1945 März

 

 

 

-> Iwojima .

1. US Kampfraum Nordwestpazifik

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1.– 2.3.1945
Zentralpazifik
Flugzeuge der Task Force TF.58 greifen am 1.3. Küsteneinrichtungen, Flugplätze und den Schiffsverkehr in der Gegend von Okinawa an. Das Torpedoboot Manazuru, der Minenleger Tsubame und 11 Schiffe werden versenkt. Der Geleitzerstörer Fukue, der Minenräumer Nuwajima, das Torpedoboot Tomozuru werden beschädigt. Am 2.3. werden der Kreuzer Biloxi durch Küstenartillerie und der Zerstörer Bennett durch einen Bombenversager vor Iwojima beschädigt. Außerden kommt es zu mehreren Kollisionen mit Landungsschiffen (LST). Die Leichten Kreuzer Vincennes, Miami und San Juan beschießen zusammen mit 8 Zerstörern der TG.58.1 japan. Stellungen in Okino Daito Jima (Ryukyu-Inseln) und am 2.3. beschießt das Zerstörergeschwader Desdiv 109 der TG.58.3 Einrichtingen in Parece Vela.

1.– 31.3.1945
Luftkrieg Westeuropa

Minenoffensive des RAF Bomber Command:
In 15 Nächten werden 243 Einsätze geflogen. Ziele sind die norweg. und dänische Küste, das Kattegat, Helgoland, die Deutsche Bucht, die Ostsee im Bereich Kiel, Flensburg, Eckernförde und die mittlere Ostsee (dazu siehe 5.-31.3.). Mosquitos werfen Minen in den Nord-Ostsee-Kanal. Sieben Flugzeuge gehen verloren. Am 2.3. läuft der Schlepper Rixhöft bei Hilfeleistung für das auf eine britische Luftmine gelaufene U 3519 vor Warnemünde ebenfalls auf eine Mine und sinkt. Am 10.3. sinkt der dt. Frachter Nordfahrt (ex Hammonia, 2543 BRT) in der Kieler Bucht, am 21.3. der Hilfsminensucher M 3827 im nördlichen Sund-Zugang, am 23.3. sinkt der norw. Frachter Utviken (3502 BRT) im Kattegat bei Sjaellands Odde.

1.– 31.3.1945
Pazifik

Amerik. U-Bootangriffe auf den jap. Nachschublinien.

Südlich von Honshu versenkt Sterlet (LtCdr. Lewis) am 1.3. den Frachter Tateyama M. (1148 BRT), am 5.3. den Tanker Tamon M. No.4 (ca 1000 BRT), Bowfin (Cdr. Tyree) versenkt am 2.3. das Wachboot Chokai M. (135 BRT), Trepang (LtCdr. Faust) versenkt am 3.3 das Hilfskanonenboot Nissho M. No.2 (1386 BRT) und am 9.3. die Wachboote Kaiko M. (139 BRT) und Tsukiyura M. (115 BRT). Am 5.3. beschädigt Tilefish (Cdr Keithley) vor Akuke Jima den Minensucher W-15, der dadurch zum Totalverlust wird. Ronquil (LtCdr. Monroe) beschädigt am 31.3. ein kleines Fahrzeug.

Südlich von Kyushu versenkt Tilefish (LtCdr. Schlech) am 4.3. das kleine Fahrzeug Siko M. und am 5.3. den Minensucher W-15. Am 5.3. hat Haddock einen Fehlschuss. Tirante (Cdr. Street) versenkt am 25.3. Hilfs-Netzleger Fuji M. (703 BRT), am 28.3. den Frachter Nase M. (1218 BRT) und am 30.3. das Wachboot Eikichi M. (19 BRT). Threadfin (LtCdr. Foote) versenkt am 28.3. die Fregatte Mikura und beschädigt drei Logger und zwei Schlepper. In japan. Gewässern operieren Devilfish, Hackleback, Kingfish, Picuda, Pogy und Silversides ohne Erfolg. Devilfish (LtCdr Mann) wird am 20.3. vor den Volcano Inseln von einem Kamikaze-Flieger beschädigt.

Vor den Ryukyu-Inseln hat Plaice am 1.3. einen Fehlschuss, Springer (Cdr. Kefauver) versenkt am 18.3. den APD T-18 und beschädigt wahrscheinlich den Minensucher W-17. Am 18.3. versenkt Trigger (Cdr. Connole) den Frachter Tsukushi M. No. 3 (1012 BRT) und am 27.3. den Kabelleger Odate (1564 BRT), wird aber selbst am 28.3. bei Nansei Shoto (im Ost-Chinesischen Meer) von einem Marineflugzeug und einem japanischen Schiffsverband mit der Fregatte Mikura und den Korvetten Kaibokan 33 und Kaibokan 59 versenkt. Seahorse (LtCdr Wilkins) wird am 23.3. vor den Ryukyu-Inseln durch eine Fliegerbombe beschädigt.

Im Gelben Meer versenkt Balao (Cdr. Worthington) am 18.3. den Trawler Daito M. No.2 (188 BRT), am 19.3. die Transporter Hakozaki M. (10.413 BRT) und Tatsuharu M. (6345 BRT, auf Grund gesetzt) und den Trawler Daito M. No.1 (156 BRT) sowie drei weitere Trawler, am 21.3. beschädigt es wahrscheinlich den Frachter Azusa M. (1370 BRT), am 26.3. versenkt es den Munitionstransporter Shinto M. No. 1 (884 BRT). Am 28.3. versenkt Tench (LtCdr. Baskett) zwei Trawler.

Im Ost-Chinesischen Meer versenkt Razorback (LtCdr. Brown) am 5.3. zwei kleine Fahrzeuge, am 6. und 9.3. je einen Segler. Sea Cat hat am 6.3. nur Fehlschüsse. Kete (LtCdr. Ackermann) versenkt am 10.3. den Transporter Keizan M. (2116 BRT) sowie die Frachter Sanka M. (2495 BRT) und Dokan M. (2270 BRT), geht aber selbst auf dem Rückmarsch am 20.3. vor Nansei Shoto verloren (wahrscheinlich durch das jap. U-Boot Ro-41). Segundo (LtCdr. Fulp) versenkt am 11.3. den Frachter Shori M. (3087 BRT) und Spadefish (Cdr. Germershausen) am 23.3. den Transporter Doryo M. (2274 BRT). Crevalle, Grouper, Pompon, Sea Fox, Tigrone, Tinosa und Trutta bleiben ohne Erfolg.

In der Straße von Formosa versenkt Spot (LtCdr. Post) am 16.3. den Transporter Ikomasan M. (3173 BRT), am 17.3. den Frachter Nanking M. (3005 BRT). In der Formosa Straße operiert Burrfish, in der Luzon Straße bleiben Bang und Snook ohne Erfolg.

Um Hainan und vor der indo-chinesischen Küste versenkt Baya (LtCdr. Jarvis) am 4.3. den Tanker Palembang M. (5236 BRT) und führt Bashaw an den Konvoi HI.98 heran. Bashaw (LtCdr. Nichols) versenkt daraus am 5.3. die Tanker Seishin M. (5239 BRT) und Ryoei M. (10.016 BRT). Peto wird am 5.3. vor Hainan durch Fliegerbomben beschädigt. Blueback (LtCdr. Clemenson) versenkt am 12.3., 22.3. und 30.3. insgesamt 5 Küstenfahrzeuge. Vor der Küste Indochinas versenkt Baya (LtCdr. Jarvis) am 20.3. den Hilfsnetzleger Kainan M. (525 BRT), Blenny (LtCdr. Hazzard) versenkt am 20.3. aus dem Konvoi HI.88 die Tanker Nanshin M. No.21 (834 BRT) und Hosen M. (1039 BRT) und das Fischereifahrzeug Yamakuni M. (500 BRT). Rock bringt Nachschub nach Lombok und hat am 27.3. einen Fehlschuss, Bluegill (LtCdr. Barr) versenkt am 29.3. den Tanker Honan M .(5542 BRT) und Hammerhead (LtCdr. Smith) versenkt am 29.3. die Korvette Kaibokan 84, evtl. auch Kaibokan 18 und Kaibokan 130, (diese werden nach US-Angaben bei einem gleichzeitigen Luftangriff versenkt, siehe unten) und beschädigt Kaibokan 134.

In der Javasee versenkt Sea Robin (Cdr. Stimson) am 3.3. den Transporter Suiten M. (1805 BRT) und am 5.3. das Hilfskanonenboot Manyo M. (2904 BRT), den Frachter Shoyu M. (855 BRT) und den Hilfsnetzleger Nagara M. (855 BRT), am 8.4. zwei kleinere Fahrzeuge, Bream (LtCdr. McCallum) versenkt am 13.3. ein kleineres Fahrzeug und Hilfs-U-Jäger Keihin M. (76 BRT) versenkt, und beschädigt ein weiteres Küstenfahrzeug. Am 15.3. wird es bei einem Gegenangriff durch Wasserbomben beschädigt.

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2. Britischer Kampfraum Malaya-Archipel

Auf dem Malaya-Archipel: Am 3.3. bringt Tuna Nachschub an die Nordküste von Borneo. Am 17.3. attackiert Sealion (LtCdr. Putnam) vor Yushijma den Konvoi TAMO.49, gesichert von der Fregatte Ikina, der Korvette Kaibokan 41 und dem Minenräumer W-17, versenkt daraus den thail. Tanker Samui (1458 BRT) und beschädigt einen weiteren, der anschließend von einem Flugzeug versenkt wird, doch Sealion kommt selbst zu Schaden. Am 20.3. bringt Perch Nachschub an die Ostküste von Borneo und erzielt am 22.3. westl. Borneo einen Fehlschuss auf ein Fernmeldeschiff (engl.:„communication vessel").

Im Südchinesischen Meer bleiben Bergall, Blackfin (beschädigt am 28.3. durch Wasserbomben) Blueback, Boarfish, Croaker, Flounder, Guavina und Kraken ohne Erfolg. Gabilan, Gurnard und Rock kehren von Australien nach Pearl Harbor zurück. Bullhead, Cabrilla und Cod verlegen von Pearl Harbor nach Fremantle.

1.– 31.3.1945
Südwestpazifik

Erfolge brit. U-Boote in der Malakka-Straße und im Malaya-Archipel:
Die britischen U-Boote Supreme, Clyde, Sturdy, Sea Dog, Scythian, Subtle, Spirit, Thrasher, Torbay, Stygian, Rorqual, Thule, Spark, Trenchant, Terrapin und Seascout führen weiterhin Krieg gegen Dschunken und kleine Routendampfer. Darüber hinaus versenken Clyde (LtCdr Bull) am 4.3. den Hilfs-U-Jäger Kiku M. (233 BRT), Trenchant (LtCdr Hezlet) und Terrapin (LtCdr Brunner) am 4.3. gemeinsam den U-Jäger Ch-8. Stygian (Lt. Clarabut) beschädigt am 27.3. den Minenleger Wakataka.

2.3.1945
Mittelmeer / Ägäis
Eine brit. Kampfgruppe besetzt mit 500 Mann und Unterstützung durch den Zerstörer Liddesdale die Insel Piskopi nordwestlich von Rhodos.

2.3.– 6.4.1945
Gewässer um England / Nordatlantik

Vor der britischen Westküste: U 1302 (Kptlt. Herwartz) versenkt am 2.3. die Frachter King Edgar (brit., 4536 BRT) und Novasli (norw., 3204 BRT) aus dem Konvoi SC.167, wird aber nach langwieriger Jagd am 7.3. durch die kanad. Fregatten La Hulloise, Strathadam und Thetford Mines der 25th Escort Group versenkt. Im gleichen Gebiet kreuzt U 775 (Kptlt. Taschenmacher), greift am 2 .3. erfolglos einen Konvoi an, kann der Geleitsicherung aber entkommen. Am 6.3. beschädigt es die brit Empire Geraint aus dem Konvoi MH.44. U 483 (Kptlt. v. Morstein) wird nach Fehlschuss am 3.3. auf eine Korvette am 7.3. morgens von der brit. Korvette Lady Madeleine beim Schnorcheln gerammt, und muß beschädigt nach Trondheim zurückkehren. Im Südteil der Irischen See meldet U 1019 am 12.3. ein Schiff torpediert, doch es gibt keine entsprechende Verlustmeldung, am 16.3. wird es von einem Flugzeug mit Sonarbojen and Akustik-Torpedos angegriffen, kann aber entkommen. U 260 wird am 12.3. auf einer Mine im Sperrgebiet »CF A« beschädigt und muß sich selbst versenken. U 681, das am 6.3. einen Bewacher verfehlt hat, wird am 11.3. durch Auflaufen auf ein Felsenriff nordwestl. Bishops Rock beschädigt und anschließend durch Liberator ‚N’ der VPB-103 USN versenkt U 246 (Kptlt. Raabe) geht Mitte März aus unbekannter Ursache bei der Isle of Man verloren. U 321 wird möglicherweise am 2.4. westl. des Ärmelkanals von Wellington ‚Y’ der poln. Sq. 304 RAF versenkt. U 296 (Kptlt. Rasch) geht um den 12.3. vor dem Nordkanal verloren, wahrscheinlich auf einer Mine der Sperrgebiete »T1« oder »T2«. U 1021 geht möglicherweise am 14.3. vor Trevose Head durch einen Minentreffer auf der Sperre »A1« oder »ZME25« verloren.

Im Ärmelkanal: U 275 (Oblt.z.S. Wehrkamp) versenkt am 8.3. aus dem Konvoi ONA.289 die brit. Lornaston (4934 BRT), geht aber am 10.3. auf einer Mine vor Seaford verloren. U 1169 geht nach dem 8.3. aus unbekannter Ursache südwestlich Irland oder im Kanal verloren. Südwestlich Irland greift U 1202 (Kptlt. Thomsen) am 21.3. erfolglos eine Geleitträgergruppe und 2 Konvois an. Aus Küstenkonvois versenken U 399 (Oblt.z.S. Buhse) am 21.3. den amerik. »Liberty«-Frachter James Eagan Lane (7176 BRT, torpediert, Totalverlust) und am 26.3. das niederl. Küstenmotorschiff Pacific (362 BRT), U 315 (Oblt.z.S. Zoller) am 22.3. aus dem Küstenkonvoi TBC.103 die Empire Kingsley (6996 BRT) und am 29.3. aus einer kanad. Suchgruppe die Fregatte Teme (1370 t, torpediert, Totalverlust), U 1195 (Kptlt. Cordes) am 21.3. die amerik. John R. Park (7184 BRT). U 1002 und U 953 operieren erfolglos im und westlich des Kanals. Gegen diese U-Boote werden Support Groups angesetzt, von denen die 3rd EG mit ihrem Führerboot, dem DE Duckworth, am 26.3. U 399 versenkt. Am 6.4. greift U 1195 den Konvoi VWP.16 im Kanal an und versenkt den Truppentransporter Cuba (11.420 BRT), wird selbst aber von dem Sicherungszerstörer Watchman versenkt.

An der schottischen Ostküste versenkt U 714 (Kptlt. Schwebke) am 10.3. den norweg. Minensuch-Trawler Nordhav und am 14.3. die schwed. Magne (1226 BRT), wird aber gleich anschließend durch die neue südafrikan. Fregatte Natal und den brit. Zerstörer Wivern versenkt. Vor St. Abb's versenkt das neue Typ XXIII-Boot U 2321 (Oblt.z.S. Barschkies) am 5.4. den brit. Frachter Gasray (1406 BRT). U 778 operiert erfolglos vor dem Moray-Firth. U 978 greift am 4. und 6.4. vor dem Pentland Firth zuerst einen Frachter und dann einen Flugzeugträger an, ohne zu treffen.

Im Gebiet der Hebriden und der North Minch operiert U 1104 und greift mehrfach ohne Erfolg Geleitzuge an. U 1005 verfehlt am 3.3. ein Geleitschiff vor Cape Wrath. Am 16.3. versenkt U 722 (Oblt.z.S. Reimers) die dän. Inger Toft (2190 BRT) aus dem Konvoi RU.156, Am 21.3. kollidiert im Nordkanal U 1003 unter Wasser mit der Fregatte New Glasgow von der kanad. 26. Escort Group, die sich mit Beacon Hill, Jonquière, Ribble, Sussexvale auf der Jagd nach U-Booten befindet. Von der hinzu gerufenen 25. Escort Group beteiligen sich die kanad. Fregatten Strathadam, La Hulloise und Thetford Mines an der Suche, letztere findet die Überlebenden des am 23.3. selbstversenkten Bootes. Gegen die U-Boote im Gebiet der Minch ist inzwischen auch die 21. Escort Group mit den Geleitzerstörern Conn, Rupert, Deane im Norden, Fitzroy, Redmill und Byron im Süden angesetzt worden. Am 27.3. versenkt die Südgruppe U 722 und U 905, am 30.3. versenkt die Nordgruppe U 965. Ende des Monats wird U 1109 ins Gebiet der North Minch beordert, muß aber wegen Maschinenschadens bereits von der Nordsee aus nach Bergen zurückkehren.

Zwischen Shetland-Färöer-Enge und Nordkanal werden durch Luftüberwachung mit Liberators der RAF-Sq. 86, 120 und 224 in der letzten Märzdekade und Anfang April folgende Erfolge erzielt, gelten teilweise jedoch als nicht abschließend geklärt: Der Angriff der Liberator ‚B’ der No. 86 Squ. RAF am 20.3. gilt wahrscheinlich nicht U 905, sondern folgt wahrscheinl. dem Radarkontakt zu einem Überwasserziel (kurz: „non-sub contact"). Der Angriff der Liberator ‚M’ der 120. Sq. RAF gilt U 1003, das beschädigt entkommen kann, und nicht U 296. Am 29.3. wird U 1106 durch Liberator ‚O’ der RAF Sq. 224 versenkt.

Nordatlantik: Von den aus St. Nazaire zurückkehrenden Booten versenkt U868 (Oblt.z.S. Turre) am 17.3. den kanad. Minensucher Guysborough and marschiert nach Norwegen. Die 2nd EG mit der Fregatte Loch Ruthven und der Sloop Wild Goose greift am 12.3. südwestl. von Lands End irrtümlich das Wrack von U 247 († 1.9.44) an. Vor Reykjavik (Island) kreuzt ohne Erfolg U 773, als Wetterboot ist zeitweise U 1064 eingesetzt. An der kanad. Atlantikküste versenken die US-DEs Lowe, Pride, Menges und Mosley am 18.3. das im Operationsgebiet vor Halifax frisch eingetroffene U 866 (Oblt.z.S. Rogowsky), die kanad. 16th Escort Group kommt nicht mehr heran.

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3. Evakuierung längsseits Kolberg in Pommern.

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3.– 8.3.1945
Südwestpazifik

In der Yulinakan Bucht vor der Halbinsel Hainan legen RAAF-Flugzeuge am 3.3. Minen, auf denen ein Tanker sinkt. Auf einer am 4.3. von der 14. Luftflotte USAAF abgeworfenen Mine bei Kiangying (China) auf dem Fluß Yangtse sinkt am 19.3. das jap. Flußkanonenboot Suma. Vom 1.- 11.3. greifen Bombergeschwader der RAAF und der USAAF Schiffsziele vor der französischen Indochina-Küste an, versenken und beschädigen zahlreiche, meist kleinere Schiffe, zum Teil aus Konvois.

3.– 18.3.1945
Ostsee

Sowj. Vorstoß gegen Hinterpommern.
Am 26.2. treten aus dem Raum ostwärts von Stargard die Armeen der 1. Weißrussischen Front zum Angriff in Richtung auf das Stettiner Haff und Kolberg an, aus dem Raum Friedland stößt ein Teil der 2. Weißrussischen Front in Richtung Köslin vor, das am 5.3. vom 3. Garde-Kavalleriekorps genommen wird. Im Westen erreichen die 2. Garde-Panzerarmee am 3.3. das Stettiner Haff, die 1. Garde-Panzerarmee und die poln. 1. Armee das Gebiet vor Kolberg, die 3. Stoßarmee bei Dievenov den Übergang nach Wollin. Zur Deckung des Brückenkopfes gegenüber Wollin wird am 9.3. die Kampfgruppe 2 mit dem Kreuzer Admiral Scheer, den Zerstörern Z 31 (KKpt. Paul), Z 38, Paul Jacobi und dem T-Boot T 35 eingesetzt. Vom 11.-18.3. unterstützen Z 34, Z 43 und T 33 die rund 2500-3000 Verteidiger der seit 7.3. eingeschlossenen Festung Kolberg, um die Evakuierung der hier abgeschnittenen Menschen mit Hilfe von Fährprähmen der 11. L-Flottille und mit Unterstützung der 5. Artillerieträger-Flottille zu ermöglichen. Sie werden auf Reede z.T. auf die Transporter Westpreußen (2870 BRT) und Winrich von Kniprode (10123 BRT) bzw. die Kriegsschiffe umgeladen. In der Nacht vom 17./18.3. ist die Evakuierung von rund 75.000 Flüchtlingen und Soldaten sowie Verwundeten abgeschlossen.

5.3.1945
Mittelmeer / Tyrrhenisches Meer

Vor La Spezia wird das von der X. MAS-Flottille betriebene Schnellboot MAS 502 irrtümlich von dt. Feldartillerie beschossen und muss auf Strand gesetzt werden. Später wird es von einem Marinefährprahm abgebracht. Beim Einschleppen nach La Spezia wird MAS 502 von einem Kriegstransporter gerammt und zum Totalverlust (DDK VIII, 502).

15.– 20.3.1945
Mittelmeer / Adria

Vergebliche Vorstöße auf Ancona. Drei Unternehmen des MEK 71 im Verbund mit der 3. S-Flottille und der K-Flottille 612 scheitern trotz mehrere Anläufe. Nebel, hoher Seegang oder technische Probleme und frühzeitige Entdeckung der Boote durch alliierte Flugzeuge führen immer wieder zu Abbrüchen der Operation (Kobelt, 2016, S.253-254).

5.– 31.3.1945
Ostsee
RAF-Minenoffensive: Im März werden bei 270 Einsätze 1198 Minen geworfen, auf denen 26 Schiffe mit 69.449 BRT sinken und 11 Schiffe mit 48.557 BRT beschädigt werden. Am 5.3. geht vor Warnemünde U 3519 durch einen Treffer auf der Luftminensperre »Sweet Pea I« verloren. Der Flüchtlingstransporter Hansa (21.131 BRT) sinkt am 6.3. bei Feuerschiff Gedser. Am 7.3. sinkt der Transporter Hamburg (22.117 BRT) vor Saßnitz, am 12.3. die Ravensburg (1069 BRT) vor Swinemünde. Am 14.3. sinkt nordwestlich von Fehmarn das Schulschiff Hugo Zeye, am 15.3. vor Warnemünde der Eisbrecher Castor (5150 BRT). Am 17.3. sinkt die Rixhöft (5378 BRT) vor Warnemünde, am 21.3. die Renate (218 BRT, 52 Tote) im Stettiner Haff, am 27.3 die Venus (261 BRT) vor Arkona. (s.a. RAF-Minenoffensive Westeuropa 1.- 31.3.45)

Sowjet. Minen-U-Boote: Empfindliche Verluste verursacht eine am 8.3. durch das sowj . U-Boot L-21 (Kpt. 3.Rg. Mogilevskij, an Bord Div.Chef, Kpt. 1.Rg. Orel) vor Hela gelegte Minensperre, auf der am 14.3. die T-Boote T 3 (Kptlt. v. Diest †) und T 5 (Oblt.z.S. Wätjen), am 15.3. vermutlich auch U 367 sinken und auf der am 10.4. Zerstörer Z 43 beschädigt wird. Auf zwei weiteren Minensperren von L-3 am 23.3. vor Rixhöft und Lembit am 30.3. vor Kolberg sinken der Hilfsminensucher M 3138 und das Sicherungsboot Vs 343. Auf Minen sinken vor der schwed. Küste am 7.3. Peter von Danzig (ex Laura, ex Isebek, 841 BRT), in der Danziger Bucht am 18.3. die Orion (ex-holl., 1722 BRT) und die Kiel (250 BRT), am 22.3. die Frankfurt (1186 BRT). (Fortsetzung 7.-31.3.)

6.– 9.3.1945
Luftkrieg Deutschland
Am 6.3. Angriff der Gruppe No.5 RAF Bomber Command mit 191 Lancasters und 7 Mosquitos auf den Hafen von Saßnitz. Der dt. Zerstörer Z 28, die U-Jäger UJ 1109 und UJ 1119 und das Lazarettschiff Robert Möhring (3344 BRT, 353 Tote) werden versenkt. Ein Flugzeug geht verloren. Am 8./9.3. greift das RAF Bomberkommando mit 312 Flugzeugen der Gruppen 4, 6 und 8 das Hafengebiet von Hamburg an. Der Passagierdampfer Robert Ley wird beschädigt. Ein Flugzeug geht verloren.

6.– 13.3.1945
Kanal
Einsätze dt. Kleinkampfverbände. Am 6.3. werden bei Vorbereitungen für einen Einsatz 14 Einmann-U-Boote des Typs »Biber« zerstört und 9 beschädigt, als durch einen Unfall im Hafenbecken von Rotterdam ein Torpedo ausgelöst wird. Trotzdem laufen 11 »Biber« am selben Abend zu einem Einsatz in der Schelde-Mündung aus, von denen keines zurückkehrt. Als Erfolg wird ihnen die Versenkung von drei alliierten Fahrzeugen mit 255 BRT zugesprochen.

Anfang März laufen 10 Kleinst-U-Boote des Typs »Seehund« von Ijmuiden aus vor die brit. Küste von Kap North Foreland: am 6.3. fünf, am 9.3. drei und am 11. und 16.3. jeweils ein Boot. MTB 675 versenkt eines davon, die Fregatte Torrington zwei und Beaufighter ‚F’ der 254. Sqn. RAF einen. Im selben Zeitraum laufen 9 »Seehunde« zu Operationen vor die Küste vor East Anglia: am 6.3. vier, am 9., 11. und 16.3. jeweils ein Boot. Am 10.3. meldet U 5364 (Lt.z.S. Lanz/ L.I. Müller) Angriff mit 2 Torpedos auf einen Zerstörer (unbestätigt). Am 13.3. versenkt das Boot von Lt.z.S. Huber und L.I. Eckloff vor Southwold den kanad. Frachter Taber Park (2878 BRT). Im Gegenzug gelingt es 5 brit. BYMS-Räumbooten der 165. MS-Flottille, vor Orford offenbar einen »Seehund« mit Wasserbomben zu versenken (Mattes, 130).

In der Nacht zum 10. März verminen Schnellboote dreier S-Flottillen die Zugänge zur Wester-Schelde. Sie werden vom RAF Coastal Command erfasst, können aber entkommen, wobei sie Swordfish ,G’ der 119. Sqn. RAF abschießen. Am 11./12.3. erfolgt eine kombinierte Unternehmung gegen den alliierten Schiffsverkehr nach Antwerpen. S-Boote, 15 »Biber«, 14 »Molche« und 27 »Linsen« laufen von Rotterdam und Hellevoetsluis aus, 13 »Biber«, 9 »Molche« und 16 »Linsen« kehren nicht zurück. 12 Verluste können alliierten Einheiten zugeordnet werden. (Whitley, 130). In derselben Nacht legen S-Boote aus Den Helder Minen in Höhe von »The Wash«. Erfolge bleiben an allen Kriegsschauplätzen aus.

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4. Angriff des »Banff Strike Wing« auf Aalesund.

7.3.1945
Norwegen

Angriff des »Banff Strike Wing« mit 40 Mosquitos auf Marinefährprähme im Kattegat, die von Booten der 16. V-Flottille gesichert werden. F 200, F 218, F 285, V 1610 und V 1612 werden mit Bordgeschütz und Raketen versenkt. Heftige Flakabwehr zwingt mehrere Flugzeuge zur Rückkehr nach Schottland. Mosquito ‚O’/235 und ‚R’/248 kollidieren beim Angriff miteinander und gehen verloren.

7.– 17.3.1945
Mittelmeer / Tyrrhenisches Meer
Am 7.3. werden PT 305 und PT 307 von eigenen Flugzeugen angegriffen; keine Schäden. Bei Angriffen auf deutsche Küstenkonvois kommt es zu Kollisionen zwischen PT 304 und PT 308 (9.3.) sowie PT 305 und PT 303 (17.3.).

7.– 31.3.1945
Ostsee
Sowjet. Vorstoß gegen den Raum Gotenhafen-Danzig. Am 7.3. tritt die 2. Weißruss. Front aus der Linie Köslin –Weichsel bei Marienwerder zum Angriff an. Die dt. 2. Armee wird auf die Linie Rixhöft–Neustadt–Karthaus zurückgeworfen, wo es ihr vorübergehend gelingt, die Front mit Unterstützung durch Schiffsartillerie zu stabilisieren und wertvolle Zeit zum Abtransport von Flüchtlingen zu gewinnen. Ab 10.3. ist der Kreuzer Prinz Eugen (Kpt.z.S. Reinicke) im Einsatz, ab 15.3. das alte Linienschiff Schlesien (Kpt.z.S. H.-E. Busch), ferner die SAT Soemba, Joost, Ostsee und das Artillerieschulboot Drache. Am 21.3. muss die Schlesien wegen Munitionsmangel ablaufen, dafür trifft am 23.3. der Kreuzer Lützow (Kpt.z.S. Knoke) mit Z 31 und Z 34 ein. Ab 25.3. beteiligt sich auch der behelfsmäßig fahrbereit gemachte Kreuzer Leipzig (KKpt. Bach) am Landzielschießen.

Gegen die Einschiffungen in Danzig, Gotenhafen und vor Hela fliegt die sowj. Marineluftwaffe, besonders die 9. Schlachtflieger-Division (OTL Slepenko) und 8. Minen-Torpedoflieger-Division (Oberst Kurotskin) 2023 Einsätze. Zur Sicherung der Transporter bilden Zerstörer, T-Boote, M-Boote, kleinere Hilfskriegsschiffe u.a.m. Flakriegel, doch gehen am 11.3. vor Hela der Dampfer Borbeck (6002 BRT), am 12.3. nordöstlich von Rixhöft der Transporter Gerrit Fritzen (ex-schwed Bohus, 1761 BRT) und vor Kolberg der Hilfsminensucher M 3137, am 18.3. bei Scholpin der Transporter Orion (Mi., 1722 BRT) durch Luftangriffe verloren, die Ellen (565 BRT) wird beschädigt, ebenso am 19.3. auf Gotenhafen-Reede die Lisa Essberger (1172 BRT). Am 22.3. sinkt die Frankfurt (Mine, 1186 BRT), am 26.3. sinken Bille (Bombe, 665 BRT) und Weser (Bombe, 999 BRT). Doch gelingt es vor dem Fall Gotenhafens am 28.3. und Danzigs am 30.3. noch mehreren großen Transportern und zahlreichen kleineren Schiffen, mit Flüchtlingen überladen nach Westen zu laufen. So hat die Deutschland am 23.3. wieder 11.145 und am 28.3. sogar 11.295 Menschen an Bord, die Potsdam über 9000, und selbst U 3505 (Oblt.z.S. Willner) läuft - befehlswidrig - mit 105 Kindern und Jugendlichen sowie 3 Frauen unter Deck nach Travemünde. In Gotenhafen wird am 27.3. noch kurz vor der Einnahme durch die Sowjets das nicht fahrbereite Wrack des Schlachtschiffes Gneisenau als Blockschiff versenkt.

Zwischen dem 1. und 8.3. führt das sowj. U-Boot K-52 (Kpt. 3.Rg. Travkin) in seinem Operationsgebiet zwischen der Bucht von Danzig und Stolpebank eine ganze Reihe von offenbar erfolglosen Torpedoangriffen und muß dann - verschossen - zu seinem Stützpunkt zurückkehren. Anschließend operiert K-53 (Kpt. 3.Rg. Jarosévich) im Gebiet der Stolpe-Bank und versenkt am 17.3. den Frachter Margarethe Cords (1912 BRT). L-21 versenkt vor Kolberg am 23.3. das Vorpostenboot V 2022, in der Nacht zum 24.3. den Schlepper Erni, und wird nach mißlungenen Angriffen in den folgenden Tagen von dem Geleitboot F 8 und den Minensucher TS 4 mit Wabos gejagt.

8.3.1945
Indischer Ozean
Liberators (B 24) der 10. Luftflotte USAAF greifen den Schiffsverkehr in der Andaman-See an und versenken einen Frachter.

8./9.3.1945
Nordsee
Am 8.3. wirft ein Verband mit den Minenschiffen Ostmark, Lothringen, Linz, der Zerstörer Karl Galster und den T-Booten T 17 und T 20 die Minensperre »Titus II«.

8./9.3.1945
Kanal
Die M-Boote M 412, M 432, M 442 und M 452 der 24. M-Flottille (Kptlt. Mohr) führen zusammen mit 3 Artillerieträgern und 6 kleineren Fahrzeugen von der Kanalinsel Alderney aus einen Vorstoß gegen den Hafen Granville durch. US-Wachboot PC 564 wird niedergekämpft. Gelandete Stoßtrupps sprengen Hafenanlagen und 4 Frachter mit 3612 BRT, befreien 67 dt. Gefangene und kapern den Kohlefrachter Eskwood (791 BRT). M 412 läuft bei Niedrigwasser auf und muss gesprengt werden.

8.– 10.3.1945
Indochina
Japanisches Ultimatum an die französ. Kolonialregierung in Indochina mit der Forderung, die französ. Streitkräfte der japan. Kontrolle zu unterstellen. Die franz. Sloop Amiral Charner versenkt daraufhin das Kanonenboot Avalanche, um zu verhindern, dass es in japan. Hände fällt. Aus demselben Grund werden in Haiphong die Flußkanonenboote Commandant Bordais und Vigilante, am Mekong das Flußkanonenboot Francis Garnier und in My Tho die franz. Sloops Amiral Charner und Marne selbstversenkt.

8.– 16.3.1945
Südwestpazifik
Bei einem Angriff der USAAF auf Hainan wird am 8.3. die jap. Korvette Kaibokan 69 beschädigt, sie sinkt am 16.3. beim Einschleppen. Bei einem Luftangriff der USAAF am 13.3. vor Amoy wird die jap. Korvette Kaibokan 66 versenkt. Zwischen 13. und 16.3. versenken B-24 und B-25 Bomber der USAAF in mehreren Schlägen gegen den Schiffsverkehr vor der Küste Indochinas, Südchinas und in der Straße von Formosa außerdem 7 Handelsschiffe, davon allein 5 aus dem Konvoi KAI.311.

9.– 23.3.1945
Ostsee / Kurland
Die gegen den dt. Transport-Verkehr nach Kurland angesetzten sowj. U-Boote erzielen einige Erfolge. Vor Libau greift Shch-303 (LtCdr. Ignatev) bereits am 5.3. erfolglos ein Schiff an und torpediert am 9.3. einen Frachter, offenbar aber nicht die Borbeck (6002 BRT), die am 11.3. vor der Pommernküste durch Fliegerbomben zerstört wird. Andere sowj. U-Boot-Erfolge in diesem Operationsgebiet können nicht bestätigt werden. Shch-310 und M-90 kreuzen vor Libau (= Liepaja), M-102 vor Windau (= Ventspils) ohne Erfolg.

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5. Die Stadt Libau ist im Frühjahr 1945 ausgebombt.

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Die sowj. Luftwaffe führt mehrere Luftangriffe gegen Häfen (Versenkung des Lazarettschiffes Meteor [ex norw., 3717 BRT] am 9.3. vor Pillau) und legt Minen (Versenkung von M 3137 am 12.3 und M 3138 am 23.3.). Der Abtransport von insgesamt 8 der 35 Divisionen der Heeresgruppe Kurland nach Ostpreußen und Pommern gelingt jedoch ohne wesentliche Ausfälle.

10.3.– 9.4.1945
Südwestpazifik
Operation »Victor IV«: US Amphibious Group 6 (RAdm. Royal, TG.78.1), Führungsschiff Rocky Mount, landet die Masse der 41. Inf.-Div. (Maj.Gen. Doe) bei Zamboanga (Südwestspitze Mindanaos, Philippinen). Transportgruppe mit 4 APD, 1 LSD, 23 LST, 21 LSM, 32 LCI und 17 Support-LCI, 2 PC, 2 SC. Minensuchgruppe mit 11 YMS und austral. Sloop Warrego. Sicherung durch Zerstörer (Desron 22) Waller, Saufley, Philip, Sigourney, Robinson, McCalla, Bancroft, Bailey, DEs Rudderow, Chaffee. Feuervorbereitung und Unterstützung durch TG.74.3 (RAdm. Berkey) mit den Kreuzern Phoenix, Boise, Zerstörern (Desron 21) Fletcher, Nicholas, Taylor, Jenkins, Abbot. Luftunterstützung durch Teile der 5. USAAF (Maj.Gen. Whitehead) und der 13. USAAF (BrigGen. Wurtsmith). Japan. Küstenbatterien versenken die Panzerlandungsschiffe LST 591 and LST 626 sowie die Infanterielandungsboote LCI 710 and LCI 779. Teile der genannten Verbände landen am 16.3. auf den Basilan-Inseln, am 2.4. auf Tawi-Tawi und am 9.4. auf Jolo. Fehlschüsse durch Klein-U-Boote Ha-79, Ha-84, Ha-78.

11.3.1945
Zentralpazifik
Angriffe japan. Landflugzeuge der 762 Kokutai von Kanoya auf den US Flottenstützpunkt Ulithi. Ein Bomber stürzt auf den Träger Randolph.

11.– 12.3.1945
Luftkrieg Deutschland

B 24
der 8. USAAF werfen am 11.3. insgesamt 709 to Bomben auf Kiel. Die Minensuchboote M 266, M 804 und M 805 sowie ein kleiner Tanker werden versenkt, U 758 wird beschädigt. Auf Bremen werfen B 17 der gleichen Luftflotte am selben Tag 861 to Bomben. Im Hafen von Hamburg versenken amerik. Bomber 10 Handelsschiffe mit zusammen 21.072 BRT. Auch U 682 wird versenkt und das in Ausrüstung befindliche U 2547 schwer beschädigt und aufgegeben. Beim britischen Luftangriff auf Warnemünde wird der U-Boot-Tender Wilhelm Bauer durch Bomben und Bordwaffenbeschuß getroffen und brennt aus. Er sinkt am 8.4. endgültig.

B 17 und B 24 der 8. USAAF werfen am 12.3. insgesamt 1435 to Bomben auf Swinemünde. Im Hafen und in der Burmester-Werft werden die z.T. noch unvollendeten Räumboote R 243, R 272, R 273, R 274, R 275, R 276, 20 KFK (KFK 677, 679, 680, 683-699), das Fahrgastschiff Cordillera (12.655 BRT), Vorpostenboot V 2023, die Frachter Andros, Heiligenhafen, Hilde, Jasmund, Tolima und 1 Schlepper vernichtet.

11.– 19.3.1945
Norwegen
Am 11.3. versenken brit. Flugzeuge mit Raketen im Fedjefjord den dt. Minensucher M 2. Das norw. MTB 711 versenkt am 12.3. vor Haugesund das dt. Minenräumschiff MRS 4 / Paris. Das brit. U-Boot Venturer versenkt am 19.3. vor Namsos den dt. Frachter Sirius (998 BRT).

11.– 21.3.1945
Nordmeer

Operation gegen Konvoi JW.65.
Am 11.3. läuft der Konvoi mit 26 Handelsschiffen vom Clyde aus. Nahsicherung vom 11.-21.3. durch die Zerstörer Myngs and Stord (norw), Sloop Lapwing und die Korvetten Allington Castle, Alnwick Castle, Bamborough Castle, Lancaster Castle, Camellia, Honeysuckle, Oxlip. Am 12.3. stoßen der Kreuzer Diadem, der Träger Campania (VAdm Dalrymple-Hamilton), die Zerstörer Onslaught, Opportune, Orwell, Scorpion, Zambesi und Sioux (RCN) sowie die Korvette Farnham Castle hinzu.

Am 13.3. wird vom dt. B-Dienst das Auslaufen mitgeteilt. U 307, U 312, U 363, U 968, U 716 und U 997 werden als Gruppe »Hagen« in der Bären-Enge, U 995 vor dem Kolafjord aufgestellt, später stößt U 711 zu »Hagen«, U 313 und U 992 marschieren zum Kolafjord. Luftaufklärung bleibt vom 14.-17.3. erfolglos. . Ab 15.3. begleiten der Träger Trumpeter und die Zerstörer Savage und Scourge den Konvoi. Ab 17.3. werden alle U-Boote vor die Kola-Einfahrt gezogen, Aufstellung in 2 Linien mit 6 und 7 Booten. Am 20.3. um 9.00 Uhr passiert der Konvoi im Schneesturm die erste Linie. U 995 (Oblt.z.S. Hess), der bereits am 2.3. den sowj. U-Jäger BO-224 (ex US SC-1507) versenkte, torpediert den Dampfer Horace Bushnell (7176 BRT), der aufgesetzt werden muss und zum konstruktiven Totalverlust wird. Beim Passieren der zweiten Linie mittags verfehlt U 716 (Oblt.z.S. Thimme) ein Geleitschiff, bei Angriffen von U 313 (Kptlt. Schweiger) und U 968 (Oblt.z.S. Westphalen) versenkt letzteres die Sloop Lapwing und den Dampfer Thomas Donaldson (7217 BRT). Ein Versuch, nach dem Einlaufen des Konvois mit den U-Booten gegen die in der Barents-See vermuteten Träger zu operieren, schlägt fehl.

13.3.1945
Biskaya
Bei Kämpfen um die Festung Lorient wird der dt. U-Jäger UJ 1414 durch Geschützfeuer versenkt.

13.– 19.3.1945
Indischer Ozean
Amphibischer Vorstoß am 13.3. gegen Letpan (Burma) mit den Sicherungszerstörern Eskimo, Roebuck und den indischen Sloops Cauvery und Jumna (Operation »Turret«). Die brit. Zerstörer Saumarez, Rapid und Volage beschießen am 17.3. Sigli auf Sumatra und am 19.3. Port Blair auf den Andaman Inseln (Fortsetzung 19.-23.3.).

14.3.1945
Luftkrieg Niederlande
Angriff von 9 B-17 der 92. US Bomber Group mit 35 to Bomben auf Ijmuiden. Die 8. S-Flottille ist nach dem Luftangriff zeitweise nicht einsatzbereit.

14.– 17.3.1945
Luftkrieg Nordwestpazifik
Am 14.3. greifen B-29 Bombers der 20. Luftflotte USAAF von Tinian mit Brandbomben die Hafenstadt Osaka an, zerstören große Teile der Innenstadt und im Hafengebiet 2 Frachter. Am 17.3. greifen B-29 Bomber Kobe an, sie beschädigen das U-Boot I-158 und 2 Handelsschiffe.

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6. Der Träger USS Franklin 
erleidet schwerste Schäden durch Munitionsexplosionen

14.– 23.3.1945
Zentralpazifik

Vorstoß der US Task Force 58 (VAdm. Mitscher) gegen Japan.
Am 14.3. läuft TF.58 von Ulithi aus (dort ist am 11.3. der Träger Randolph von einem Kamikaze-Flieger beschädigt worden). Am 16.3. Brennstoffversorgung.

Task Group 58.1 (RAdm. Clark): Träger Hornet, Wasp, Bennington, Belleau Wood, San Jacinto, Schlachtschiffe Massachusetts, Indiana, Kreuzer Baltimore, Pittsburgh, Vincennes, Miami, Vicksburgh, San Juan und Zerstörer (Desron 61) De Haven, Mansfield, Lyman K. Swenson, Collett, Maddox, Blue, Brush, Taussig, Samuel N. Moore, (Desdiv 106) Wedderburn, Twining, Stockham, (Desron 25) John Rodgers, Harrison, McKee, Murray, Sigsbee, Ringgold, Schroeder, Dashiell. Task Group 58.2 (RAdm. Davison): Träger Enterprise, Franklin, Kreuzer Santa Fé, Zerstörer (Desron 52) Owen, Miller, Stephen Potter, Tingey, Hickox, Hunt, Lewis Hancock, Marshall. Task Group 58.3 (RAdm. Sherman): Träger Essex, Bunker Hill, Hancock, Cabot, Bataan, Schlachtschiffe Washington, North Carolina, South Dakota (VAdm. Lee), Kreuzer Indianapolis (Adm. Spruance, 5. Flotte), Pasadena, Springfield, Astoria, Wilkes-Barre, Zerstörer (Desron 62) Ault, English, Charles S. Sperry, Waldron, Haynsworth, Wallace L. Lind, John W. Weeks, Hank, Borie, (Desron 48) Erben, Walker, Hale, Stembel, Black, Bullard, Kidd, Chauncey. Task Group 58.4 (RAdm. Radford): Träger Yorktown, Intrepid, Langley, Independence, Schlachtschiffe Wisconsin, Missouri, New Jersey, Schlachtkreuzer Alaska, Guam, Kreuzer St. Louis, Flint, Oakland, San Diego, Zerstörer (Desron 54) Remey, Norman Scott, Mertz, Monssen, McGowan, McNair, Melvin, (Desron 47) McCord, Trathen, Hazelwood, Heerman, Haggard, Franks, Hailey, (Desdiv 105) Cushing, Colahan, Uhlmann, Benham.

Am 18.3. früh wird ein starker Angriff der Trägergruppen gegen Kyushu geführt, der sich vor allem gegen Flugplätze richtet. Darüber hinaus werden auch 6 Schiffe versenkt und 3 beschädigt. Unter Führung der jap. 5. Luftflotte (VAdm. Ugaki) starten 48 Kamikaze-Flugzeuge gegen die US-Trägergruppen, 18 finden keine Ziele und kehren zurück. Der Hauptangriff richtet sich gegen die Task Group 58.4, die Intrepid wird durch einen neben dem Schiff abstürzenden Kamikaze in Brand gesetzt, kann den Brand aber löschen. Die Yorktown und Enterprise werden leicht beschädigt. Am 19.3. richten sich die Trägerangriffe mit Schwerpunkt gegen die japan. Stützpunkte in der Inland-See, besonders Kure. Dort werden die jap. Träger Amagi, Katsuragi, Ryuho, Hosho, Kaiyo und der Neubau Ikoma, die Schlachtschiffe Yamato, Hyuga, Haruna, die Kreuzer Tone und Oyodo, die Geleitzerstörer Kaki und Shinnan, das Landungsschiff T-105 sowie die U-Boot-Neubauten I-400, I-205 und Ro-67 beschädigt. Ein jap. Bomberverband der 5. Luftflotte erzielt 1 Treffer auf der Wasp, die zwar in Brand gerät (101 Tote, 269 Verletzte), aber nach 15 Minuten das Feuer unter Kontrolle bekommt, und 2 Treffer auf der Franklin, die in Brand gerät und durch Bomben- und Munitionsexplosionen schwerste Schäden erleidet (724 Tote, 265 Verwundete, Bergung von 1700 Überlebenden durch Kreuzer Santa Fé und Pittsburgh). Capt. Gehres gelingt es, das schwerstens beschädigte Schiff wieder unter Kontrolle zu bringen und später mit eigener Kraft in die Werft zu gehen. Santa Fé und der Zerstörer Hickox werden durch die Explosionen an Bord der Franklin in Mitleidenschaft gezogen. 39 Kamikaze-Flieger (20 davon kehren zurück) erzielen auf Enterprise leichtere Schäden, Essex wird durch eigenes Flakfeuer beschädigt. Am 20.3. Versorgung der Zerstörer. Dabei Angriff von 20 japan. Kamikaze-Bombern, von denen einer die Hancock knapp verfehlt und den Zerstörer Halsey Powell trifft, ein anderer das Rettungs-U-Boot Devilfish beschädigt. Am 21.3. halten jap. Aufklärer Fühlung an der Task Force 58, es starten 18 2-mot. Bomber mit »Oka«-Bomben (bemannte Raketenbomben, US-Name »Baka«) und 55 Kamikazes (45 kehren zurück) mit 15 Begleitjägern (3 kehren um). Der Bomberverband wird geortet und durch 150 Jäger abgefangen, die alle Bomber bis auf einen abschießen.

Am 22.3. geht die Task Force 58 zur Tanker-Gruppe und versorgt. Dabei werden die durch Ausfälle reduzierten Task Groups auf 3 neue Gruppen verteilt: Task Group 58.1: Hornet, Bennington, Belleau Wood, San Jacinto, Massachusetts, Indiana, Vincennes, Miami, Vicksburgh, San Juan. Task Group 58.3: Essex, Bunker Hill, Hancock (später Shangri La), Bataan, South Dakota, New Jersey, Pasadena, Springfield, Astoria, Wilkes-Barre. Task Group 58.4: Yorktown, Intrepid, Enterprise, Langley, Wisconsin, Missouri, Alaska, Guam, San Diego. Die beschädigten Wasp und Franklin werden von Independence, Washington, North Carolina, Baltimore, Pittsburgh, Santa Fé, Flint, Oakland nach Ulithi geleitet.

14.3.– 20.4.1945
Britische Küstengewässer

Deutsche Schnorchel-U-Boote operieren einzeln und meistens getaucht in den Gewässern um Großbritannien. Da die Boote das Gebot der Funkstille beachten und bereits vor dem Auslaufen durch schriftliche Befehle bzw. durch Funksprüche in individuellen Codes in ihre Op.-Gebiete eingewiesen werden, fällt es dem »Submarine Tracking Room« schwer, ihre Position festzustellen. Das RAF Coastal Command und die Geleitgruppen sind auf Sicht- und Angriffsmeldungen angewiesen. Folgende Escort Groups werden eingesetzt:

Von Portsmouth aus operieren, hauptsächlich im Kanal, die 14th EG mit den Zerstörern Havelock (SO), Assiniboine (RCN), Duncan, Hesperus, Hotspur, Icarus und Inconstant (Zerstörer Forester führt Probefahrten durch, Fame und die kanad. Saskatchewan sind in Reparatur); die 1st EG mit den DEs Balfour, Bentley, Garlies, Gore, Hoste und Stockham; die 26th EG mit den kanad. Fregatten Beacon Hill (SO), Jonquière, Ribble und Sussexvale (Fregatte New Glasgow befindet sich nach Ramming von U 1003 in Reparatur); die 9th EG mit den kanad. Fregatten Loch Alvie, Matane, Monnow und Nene (Fregatte St Pierre detachiert, St John [SO], Port Colborne, Stormont und Swanson befinden sich in Reparatur oder Überholung).

Von Plymouth aus operieren im Kanal und den South Western Approaches: die 2nd EG mit dem Sloop Wild Goose (SO) und den Fregatten Dominica, Labuan, Loch Fada, Loch Ruthven und Tobago; die 3rd EG mit den DEs Duckworth (SO), Berry, Cooke, Domett, Essington und Rowley; und die 6th EG mit den kanad. Fregatten New Waterford (SO), Annan, Loch Achanalt und Loch Morlich (Fregatte Waskesin detachiert, Cape Breton, Grou und Outremont in Reparatur, Teme am 29.3. durch U 315 so schwer beschädigt, dass sie als konstruktiver Totalverlust eingestuft wird).

Von Rosyth aus werden im Gebiet nördlich von Schottland eingesetzt: die 17th EG mit den DEs Burgess, Cranstoun und Moorsom sowie den Fregatten Ascension, Loch Killin und Loch Lomond; sowie die 30th EG mit den Korvetten Caistor Castle, Kenilworth Castle, Launceston Castle und Pevensey Castle (Portchester Castle ist detachiert, aber wieder auf dem Weg zurück zum Verband).

Von Londonderry aus operieren in den North Western Approaches und der Irischen See: die 21st EG mit den DEs Conn (SO), Byron, Deane, Fitzroy, Redmill (von U 1105 am 27.4. beschädigt und zum konstruktiven Totalverlust erklärt) und Rupert; die 15th EG mit dem DE Mounsey (der DE Dacres führt Probefahrten durch, Louis [SO], Inglis, Lawson und Loring werden repariert); die 5th EG mit den DEs Aylmer, Bligh, Grindall, Keats, Kempthorne und Tyler; sowie die 4th EG mit den DEs Bazely, Bentinck, Calder, Drury und Pasley (Byard befindet sich in Reparatur).

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7. Britischer U-Jäger Mermaid (U 30) der 12th EG.

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In Liverpool führt die 12th EG Probefahrten nach Reparaturen durch, sie besteht aus den Sloops Black Swan und Mermaid und den Fregatten Loch Tarbert, Barbados und Cayman.

Von Greenock aus operieren als Sicherung für die Murmansk- und Gibraltar-Geleitzüge: die 7th EG mit den Korvetten Allington Castle, Alnwick Castle, Bamborough Castle, Farnham Castle, Honeysuckle und Oxlip (Konvois JW.65/RA.65 und JW.66/RA.66; Sloop Cygnet führt Probefahrten durch und die Korvette Rhododendron befindet sich in Reparatur); die 8th EG mit den Fregatten Aire und Loch Moro (Fregatte Natal (südafrik.) führt Probefahrten durch und die Fregatten Loch Achray und Loch Glendhu befinden sich in Reparatur); die 18th EG (Fregatten Towy [SO], Good Hope [südafrik.], Loch Fyne, Perim, St Helena und Zanzibar befinden sich bis Anfang April in Reparatur); die 19th EG mit den Fregatten Loch Shin (SO), Anguilla und Loch Insh sowie den DEs Cotton und Goodall, letztere wird am 29.4. von U 968 versenkt (Konvoi JW.66/RA.66; Fregatte Antigua befindet sich in Reparatur); die 20th EG (Fregatten Bahamas, Pitcairn, Sarawak, Somaliland, Tavy und Tortola befinden sich alle bis Anfang April in Reparatur oder Überholung); die 22nd EG mit den Sloops Hart (SO), Amethyst, Magpie, Peacock und Wren sowie der Fregatte Loch Craggie; sowie der 31st EG mit den Korvetten Berkeley Castle, Carisbrooke Castle, Dumbarton Castle, Hadleigh Castle und Lancaster Castle.

Von den Western Approaches sind folgende Gruppen nach Kanada detachiert: die 11th EG mit dem kanad. Zerstörer Kootenay (die Zerstörer Qu´appelle [SO], Chaudière, Gatineau und Ottawa befinden sich in Reparatur oder Überholung); die 27th EG mit den kanad. Fregatten Meon (SO), Coaticock, Dunver, Ettrick und Levis (Fregatte La Salle befindet sich in Reparatur); sowie die 28th EG mit den kanad. Fregattten Sainte Therèse (SO), Buckingham, Fort Erie, Incharron und Prestonian.

15.3.1945
Nordpazifik
Eine US Kampfgruppe (RAdm. McCrea) mit der 1. Kreuzerdivision (Leichte Kreuzer Richmond, Concord und Trenton) und 7 Zerstörern beschießt Matsuwa (Kurilen).

16.3.1945
Luftkrieg Italien

Bei einem Luftangriff auf Monfalcone (Adria) werden das Minenräumboot R 14 und das unfertige U-Boot UIT 6 (ex-ital. R 9) zerstört.

16.– 18.3.1945
Nordsee / Skagerak
Der dt. U-Jäger UJ 1105 sinkt am 16.3. bei einem Luftangriff im Skagerrak. – In der Nacht vom 17./18.3. werfen die dt. Minenschiffe Ostmark und Lothringen, gesichert von dem Zerstörer Friedrich Ihn und den T-Booten T 17, T 19 und T 20, eine defensive Minensperre im westlichen Skagerrak.

16.– 22.3.1945
Nordsee

Am 16.3. befinden sich 3 Klein-U-Boote des Typs »Seehund« vor Margate. Drei weitere gelten als vermisst. Am 18.3. laufen 2 »Seehunde« in das Gebiet vor Great Yarmouth. Dort versenkt U 5366 (Lt.z.S. Hauschel/ L.I. Hesel) am 21.3. aus dem Konvoi ATM.100 den US Liberty-Frachter Charles D. McIver (7176 BRT). Am 22.3. wird MTB 394 südöstlich von Great Yarmouth von einem »Seehund« gerammt. Das beschädigte Kleinst-U-Boot wird daraufhin mit Bordwaffen beschossen. Den »Seehund« -Fahrern gelingt es allerdings, ihr Fahrzeug selbst zu versenkt. Als Schiffbrüchige werden sie danach von MTB 394 gerettet und in Gefangenschaft genommen (Mattes, 131)

17.3.1945
Norwegen

Erfolgreicher Angriff von 31 Mosquitos des »Banff Strike Wing« (143., 235. ,248. and 333. Sqn. RAF) mit Raketen und Bordgeschütz auf Schiffe in Aalesund. Die Frachter Iris (dt., 3323 BRT), Remagen (dt. ex fr Rimage, 1830 BRT) und Log (norw., 1684 BRT) werden versenkt, die Erna (dt., 865 BRT) wird beschädigt. Aufgrund intensiver Flakabwehr geht Mosquito ,F’/ 143 (F/O Ceybird †) in Flammen auf und stürzt ins Meer.

17.– 19.3.1945
Nordsee
Dt. S-Boot-Unternehmen vor der brit. Ostküste und der Schelde. In der Nacht vom 17./18.3. führt die 2. S-Flottille eine Minenunternehmung bei Smith’s Knoll durch. Eine Torpedounternehmung der 6. und 9. S-Flottille vor Margate muss wegen Nebel abgebrochen werden. In der Nacht vom 18./19.3. wirft die 6. S-Flottille (Kptlt. Matzen) mit S 211, S 212, S 213, S 222, S 704, S 705 und S 706 insgesamt 42 Minen vor der brit. Ostküste und greift den Konvoi FS.1759 vor Lowestoft an. Die Boote melden sieben Treffer und versenken die brit. Frachter Crichtoun (1097 BRT) und Rogate (2871 BRT). Die 2., 4., 6. und 9. S-Flottille operieren mit Minen und Torpedos auf der Route Themse-Schelde. Die Minenunternehmung ist erfolgreich. Das brit. LST 80, die Frachter Samselbu (7253 BRT), Empire Blessing (7062 BRT) und ein belg. Fischkutter sinken, das US Liberty-Schiff Hadley F Brown (7176 BRT) wird beschädigt. (Fortsetzung 21.-26.3.45)

17.– 19.3.1945
Ostsee

Als letztes Boot kehrt U 475 am 17.3. vom Einsatz im Finnenbusen nach Danzig zurück. Am 19.3. werden alle dt. Front-U-Boote aus der Ostsee zum Westeinsatz abgezogen.

18.3.1945
Nordsee
Ein Verband mit den Minenschiffen Ostmark, Linz, Lothringen und dem Zerstörer Karl Galster als Sperrmittelträger bringt im Skagerrak die Minensperre »Augustus« aus. Dabei kommt es auf Lothringen zu einem Ruderversager, das Schiff kreuzt über die gerade zuvor geworfene Minenreihe der Ostmark. Eine zuletzt geworfene und noch nicht auf Tiefe gegangene Mine schliert an der Bordwand der Lothringen entlang und kommt etwa 100 m hinter der Lothringen zur Detonation, ohne aber Schaden anzurichten. Die Operation wird trotz des Zwischenfalls zu Ende geführt.

18.3.1945
Mittelmeer / Ligurisches Meer
10. T-Flottille (KKpt. Burkart) führt mit TA 24, TA 29 und TA 32 offensive Minenunternehmung im Ligurischen Meer durch. Nordwestlich Korsika Gefecht mit den brit. Zerstörern Meteor und Lookout. TA 24 und TA 29 werden versenkt. Die brit. Zerstörer und Küstenstreitkräfte retten 244 Überlebende, darunter den Flottillenchef.

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8. US Coast Guard Cutter Ingham (WP 35) in schwerer See

18.– 29.3.1945
Südpazifik

Operation »Victor I«:
Die US Amphibious Group 9 (TG.74.3, RAdm. Struble, Führungsschiff US Coast Guard Cutter Ingham) landet bis zum 22.3. 14.000 Mann der 40. Inf. Div. (MajGen. Brush) an der Südküste von Panay. Transportgruppe mit 16 LST, 20 LSM, 13 LCI und 8 LCI zur Unterstützung. Minensuchgruppe 5 YMS mit austral. Sloop Warrego, Sicherungsgruppe Zerstörer Charles Ausburne, Thatcher, Claxton, Converse, Dyson (Desron 23). Feuerunterstützung durch TG.74.2 (RAdm. Riggs) mit Kreuzer Cleveland, Zerstörern Conway, Stevens, Eaton (Desdiv 44). Am 29.3. landen die vorstehende Verbände das 185. RCT an der Nordwestküste von Negros. Am 8.4. folgt das 503. Fallschirm-RCT.

18.– 31.3.1945
Ostsee / Kurland
Am 18.3. beginnen die sowj. Armeen vor der Heeresgruppe Kurland ihre sechste Großoffensive, die, ebenso wie die vorhergegangenen, nach rund 10 Tagen abgebrochen werden muss. Am gleichen Tag überrascht die 2. S-Schulflottille (Kptlt. Klose) in der Danziger Bucht eine Gruppe sowj. Torpedokutter, sie versenkt TKA-66 und beschädigt TKA-195. Am 26./27.3. greifen sowj. Torpedobomber vor Libau ein Geleit an und versenken den Tanker Saßnitz (694 BRT) sowie die Räumboote R 145 und R 260. Acht Jäger der 1./JG.54 vertreiben die sowj. Flugzeuge schließlich, sodaß die restlichen R-Boote ablaufen können. An der Unfallstelle überraschen in der folgenden Nacht S 64, S 69 und S 81 von der dt. 5. S-Flottille (Kptlt. Holzapfel) eine Gruppe von 9 sowj. Torpedokuttern, in heftigen Gefechten werden TKA-166, TKA-181 und TKA-199 vernichtet, 4 weitere sowj. Schnellboote beschädigt und 15 Gefangene, darunter der Chef der sowj. 2. TKA-Division, Kpt. 3.Rg. Tshebykin, eingebracht.

19.3.1945
Indischer Ozean
Zerstörer-Unternehmungen der Britischen Eastern Fleet im Gebiet der Andamanen. Bei einer Küstenbeschießung am 19.3. wird der Zerstörer Rapid von jap. Küstenbatterie getroffen.

19./20.3.1945
Mittelmeer / Ligurisches Meer
Das dt. MAS 561 (= SA 18) läuft mit SMA 19 im Schlepp von San Remo aus, um 6 V-Männer im Gebiet zwischen Fréjus und Cannes anzulanden, die von dort aus die Lage im Rücken der Front erkunden sollen. Das Unternehmen muss wegen schlechter Wetterbedingungen abgebrochen werden. Am 20.3. wird mit MAS 553 (= SA 16 ?) und SMA 19 ein erneuter Versuch unternommen, auch dieser wird erfolglos abgebrochen (Kobelt, 2016, S.193).

19.– 24.3.1945
Norwegen
Bei alliierten U-Boot-Operationen vor Norwegen versenkt das brit. Venturer (Lt. Launders) am 19.3. vor Namsos den dt. Frachter Sirius (998 BRT). Der dt. Frachter Priamus (760 BRT) wird auf der Fahrt von Anholt nach Larvik bei Kristiansund-Nord von Halifax-Bombern der 502. Sq. RAF aus Stornoway mit Bomben versenkt.

19.– 29.3.1945
Ostsee
Vom 19.-25.3. drängt die 3. Weißruss. Front den Kessel der dt. 4. Armee südlich von Königsberg vor dem Frischen Haff zusammen. Nachdem die dt. Truppen seit Januar von Fährprähmen über das Haff versorgt worden sind, werden von ihnen nunmehr 11.365 Verwundete, 324 Soldaten und 14.520 Flüchtlinge nach Pillau evakuiert, allein in der (letzten) Nacht zum 25.3. insgesamt 5830 Soldaten und 2830 Verwundete. Wegen der Lage vor Danzig/Gotenhafen werden die Einschiffungen ab Pillau vom 8.-28.3. beträchtlich gestört, bei Luftangriffen gehen einzelne Schiffe verloren, so am 19.3. Vs 301 / Karl Bergh, am 30.3. Jersbek (2804 BRT) und am 31.3. Elbing IV (314 BRT).

19.3.– 24.4.1945
Nordatlantik

Die alliierten Nordatlantik-Geleitzüge von St. John´s (Neufundland) zu den South Western Approaches (HX- und SC-Konvois) werden von folgenden Geleitgruppen gesichert
:

EG.C3 mit den kanad. Fregatten Kokanee (SO) und Sea Cliff sowie den kanad. Korvetten St Thomas, Stellarton und Trillium (die kanad. Korvette Rivière du Loup kommt vom Osten zum Konvoi) sowie der detachierten kanad. Korvette Forrest Hill; EG.B3 mit der Fregatte Exe (SO), dem DE Gardiner und der Korvette Geranium, verstärkt um die kanad. Korvette Charlock, die Korvette Flint Castle ist detachiert und die Korvetten Borage und Pimpernel sind in Reparatur; EG.C5 mit den kanad. Fregatten Runnymede (SO) und St Stephen sowie den kanad. Korvetten Belleville, Huntsville, Lachute und Wet York, die kanad. Korvetten Hespeler und Long Beach befinden sich in Reparatur; EG.C2 mit den kanad. Fregatten Longueuil (SO) und Capilano sowie den kanad. Korvetten Asbestos, Kamloops, Kinkardine, Smith´s Falls und North Bay, die kanad. Korvette Norsyd befindet sich in Reparatur; EG.C1 mit den kanad. Fregatten Hallowell (SO) und Royal Mount sowie den kanad. Korvetten Arnprior, Fennel und Orangeville, die kanad. Korvette Chambly ist detachiert und die Frontenac und Giffard befinden sich in Reparatur; EG.C7 mit der kanad. Fregatte Lanark (SO) und den kanad. Korvetten Coppercliff, Hawksbury, Merittonia, Barry Sound, die kanad. Korvette Amherst kommt hinzu, die kanad. Fregatte Cape de la Madeleine und die Korvette Owen Sound sind in Reparatur.

Die ON- und ONS-Geleitzüge von den South Western Approaches nach St. John´s werden von folgenden Escort Groups gesichert:

EG.C9 mit den kanad. Fregatten Penetang (SO) und Victoriaville und den kanad. Korvetten Fredericton, Thorlock und Fergus, die Korvette Halifax ist detachiert; EG.C4 mit der kanad. Fregatte Glace Bay (SO) und den Korvetten Beauharnais, Bowmanville, Petrolia und Whitby, die Korvette Atholl ist detachiert, die Fregatte Wentworth befindet sich in Reparatur; EG.C6 mit den kanad. Fregatten East View (SO) und Lauzon, den Korvetten Cobourg, Lambert, Tillsonburg und Peterborough; EG.C8 mit den kanad. Fregatten Stonetown (SO) und Poundmaker sowie den Korvetten Humberstone, Leaside und Edmundston, die Korvette Guelph ist detachiert; EG.B2 mit dem Zerstörer Highlander (SO) und den Korvetten Acanthus (niederl.), Nordkyn (niederl.), Buttercup, Primrose und Morpeth Castle, die Korvette Sweetbriar ist detachiert; EG.B1 mit der Fregatte Chelmer (SO), dem DE Inman und den Korvetten Dianella, Poppy, Starwort und Tintagel Castle, die Korvette Lotus befindet sich in Reparatur.

20.3.1945
Mittelmeer / Ligurisches Meer
Der US Zerstörer Parker beschießt deutsche Stellungen an der franz.-italien. Grenze.

20.3.1945
Nordpazifik
Ein Vorstoß der US TF.92 (Capt Worthington) zur Beschießung von Paramushiro muß wegen schweren Vereisung der Schiffe aufgegeben werden.

20.– 22.3.1945
Luftkrieg Deutschland
Am 20.3. werfen B 17 der 8. USAAF 777 to Bomben auf Hamburg. U 2550 wird auf dem Slip zerstört und blockiert das dahinter liegende U 2549, so dass es nicht zu Wasser gebracht werden kann. Die deutschen Frachter Venus (5407 BRT), Nordwest (707 BRT), Egeria (627 BRT) und Isar (270 BRT) werden zerstört. Bei einem Luftangriff auf Kiel am gleichen Tag werden die Minensucher M 15, M 16, M 18, M 19 und M 522 versenkt. In Stettin wird das KM-Wohnschiff Usambara (8690 BRT) durch Bombenangriff zerstört. Am 21.3. greifen die Gruppen No. 1 und 8 des RAF Bomber Command mit 139 Flugzeugen Bremen an. Dabei sinkt der in Ausrüstung befindliche Zerstörer Z 51. In der Nacht vom 21./22.3. greift die Gruppe No. 5 der RAF mit 159 Flugzeugen nochmals Hamburg an, dabei wird das Räumboot R 239 gebombt und versenkt.

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9. Die japanische »Oka-Bombe« (US Bezeichnung: »Baka«)

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20.– 29.3.1945
Südwestpazifik
Bei weiteren Angriffen auf den Schiffsverkehr vor der chinesischen Küste (s. 8.-16.3.) versenken B-24 und B-25 Bomber der USAAF am 20. und 23.3. drei Frachter. Bei den Angriffen der Unterseeboote Blenny (21.3.) auf den Konvoi HI.88.I sowie Bluegill und Hammmerhead (29.3.) auf den Konvoi HI.88.J vor der Küste Indochinas greifen gleichzeitig auch USAAF-Flugzeuge an, von denen B-25 am 21.3. fünf kleine Schiffe, B-24 und B-25 am 29.3. zwei Frachter und die Korvetten Kaibokan 18 und Kaibokan 130 versenken.

21.3.1945
Luftkrieg Italien
Bei einem Luftangriff auf Venedig (Adria) wird das dt. T-Boot TA 42 (ex-ital. Alabarda) versenkt.

21.3.1945
Zentralpazifik
Erster japan. Einsatz einer von einem Piloten gelenkten Bombe (»Oka«) gegen die US Task Force 58 bleibt ohne Erfolg.

21.– 24.3.1945
Nordmeer
Am 21.3. werden 12 Transporter und 3 Tanker für den Konvoi RA.65 von den sowj. Zerstörern Karl Libknekht, Zhivuchi, Zhestki, Derzki, Uritski, dem Wachschiff Smerch und 3 BO-U-Jägern von Archangelsk in die Barents-See begleitet, wo sie am 24.3. ankommen. Am 22.3. torpedierte U 711 (Kptlt. Lange) das sowj. Vorpostenboot VPS-5 / KVoroshilov vor der Halbinsel Kola.

21.– 26.3.1945
Nordsee
Weitere S-Boot-Unternehmen vor der brit. Ostküste und der Schelde. In der Nacht 21./22.3.45 laufen 3 Flottillen zu einem Torpedoeinsatz aus. Die 2. SFltl mit nur 3 Booten (S 181, S 209 und S 210) kehrt nach Motorenproblemen auf S 210 um. Auf dem Rückmarsch wird S 181 vor Den Helder von Beaufighters der 236 RAF Sq. versenkt (Chef der 2. S-Fl. KKpt. Opdenhoff †). Am 22./23.3. werfen die 6. und 4. S-Flottille Minen auf dem Themse-Schelde-Weg. Am 24./25.3. wird die Unternehmung mit der 4., 9. und 6. S-Flottille wiederholt, doch wirft nur die 9. Flottille Minen. Die 4. und 6. Flottille werden von den Zerstörern Arendal (norweg.) und Krakowiak (poln.) sowie der Fregatte Riou (brit.) abgedrängt. Am 25./26. wirft die 4. S-Flottille mit 4 Booten eine weitere Minensperre auf dem Themse-Schelde-Weg und wird mehrmals von brit. MTB und einem Hunt-Zerstörer bedrängt. Auf den Minen gehen verloren: am 22.3. der griech. Frachter Eleftheria (7247 BRT), am 28.3. ein belg. Fischkutter sowie das brit. LCP 840. Der norw. Tanker Belinda (8325) wird durch Minentreffer beschädigt. Ab 26.3. verlegen die 5. und 8. S-Flottille in die Ostsee und nach Norwegen (Hümmelchen, 206).

Einsatz von Kleinkampfmitteln: Am 22.3. laufen 12 Spreng-»Linsen« von Ostende aus, erzielen aber keine Erfolge. In der Nacht vom 23./24.3. versuchen nochmals 16 »Biber« erfolglos, den Schiffsverkehr auf der Schelde anzugreifen. 9 »Biber« gehen verloren, drei von ihnen werden von der brit. Fregatte Retalick versenkt, eines durch eine Beaufighter der 254. Sq. RAF. (Whitley, 130).

23.– 31.3.1945
Zentralpazifik
Vorbereitungsphase der Landung auf Okinawa.
Am 23.3. beginnt die Task Force 58 (Zusammensetzung siehe 14.3., ohne Träger Franklin) mit allen 3 Kampfgruppen rollende Luftangriffe zur Vorbereitung der Landungen, sie werden am 24. und 25.3. fortgesetzt. Am 24.3. führt Task Group 58.1 in 112 Einsätzen einen Angriff gegen einen südl. von Kyushu gesichteten Konvoi, der mit allen 8 Schiffen vernichtet wird, darunter auch das T-Boot Tomozuru und die Korvette Kaibokan 68. Am 24.3.beschießen die Schlachtschiffe New Jersey, Wisconsin, Missouri (RAdm. Denfeld) mit 5 Zerstörern und Massachusetts, Indiana (VAdm. Lee) mit 6 Zerstörern Okinawa. Am 27./28.3. versorgt die Task Force 58, dabei wird durch Angriff eines einzelnen jap. Flugzeuges Zerstörer Murray beschädigt. Am 28.3. wird die Korvette Kaibokan 33 versenkt. Am 29.3. greift TG.58.4 erneut Okinawa an, TG.58.3 und TG.58.1 greifen die nördlichen Ryukyu-Inseln und Kyushu an. Am 30./31.3. versorgt TG.58.1, während TG.58.3 und TG.58.4 weitere Angriffe gegen den Raum Okinawa und nördlich fliegen. Am 31.3. werden der Kreuzer Indianapolis, der Minenleger-Zerstörer Adams, ein Transporter und die Landungsschiffe LST 724 und LST 884 von Kamikaze-Fliegern beschädigt. Der Kreuzer Pensacola kommt dagegen bei einer Kollision mit LST 277 zu Schaden.

Am 23.3. läuft von Ulithi die brit. Pacific Fleet (VAdm. Rawlings) aus. Sie versorgt am 25.3. und greift als Task Force 57 (VAdm. Vian) mit den Trägern Indomitable, Victorious, Illustrious, Indefatigable, den Schlachtschiffen King George V., Howe, den Kreuzern Swiftsure, Gambia (RNZN), Black Prince, Argonaut, Euryalus, den Zerstörern Grenville, Ulster, Undine, Urania, Undaunted, Quickmatch, Quiberon, Queenborough, Kempenfelt, Whirlwind und Wager am 26. und 27.3. die Sakishima-Gunto-Inselgruppe der südlichen Ryukyu-Inseln zur Neutralisierung der dort gelegenen Flugplätze an. Vom 28.-30.3. versorgt die TF.57 aus einer Versorgungsgruppe mit den Geleitträgern Striker, Speaker, den Sloops Crane, Pheasant, der Fregatte Findhorn, 3 Tankern und den Zerstörern Quality und Whelp, die Kempenfelt und Whirlwind ablösen. Am 31.3. werden die Neutralisierungsangriffe gegen Sakishima Gunto wieder aufgenommen.

Ab 24./25.3. treffen vor Okinawa die Einheiten der Task Force 52 (RAdm. Blandy) und der Task Force 54 (RAdm. Deyo) ein. 3 Geleitträger-Gruppen (Task Group 52.1, RAdm. Durgin) unterstützen die Luftangriffe der Task Forces 58 und 57 und übernehmen ihre Rolle während der Versorgungsperioden. Beteiligt sind: Gruppe 1 (RAdm. Durgin) mit den Geleitträgern Makin Island, Fanshaw Bay, Lunga Point, Sangamon, Natoma Bay, Savo Island, Anzio, den Zerstörern (Desdiv 120) Ingraham, Hart, Boyd, Bradford, Patterson, Bagley und den Geleitzerstörern Lawrence C. Taylor, Melvin R. Nawman, Oliver Mitchell, Robert F. Keller, Tabberer, Richard M. Rowell, Richard S. Bull, Dennis, Sederstrom, Fleming, O'Flaherty; Gruppe 2 (RAdm. Stump) mit den Geleitträgern Saginaw Bay, Sargent Bay, Marcus Island, Petrof Bay, Tulagi, Wake Island, den Zerstörern (Desdiv 91) Capps, Lowry, Evans, John D. Henley und den Geleitzerstörern William Seiverling, Ulvert M. Moore, Kendall C. Campbell, Goss, Tisdale, Eisele; Gruppe 3 (RAdm. Sample) mit den Geleitträgern Suwanee, Chenango, Santee, Steamer Bay, den Zerstörern (Desron 58) Metcalf, Drexler, Fullam, Guest, Helm und den DEs Edmonds, John C. Butler. Am 24.3. beginnt die Minensuchgruppe (Task Group 52.2, RAdm. Sharp auf Minenschiff Terror) in 3 Gruppen schneller Minensucher mit Forrest, Hobson, Macomb, Dorsey, Hopkins; Ellyson, Hambleton, Rodman, Emmons; Butler, Gherardi, Jeffers, Harding, in 7 Gruppen mit 36 Flottenminensuchern und in 4 Gruppen mit je 6 YMS-Räumbooten, denen zur Unterstützung jeweils 1 schneller Minenleger, darunter Gwin, Lindsey, Aaron Ward, Adams, Tolman, Henry A. Wiley, Shea, Tracy, J. William Ditter, Robert H. Smith, Shannon, Thomas E. Fraser, Harry F. Bauer und Breese, zugeteilt ist, mit den Minensucharbeiten.

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10. Schlachtschiff USS Arkansas

Am 25.3. treffen auf 10 APDs die »Underwater Demolition Teams« ein und beginnen mit der Räumung der Landungsstrände von Unterwasserhindernissen. Die Kreuzer San Francisco, Minneapolis und 3 Zerstörer beschießen am 25.3. die Landungsplätze auf Kerama Retto, vor der Landung am 26.3. unterstützt von dem Schlachtschiff Arkansas. Am 26.3. landet die »Western Islands Attack Group« (Task Group 51.1, RAdm. Kiland), Führungsschiff Mount McKinley, die 77. Inf.-Div. (Maj.Gen. Bruce) gegen geringen Widerstand auf Kerama Retto. Transportgeschwader mit 13 APA, 6 AKA, 28 LST, 11 LSM, 8 Unterstützungs-Fahrzeugen. Sicherung (Capt. Moosbrugger) mit Führungsschiff Biscayne, den Zerstörern (Desron 49) Picking, Sproston, Wickes, William D. Porter, Isherwood, Kimberly, Luce, Charles J. Badger und den DEs Scribner, Kinzer, Richard W. Suesens, Abercrombie, Oberrender, Riddle, Swearer, Stern.

Am 26.3. beginnt die »Fire Support Group« (Task Force 54, RAdm. Deyo) mit der Beschießung von Okinawa: Gruppe 1: Schlachtschiffe Texas, Maryland, Kreuzer Tuscaloosa, Zerstörer (Desdiv 110) Laws, Longshaw, Morrison, Prichett. Gruppe 2: Schlachtschiffe Arkansas, Colorado, Kreuzer San Francisco, Minneapolis, Zerstörer (Desdiv 51) Hall, Halligan, Paul Hamilton, Laffey, Twiggs. Gruppe 3: Schlachtschiffe Tennessee, Nevada, Kreuzer Wichita, Birmingham, Zerstörer (Desron 60) Mannert L. Abele, Zellars, Bryant, Barton, O'Brien. Gruppe 4: Schlachtschiffe Idaho, West Virginia, Kreuzer Pensacola, Portland, Biloxi, Zerstörer (Desron 55) Porterfield, Callaghan, Irwin, Cassin Young, Preston. Gruppe 5: Schlachtschiffe New Mexico, New York, Kreuzer Indianapolis (Flagschiff 5. Flotte, Adm. Spruance), Salt Lake City, Zerstörer (Desron 56) Newcomb, Heywood L. Edwards, Leutze, Richard P. Leary, Bennion. Gruppe 6: Geleitzerstörer Samuel S. Miles, Wesson, Foreman, Whitehurst, England, Willer, Bowers, Willmarth. Ferner 53 Support-Landungsfahrzeuge mit Raketenwerfern.

Japanische Gegenwehr: Nach Erkennen der Angriffsabsicht gegen Okinawa werden zunächst die U-Boote I-8, Ro-41, Ro-49 und Ro-56 mit Torpedos zum Angriff angesetzt. Ro-41 (Oblt. Honda) trifft am 22.3. auf die Task Group 58.4 und wird am 23.3. von dem Zerstörer Haggard versenkt, Ro-49 verfehlt am 25.3. die Kreuzer Wichita und St. Louis, und Ro-56 am 27.3. die Pensacola, am 30.3. wird I-8 (Kptlt. Shinehara) von einem Flugzeug bemerkt und anschließend von den Zerstörern Morrison und Stockton versenkt. I-53 (Kptlt. Toyomasu) and I-47 (Kptlt. Orita) werden am 30.3. durch eine Mine und durch Flugzeuge der TF.58 beschädigt und müssen umkehren. Am 25.3. wird vom jap. Kaiserlichen Hauptquartier die Operation »Ten-go« (Verteidigung von Okinawa und Südjapan) in Gang gesetzt. Die Fliegerverbände der 3. und 10. Marine-Luftflotte werden operativ der 5. Luftflotte (VAdm. Ugaki) unterstellt, die von Kyushu aus operiert. Die Reste der 1. Luftflotte operieren von Formosa. In der Dämmerung des 25.3. erster Kamikaze-Angriff mit 25 Flugzeugen (von denen 3 umgekehren müssen): Zerstörer Kimberley, Minenlege-Zerstörer Robert H. Smith, Schnelltransporter Gilmer und Knudson (Bombentreffer) beschädigt. Am 26.3. abends Angriff von 11 Kamikaze: Treffer auf Schlachtschiff Nevada, Kreuzer Biloxi, Zerstörern O'Brien, Porterfield, Callaghan, DE Foreman, Minensucher Skirmish. Der Zerstörer Halligan wird nach Torpedotreffer (von Ro-49?) oder Minentreffer auf Grund gesetzt. Bei Task Group 58.1 erhält Zerstörer Murray Bombentreffer durch Stuka. Am 27.3. setzt Task Force 54 ihre Beschießung fort. Nach Angriff von 15 Kamikaze-Fliegern sind Minenlege-Zerstörer Adams und Minensucher Southard beschädigt. Am 27.3. erfolgloser Versuch von japan. Sprengbooten, an die Task Force 51 vor Kerama Retto heranzukommen. Am 28.3. erneute Beschießung, Minensucher Skylark wird bei Minensucharbeiten versenkt. AKA Wyandot wird durch Bombentreffer beschädigt. In der Nacht zum 29.3. Einzelangriffe mit Flugzeugen von Okinawa aus, LSM(R) 188 wird schwer getroffen. Deshalb am 29.3. Beschießung der japan. Flugplätze, Angriffe der Task Force 52 gegen Flugplätze und Stützpunkte von Sprengbooten und Klein-U-Booten. Am 30.3. erfolgt nach heftigerer Beschießung Okinawas am Abend ein Angriff mit 4 Kamikaze-Jägern, Treffer auf Flaggschiff der 5. Flotte, Indianapolis, Adm. Spruance steigt auf Schlachtschiff New Mexico um. Am 31.3. wiederum Kamikaze-Angriffe, dabei werden Minenleger Adams, APA Hinsdale, Landungsschiffe LST 724 und LST 884 getroffen.

23.– 31.3.1945
Nordmeer

Operation gegen den Konvoi RA.65 im Nordmeer.
Am 23.3. verlässt der Konvoi mit 26 Handelsschiffen die Halbinsel Kola. Nahsicherung durch die Korvetten Allington Castle, Alnwick Castle, Bamborough Castle, Farnham Castle, Lancaster Castle, Camellia, Honeysuckle und Oxlip bis zur Ankunft am 1.4.in Scapa Flow Deckungsgruppe bestehend aus dem Kreuzer Diadem, den Geleitträgern Campania und Trumpeter sowie den Zerstörern Myngs, Opportune, Orwell, Savage, Scorpion, Scourge, Zambesi, Sioux (RCN) and Stord (norw). Sowjet. Minensucher haben einen neuen Weg freigeräumt, so dass die meisten U-Boote umgangen oder von den Geleitschiffen auf Distanz gehalten werden können. Die deutschen U-Boote sind erst teilweise wieder vor dem Kolafjord versammelt. U 313 und U 968 horchen bzw. sichten den Konvoi und die Geleitträger, kommen aber nicht zum Angriff. Ein Versuch, mit U 307, U 310, U 313, U 363, U 668, U 711, U 716, U 968 und U 992 einen Vorpostenstreifen vor den Konvoi zu legen, bringt am 25.3. kein Ergebnis. Versuche der Luftwaffe, Fühlung am Konvoi zu gewinnen, um einen Lufttorpedoangriff ansetzen zu können, schlagen fehl, Operation am 27.3. abgebrochen. Konvoi läuft am 31.3. in Scapa Flow ein. Am 31.3. torpediert U 312 an der Kola-Küste einen bewaffneten Fischdampfer (unbestätigt).

23.3.1945
Norwegen
Eine Einsatzgruppe des »Banff Strike Wing« mit 42 Mosquitos and 12 Mustangs führt Angriffe auf den Schiffsverkehr vor Stadlandet, Aalesund und Dalsfjord. Dabei werden der norw. Frachter Lysaker (910 BRT) versenkt, die dt. Frachter Inga Essberger (1827 BRT), Rotenfels (7854 BRT) und das norw. Küstenschiff Romssdale (138 BRT) beschädigt. Intensive Flakabwehr durch Küstenschutz-Stellungen. Mosquito ,R’ / 143 (F/O McCall †) wird in Brand geschossen und stürzt ins Meer. Mosquito ,W’ / 143 wird getroffen und muß notlanden. Mosquito ,W’ / 235 (F/O Turner †) führt Angriffe auf Schiffe im Dalsfjord und stürzt unmittelbar danach ab.
Am selben Tag wird vor Bergen U 249 (Kptlt. Kock) überrascht, es schießt zwar die angreifende Mosquito der RAF Sq. 235 (F/Lt. Williams) ab, ist aber aufgrund eigener Schäden zur Umkehr gezwungen.

24.– 26.3.1945
Nordsee
Zwischen 24.3 und 26.3. laufen vier »Seehunde« gegen die Küste von East Anglia und sechs Boote zur Themse. Sie versenken am 25.3. das Küstenschutzboot ML 466 und am 26.3. den brit. Dampfer Newlands (1556 BRT), drei Boote kehren nicht zurück. Eines wird von Beaufighter ‚Q’ der RAF Sq. 254 versenkt und eines durch ML 586 vor Walcheren. Das Küstenschutzboot ML 137 greift am 26.3. bei South Falls mit Wasserbomben einen gestoppt liegenden »Seehund« an, der entkommen kann. Vor North Foreland kommt am gleichen Tag ein »Seehund« dem Wasserbomben-Angriff des Hafenschutzbootes HDML 1471 mit 2 Torpedos zuvor, die ihr Ziel allerdings verfehlen. 

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11. HMS Puffin als Totalverlust in Harwich: 
Der Vorsteven nach Steuerbord weggerissen, die Back abgeknickt

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Ebenfalls am 26.3. bringt die Korvette Puffin ein Klein-U-Boot so in Bedrängnis, dass die Crew ihre letzte Chance darin sieht, ihr beschädigtes Fahrzeug auf Rammkurs ins Ziel zu lenken und vorher auszusteigen. Der »Seehund« wird durch Explosion der Torpedo-Gefechtsköpfe am Bug der Puffin vernichtet. Die Korvette wird erheblich beschädigt, bleibt aber manövrierfähig. Es gelingt, die »Seehund«-Besatzung aufnehmen, und Schiff und Besatzung nach Harwich zu bringen. Dort wird die Puffin zum konstruktiven Totalverlust erklärt. (Mattes, 133-135).

26.3.1945
Indischer Ozean
Eine brit. Kampfgruppe mit den Zerstörern Saumarez, Volage, Vigilant, Virago, Venus, Verulam greift einen jap. Nachschubkonvoi mit zwei Dampfern und den U-Jägern Ch-63 und Ch-34 auf dem Weg nach Port Blair (Andaman-Inseln) an. Der erste Angriff mit zehn Torpedos ist erfolglos. Dann versenkt ein Liberator-Bomber einen der Dampfer, und beim zweiten Angriff versenken die Zerstörer mit 16 Torpedos, von denen einer trifft, den U-Jäger Ch-34 und mit Artillerie die beiden anderen Fahrzeuge.

26.3.– 26.4.1945
Südwestpazifik

Operation »Victor II«:
Die US Amphibious Group 8 (TG.78.2, Capt. Sprague) mit Führungsschiff USCGC Spencer landet 14.000 Mann der Americal-Div. (MajGen. Arnold) bei Cebu (Philippinen). Transportgruppe mit 4 APD, 20 LST, 11 LSM, 15 LCI, 9 Support-LCI, 2 PC. Minensuchgruppe mit 8 YMS-Räumbooten. Sicherung durch Zerstörer (Desron 5) Flusser, Shaw, Conyngham, Smith, Drayton. Feuerunterstützung durch Task Group 74.3 (RAdm. Berkey) mit Kreuzern Phoenix, Boise, Hobart (austral.) und Zerstörern (Desron 21) Fletcher, Nicholas, Taylor, Jenkins, Abbot. Luftunterstützung 13. USAAF (MajGen. Wurtsmith), Teile dieser Verbände landen am 11.4. ein Bataillon des 164. Rgt. auf Bohol, am 26.4. das 164. RCT bei Sibulan in Südost-Negros.

27.3.1945
Luftkrieg Deutschland
115 Flugzeuge der Gruppe No. 5 des RAF Bomber Command greifen die U-Boot-Bunker in Bremen-Farge an und 20 Lancaster der No. 617 Sqn. RAF Bomber Command werfen »Grand Slam«-Bomben auf die Bunker-Anlage »Valentin«. Zwei Treffer werden erzielt.

27.– 30.3.1945
Nordsee
Am 27.3. laufen 3 »Seehunde« zur Versorgung der eingeschlossenen Festung nach Dünkirchen. Am 28.3. befinden sich noch 3 »Seehunde« im Kampfeinsatz. Zur gleichen Zeit zieht über der südlichen Nordsee ein ausgedehntes Sturmtief auf. Küstenstreitkräfte können in diesen Tagen nicht zum Einsatz kommen. Ob daher der brit. Routendampfer Jim (833 BRT) am 30.3. vor Orford tatsächlich durch Torpedoangriff versenkt wurde, wie britische Quellen angeben, bleibt umstritten.

Im März haben »Seehunde« in insgesamt 29 Feindeinsätzen mindestens 3 Schiffe versenkt und dafür 9 Boote eingebüßt. Dem gegenüber stehen 142 Tageseinsätze der 16. Gruppe des RAF Coastal Command, die allein der Bekämpfung von Kleinst-U-Booten gewidmet waren (Mattes, 136-138).

27.3.– 14.8.1945
Nordwestpazifik

Operation »Starvation«
: Minenoperationen mit B 29 der 21st Bomb Group USAAF von Tinian zur Unterstützung der Landung auf Okinawa. Von 1529 gestarteten Flugzeugen kehren 102 um, 1427 Maschinen werfen 12.135 Minen (4921 Magnet-, 3507 Akkustik-, 2959 Druck-Magnet- und 748 Niederfrequenz-Minen) in der Straße von Shimonoseki sowie vor Kure / Hiroshima, Sasebo, Fukuoka / Karatsu, Harima / Nada, Kobe / Osaka, Hiuchi Nada, Nagoya, Tokyo / Yokohama, Niigata / Sakata, Maizuru / Tsuruga, Nanao / Fushiki, Hagi, Yuya, Senzuki, Sakai und Funakawa auf den Japanischen Inseln sowie vor Fusan, Rashin, Reisui, Masan, Seishin, Konan, Genzan, Geijits Wan und Hamada in Korea. 15 Flugzeuge gehen verloren. Am 31.3. werden der Zerstörer Hibiki und der Geleitzerstörer Inagi durch Minentreffer beschädigt.

28.– 31.3.1945
Südwestpazifik
Bei Angriffen der USAAF auf Makassar (Celebes) werden am 28.3. der jap. Minensucher W-11 und am 31.3. aus einem Küstenkonvoi 4 kleine Schiffe versenkt.

30.3.1945
Norwegen
Deutsche Hafeneinrichtungen in Porsgrunn sowie die Kaianlagen mit den dort festgemachten Schiffen werden von 24 Mosquitos des »Banff Strike Wing« (143, 235, 248, und 333 Sqn. RAF) mit Raketen angegriffen, während 8 weitere Mosquitos für Luftdeckung und Feuerunterstützung sorgen. Viele Gebäude werden schwer beschädigt. Der dt. Frachter Scharhörn (2643 BRT) und die norw. Frachter Quirid Borgstad (1664 BRT), Svanefjell (1371 BRT), Gudrid (1305 BRT) und Torafire (823 BRT) werden versenkt. Bei einem Tieffliegerangriff gerät Mosquito ,T’ / 235 (F/Lt. Knowles †) in eine Hochspannungsleitung und stürzt anschließend über einem nahe gelegenen Waldgebiet ab.

30.– 31.3.1945
Luftkrieg Deutschland

B 24
der 8. USAAF werfen 916 to Bomben auf die Hafenanlagen von Wilhelmshaven: Kreuzer Köln, U-Boote U 96, U 429, U 3508, Geleitboot F 6 / Königin Luise, Schnellboot S 186, S 194 und S 224, Minensuchboote M 329 und M 3430, U-Boot-Tender Weichsel, Wohnschiff Njassa (8757 BRT), die Frachter Hansburg (1000 BRT), Hamburg (676 BRT), Eider (656 BRT) und Specht (656 BRT) sowie 2 Schlepper werden versenkt. B 17 der 8. USAAF werfen 1103 t Bomben auf die Werft AG Weser in Bremen: U 72, U 430, U 870, sowie die unfertigen U 882, U 884, U 3036, U 3045, U 3046 werden versenkt, U 3042 und U 3043 werden auf der Helling zerstört. U 1197 wird beschädigt und am 25.4. in Bremerhaven außer Dienst gestellt. Die Frachter Gijon (ex Stentor, 2032 BRT) und Stella (479 BRT) sinken. In der Nacht zum 31.3. greifen die Gruppen No. 1, 6 (RCAF) und 8 RAF Bomber Command mit 469 Flugzeugen Hamburg an, insbesondere die Werft Blohm & Voss. U 348, U 350, U 1131 und U 1167 werden durch Bomben versenkt, U 2340 wird zerstört. 5 Frachter, darunter Stormarn (1459 BRT) und Martha Russ I (996 BRT) sinken. 11 Flugzeuge gehen verloren.

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text