Abkhaziya Sevastopol, während Minensucher T-407/ Mina mit dem Transporter Chekhov einläuft. Am 5.3. treffen Kreuzer Komintern, Zerstörer Bditelny und Minensucher T-406/ Iskatel mit den Transportern Belostok und Krasny Kuban in Sevastopol ein. Am 6.3. sinkt der Zerstörer Smyshleny auf einer Mine vor Kertsch.

1.– 9.3.1942
Niederländisch-Indien
Überwasser-Operationen im Indischen Ozean südlich Javas.
Einige der am 28.2. bzw. 1.3. von Tjilatjap ausgelaufenen Schiffe geraten zwischen Java und der Weihnachtsinsel direkt in die Operationen japanischer Verbände unter VAdm. Nagumo und VAdm. Kondo.

1.3.: Die Schlachtschiffe Hiei und Kirishima operieren zur Unterstützung der Träger südlich von Java und versenken mit Unterstützung der Kreuzer Chikuma und Tone den US Zerstörer Edsall. Flugzeuge der Soryu versenken den US Marine-Tanker Pecos (14.800 t). Die niederl. Frachter Siaoe (1573 BRT), Toradja (981 BRT), Tomohon (983 BRT), Modjekerto (8806 BRT) und Parigi (1172 BRT) werden von japan. Kriegsschiffen versenkt, der Tanker Augustina (3110 BRT) versenkt sich selbst bei Annäherung des Zerstörers Harukaze.

2.3.: Der Kreuzer Maya versenkt zusammen mit den Zerstörern Arashi und Nowake nach einem einstündigen Gefecht den brit. Zerstörer Stronghold, und die Kreuzer Atago und Takao versenken den US Zerstörer Pillsbury. Südlich von Tjilatjap wird der niederl. Frachter Prominent (2232 BRT) von japan. Kriegsschiffen mit Artillerie versenkt, der Frachter Sinabang (1799 BRT) durch ein Flugzeug des Trägers Ryujo. Die Sigli (1579 BRT) wird von dem Zerstörer Hayashio angehalten, erbeutet, und unter dem Namen Shigure Maru für Japan in Fahrt gebracht. Am gleichen Tag werden die beschädigten niederl. Zerstörer Banckert und Witte de With sowie der US Zerstörer Stewart im Trockendock in Surabaya selbstversenkt. (Banckert und Stewart werden von den Japanern später als Geleitfahrzeuge 106 und 102 wieder in Dienst gestellt). Das gleiche Schicksal teilen 29 Handelsschiffe mit 53.404 BRT in und vor Surabaya wie auch 11 Handelsschiffe mit 19.240 BRT in Tandjong Priok.

3.3.: Einheiten vom Geschwader des VAdm. Kondo, die Zerstörer Arashi and Nowake, versenken südl. von Bali das US Kanonenboot Asheville; bei Annäherung der Arashi wird der ndl. Frachter Bintoehan (1021 BRT) von der Besatzung selbstversenkt. Durch Fliegerbombe sinkt südwestl. von Timor das niederl. Passagierschiff Koolama (4026 BRT)

4.3.: Die Kreuzer Atago, Takao, Maya und die Zerstörer Arashi und Nowake versenken einen ganzen Konvoi mit der austr. Sloop Yarra, dem Minensucher MMS 51, dem Hilfsschiff Anking und dem Tanker Francol; der Transporter Enggano (5412 BRT) wird von Takao beschädigt und später vom Kreuzer Chikuma und dem Zerstörer Urakaze versenkt; zwei weitere Dampfer, Duymaer van Twist (1030 BRT) und Tjisaroea (7089 BRT), werden erbeutet und von Japan wieder in Dienst gestellt. Vor Tjilatjap wird der Frachter Manipi (536 BRT) durch Fliegerbombe versenkt, später aber geborgen und unter dem Namen Manichi Maru von Japan in Fahrt gebracht.

5.3.: VAdm Nagumos Flugzeugträger Akagi, Hiryu, Kaga und Soryu führen einen weiteren Angriff auf Tjilatjap, das bereits zerstört und evakuiert wurde; nordwestl. der Weihnachts-Insel wird die holl. Poelau Bras (9278 BRT) von einem Trägerflugzeug der Soryu versenkt.

6.3.: Die niederl. Minensucher Jan van Amstel und Eland Dubois werden von japan. Zerstörern gesichtet, können aber zunächst nach Java entkommen und werden dort zusammen mit dem Minensucher Pieter de Bitter selbstversenkt.

7.3.: Kampfgruppe mit den Schlachtschiffen Kongo, Haruna und den Zerstörern Urakaze und Hamakaze beschießen die Weihnachtsinsel und versenken den Frachter Taiyuan (ex-chin., 2994 BRT). Die niederl. Woolgar (3060 BRT) geht südl. von Tjilatjap durch Fliegerbombe verloren. Dagegen kann der Dampfer Siberg (1871 BRT) unbeschädigt erbeutet und unter dem Namen Sumerusan Maru in Fahrt gebracht werden. Weitere Erfolge erzielen japanische U-Boote (siehe 1.-11.3.).

Auf alliierter Seite kann, abgesehen von Handelschiffen, die ind. Sloop Jumna nach Colombo entkommen, desgleichen können die US Zerstörer Parrott und Whipple, die Kanonenboote Isabel und Tulsa und die austr. Minensucher der 21. MS-Division Maryborough, Toowoomba, Ballarat, Bendigo, Goulburn, Burnie und Wollongong nach Perth entkommen. Auch die alliierten Truppen-Geleitzüge und Konvois, die 400 bis 800 sm westlich und südlich der Weihnachtsinsel fahren, können von den japanischen Verbänden nicht abgefangen werden, so u.a. der Konvoi MS.5, dessen Sicherung vom US Kreuzer Phoenix an den brit. Kreuzer Enterprise übergeben wird, wie auch der selbständig nach Australien laufende Truppentransporter Mount Vernon (mit 4668 Soldaten an Bord), sowie der Konvoi SU.1 mit 12 Transportern und 10.090 Soldaten an Bord, gesichert vom Schlachtschiff Royal Sovereign, dem Kreuzer Cornwall, den Zerstörern Express, Nizam und Vampire, der Korvette Hollyhock und dem austr. Hilfskreuzer Manoora. Am 9.3. kapitulieren die alliierten Streitkräfte auf Java: 60.000 Gefangene. Niederländisch-Indien befindet sich damit ganz in japan. Hand. Das ABDA-Kommando wird aufgelöst.

1.– 11.3.1942
Indischer Ozean
Japan. U-Boot-Operationen gegen die Evakuierung Javas südlich des niederländisch-indischen Archipels. Am 1.3. versenkt I-2 (FKpt. Inada) die niederl. Le Maire (3271 BRT) auf dem Weg nach Australien. I-3 (FKpt. Tonozuka) beschädigt am 2.3. mit Artillerie die brit. Narbada und verfehlt am 3.3. die brit. Tongariro. Am gleichen Tag versenkt I-1 (FKpt. Ankyu) die niederl. Siantar (8667 BRT). I-7 (FKpt. Koizumi) versenkt am 4.3. die niederl. Merkus (865 BRT) auf dem Weg nach Bombay. Am 11.3. versenkt wiederum I-2 (FKpt. Inada) vor Padang die brit. Chilka (4360 BRT). Ohne Erfolg operieren in der Timor-See I-121, in der Arafura-See I-122 und südlich Java Ro-33 und Ro-34. In der Torres-Straße legt I-123 eine Minensperre.

Alliierte U-Boot-Operationen. Während der Kämpfe um Java verfehlt das amerik. U-Boot Seal am 1.3. einen Kreuzer der japan. Ostgruppe. Sailfish (LtCdr Voge) versenkt am 2.3. den Flugzeugtransporter Kamogawa Maru (6440 BRT). Der zur Westgruppe gehörende Marinetanker Erimo wird am 4.3. von dem amerik. U-Boot S 39 (LtCdr Coe) versenkt. Beim Angriffsversuch auf die östliche japanische Invasionsflotte wird Perch (LtCdr. Hurt) am 1.3. westl. von Bawean Is. von den Zerstörern Amatsukaze und Hatsukaze beschädigt. Am 2.3. wird Perch nochmals von den Zerstörern Sazanami und Ushio angegriffen und am 3.3. wiederum von Ushio und Sazanami; auf Grund schwerer Schäden muß sie sich schließlich selbst versenken. Am 4.3. wird Sargo (SS-188) auf dem Weg nach Fremantle (Australien) von einer RAAF Hudson irrtümlich angegriffen und beschädigt. Salmon (LtCdr. McKinney) torpediert am 5.3. nörd. von Lombok den Transporter Taito Maru (4466 BRT) und muss vier Torpedoversager melden.

1.– 13.3.1942
Nordmeer
Operationen gegen die alliierten Konvois PQ.12 und QP.8.
Konvoi PQ.12 verlässt am 1.3. Reykjavik mit 16 Schiffen. Western Local Escort bis zum 4.3. durch drei bewaffnete Trawler. Von fünf ex-norw. Walfangbooten Shera, Shusa, Stefa, Sulla und Svega, die an die Sowjetunion überstellt werden sollen, stoßen am 4.3. nur 2 zum Konvoi, 2 kehren um und eines dampft ungesichert als Einzelfahrer nach Russland. Ab 4.3. übernehmen die Zerstörer Offa (bis 12.3.) und Oribi (bis 10.3.) das Ozean-Geleit, Kreuzer Kenya wird von der Deckungsgruppe detachiert und stößt vom 8. bis 12.3. zur Geleitgruppe hinzu. Die Oribi wird in der Nacht zum 7.3. durch Packeis beschädigt und die Shera kentert am 9.3. bei stürmischem Wetter. PQ.12 wird am 11.3. von der Local Eastern Escort mit Sowjetzerstörer Gremyashchi und den brit. Minensuchern Harrier, Hussar und Speedwell übernommen und erreicht am 12.3. Murmansk.

Konvoi QP.8 verlässt am 1.3. Murmansk mit 15 Schiffen. Eastern Local Escort bis zum 3.3. durch die sowj. Zerstörer Gremyashchi, Gromki und die brit. Minensucher Harrier und Sharpshooter. Ozean-Geleit von Anfang an durch Minensucher Hazard, Salamander und die Korvette Oxlip und Sweetbriar. Vom 2.- 7.3. Ferndeckung durch Kreuzer Nigeria. In der Nacht zum 4.3. zwingen Eisgang und Sturm mit Windstärke 10 zur Auflösung des Konvois. Auf dem Rückmarsch wird Gromki in schwerer See beschädigt. Für kurze Zeit treten die Schweren Kreuzer Kent und London zur Nahsicherung, am 9.3. wird der Konvoi aufgelöst, am 11.3. erreichen die Schiffe isländische Häfen.

Am 5.3. erfaßt eine Fw 200 den PQ.12 rund 70 sm südlich Jan Mayen. U 134, U 377, U 403 und U 584 bilden daraufhin einen Vorpostenstreifen. Am 6.3. gehen das Schlachtschiff Tirpitz (mit VAdm. Ciliax) und die Zerstörer Paul Jacobi, Friedrich Ihn, Hermann Schoemann und Z 25 von Trondheim in See, um den Konvoi anzugreifen. »Ultra« entschlüsselt Meldungen über das Auslaufen der dt. Schiffe, auch eines der vor Norwegen stehenden brit. U-Boote, Seawolf (Lt. Raikes), meldet den auslaufenden Verband und ermöglicht Gegenmaßnahmen. Inzwischen haben sich die Deckungsgruppe (VAdm. Curteis) mit den Schlachtschiffen Renown, Duke of York, dem Kreuzer Kenya und den Zerstörern Faulknor, Eskimo, Punjabi, Fury, Echo, Eclipse und der Hauptteil der Home Fleet (Adm. Tovey) mit dem Schlachtschiff King George V., dem Träger Victorious, dem Kreuzer Berwick und den Zerstörern Onslow, Ashanti, Intrepid, Icarus, Lookout und Bedouin vereinigt. Die Kenya wird als Nahsicherung zum PQ.12 detachiert. Die Berwick bleibt mit Maschinenschaden liegen. Der zur Ablösung der Berwick auslaufende Kreuzer Sheffield wird durch Minentreffer beschädigt und muß umkehren. Wegen schlechter Sichtverhältnisse findet die Home Fleet die Tirpitz nicht, aber auch die dt. Schiffe verfehlen knapp den nur von 2 Minensuchern und 2 Korvetten gesicherten QP.8, die Zerstörer finden lediglich einen Nachzügler, den sowj. Frachter Izora (2815 BRT), der von Friedrich Ihn versenkt wird. Am 9.3. wird Tirpitz vor dem Westfjord erfolglos von 12 Albacore-Torpedoflugzeugen der 817. und 832. Sqn. FAA der Victorious angegriffen, die ihrerseits durch die Zerstörer Faulknor, Eskimo, Bedouin und Tartar gesichert wird. 2 Flugzeuge werden abgeschossen. Ein Versuch, mit 3 Ju 88 am 9.3. den brit. Flugzeugträger anzugreifen, bleibt erfolglos. Die Tirpitz läuft zunächst in Narvik ein. Am 11./12.3. versuchen die Zerstörer Faulknor, Fury, Intrepid, Icarus, Bedouin, Eskimo, Tartar und Punjabi die vor Bodö erwartete Tirpitz abzufangen, doch das Schlachtschiff verlegt erst in der Nacht darauf nach Trondheim.

1.– 31.3.1942
Nordwest- und Zentralpazifik
Bei Operationen von US U-Booten vor Japan, in der Ostchina-See und im Gebiet der Mandats-Inseln versenken: Narwhal (LtCdr. Wilkins) am 4.3. südl. Amami Oshima den Armeetransporter Taki Maru (1243 BRT), Pollack (LtCdr. Mosely) am 11.3. die Armee-Transporter Fukushu Maru (1454 BRT) und Baikal Maru (5266 BRT), Gar (LtCdr. McGregor) am 13.3. südwestl. Mikura die Chichibu Maru (1320 BRT), Grayback (LtCdr. Saunders) am 17.3. südl. Chichi Jima den Kohlenfrachter Ishikari Maru (3291 BRT), Gudgeon (LtCdr. Grenfell) am 27.3. südöstl. Kumun den Frachter Nissho Maru (6526 BRT). Tuna (LtCdr. DeTar) meldet am 4.3. vor Shykoku die Versenkung eines unbekannten Frachters, außerdem beschädigen: Grenadier (LtCdr. Joyce) am 7.3. südl. Shioyasaki die Asahisan Maru (4551 BRT), Tambor (LtCdr. Murphy) am 30.3. am Brown Atoll die Tatsuho Maru (6334 BRT). Im Zentralpazifik versenkt Grampus (LtCdr. Hutchinson) vor Truk in der Nacht zum 5.3. den Tanker Kaijo Maru Nr.2 (8632 BRT). Vor San Francisco wird Gato am 23.3. durch irrtümlichen Angriff des US Luftschiffes TC 13 beschädigt.

2. USS Growler (SS-215) am 21.2.1942

2.– 3.3.1942
Luftkrieg Italien
16 Wellington-Bomber aus Malta greifen zweimal Palermo an: Im Hafen explodiert nach mehreren Treffern das ital. Munitionsschiff Cuma (ex-dän. Australien, 6652 BRT), wobei 4 weitere Dampfer (Gino Allegri, Securitas, Tricolore, Tre Marie), 4 Hilfsschiffe (Parcinotti, Marte), 2 Zerstörer (Folgore, Strale) und 3 Torpedoboote (Abba, Partenope) beschädigt werden. Der angeblich schwer beschädigte Zerstörer Folgore ist schon 2 Wochen später wieder im Geleitdienst unterwegs.

2.– 23.3.1942
Westatlantik

An der amerik. Ostküste versenkt U 332 (Kptlt. Liebe) 4 Schiffe mit 25.125 BRT, U 124 (Kptlt. Mohr) versenkt 7 Schiffe mit 42.048 BRT und torpediert weitere 3 Schiffe mit 26.167 BRT. U 503 (Kptlt. Gericke) wird am 15.3. südöstl. Neufundland durch eine zur Sicherung des Konvois ON.72 gehörende Hudson (Lt. Mason) der VP-82 USN entdeckt und versenkt.

3.3.– 4.4.1942
Zentralatlantik
Vor der westafrikanischen Küste operieren U 68 (KKpt. Merten) und U 505 (Kptlt. Loewe). Im Laufe des März versenkt U 68 (KKpt. Merten) 7 Schiffe mit 39.367 BRT und kehrt dann nach Lorient zurück. U 505 (Kptlt. Loewe) versenkt Anfang März und Anfang April jeweils 2 Schiffe mit insgesamt 25.091 BRT und verlegt dann vor die Küste Kubas.

4.– 10.3.1942
Zentralpazifik

US-Trägerangriff auf Marcus. Kampfgruppe TG.16.5 (VAdm. Halsey) führt mit dem Flugzeugträger Enterprise am 4.3. einen Luftangriff auf die Insel Marcus, die westlich von Wake liegt. Dabei geht ein Flugzeug verloren.

Operation »K«: Zwei japan. Kawanishi Flugboote werden auf dem Weg nach Pearl Harbor von den U-Booten I-15 und I-19 vor dem French Frigate Riff aufgetankt. Ihr Angriff auf den US Marinestützpunkt aber bleibt – anders als im Dezember 1941 – ohne Erfolg. Eines der Flugboote wird beim Aufklärungsflug über Midway am 10.3. von einem US Jagdflugzeug abgeschossen. [Steve Horn: The 2nd Attack on Pearl Harbor. Naval Institute Press: Annapolis, Md. 2005]

4.– 12.3.1942
Atlantik – Pazifik
Konvoy BT.201 zur Überführung von 7 Truppentransportern von New York nach Panama. Geleitsicherung: US Task Force TF.18 mit Träger Hornet, den Kreuzern Vincennes und Nashville sowie den Zerstörern und Angriffstransportern (APA) Ellyson, Grayson, Gwin, Meredith, Monssen, Dickerson, Manley, Stansbury und Sturtevant. Hornet und die Zerstörer Grayson, Gwin, Meredith und Monssen sollen zur Pazifik-Flotte wechseln.

4.– 26.3.1942
Nordatlantik
Im Raum westlich der Hebriden und Faröer bleiben auf persönl. Befehl Hitlers weiterhin jeweils 6 U-Boote aufgestellt (vgl. 14.- 24.1. und 4.- 24.2.). Im März sind U 87, U 135, U 553, U 569, U 593, U 701 und U 753 beteiligt. In Einzeloperationen versenken U 569 (Oblt.z.S. Hinsch) am 8.3. in der Irischen See den brit. Dampfer Hengist (984 BRT), U 701 (Kptlt. Degen) südl. von Island am 6.3. den brit. Fischdampfer Rononia (213 BRT), am 7.3. den faröer’schen Fischdampfer Nyggjaberg (349 BRT), am 9.3. das brit. Vorpostenboot Notts Country (541 BRT) und am 11.3. das Wachboot Stella Capella (440 BRT).

5.3.1942
Nordmeer
Deutsches Minenschiff Cobra läuft zur Verstärkung der Flankensperre »Harstad I« vor den Vaagfjord. Räumboot R 30 übernimmt die Sicherungsaufgabe.

5.– 9.3.1942
Mittelmeer
Die brit. Force H (RAdm. Syfret) startet von den Trägern Eagle und Argus südlich der Balearen 15 Spitfire-Jäger nach Malta. Diese erreichen die Insel zusammen mit 7 Blenheim-Bombern aus Gibraltar. Sicherung besteht aus dem Schlachtschiff Malaya, dem Kreuzer Hermione und den Zerstörern Laforey, Lightning, Active, Anthony, Whitehall, Wishart, Blankney, Exmoor, Croome. Das ital. U-Boot Brin meldet die Force H am 6. und 8.3., kommt aber nicht zum Angriff. 

5.– 18.3.1942
Südpazifik
Japanische Landung auf Neu-Guinea.
Die japan. 4. Flotte (VAdm. Inoue) Transporter, Minenleger, Minensucher und kleinere Einheiten landet von Rabaul aus ein Bataillon des Südsee-Detachements der Armee am 5.3. bei Salamaua und eine Marine-Landungstruppe am 8.3. im Huon-Golf bei Lae und am 10.3. bei Finschhafen.

Sicherung und Versorgung bei der Landung gewährt die 6. Z-Flottille mit dem Kreuzer Yubari und den Zerstörern Oite, Asanagi, Yunagi, Mutsuki, Yayoi, Mochizuki sowie die 24. Marineflieger-Gruppe mit dem Depotschiff Kiyokawa Maru. Der Deckungsverband besteht aus dem 6. Kreuzer-Geschwader mit den Kreuzern Aoba, Kinugasa, Kako, Furutaka und dem 18. Kreuzer-Geschwader mit den Leichten Kreuzern Tatsuta und Tenryu, welches am 8.3. Buka, nördlich von Bougainville, erkundet.

Vom 7.-12.3. transportiert der Konvoi ZK.7, gesichert durch die US-Kreuzer Honolulu, New Orleans und den Zerstörer Mugford, die »US Americal Division« von Melbourne nach Noumea. Die TF.11 (VAdm. Brown) mit Flugzeugträger Lexington, Kreuzer Indianapolis, Minneapolis, Pensacola, San Francisco und den Zerstörern (Desron 1) Phelps, Clark, Patterson, Dewey, MacDonough, Hull, Aylwin, Dale, Bagley und Drayton, vereinigt sich am 6.3. mit der TF.17 (RAdm. Fletcher), die aus dem Flugzeugträger Yorktown und den Zerstörern Russell und Walke besteht, um südlich der Papua-Halbinseln Angriffe gegen japanische Landungsziele zu unternehmen. Am 10.3. starten 104 Flugzeuge von beiden Trägern, sie greifen über das Owen Stanley Gebirge die Häfen an: der Hilfskreuzer Kongo Maru und der Transporter Yokohama Maru (6143 BRT) werden versenkt und der Kreuzer Yubari, der Minenleger Tsugaru, die Zerstörer Asanagi und Yunagi, zwei Transporter sowie zwei Hilfsschiffe werden beschädigt. Der Transporter Tenyu Maru (6843 BRT) muß nach Treffern auf Strand gesetzt und aufgegeben werden.

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3. HMAS Australia

Der ANZAC-Verband (RAdm. Crace) mit den Kreuzern Australia (austr.), Chicago und den Zerstörern Lamson und Perkins, operiert südöstlich von Papua zusammen mit den von der TF.17 detachierten Kreuzern Astoria und Louisville und Zerstörern Anderson, Hammann, Hughes und Sims.

Vom 16.- 18.3. transportiert der austr. Hilfskreuzer Westralia ein Bataillon der »US Americal Division« von Noumea nach Efate (Neue Hebriden). Sicherung übernehmen die neuseel. Kreuzer Achilles und Leander.

6.– 8.3.1942
Indischer Ozean
Wegen des Vormarsches der japanischen 33. Inf. Div. vom Norden nach Rangoon, müssen alliierte Verstärkungskonvois am 6.3. umkehren. Am 7.3. wird Rangoon auf Befehl von General Alexander evakuiert. Unter der Sicherung des US-Zerstörers Allen und der indischen Sloop Hindustan werden 3500 Soldaten von kleineren Fahrzeugen evakuiert. Die letzten Sprengkommandos werden von dem Frachter Heinrich Jensen an Bord genommen. Am 8.3. marschieren die Japaner in Rangoon ein.

6.– 20.3.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Nachschubtransporte nach Sevastopol: Am 6.-7.3. mit Kreuzer Komintern und den Zerstörern Boiki and Soobrazitelny; am 11.-12.3. mit Kreuzer Krasny Krym, Zerstörern Svobodny und Shaumyan sowie Transporter Lvov – Abwehr von mehreren Luftangriffen, Flottillenführer Tashkent und die Zerstörer Bezuprechny und Bditelny beschießen dt. Stellungen bei Feodosia; am 12.-13.3. mit Zerstörer Dzerzhinski – Landzielbeschießungen; am 13.-14.3. mit Kreuzer Molotov und Zerstörern Boiki und Bditelny – Landzielbeschuß bei Feodosia und Sevastopol; am 15.-16.3. mit Zerstörern Svobodny und Bditelny – Landzielbeschuß; vom 18.- 20.3. mit Kreuzer Krasny Krym, Zerstörer Nezamozhnik und Tankern Peredovik und Sergo (mehrere Fliegerangriffe werden abgewehrt.) bzw. Zerstörer Bditelny und Transporter Abkhaziya mit 962 Soldaten and 652 t Nachschubgüter. Am 20.3. beschießen Kreuzer Voroshilov and Zerstörer Svobodny wiederum dt. Stellungen bei Feodosia.

7.– 11.3.1942
Mittelmeer
Italienisches Nachschubunternehmen V.5 nach Nordafrika.
Vom 7.- 9.3. laufen 3 ital. Konvois mit den Transportern Nino Bixio, Romano Giuliani, Gino Allegri und Monreale von Brindisi, Messina und Neapel nach Tripolis, Geleitsicherung durch die Zerstörer Pigafetta, Da Noli, Bersagliere, Vivaldi, Fuciliere und die Torpedoboote Aretusa und Castore. Die Deckungsgruppe unter Div-Adm. De Courten besteht aus den Leichten Kreuzern Eugenio di Savoia, Garibaldi, Montecuccoli und den Zerstörern Ascari, Aviere, Geniere, Oriani und Scirocco. Ein Rückkonvoi mit vier Transportern sticht am 8.3. von Tripolis aus in See. Geleitsicherung durch Zerstörer Strale und die Torpedoboote Cigno und Procione, tags darauf stoßen Pigafetta und Scirocco hinzu. Am 9.3. folgt die ital. Luciano Manara (8103 BRT) im Geleit des Zerstörer Usodimare und der T-Boote Polluce and Centauro von Trapani nach Tripolis, wird aber bei Pantelleria aus der Luft angegriffen, beschädigt und muss nach Palermo eingeschleppt werden. Am selben Tag laufen 2 Rückkonvois (»Iota« and »Kappa«) mit 2 Dampfern und 1 Schlepper, gesichert durch die Zerstörer Bersagliere und Da Noli und die Torpedoboote Castore und Pallade. Es kommt zu mehreren erfolglosen Luftangriffen. Zur Deckung weiterer Afrika-Konvois gehen die ital. U-Boote Corallo, Millo, Veniero, Uarsciek und Onice östl. von Malta in Position.

Auf die Falschmeldung von der Torpedierung eines ital. Kreuzers hin läuft RAdm. Vian am 9.3. mit den Kreuzern Naiad, Dido, Euryalus und den Zerstörern Kipling, Kelvin, Lively, Sikh, Zulu, Hasty, Havock und Hero von Alexandria aus, um das Schiff abzufangen und zugleich die aus Malta kommenden Kreuzer Cleopatra und Zerstörer Kingston aufzunehmen. Ital. Torpedoflugzeuge und dt. Bomber greifen den Verband erfolglos an. Am 11.3. versenkt U 565 (Oblt.z.S. Jebsen) nördlich Sollum aus dem zurück marschierenden Verband das Flaggschiff Vians, Naiad (Capt. Grantham). Die Besatzung wird bis auf 82 Mann gerettet.

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4. Japaner landen am 9.3.42 auf Java 
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8.– 12.3.1942
Indischer Ozean

Japanische Landung auf Nord-Sumatra.
Am 8.3. läuft ein japanischer Verband mit dem Kreuzer Kashii (Flaggschiff der 1. Expeditions-Flotte), dem Kreuzer Yura, den Zerstörern Shirakumo, Yugiri, Asagiri, Amagiri, Uranami, Isonami und Ayanami sowie Transportern aus Singapore aus, um am 12.3. Truppen in Sabang und Iri auf Nord-Sumatra zu landen. Im Gebiet der Nikobaren operiert der Deckungsverband des VAdm. Ozawa mit den Kreuzern Chokai, Kumano, Suzuya, Mikuma und Mogami sowie den Zerstörern Hatsuyuki, Fubuki, Shirakumo und Murakumo sowie dem Wasserflugzeugdepotschiff Soya Maru.

10.3.1942
Kanal
Deutsche Küstenartillerie beschießt irrtümlich Boote der 4. S- und 3. R-Flottille; S 48, R 164 und R 165 werden leicht beschädigt.

10.– 22.3.1942
Indischer Ozean
An der ind. Ostküste versenkt I-62 (Kptlt. Kinashi) den brit. Küstensegler Lakshima Govinda (235 BRT). Außerdem torpediert es drei größere Schiffe, von denen jedoch nur der brit. Tanker San Cirilo (8012 BRT) identifiziert werden konnte. I-64 (KKpt. Ogawa) versenkt am 13.3. den norw. Frachter Mabella (1513 BRT). Im Gegenzug versenken Bomber der RNeAF bei Timor am 17.3. die jap. Yubari Maru (4109 BRT).

10.3.– 20.4.1942
Südatlantik
Dtsch. Hilfskreuzer Schiff 10 / Thor (Kpt.z.S. Gumprich) gibt seinen erfolglosen Abstecher ins südliche Eismeer auf und operiert weiter im Südatlantik. Dort versenkt er in den folgenden Wochen 5 Schiffe mit zusammen 23.626 BRT, und zwar am 23.3. die griech. Pagasitikos (3942 BRT), am 30.3. die brit. Wellpark (4649 BRT), am 1.4. die Willesden (4563 BRT), am 3.4. die norw. Aust (5630 BRT) und am 10.4. die brit. Kirkpool (4842 BRT). Anschließend verlegt Thor in den Indischen Ozean (Zvonimir Freivogel: Deutsche Hilfskreuzer des 2. Weltkriegs. Motorbuch: Stuttgart 2003). 

11.3.1942
Kanal
Beim Angriff von Booten der dt. 2. S-Flottille auf einen brit. Konvoi im Kanal versenkt S 70 (Oblt.z.S. Klose) den Frachter Horseferry (951 BRT).

11.– 16.3.1942
Nordatlantik
Die brit. EG.7 mit dem poln. Zerstörer Blyskawica (und dem SOE an Bord), den brit. Zerstörern Saladin, Sardonyx, Lamerton und dem norweg. Zerstörer Newport sichert den Geleitzug PQ.13 von Liverpool nach Hvalfjord (Fortsetzung unten).

11.– 19.3.1942
Südwestpazifik / Philippinen
Lt.Gen. MacArthur und RAdm. Rockwell werden von den Schnellbooten PT 32, PT 34, P 35 und PT 41 in schwerer See von Luzon nach Cayaguan (Mindanao) evakuiert. PT 32 erleidet Seeschäden und muss von dem Unterseeboot Permit mit dem Bordgeschütz versenkt werden. In der Nacht zum 17.3 transportiert Permit Munition nach Corregidor und evakuiert eine weitere Gruppe mit Leuten des US Funkaufklärungsdienstes, wird aber bei einem Wabo-Angriff am 17.3. leicht beschädigt. Am 17.3. wird Lt.Gen. McArthur zum alliierten OB im Kommandobereich Südwestpazifik (HQu. Sydney/Australien), Gen.Lt. Wainwright bleibt OB auf den Philippinen. Am 19.3. werden Präsident Quezon und seine Gefolgsleute mit PT 41 von Negros nach Mindanao verbracht.

11.– 27.3.1942
Mittelmeer
Im westlichen Mittelmeer versenkt das ital. U-Boot Mocenigo (Kptlt. Monechi) am 14.3. den vichy-franz. Nachschubdampfer Ste. Marcelle (1518 BRT). U 133 (Oblt.z.S. Mohr) geht am 14.3. bei Salamis auf einer dt. Mine verloren. Vor Palästina operieren die ital. U-Booten Ametista und Galatea. Letzteres versenkt mit Artillerie am 16.3. ein Segelschiff. Bei Operationen gegen den brit. Tobruk-Nachschub torpediert U 83 (Kptlt. Kraus) am 17.3. die Crista (2590 BRT), U 652 (Kptlt. Fraatz) versenkt am 26.3. aus einem Konvoi den Zerstörer Jaguar und U 205 (Kptlt. Reschke) den Tanker Slavol (2623 BRT), U 371, U 559, U 568 und das ital. Onice verfehlen ihre Ziele. Ab 27.3. werden U 205, U 431, U 453 gegen den Tobruk-Nachschubverkehr aufgestellt.

12.– 13.3.1942
Südatlantik
Dt. Hilfsminenschiff Schiff 53 / Doggerbank (Kptlt. Schneidewind) legt vor Kapstadt 60 und bei Kap Agulhas 15 Minen, auf denen die niederl. Alcyone (4534 BRT) sinkt und 2 weitere Frachter mit 13.015 BRT beschädigt werden.

12.– 21.3.1942
Nordsee
Vor Aberdeen sinkt durch Minentreffer am 12.3. das britische Fährschiff St. Briac (2291 BRT), das als Zielschiff der brit. Marineluftwaffe eingesetzt ist. Vor Helgoland gehen am 14.3. der dt. Transporter Kellerwald (5032 BRT) und am 21.3. der norw. Schlepper Talyn (50 BRT) durch Minentreffer verloren.

13.– 14.3.1942
Kanal
Dt. Hilfskreuzer Schiff 28 / Michel (FKpt.d.R. v.Ruckteschell) passiert, gesichert durch die 5. T-Flottille (FKpt. Schmidt) mit Seeadler, Iltis, Jaguar, Falke und Kondor sowie 9 M-Booten, den Kanal. In heftigen Gefechten mit brit. MTB, MGB und Zerstörern werden die Zerstörer Walpole und Fernie beschädigt. Schiff 28 erreicht wohlbehalten am 14.3. Le Havre, am 15.3. St. Malo und am 17.3. La Pallice, von wo es am 20.3. in den Atlantik ausläuft. Dort wird es im April das Operationsgebiet von Schiff 10 / Thor übernehmen.

  

5. Sowjet. U-Boot K-21

13.– 22.3.1942
Nordmeer

Die zur Deckung der Konvois PQ.12 und QP.8 vor der norweg. Küste aufgestellten sowj. U-Boote D-3, K-21, K-23, S-102, Shch-403 und Shch-422 laufen nach Abschluß der Operation am 13.3. zur norweg. Polarküste. Hier verfehlt D-3 (Kpt. 3.Rg. Bibeev) am 14.3. das auf dem Marsch zur Auslegung einer Flankensperre befindliche dt. Minenschiff Brummer und M 1504. Es wird daraufhin durch U-Jäger UJ 1109 mit Wasserbomben verfolgt. Die sowj. U-Boote M-173 (am 16.3.) und M-171 (am 20. und 22.3.) führen im Varangerfjord erfolglose Angriffe. Das brit. Seawolf (Lt.Raikes) stößt am 18.3. bei Frohavet auf ein gegnerisches U-Boot. Auf große Entfernung feuert es einen einzelnen Torpedo, horcht eine Detonation und sichtet anschließend Wrackteile und eine Ölspur. Am 21.3. legt das frei-franz. Unterseeboot Rubis vor Obrestad eine großangelegte Minensperre, bleibt aber erfolglos.

13.– 23.3.1942
Mittelmeer
Bei brit. U-Boot-Operationen im zentralen Mittelmeer versenken P.34 / Ultimatum (Lt. Harrison), Unbeaten (LtCdr. Woodward) und Upholder (LtCdr. Wanklyn) die ital. U-Boote Millo am 14.3. vor Kap Spartivento, Guglielmotti am 17.3.vor Kap dell’Armi und Tricheco am 18.3. vor Bari. Una (Lt. Norman) versenkt zwar am 13.3. im Artilleriegefecht mit einem Fischereigeleit den ital. Logger Maria Immacolata (248 BRT), verfehlt aber am 14.3. vor Kerkennah den dt. Nachschubtransporter Trapani. Am 16.3. torpediert Unbeaten bei Tarent den ital. Transporter Vettor Pisani, doch diesmal versagt der Aufschlagzünder. Upholder (LtCdr. Wanklyn) versenkt mit Bordgeschütz am 19.3. das ital. Wachboot B-14/ Maria und beschädigt einen weiteren Kutter vor Brindisi. Am 23.3. verfehlt es im Ionischen Meer mit einem 4er-Fächerschuss auf 4000 Meter vermutl. ein Schlachtschiff, nachdem dieses noch rechtzeitig seinen Kurs änderte.

13.– 31.3.1942
Schwarzes Meer

Sowjet. U-Boot-Operationen. Am 13.3. läuft Shch-210 (Kpt. 3.Rg. Zelbst) nach Kap Shabla und wird ab 15.3. vermisst, wahrscheinlich zwischen 15. und 28.3. durch Minentreffer versenkt. Vor der Westküste operieren Shch-201 und Shch-203 sowie der Minenkreuzer L-23. Ab 27.3. bezieht Shch-215 Position bei Achtopol, Shch-216 bei Varna. Von den kleinen U-Booten operieren A-3 vor Tuzla und M-35 vor Evpatoria. Zu Angriffen kommt beide Boote nicht. Am 23.3. werden S-33 und D-5 bei einem Luftangriff auf Tuapse beschädigt.

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6. Deutsches Schnellboot S 111 unter britischem Kommando

14./15.3.1942
Kanal
Bei einem Angriff der 2. S-Fl. (Kptlt. Feldt) mit S 111, S 108, S 105, S 104, S 70, S 62 und S 29 auf den Konvoi FS.349 versenkt S 104 (Oblt.z.S. Roeder) den brit. Zerstörer Vortigern. Auf dem Rückweg wird S 111 (Oblt.z.S. Popp †) im Gefecht mit den brit. MGB 87, MGB 88 und MGB 91 schwer beschädigt und aufgebracht. Später am Tag wird es von erneut auslaufenden S-Booten (S 104, S 62, S 29) zurückerobert. Beim Abschleppen allerdings muß das Boot nach Luftangriffen aufgegeben werden und sinkt, die drei anderen Boote werden beschädigt

14.– 25.3.1942
Nordatlantik
Der Rest der amerik. 1. Marines Brigade wird auf vier Transportern eingeschifft und verläßt am 14.3. Reykjavik. Sicherung durch Task Force TF.32 mit Schlachtschiff New York, den Kreuzern Quincy und Philadelphia sowie den Zerstörern Rhind, Rowan, Mayrant, Roe, Trippe, Hilary P Jones, Ludlow, Charles F Hughes, Lansdale und Ingraham. Am 17.3. trifft der Konvoi auf zwei Geleitfahrzeuge und sieben Transporter mit 3000 Mann RAF- und US Heeres-Personal und kehrt am 25.3. zurück nach New York. Vom 14.-19.3. sichern die US-Zerstörer Swanson und Nicholson zwei Transporter mit 5000 britischen und kanadischen Truppen, am 19.3. übernehmen britische Geleitschiffe die Sicherung, während die US-Zerstörer zwei Transporter aus Großbritannien mit 5000 britischen und kanadischen Soldaten an Bord am 6.4. nach Halifax bringen.

14.– 31.3.1942
Südatlantik

US Konvoi AS.1 läuft mit 3 Schiffen von Charleston (USA) zur Versorgung nach Ascension Island, Geleitsicherung durch die Kreuzer Cincinnati, Memphis und die Zerstörer Ellis, Greer, Jouett, Somers and Winslow. (Ascension liegt im mittleren Südatlantik und ist ein wichtiger US Flugzeugstützpunkt gegen Operationen dt. U-Boote, Hilfskreuzer und Blockadebrecher).

14.3.– 24.4.1942
Westatlantik

Vierte Welle dt. U-Boote vor der US-Ostküste. Die nacheinander eintreffenden 11 U-Boote versenken in Einzeloperationen zahlreiche Schiffe: U 373 (Oblt. Loeser) 2 Schiffe mit 9867 BRT, U 71 (Kptlt. Flachsenberg) 5 Schiffe mit 38.894 BRT, U 202 (Kptlt. Linder) 1 Schiff mit 5249 BRT, ferner brit. Tanker Athelviscount torpediert, U 160 (Oblt.z.S. Lassen) 5 Schiffe mit 36.731 BRT, ferner amerik. Tanker Bidwell torpediert, U 105 (KKpt. Schuch) 2 Schiffe mit 18.005 BRT, U 123 (Kptlt. Hardegen) 8 Schiffe mit 39.917 BRT (darunter die U-Falle Atik), ferner die US Tanker Liebre, Oklahoma und Esso Baton Rouge beschädigt, U 552 (Kptlt. Topp) 7 Schiffe mit 45.731 BRT, U 754 (Kptlt. Oestermann) 4 Schiffe mit 29.309 BRT, ferner ein kanad. Schleppgeleit mit insgesamt 2759 BRT fast vollständig versenkt, U 203 (Kptlt. Mützelburg) 2 Schiffe mit 14.232 BRT, ferner die Tanker Harry F Sinclair und Stanvac Melbourne torpediert, U 571 (Kptlt. Möhlmann) 3 Schiffe mit 24.319 BRT, und U 572 (Kptlt. Hirsacker) 2 Schiffe mit 9532 BRT, ferner brit. Tanker Ensis beschädigt.

15.3.1942
Mittelmeer
Operation »MF.8«: Die brit. Kreuzer Dido und Euryalus und 6 Zerstörer beschießen in der Ägäis die Insel Rhodos.

15.3.1942
Ostatlantik

Eine FW 200 versenkt vor Cadiz die brit. Dago (1757 BRT), einzig nachweisbarer Erfolg eines dt. Fernaufklärers im Jahr 1942.

15.– 19.3.1942
Mittelmeer

Dt. 3. S-Fl. (Kptlt. Kemnade) legt in 4 Nächten östlich und westlich La Valetta (Malta) die Sperren MT.6 – MT.9 mit 48 TMA- und 45 UMB-Minen, 18 Reiß- und 54 Sprengbojen.

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7a. Die 3. Schnellboot-Flottille in Grado

 

7b. Deutsches Minenschiff Ulm

15.– 20.3.1942
Norwegen
Das deutsche Minenschiff Ulm legt am 16. und 17.3., im Geleit von R 160, UJ 1105 und Vp-Boot Franke, vor Helnes die Flankensperre »Ursula«. Dort läuft am 9.4. das sowj. U-Boot Shch-421 (Kptlt. Vidyaev mit dem Div.Chef, Kpt. 2.Rg. Kolyshkin an Bord) auf, wird schwer beschädigt und nach Übernahme der Besatzung durch K-22 selbstversenkt. Das Minenunternehmen »Karin« am 17.3. bei Nordkyn muss aus Wettergründen unterbrochen werden und wird am 19.3. vollendet. Zum Schutz gegen die befürchtete anglo-amerikan. Landung wird am 18.3. die Minensperre »Hannelore« vor dem Porsanger-Fjord geworfen. Am 20.3. werfen die Minenschiffe Cobra und Brummer vor der Halbinsel Ribachi, unter Sicherungsgeleit der Trawler UJ 1108, UJ 1109, M 1506, des Wachbootes Polarkreis und der 8. S-Flottille mit S 42, S 44, S 45 und S 46, die Minensperre »Bantos A«. Der Frachter Nicole Schiaffino (4969 BRT) strandet am 14.3. vor Tromsö aus ungeklärter Ursache und wird zum Totalverlust, Utlandshörn (2643 BRT) geht am 16.3. auf einer Minensperre sowjet. TKA-Schnellboote verloren.

15.– 21.3.1942
Mittelmeer

Ital. Nachschub-Unternehmen »Sirio«. Unter hohem Sicherungs-Aufwand marschieren die Transporter Reichenfels und Vettor Pisani von Neapel nach Nordafrika, der erste unter Geleit der T-Boote Polluce und Lince, der zweite unter Geleit der Zerstörer Vivaldi, Malocello, Pessagno, Zeno und der T-Boote Sirtori, Pallade und Prestinari. Ferndeckung durch Kreuzer Duca d’Aosta und die Zerstörer Scirocco und Grecale. Am 16.3. torpediert das brit. U-Boot Unbeaten bei Tarent die Vettor Pisani, doch versagt der Aufschlagzünder. Beide Konvois erreichen am 18.3. unbeschädigt Tripolis, die Deckungsgruppe kehrt nach Tarent zurück. Die it. Bosforo verlässt am 15.3. Tarent, wird aber vom 17.-19.3. in Navarino festgehalten und erreicht Bengasi am 21.3. Von Tripolis aus laufen am 17.3. Salona und Achaia nach Bengasi, gesichert vom T-Boot Calliope, die dt. Achaia (1778 BRT) geht kurz hinter Tripolis auf einer Defensiv-Minensperre verloren. Am 18.3. marschieren Monreale und Nino Bixio von Tripolis nach Neapel, gesichert von den Zerstörern Vivaldi, Pessagno, Malocello, Zeno und dem T-Boot Pallade. Sie erreichen am 20.3. unbehelligt ihr Ziel.

16./19.3.1942
Luftkrieg Australien
Japanischer Luftangriff auf die Hafenstadt Port Darwin im Norden Australiens, wird am 19.3. wiederholt.

18.– 20.3.1942
Nordatlantik
Das auf der Überführungsfahrt nach Frankreich befindliche U 507 (KKpt. Schacht) sichtet den Konvoi ONS.76 (28 Schiffe), kann aber die Fühlung bis zum Herankommen der angesetzten U 506, U 593 und U 753 nicht halten. Ein am 19.3. auf zu große Entfernung geführter Angriff bleibt ohne Erfolg.

19.– 27.3.1942
Norwegen
Schwerer Kreuzer Admiral Hipper (Kpt. z. S. Meisel) verlegt mit den Zerstörern Z 24, Z 26, Z 30 und den T-Booten T 15, T 16 und T 17 nach Trondheim. Das brit. U-Boot Tuna, das vor Fro Havet das frei-franz. Junon ablösen soll, findet keinen Kontakt. Daraufhin werden weitere Unterseeboote, O.14 (ndl.), P.43/ Unison und schließlich P.37/ Unbending zu Patrouillen vor der Küste Südnorwegens herangezogen. Am 27.3. kehrt die 8. Z.-Flottille mit Z 24, Z 25 und Z 26 nach Kirkenes zurück.

19.– 25.3.1942
Indischer Ozean
Japanische Transporter bringen vom 19.-25.3. die japanische 56. Inf. Div. von Singapore nach Rangoon. Während dieser Unternehmungen legen japanische Trupps Wasserflugzeug- und Ersatzflottenstützpunkte am 21.3. auf Pukhet und am 23.3. auf Mergui an. Am 20.3. läuft ein Verband mit einem Bataillon der 18. Inf. Div. von Penang aus und besetzt am 23.3. Port Blair auf den Andamanen Inseln. Neben Transportschiffen nimmt das Flaggschiff Kreuzer Kashii der 1. Südsee Expeditionsflotte und die 9. und 12. Spezial BF an diesen Operationen teil. Die Deckungsgruppe besteht aus dem Malaya-Geschwader (VAdm. Ozawa) mit den Kreuzern Chokai, Kumano, Suzuya, Mikuma und Mogami, dem Flugzeugträger Ryujo, den Leichten Kreuzern Sendai und Yura sowie 11 Zerstörern.

19.3.– 3.4.1942
Südatlantik
Konvoi AS.2 marschiert mit 4 Versorgungsschiffen und Geleitträger Archer von Charleston nach Freetown, begleitet vom brit. Kreuzer Devonshire und den US-Zerstörern Cole, Du Pont und Upshur.

20.– 26.3.1942
Mittelmeer
Zweite Schlacht an der Sirte:
20.3.: Brit. 5. Z-Flottille läuft mit Southwold, Beaufort, Dulverton, Hurworth, Avon Vale, Eridge und Heythrop zum U-Jagd-Unternehmen von Alexandria nach Tobruk aus. Nördlich Sollum torpediert U 652 (Oblt.z.S. Fraatz) die Heythrop, die schließlich von der Eridge selbstversenkt werden muß. Auch Versorgungskonvoi MW.10 für Malta läuft von Alexandria aus: Transporter Breconshire (9776 BRT), Clan Campbell (7255 BRT), Pampas (5415 BRT) und Talabot (6798 BRT), Sicherung: Flakkreuzer Carlisle und 22. Z-Fl. mit Sikh, Zulu, Lively, Hero, Havock und Hasty. Deckungsgruppe: RAdm. Vian mit den Kreuzern Cleopatra, Dido, Euryalus und der 14. Z-Fl. mit Jervis, Kipling, Kelvin und Kingston. Im Golf von Tarent und vor Messina beziehen 6 brit. U-Boote Vorpostenstellung.

21.3.: Ital. U-Boote Onice und Platino melden MW.10. Dagegen setzt Supermarina von Messina aus Div.Adm. Parona mit den Kreuzern Gorizia, Trento, Bande Nere und den Zerstörern Alpino, Fuciliere, Bersagliere und Lanciere ein, von Tarent aus Schlachtschiff Littorio (Adm. Iachino) mit den Zerstörern Aviere, Grecale, Ascari, Oriani, später gefolgt von Geniere und Scirocco. Außerdem werden die U-Boote Perla, Acciaio, Galatea, U 73, U 205 und U 431 angesetzt und Bomber und Torpedoflugzeuge des dt. II. Flieger-Korps und der ital. 4. Luftflotte zusammengezogen. Brit. U-Boot P.36 meldet die Littorio-Gruppe. Von Malta aus stoßen der Kreuzer Penelope und der Zerstörer Legion zur Sicherung des MW.10 und vereinigen sich am 22.3. mit ihm.

 
 
8. Italienisches Schlachtschiff Littorio

22.3.: Um 14.24 Uhr sichtet der ital. Messina-Verband die brit. Deckungsgruppe und versucht sie vergeblich auf die Littorio zu ziehen. Um 16.18 Uhr kommt die Littorio bei stark auffrischendem Wind und sich verschlechternder Sicht heran und versucht, sich zwischen den Konvoi und Malta zu legen. Schwere See sowie geschicktes Operieren Adm. Vians unter starker Rauch- und Nebelverwendung behindert die ital. Feuerleitung erheblich, so daß nur Havock und Kingston durch einen 38-cm-Nahtreffer und mehrere 20,3-cm-Treffer von Littorio and Trento schwer beschädigt werden. Cleopatra erhält einen 15-cm-Volltreffer von Bande Nere, während auf Euryalus und Lively lediglich geringe Splitterschäden durch 38-cm-Nahtreffer der Littorio entstehen. Beiderseitige Torpedoangriffe der Zerstörer bleiben erfolglos. Um 18.58 Uhr bricht Adm. Iachino bei einbrechender Dunkelheit das Gefecht ab. MW.10 nimmt wieder Kurs auf Malta. Auf dem Rückmarsch verliert der ital. Verband die Zerstörer Scirocco und Lanciere im Sturm. Der Kreuzer Trento muß seine Unterstützung wegen schwerer Seeschäden abbrechen. Fast alle übrigen ital. und brit. Schiffe erleiden auf dem Rückmarsch mehr oder weniger schwere Sturmschäden.

23.3.: Die Ausweichbewegungen beim Gefecht führen dazu, daß MW.10 erst nach Tagesanbruch vor Malta eintrifft, wo die Schiffe von Bombern des II. Flieger-Korps angegriffen werden. Clan Campbell sinkt 20 sm vor Malta. Die schon schwer beschädigte Kingston erhält einen weiteren Bombentreffer, erreicht aber tags darauf Malta. Die Breconshire setzt sich schwerbeschädigt auf Strand und kentert am 27.3. bei Bergungsversuchen nach weiteren Treffern in der Bucht von Marsaxlokk. Southwold sinkt auf einer Minensperre.

24.3.: Legion setzt sich nach Nahtreffer auf Strand und wird am 26.3. zerstört. An diesem Tage sinken auch Pampas und Talabot nach Bombentreffern, so daß von 25.900 t Ladung nur 5000 t an Land kommen. Das brit. U-Boot P.39 geht ebenfalls verloren und der Kreuzer Penelope wird beschädigt. Die Deckungsgruppe erreicht am 24.3. Alexandria. Tags darauf laufen die Carlisle, Hurworth, Dulverton, Eridge, Beaufort von Malta aus und erreichen am 27.3. Alexandria.

10. Penelope läuft in Malta ein.

Breconshire setzt schwerbeschädigt auf. 

20.– 30.3.1942
Mittelmeer
Operation ‘Picket I and II’: Die Force H (VAdm. Syfret), Schlachtschiff Malaya, Flugzeugträger Argus und Eagle , Kreuzer Hermione sowie Zerstörer Laforey, Duncan, Active, Anthony, Whitehall, Wishart, Blankney, Exmoor und Croome, läuft am 20.3. aus Gibraltar aus um einen weiteren Versuch zu unternehmen, Spitfire-Jäger nach Malta zu fliegen. Die ital. U-Boote Mocenigo und Dandolo sichten den Verband und Mocenigo greift erfolglos die Argus an. Der Verband muß den Versuch abbrechen und am 23.3. umkehren. Das Unternehmen wird vom 27.-30.3. mit der gleichen Zusammensetzung wiederholt und 16 Spitfire-Jäger erreichen Malta (siehe auch 5.- 9.3.). 

Der nach einem Minentreffer im Dezember 1941 wiederhergestellte Kreuzer Aurora verlegt am 29.3. mit dem Zerstörer Avon Vale von Malta nach Gibraltar. Auf dem Marsch werden die Schiffe von dem ital. U-Boot Narvalo gesichtet und südlich Sardinien erfolglos von Torpedoflugzeugen angegriffen. Die ital. U-Boote Aradam, Santarosa und Turchese melden keine Feindkontakte.

20.– 31.3.1942
Luftkrieg England

Dt. Flugzeuge versenken am 20.3. in Southampton die im Dienst der Royal Navy fahrende norw. Risöy (793 BRT), am 27.3. in Torquay die brit. Staghound (468 BRT) und am 31.3. in Brixham den Hulk London City (3711 BRT).

21.– 26.3.1942
Schwarzes Meer
In den Nächten zum 21. und 22.3. beschießt das sowj. Schlachtschiff Parizhskaya Kommuna (KAdm. Vladimirskij) zusammen mit Flottillenführer Tashkent und den Zerstörern Boiki und Zheleznyakov Landziele im Raum Feodosija. Nach der Rückkehr am 23.3. geht das Schlachtschiff zum Auswechseln der schweren Artillerie und zur Reparatur nach Poti in die Werft. Bei einem Luftangriff auf Sewastopol am 21.3. wird der Transporter Georgij Dimitrov (3689 BRT) zerstört. Der Transporter Chapaev (4376 BRT) geht am 23.3. zwischen Poti und Sevastopol durch Angriff eines dt. Torpedoflugzeuges verloren. Bei einem Luftangriff auf Tuapse am 23.3. werden der Minenleger Ostrovski versenkt und die U-Boote S-33 and L-6 beschädigt. Sowj. Flottillenführer Kharkov und Zerstörer Svobodny bringen am 25.3. Nachschub für Sevastopol. Zerstörer Bditelny und Boiki beschießen am 26.3. dt. Stellungen im Vorfeld der Festung. Am 26.3. geht der Tanker Sovietskaya Neft (8228 BRT) bei einem Luftangriff auf Tuapse verloren.

22. 3. 1942
Mittelmeer

Indienststellung des deutschen Beutezerstörers ZG 3 Hermes (ex griech. Vasilefs Georghios) unter Kommando von FKpt. Rolf Johannesson in Piräus.

23.3.1942
Indischer Ozean

Japanische Truppen besetzen die Andamanen Inseln. Damit ist der Seeweg vom Indischen in den Pazifischen Ozean durch die Malakka-Straße vollends unter japanischer Kontrolle.

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11. Die 10,5cm Kanone von U 123
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23.3.– Anfang April 1942
Westatlantik
Der erste Einsatz von U-Bootsfallen (»Q-ships«) vor der amerik. Ostküste mißlingt. Die als Frachter bzw. Fischdampfer getarnten USS Asterion und Eagle sichten keine U-Boote. Die Atik (ex Carolyn, 3209 BRT, AK-101, LtCdr. Hicks) wird von U 123 (Kptlt. Hardegen) am 26.3. angegriffen und nach einem heftigen Artilleriegefecht versenkt.

23.3.– 22.4.1942
Atlantik
Schiffsbewegungen der Alliierten zur Vorbereitung für die Besetzung Madagaskars (Unternehmen »Ironclad«). Am 23.3. verlässt ein Konvoi mit den für das Unternehmen vorgesehenen Einheiten der 5. Inf. Div. an Bord England. Der »Ironclad«-Truppenkonvoi trifft am 6.4. in Freetown auf die Force H (VAdm. Syfret) mit Schlachtschiff Malaya, Kreuzer Hermione und Zerstörern sowie Flugzeugträger Illustrious mit Zerstörern. Am 9.-19.4. läuft der gesamte Verband nach Kapstadt, die Malaya kehrt dort um, die restlichen Schiffe erreichen am 22.4. Durban (Fortsetzung 25.4.- 4.5.)

23.3.– 19.5.1942
Atlantik – Indischer Ozean
Konvoi WS.17 marschiert mit 32 Transportern und unter Sicherung der 2nd Escort Group von England nach Südafrika. Dort teilt sich am 11.5. der Konvoi. WS.17A wird mit 4 Schiffen am 14.5. bereits vor Aden aufgelöst, die Schiffe laufen unabhängig weiter nach Suez, WS.17B marschiert mit 9 Schiffen bis zum 16.5. weiter nach Bombay, WS.17BZ marschiert mit 7 Schiffen zuerst nach Mombasa und von dort aus bis zum 19.5. weiter nach Bombay (Angriff auf WS.17 am 27.3.)

24.3.1942
Nordsee
Der deutsche Hilfsminensucher M 3625 geht auf einer Mine bei Vlissingen verloren.

24.– 31.3.1942
Nordmeer

Operationen gegen die Konvois QP.9 und PQ.13. Als Deckungsgruppe operiert VAdm. Curteis mit Schlachtschiff Duke of York, Schlachtkreuzer Renown, Träger Victorious, Kreuzer Nigeria und einigen Zerstörern nordöstlich von Island.

Konvoi QP.9 läuft am 21.3. mit 19 Schiffen von der Halbinsel Kola aus, zunächst unter Begleitung der Eastern Local Escort mit dem sowj. Zerstörer Gremyashchi und den brit. Minensuchern Gossamer, Harrier, Hussar, Niger and Speedwell. Die Ocean Escort wird vom 21.3. bis 3.4. vom brit. Zerstörer Offa und den Minensuchern Britomart and Sharpshooter gestellt, Kreuzer Kenya verfehlt den Konvoi zwischen 22.-27.3. Ohne Verluste passiert der Konvoi die Aufstellung der dt. U-Boote U 209, U 376, U 378 und U 655, das am 24.3. durch das sichernde M-Boot Sharpshooter mit Rammstoß versenkt wird.

Konvoi PQ.13 läuft mit 19 Schiffen und einer Ocean Escort mit Kreuzer Trinidad, den Zerstörern Eclipse, Fury, Lamerton, den A/S-Trawlern Blackfly, Paynter und 3 ex-norweg. Walfangbooten Sulla, Sumba, Silja (auf Überführung zur sowj. Nordflotte) von Island nach Kola. Vom 24.-27.3. wird PQ.13 in einem schweren Sturm zerstreut, Minensuchboot Sulla geht dabei verloren.

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12. Zerstörer Z 26 von HMS Trinidad versenkt.

Am 27.3. morgens sichtet eine BV 138 der 2./KFlGr.406 einige Schiffe des PQ.13. Darauf werden am 28.3. die U-Boote U 435, U 436, U 454, U 456, U 585 und U 589 sowie die 8. Z-Flottille (Kpt.z.S. Pönitz) mit Z 24, Z 25 und Z 26 angesetzt. (Die drei Zerstörer sind tags zuvor von Trondheim nach Kirkenes zurückgekehrt.) Ju 88 der III./KG.30 versenken die versprengten Frachter Raceland (4815 BRT) und Empire Ranger (7007 BRT). Am 29.3. treffen von Kola-Inlet aus der brit. Zerstörer Oribi und die sowj. Gremyashchi und Sokrushitelny ein. Von der 8. Z-Flottille versenkt Z 26 (KKpt. v. Berger) den versprengten Frachter Bateau (4687 BRT), die 3 Zerstörer stoßen dann auf die vor dem Konvoi laufende Trinidad mit der Fury. In unübersichtlichen und durch heftiges Schneetreiben behinderten Gefechten schießt Trinidad zunächst Z 26 manövrierunfähig, wird aber durch einen als Fangschuß losgemachten Torpedo-Kreisläufer selbst getroffen. Im Gedränge bergen Z 24 und Z 25 zusammen 88 Mann vom sinkenden Z 26, treffen die Eclipse schwer und entkommen nach kurzen Schußwechseln mit der Oribi und Sokrushitelny. Acht weitere Überlebende von Z 26 werden von U 378 geborgen. U 585 (Kptlt. Lohse) wird beim Versuch, an die havarierte Trinidad heranzukommen, von Fury angegriffen und geht später (wahrscheinlich am 30.3.) im deutschen »Bantos«–Minenfeld verloren. Am 30.3. trifft die am 28.3. von Murmansk ausgelaufene brit. 6. MS-Flottille (Cdr. Jay) mit Harrier, Gossamer, Speedwell und Hussar beim Konvoi ein. U 209 (Kptlt. Brodda) und U 456 (Kptlt. Teichert) verfehlen den Frachter Induna und den Tanker Mana, U 456 beschädigt den Dampfer Effingham, U 376 (Kptlt. Marks) und U 435 (Kptlt. Strelow) versenken die Nachzügler Induna (5086 BRT) und Effingham (6421 BRT). Am 1.4. verfehlt U 589 (Kptlt. Horrer) einen Zerstörer.

Zur Sicherung gegen Überwasserangriffe werden in einer Flanke südlich des Konvois die sowj. U-Boote K-21, K-22, Shch-404 und Shch-421 aufgestellt. Sie gehen ab 28.3. an die Polarküste.

24.3.– 3.4.1942
Nordatlantik
Das als Versorger ausgerüstete U-Boot UA (KKpt. Cohausz) führt vom 24.3. bis 3.4. die ersten Brennstoffversorgungen der zur amerik. Küste marschierenden U 203 und U 84 und des zurückkehrenden U 202 durch. Das frisch versorgte U 203 (Kptlt. Mützelburg) sichtet am 24.3 vor Neufundland den Konvoi ON.77 und führt das zurückmarschierende U 94 (Oblt.z.S. Ites) heran, das am folgenden Tag den brit. Tanker Imperial Transport (8022 BRT) torpediert.

25.3.– 5.4.1942
Nordatlantik

Am 25.3. verlässt die TF.39 (RAdm. Wilcox () – er geht während der Überfahrt bei einem Sturm über Bord und bleibt verschollen – später RAdm. Giffen) mit Schlachtschiff Washington, Flugzeugträger Wasp, den Schweren Kreuzern Wichita und Tuscaloosa sowie der Desron 8 mit den Zerstörern Wainwright, Plunkett, Madison, Sterett, Lang, Livermoore, Ellyson und Wilson die Casco-Bucht und verlegt nach Scapa Flow. Dieser Verband soll Einheiten der Home Fleet ersetzen, die ihrerseits in Gibraltar die für das Unternehmen »Ironclad« eingeplanten Einheiten der Force H ersetzen sollen. Der US Verband wird am 3.4. vom brit. Kreuzer Edinburgh und vier Zerstörern aufgenommen und erreicht am 5.4. Scapa Flow. Dort wird er in Task Force TF.99 umbenannt.

25.3.– 12.4.1942
Südatlantik
Ital. U-Boot Calvi (KKpt. Olivieri) versenkt vor der brasilian. Nordostküste 5 Schiffe mit 29.031 BRT, und zwar am 29.3. die brit. Tredinnick (4589 BRT), am 31.3. den US Tanker T.C. McCobb (7452 BRT), am 8.4. den US Tanker Eugene V.R. Thayer (7138 BRT), am 11.4 die norw. Balkis (2161 BRT) und am 12.4. den panam. Tanker Ben Brush (7691 BRT).

26.3.1942
Allgemeine Lage / USA

US Admiral King löst Admiral Stark als Chef der Seekriegsleitung (»Chief of Naval Operations«) ab und wird zugleich OB der US Flotte.

26.3.1942
Großbritannien – Türkei

Die Unterseeboote Murat Reis und Oruc Reis, in türkischem Auftrag in Großbritannien gebaut, verlassen den Clyde mit britischer Besatzung zur Überführung ins Mittelmeer.

26.– 31.3.1942
Nordatlantik
Konvoi PQ.14 marschiert von Eban (Großbritannien) nach Reykjavik (Island), begleitet von den Zerstörern Ambuscade, Blyskawica (OPR) Bulldog, Richmond und dem UJ-Trawler Tango (Fortsetzung 8.-17.4.).

26.– 31.3.1942
Nordmeer
Im Varangerfjord operieren sowjet. Küsten-U-Boote M-171, M-173, M-174 und M-176. Bei Komagsnes verfehlt M-176 am 26.3. einen Erzfrachter. M-171 stößt am 29.3. überraschend auf ein feindl. U-Boot und verfehlt es mit einem 2er-Fächer. Vom Konvoi PQ.13 stoßen die größeren Boote Shch-404, Shch 421 und K-21 an die Polarküste vor. Im Laksfjord operiert Shch-421 am 28.3. erfolglos auf einen dt. Ostkonvoi mit den Frachtern Moshill, Georg L.M. Russ und drei Geleitbooten. Im Syltefjord greifen Shch-404 und K-21 am 31.3. unabhängig von einander einen dt. Westkonvoi mit den Frachtern Admiral Karl Hering, Almora und Oleum im Geleit von Booten der 11. UJ-Flottille an. Wenngleich mehrere Explosionen gehorcht werden, bleiben die Angriffe ohne Erfolg. Vor Petsamo sinken die dt. Hilfsminensucher M 5607 (am 27.3.) und M 5608 (am 28.3.) auf Minen, das zuerst genannte kann später geborgen werden.

  
13. Indischer Ozean und Südwest-Pazifik
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26.3.– 4.4.1942
Indischer Ozean
Vorbereitung des japanischen Angriffs auf Ceylon.
Japan. 1. Trägerflotte (VAdm. Nagumo) läuft am 26.3. von der Staring-Bucht (Celebes) aus. Sie besteht aus den Flugzeugträgern Akagi (1. Träger-Geschwader), Hiryu (KAdm. Yamaguchi, 2. Träger-Geschwader), Soryu, Zuikaku (KAdm. Hara, 5. Träger-Geschwader) und Shokaku, den schnellen Schlachtschiffen Kongo (KAdm. Mikawa, 3. Schlachtschiff-Geschwader), Haruna, Hiei, Kirishima, den Schweren Kreuzern Tone (KAdm. Abe, 8. Kreuzer-Geschwader) und Chikuma und der 1. Z-Flottille (KAdm. Omori) mit dem Kreuzer Abukuma und den Zerstörern Urakaze, Tanikaze, Isokaze, Hamakaze (17. Z-Division), Kasumi, Arare, Kagero, Shiranuhi (18. Z-Division) und Akigumo.

Der Verband marschiert westwärts Timor in eine Position südlich Javas, wo er ab dem 1.4. durch Tanker beölt wird. Die 1. U-Boot-Flottille, I-7, I-2, I-3, I-4, I-5, I-6, verlässt am 27.3. Penang, um auf Positionen westlich Indiens zu gehen. Adm. Somerville, der am 27.3. das Kommando als C-in-C der »British Eastern Fleet« übernommen hat, erhält am 29.3. Meldungen über einen bevorstehenden japanischen Angriff auf Ceylon. Er sammelt seine verfügbaren Seeeinheiten bis zum 31.3. in zwei Gruppen südlich Ceylons. Force A (schneller Verband) besteht aus dem Schlachtschiff Warspite (Flaggschiff), den Flugzeugträgern (RAdm. Boyd) Indomitable und Formidable, den Kreuzern Cornwall, Dorsetshire, Emerald, Enterprise, den Zerstörern Napier (RAN), Nestor (RAN), Paladin, Panther, Hotspur und Foxhound, Force B (VAdm. Willis) besteht aus den Schlachtschiffen Resolution, Ramillies, Royal Sovereign und Revenge, dem Flugzeugträger Hermes, den Kreuzern Caledon, Dragon und Jacob van Heemskerck (niederl.) und den Zerstörern Griffin, Norman (RAN), Arrow, Vampire (RAN), Decoy, Fortune, Scout und Isaac Sweers (niederl.). Die Eastern Fleet kreuzt ohne Feindsichtung südlich Ceylons bis zum Abend des 2.4. und marschiert dann zum Addu-Atoll zur Brennstoffübernahme (Ankunft dort am 4.4.). Cornwall und Dorsetshire werden nach Colombo detachiert und Hermes und Vampire nach Trincomalee (Fortsetzung 1.- 9.4.).

26.3.– 8.4.1942
Ostsee
Die finn. Gruppe P, bestehend aus Soldaten des 3. Inf.Btl. der 18. Inf.Div. stößt auf Skiern über das Eis von Kotka nach Suursaari vor und überwältigt, durch einen Schneesturm unterstützt, die sowj. Verteidiger, deren Reste sich nach Suur-Tytärsaari zurückziehen. Finn. und von Süden über das Eis kommende dt. Einheiten vernichten am 3./4.4. die sowj. Besatzung dieser Insel. Ein sowj. Entsatzvorstoß am 5.4. und 7./8.4. mit zusammen rund 10 Bataillonen wird abgewiesen.

27.3.1942
Allgemeine Lage / Deutschland

Die Notwendigkeit, nahezu 50 Prozent der monatlichen Ölproduktion an Italien abzugeben, führt dazu, dass Pläne für einen mobilen Einsatz schwerer Einheiten im Nordmeer aufgegeben werden.

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14. Britischer Lend-Lease Zerstörer 
Leamington (G.19)

27.3.1942
Nordsee
Der kleine Sperrbrecher 147 / Koert (482 BRT) sinkt auf einer Mine vor Hoek van Holland.

27.3.1942
Nordatlantik
Das auf dem Rückmarsch von der US-Ostküste befindliche U 587 (Kptlt. Borcherdt) sichtet den schnellen Truppentransport-Konvoi WS.17. Seine Fühlunghalter-Meldung wird mit HF/DF eingepeilt, der angesetzte Sicherungs-Zerstörer Leamington stößt zunächst vorbei, sichtet aber bei der Rückkehr das U-Boot, das gerade seine zweite Meldung abgegeben hat und nun von den Zerstörern Leamington, Aldenham, Grove und Volunteer versenkt wird. Erster Erfolg mit Schiffs-HF/DF.

27.– 28.3.1942
Biskaya
Unternehmen »Chariot«: Brit. Raid gegen St. Nazaire mit der Absicht, das große Trockendock, das die Tirpitz aufnehmen kann, zu zerstören. Eingesetzt werden: das Unterseeboot Sturgeon (LtCdr.Wingfield) als Navigationspunkt vor St.Nazaire, der Zerstörer Campbelltown (LtCdr. Beattie), MGB 314, MTB 74 und 16 Küstenwachboote (ML 156, 160, 177, 192, 262, 267, 268, 270, 298, 306, 307, 341, 443, 446, 447 und 457) mit insgesamt 353 Mann Besatzung und 268 Mann der Kommandotruppen (OTL Newman). Unterstützung und Aufnahme durch die Zerstörer Atherstone, Tynedale, Cleveland und Brocklesby. Trotz heftigem Abwehrfeuer, das besonders unter den Kleinfahrzeugen des Verbandes schon im Anlaufen schwere Opfer fordert, gelingt es Cambelltown das Schleusentor zu rammen. Zeitzünder für eine an Bord der Campbelltown versteckte Sprengladung werden scharf gemacht. Die Detonation erfolgt am nächsten Morgen, das Dock (»Normandie-Schleuse«) mit den die Tankern Schlettstadt und Passat wird stark beschädigt. Doch die Kommandotrupps können die dt. Abwehr nicht überwinden und werden aufgerieben. Als schließlich noch die dt. 5. T-Flottille (Zusammensetzung wie am 13.-14.3.) von See her eingreift, gelingt es nur noch 7 brit. Wachbooten, zu den Aufnahme-Zerstörern durchzubrechen. ML 160, ML 307. ML 343 und ML 443 kehren zurück, ML 156, ML 270 und ML 446 werden selbstversenkt.

27.– 31.3.1942
Mittelmeer

Brit. U-Boot Proteus (LtCdr. Francis) versenkt am 28.3. aus einem ital. Transport-Konvoi mit 7 Schiffen, gesichert vom Zerstörer Sebenico und den T-Booten Bassini, Castelfidardo und Mosto, vor Brindisi den Truppentransporter Galilea (8040 BRT, von 1199 eingeschifften Soldaten kommen 995 ums Leben), ferner am 31.3. aus einem Nordafrika-Rückkonvoi den vom Zerstörer Strale gesicherten Transporter Bosforo (3648 BRT). Urge (Cdr Tomkinson) torpediert am 30.3. nördl. Sizilien einen nicht identifizierten Frachter, muss aber nach heftigem Abwehrfeuer und mit leichten Schäden den Angriff abbrechen. -- Schon am 27.3. geht die it. Oreste (2679 BRT) vor Cattaro durch Minentreffer verloren

28.3.– 3.4.1942
Südostasien
Vor Makassar versenkt das US U-Boot Sturgeon (LtCdr. Wright) am 30.3. die Choko Maru (842 BRT). Der Angriff auf einen gut gesicherten Verband am 3.4. bleibt dagegen ohne nachweisbaren Erfolg. Vor Penang versenkt das brit. Truant (LtCdr. Haggard) am 1.4. die Armeetransporter Yae Maru (6780 BRT) und Shunsei Maru (4939 BRT). Im gleichen Seegebiet greift Snapper am 31.3. mit mehreren Torpedos, doch ohne Erfolg, einen Kreuzerverband an.

29.3.– 5.4.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Flottillenführer Tashkent und die Zerstörer Shaumyan und Nezamozhnik bringen 571 Soldaten und Nachschub nach Sevastopol, im Gegenzug evakuieren die Transporter Voroshilov und Kalinin 2650 bzw. 1550 Verwundete nach Kamysh-Burun. Bei Ozereja wird die Voroshilov (3908 BRT) von einer He 111 torpediert. Sie wird zwar gehoben und nach Novorossisk, später nach Suchumi geschleppt, aber während des Krieges nicht mehr repariert. Die Zerstörer Bditelnyj und Soobrazitelnyj beschießen Landziele.

30.3.1942
Norwegen
33 Halifax der Group No.4 RAF Bomber Command greifen erfolglos das im Föttenfjord vor Trondheim liegende Schlachtschiff Tirpitz an. 5 Flugzeuge werden abgeschossen.

30.3.1942
Pazifischer Ozean
Der Verbindungsstab der US Teilstreitkräfte (»US Joint Chiefs of Staff«) unterteilt den Pazifikraum in 2 Operations- und Kommandogebiete: »Pacific Ocean Areas« unter Adm. Nimitz, und »South West Pacific« unter Lt.Gen. MacArthur.

31.3.1942
Indischer Ozean

Das japan U-Boot I-6 (Kptlt. Inaba) sichtet vor dem 8-Grad-Kanal ein feindliches Schiff und unternimmt einen Angriffsversuch. Kurz vor Abschuss der Torpedos wird das Ziel als Lazarettschiff identifiziert und der Angriff abgebrochen. Ziel war höchstwahrscheinlich HMHS Vita. (Dieses Lazarettschiff rettete übrigens später Überlebende des britischen Trägers Hermes.)

31.3.– 1.4.1942
Indischer Ozean
Landung japan. Truppen auf der Weihnachts-Insel (Christmas Is., südwestl. von Java). In mehreren Angriffen auf den japan. Landungsverband torpediert das amerik. U-boot Seawolf (LtCdr. Warder) den japan. Kreuzer Naka.

31.3.– 1.4.1942
Norwegen / Nordsee
Am Abend des 31.3. versuchen 10 norwegische Frachter (54681 BRT) von Göteborg durch Kattegat und Skagerrak nach England auszubrechen. Dem deutschen B-Dienst aber gelingt es, den Funksprechverkehr zu dem Unternehmen zu entschlüsseln. Während auf brit. Seite die Zerstörer Faulknor, Escapade, Eskimo, Wallace, Vanity und Valorous zur Aufnahme der Frachter ausgesandt werden, bilden die dt. U 591, U 592, U 702 und U 703 den Vorpostenstreifen »Wachsam« zu ihrer Blockade. Lediglich die Tanker B.P. Newton (10.324 BRT) und Lind (461 BRT) erreichen ihr Ziel. Das Walfang-Depotschiff Skytteren (12.358 BRT), der Tanker Buccaneer (6222 BRT), die Frachter Gudvang (1470 BRT) und Charente (1282 BRT) werden entweder von deutschen Kriegsschiffen (V 908, V 1604, V 1609, V 1612, V 1613) versenkt oder versenken sich selber. Der Tanker Rigmor (6305 BRT) wird von dt. Torpdoflugzeugen versenkt und der Tanker Storsten (5343 BRT) läuft auf eine Mine. Die restlichen Frachter Lionel (5653 BRT) und Dicto (5263 BRT) kehren zurück nach Göteborg.

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Fortsetzung im Text