1942 Februar

 

 

 

 

  

1. Einführung der Enigma »M-4«

  

1.2.1942
Atlantik / Funkaufklärung
Einführung der neuen »M-4« Enigma-Maschine für alle U-Boote im Atlantik. Das Gerät besitzt nicht drei gleiche Walzen, sondern die linke ist in einen kleinen Reflektor »B« und einen Rotor »Beta« unterteilt (»Griechenwalze«). Dies zwingt die Mannschaft in Bletchley Park zu 26fach erhöhtem Einsatz der Rechenmaschinen, um den Code für einen Tag zu knacken. Zu gleicher Zeit wird ein neuer »Wetterkurzschlüssel« eingeführt. Da es nur wenige Geleitzug-Operationen mit ausreichend vielen Funkspruch-Signalen gibt, resultiert daraus für Bletchley Park ein 11-monatiger „Black-out" für den gesamten Funkverkehr mit dem Schlüssel »Triton«. Informationen über den Einsatz der U-Boote können nur auf Grund von Signalen mit dem Schlüssel »Heimische Gewässer« gewonnen werden, die von Fahrzeugen in der Biskaya benutzt werden und die dort ein- oder auslaufenden U-Boote begleiten.

16.1.– 4.2.1942
1.– 4.2.1942
Nordatlantik
Auf die Nachricht vom bevorstehenden Auslaufen der behelfsmäßig reparierten Llangibby Castle werden die zwischen Gibraltar und Azoren operierenden U 402, U 581 und U 572 angesetzt, haben jedoch keinen Erfolg. Der zur Sicherung gehörende brit. Zerstörer Westcott versenkt am 2.2. U 581 (Kptlt. Pfeifer).

19.1.– 5.2.1942
1.– 6.2.1942
Nordmeer
Erfolgloser Angriff von Shch-421 (Kptlt. Lunin) auf eine Sperrgruppe mit dem Minenleger Brummer (ex-norw. Olav Tryggvason) und den Minensuchern M 1501 und M 1502. Nach diesem Fehlschlag versenkt Shch-421 am 5.2. im Porsangerfjord aus einem Konvoi den Dampfer Konsul Schulte (2975 BRT). Vor dem Tanafjord torpediert das sowj. U-Boot S-101 (Kpt. 3.Rg. Vekke mit dem Div.-Chef, Kpt. 3.Rg. Chomyakov, an Bord) am 6.2. das Wrack des norweg. Dampfers Mimona.

1.– 7.2.1942
Mittelmeer
Bei brit. U-Boot-Operationen im zentralen Mittelmeer verfehlt Urge (Lt. Tomkinson) am 1.2. ein Geleit mit dem dt. Dampfer Trapani und dem ital. Tanker Rondine. Anschließend wird es von dem Torpedoboot Aretusa mit Wasserbomben verfolgt. Am 3.2. torpediert P.35 / Umbra (Lt. Maydon) die ital. Napoli (6142 BRT, im Geleit des Torpedobootes Orsa), die daraufhin strandet und am 11.2. von einem Flugzeug der FAA versenkt wird. Am 5.2. befinden sich der Frachter Trapani (im Geleit des T-Bootes Perseo) und der Tanker Rondine (im Geleit des Zerstörers Premuda und des T-Bootes Castore), schon wieder auf dem Weg von Palermo nach Tripolis. Unweit von Kap San Vito wird das Geleit von Upholder (Lt. P. Norman) und einem Flugzeug erfolglos angegriffen, das U-Boot wird anschließend von den Torpedobooten mit Wasserbomben verfolgt. Das Geleit wird durch Torpedoboot Polluce verstärkt, die Schiffe erreichen am 7.2. wohlbehalten Tripolis. Zur gleichen Zeit läuft die ital. Monviso in Begleitung des Zerstörers Da Noli und des T-Bootes Cantore von Tripolis nach Messina. Sie wird unterwegs erfolglos von einem Flugzeug angegriffen und errreicht ihr Ziel unbeschadet. Uproar und Unbeaten verfehlen am 6. und 7.2. vor der tunes. Küste ihre Ziele. Auf einer Minensperre Rorquals (Lt. Napier) vom Oktober 1941 geht bei Kap Ferrat (Sardinien) am 9.2.42 der ital. Dampfer Salpi (2710 BRT) verloren.

Bei brit. U-Boot-Operationen in der Adria versenkt Thunderbolt (LtCdr. Crouch) am 1.2. vor Levkas die ital. Absirtea (4170 BRT) und beschädigt am 3.2. vor Kefalonia mit Artillerie das ital. Vp-Boot Lanciotto Pieri (180 BRT). Am 6.2. verfehlt es das deutsche U 431 südwestl. von Kreta. Proteus operiert ohne Erfolg.

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2. Britischer Kreuzer Nigeria
1942 nicht nur in der Arktis im Einsatz.

1.– 10.2.1942
Nordmeer
Die alliierte Konvois PQ.9 und PQ.10 mit insgesamt 10 Schiffen laufen gemeinsam von Reykjavik nach Murmansk. Die Sicherung besteht zunächst (»Western Local Escort«) aus 2 brit. UJ- Trawlern und den norw. UJ-Trawlern Hav und Shika, die bis zum Zielhafen mitlaufen. Vom 5.-8.2. begleiten der Kreuzer Nigeria and vom 5.-10.2. die Zerstörer Faulknor und Intrepid den Konvoi. Ab 7.2. übernehmen (»Eastern Local Escort«) die Minensucher Britomart und Sharpshooter den Konvoi bis nach Murmansk, wo er am 10.2. wohlbehalten eintrifft.

21.1.– 19.2.1942
1.– 19.2.1942
Westatlantik
Im Gebiet zwischen Neufundlandbank und Nova Scotia operiert weiterhin die zweite Welle von 8 Typ-VII-Booten. Im Februar werden versenkt: von U 751 (Kptlt. Bigalk) am 4.2. die brit. Silveray (4535 BRT) und am 7.2. Empire Sun (CAM, 6952 BRT), von U 85 (Oblt.z.S. Greger) am 9.2. die brit. Empire Fusilier (5408 BRT), von U 564 (Kptlt. Suhren) am 11.2. der kanad. Tanker Victolite (11.410 BRT), von U 576 (Kplt. Heinicke) am 14.2. Empire Spring (CAM, 6946 BRT), von U 98 (Kptlt. Gysae) am 15.2. die brit. Biela (5298 BRT), von U 566 (Kptlt. Borchert) am 15.2. die griech. Meropi (4181 BRT). U 575 (Kptlt. Heydemann), das durch Sonderaufgaben aufgehalten war, kehrt ohne Erfolg zurück. Zwei Operationsversuche gegen gesicherte Konvois haben keinen Erfolg. U 564, das am weitesten nach Süden vorgestoßen war, ergänzt am 16.2. aus U 107 Brennstoff für den Rückmarsch.

21.1 .– 6.3.1942
1.2.– 6.3.1942
Westatlantik
Vor der US-Ostküste operiert weiterhin die zweite Welle von 5 Typ-IX-U-Booten. Im Februar versenken: U 103 (Kptlt. Winter) am 2.2. die amerik. W.L. Steed (6182 BRT), am 4.2. die panam. San Gil (3627 BRT), am 5.2. die amerk. India Arrow (8327 BRT) und China Arrow (8403 BRT); U 106 (Kptlt. Rasch) am 3.2. die schwed. Amerikaland (15.355 BRT), am 6.2. die brit. Opawa (10.354 BRT); U 107 (Kptlt. Gelhaus) am 6.2. die amerik. Major Wheeler (3431 BRT); U 108 (KKpt. Scholtz) am 8.2. die brit. Ocean Venture (7174 BRT), am 9.2. die norw. Tolosa (1974 BRT), am 12.2. die norw. Blink (2701 BRT), am 16.2. die panam. Ramapo (2968 BRT), am 18.2. die brit. Somme (5265 BRT); U 128 (Kptlt. Heyse) am 19.2. dem US Tanker Pan Massachusetts (8201 BRT), am 22.2 den US Tanker Cities Service (8103 BRT) und am 5.3. den norw. Tanker O.A. Knudsen (11007 BRT)

1.2.– 15.3.1942
Südwestpazifik
Am 31.1. hat US Task Force 11 (VAdm. Brown) mit Träger Lexington, den Kreuzern Indianapolis, Minneapolis, Pensacola, San Francisco und den Zerstörern Phelps, Clark, Patterson, Dewey, MacDonough, Hull, Aylwin, Dale, Bagley and Drayton (Desron 1) Pearl Harbor verlassen, um zwei im Januar im Panama-Kanal eingetroffene Konvois in den Südwestpazifik zu begleiten. Der 1. Konvoi besteht aus 6 Transportern mit 4500 Soldaten and Versorgungsgütern für Bora Bora, begleitet von den Kreuzern Concord, Trenton und 2 Zerstörern; der 2. Konvoi besteht aus 8 Transportern mit 20.000 Soldaten für Christmas Is., Canton and Nouméa. Nach Beendigung des Auftrags wird die TF.11 den »ANZAC« Forces (VAdm Leary, USN) zugeteilt (Forts. 17.2.-6.3.)

2.– 14.2.1942
Ostsee

Kampf um Leningrad: Am 2.2. beschießen aus der seit August 1941 von Truppen der 18. Armee eingeschlossenen Stadt die sowj. Zerstörer Strogi, Stroiny und das Kanonenboot Kransoe Znamya deutsche Stellungen im Belagerungsring. Am 14.2. werden umgekehrt die sowjet. U-Boote M-96, M-97 und L-55 im Hafen von Leningrad durch deutsches Artilleriefeuer beschädigt.

3.– 5.2.1942
Südostasien
Japanische Flugzeuge versenken im Gebiet um Singapur am 3.2. die brit. Katong (1461 BRT), Loch Ranza (4958 BRT), Pinna (5639 BRT), Talthybius (10.224 BRT) und am 5.2. die brit. Empress of Asia (16.909 BRT). Die Talthybius wird von den Japanern geborgen und als Taruyasu Maru wieder in Fahrt gebracht.

3.– 6.2.1942
Niederländ. Indien
Am 3.2. fliegen erstmalig 26 japanische Bomber der 23. Marine-Flieger-Gruppe aus Kendari unter Jägergeleitschutz einen Angriff auf Surabaya. Nach Luftaufklärungsmeldung eines alliierten Flugzeuges über einen sich vor Balikpapan sammelnden japanischen Landungsverband, befiehlt der ABDA-Flottenkommandant (Adm. Hart) einen alliierten Verband unter Befehl des niederl. RAdm. Doorman zu einem Vorstoß in die Straße von Makassar. Der Verband läuft in der Nacht vom 3./4.2. aus Madoera aus. Er besteht aus den Kreuzern De Ruyter (Flaggschiff, niederl.), Houston, Marblehead (USN), Tromp (niederl.) und den Zerstörern Barker, Bulmer, Edwards, Stewart (USN) sowie Banckert, Piet Hein, Van Ghent (niederl.). Am Morgen des 4.2. wird der Verband nördlich von Bali von einem japanischen Flugzeuggeschwader mit 37 Bombern und Jägergeleitschutz gesichtet und angegriffen. Marblehead (Capt. Robinson) wird durch Bombentreffer und Naheinschläge schwer beschädigt und erreicht Tjilatjap nur mit den Schrauben steuernd. Auf Houston fällt der dritte 20,3cm Geschützturm aus. Die anderen Schiffe werden trotz Nahtreffern nicht beschädigt; kehren jedoch um und laufen am 6.2. wieder im Hafen ein (Forts. 6.-9.2.).

Im Gebiet vor der Insel Celebes patroullieren die US U-Boote S-37, Sculpin und Shark. Das amerik. U-Boot Sculpin (LtCdr. Chappell) torpediert am 4.2. vor Kendari den japan. Zerstörer Suzukaze. Am 2.2. wird Shark (LtCdr. Shane) durch den Zerstörer Amatsukaze angegriffen und beschädigt, setzt seine Operationen aber zunächst fort. Am 11.2. wird das US Unterseeboot vom japan. Zerstörer Yamakaze vor Menado versenkt. 

28.1.– 9.2.1942
3.– 10.2.1942
Schwarzes Meer
Die sowj. Flottillenführer Kharkov and Tashkent sichern vom 3.-4.2. die Transporter Belostok, Krasny Kuban und Pestel bei der Durchführung von Nachschubtransporten für Sevastopol und beschießen auf dem Rückmarsch mehrfach Landziele an den Fronten vor Sevastopol, bei Feodosia und Kamysh Burun. Vom 7.-8.2. bringt Pestel im Geleit der Kharkov 386 Soldaten als Entsatz nach Sevastopol und evakuiert 322 Personen, darunter 230 Verwundete, auch Transporter Chekhov evakuiert 204 Personen, darunter 131 Verwundete. Kharkov bombardiert vom 8.-10.2. deutsche Stellungen bei Sevastopol. Die Stärke der sowjet. Verteidiger von Sevastopol beträgt am 10.2. 69.853 Mann bei der Küstenarmee, 12.128 Mann bei der Marineinfanterie, 4096 Mann bei der Küstenverteidigung und 95 Flugzeuge

4.– 18.2.1942
Niederländisch Indien
Im Gebiet von Makassar und der Java-See operiert das 4. jap. U-Boot-Geschwader. I-55 (KKpt. Nakajima) beschädigt am 4.2. die niederl. Van Lansberge (1937 BRT) so schwer, dass sie von dem niederl. Minensucher Pieter de Bitter versenkt werden muss, und am 7.2. die niederl. Van Cloon (4519 BRT), die von den Japanern unter dem Namen Tatebe Maru wieder in Fahrt gebracht wird, am 13.2. versenkt es den brit. Munitionstransporter Derrymore (4799 BRT), ein Angriff am 18.2. bleibt ungeklärt. I-56 (KKpt. Ohashi) beschädigt in der Sunda-Straße die niederl. Togian (979 BRT), die am 22.2. vor Koepang von der eigenen Besatzung versenkt wird, und ein Angriff am 11.2. bleibt ungeklärt. Der britische Transporter Darvel wird im Februar 1942 auf der Reise von Batavia nach Fremantle durch eine Unterwasserexplosion beschädigt.

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3. U 569 in der Schleuse von St. Nazaire.

 

4.– 24.2.1942
Nordatlantik
Im Raum westlich der Hebriden und Faröer bleiben auf Befehl Hitlers weiterhin jeweils 6 U-Boote aufgestellt (vgl. 14.-24.1. und 4.-26.3.). Im Februar sind U 653, U 213, U 136, U 591, U 455, U 352, U 752 beteiligt. Gelegentlich werden Konvois erfaßt, so am 4.2. bei der Rockall-Bank der ON.63, gegen den U 213, U 136 und U 591 operieren. Nur U 136 (Kptlt. Zimmermann) kommt zum Angriff, versenkt am 5.2. die brit. Korvette Arbutus und verfehlt am 7.2. einen Zerstörer der Sicherung. Am 10.2. sichtet U 591 (Kptlt. Zetzsche) den Konvoi SC.67 (21 Schiffe, Sicherung: norw. Zerstörer St Albans, brit. Korvetten Honeysuckle und Gentian, kanad. Korvetten Spikenard, Dauphin, Louisbourg, Chilliwack, Shediac, Lethbridge und Pictou). U 591 führt U 136 heran, das am 11.2. die Spikenard versenkt und - gemeinsam mit U 591 - die norw. Heina (4028 BRT). Am 22.2. meldet das auf der Überführung nach Frankreich befindliche U 154 (KKpt. Kölle) den Konvoi HX.175 (26 Schiffe, US-Zerstörer Mayo, Simpson, Leary, Decatur – sie werden am 23.2. durch die brit. Korvetten Camellia, Pimpernel und Columbine abgelöst), fährt am 23. morgens vier und am 24. morgens zwei Anläufe, doch gehen 14 Torpedos wegen eines Fehlers der Rechenanlage fehl. Von den herangeführten U 136 und U 752 werden ein Zerstörer und mehrere Frachter wegen Abwehrmanövern verfehlt.

5.– 7.2.1942
Niederländisch-Indien
Zur Deckung eines niederl. Konvois aus Batavia (2 Transporter unter Geleit des Kreuzers Java) mit Truppenverstärkung nach Palembang, stößt ein britischer Verband mit Kreuzer Exeter, Zerstörer Encounter, Jupiter und dem austral. Keuzer Hobart durch die Banka-Straße in die Sunda-Straße vor. Auf dem Rückmarsch wird der Verband nordwestlich der Sunda-Straße erfolglos vom japanischen U-Boot Ro-34 (Kptlt. Ota) angegriffen. Dieses verfehlt am 5.2. auch einen niederl. Zerstörer. Im gleichen Zeitraum operieren die Kreuzer Canberra, Cornwall, Danae, Dragon, Durban, der Zerstörer Electra sowie die Sloops Sutlej und Yarra in Geleitdienst zwischen Ceylon und der Sunda-Straße.

6.2.1942
Nordatlantik
Ein Fernaufklärer des Typs Fw 200 »Condor« entdeckt den nach Freetown marschierende Konvoi OS.18, und wird durch Flak-Feuer der Korvette Genista abgeschossen. Das auf dem Rückmarsch von der US-Küste befindliche U-Boot U 82 stößt auf den Konvoi OS.18 und wird von der Sloop Rochester und der Korvette Tamarisk mit Wasserbomben versenkt.  

6.– 9.2.1942
Niederländ.- Indien
Japanische Landung bei Makassar (Celebes). Am 6.2. läuft KAdm. Kubo mit dem Kreuzer Nagara, 3 schnellen Landungsbooten, 2 U-Bootjägern der 1. BF und 6 Transportern mit der Sasebo-Spezial-Landungstruppe an Bord von Kendari aus. Die Sicherung besteht aus den Minensuchern W7 und W8, den Zerstörern Asashio, Oshio, Michishio, Arashio (8. Z-Division), Kuroshio, Oyashio, Hayashio, Natsushio (15. Z-Division) und Hatsushimo, Nenohi, Wakaba (21. Z-Division). Am 8.2. steht der Verband vor Makassar, wo das US U-Boot S-37 (Lt. Dempsey) die Natsushio versenkt. Zusätzlich kommen die Zerstörer Kawakaze, Umikaze (1./24. Z-Division), Minegumo, Natsugumo (9. Z-Division) mit den Minensuchern W15, W16, W17 und W18 unter KAdm. Hirose aus Balikpapan, um die Landung zu unterstützen. Luftsicherung des Unternehmens durch das 11. Träger-Geschwader (KAdm. Fujita) mit den Wasserflugzeug-Mutterschiffen Chitose, Mizuho und dem Depotschiff Sanyo Maru. Der Deckungsverband (VAdm. Takagi) besteht aus den Kreuzern Haguro, Nachi und den Zerstörern Akebono und Ikazuchi. Die Landung ist gegen geringen Widerstand erfolgreich. Ein Vorstoß des niederl. RAdm. Doorman mit den Kreuzern De Ruyter, Tromp und 2 Zerstörern wird am 8.2. kurz nach Auslaufen der Schiffe abgebrochen (Forts. 9.-17.2.).

6.– 23.2.1942
Nordmeer
Alliierter Konvoi PQ.11 mit 13 Schiffen läuft von Loch Ewe nach Murmansk.
Die 1. Etappe führt bis Kirkwall. Dort läuft der Konvoi am 14.2. im Geleit der Zerstörer Airedale and Middleton, der Minensucher Niger and Hussar, der Korvette Oxlip, and 3 bewaffneter Trawler aus. Am 17.2. stößt die Korvette Sweetbriar dazu. Am 20.2. übernehmen der Kreuzer Nigeria und die sowj. Zerstörer Gromki and Grozny das Geleit, die brit. Minensucher Harrier, Hazard und Salamander stoßen hinzu, später auch noch 2 sowj. SKR Wachschiffe and 6 MO-4 U-Jäger. der Konvoi erreicht am 23.2. Murmansk. Vom 9.-15.2. läuft der Flakkreuzer Cairo mit einer britischen Handelsdelegation an Bord alleine nach Murmansk.

7.– 15.2.1942
Südostasien
Endkampf um Singapore (Malaysia). In der Nacht zum 8.2. landet eine Kampfgruppe der japan. Garde-Div. auf der Insel Ubin im Ostteil der Johore-Straße. Am 8.2. beginnt die 25. Armee (OB GenLt. Yamashita) unter Einsatz der Artillerie, die Insel Singapore zu beschießen, während gleichzeitig Bomber der 3. Flieger-Division die brit. Stellungen angreifen. In der Nacht zum 9.2. setzen die 5. und 18. Inf. Division über die Johore-Straße, ihnen folgt in der nächsten Nacht die Garde-Div. von Johore-Bharu aus. Am 9.2. wird das brit. Vermessungsschiff Herald bei einem Luftangriff beschädigt und selbstversenkt. (Später wird es von den Japanern gehoben und als Geleitschiff Heiyo eingesetzt). Unterstützt durch 2 Panzer-Regimenter drängen die Japaner die Briten bis zum 15.2. zurück in die Stadt Singapore, woraufhin der Verteidiger, LtGen. Percival, am Abend des gleichen Tages kapituliert. Im Golf von Siam operiert lediglich das brit. U-Boot Trusty zur Unterstützung des Kampfes um Singapore und beschießt am 8.2. ohne Erfolg den jap. Küstenfrachter Se Go (200 BRT).

7.– 16.2.1942
Mittelmeer
Britische Kreuzer- und Zerstörer Operationen im Zentral-Mittelmeer: Am 7. und 8.2. versenken die brit. Zerstörer Lively und Zulu bei einem Vorstoß westlich Pantellaria die ital. Einzelfahrer Grongo (316 BRT) und Aosta (494 BRT). Am 9.2. beschädigen dt. Bomber westl. Marsa Matruk den brit. Zerstörer Farndale schwer. Vom 9.-12.2. verlegen der brit. Kreuzer Cleopatra und der Zerstörer Fortune von Gibraltar nach Malta. Cleopatra wird kurz nach ihrer Ankunft bei einem Luftangriff auf Malta beschädigt und verlegt zu Reparaturarbeiten nach Alexandria.

Brit. U-Boot-Operationen im zentralen Mittelmeer. Am 8.2. torpediert Upholder (Lt. Norman) ostwärts Sardinien zwei Dampfer in einem Konvoi und beschädigt die ital. Daino (1334 BRT). Westl. Kefalonia kollidiert Perseus (Lt. Francis) nach Torpedoangriff auf ein vermeintliches Unterseeboot mit dem ital. Torpedoboot Sagittario. Dabei kommen beide Boote zu Schaden. Am 12.2. versenkt Una (Lt. Martin) vor Cotrone den ital. Tanker Lucania (8106 BRT). Vor Kerkennah versenkt das poln. Sokol (LtCdr. Karnicki) den ital. Frachtsegler Guiseppina (392 BRT) und verfehlt ein Torpedoboot. Am 13.2. wird Tempest (LtCdr. Cavaye) im Golf von Tarent von dem ital. T-Boot Circe (KKpt. Palmas) zum Auftauchen gezwungen und sinkt beim Einschleppversuch – 49 Mann sterben. Am 13. und 14.2. greift P.36 (Lt. Edmonds) zweimal einen italienischen Kampfverband mit den Kreuzern Gorizia, Trento und Zerstörergeleit an. Vor Messina gelingt es ihm, einen der Zerstörer, Carabinieri, zu beschädigen. In der Nacht zum 15.2. versenkt P.38 (Lt. Hemingway) vor der tunes. Küste aus einem vom ital. Zerstörer Premuda und dem T-Boot Polluce gesicherten Konvoi den Transporter Ariosto (4116 BRT). Von den 410 Soldaten an Bord (darunter 294 Kriegsgefangene) werden 90 Italiener und 162 Kriegsgefangene gerettet. Am 16.2. verfehlt Thrasher vor der Suda-Bucht (Kreta) den dt. Transporter Arkadia.

8.– 10.2.1942
Nordatlantik
Vor Neufundland greifen U 654 und U 85 den Konvoi ON.60 an. U 654 (Oblt.z.S. Forster) torpediert die frei-franz. Korvette Alysse. Sie wird in Schlepp genommen, geht jedoch am 10.2. unter. Nach Auflösung des Konvois versenkt U 85 (Kptlt. Greger) die auf dem letzten Stück ihres Weges einzeln fahrende brit. Empire Fusilier (5408 BRT).

8.2.– 8.3.1942
Zentralpazifik / US-Westküste
Die japan. U-Boote I-9, I-17 und I-23 operieren vom 8.– 15.2. südlich Oahu. I-17 (FKpt. Nishino) marschiert danach an die US-Westküste, beobachtet am 20.2. San Diego, beschießt am 23./24.2. eine Öl-Raffinerie in Elwood (Kalifornien) und greift am 1.3. vor San Francisco erfolglos den Tanker William H. Berg (8298 BRT) an. I-23 (Kptlt. Shibata) ist seit dem 14.2. verschollen. I-9 (FKpt. Fujii) klärt am 24.2. mit dem Bordflugzeug über Pearl Harbor auf. Am 26.2. laufen I-15, I-19 und I-26 nach Ausrüstung als Flugboot-Versorger von Kwajalein nach den »French Frigate Shoals« aus und betanken dort am 3./4.3. zwei 4-motorigen Kawanishi H8R »Emily« Flugboote auf ihrem Flug von Wotje zum Angriff nach Pearl Harbor. Die Bomben gehen fehl. Am 7.3. sichtet I-15 (FKpt. Ishikawa) die vom Vorstoß gegen Marcus zurückkehrende US Task Force TF.8 mit dem Träger Enterprise, doch kommen die anderen Boote zum Angriff nicht heran.

9.2.1942
Westatlantik
Im Hafen von New York brennt der US-Truppentransporter Lafayette (ex Normandie, 83.423 BRT) aus und kentert.

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4a. Japanischer Kreuzer Sendai vor dem Krieg

9.– 17.2.1942
Niederländ.- Indien
Japanische Landung bei Palembang (Sumatra). Am 9.2. verlässt eine Vorausabteilung der japanischen 38. Inf. Div. an Bord von 8 Transportern die Camranh Bucht. Sie wird begleitet von KAdm. Hashimoto mit dem Kreuzer Sendai, den Zerstörern Fubuki, Amagiri, Yugiri, Asagiri, den Minensuchern W1, W2, W3, W4, W5 und den U-Jägern Ch 7 und Ch 8. Am 10.2. folgt VAdm. Ozawa mit dem Deckungsverband der Westgruppe, bestehend aus den Kreuzern Chokai, Kumano, Mikuma, Mogami, Suzuya, den Zerstörern Uranami, Isonami, Ayanami, dem Kreuzer Yura und Flugzeugträger Ryujo mit dem Zerstörer Shikinami. Am 11.2. läuft der Hauptteil des 229. Inf. Reg. und eine Batallion des 230. Inf. Reg. an Bord von 13 kleineren Transportern, gesichert vom Kreuzer Kashii (Kpt.z.S. Kojima), der Fregatte Shimushu, den Zerstörern Shirayuki, Hatsuyuki, Murakumo, Shirakumo sowie dem U-Jäger Ch 9, aus.

Die an beiden Seiten der Anambas zur Abwehr einer Landung operierenden niederl. U-Boote K-XI, K-XII, K-XIII und K-XIV kommen nicht heran. Am 11.2. sichtet ein alliiertes Aufklärungs flugzeug die Invasionsflotte. Zu diesem Zeitpunkt fahren viele kleinere und 13 große Frachtschiffe, die Transportschiffe Empire Star und Gorgon, der Hilfskreuzer Kedah, der brit. Kreuzer Durban und die Zerstörer Jupiter und Stronghold mit Flüchtlingen von Singapore nach Sumatra und Java. Durban wird durch Bombentreffer beschädigt und zur Reparatur nach Colombo geschickt. Am 11./12.2. stoßen 2 Hilfsschiffe, 12 Dampfer und ein Konvoi mit sechs großen Tankern aus Palembang zu den Flüchtlingskonvois. Sie werden von den austr. Minensuchern Wollongong, Bendigo, Toowoomba und Ballarat begleitet.

Trägerflugzeuge der Ryujo und landgestützte Bomber mit Jagdschutz des Genzan-Luftkorps werden von den Japanern auf die Schiffsansammlung angesetzt. Am 13.2. fallen ihnen die großen Tanker Manvantara (8237 BRT) und Merula (8277 BRT), der Dampfer Subadar (5424 BRT) und viele kleinere Schiffe zum Opfer. Die Transporter Anglo-Indian (5609 BRT), die Empire Star (12.656 BRT) und der Tanker Seirstad (9916 BRT), im Geleit des Kreuzers Danae, werden schwer beschädigt. Von den Einheiten des japanischen 4. U-Boot-Geschwaders, die gegen die Evakuierung und zur Deckung der Landung eingesetzt werden, versenkt I-55 (Kptlt. Nakajima) am 13.2. nördlich der Sunda-Straße den Munitionstransporter Derrymore (4799 BRT), und I-56 (KKpt. Ohashi) torpediert am 11.2. südlich der Sunda-Straße ein nicht identifiziertes Schiff aus den Konvois JS.1 und SJ.1, die durch die Kreuzer Exeter, Hobart, Java, den Zerstörer Electra und die Sloop Jumna gesichert werden.

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4b. Japanischer Kreuzer Sendai.
 

Während die japanischen Einheiten in der Nacht vom 13./14.2. in die Banka Straße einlaufen und dabei das brit. Kanonenboot Scorpion versenken, verläßt ein alliierter Angriffsverband unter RAdm. Doorman Batavia. Dieser besteht aus den Kreuzern De Ruyter, Java, Tromp (niederl.), Exeter (brit.), Hobart (austr.) und den Zerstörern Banckert, Kortenaer, Piet Hein, Van Ghent (niederl.), Barker, Bulmer, John D Edwards, Parrott, Pillsbury, Stewart (amerik.). Am Morgen des 14.2. entdeckt die japanische Luftaufklärung den ABDA-Verband südlich der Inseln Banka und den ganzen Tag über greifen Trägerflugzeuge der Ryujo sowie landgestützte Bomber an. Die brit. Kanonenboote Dragonfly und Grasshopper werden versenkt, keines der größeren Schiffe aber nennenswert getroffen. Nur Barker und Bulmer fallen wegen zahlreicher Naheinschläge aus. Van Ghent strandet auf dem Auslaufweg und geht verloren. Wegen der von dem alliierten Verband ausgehenden Gefahr läßt Adm. Ozawa den vorgeschobenen Landungsverband vor Muntok (Banka) ankern und den Hauptlandungsverband nach Nordosten marschieren. Gleichzeitig versucht er sich mit allen einsatzbereiten Einheiten dem alliierten Verband zu nähern doch dieser zieht sich zurück. Viele der kleineren Rückzugstransporter aber fallen den japanischen Schiffen und Flugzeugen zum Opfer.

Früh am 14.2. landen japanische Transportflugzeuge 460 Mann Fallschirmtruppen, um den Flugplatz nördlich von Palembang sowie Raffinerie und Ölfelder von Pladioc östlich von Palembang zu besetzten. Gegen zähen Widerstand können die Japaner nur mit Mühe ihre Stellungen halten. Bei Luftangriffen mit 36 Hudson- und Blenheim-Bombern sowie 22 Hurricane-Jägern auf den Landungsverband vor Muntok wird am 14.2. der Transporter Inabasan Maru (989 BRT) versenkt und der Vormarsch von schnellen japanischen Landungsbooten auf dem Moesie-Fluß in Richtung Palembang am 15.2. gestoppt. Nachdem sich der alliierte Angriffsverband zurückgezogen hat, kommt der Hauptteil der japanischen Truppen zur Landung heran. Am 16.2. muß Palembang evakuiert werden (Forts. 15.-24.2.).

9.– 20.2.1942
Indischer Ozean
Vor Ceylon operieren U-Boote der 5. jap. U-Flottille. Dabei versenkt das I-65 (Kptlt. Harada) am 15.2. die brit. Johanne Justesen (ex-dän, 4681 BRT), am 20.2. die brit. Bhima (5290 BRT) und I-66 (KKpt. Yoshitome) am 14.2. die brit. Kamuning (2076 BRT). Weitere Erfolge sind ungeklärt.

9.– 28.2.1942
Nord- / Nordwestpazifik
Vor der jap. Ostküste versenken die amerik. U-Boote Trout (LtCdr. Fenno) am 10.2. die bewaffneten Transporter Chuwa Maru (2719 BRT) und Kurama Maru (6788 BRT) und Triton (LtCdr. Lent) am 17.2. die bewaffneten Transporter Shinyo Maru Nr.5 (1498 BRT) und am 21.2. Shokyu Maru (4480 BRT), Narwhal (LtCdr. Wilkins) beschädigt den Tanker Manju Maru (6515 BRT), Tuna (LtCdr. DeTar) verfehlt sein Ziel. Am 24.2. wird Thresher bei der Rückkehr nach Hawaii südwestlich von Oahu irrtümlich von einer USN-Catalina angegriffen.

10.2.1942
Nordsee
Ein dt. Flugzeug versenkt vor der englischen Ostküste südl. der Humbermündung die brit. Corland (3431 BRT)

10.– 23.2.1942
Norwegen
Gegen die mögliche Verlegung schwerer dt. Kriegsschiffe werden zwischen Südnorwegen und Fro Havet die alliierte Unterseeboote P.37/ Unbending, Trident, Tuna und Minerve (FFS) aufgestellt (siehe Op. »Sportpalast«). Tuna wird am 23.2. zurückgezogen.

10.2.– 20.3.1942
Westatlantik
Eine dritte Welle von 15 U-Booten operiert einzeln im Gebiet zwischen Neufundland und Cape Hatteras, darunter die 6 an der Operation gegen den Konvoi ON.67 (siehe 21.-24.2.) beteiligten Boote, von denen im folgenden summarisch nur die an der US-Ostküste errungenen Erfolge angeführt werden; es versenken: U 94 (Oblt.z.S. Ites) 3 Schiffe mit 13.787 BRT, U 96 (KKpt. Lehmann-Willenbrock) 5 Schiffe mit 25.464 BRT, U 155 (Kptlt. Piening) 2 Schiffe mit 9783 BRT, U 158 (Kptlt. Rostin) 4 Schiffe mit 30.753 BRT, ferner US Tanker Olean (7118 BRT) torpediert, U 404 (Kptlt. v. Bülow) 4 Schiffe mit 22.653 BRT, U 432 (Kptlt. H.O. Schultze) 5 Schiffe mit 25.107 BRT, U 504 (KKpt. Poske) 4 Schiffe mit 26.561 BRT, U 578 (KKpt. Rehwinkel) 2 Schiffe mit 10.540 BRT und Zerstörer Jacob Jones, U 587 (Kptlt. Borcherdt) 4 Schiffe mit 15.283 BRT, U 653 (Kptlt. Feiler) 1 Schiff mit 1582 BRT. U 69 (Kptlt. Zahn) ohne Erfolg, U 558 (Kptlt. Krech) nur am ONS.67 mit Erfolgen, U 656 (Kptlt. Kröning) ohne Erfolg und am 1.3. versenkt durch eine Hudson (Ens. Tepuni) der VP-82 USN.

10.– 25.2.1942
Mittelmeer
Gegen den brit. Tobruk-Nachschub operieren trotz zahlreicher Angriffe die dt. U-Boote U 81, U 83, U 559 und U 652 ohne Erfolg.

11.2.1942
Niederländ. Westindien
Amerik. Truppen besetzen Curaçao und Aruba (Karibik), um Ölkontingente vor deutschem Zugriff zu sichern und zu verhindern, dass dt.Kommandounternehmen vor der amerik. Küste Fuß fassen (siehe Op. »Neuland«).

11.– 17.2.1942
Schwarzes Meer
Sowj. Transportunternehmungen von und nach Sevastopol: Am 11.2. läuft der Minenleger Doob auf eine Mine und sinkt. Am 12.2. liefern 4 Transporter 4987 Soldaten, 764 to. Treibstoff und 1700 to. Versorgungsgüter. Am 13.2 bringen der Kreuzer Komintern und der Zerstörer Shaumyan 1034 Soldaten und 200 to. Versorgungsgüter. Der Transporter Kuban läuft auf eine Mine, kann aber am 18.2. beschädigt nach Novorossisk eingebracht werden. Am 14.2. bringen der Kreuzer Krasny Krym und der Zerstörer Dzerzhinski 1075 Soldaten. Am 15.2. setzen der Flottillenführer Kharkov und der Minensucher T410/ Vrzyv 650 Soldaten ab und evakuieren 152 Verwundete. Am 17.2. bringt der Transporter Belostok noch einmal 871 Soldaten.

11.– 23.2.1942
Norwegen
Der deutschen Minenleger Ulm (F.d.Minsch, Kpt.z.S. v.Schönermark) legt am 12.2. im Bereich des Adm. Polarküste, gesichert von UJ 1211, UJ 1212 und R 160, flankierende Minensperren vor Arnöy. Brummer legt im selben Bereich am 11.2. bei schwerem Wetter und ohne Sicherungsbeistand eine Minensperre vor dem Bökfjord. Anschließend verlegt der Minenleger nach Tromsö und wirft am 23.2. unter Sicherung von 2 U-Jägern flankierende Minensperren bei Loppa. 

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5. Prinz Eugen (im Hintergrund)
und ein Sicherung fahrendes Torpedoboot der Reihe T13 - T21.

12.2.1942
Kanal
Unternehmen »Cerberus«: Rückführung schwerer Einheiten durch den Kanal nach Deutschland. Nach wochenlangen Minensucharbeiten durch die 1., 2., 4., 5. und 12. M-Fl. und die 2., 3. und 4. R-Fl. im Kanal und in der südlichen Nordsee, bei denen in der Nacht zum 11.2. M 1208 vor Barfleur verloren geht, laufen in der Nacht zum 12.2. die Schlachtschiffe Scharnhorst (Kpt.z.S. Hoffmann, mit dem BdS VAdm. Ciliax an Bord), Gneisenau (Kpt.z.S. Fein) und der Schwere Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Brinkmann) aus Brest aus. Sicherung durch die Zerstörer Z 29 (mit FdZ KAdm. Bey an Bord), Richard Beitzen (mit Chef der 5. Z-Fl. Kpt.z.S. Berger an Bord), Paul Jacobi, Friedrich Ihn, Hermann Schoemann und Z 25. Später stoßen von Le Havre aus die 2. T-Fl. (KKpt. Erdmann) mit T 2, T 4, T 5, T 11, T 12 und aus Dünkirchen die 3. T-Fl. (KKpt. Wilcke) mit T 13, T 15, T 16 und T 17 zum Verband, wozu auf der Höhe von Kap Gris Nez noch die 5. T-Fl. (FKpt. Schmidt) mit Seeadler, Falke, Kondor, Iltis und Jaguar tritt. Außerdem beteiligen sich an der Sicherung des Verbandes Einheiten des BSW und später BSN und die S-Boot-Flottillen 2 (Kptlt. Feldt), 4 (Kptlt. Bätge) und 6 (Kptlt. Obermaier). Die Luftflotte 3 (Feldmarschall Sperrle) stellt 176 Zerstörer- und Jagdflugzeuge (hauptsächlich JG.2 und JG.26, später noch JG.1) für die Luftsicherung zur Verfügung, von denen ständig wenigstens 16 Maschinen über dem Flottenverband sein können. Der dt. Verband wird erst auf der Höhe von Le Touquet entdeckt und erfolglos von brit. Küstenbatterien beschossen. Von Dover aus gehen 5 MTBs (Cdr. Pumphrey) und von Ramsgate 3 MTBs (LtCdr. Long) in See. Ihre Torpedoangriffe bleiben erfolglos. 3 Boote erleiden Beschädigungen. Die gerade verfügbare Swordfish-Staffel No.825 (Cdr. Esmonde) greift die dt. Schiffe auf der Höhe von Gravelines an; alle 6 Torpedoflugzeuge werden abgeschossen. Später eingesetzte Bomber und Torpedoflugzeuge finden z.T. ihre Ziele nicht. Sie versenken das Vorpostenboot V 1302 und beschädigen die T-Boote T 13 und Jaguar. Schließlich gelingt es einem Zerstörerverband aus Harwich (21. Z-Fl. [Capt. Pizey] mit Campbell und Vivacious und unterstellter 16. Z-Fl. [Capt. Wright] mit Worcester, Whitshed und Mackay), an den dt. Verband heranzukommen, aber auch die Zerstörerangriffe scheitern im schweren Abwehrfeuer, Worcester wird in Brand geschossen und erreicht mit Mühe den Hafen. Auf dem Marsch erhalten Scharnhorst zwei, Gneisenau einen Minentreffer, können jedoch mit eigener Kraft Wilhelmshaven bzw. die Elbe-Mündung erreichen.

12.2.1942
Südwestpazifik
Aufstellung eins ANZAC-Geschwaders (RAdm. Crace) mit den Kreuzern Australia (austr.), Chicago (USN) sowie Achilles und Leander (neuseel.) und den Zerstörern Lamson und Perkins (USN) in Suva (Fiji).

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6. Zwei der vier Hauptgeschütztürme der Raimondo Montecuccoli

 

12.– 16.2.1942
Mittelmeer
Brit. Versorgungsoperation MF.5 für Malta. Am 12.2. laufen die Konvois MW.9A (Transporter Clan Campbell und Clan Chattan, gesichert vom Kreuzer Carlisle und den Zerstörern Lance, Heythrop, Avon Vale und Eridge) und MW.9B (Transporter Rowallan Castle, gesichert durch die Zerstörer Beaufort, Dulverton, Hurworth und Southwold) in kurzem Zeitabstand nacheinander von Alexandria aus. Als Deckungsverband folgt Force B (RAdm. Vian) mit den Leichten Kreuzern Naiad, Dido, Euryalus und den Zerstörern Jervis, Kipling, Kelvin, Jaguar, Griffin, Havock, Hasty und Arrow. Bei einem dt. Luftangriff auf Malta explodiert nach Bombentreffern der brit. Zerstörer Maori – durch die Explosion wird auch Zerstörer Decoy leicht beschädigt. Auf der anderen Seite läuft am 13.2. von Malta der Konvoi ME.10 (Transporter Ajax, Breconshire, Clan Fergusson und City of Calcutta) aus, gesichert durch Force K mit Kreuzer Penelope und den Zerstörern Zulu, Sikh, Legion, Lively, Fortune und Decoy.

Am 13.2. erfasst die dt.-ital. Luftaufklärung den westgehenden Verband, Clan Campbell (7255 BRT) muß nach Bombentreffer Tobruk anlaufen. Kurz vor der Begegnung des westgehenden Konvois MW.9 mit ME.10 wird ersterer erneut von dt. Bombern angegriffen, wobei der Dampfer Clan Chattan (7262 BRT) so schwer getroffen wird, dass er selbst versenkt werden muß. Nach dem Aufeinandertreffen beider Konvois sinkt auch die Rowallan Castle (7798 BRT) durch Bombentreffer.

Die Sicherungskräfte laufen nach Auswechslung des Zerstörers Lance gegen Decoy und Fortune zurück. Div-Adm. Bergamini läuft von Tarent aus, um die brit. Verbände zu suchen. Sein Verband besteht aus dem Schlachtschiff Duilio, den Kreuzern Duca d´Aosta und Montecuccoli sowie den Zerstörern Folgore, Fulmine, Saetta, Alpino, Carabiniere, Fuciliere und Bersagliere. Aus Messina läuft Div-Adm. Parona mit den Schweren Kreuzern Gorizia, Trento und den Zerstörern Aviere, Geniere, Camicia Nera und Ascari aus. Die Suche bleibt am 15.2. ohne Erfolg. An diesem Tag erreicht die Force K mit Penelope, Lance und Legion Malta Zulu, Sikh und Lively marschieren mit Force B nach Alexandria, wo sie am 16.2. eintreffen. Auf dem Rückmarsch wird Zerstörer Carabiniere durch das brit. U-Boot P.36 (Lt. Edmonds) vor Tarent torpediert, kann aber eingeschleppt werden.

12.– 22.2.1942
Nordmeer

Alliierter Konvoi QP.7 läuft mit 8 Schiffen von Murmansk nach Seidisfjord.
Als Sicherung begleiten die Minensucher Hazard und Speedwell (bis 12.2.), Britomart und Sharpshooter (bis 15.2.) den Konvoi. Vom 13.-15.2. übernehmen die Zerstörer Faulknor und Intrepid. Deckung des Geleits durch Kreuzer Nigeria. Am 15.2. wird der Konvoi aufgelöst. Die Schiffe erreichen am 22.2. Island.

12.2.– 15.3.1942
Schwarzes Meer

Von den großen sowj. U-Booten unternimmt L-23 zwei Operationen im Gebiet von Alushta, und L-5 zwei vor Sudak. D-4 verlegt im März nach Varna, und S-32 löst im März Shch-214 vor Achtopol ab. Von den mittleren U-Booten operieren Shch-203, Shch-214, Shch-216, Shch-207 und Shch-201 vor der rumän.-bulgar. Küste, Shch-213 vor dem Bosporus, wo es nach Versenkung der Struma (siehe 23.-24.2.) am 2. und 3.3. nur noch zwei Fehlschüsse erzielt. Shch-209 wird am 8.3. vor Sinopa von einem Flugzeug angegriffen und beschädigt. Von den kleinen U-Booten operieren M-32, M-36, M-113 und M-118 vor der Krimküste, wo M-111 am 27.2. einen Unfall erleidet. A-4 und A-3 halten wechselweise vor Tuzla Stellung. Am 8.3. bleibt M-36 bei einem Torpedoschuss in den Hafen von Yalta ohne Erfolg.

14.– 17.2.1942
Zentralpazifik

Am 14.2. läuft die Task Force 16 (VAdm. Halsey) mit dem Flugzeugträger Enterprise, den Kreuzern Northampton (RAdm. Spruance) und Salt Lake City, der Desron 6 mit den Zerstörern Balch, Maury, Craven, Dunlap, Blue und Ralph Talbot und dem Tanker Sabine von Pearl Harbor zum Trägerangriff auf Wake und Marcus aus (siehe 24.2.) US Task Force 17 (VAdm. Fletcher), die aus dem Träger Yorktown, den Kreuzern Astoria und Louisville, den Zerstörern Sims, Hughes, Walke, Russell, Anderson, Hammann und dem Begleittanker Guadeloupe besteht, läuft am 16.2. zu einem Angriff auf das Eniwetok Atoll (Karolinen) aus, wird aber zurückgerufen, um dringende Sicherungsaufgaben für Konvois im Südpazifik wahrzunehmen. Ab dem 17.2. marschiert der Verband über die Phoenix Inseln (21.-28.2.) zu den Neuen Hebriden. Hier vereinigt TF.17 sich am 6.3. mit der TF.11.

14.– 19.2.1942
Südostasien

US Uboot Swordfish operiert vor den Philippinen. Vor Davao torpediert es am 14.2. die jap. Amagisan Maru (7620 BRT) und am 19.2. verfehlt es vor der Manila Bucht einen Tanker.

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7. Vizeadmiral Nagumo

15.– 24.2.1942
Niederländ. Indien
Japanische Angriffe auf Port Darwin, Timor und Bali. Um der immer größer werdende Gefahr für Timor zu begegnen, versucht ein alliierter Konvoi aus vier Transportern, gesichert durch US-Kreuzer Houston, US-Zerstörer Peary und die austral. Sloops Swan und Warrego am 15.2. Truppen-Verstärkung von Port Darwin nach Timor zu bringen. Nach einem Angriff von 36 japanischen Marinebombern aus Kindari (Celebes) am 16.2. wird der Verband zurückgerufen und ist am 17.2. zurück in Port Darwin. Der niederl. VAdm. Helfrich, der am 16.2. an Stelle des US Adm. Hart zum Oberbefehlshaber der ABDA-Seestreitkräfte ernannt wird, sammelt im Osten alle einsatzfähigen und mit Sicherung der Evakuation von Süd-Sumatra im Bereich der Sunda Straße beauftragten Schiffe. Der Houston wird Befehl erteilt, schnellstens nach Tjilatjap zu laufen und sich dort den Verbänden des RAdm. Doorman anzuschließen.

Japanischer Trägerangriff auf Port Darwin. Am 15.2. verläßt die 1. Träger-Luftflotte (VAdm. Nagumo) mit den Trägern Akagi und Kaga (1. Träger-Geschwader) und Hiryu und Soryu (2. Träger-Geschwader), den Schlachtschiffen Kirishima und Hiei (1./3. Schlachtgeschwader), den Schweren Kreuzer Chikuma und Tone (8. Kreuzer-Geschwader) sowie der 1. Z-Flottille mit dem Kreuzer Abukuma und den Zerstörern Urakaze, Isokaze, Tanikaze und Hamakaze (17. Z-Division), Kasumi, Arare, Kagero und Shiranui (18. Z-Division) und Akigumo den Stützpunkt Palau. Der Verband passiert auf dem Marsch nach Westen Halmahera und Ambon und läuft in die Bandasee. Dort starten früh am 19.2. 71 Sturzkampfbomber und 81 Torpedoflugzeuge mit 36 Jägern zum Angriff auf den nordaustralischen Hafen von Port Darwin. Der US-Zerstörer Peary und sieben große Transporter und Frachtschiffe mit 43.429 BRT werden zerstört,

British Motorist (6,891 tons) – Tanker
Mauna Loa (5,436 tons) – Freighter
Meigs (7,358 tons) – Freighter
Neptuna (5,952 tons) – Passenger Ship
Zealandia (6,683 tons) – Passenger Ship

 

zusätzlich noch vier kleine Sicherungs- und Hafenfahrzeuge. Die austr. Sloop Swan, der US-Flugzeugtender William B. Preston sowie sechs große Transporter und Frachter werden beschädigt. Am 21.2. kehrt der japanische Verband nach Kendari (Celebes) zurück. Am gleichen Tag trifft dort auch VAdm. Kondo mit dem japanischen Hauptverband ein, nachdem er Palau am 18.2. verlassen hat. Sein Verband besteht aus den Schweren Kreuzern Atago, Maya und Takao (4. Kreuzer-Geschwader), den Schlachtschiffen Haruna und Kongo (2./3. Schlachtschiff-Geschwader) sowie den Zerstörern Nowake, Hagikaze, Maikaze, Arashi (4. Z-Division), Akatsuki und Hibiki (1./6. Z-Division).

Landung auf Bali und die Schlacht in der Bandoeng-Straße. Am 17.2. verläßt eine japanische Vorausabteilung mit den Transportern Sagami Maru (7189 BRT) und Sasago Maru (8260 BRT) und mit einem Bataillon der 48. Inf. Div. an Bord Makassar. Die Sicherung besteht aus den Zerstörern Oshio, Asashio, Michishio und Arashio (8. Z-Division). Als Deckungsverband operiert nördlich von Bali KAdm. Kubo mit dem Kreuzer Nagara und den Zerstörern Wakaba, Hatsushimo und Nenohi (21. Z-Division). Der Landungsverband erreicht die Inseln am Abend des 18.2. und setzt am Morgen des 19.2. die Truppen, ohne auf Widerstand zu stoßen, an Land. Bei einem Angriff durch 2 niederl. Flugzeuge werden die beiden Transporter leicht beschädigt. Torpedoangriffe der U-Boote Seawolf (US) und Truant (brit.) haben aufgrund von Fehlschüssen und Torpedoversagern keinen Erfolg. Als die Luftaufklärung den japanischen Anmarsch meldet, läuft RAdm. Doorman am Abend des 18.2. mit den Kreuzern De Ruyter und Java und den Zerstörern Kortenaer, Piet Hein (niederl.), Ford und Pope (US) aus Tjilatjap (Südjava) aus, um die Landungsflotte anzugreifen. Zusätzlich läuft der niederl. Kreuzer Tromp mit den US-Zerstörern Stewart, Parrott, John D Edwards und Pillsbury aus Surabaya aus. Doormans Verband erreicht erst am späten Abend des 19.2., nach dem Rückzug der japanischen Hauptkräfte, die Bandoeng-Straße und trifft nur auf die Sasago Maru, auf der die Java einige Artillerietreffer erzielt. Asashio und Oshio versenken die Piet Hein in einem chaotischen Gefecht. 32 Überlebende der Piet Hein werden von der Yacht Zeevaarder übernommen. Ihr gelingt es auf abenteuerlichen Wegen nach Banjoewangi zu entkommen. Am 20.2. kurz nach Mitternacht greift der zweite alliierte Verband an, doch keiner der von den US-Zerstörern abgeschossenen 20 Torpedos trifft ein Ziel. In dem Artilleriegefecht werden Stewart und Tromp sowie die Oshio beschädigt. Eine Stunde später finden die zurückgerufenen japanischen Zerstörer Asashio und Michishio den sich zurückziehenden alliierten Verband. In einem heftigen Gefecht wird die Michishio bewegungsunfähig geschossen, und die Tromp wird schwer von der Arashio getroffen. Fünf angesetzte niederl. Torpedoschnellboote können die japanischen Einheiten nicht ausmachen. Bei Luftangriffen landgestützter Marineflieger wird der niederl. Zerstörer Van Nes am 18.2. in der Sunda-Straße, das Küstenpanzerschiff Soerabaja und das U-Boot K-XII in Surabaya versenkt.

Japanische Landung auf Timor. Am 17.2. läuft der Wasserflugzeugträger Mizuho mit einem U-Jäger aus Kendari aus, um in der Flores-See für Unternehmungen gegen Timor und Port Darwin aufzuklären. Am selben Tag verlassen 9 Transporter mit dem 228. Inf. Reg. und der 3. Yokosuka-Spezial-Landungstruppe Ambon. Die Sicherung unter KAdm. Tanaka besteht aus dem Kreuzer Jintsu und den Zerstörern Yukikaze, Tokitsukaze, Amatsukaze, Hatsukaze (16. Z-Division), Kuroshio, Oyashio, Hayashio (15. Z-Division) und Umikaze. Am 18.2. folgt ein zweiter Verband mit 5 Transportern, den Zerstörern Kawakaze und Yamakaze (1./24. Z-Division), den Minensuchern W 7 und W 8, den schnellen Transportern P 1, P 2 und P 34 sowie U-Jägern.

KAdm. Takagi führt den Deckungsverband in der Timor-See mit den Schweren Kreuzern Haguro und Nachi (5. Keuzer-Geschwader) mit den Zerstörern Akebono and Ikazuchi. Früh am 20.2. erfolgt die Landung in Dili (Portug. Timor) und Koepang (Niederl. Timor). Ein Angriff des US-U-Boots Pike auf den Minensucher W 7 schlägt fehl. Der niederl. Frachter Tobelo wird am 21.2. durch Fliegerangriff vor Koepang versenkt, jedoch von den Japanern geborgen und unter dem Namen Tobi Maru wieder in Fahrt gebracht. Am 24.2. haben die Japaner alle wichtigen Objekte auf Timor besetzt und die Schiffsverbände kehren zurück nach Makassar, Ambon und Kendari (Forts. 17.-24.2.).

15.2.– 3.3.1942
Nordmeer

Das sowjet. U-Boot K-1 (Kpt. 3.Rg. Smirnov) legt am 15.2. eine Minensperre vor Nordkyn. Auf dem Marsch von Kirkenes nach Tromsö sichtet das dt. Minenschiff Brummer (FKpt. Dr. Tobias) am 18.2. im Nebel vor dem Porsangerfjord das aufgetauchte sowj. U-Boot Shch-403 (Kptlt. Kovalenko), das einem Rammstoß des Minenschiffes knapp ausweicht, dafür aber von M 1503 (Oblt.z.S. Abel) so schwer gerammt wird, dass man auf dt. Seite von einer Versenkung ausgeht. Vom Turm des absackenden U-Bootes wird der Kommandant gerettet und in Gefangenschaft genommen. Der sowjet. Besatzung aber gelingt es, ihr U-Boot abzufangen und nach Murmansk zurück zu bringen (Kutzleben, S.133).

Am. 19.2. greifen die Schnellboote TKA-12 und TKA-13 im Varangerfjord deutsche Schiffe an, verfehlen sie aber mit ihren Torpedos. Auch das zur Ablösung in den Porsangerfjord gekommene Shch-402 (Kpt. 3.Rg. Stolbov) verfehlt am 19.2. einen Konvoi mit den dt. Frachtern Oldendorf und Inger Johanne und wird von den U-Jägern UJ 1205 und UJ 1214 mit Wasserbomben belegt. Dafür versenkt es am 27.2. das Vp.-Boot NM 01/ Vandale. Am 3.3. verfehlt Shch-402 beim Angriff auf einen Konvoi eines der Geleitfahrzeuge und wird beim Gegenangriff von UJ 1105 und UJ 1102 mit Wasserbomben schwer beschädigt. Da die U-Jäger mit dem MRS Paris ablaufen, kann das zur Hilfeleistung entsandte U-Boot K-21 (Kpt. 3.Rg. Lunin) das havarierte Shch-402 aufnehmen und nach Poljarnoe bringen.

16.2.1942
Nordatlantik

US-Tanker E.H. Blum (11.615 BRT) läuft vor Cape Henry auf eine US Mine und bricht auseinander. 40 Mann werden von USCG Woodbury gerettet. Beide Schiffsteile können geborgen werden, der Tanker wird am 27.8.1943 wieder in Dienst gestellt.

16.– 28.2.1942
Nordsee

Minenunternehmungen der 2. S-Flottille (KKpt Feldt) am 16.2. und 28.2. an der englischen Ostküste vor Great Yarmouth (24 und 42 Minen); Erfolge: am 28.2. schwed. Thyra (1796 BRT), am 1.3. brit. Tanker Audacity (589 BRT), am 4.3. brit Tanker Frumention (6675 BRT), am 16.3. brit. Cressdene (4270 BRT) versenkt, am 5.3. brit. Zerstörer Whitshed (1200 ts) beschädigt. Bei einem Angriffsunternehmen in der Nacht vom 19./20.2. geht S 53 (Oblt.z.S. Block), das zuvor durch Kollision mit S 39 beschädigt wurde, im Gefecht mit britischen MGB verloren. S 39 erreicht schwer beschädigt Ijmuiden.

16.2.– 18.3.1942
Westatlantik

Operation »Neuland«: Gleichzeitiger Angriff gegen die Ölverladehäfen auf Aruba (U 156), Curaçao (U 67) und Maracaibo (Venezuela) (U 502) am 16.2. Am 19.2. dringt U 161 in Port of Spain (Trinidad), am 10.3. in Port Castries (Santa Lucia) ein und torpediert an der Pier liegende Schiffe. U 129 operiert an der Guayana-Küste, die anderen Boote nach ihren Überfällen in der Karibik. Insgesamt erringen sie folgende Erfolge: U 67 (Kptlt. Müller-Stöckheim) versenkt 2 Tanker mit 17.903 BRT und beschädigt einen weiteren, U 156 (KKpt. Hartenstein) versenkt 5 Schiffe mit 22.723 BRT, 2 weitere Tanker werden beschädigt, U 161 (Kptlt. Achilles) versenkt 4 Schiffe mit 26.903 BRT und das US-Küstenwachschiff Acacia, 4 weitere Schiffe in den Häfen werden beschädigt, U 502 (Kptlt. v. Rosenstiel) versenkt 5 Tanker mit 25.398 BRT, 1 weiterer wird beschädigt. Vor der Küste Guayanas kreuzt U 129 (Kptlt. Clausen) und versenkt 7 Schiffe mit 25.613 BRT (Einzelerfolge siehe: Busch/Röll). Am 28.2. greift eine Catalina direkt vor dem Hauptstützpunkt der Unterseeboote in New London (Connecticut) irrtümlich das US U-Boot Greenling an und beschädigt es.

16.2.– 19.4.1942
Nordatlantik
Der fortlaufende Abzug von US Zerstörern aus den mittelatlanischen Geleitgruppen (MOEF) zum Einsatz im Pazifik und zur Sicherung von Truppen-Konvois zwischen den USA und Großbritannien führt zu einer Änderung der Organisation der HX-, SC-, ON- und ONS-Konvois. Der WESTOMP wird auf 45° West und der EASTOMP auf 22° West verlegt, um den MOEF-Verbänden ein durchgehendes Geleit an den Konvois zu ermöglichen, ohne Austausch am MOMP. Lokale westkanadische Geleitgruppen sichern die Konvois zwischen Halifax und dem WESTOMP und britische zwischen EASTOMP und Londonderry. Zerstörer mit kurzer Reichweite werden den lokalen Sicherungsgruppen zugewiesen. Die Escort-Groups im Mittelatlantik wechseln zwar in ihrer Zusammensetzung, doch grundsätzlich setzten sie sich aus fest zugrundegelegten Einheiten zusammen. Die meisten dieser Gruppen verlegen Ende Februar / Anfang März ins Karibische Meer.

Die Konvois SC.70 - SC.80, HX.176 - HX.185, ONS.68 - ONS.93 und ON.68 - ON.95 werden von diesen Gruppen gesichert. Es gibt nur wenige zufällige Kontakte mit deutschen U-Booten, die einzeln zur US-Ostküste laufen oder zurück. Lediglich aus dem Konvoi ONS.68 wird von U 587 (Kptlt. Borcherdt) am 9.3. die griech. Lily (5719 BRT) versenkt. U 507 (Kptlt. Schacht) greift am 19.3. den Konvoi ONS.76 an, doch detonieren alle Torpedos vorzeitig bzw. gar nicht. Aus dem Konvoi ON.77 wird von U 94 (Oblt.z.S. Ites) am 25.3. der brit. Tanker Imperial Transport (8022 BRT) torpediert und von der Besatzung verlassen. Der Tanker sinkt jedoch nicht und kann später beschädigt nach St. John’s (Neufundland) eingebracht werden.

17.– 24.2.1942
Niederländ. Indien
Japanische Vorbereitungen für einen Angriff auf Java. Ostgruppe: Zwischen dem 17.-18.2. verlegen leichte Sicherungsstreitkräfte von Jolo nach Balikpapan. Zwischen dem 19.2. und 22.2. kommen die Hauptstreitkräfte auf 41 Transportern mit der 48. Inf. Div. an Bord von Jolo nach Balikpapan. Die Sicherung besteht aus der 4. Z-Flottille (KAdm. Nishimura, Zusammensetzung siehe 25.-28.2.). Am 21.2. werden sie von einem US U-Boot gesichtet. In Balikpapan geht die 56. Regimental Combat Group an Bord. Westgruppe: Am 18.2. läuft VAdm. Ozawa von der Camranh Bucht mit dem Hauptlandungsverband, der 2. Inf.-Div. und dem 230. Inf.-Rgt. der 38. Inf.-Div. an Bord von 56 Transportern, aus. Die Sicherung besteht aus der 5. Z-Flottille (KAdm. Hara). Am 21.2. stößt die 3. Z-Flottille (KAdm. Hashimoto) mit der 1. MS-Division von den Anamba Inseln kommend hinzu. Am 22.2. wird die für den 26.2. geplante japanische Landung um 2 Tage verschoben, da Luftaufklärungsflugzeuge alliierte Schiffsverbände sichten. Die Westgruppe kreuzt im Gebiet vor den Anamba Inseln (Flaggschiff Kreuzer Chokai und Zerstörer Ayanami fallen nach Grundberührung aus) und die Ostgruppe vor Balikpapan. Am 24.2. wird die Westgruppe vom US U-Boot Saury gemeldet. (Forts. 25.-28.2.)

17.2.– 6.3.1942
Südpazifik
Ab dem 17.2. verlegt die amerikan. TF.11 zum Zwecke eines schweren Luftangriffs auf Rabaul ins Gebiet nordwestlich der Neuen Hebriden. Der Verband wird am 20.2. etwa 300 sm nord-östlich von Rabaul durch japanische vier-motorige Flugboote des Typs Emily entdeckt – zwei von ihnen werden durch den Jagdgeleitschutz abgeschossen. Ein Angriff von 17 landgestützten Mitsubishi-Bombern des 4. Kokutai (ein Teil der 22. Marine-Flieger-Flottille) vor Bougainville wird ebenfalls durch die Jagdsicherung der Lexington abgefangen, allein gelingt es Lt. O'Hare, drei Bomber abzuschießen und zwei weitere schwer zu beschädigen. RAdm. Brown aber bricht den Angriffsplan ab und begibt sich am 23.2. zur Treibstoffübernahme vom Tanker Platte. Der Tanker wird vom ANZAC-Verband (RAdm. Crace, RAN) mit den Kreuzern Achilles (neuseel.), Australia (austr.), Chicago (amerik.), Leander (neuseel.) und den Zerstörern Flusser und Perkins (amerik.), gesichert. Der Verband macht zwischen dem 27.2. und 4.3. einen Vorstoß ins Korallenmeer und trifft am 6.3. nahe der Neuen Hebriden auf die gerade eingetroffene TF.17.

17.2.– 23.3.1942
Südpazifik
Aufklärungs-Unternehmen des jap. U-Bootes I-25 (FKpt. Tagami) im Südpazifik. Mit seinem Bordflugzeug (Fw. Fujita) klärt es über Sydney (17.2.), Melbourne (26.2.), Hobart (1.3.), Wellington (8.3.), Auckland (13.3.), Suva (Samoa, 19.3.) und – mit dem Sehrohr – vor Pago Pago (23.3.) auf. - Vor Nouméa geht am 24.2. der US-Transporter Snark (4488 BRT) in einem amerikanischen Minenfeld verloren.

18.2.1942
Nordsee
Das brit. U-Boot Graph (ex-dt. U 570, LtCdr.Norman) verlegt von Barrow-on-Furness in den Clyde, wo es bis April zu Ausbildungszwecken verbleibt. Nordöstl. von Spurn Head (Humber) versenkt ein deutsches Flugzeug den bewaffneten brit. Trawler Botanic Warland.

18.2.1942
Westatlantik
Bei den Antillen sinkt der franz. U-Kreuzer Surcouf (2880/4300 ts) nach Kollision mit dem US Frachter Thompson Lykes. Vor der Bucht von Placentia (Neufundland) läuft der US Zerstörer Truxtun in einem Schneesturm auf Grund und geht verloren. Der Frachter Pollux zerschellt und der Zerstörer Wilkes wird beschädigt.

19.– 24.2.1942
Biskaya

Die Blockadebrecher Osorno (19.2., dt., 6951 BRT) und Pietro Orseolo (24.2., ital., 6344 BRT) erreichen von Japan kommend ohne Zwischenfälle Bordeaux. Die Osorno hat eine kriegswichtige Ladung von 3133 t Kautschuk, 186 t Zinn und Zinnerz, 7 t Wolfram, 50 t Molybdän und 1200 t Kokosöl an Bord.

19.2.– 2.5.1942
Nordatlantik
Truppen-Konvoi AT.12. mit 13 Schiffen und 14.688 Soldaten an Bord wird von der TF.32 mit dem Schlachtschiff New York, dem Kreuzer Philadelphia und den Zerstörern Rhind, Rowan, Mayrant, Roe, Trippe, Hilary P Jones, Ludlow, Charles F Hughes, Lansdale und Ingraham von der Casco Bucht bis zum MOMP geleitet. Von dort fahren 9646 Mann unter dem Geleitschutz der brit. Zerstörer Leamington, Newport, Badsworth, Keppel, Lamerton und Watchman nach Belfast. TF.32 geleitet die restlichen Truppen nach Island, um dort die US Marines abzulösen.

20.2.1942
Südostasien
Am 20.2. beschädigen jap. Flugzeuge an der australischen Nordküste vor Wyndham den austral. Regierungsdampfer Koolama (4068 BRT) so schwer, dass er aufgesetzt werden muß, das Schiff wird zum Totalverlust

20.2.– 21.2.1943
Nordsee

Bei Terschelling sinkt der dt. Frachter Amerika (7438 BRT) mit einer Ladung von 12.000 Tonnen Eisenerz auf einer brit. Luftmine.
In der Themsemündung sinkt der brit. Frachter Atlanticos (5446 BRT) auf einer dt. Luftmine.
Der deutsche Sperrbrecher 171 / Jason (1025 BRT) sinkt auf einer Mine vor Calais.

20.2.– 24.3.1942
Westatlantik
Ostwärts der Antillen operieren 5 ital. U-Boote (Gruppe »Da Vinci«) und versenken: Torelli (KKpt. de Giacomo) am 20.2. den brit. Frachter Scottish Star (7224 BRT) und am 25.2. die panam. Esso Copenhagen (9245 BRT), Da Vinci (KKpt. Longanesi) am 25.2. die bras. Cabedello (3557 BRT) und am 26.2. die lett. Everasma (3544 BRT); Finzi (KKpt. Giudice) am 6.3. den brit. Tanker Melpomene (7011 BRT), am 7.3. die schwed. Skane (4528 BRT) und am 10.3. den norw. Tanker Charles Racine (9957 BRT); Tazzoli (KKpt. Fecia di Cossato) insgesamt 6 Schiffe mit 29.198 BRT, nämlich am 6.3. die niederl. Astrea (1406 BRT) und die norw. Tönsbergfjord (3156 BRT), am 8.3. die urug. Montevideo (5785 BRT), am 11.3. die panam. Cygnet (3528 BRT), am 13.3. die brit. Daytonian (6434 BRT) und am 15.3. den brit. Tanker Athelqueen (8780 BRT); schließlich noch Morosini (KKpt. Fraternale) am 12.3. die brit. Stangarth (5966 BRT), am 16.3. den niederl. Tanker Oscilla (6341 BRT) und am 23.3. den brit. Tanker Peder Bogen (9741 BRT).

21.– 23.2.1942
Norwegen
Operation »Sportpalast«: Verlegung der Schweren Kreuzer Prinz Eugen und Admiral Scheer, gesichert durch die Zerstörer Richard Beitzen, Paul Jacobi, Z 25, Hermann Schoemann und Friedrich Ihn, von Brunsbüttelkoog (Elbe) nach Norwegen. Bereits in der südlichen Nordsee erfassen brit. Aufklärer die Schiffe, doch wird einer der Fühlungshalter durch Jäger abgeschossen. Von daraufhin angesetzten brit. Flugzeugen findet nur ein Bomber den Verband, wirft seine Bomben neben Prinz Eugen und wird von der Bordflak abgeschossen. 22.2.: Brit. Aufklärer erfassen den Verband erneut beim Einlaufen und Ankern im Grimstadfjord, aus dem er noch am gleichen Abend wieder ausläuft. Richard Beitzen, Friedrich Ihn und Paul Jacobi laufen wegen der Wetterlage nach Bergen zurück. 23.2.: Aus einer vor Drontheim aufgestellten brit. U-Boot-Gruppe (siehe 10.-23.2) kommt morgens die Trident (Cdr. Sladen) an den Verband heran und bringt Prinz Eugen einen schweren Torpedotreffer am Heck bei. Ein Versuch der brit. Home Fleet (Adm. Tovey), mit dem Flugzeugträger Victorious, dem Schweren Kreuzer Berwick, 4 Zerstörern — und Schlachtschiff King George V. als Deckung — die dt. Schiffe auf ihrem Marsch nach Norden abzufangen, scheitert. Der Verband befand sich schon vorher in See, um den deutschen Schiffsverkehr vor Tromsö anzugreifen.

21.– 23.2.1942
Mittelmeer

Ital. Operation K.7 mit 2 Konvois von Messina und Korfu nach Tripolis. Erster Konvoi mit den Transportern Monginevro, Ravello und Unione, Sicherung durch Zerstörer Vivaldi, Malocello, Premuda, Zeno, Strale und T-Boot Pallade. Zweiter Konvoi mit Giulio Giordani, Lerici und Monviso, Sicherung durch Zerstörer Pigafetta, Pessagno, Usodimare, Maestrale, Scirocco und T-Boot Circe. Fernsicherung: Kreuzer Gorizia, Trento, Bande Nere, Zerstörer Alpino, Da Noli, Oriani sowie Schlachtschiff Duilio mit Zerstörern Aviere, Ascari, Geniere, Camicia Nera. Luftangriffe am 22.2. werden durch den dt. Jagdschutz abgewehrt. Am selben Tag endet ein Angriffsversuch des brit. U-Bootes P.38 auf den 2. Konvoi mit der Versenkung des Bootes durch Circe und Usodimare. Ein Angriff des U-Bootes Ultimatum am 23.2. verfehlt auch den 1. Konvoi. Beide Geleitzüge erreichen Tripolis ohne Verlust.

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8. Hochfrequenz-Peiler (»Huff-Duff«)

 

21.– 24.2.1942
Nordatlantik

U 155 (Kptlt. Piening) erfaßt am 21.2. etwa 600 sm nordostwärts Cape Race den Konvoi ON.67, der aus 36 Schiffen besteht und von der US-Escort Group A6 (Cdr. Murdaugh) mit den Zerstörern Edison, Nicholson, Lea, Bernadou und der kanad. Korvette Algoma gesichert wird. Erstmalig wird die Fühlungshaltermeldung von dem mit einem Kurzwellenpeilgerät (»Huff-Duff«) ausgerüsteten Rettungsschiff Toward eingepeilt. U 155 kann sich jedoch der Suche der noch nicht mit Radar ausgerüsteten Lea entziehen und versenkt in der Nacht zum 22.2. die norw. Sama (1799 BRT) und den brit. Tanker Adellen (7984 BRT), nachdem es der Bernadou ausgewichen war. Auf seine Meldungen werden die ausmarschierenden U-Boote U 69, U 587, U 558, U 94, U 588 und U 158 angesetzt. Am Morgen des 24.2. torpediert U 558 (Kptlt. Krech), nach einem Fehlschuß auf die Edison, in 2 Anläufen 3 Tanker, von denen die brit. Inverader (5578 BRT) sofort und die norw. Eidanger (9432 BRT) nach Fangschuss am Nachmittag sinken, der brit. Tanker Anadara (8009 BRT) erhält von U 587 (Kptlt. Borcherdt) den Fangschuss. U 158 (Kptlt. Rostin) torpediert 2 abgesplitterte Tanker, von denen die brit. Empire Celt (8032 BRT) sofort sinkt, während die brit. Diloma (8146 BRT) eingeschleppt wird. U 162 (FKpt. Wattenberg) versenkt am gleichen Morgen – abseits der Schlacht um Konvoi ON.67 - den brit. Nachzügler White Crest (4365 BRT).

22.2.– 1.3.1942
Indischer Ozean
Operationen jap. U-Boote gegen die Evakuierung Javas. I-58 (KKpt. Kitamura) versenkt am 22.2. die ndl. Dampfer Pijnacker Hordijk (2982 BRT) und Boero (7135 BRT), am 28.2. wird der brit. Tanker British Judge (6735 BRT) beschädigt. I-53 (KKpt. Nakamura) versenkt am 25.2. die ndl. Moesie (913 BRT), am 27.2. die brit. City of Manchester (8917 BRT), am 28.2. die ndl. Ban Ho Guan (1693 BRT). I-54 (KKpt. Kobayashi) meldet am 1.3. eine Versenkung mit Torpedo und Artillerie; die brit. Nam Yong (1345 BRT) wird am 28.2. auf dem Weg von Batavia nach Fremantle von einem U-Boot versenkt, dabei werden 5 Besatzungsmitglieder in Gefangenschaft genommen. I-59 (KKpt. Yoshimatsu) meldet am 1.3. Versenkung eines 7000-to-Frachters 300sm östl. von Ceylon; in diesem Seegebiet gehen zur gleichen Zeit die ndl. Dampfer Rooseboom (1035 BRT) und Parigi (1172 BRT) verloren. Auch die ndl. Modjokerto (8806 BRT) sinkt am 1.3. auf dem Weg von Tjilatjap nach Colombo. Von ihr werden zuletzt noch 2 Funksprüche aufgefangen: der erste (»AAA«) signalisierte Anflug eines feindlichen Flugzeuges, der zweite (»RRR«) die Verfolgung durch ein japan. Kriegsschiff (siehe Operationen von Überwassereinheiten).

23.2.1942
Südostasien
General MacArthur, der OB auf den Philippinen, erhält von Präsident Roosevelt den Befehl, nach Australien zu gehen und dort die Führung der alliierten Streitkräfte zu übernehmen. Neuer OB auf den Philippinen wird General Wainwright. Das US U-Boot Swordfish bringt den philippinischen Präsidenten Quezon und seine Familie sowie Vizepräsident Osmena und andere Machthaber von Mariveles nach San José (Panay).

23.– 24.2.1942
Schwarzes Meer
Bei Operationen gegen den Schiffsverkehr der Achsenmächte vor dem Bosporus versenkt das sowj. U-Boot Shch-213 (Olt. D.M. Denezhko) nach vorausgegangenem Torpedofehlschuß das türk. Segelschiff Çankaya (454 BRT) mit Artillerie. Am Tag darauf versenkt es den unter Panama-Flagge fahrenden bulgar. Dampfer Struma (169 BRT) mit 764 jüdischen Flüchtlingen an Bord, von denen nur ein einzelner Überlebender gerettet wird. Das Schiff war am 12.12.41 von Konstanza mit 769 Flüchtlingen aus- und am 16.12. in den Bosporus eingelaufen. Weder die Landung der Flüchtlinge noch die Weiterfahrt des Schiffes wurde von den türk. Behörden gestattet, da die brit. Mandats-Regierung von Palästina keine Einwandervisa bewilligte. Nur 5 Flüchtlinge erhielten legale Einwanderungsvisa und durften an Land. Am 24.2. zwangen die türk. Behörden das Schiff zum Auslaufen ins Schwarze Meer (Literaturhinweis).

23.– 25.2.1942
Nordmeer
Der sowjet. Konvoi BK.4 marschiert mit 4 brit. Transportern von Archangelsk nach Murmansk, begleitet von dem sowj. Zerstörer Valerian Kuibyshev und dem brit. Minensucher Speedwell.

23.– 26.2.1942
Niederl. Ostindien

Das amerik. U-Boot Tarpon läuft in der Boling Straße auf Grund, am nächsten Tag werden die U-Boote Pike und Pickerel detachiert, um Tarpon zu assistieren oder zu zerstören, sollte eine Bergung unmöglich sein. Doch den Besatzungen gelingt es, das gestrandete U-Boot wieder in tieferes Wasser zu schleppen. Am 25.2. landet ein kleiner japan. Kommandotrupp auf der Insel Bawean (nördl. von Surabaya), um dort eine Funkstation zu errichten; tags darauf wird das US U-Boot S 38 detachiert, die Funkstation von See her unter Geschützfeuer zu nehmen und zu zerstören.

24.2.1942
Zentralpazifik

US-Trägerangriff auf Wake. Task Force TF.16 (VAdm. Halsey, Zusammensetzung siehe 14.-17.2.) führt mit dem Flugzeugträger Enterprise einen Angriff auf Wake. Am 24.2. bombardieren 36 Flugzeuge, begleitet von sechs Jägern, die Insel (ein Flugzeug geht verloren). Danach wird die Insel von einer Kampfgruppe (RAdm. Spruance) mit den Kreuzern Northampton, Salt Lake City und den Zerstörern Balch und Maury beschossen. Am 4.3. führt die Enterprise einen ähnlichen Vorstoß gegen die Insel Marcus, die weiter westlich liegt.

25.2.– 9.3.1942
25.– 28.2.1942
Niederländisch-Indien
Japanische Invasion auf Java. Am 25.2. verlassen die japanischen Verbände ihre Sammelräume.
Die Westgruppe besteht aus 56 Transportern, als Geleit fährt die 5. Z-Flottille (KAdm. Hara) mit dem Kreuzer Natori und den Zerstörern Asakaze, Harukaze, Hatakaze und Matsukaze (5. Z-Division), Satsuki, Minatsuki, Fumitsuki und Nagatsuki (22. Z-Division) sowie die 3. Z-Flottille (KAdm. Hashimoto) mit dem Kreuzer Sendai und den Zerstörern Fubuki, Hatsuyuki und Shirayuki (11. Z-Division), Murakumo und Shirakumo (12. Z-Division) sowie weitere Einheiten der 9. BF, u.a. der Kreuzer Yura, der Minenleger Shirataka, die Minensucher W1, W2, W3 und W4 (1. MS-Division) und einige U-Jäger. Deckung durch das 7. Kreuzer-Geschwader (KAdm. Kurita, er hat auch das Kommando über die gesamte Unternehmung) mit den Kreuzern Kumano, Mikuma, Mogami, Suzuya und den Zerstörern Isonami, Shikinami und Uranami (19. Z-Division). Luftsicherung stellt das 4. Träger-Geschwader (KAdm. Kakuta) mit dem Träger Ryujo, das 22. Träger-Geschwader mit dem Wasserflugzeugträger Chiyoda, dem Depotschiff Kamikawa Maru und den Zerstörern Amagiri, Asagiri und Yugiri (20. Z-Division).

Die Ostgruppe besteht aus 41 Transportern. Als Geleit fährt die 4. Zerstörer-Flottille (KAdm. Nishimura) mit dem Kreuzer Naka und den Zerstörern Asagumo, Minegumo und Natsugumo (9. Z-Division), Murasame, Harusame, Samidare und Yudachi (2. Z-Division) und Umikaze, außerdem Einheiten der 2. BF mit dem Kreuzer Kinu, dem Minenleger Wakataka, den Minensuchern W15 und W16 und den U-Jägern Ch 4, Ch 5, Ch 6, Ch 16, Ch 17 und Ch 18. Die 2. Z-Flottille (KAdm. Tanaka) mit Kreuzer Jintsu und die Zerstörer Yukikaze, Tokitsukaze, Amatsukaze und Hatsukaze (16. Z-Division) läuft am 24.2. aus Koepang (Timor) aus und vereinigt sich mit der Ostgruppe. Als Deckungsverband operiert das 5. Kreuzer-Geschwader (KAdm. Takagi) mit den Kreuzern Haguro, Nachi und den Zerstörern Sazanami und Ushio (1./7. Z-Division), Kawakaze und Yamakaze (von der 24. Z-Division) im ostlichen Teil der Java-See. Desweiteren stößt aus Kendari (Celebes) das 16. Kreuzergeschwader des Befehlshabers der 3. Flotte (VAdm. Takashashi) mit den Kreuzern Ashigara und Myoko sowie den Zerstörern Akebono und Inazuma. Luftsicherung durch landgestützte Flugzeuge und durch das 24. Träger-Geschwader mit dem Wasserflugzeugträger Mizuho und dem Depotschiff Sanyo Maru.

25.2.: Die 1. Träger-Luftflotte (VAdm. Nagumo) läuft von Kendari (Celebes) aus durch die Sape-Straße in das Gebiet südlich Javas. Sie besteht aus den Flugzeugträgern Akagi und Kaga (1. Träger-Geschwader), Hiryu und Soryu (2. Träger-Geschwader), den Schlachtschiffen Hiei und Kirishima (1./3. Schlachtschiff -Geschwader), den Schweren Kreuzern Chikuma und Tone (8. Kreuzer-Geschwader) sowie der 1. Z-Flottille mit dem Kreuzer Abukuma, den Zerstörern Tanikaze, Isokaze, Hamakaze und Urakaze (17. Z-Division), Shiranuhi, Kasumi, Ariake und Yugure (18. Z-Division) und sechs Tankern. Es folgt der Hauptverband unter VAdm. Kondo mit den Kreuzern Atago, Maya und Takao (4. Kreuzer-Geschwader), den Schlachtschiffen Haruna und Kongo (2./3. Schlachtschiff-Geschwader) und den Zerstörern Arashi, Hayashio und Nowake (4. Z-Division).

Von den alliierten U-Booten S 37, S 38, S 39, Perch, Seal, Saury, Sailfish (US) und K-XIV, K-XV, K-X, O.19 (Niederl.), die auf den vermuteten japanischen Anmarschwegen operieren, melden S 38 und Seal am 24./25.2. Teile der Ostgruppe und Saury Teile der Westgruppe, sie greifen jedoch nicht an. Weitere Meldungen liefert die alliierte Luftaufklärung. Der alliierte Marine-Befehlshaber, VAdm Helfrich, befiehlt daraufhin den brit. Kreuzer Exeter, der gemeinsam mit den Zerstörern Electra, Encounter und Jupiter gerade eine Geleitaufgabe wahrnimmt, von Batavia nach Surabaya, um den Verband des RAdm. Doorman zu verstärken, ebenso den austr. Kreuzer Perth, den US Kreuzer Houston und die Zerstörer Paul Jones, Alden und John D Ford. Die alten brit. Kreuzer Danae und Dragon werden nach Tandjok Priok (Batavia) beordert, ebenso die Zerstörer Scout und Tenedos sowie der austr. Kreuzer Hobart, der aber nicht mehr rechtzeitig mit Brennstoff versorgt werden kann.

26.2.: Als die japanische Luftaufklärung die alliierten Schiffsbewegungen vor Java meldet, werden die Landungsverbände wieder angehalten und zum Rückzug gezwungen. Ein Vorstoß des alliierten Westverbandes (Capt. Howden) mit den Kreuzern Danae, Dragon, Hobart und den Zerstörern Scout und Tenedos aus Batavia in das Gebiet von Banka und Biliton am 26.-27.2. ist ergebnislos. Doch auch die Angriffe japanischer Flugzeuge von Ryujo, Chiyoda und Kamikawa Maru aus sind ohne Erfolg. Einem japanischen Kriegsschiff-Verband gelingt lediglich die Versenkung des niederl. Frachters Wosang (3448 BRT). Doch ein Vorstoß des Ostgeschwaders (RAdm. Doorman) mit den Kreuzern De Ruyter, Java, Houston, Exeter, Perth und 9 Zerstörern (siehe unten) von Surabaya aus gegen die von der Aufklärung gemeldeten japanischen Verbände in der Nacht vom 26.-27.2. führt ebenso wenig zu Erfolgen wie ein US Luftangriff auf die japanische Ostgruppe.

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9. Das alte niederländische Küstenpanzerschiff
Soerabaja ex De Zeven Provincien wurde in Soerabaja versenkt

Schlacht in der Java-See.
Gleich nach Rückkehr in den Hafen am Mittag des 27.2., erhält RAdm. Doorman neue Aufklärungsberichte und läuft ein weiteres Mal aus. Die brit. Zerstörer Electra, Encounter und Jupiter laufen voraus, an Backbord die niederl. Zerstörer Kortenaer und Witte de With; die Kreuzer De Ruyter, Exeter, Houston, Perth und Java laufen in Kielformation, gefolgt von den US Zerstörern Alden, John D Edwards, John D Ford und Paul Jones. Nach Auswertung von Meldungen japanischer Bordaufklärungsflugzeuge kehrt am frühen Nachmittag der in östlicher Richtung fahrende Konvoi mit den Zerstörern Natsugumo und Umikaze nordwestlich der Insel Bawean nach Westen. Die Deckungsgruppen laufen mit hoher Geschwindigkeit dem alliierten Verband entgegen. Kurz nach 16.00 Uhr eröffnet KAdm. Takagi mit den Kreuzern Haguro und Nachi auf eine Entfernung von 26 km das Feuer. Von Osten nähert sich die Jintsu mit den Zerstörern Yukikaze, Tokitsukaze, Amatsukaze und Hatsukaze, gefolgt von Ushio, Sazanami, Yamakaze und Kawakaze, und aus Westen die Naka mit Murasame, Samidare, Harukaze, Yudachi, Asagumo und Minegumo, um Torpedoangriffe durchzuführen. Von 34 bzw. 86 abgefeuerten Torpedos trifft nur ein einziger von der Haguro den Zerstörer Kortenaer, der daraufhin sinkt. Ein schwerer Artillerietreffer zwingt die Exeter zur Umkehr. Gesichert durch Witte de With läuft sie nach Surabaya. RAdm Doorman befiehlt den brit. Zerstörern einen Angriff, um dieses Manöver zu decken. Unter den durch Nebelwände verursachten schlechten Sichtverhältnissen werden die Zerstörer auf kurze Entfernung in Gefechte mit den von der Naka geführten Zerstörern verwickelt, dabei versenkt Asagumo die Electra. Bevor KAdm Takagi diesen Teil des Gefechtes wegen der in der Nähe vermuteten niederl. Minenfelder abbricht, erzielt die Perth einen schweren Treffer auf der Asagumo. Ein Angriff der 4 US Zerstörer schlägt fehl, ebenso wie 24 japanische Torpedos. Nach Umgruppierung seines Verbandes mit 4 Kreuzern und 6 Zerstörern, unternimmt RAdm.Doorman einen Vorstoß nach Nordwesten, hierbei kommt es zu einem weiteren kurzen Gefecht mit Haguro und Nachi. Vier Torpedos der Jintsu verfehlen ihr Ziel, danach verlieren beide Seiten den Kontakt. Wegen Treibstoffmangels entläßt Doorman die 4 US Zerstörer. Während des Marsches nach Westen geht die Jupiter nach Explosion einer Mine des von dem niederl. Minenleger Gouden Leeuw gelegten Minenfeldes vor der Küste verloren. Die Encounter bleibt zurück, um Überlebende der Kortenaer zu bergen und läuft dann nach Surabaya. Zur gleichen Zeit unternimmt Doorman mit den verbliebenen 4 Kreuzern einen Vorstoß nach Norden, dabei kommt es in der Nacht zum 28.2. zum Gefecht mit den Kreuzern Haguro und Nachi. Diese feuern jeweils 4 bzw. 8 Torpedos und versenken De Ruyter (Cdr Lacomblé, 366 Tote) und Java (Capt v Stralen, 530 Tote). Die 2 verbleibenden Kreuzer, Houston und Perth, ziehen sich nach Batavia zurück. Ein Vorstoß der Westgruppe, die noch durch den niederl. Zerstörer Evertsen verstärkt wurde, führt in der Nacht zum 28.2. zu keinem Erfolg. Der Verband läuft danach durch die Sunda-Straße, nur die Evertsen kehrt zurück nach Batavia. Auf japanischer Seite werden Asagumo und Minegumo beschädigt.

28.2.: Von den übriggebliebenen alliierten Schiffe laufen am frühen Morgen die US Zerstörer Alden, John D. Edwards, John D. Ford und Paul Jones von Surabaya durch die Bali-Straße nach Australien, das sie nach einem unentschiedenem Gefecht mit den japan. Zerstörern Hatsuharu, Wakaba, Nenohi und Hatsushimo erreichen, bei dem die US Zerstörer nur leicht beschädigt werden. Am Nachmittag laufen von Batavia / Tandiok die Kreuzer Houston und Perth aus, später gefolgt von der Evertsen. Die Exeter verläßt Surabaya mit den Zerstörern Encounter und Pope (US). Beide Gruppen sollen durch die Sunda-Straße nach Tjilatjap laufen. Zwischenzeitig haben die japanischen Landungsverbände ihren Marsch wieder aufgenommen. Am Abend erreicht die Ostgruppe (41 Transporter), gesichert durch die 2. und 4. Z-Flottille, das Gebiet von Kragan etwa 100 sm westlich von Surabaya und beginnt trotz alliierter Luftangriffe, bei denen der Kreuzer Kinu und ein Transporter beschädigt werden, mit der Anlandung von Truppen. Im Norden kreuzt als Deckung KAdm. Takagi mit den Kreuzern Haguro und Nachi sowie den Zerstörern Kawakaze und Yamakaze, im Nordwesten befindet sich VAdm. Takahashi mit den Kreuzern Ashigara und Myoko sowie den Zerstörern Akebono und Inazuma. Südlich von Borneo gelangt die Exeter (Capt. Gordon) mit ihren Zerstörern zwischen die beiden Deckungsverbände und wird am 1.3. von Nachi, Haguro und einem Torpedo der Inazuma versenkt, Encounter durch Artilleriegarben von Myoko und Ashigara versenkt. Pope gelingt es zunächst sich abzusetzen, sie wird aber danach von 6 Sturzkampf-Bombern der Ryujo manövrierunfähig geschossen und ebenfalls mit Artillerie von Myoko und Ashigara versenkt. Etwa 800 Überlebende werden von den Japanern geborgen (1).

Schlacht in der Sunda-Straße.
Am frühen Morgen des 28.2. teilt sich die japanische Westgruppe (56 Transporter). Zwei kleinere Gruppen (mit jeweils etwa zehn Transportern) landen Truppen in der Nacht zum 1.3. Die erste Gruppe, gesichert vom Kreuzer Yura und der 22. Z-Division (siehe oben), landet ihre Truppen im Nordwesten Javas am Eingang zur Sunda-Straße bei Anjer Lor. Die zweite Gruppe, gesichert von der Sendai und der 20. Z-Division, landet Truppen an der Küste Zentraljavas bei Semarang. Der Hauptverband erreicht am Abend des 28.2. die Banten-Bucht im Nordwesten Javas und landet seine Truppen nördlich von Serang. Kurz nach Mitternacht sichtet der im Nordosten zur Deckung eingesetzte Zerstörer Fubuki die aus Batavia kommenden alliierten Kreuzer Houston (Capt Rooks) und Perth (Capt Waller). Das Überraschungsmoment der Gegenseite ausnutzend, versuchen die 2 Kreuzer die japanische Invasionsflotte anzugreifen. Hatakaze, Shiratsuyu und Natore erwidern das Feuer. Vor der Bantam Bucht müssen die alliierten Kreuzer beidrehen und auf Nordkurs gehen. Die japanischen Schiffe fahren nun in einer Dreierreihe auf sie zu und schießen innerhalb von elf Minuten 28 Torpedos auf die alliierten Schiffe ab. Diese schießen ihre letzten Torpedos zurück und müssen die ersten Artillerietreffer hinnehmen. Im Gegenzug können sie die Harukaze am Ruder und die Shirayuki auf der Brücke beschädigen. Nach einem Torpedoangriff der Fubuki, greifen die im Westen liegenden Deckungsstreitkräfte an: Sie bestehen aus den Zerstörern Asakaze und Hatakaze, dem Kreuzer Natori mit den Zerstörern Hatsuyuki und Shirayuki, dem Minenleger Shirataka und vom Norden her schließlich, der Deckungsgruppe mit den Kreuzern Mikuma und Mogami und dem Zerstörer Shikinami. In den nun folgenden heftigen Artillerie- und Torpedogefechten werden Houston (800 Tote) und Perth (352 Tote) versenkt. Nur 368 Überlebende werden gerettet. Auf japanischer Seite werden Shikinami und Shirakumo beschädigt. Mindestens 6 Torpedos dringen während des Endkampfes in die Bantam Bucht ein und richten dort einen gewaltigen Schaden an. Die Transporter Horai Maru (9192 BRT), Sakura Maru (7167 BRT), Tatsuno Maru und Ryujo Maru (zuweilen auch Shinshu Maru genannt) sinken; die beiden letzten können allerdings später von den Japaner wieder gehoben werden. Der niederl. Zerstörer Evertsen, der den beiden Kreuzern folgte, stößt in die japanischen Verbände hinein, wird durch Artillerie der Zerstörer Shirakumo und Murakomo in Brand geschossen und muß in der Sunda-Straße auf Grund gesetzt werden. Der japan. Minensucher W 2 sinkt wahrscheinlich am 1.3. auf einer Mine.

Operationen im Indischen Ozean südlich Javas.
27.2.: Nachdem das mit Jagdflugzeugen nach Java marschierende US-Flugzeugmutterschiff Langley durch jap. Bomber der 21. und 23. Marine-Flieger-Gruppe versenkt worden ist, versuchen die restlichen alliierte Schiffe sich abzusetzen. 28.2.: Die Kreuzer Danae, Dragon und Hobart mit den Zerstörern Scout und Tenedos gehen durch die Sunda-Straße nach Colombo und nehmen unterwegs in Padang Flüchtlinge an Bord. Einige der am 28.2. bzw. 1.3. aus Tjilatjap ausgelaufenen Schiffe geraten direkt in die Operationen japanischer Verbände unter VAdm. Nagumo und VAdm. Kondo zwischen Java und den Weihnachtsinseln. In Surabaya werden die nicht einsatzbereiten U-Boote K-XII, K-XVIII und K-IX, der US Zerstörer Stewart und viele andere Kriegs- und Handelsschiffe gesprengt. (Einzelheiten: 1.-9.3.1942)

25.2.– 13.6.1942
Mittelatlantik
Vor der Küste Westafrikas operieren U 68 (KKpt. Merten) und U 505 (Kptlt. Loewe), im Juni stößt das ital. Da Vinci (KKpt. Longanesi-Cattani) hinzu. In dieser Zeit versenken sie 15 Schiffe mit insgesamt 84.455 BRT. Erste Erfolge im März (Forts. 3.3.- 4.4.1942).

26./27.2.1942
Luftkrieg Deutschland
Bei einem Angriff des RAF Bomber-Command auf Kiel erhält Schlachtschiff Gneisenau einen schweren Bombentreffer ins Vorschiff. Der als Wohnschiff längsseits liegende Passagierdampfer Monte Sarmiento (13.625 BRT) brennt aus. Die Gneisenau liegt bis 4.4. einsatzunfähig in Kiel und wird dann nach Gotenhafen gebracht, um dort verlängert und mit 38-cm-Kanonen ausgerüstet zu werden. Die begonnenen Arbeiten werden jedoch Anfang 1943 eingestellt und das Schiff aufgelegt.

26.– 28.2.1942
Schwarzes Meer
Zur Unterstützung einer Offensive der sowj. 44. Armee auf der Halbinsel Kertsch beschießen Einheiten des Geschwaders (KAdm. Vladimirski) der Schwarzmeerflotte Stellungen und Truppenansammlungen westlich und nördlich Feodosia, so in der Nacht zum 26.2. der Flottillenführer Tashkent und die Zerstörer Boiki und Bditelny, in den Nächten zum 27. und 28.2. das Schlachtschiff Parizhskaya Kommuna, der Kreuzer Molotov und die Zerstörer Bezuprechny und Smyshleny. Der Kreuzer Krasny Krym unterstützt am 26. und 28.2. die Verteidiger von Sevastopol, am 27.2. beschießt er zusammen mit den Flottillenführern Tashkent, Kharkov sowie den Zerstörern Boiki, Shaumyan und Zheleznyakov zur Ablenkung die Häfen an der Südküste der Krim. Insgesamt 1590 Schuß vom Kaliber 10,2 cm bis 30,5 cm abgegeben.

27.2.1942
Ostsee
Die schwedische Eisenbahnfähre Starke (2459 BRT) sinkt vor Saßnitz nach Minentreffer (wahrscheinl. britische Luftmine).

27.– 28.2.1942
Mittelmeer
Operation »Spotter«: Ein Versuch der Force H (VAdm. Syfret), mit den Flugzeugträgern Argus und Eagle, dem Schlachtschiff Malaya, dem Kreuzer Hermione und den Zerstörern Laforey, Lightning, Active, Anthony, Duncan, Whitehall, Wishart, Blankney und Croome Jagdflugzeuge nach Malta zu bringen, muß südlich der Balearen wegen Probleme mit zusätzlichen Treibstofftanks der Flugzeuge abgebrochen werden.

27.2.– 5.3.1942
Mittelmeer
Brit. U-Boot-Operationen im zentralen Mittelmeer. Upholder (LtCdr. Wanklyn) versenkt vor Tripolis den ital. Dampfer Tembien (5584 BRT), der sich auf dem Rückmarsch nach Italien befindet und von dem Zerstörer Strale gesichert wird. Von 655 Personen (einschl. 498 Kriegsgefangenen) an Bord werden nur 147 gerettet. Umbra verfehlt einen Dampfer vor Messina. Am 1.3. versenkt Unbeaten (Lt. Martin) vor Mehedia den franz. Erzfrachter PLM.20 (5417 BRT). Vor Lampione versenkt Uproar (Lt. Kershaw) am 5.3. das ital. Motorschiff Marin Sanudo (5081 BRT), das sich im Geleit der T-Boote Procione und Cigno mit Nachschubgütern auf dem Weg nach von Trapani nach Tripolis befindet

In der Ägäis verfehlt Turbulent (Cdr.Linton) mit Torpedo 2 Dampfer und versenkt mit Artillerie 6 Küstensegler. Am 27.2. verfehlt Torbay (Cdr. Miers) mit Torpedo einen Tanker, doch mit Artillerie beschädigt es den ital. Dampfer Lido (1243 BRT) so schwer, das er auf Strand gesetzt werden muss. Das Schiff wird erst im November 1942 geborgen. Am 4.3. muss Torbay vor Korfu den Angriff auf einen Zerstörer abbrechen, als dieser das Boot sichtet und zum Gegenangriff anläuft. Am 5.3. torpediert es im Hafen von Korfu den ital. Dampfer Maddalena G. (5212 BRT) und beschädigt ihn so schwer, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Vor Kefalonia versenkt Thorn (Lt Norfolk) das ital. Vorpostenboot AS 91/ Ottavia (259 BRT).

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Fortsetzung im Text

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Anmerkungen
1 Ordeal in the sun. The Sufferage of British prisoners of war in a Japanese camp at Macassar, Velebes, 1942-1945. [Betrifft.: Die Mannschaft von H.M.S Exeter]. London: Hale 1963. 128 S., Abbildungen.