1941 Mai

 

 

 

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1. Von U 97 versenkt:
»Ocean Boarding Vessel«
Camito.

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1.5.1941
Mittelmeer
Die ital. 7. Division (DivAdm. Casardi) mit den Kreuzern Eugenio di Savoia, Duca d’Aosta und Attendolo und den Zerstörern Pigafetta, Zeno, Da Mosto, Da Verazzano, Da Recco und Pessagno legt nördlich Tripolis die Minensperre T zur Sicherung des Hafens gegen Beschießungen durch brit. schwere Schiffe (siehe 18.-23.4.).

1.5.1941
Norwegen
Unter Anweisung der britischen Sabotage-Organisation SOE legt der norwegische Kutter Blia eine Minensperre zwischen Plittskallen and Faldenakke (ca. 61°09‘N 04°44’E). Ausgelegt werden in der Nacht vom 30.4./1.5 elf Minen in zwei Reihen. Auf dem Rückmarsch nach Lerwick gerät Blia unter das Feuer dt. Küstenbatterien, kann aber entkommen (Quelle). Auf die Sperre gerät am 1. Mai der dt. Frachter Harm Fritzen, er wird zwar beschädigt, kann jedoch geborgen, repariert und später wieder in Dienst gestellt werden.

1.– 8.5.1941
Luftkrieg Großbritannien
Bei schweren dt. Luftangriffen auf die Hafenanlagen von Liverpool werden 18 britische Handelsschiffe mit 35.605 BRT versenkt, darunter der brit. (ex-dän.) Frachter Europa (10.224 BRT) und der brit. Munitionstransporter Malakand (7649 BRT), dessen Explosion weitere Schiffe beschädigt, 25 Schiffe mit 92.964 BRT werden schwer beschädigt, darunter der brit. Tanker San Fabian (13.031 BRT), außerdem in der Nacht zum 8.5. auch der brit. Zerstörer Hurricane, der bis Januar 1943 wegen Reparaturarbeiten ausfällt. 69 von 144 Ladedocks werden zerstört, vorübergehend sinkt die Umschlagkapazität des Hafens auf ein Viertel der bisherigen. Am 3./4.5. Luftangriff mit 204 Flugzeugen auf Belfast. Vom 5.-7.5 Nachtangriffe mit 618 Flugzeugen auf Glasgow-Clydeside (Tabelle). Durch deutsche Luftangriffe im Mai kommt es zu 5520 Toten und 5207 Verletzten unter der brit. Zivilbevölkerung. Dt. Flugzeuge versenken vor Dartmouth das brit. Geleitfahrzeug Jean-Frederic (ex-franz., 329 t).

1.– 11.5.1941
Mittelatlantik
Die noch zur ersten Welle gehörenden U 105 und U 106 sowie die ab 29.3. als zweite Welle ausgelaufenen Boote U 107, Calvi, U 103, Tazzoli, U 38, UA und U 69 (5.5. aus) operieren im Raum zwischen Kanaren und Freetown. Erste Erfolge: U 103 (Kptlt. Schütze) versenkt vom 1.-11.5. nacheinander den norw. Dampfer Samsö (1494 BRT), die brit. Wray Castle (4253 BRT), Surat (5529 BRT), Dunkwa (4752 BRT), City of Winchester (7120 BRT) und City of Shanghai (5828 BRT). U 38 (Kptlt. Liebe) versenkt am 4.5. den nach Auflösung des Konvois OB.310 vermissten schwed. Dampfer Japan (5230 BRT) und am 5.5. die brit. Queen Maud (4976 BRT), U 105 (Kptlt. Schewe) am 6.5. die brit. Oakdene (4255 BRT). Das ital. U-Boot Tazzoli (Kptlt. Fecia di Cossato) versenkt am 7.5. die norw. Fernlane (4310 BRT) und am 9.5. die Alfred Olsen (8817 BRT). Die Operationen der dt. Boote können durch Brennstoff- und Torpedoversorgungen aus Troßschiffen z.T. erheblich verlängert werden. Es versorgen aus dem Troßschiff Nordmark am 3.5. U 105 und U 107, aus der Egerland am 10.5. nochmals U 107 (Forts. 13.5.-1.6.).

1.– 11.5.1941
Nordatlantik / Funkaufklärung
Am 1.5 sichtet eine Fw 200 der I./KG.40 südwestl. der Färöer den auslaufenden Konvoi OB.316, auf den die U-Boote U 123, U 95, U 96 angesetzt werden. Sie finden ihn aber ebenso wie 3 Fw 200 und 1 He 111 am 2.5. nicht wieder. U 552 (Kptlt. Topp) versenkt am 1.5. den brit. Einzelfahrer Nerissa (5583 BRT), U 95 (Kptlt. Schreiber) am 3.5. die norw. Taranger (4873 BRT). Am 3.5. sichtet U 143 südl. der Färöer den südgehenden Konvoi OB.317, doch U 141 und U 147 sowie die I./KG.40 kommen in der folgenden Nacht nicht heran. Am 4./5.5. hält U 96 südl. Island an einem einlaufenden Konvoi Fühlung, doch wiederum kommen keine U-Boote und Flugzeuge heran. Am 6.5. fasst der B.d.U. den Entschluss, mit den U-Booten weiter südwestwärts zu suchen, auf die direkte Zusammenarbeit mit der Luftaufklärung zu verzichten und die ital. U-Boote in eigenen Op.-Gebieten getrennt von den dt. Booten anzusetzen. Am 6.5. versenkt U 556 (Kptlt. Wohlfarth) mit Artillerie den färöer. Fischlogger Emanuel (166 BRT). U 97 (Kptlt. Heilmann) stößt westlich der Biskaya auf das brit. »Ocean Boarding Vessel« Camito (6833 BRT) mit dem aufgebrachten ital. Tanker Sangro (6466 BRT) und versenkt beide. Am 7.5. sichtet eine Fw 200 westl. der Färöer den Konvoi HX.122, gibt aber eine um 240 sm (!) falsche Standortmeldung ab, und U 95 sichtet vor dem Nordkanal den Konvoi SC.29.

Am Abend des 7.5. sichtet U 94 südl. Island den auslaufenden OB.318, als gerade die von Reykjavik / Hvalfjord kommende 3rd Escort Group (Cdr. Baker-Cresswell) mit den Zerstörern Bulldog, Amazon, Broadway und dem angehängten Hilfskreuzer Ranpura zum Konvoi stößt und die 7th Escort Group (Cdr. Bockett-Pugh) mit den Zerstörern Westcott, Newmarket und Campbelltown ablöst, während deren Sloop Rochester und die Korvetten Primrose, Nasturtium, Marigold, Dianthus und Auricula noch am Konvoi bleiben. U 94 (Kptlt. Kuppisch) greift an, versenkt die brit. Ixion (10.263 BRT) und die norw. Eastern Star (5658 BRT) und wird anschließend von Bulldog, Amazon und Rochester mit Wasserbomben beschädigt. Am 8.5. stoßen die Korvetten der 3rd Escort Group, Aubrietia, Nigella, Hollyhock und die Trawler Angle, St. Apollo und Daneman, zur Sicherung und lösen die Korvetten der 7th E.G. ab, die zum Konvoi HX.123 laufen. Am Abend des 8.5. gewinnt U 110 Fühlung am Konvoi und führt am Morgen U 201 heran. Gegen Mittag am 9.5. greift U 110 (Kptlt. Lemp †) an, versenkt die brit. Esmond (4976 BRT) und Bengore Head (2609 BRT), wird aber gleich darauf von der Aubrietia (LtCdr. Smith) mit Wasserbomben zum Auftauchen gezwungen, und einem Enterkommando (Lt. Balme) der Bulldog gelingt es, das von der Besatzung verlassene Boot zu besetzen, bevor es sinkt; Broadway wird beim Manövrieren durch die Tiefenruder beschädigt.

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2. U 110 wird von HMS Bulldog in Schlepp genommen.

Aus U 110 werden eine Enigma-Maschine, wichtige Schlüsselunterlagen und geheime Papiere geborgen, die es – zusammen mit dem aus dem Wetterbeobachtungsschiff München erbeuteten Material (vgl. 7.5.) – der brit. Aufklärung erlauben, die mit dem Code »Heimische Gewässer« verschlüsselten Funksprüche im Monat Juni zu entziffern. U 110 wird anschließend von Bulldog in Schlepp genommen, sinkt jedoch am 11.5. auf dem Weg nach Island. Während der Besetzung von U 110 greift U 201 (Oblt.z.S. Schnee) den noch von Amazon, Nigella, Hollyhock und Daneman gesicherten Konvoi an, versenkt die brit. Gregalia (5802 BRT) und torpediert die Empire Cloud (5969 BRT), die von ihrer Besatzung verlassen, aber eingeschleppt wird. Durch Wasserbombenangriffe der St. Apollo und Nigella treten Schäden auf. Am 10.5. morgens greift U 556 (Kptlt. Wohlfarth) den noch von Hollyhock und Daneman gesicherten Konvoi an und torpediert die brit. Aelybryn (4986 BRT). Aus dem sich auflösenden Konvoi versenkt es später noch die brit. Empire Caribou (4861 BRT) und die belg. Gand (5086 BRT). Insgesamt gehen bei einem Einsatz von 4 Booten 9 Handelsschiffe mit 50.985 BRT verloren. U 110 wird dabei versenkt

Bei Angriffen auf Einzelfahrer versenken am 8.5. U 201 wahrscheinlich die franz. Kervegan (2018 BRT) und U 97 die brit. Ramillies (4553 BRT). Der Ansatz der ital. U-Boote Cappellini und Torelli gegen einen am 9.5. von einer Fw 200 gesichteten Konvoi westlich Island bleibt, wahrscheinlich wegen der um 100 sm falschen Standortmeldung, erfolglos.

1.– 12.5.1941
Mittelmeer
Vor Marsa Matruk operiert das it. Unterseeboot Ascianghi, in der Ägäis operieren die Boote Galatea und Sirena.

1.– 31.5.1941
Gewässer um Großbritannien
Deutsche Flugzeuge werfen 275 Luftminen in britischen Küstengewässern; Schwerpunkte sind v.a. die Themsemündung und Häfen an der Westküste. Außer einigen Kleinfahrzeugen gehen in der Themsemündung am 19. und 30.5. die brit. Winkfield (5679 BRT) und Westavon (2842 BRT) durch Minentreffer verloren, die brit. Dixcove (3790 BRT) wird am 19.5. beschädigt.

1.5.– 12.6.1941
Nordatlantik
Die nach Großbritannien laufenden Konvois SC.31 (9.- 30.5., 32 Schiffe), SC.32 (19.5.- 7.6., 28 Schiffe), HX.125 (6.- 22.5., 40 + 27 Schiffe), HX.128 (20.5.- 6.6., 43 Schiffe) und HX.129 (27.5.- 12.6., 57 Schiffe), und die ostgehenden Konvois OB.319 (38 Schiffe), OB.320 (18 Schiffe), OB.323 (35 Schiffe), und OB.325 – OB.328 (insgesamt 136 Schiffe) überqueren den Atlantik ohne Verluste oder Schäden. (Eintrag vom April reparieren!)

2.5.1941
allgemeine Lage / Irak
Im Irak Beginn von Auseinandersetzungen brit. Streitkräfte gegen die irakische Armee. Damit bricht der Kampf zwischen Großbritannien und der irak. Regierung Raschid Ali El Ghailani offen aus. Der Konflikt macht weitere Nachschubkonvois in den Mittleren Osten nötig.

2.5.1941
Nordsee
Das deutsche Vorpostenboot V 808 / Hindenburg wird nordwestl. Borkum durch Fliegerbomben versenkt.

2.– 4.5.1941
Mittelmeer
Aus dem Verband der 5. Z-Flottille (Capt. Lord Louis Mountbatten) bei der Force K kehren die Zerstörer Kelly, Jackal und Kelvin nach Malta zurück. Der Zerstörer Jersey folgt dem Verband, läuft aber auf eine Mine und sinkt. Danach marschiert der Kreuzer Gloucester mit den Zerstörern Kashmir und Kipling westwärts zur Verstärkung der Force H. — Im Trockendock von La Valetta (Malta) wird der Minensucher Fermoy durch Ju 87 der II. und III./StG 1 und He 111 der II./KG 26 zerstört.

3.5.1941
Luftkrieg Nordafrika
Das ital. Torpedoboot Canopo wird am 3.5. bei einem Angriff der RAF auf Tripolis versenkt. Am selben Tag gehen dort die it. Munitionstransporter Birmania (5305 BRT) und Città di Bari (3339 BRT) durch Explosionen verloren.

3.– 7.5.1941
Mittelmeer
Operationen der brit. 1. U-Flottille: Triumph (LtCdr. Woods) versenkt am 3.5. vor Mersa el Brega mit Artillerie die ital. Tugnin F. (425 BRT). Taku (Lt. Nicolay) verfehlt am 4.5. ein kleines Fahrzeug in der Straße von Messina und versenkt am 6.5. die Cagliari (2322 BRT). Truant (LtCdr. Haggard) versenkt am selben Tag vor Cap Carbonara die Bengasi (1716 BRT). Pandora, Rover und Torbay bleiben ohne Erfolg. Operationen der brit. 10. U-Flottille: Am 4.5. sinkt das alte ital. Torpedoboot Giuseppe La Farina vor Sfax, wahrscheinlich auf einer französischen Mine, möglicherweise aber auch durch Torpedoangriff des brit. U-Boots Undaunted (Lt. Livesay), das selbst nicht vom Einsatz zurückkehrt und seinerseits durch einen Minentreffer verloren geht oder am 12.5. durch einen Angriff des Torpedoboots Pleiadi bei dem Versuch, vor Tripolis einen Dampfer anzugreifen. Von den anderen Booten der 10. Flottille verfehlt Ursula (Lt. Mackenzie) vor Buerat am 4. und 6.5. die zwei kleinen dt. Transporter Brook und Tilly M.Russ und wird vom Torpedoboot Climene angegriffen. Utmost und Upright haben keinen Erfolg.

3.– 7.5.1941
Nordsee
Dt. Flugzeuge versenken nördl. des Wash am 3.5. die norw. Sitona (1143 BRT) und Trajan (1347 BRT) sowie vor der Humbermündung am 4.5. die brit. Royston (2722 BRT) und am 7.5. den Minensuchtrawler Susarion.

4./5.5.1941
Luftkrieg Frankreich
RAF Bomber Command greift mit 93 Flugzeugen die dt. Schlachtschiffe in Brest an.

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3. Britische Flugzeuge haben den italienischen Konvoi entdeckt.

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4.– 7.5.1941
Mittelmeer
Ital. Großgeleit nach Nordafrika mit 7 Schiffen, dem Passagierschiff Victoria (13.098 BRT), den schnellen Motorschiffen Andrea Gritti, Sebastiano Venier, Marco Foscarini, Barbarigo, Calitea und der dt. Ankara, gesichert von den Zerstörern Vivaldi, Da Noli, Malocello und den T-Booten Pegaso, Orione und Cassiopea; Fernsicherung durch 7. Div. (Leichte Kreuzer Eugenio di Savoia, Duca d'Aosta und Attendolo, Zerstörer Pigafetta, Zeno, Da Recco, Da Mosto, Da Verazzano). Auf dem Anmarsch der Deckungsgruppe greifen Pigafetta und Zeno westlich Sizilien einen Unterseebootskontakt an; es kann sich hierbei aber kaum um das brit. U-Boot Usk handeln, da dieses vermutl. bereits am 27.4. auf einer Mine verlorenging. Brit. Luftangriffe am 5.5. bleiben ohne Erfolg. Auf dem Rückmarsch deckt die Fernsicherung ein Rückgeleit mit den Dampfern Marburg, Kybfels, Reichenfels (dt.), Marco Polo, Rialto (it.) sowie den Zerstörern Fulmine, Euro und den T-Booten Procione, Orsa, Centauro, Cigno, Perseo als Geleit, der am 7.5. ohne Verluste Palermo erreicht.

4.– 27.5.1941
Gewässer um Großbritannien
Dt. Flugzeuge verschiedener Einheiten operieren gegen den Schiffsverkehr im Bristol- und St.Georgs-Kanal und versenken am 4.5. westl. von Newquay (Cornwall) die Tregor (222 BRT), am 13.5. bei der Insel Bardsey (Wales) den Trawler Fort Rona (203 BRT), am 18.5. bei Bishops Rock die Hegerin (483 BRT), am 24.5. vor Milford Haven die Matronna (2846 BRT) und am 27.5 nördlich von Newquay die norw. Royksund (695 BRT). He 115 der 1./K.Fl.Gr.406 versenken westl. von Newquay am 8.5. die bewaffnete Marine-Yacht Viva II (521 BRT) und beschädigen vor Milford Haven am 11.5. das brit. Motorschiff Caithness (4970 BRT).

5.– 7.5.1941
Italien
Die Nachschubsituation bei Öl verschärft sich weiter. Für die Flotte stehen nur noch 342.000 Tonnen zur Verfügung.

5.– 7.5.1941
Mittelmeer
Britische und austral. Zerstörer und Sloops beginnen in nächtlichen Aktionen mit der Versorgung der belagerten britischen Truppen in Tobruk. Den Anfang machen die austr. Zerstörer Voyager und Waterhen. Die Versorgungsunternehmen werden – für kurze Zeit unterbrochen durch Operationen vor Kreta – bis zur Befreiung der Festung fortgeführt. Bei einem dt. Luftangriff auf Tobruk wird am 7.5. der Minensucher Stoke von Ju 87 der II./StG.2 versenkt.

5.– 12.5.1941
Mittelmeer
Operation »Tiger«: Verbundene Operation mehrerer brit. Konvois in gegenläufiger Richtung (vgl. Malta-Konvois).
5.5.: Am Abend verläßt Force H (VAdm. Somerville) Gibraltar mit Schlachtkreuzer Renown, Träger Ark Royal, Kreuzer Sheffield, und den Zerstörern Wrestler, Fearless, Foresight, Fortune, Velox westwärts, um einen brit. Konvoi mit den 15 Knoten schnellen Transportern Clan Campbell, Clan Chattan, Clan Lamont, Empire Song und New Zealand Star sowie Verstärkungen für die Mittelmeerflotte (Schlachtschiff Queen Elizabeth, Kreuzer Fiji und Naiad) aufzunehmen. In der Nacht vom 5./6.5. passieren die Schiffe die Straße von Gibraltar mit Ostkurs und treffen mit einer vom östlichen Mittelmeer kommenden Verstärkungsgruppe mit dem Kreuzer Gloucester und den Zerstörern Kipling und Kashmir (siehe 2.- 4.5.) zusammen. Am 6.5. folgen noch die Zerstörer Faulknor, Forester und Fury zusammen mit den frisch eingetroffenen Zerstörern Harvester, Havelock und Hesperus und dem Schlachtschiff Repulse, das wegen schwacher Flakbewaffnung zurückbleiben muß.
6.5.: Gleichzeitig laufen ein langsamer Nachschubkonvoi mit 2 Tankern und ein schneller Konvoi mit 4 Frachtern von Alexandria nach Malta, gesichert von den Flakkreuzern Dido, Phoebe, Calcutta, Coventry und Carlisle, 3 Zerstörern und 2 Korvetten. — Ferndeckung für Operation »Tiger« durch die Mittelmeerflotte (Adm. Cunningham) mit den Schlachtschiffen Warspite, Barham, Valiant, dem Träger Formidable, dem 7. Kreuzer-Geschwader (VAdm. Pridham-Wippell) mit den Leichten Kreuzern Ajax, Orion und Perth, dem Minenleger Abdiel, dem Transporter Breconshire und den noch einsatzbereiten Zerstörern Isis, Imperial, Ilex, Havock, Hotspur, Hero, Hereward, Hasty, Greyhound, Griffin, Jervis, Janus, Juno, Jaguar, Nubian, Kandahar, Kingston, Kimberley und Nizam (RAN).
7.5.: In der Nacht zum 8.5. beschießen der Leichte Kreuzer Ajax (Capt. McCarthy) und die Zerstörer Imperial, Havock und Hotspur die Hafenanlagen von Bengasi und versenken die ital. Capitano A. Cecchi (2321 BRT) und Tenace (1142 BRT).
8.5.: Beide Verbände von der dt.-ital. Luftaufklärung erfaßt. Luftangriffe mit SM.79 Torpedobombern und CR.42 Kampfflugzeugen bleiben erfolglos: Renown und Ark Royal können den Torpedos ausweichen. Angriffe von dt. Ju 87 unter dem Schutz von Me 110 Jagdflugzeugen werden von den Fulmar-Jägern der Ark Royal abgefangen. Weiter östlich kommt es zu Luftkämpfen zwischen Trägerflugzeugen der Formidable und dt.-ital. Flugzeugverbänden. Auf den Schiffen entsteht kein Schaden. — Der Ansatz eines ital. Kreuzerverbandes mit den Kreuzern Duca degli Abruzzi, Garibaldi, Bande Nere, Cadorna und 5 Zerstörern aus Palermo erfolgt zu spät. Force H und der Konvoi mit seiner Deckungsgruppe Queen Elizabeth, Naiad, Fiji, Gloucester, Kashmir, Kipling, Forester und Fearless haben sich, da die Ark Royal in den engen Gewässern der Straße von Sizilien nicht frei manövrieren kann, vor der Skerki-Bank getrennt, Force H läuft zurück nach Westen, der Konvoi marschiert weiter nach Malta.

4. Schlachtschiff Queen Elizabeth verlegt zur Verstärkung der Mittelmeerflotte nach Alexandria.

9.5.: Trotz des Einsatzes von Zerstörern der »F«-Klasse mit Minenräumgerät verliert der West-Ost-Konvoi vor Malta den Transporter Empire Song (9228 BRT) auf 2 ital. Minen, die New Zealand Star wird beschädigt. Queen Elizabeth kann einem Torpedoangriff ausweichen. Die Korvette Gloxinia schafft durch den Einsatz von Wasserbomben eine minenfreie Fahrrinne und geleitet so die beiden Ost-West-Konvois sicher nach La Valetta / Malta.
Die Zerstörer Kelly, Jackal und Kelvin, die bisher eingeschlossen waren (vgl.2.- 4.5.) können nun La Valetta verlassen, mit den Kreuzern Orion, Ajax, Perth, Dido und Phoebe zu dem »Tiger«-Konvoi stoßen, und diesen zu dem Treffpunkt mit der Mittelmeer-Flotte geleiten, während die 8. Z-Flottille in Malta mit Brennstoff versorgt und anschließend der Force H nach Gibraltar folgt. Schlechte Sichtverhältnisse unterbinden dt.-ital. Luftangriffe an diesem Tag. Die ital. U-Boote Settimo und Santarosa westlich Malta und Corallo vor der tunes. Küste kommen nicht zum Schuß.
10.5.:
Zunächst verhindern schlechte Sichtverhältnisse dt.-ital. Luftangriffe an diesem Tag. Am Nachmittag erhält bei erneuten Luftangriffen gegen die ablaufende Force H der Zerstörer Fortune einen schweren Bombentreffer und kann nur noch 7 kn laufen, die Force H bleibt bei dem Zerstörer. Keine Verluste bei Mittelmeer-Flotte und den Handelsschiff- Konvois. In der Nacht zum 11.5. beschießen die Zerstörer der 5. Z-Flottille (Kelly, Jackal, Kelvin, Kashmir und Kipling) wiederum Benghasi. In derselben Nacht noch ein erfolgloser Angriff von Ju 87 der II./StG.2 (Lt. Rieger).
12.5.: Einlaufen der brit. Verbände. Die Frachter erreichen mit 238 (von insg. 295) Panzern und 43 (von 53) Hurricane- Jagdflugzeugen an Bord Alexandria.

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5. Wetterbeobachtungsschiff München wird 
von HMS Somali aufgebracht 

6./7.5.1941
Luftkrieg England
Starker deutscher Luftangriff gegen Hafenanlagen am Clyde. Beim ersten Einsatz der Bombenmine BM 1000 detoniert eine auf Land gefallene Mine nicht. Da auch ihr Selbstzerstörungs- Mechanismus beschädigt wird, kann die Mine entschärft und untersucht werden.

7.5.1941
Nordmeer / Funkaufklärung
Nachdem der Funkverkehr eines dt. Wetterbeobachtungsschiffes von brit. Funkstationen aufgefangen worden ist, wird ein Verband unter Führung von VAdm. Holland mit den Kreuzern Edinburgh, Manchester, Birmingham und den Zerstörern Nestor, Bedouin, Eskimo und Somali zu der Position des WBS 6/ München vor der Insel Jan Mayen entsendet. Bei schlechter Sicht wird die München überrascht, der Zerstörer Somali (Capt. Caslon) geht längsseits und erbeutet wichtige Schlüsselunterlagen, v.a. den »Wetter-Kurzschlüssel 1940«, eine außerordentlich wertvolle Quelle für sog. »cribs«. Die Unterlagen werden an Bord der Nestor nach Scapa Flow gebracht und erlauben den Briten im Monat Juni, den Funkverkehr nach dem Schlüssel »Heimische Gewässer« zu entziffern. Der neu eingeführte Schlüssel »Kernflotte« hingegen, benutzt für Flottenoperationen, wird nie gebrochen, da er nicht häufig genug eingesetzt wird.

7.– 18.5.1941
Mittelmeer / Kreta
Am 7.5. wird in der Suda-Bucht der griech. Frachter Tanais (1545 BRT) durch Bomben versenkt. Das Schiff wird später von den Deutschen geborgen, repariert und bis Juni 1944 als Transporter auf der Route Piräus-Kreta eingesetzt. Am 8.5. wird die brit. Rawnsley (4998 BRT) auf dem Weg von Haifa zur Suda-Bucht von it. S.79 der 281 Sq. durch Lufttorpedo beschädigt und am 12.5. versenken dt. Flugzeuge den in der Bucht von Ierapetra (Südostküste Kretas) aufgesetzten Transporter. Vom 14. bis 18.5. versenken dt. Flugzeuge in der Suda-Bucht (Kreta) die brit. Logician (5993 BRT), Dalesman (6343 BRT), die griech. Kythera (1070 BRT), Themoni (5719 BRT), Nicolaou Ourania (6397 BRT) und den brit. Tanker Eleonora Maersk (ex-dän., 10.694 BRT). Der brit. Flottentanker Olna (7073 BRT) wird brennend aufgesetzt, das Wrack bleibt in Suda. Dalesman und N. Ourania werden von den Deutschen gehoben, repariert und als (stationäre Hulks) Pluto und Nikolaus wieder eingesetzt.

8.5.1941
Indischer Ozean
Der brit. Schwere Kreuzer Cornwall (Capt. Manwaring) versenkt bei den Seychellen im Gefecht den dt. Hilfskreuzer Schiff 33/ Pinguin (Kpt.z.S. Krüder †). Aufgespürt wird Pinguin durch wiederholte Funkmeldungen bei der Versenkung des britischen Tankers British Emperor (3663 BRT) am Tag zuvor. Pinguin erwidert das Feuer der Cornwall mit seinen 15cm-Geschützen und 2 Torpedos. Eine Granate trifft den Schweren Kreuzer mittschiffs und reißt ein großes Loch in Höhe der Wasserlinie. Durch Splitterwirkung wird eine elektrische Hauptleitung beschädigt, ein Teil der Stromversorgung fällt aus und damit die Kommunikationsleitung zwischen Brücke und Maschinenraum sowie die Feuerleitung; diese muss für etwa vier Minuten auf lokale Kontrolle umgeschaltet werden. Der Kreuzer entfernt sich aus dem Bereich der 15cm-Geschütze. Mit einer 20,3-cm-Salve erzielt die Cornwall anschließend einen Volltreffer in die an Bord des Hilfskreuzers befindliche Minenlast, woraufhin die Pinguin förmlich zerfetzt wird. Schiff 33 ist der erste Hilfskreuzer der deutschen Kriegsmarine, der versenkt wird. Nur 60 Mann der Besatzung und 22 Gefangene überleben, 342 Mann Besatzung und 203 Gefangene sterben (Quelle: Ken Dimbley, Turns of Fate: The Drama of HMS Cornwall 1939-1942).

8./9.5.1941
Luftkrieg Deutschland / England
RAF-Bomber Command führt mit 359 Flugzeugen seinen bis dahin schwersten Nachtangriff auf Deutschland durch. Schwerpunkte sind Hamburg und Bremen, die von 317 Bombern angegriffen werden. Deutscher Nachtangriff mit 120 Flugzeugen auf Hull. 157 Sprengbomben und 540 Brandschüttkäsen werden abgeworfen.

8.– 15.5.1941
Mittelmeer
Ein Nachschubgeleit mit den dt. Schiffen Preussen, Wachtfels und den it. Ernesto, Giulia, Tembien und Col di Lana, Nahsicherung durch die Zerstörer Aviere, Geniere, Grecale, Camicia Nera und Dardo und einer Fernsicherungsgruppe (4. und 8. Div.) mit den Leichten Kreuzern Bande Nere, Cadorna, Duca degli Abruzzi und Garibaldi und den Zerstörern Alpino, Bersagliere, Fuciliere, Maestrale, Scirocco, Da Recco, Usodimare, Pessagno und Pancaldo läuft am 8.5. aus Neapel aus, kehrt aufgrund einer Meldung über brit. Seestreitkräfte um, läuft am 11.5. zum 2. Mal aus und erreicht ohne Verluste am 13.5. Tripolis. - Zwei it. Rückgeleite mit 2 und 5 Schiffen, das erste mit Maddalena Odero und Nicolò Odero unter Sicherung durch die Torpedoboote Clio, Pegaso und Orione, das zweite mit Victoria und den Frachtern Andrea Gritti, Sebastiano Venier, Barbarigo und der dt. Ankara und Sicherung durch die Zerstörer Vivaldi, Da Noli, Malocello und Saetta, beide unter Fernsicherung durch 8. Div. mit Duca degli Abruzzi und Garibaldi mit den Zerstörern Granatiere und Bersagliere, erreichen am 14. und 15.5. Neapel.

8.– 16.5.1941
Nordsee
Brit. Flugzeuge versenken am 8.5. an der norwegischen Küste bei Feiestein UJ 173/ Mob-Fd 32. Bei dem Angriff wird UJ 179/ Carl Kämpf schwer beschädigt aufgesetzt, später aber geborgen und als UJ 1709 wieder in Dienst gestellt. Am 15.5. versenken brit. Torpedoflugzeuge in der Deutschen Bucht nördlich von Norderney den schwedischen Erzfrachter Ossian (1796 BRT) und beschädigen den deutschen Frachter Boltenhof (3307 BRT) Am 16.5. beschädigen brit. Blenheim-Bomber den norw. Dampfer Gol bei Attelnos (Norwegen). Das Schiff wird aufgesetzt, um einen Verlust zu verhindern.

9.– 23.5.1941
Mittelatlantik
US Task Group TG.1 mit dem Flugzeugträger Ranger, dem Schweren Kreuzer Vincennes und den Zerstörern Sampson und Eberle führt von Bermuda aus eine Neutralitätspatrouille durch.

9.– 29.5.1941
Mittelmeer
Die ital. U-Boote Atropo und Zoea führen je 2 Transportunternehmungen mit Benzin und Munition von Tarent nach Derna (Libyen) durch.

10./11.5.1941
Luftkrieg England / Deutschland
Schwerer dt. Luftangriff mit 507 Flugzeugen auf London (letzter Großangriff für 3 Jahre). Rund 2000 Brände, 5 Docks und 71 kriegswichtige Anlagen, darunter 35 Fabriken zerstört oder stark beschädigt. RAF Bomber Command greift mit 110 Flugzeugen Hamburg an.

10./11.5.1941
Nordsee
Ein nächtlicher Luftangriff auf die nach Werftliegezeit bzw. Indienststellung von Rotterdam nach Swinemünde verlegenden Minenschiffe Cobra und Versailles bleibt ohne Erfolg.

10.– 18.5.1941
Nordsee
Zahlreiche Angriffe dt. Flugzeuge des IX. Fl.Korps und der K.Fl.Gr.706 auf den Schiffsverkehr an der englischen Ostküste: Am 10.5. werden aus einem Konvoi nördlich der Humbermündung die in Ballast fahrenden brit. Tanker British Statesman (6991 BRT) und San Roberto (5896 BRT) und der Frachter Tower Field (4241 BRT) beschädigt; die beiden Tanker müssen eingeschleppt werden. Am 12.5. werden die in Ballast fahrenden brit. Fowberry Tower (4484 BRT) vor der Humbermündung und Richard de Larrinaga (5358 BRT) vor der Tynemündung versenkt. Am 13.5. wird die brit. Loitinge (2468 BRT) vor der Tynemündung beschädigt. Am 17.5. wird das von Scapa Flow nach Aberdeen zurücklaufende Royal Navy-Nachschubschiff Archangel (2448 BRT) vor dem Moray Firth versenkt. Am 18.5. wird vor Blyth die brit. Eskburn (472 BRT) beschädigt.

10.– 24.5.1941
Funkaufklärung
Die britische Aufklärungszentrale Bletchley Park entziffert den Funkverkehr mit dem Schlüssel »Heimische Gewässer« vom 7.-8.5. am 10.-11.5., vom 9.-10.5. am 13.-14.5., vom 11.-12.5. am 22.5. und vom 13.-14.5. am 20.-21.5.

11.5.1941
Mittelmeer / Agäis
Abschluss der deutschen Besetzung der Inseln in der Ostägäis (Lesbos, Chios, Samos, Rhodos). Beginn der Aufstellung von Küstensicherungsflottillen.

11./12.5.1941
Mittelmeer
Das brit. U-Boot Rorqual (LtCdr. Dewhurst) legt im Golf von Saloniki eine Minensperre (offenbar keine Erfolge), und versenkt vor Lemnos 2 kleine Segler, darunter die Osia Paraskevi, von der 7 griech. Besatzungsmitglieder übernommen werden, während 4 deutsche Soldaten gezwungen werden, unter Deck zu bleiben (Kriegsverbrechen). Pandora (LtCdr. Linton) verfehlt vor Neapel einen Transporter.

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6. Ju 87 im Anflug auf einen Feldflugplatz in Libyen

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11.– 22.5. 1941
Nordatlantik
Nach der Operation OB.318 wird mit U 93, U 94, U 556 und U 98 eine » Westgruppe« gebildet, zu der am 13.5. auch U 111, U 97, U 74 und U 109 treten. Sie marschiert ins Gebiet südsüdostwärts Cape Farewell (Grönland). Dabei versenken U 98 (Kptlt. Gysae) am 13.5. den zum Konvoi SC.30 gehörenden Hilfskreuzer Salopian (10.549 BRT) und U 111 (Kptlt. Kleinschmidt) aus dem Konvoi die brit. Somersby (5170 BRT).

Am 19.5. sichtet U 94 (Kptlt. Kuppisch) den Konvoi HX.126, begleitet vom Hilfskreuzer Aurania und dem U-Boot Tribune, und versenkt vor Abreißen der Fühlung die brit. Norman Monarch (4718 BRT), U 556 (Kptlt. Wohlfarth) findet am 20.5. mittags den Konvoi wieder und versenkt in 2 Anläufen die Darlington Court (4974 BRT), den Tanker British Security (8470 BRT) und die Cockaponset (5995 BRT). Außerdem kommen bis zum Abend nacheinander U 109, U 111, U 98, U 94 und gegen Morgen am 21.5. U 93 heran. Es versenken U 98 die brit. Rothermere (5356 BRT) und Marconi (7402 BRT), U 94 den norw. Motortanker John P. Pedersen (6128 BRT), U 109 (KKpt. Fischer) die brit. Harpagus (5173 BRT) und U 93 (Kptlt. Korth) den niederl. Motortanker Elusa (6235 BRT). U 111 torpediert in demselben Seegebiet aus dem aufgelösten Konvoi OB.322 den brit. Motortanker San Felix (13.037 BRT). Am 22.5. operieren auch U 46, U 66, U 557, U 94 und U 74 auf den Konvoi, letzteres wird durch Wasserbomben beschädigt, nur U 111 sichtet noch den jetzt zerstreuten Konvoi und versenkt die brit. Barnby (4813 BRT). Dann reißt die Fühlung ab. (Am 4.6.41 löst der BdU, Admiral Dönitz, den Kommandanten von U 109 mit der Begründung ab, er sei als U-Boot-Kommandant ungeeignet.)

Im östlichen Teil des Nordatlantik sichten Fw 200 der I./KG. 40 am 11.5. einen Konvoi, aus dem sie das brit. Kühlschiff Somerset (8790 BRT) versenken, an den jedoch keine U-Boote herankommen. Am 14.5. sichtet eine Fw 200 den Konvoi OB.321 und versenkt den norw. Frachter Karlander (1843 BRT). Von den angesetzten ital. U-Booten sichten zwar Bianchi und Malaspina den Konvoi, kommen aber ebenso wie Barbarigo, Morosini und Otario nicht zum Erfolg. Am 19.5. versenkt Otario (Kptlt. Vocaturo) aus dem Konvoi SL.73 die brit. Starcross (4662 BRT). Von den im Gebiet des Nordkanals und der Färöer eingesetzten U-Booten versenken U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) am 19.5. die brit. Empire Ridge (2922 BRT) und U 138 (Oblt.z.S. Gramitzky) am 20.5. das brit. Motorschiff Javanese Prince (8593 BRT). Am 17.5. versenkt eine Fw 200 die brit. Statesman (7939 BRT), am 19.5. wird die Fw 200 eines der erfolgreichsten Piloten der I./KG 40, Oblt. Buchholz, beim Angriff auf die brit Umgini abgeschossen.

12.5.1941
Mittelmeer
Das brit. Kanonenboot Ladybird wird durch Ju 88 der III./LG 1 vor der libyschen Küste versenkt.

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7. Das französische U-Boot Minerve.

12.– 20.5.1941
Mittelmeer
Im östlichen Mittelmeer operieren die ital. U-Boote Ambra südostwärts Malta, Beilul und Salpa nordwestlich Alexandria, Onice und Galatea im Kaso-Kanal.

13.5.1941
Luftkrieg Deutschland
Tagesangriff britischer Bomber auf Helgoland.

13.– 29.5.1941
Norwegen
Vor Norwegen operieren u.a. das brit. U-Boot P.31 / Uproar und das franz. U-Boot Minerve.

13.5.– 1.6.1941
Mittelatlantik
U 38, U 69, U 103, U 105, U 106, U 107, UA, Calvi und Tazzoli operieren noch immer im Raum zwischen Kanaren und Freetown. Weitere Erfolge: U 105 (Kptlt. Schewe) am 13.5 die brit. Benvrackie (6434 BRT), am 15.5. die brit. Benvenue (5920 BRT), am 16.5. die brit. Rodney Star (11.803 BRT) und am 1.6. die brit. Scottish Monarch (4719 BRT); U 107 (Kptlt. Hessler) am 17.5. den niederl. Tanker Marisa (8029 BRT), am 18.5. die brit. Piako (8286 BRT), am 27.5. die brit. Colonial (5108 BRT), am 28.5. die griech. Papalemos (3748 BRT), am 31.5. die brit. Sire (5664 BRT) und am 1.6. die brit. Alfred Jones (5013 BRT); U 103 (Kptlt. Schütze) am 20.5. die ägypt. Radames (3575 BRT), am 22.5. den Tanker British Grenadier (6857 BRT), am 24.5. die griech Marionga (4236 BRT), und am 25.5. die niederl. Wangi Wangi (7789 BRT); U 69 (Kptlt. Metzler) am 21.5. die amerik. Robin Moor (4999 BRT) nach Prisenordnung sowie die brit. Tewkesbury (4601 BRT); U 38 (Kptlt. Liebe) am 23.5. die niederl. Berhala (6622 BRT), am 24.5. die brit. Vulcain (4365 BRT), am 29.5. die brit. Tabaristan (6251 BRT), am 30.5. die brit. Empire Protector (6181 BRT), und am 31.5. die norw. Rinda (6029 BRT); U 106 (Kptlt. Oesten) am 30.5. die brit. Silveryew (6373 BRT), und am 31.5. die brit. Clan Macdougall (6843 BRT). Die Operationen der dt. Boote werden durch Brennstoff- und Torpedoversorgungen aus Troßschiffen verlängert. Aus der Egerland versorgen am 17.5. U 38, U 103 und U 106 und am 28.5. UA.

14.5.1941
Nordatlantik
Das ital. U-Boot Cappellini meldet den franz. Segler Notre Dame de Chatelet (488 BRT), der anschließend von U 43 (Kptlt. Lüth) versenkt wird. Zwei Überlebende des Seglers werden am 23.5 von dem ital. U-Boot Otario gerettet.

14.5.1941
Pazifik / Neuseeland
Das neuseeländische Hilfsschiff Puriri (927 BRT) sinkt im Hauraki-Golf auf einer Mine, die 11 Monate zuvor am 13.6.1940 vom Hilfskreuzer Schiff 36/ Orion (FKpt. Weyher) gelegt wurde.

14.– 19.5.1941
Mittelmeer
Das brit. Unterseeboot Unbeaten (Lt. Woodward) der 10. U-Flottille greift am 14.5. vor Khoms 2 Segelschiffe erfolglos an, verfehlt am 16.5. vor Tripolis einen Konvoi mit 2 Schiffen und hat am 19.5. bei einem auf einen Dampfer geschossenen Viererfächer vorzeitige Detonationen durch Grundgänger im Flachwasser.

14.– 24.5.1941
Südatlantik
Hilfskreuzer Schiff 16/ Atlantis (Kpt.z.S. Rogge) versenkt im Seegebiet südlich von St. Helena mit Unterstützung seines Bordflugzeugs die brit. Frachter Rabaul (6809 BRT) und Trafalgar (4530 BRT). In der Nacht 16./17.5. passiert Atlantis auf eine Entfernung von nur 4 sm unbemerkt das brit. Schlachtschiff Nelson und den Flugzeugträger Eagle.

16.– 23.5.1941
Mittelmeer
Dt.-ital. Nachschubgeleitzug von Palermo nach Tripolis mit den dt. Frachtern Preussen und Sparta, den it. Frachtern Castelverde, Motia und Capo Orso und den it. Tankern Panuco und Superga, gesichert von den Zerstörern Folgore, Euro, Fulmine, Strale und Turbine. Fernsicherung: Kreuzer Duca degli Abruzzi und Garibaldi, Zerstörer Granatiere, Alpino und Bersagliere. Beim Ausweichen vor einem Angriff des brit. U-Bootes Urge am 19.5. kollidieren Preussen und Panuco. Am 20.5. schießt Urge (LtCdr. Tomkinson) einen Torpedofächer aus allen Rohren und meldet zwei Treffer auf Schiffen eines südwärts gehenden Konvois. Die als getroffen gemeldeten ital. Zeffiro (5165 BRT) und Perseo (4857 BRT) gehören jedoch zu einem Rückgeleit und sinken vermutlich auf einer neu angelegten ital. Minensperre vor Cap Bône. Tatsächlich verfehlt werden die Capo Orso und Superga, ebenso wie am 21.5. der Zerstörer Alpino. Der Konvoi erreicht Tripolis am 21.5. ohne Verluste.

2 Rückgeleite vom 19.-23.5. ohne Verluste, das erste mit den it. Marco Foscarini und Calitea mit brit Kriegsgefangenen an Bord unter Sicherung durch den Zerstörer Geniere und die Torpedoboote Circe, Cassiopeia und Partenope, das zweite mit der dt. Wachtfels und den it. Ernesto, Amsterdam, Sanandrea, Col di Lana und Giulia, Sicherung durch die Zerstörer Aviere, Grecale, Camicia Nera, Dardo und das Torpedoboot Cosenz, Fernsicherung für beide durch 7. Div mit den Kreuzern Duca degli Abruzzi und Garibaldi und Zerstörern Granatiere, Alpino und Bersagliere.

17./18.5.1941
Mittelmeer / Indischer Ozean
Deutsche Flugzeuge der II./KG.4 verseuchen den Suez-Kanal weiter mit 45 Luftminen.

18.5.1941
Allgemeine Lage / Balkan
Abschluss eines Staatsvertrages zwischen Italien und Kroatien. Damit tritt Kroatien an die Seite der Achsenmächte. Italien erhält fast ganz Dalmatien zugesprochen. Zugleich beginnt der Führer der Tschetniks, Oberst i.G. Drazha Mihailovitich, der die Kapitulation der jugoslawischen Armee nicht anerkennen will, im Bereich der Ravna Gora mit dem Widerstand Serbiens gegen die deutsche Besatzungsmacht.

18.5.1941
Indischer Ozean
Das Bordflugzeug des Hilfskreuzers Schiff 36/ Orion (FKpt. Weyher) entdeckt den brit. Schweren Kreuzer Cornwall in einer Entfernung von nur 45 sm von der Orion. Die Cornwall kommt so nah heran, dass vom Hilfskreuzer aus die Mastspitzen zu erkennen sind. Auf dem Kreuzer werden aber weder das Flugzeug noch die Orion erkannt.

18.– 23.5.1941
Mittelmeer
Vor Bengasi versenkt das brit. U-Boot Tetrarch (LtCdr. Greenway) den von dem T-Boot Polluce gesicherten Frachter Giovinezza (2362 BRT). Upholder (LtCdr. Wanklyn) verfehlt am 20.5. vor Capo dell`Armi die ital. Utilitas und torpediert am 23.5. vor der tunesischen Küste den franz. Tanker Capitaine Damiani (4864 BRT).

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8a. Schlachtschiff Bismarck im Korsfjord vor Bergen.

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18.– 27.5.1941
Nordatlantik
Unternehmen »Rheinübung«: Atlantikoperation des Schlachtschiffes Bismarck (Kpt.z.S. Lindemann †) und des Schweren Kreuzers Prinz Eugen (Kpt.z.S. Brinkmann) unter Führung des Flottenchefs Admiral Lütjens.
Wegen der zeitlichen Verzögerung beim Dechiffrieren des Funkverkehrs mit dem Schlüssel »Heimische Gewässer« können die Funksprüche im Zusammenhang mit dem Unternehmen »Rheinübung« von Bletchley Park nicht  rechtzeitig für operationelle Gegenmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden.
18.5.: Auslaufen der Kampfgruppe aus Gotenhafen (Gdynia). Zur Versorgung des Verbandes werden die Begleittanker Heide und Weissenburg im Europäischen Nordmeer stationiert. Von Frankreich aus beziehen die Versorgungstanker Spichern, Belchen, Esso Hamburg, Friedrich Breme und Lothringen Positionen im Nord- und Zentralatlantik.
Desweiteren laufen am 17./18.5. die Spähschiffe Gonzenheim und Kota Pinang aus, und die Wetterbeobachtungsschiffe August Wriedt und Lauenburg beziehen Positionen im Nordmeer und im Atlantik (die München ist schon gekapert).
19.5.: Ab Rügen wird der Verband begleitet von den Sperrbrechern 13 und 31 und den Zerstörern Friedrich Eckoldt und Z 23. Am Eingang zum Belt warten bereits der Zerstörer Hans Lody und die 5. M.-Flottille.
20.5.: Erfassung des Verbandes durch den schwedischen Kreuzer Gotland im Kattegat. Der brit. Geheimdienst empfängt die Nachricht.

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8b. Bismarck wird von der brit. Luftaufklärung entdeckt

21.5.: Bei Ölergänzung wird der Verband im Korsfjord bei Bergen durch brit. Luftaufklärung entdeckt, jedoch gelingt am Abend unbemerktes Auslaufen. Die U-Boote Minerve (fr.) und P 31 (br.) marschieren nordwärts, können aber den Verband nicht finden. Unter dem Kommando des Chefs des Schlachtkreuzergeschwaders VAdm. Holland geht eine brit. Kampfgruppe mit dem Schlachtkreuzer Hood, Schlachtschiff Prince of Wales und den Zerstörern Electra, Anthony, Echo, Icarus, Achates und Antelope von Scapa Flow aus ins Seegebiet südlich Island.
22.5.: Brit. Luftaufklärung stellt das Auslaufen der dt. Schiffe fest. Daraufhin geht die brit. Home Fleet (Adm. Tovey) mit dem Schlachtschiff King George V. (Capt. Patterson), dem Träger Victorious (Capt. Bovell), dem 2. Kreuzer-Geschwader (KAdm. Curteis) mit Galatea, Aurora, Kenya und Hermione, und den verfügbaren Zerstörern Active, Punjabi, Nestor, Ingelefield, Intrepid und Lance (die wegen Maschinenschadens wieder umkehren muß) in See. Der Verband wird begleitet von dem Schlachtkreuzer Repulse (Capt.Tennant) und drei Zerstörern der »Western Approaches«, die den Konvoi WS.8B decken sollen.
Die Leichten Kreuzer Manchester, Birmingham, Arethusa, 5 Trawler und Flugboote übernehmen die Bewachung der lsland-Färöer-Enge, die Schweren Kreuzer Norfolk (mit dem Chef des 1. Kreuzer-Geschwaders, KAdm. Wake-Walker, an Bord) und Suffolk die der Dänemarkstraße.
23.5.: Die deutschen Schiffe werden am Abend in der Dänemarkstraße durch Norfolk (Capt. Phillips) und Suffolk (Capt. Ellis) gesichtet, worauf die Gruppe Holland heranmarschiert, um die deutschen Einheiten südlich der Dänemarkstraße abzufangen.
24.5.
: Morgens kurzes Gefecht beider Gruppen, wobei Hood (Capt. Kerr †) nach 5 Minuten von Bismarck und Prinz Eugen versenkt, Prince of Wales (Capt. Leach) beschädigt zum Abdrehen gezwungen wird. Mit Hood gehen 95 Offiziere und 1321 Mann unter, darunter auch VAdm. Holland. Nur 3 Seeleute können gerettet werden. Auf Bismarck verursachen 2 schwere und l leichter Treffer eine Herabsetzung der Geschwindigkeit und eine deutlich sichtbare Ölspur, Prinz Eugen bleibt unbeschädigt. Den britischen Kreuzern gelingt es, weiterhin Fühlung zu halten.
Die Konvois HX.126, SC.31, HX.127, OB.323 und OB.324, die besonders gefährdet sind, werden umgeleitet. Das Schlachtschiff Ramillies, das am HX.127 steht, das Schlachtschiff Rodney und die Zerstörer Somali, Tartar und Mashona, die zu einer in die USA laufenden Gruppe gehören (nur der Zerstörer Eskimo bleibt bei dem großen Transporter Britannic) und der aus dem Seegebiet westl. von Cap Finisterre kommende Kreuzer Edinburgh (an Bord der Chef des 18. Kreuzer-Geschwaders, Commodore Blackman) werden eingesetzt, während die Home Fleet heranzuschließen versucht, deren Zerstörer jedoch wegen Kraftstoffmangels einlaufen müssen. Das Schlachtschiff Revenge läuft aus Halifax aus, um den Konvoi HX.128 zu decken. Außerdem wird die Force H (VAdm. Somerville) mit dem Schlachtkreuzer Renown (Capt. McGrigor), dem Flugzeugträger Ark Royal (Capt. Maund), dem Kreuzer Sheffield (Capt. Larcom) und den Zerstörern Faulknor, Foresight, Forester, Foxhound, Fury und Hesperus von Gibraltar aus auf die dt. Kampfgruppe angesetzt. Catalina-Flugboote der US Navy beginnen, abgestützt auf den Seeflugzeugtender Albemarle in Argentia (Neufundland), die Bismarck zu suchen, haben jedoch keinen Erfolg.

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9. Schlachtkreuzer HMS Hood - der Stolz
der britschen Home-Fleet

Der B.d.U. stellt die »Westgruppe« mit den U-Booten U 94, U 43, U 46, U 557, U 66 und U 93 in einem Vorpostenstreifen auf, über den die Bismarck die Verfolger am 25.5. ziehen soll. — In der westlichen Biskaya werden die U-Boote U 73, U 556, U 97, U 98, U 74, U 48 und Barbarigo vorsorglich zur Aufnahme der Bismarck aufgestellt. Auf brit. Seite werden die Unterseeboote Sealion, Seawolf, Sturgeon, Tigris, Pandora und H.44 in das Gebiet vor Brest entsandt, um die Bismarck abzufangen.
24./25.5.: In der Nacht greifen 9 Flugzeuge des Trägers Victorious nach einem ersten Fehlansatz auf den US-Küstenwachkutter Modoc die Bismarck an und erzielen einen unbedeutenden Treffer. Durch einen kurzen Angriff der Bismarck gelingt, vom Gegner unbemerkt, die Entlassung der Prinz Eugen zu selbständiger Handelskriegführung. Kurz darauf verlieren die mit Radar Fühlung haltenden brit. Kreuzer den Kontakt, als Bismarck mit einem geschickten 270-Grad-Wendemanöver die Kreuzer abschüttelt, hinter ihnen durchläuft und Kurs auf Brest nimmt.
25.5.: Bismarck läuft hinter den fächerförmig nach Südwesten suchenden brit. Schiffen nach Südosten und gibt lange Funksprüche ab in der Annahme, daß der Gegner weiterhin Fühlung halte. Die FT werden sofort, wenn auch zunächst falsch, eingepeilt.
26.5.: Am Vormittag findet ein Catalina-Flugboot (Flying Officer (Ensign, USN) Briggs) der 209. Squadron die Bismarck wieder. Ansatz der Force H, allerdings ohne ihre Zerstörer, die jetzt wegen Kraftstoffmangels umkehren müssen, und der Home Fleet mit King George V. und Rodney (Capt. Dalrymple-Hamilton) und den Zerstörern Mashona, Somali und Tartar und dem Schweren Kreuzer Norfolk. Die 4. brit. Zerstörer-Flottille (Capt. Vian) mit Zulu, Sikh, Cossack, Maori und der poln. Piorun wird vom Geleitschutz des Truppentransport-Konvois WS.8B abgezogen, der unter dem Schutz der Kreuzer Cairo und Exeter und mit 3 Zerstörern weiterläuft. Die Konvois OB.325 und OB.326 werden umgeleitet, von den aus dem Süden kommenden Konvois SL.74 und SL.75 werden die Schweren Kreuzer Dorsetshire und London abgezogen und ebenfalls angesetzt, ebenso wie das Schlachtschiff Nelson und der Träger Eagle, die aus Freetown kommen. Mittags gewinnen Flugzeuge der Ark Royal Fühlung, bald darauf der Kreuzer Sheffield, der dann von der ersten Welle der Torpedoflugzeuge des Trägers irrtümlich angegriffen wird, jedoch alle Torpedolaufbahnen ausmanövrieren kann. Trotz ungünstiger Wetterlage, die ein späteres Landen als fast unmöglich erscheinen lässt, startet am Nachmittag eine zweite Welle von 15 Swordfish der Squ. 810, 818 und 820 unter LtCdr. Coode. Bismarck wird zweimal getroffen. Ein Torpedotreffer zerstört die Ruderanlage, die auch Schrauben blockiert, und macht das Schlachtschiff manövrierunfähig. Kurz vorher sichtet U 556 (Kptlt. Wohlfarth) die Force H, muß sie aber in sicherer Schußposition passieren lassen, weil sich das Boot nach Verschuß aller Torpedos auf dem Rückmarsch befindet.
26./27.5.: In der Nacht wehrt Bismarck Angriffe der 4. brit. Zerstörer-Flottille ab.

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10. Der Todeskampf der Bismarck

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27.5.: Die Schlachtschiffe King George V. und Rodney kommen vormittags heran und schießen die Bismarck, die sich bis zum Ausfall aller Geschütze zur Wehr setzt, zusammen. Sie treten dann wegen Brennstoffmangels den Rückmarsch an, worauf die Kreuzer Norfolk und Dorsetshire (Capt. Martin) das Wrack beschießen und zweimal torpedieren. Gegen 10.35 Uhr sinkt die Bismarck durch Eigensprengung. Dorsetshire und Maori retten 110 Überlebende, darunter 2 Offiziere, U 74 und das Wetterbeobachtungsschiff Sachsenwald später 5 weitere. 2106 Mann sowie der gesamte Flottenstab fallen. Die Suche des span. Kreuzers Canarias nach Überlebenden bleibt erfolglos.
Die Versuche der dt. Luftwaffe — »Fliegerführer Atlantik« (Oberst Harlinghausen), verstärkt durch II./KG.l, II./KG.54 und I./KG.77 — der Bismarck zu helfen, führen zu zahlreichen Fehlwürfen auf britische Kriegsschiffe. Am 28. 5. versenken Ju 88 der I./KG.77 westlich Irland den brit. Zerstörer Mashona. He 111 des KG.100 beschädigen die Maori schwer.

19.5.1941
Nordatlantik
Eine Fw 200 der I./KG 40 beschädigt den von Galveston (USA) nach Petsamo laufenden finnischen Motortanker Josefina Thorden (6549 BRT); das Schiff wird zuerst zu den Färöer Inseln, dann nach Kirkwall geschleppt und später in einer Werft am Tyne repariert.

19.– 22.5.1941
Mittelmeer
Operation »Splice«: Die brit. Force H mit dem Schlachtkreuzer Renown (VAdm. Somerville), den Trägern Ark Royal und Furious, dem Kreuzer Sheffield und den Zerstörern Faulknor, Fearless, Foxhound, Fury, Brilliant und Hesperus marschiert ins Gebiet südlich Sardinien und startet am 21.5. von den Trägern 48 Hurricane-Jäger, geführt von 5 Fulmars, nach Malta. Je 1 Fulmar und 1 Hurricane gehen dabei verloren. Die südlich Sardinien aufgestellten ital. U-Boote Corallo und Diaspro kommen nicht an den Verband heran. Die Force H läuft am 22.5. spätabends ein und am 24.5. um 02.00 Uhr zum Einsatz gegen die Bismarck (siehe 18.-27.5.) wieder aus.

11. Operation »Splice«: Force H mit Schlachtkreuzer Renown (rechts)
und den Trägern Furious und Ark Royal.

19.– 29.5.1941
Pazifik / Westatlantik
Nach Weisung vom 7.4. (s.d.) wurden bereits im April der Träger Yorktown und 5 Zerstörer von der US Pacific Fleet in den Atlantik überstellt. Vom 19.-23.5 verlassen weitere US-Kriegsschiffe in 3 Gruppen Pearl Harbor mit Ziel Westatlantik: die Schlachtschiffe Mississippi, Idaho und New Mexico (Batdiv 3), die Kreuzer Savannah, Brooklyn, Nashville und Philadelphia (Crudiv 8) und die Zerstörer Lang, Sterett, Wilson, Winslow, Wainwright, Stack, Morris, Buck und Roe. Am 29.5. verlassen die Zerstörer Sims, Anderson, Hugh und Hammann San Diego. Sie alle passieren vom 2.- 8.6. den Panama-Kanal.

20.5.– 1.6.1941
Mittelmeer
Unternehmen »Merkur«: Deutsche Luftlandung auf Kreta.
20.5.: Beginn der Angriffe des VIII. Fliegerkorps (Gen.d.Fl. von Richthofen) und Luftlandungen des XI. Fliegerkorps im Raum Malemes, Heraklion, Chania und Rethymnon gegen starken Widerstand der brit. Besatzung (LtGen. Freyberg). Am Morgen sinkt der Minensucher Widnes in der Suda-Bucht. (Er wird später gehoben und von der deutschen Kriegsmarine als U-Jäger UJ 2109 in Dienst gestellt). Das it. Torpdoboot Curtatone sinkt auf einer griech. Minensperre vor Piräus. In der Nacht zum 21.5. bleibt ein Angriff von 6 ital. Schnellbooten auf die brit Force C (KAdm. King) — Kreuzer Naiad und Perth (RAN), Zerstörer Kandahar, Nubian, Kingston und Juno — erfolglos. Zerstörer Jervis (Capt. Mack), Nizam und Ilex beschießen den Flugplatz Scarpanto (Karpathos).

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12. Brennende Schiffe in der Sudabucht (Kreta)

21.5.: Bei Angriffen von 17 Ju 87 der III./StG.2 (Hptm. Heinrich Brücker) wird der brit. Kreuzer Ajax beschädigt, 5 Cant Z.1007 des 50. it. Bombergeschwaders (Lt. Morassuti) versenken den Zerstörer Juno. Beide Einheiten gehören zur brit. Mittelmeerflotte, die in Erwartung der dt. Aktion zum Teil seit dem 15. Mai in See ist. Sie verfügt über folgende Einheiten: Schlachtschiffe Queen Elizabeth, Barham, Warspite, Valiant, Flugzeugträger Formidable, Kreuzer Gloucester, Fiji, Ajax, Dido, Orion, Perth, Naiad, Phoebe, Calcutta, Carlisle, Minenkreuzer Abdiel, Zerstörer Napier, Nizam, Kandahar, Kelvin, Kipling, Kingston, Kimberley, Kelly, Nubian, Juno, Janus, Jervis, Jackal, Isis, Imperial, Ilex, Hero, Hotspur, Hereward, Hasty, Havock, Griffin, Greyhound, Decoy, Defender, Stuart, Voyager, Vendetta, Waterhen, die Sloops Auckland, Flamingo und Netzleger Protector. Im Verlauf der Kämpfe werden sämtliche Schiffe eingesetzt.
21.5.: Auslaufen der ersten dt. Motorseglerstaffel (Oblt.z.S. Oesterlin), rund 20 Fahrzeuge, gesichert durch das ital. T-Boot Lupo (FKpt. Mimbelli). Gegen Mitternacht greift die brit. Force D (KAdm. Glennie) mit den Kreuzern Dido, Orion und Ajax sowie den Zerstörern Janus, Kimberley, Hasty und Hereward den dt. Geleitzug 18 sm nördlich von Chania an und zersprengt ihn. Dank des tapferen Einsatzes von Lupo gehen nur 10 Motorsegler verloren, einige durch Rammung; von den eingeschifften 2331 Soldaten fallen 297, der Rest kann gerettet werden. Einige britische Schiffe feuern auf die im Wasser schwimmenden Überlebenden.
22.5.: Force C (KAdm. King), jetzt mit den Kreuzern Naiad, Perth, Calcutta und Carlisle sowie den Zerstörern Kandahar, Nubian und Kingston, greift die zweite dt. Motorseglerstaffel an. Infolge des geschickten Einsatzes des sichernden ital. Torpedoboots Sagittario (FKpt. Cigala) und rollender Luftangriffe durch Ju 88 der I./LG.l (Hptm. Cuno Hoffmann) und III./KG. 30 sowie Do 17 des KG. 2 (Oberst Rieckhoff) verliert der Geleitzug nur 2 Fahrzeuge. Naiad und Carlisle (Capt. Hampton †) werden durch Bombentreffer beschädigt. Force C dreht daraufhin ab, um sich mit der schweren Deckungsgruppe (KAdm. Rawlings) zu vereinigen, die im Laufe des Nachmittags ebenfalls Ziel heftiger Luftangriffe durch Ju 87 des StG.2 (Oberstlt. Dinort), Ju 88 der I./LG.l und II./LG.l (Hptm. Kollewe) und Me 109-Jagdbomber ist. Die I./LG.l und eine Jabo-Rotte (Oblt. Huy) der III./JG.77 erzielen mehrere Nahtreffer auf dem Schlachtschiff Warspite (Capt. Crutchley), Ju 87 versenken den Zerstörer Greyhound, Ju 88 und Ju 87 den Kreuzer Gloucester (Capt. Rowley †), der mit rd. 45 Offizieren und 648 Mann der Besatzung untergeht; deutsche Seenotflugzeuge Do 24 retten 65 Überlebende. 2 einzelne Me 109-Jabo der I./LG. 2 (Hptm. lhlefeld) treffen am Abend den Kreuzer Fiji (Capt. William-Powlett) so schwer, daß er aufgegeben werden muß. Kingston und Kandahar retten 523 Überlebende. Bei den Luftangriffen werden Naiad und Carlisle erneut getroffen, das Schlachtschiff Valiant (Capt. Morgan) leichter beschädigt. In der Nacht zum 23.5. beschießen Kashmir, Kipling und Kelly den Flugplatz Malemes. Decoy und Hero nehmen den griech. König und Gefolge an Bord.

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13. Insgesamt werden 17.000 Mann von der Insel evakuiert.

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23.5.: Die I./StG.2 (Hptm. Hitschhold) erfaßt am frühen Morgen Kelly und Kashmir auf dem Rückmarsch und versenkt sie. Kipling rettet 279 Überlebende. Jabo der III./JG.77 (Major von Winterfeldt) versenken in der Suda-Bucht die Boote MTB 67, 213, 214, 216 und 217 der 10. brit. MTB-Flottille.
25.5.: VAdm. Pridham-Wippell geht von Alexandria aus mit den Schlachtschiffen Queen Elizabeth und Barham, dem Träger Formidable und 9 Zerstörern in See, um den Fliegerhorst Scarpanto der III./StG.2 anzugreifen.
26.5.: Flugzeuge des Trägers Formidable bombardieren Scarpanto. Auf dem Rückmarsch werden Formidable und der Zerstörer Nubian durch II./StG.2 (Major Enneccerus) schwer beschädigt (Reparatur der Formidable in den neutralen USA (!) bis Dezember 1941).
27.5.: Ju 88 des LG. l beschädigen das Schlachtschiff Barham mit einem Direkt- und mehreren Nahtreffern. Da sich inzwischen die Lage auf Kreta zugunsten der dt. Angreifer entwickelt hat, Abbruch aller brit. Versuche, Verstärkungen auf die Insel zu bringen. Räumung eingeleitet.
28.5.: Auf dem Anmarsch zur Räumung Kreuzer Ajax und Zerstörer Imperial durch Bomben beschädigt. In der Nacht zum 29.5. in Sphakia und Heraklion 4700 Soldaten eingeschifft, Imperial wegen Ruderhavarie aufgegeben.
29.5.: Zerstörer Hereward (Cdr Munn) durch III./StG.2 getroffen und schwer beschädigt, bei dem Versuch, das Schiff vor Kreta auf Strand zu setzen, wird es von den ital. Schnellbooten MAS 520, 536, 540 und 546 angegriffen, woraufhin die brit. Besatzung den Zerstörer durch Spengungen im Vorschiff selbst versenken will. Dies gelingt nicht schnell genug. Während die ital. S-Boote 169 Überlebende bergen, gelingst es einem Enterkommando, Geheimunterlagen wie z.B. Seekarten mit den Minenlagen vor Suda zu bergen. Auch Zerstörer Decoy wird getroffen, Kreuzer Ajax erneut beschädigt (Reparatur in Chatham bis April 1942), Dido und Orion (Capt. Back ) schwer beschädigt. Auf Orion sind unter den eingeschifften 1100 Soldaten, 260 Tote und 280 Verwundete. In der Nacht zum 30.5. weitere 6000 Mann evakuiert.
30.5.: Kreuzer Perth und Zerstörer Kelvin durch LG.1 beschädigt. In der Nacht zum 31.5. werden 700 Mann evakuiert. 2 Me 109 der I./JG.27 (Lt. Stahlschmidt) versenken nördl. von Tobruk den im Auftrag der brit. Marine von Alexandria nach Kreta laufenden griech. Motorsegler Aghios Panteleimon.
31.5.: Zerstörer Napier erhält Bombentreffer. In der Nacht zum 1.6. macht KAdm. King mit Phoebe, Abdiel, Jackal, Kimberley und Hotspur den letzten Versuch, von Sphakia, wo noch rund 6000 Mann zurückgeblieben sind, Truppen zu evakuieren. 4000 Mann können noch abtransportiert werden. Versehentl. wird das it. Torpedoboot Pleiadi von einem it. Flugzeug bombardiert und muß vor Tobruk auf Strand gesetzt werden.
1.6.: Die zur Aufnahme der Gruppe King von Alexandria aus entgegen geschickten Flakkreuzer Calcutta und Coventry rund 100 sm nördlich Alexandria durch 2 Ju 88 des LG.1 erfaßt. Calcutta (Capt. Leese) wird von Lt. Sauer (II./LG.1) versenkt. — Coventry rettet 255 Überlebende der 372 Mann starken Besatzung.

Während der Schlacht um Kreta operieren zwischen Kreta, Alexandrien und Sollum die ital. U-Boote Tricheco, Uarsciek, Fisalia, Topazio, Adua, Dessiè, Malachite, Squalo, Smeraldo und Sirena, nördlich Kreta Nereide. Ihr Einsatz bleibt ohne Ergebnis.

Insgesamt werden von Kreta 17.000 Mann evakuiert. Verluste: 15.743, dazu 2011 Mann der Marine. Dt. Verluste: 6580 Tote, Vermißte und Verwundete.

20.5.– 3.6.1941
Mittelatlantik
US TG.2 führt mit dem Träger Wasp, dem Schweren Kreuzer Vincennes und den Zerstörern Livermore und Kearny eine Neutralitätspatrouille durch.

21.5.1941
Mittelmeer
Der brit. Minenkreuzer Abdiel legt ostwärts Kap Dukato 150 Minen. Auf der Sperre sinken innerhalb 24 Stunden der ital. Zerstörer Mirabello, das Kanonenboot Matteucci und die dt. Transporter Marburg (7564 BRT) und Kybfels (7764 BRT).

22.– 24.5.1941
Kanal
Der brit. Frachter Empire Progress (5249 BRT) und der brit. Tanker Octane (ex-franz., 2034 BRT) werden westl. der Insel Wight durch Luftangriff bzw. Minentreffer beschädigt.

24.– 25.5.1941
Nordsee
Am 24.5. versenkt ein britischer Bomber bei Borkum den dän. Frachter H.P. Hanssen (1597 BRT). Sperrbrecher 33 / Silvia (1048 BRT) geht am 25.5. bei Texel durch ein abstürzendes brit. Flugzeug verloren.

24.– 30.5.1941
Mittelmeer
Am 24.5. läuft ein ital. Truppentransport mit den Fahrgastschiffen Esperia (11398 BRT), Conte Rosso (17879 BRT), Marco Polo (12272 BRT) und Victoria (13098 BRT) von Neapel nach Tripolis. Nahsicherung: Zerstörer Freccia und Camicia Nera und T-Boote Procione, Orsa und Pegaso. Fernsicherung: Schwere Kreuzer Trieste und Bolzano und Zerstörer Corazziere, Lanciere und Ascari. Am 25.5. wird die Conte Rosso östl. Sizilien durch das brit. U-Boot Upholder (LtCdr. Wanklyn) versenkt. Von 2500 eingeschifften Soldaten werden 1680 gerettet.

Ein Rückgeleit mit 6 Schiffen, den dt. Duisburg und Preussen (mit 568 Kriegsgefangenen an Bord) und den it. Bosforo und Bainsizza und den Tankern Panuco und Superga, mit Sicherung durch die Zerstörer Folgore, Turbine und Fulmine verlässt Tripolis am 25.5., wird am 26.5. zurückgerufen. Unter Deckung einer Fernsicherungsgruppe mit dem Leichten Kreuzer Luigi Cadorna und den Zerstörern Grecale und Maestrale läuft der Geleitzug am 27.5. mit derselben Geleitsicherung erneut aus und erreicht am 29. und 30.5. die Zielhäfen Palermo und Neapel.

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14. Einst der Stolz des "Lloyd Sabaudia" - 
die Conte Rosso

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25.5.1941
Mittelmeer
Die frz. Sloop Menlière strandet bei Korsika und geht dabei verloren.

25.– 31.5.1941
Mittelmeer
Luftangriffe auf den brit. Nachschub für Tobruk: Am 25.5. morgens versenken 12 dt. Ju 87 nördl. von Tobruk den brit. Trawler Aurora II. Am Nachmittag greifen 25 Ju 87 der II./StG. 2 und der ital. 239. Sq. nordöstl. von Tobruk einen kleinen Konvoi an und versenken die Sloop Grimsby und den brit. Tanker Helka (3471 BRT). Am 29.5. greifen 33 dt. Ju 87 die Reede von Tobruk an, versenken den Trawler Sindonis und beschädigen den Trawler Falk. Am 31.5. wird das it. Torpedoboot Pleiadi versehentl. von einem it. Flugzeug bombardiert und muß vor Tobruk auf Strand gesetzt werden. 

25.5.– 1.6.1941
Nordatlantik
Operation einer ital. U-Boot-Gruppe mit Argo, Veniero, Mocenigo, Emo, Marconi, Brin und Velella gegen Konvois westlich Gibraltar. Früh am Morgen des 30.5. sichtet Veniero den Träger Ark Royal beim Rückmarsch von der Jagd auf Bismarck und verfehlt beim Angriff einen Zerstörer aus der Sicherung eines Geleitzuges. Bei weiteren Angriffen verfehlt Mocenigo einen Tanker und Marconi (Kptlt. Pollina) versenkt am 30.5. westl. von Gibraltar den brit. Flottentanker Cairndale (8129 BRT) und später den nicht gekennzeichneten portug. Fischdampfer Exportador I. (318 BRT). Am 31.5. werden die U-Boote von der Geleitsicherung mit Coreopsis und Fleur de Lys und den als Verstärkung ausgesandten Zerstörern Faulknor, Forester und Fury sowie von der frz. Korvette Alysse, der Sloop Bideford, dem Trawler Imperialist und dem Zerstörer Wrestler mit Wasserbomben schwer attackiert. Die Boote können den Angriffen entkommen (Forts. 5.-16.6.).

26.5.1941
Westatlantik
Das niederl. Kanonenboot Van Kinsbergen bringt ostwärts Martinique den vichy-franz. Dampfer Winnepeg (8379 BRT) auf.

26./27.5.1941
Mittelmeer
Die ital. 13. T-Flottille (KKpt. Unger di Lowenberg) mit den T-Booten Circe, Calliope, Clio und Perseo legt ostwärts Malta die Minensperren M.4 und M.4A.

26.– 29.5.1941
Mittelmeer
Nachschubgeleit mit den schnellen Motorschiffen Andrea Gritti, Sebastiano Venier, Marco Foscarini, Barbarigo, Rialto und der dt. Ankara und Sicherung durch die Zerstörer Vivaldi und Da Noli und die Torpedoboote Cigno, Pegaso und Procione läuft von Neapel aus; Fernsicherung durch den Leichten Kreuzer Luigi Cadorna mit den Zerstörern Grecale und Maestrale. Durch brit. Luftangriff von Malta aus werden Sebastiano Venier (6310 BRT) leicht und Marco Foscarini (6342 BRT) schwer beschädigt; letztere wird bei Tripolis am 28.5. aufgesetzt.

26.– 31.5.1941
Mittelatlantik
U 69 (Kptlt. Metzler) legt am 26./27.5 4 Minen in die Hafeneinfahrt von Takoradi und am 29.5. 8 Minen in die Hafeneinfahrt von Lagos. Vor Lagos sinkt darauf am 4.6. der brit. Leichter Robert Hughes (2879 BRT). U 69 marschiert weiter nach Accra und torpediert am 31.5. durch einen Schuß in den Hafen die brit. Sangara (5445 BRT), die auf Grund sinkt und erst nach dem Krieg gehoben und wieder in Dienst gestellt wird.

27.5.1941
Nordsee
Dt. Flugzeuge versenken vor Great Yarmouth das Hilfsgeleitschiff Evesham (239 BRT).

27.– 29.5.1941
Nordatlantik
Konvoi HX.129 läuft als erster mit einer über den ganzen Nordatlantik mitgeführten Geleitsicherung von Halifax aus. Im mittleren Nordatlantik versenkt U 557 (Oblt.z.S. Paulshen) am 29.5. aus dem HX.128 den brit. Nachzügler Empire Storm (7290 BRT). Vor dem Nordkanal versenkt U 147 (Kptlt. Wetjen) aus dem Konvoi HX.127 die brit. Gravelines (2491 BRT).

28.5.1941
Allgemeine Lage / Frankreich
Abschluss von Verhandlungen mit der franz. Vichy-Regierung in Paris. Das Protokoll sieht u.a. eine Unterstützung der dt. Seekriegführung im mittleren Atlantik von Dakar aus vor (geplant ab 15.7.). Wegen des geringen dt. Entgegenkommens weicht die franz. Regierung jedoch in ihrer Note vom 14.7. wieder auf die Linie des »Attentisme« (= Stillehaltens) zurück.

28.5. 1941
Indischer Ozean
Die dt. Hilfskreuzer Schiff 36/ Orion (FKpt Weyher) und Schiff 45/ Komet (K.z.S./KAdm. Eyssen) brechen ihre erfolglose Jagd im Indik ab. Schiff 36 läuft wegen Maschinenproblemen mit geringer Vormarschgeschwindigkeit in den Südatlantik. Schiff 45 läuft zusammen mit dem Walfänger Adjutant südlich von Australien und Neuseeland in den Pazifik.

28.– 29.5.1941
Südatlantik
Am 28.5. wird der Blockadebrecher Lech (3290 BRT) auf dem Rückmarsch von Rio de Janeiro von seiner Besatzung selbst versenkt, als brit. Kriegschiffe in Sicht kommen. Am 29.5. wird das Wetterbeobachtungsschiff WBS 8 / August Wriedt nach einer gezielten Suchaktionen vom britischen OBV Malvernian aufgebracht. (vgl. auch 3.-25.6.).

28.– 30.5.1941
Mittelmeer
Operationen brit. Unterseeboote: Am 28.5. verfehlt Perseus (Lt. Bartlett) einen Dampfer im Golf von Nauplia. Triumph (LtCdr. Wards) torpediert am 30.5. vor Bengasi den ital. Hilfskreuzer Ramb III (3667 BRT). Utmost (Lt. Cayley) verfehlt den dt. Frachter Tilly M. Russ unter Sicherung durch das Torpedoboot Polluce in der Sirte. Torbay (LtCdr. Miers) versenkt am 30.5. in der Ägäis 2 mit Nachschub für dt. Truppen beladene Motorsegler.

28.5.– 2.6.1941
Nordatlantik
Erster Einsatz des 1. mit einer Hurricane ausgerüsteten CAM (Catapult Aircraft Merchant)-Schiffes Michael E. (7628 BRT) vor dem Nordkanal. 5 Tage nach dem Auslaufen aus Belfast wird das Schiff von U 108 (Kptlt Scholtz) versenkt.

29.5.1941
Mittelatlantik
Zu Neutralitäts-Patrouillen laufen am 29.5. US Task Group TG.3 mit Träger Ranger, dem Schweren Kreuzer Tuscaloosa und den Zerstörern McDougal und Eberle, am 31.5. TG.2.5 mit Träger Yorktown, dem Schweren Kreuzer Vincennes und den Zerstörern Sampson und Gwin von Bermuda nach Hampton Roads aus.

30.5.1941
Mittelmeer
Der in deutscher Charter fahrende Munitionstransporter Fürstin Maria Luise (ex-bulg. Knyaguinya Marija Luisa 3821 BRT) gerät im Hafen von Piräus aus ungeklärter Ursache in Brand. Ein Schlepper versucht, das brennende Schiff aus dem Hafen zu ziehen, aber Brennstoff und Ladung explodieren. Dies führte dazu, dass das in der Nähe befindliche italienische Vorpostenboot Albatros (V.19) ebenfalls explodiert. Der rumänische Frachter Jiul (3127 BRT) wird durch Trümmerstücke getroffen und leck geschlagen, so dass der Frachter am Kai sinkt. Auch der deutsche Frachter Alicante (2140 BRT) wird durch übergreifende Flammen zerstört. Mehrere Schlepper werden durch Trümmer beschädigt. Piräus entgeht nur knapp einer Katastrophe. Nach deutschen Unterlagen wurde der Brand auf der Maria Luise nicht durch einen britischen Luftangriff verursacht, da die Royal Air Force an diesem Tag keinen Angriff auf Piräus flog. Ob es sich um einen Fall von Sabotage handelte, ließ sich im Nachhinein nicht mehr ermitteln.

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