1944 Dezember

 

 

 

 
1. Ein von US-Bombern am 4.12.44 versenktes japan. Kriegsschiff
 

1.12.1944
Nordsee
Vor der friesischen Küste wird der dt. Artilleriefährprahm AF 10 bei einem Luftangriff versenkt. In der 1. Monatshälfte des Dezember ist die Wetterlage vor Holland so ungünstig, dass die S-Boote nicht auslaufen können. Unterdessen postieren die Engländer mehrere Gruppen von Zerstörern, Fregatten, MTB und MGB vor Hoek van Holland, Ijmuiden und Den Helder, um die deutschen Küstenstreitkräfte rascher abfangen zu können.

1.12.1944
Mittelmeer / Ligurisches Meer
US Zerstörer Benson beschießt Eisenbahnanlagen an der Riviera bei San Remo.

1.12.1944
Mittelmeer / Griechenland
Die Fähre Empire Dace (716 BRT) geht durch Minentreffer vor Missolonghi verloren.

1.– 2.12.1944
Südwestpazifik
Am 1.12. versenken B-24 der USAAF östlich Makassar 2 jap. Hilfskriegsschiffe und 1 Frachter. Am 2.12. versenken landgestützte Flugzeuge der USN im Südteil der Makassarstraße 2 jap. Tanker.

1.– 14.12.1944
Nordmeer
Operationen deutscher U-Boote gegen sowjetische Küsten- und Nachschubgeleite.
1.12.:
Die sowjet. Zerstörer Derzki und Dostojnyj geleiten den Konvoi BK.40 mit 5 US Transportern vom Weißen Meer nach Murmansk. Sie werden im Kola-Fjord unterstützt von den Zerstörern Uritski and Dejatelnyj. Keine U-Boot-Angriffe. 2.12.: U 363 (Kptlt. Nees) greift erfolglos den sowj. Konvoi KP.17 (Kirkenes-Kola) mit 3 Dampfern, 4 großen und 2 kleinen U-Jägern an. 3.12.: U 1163 (Oblt.z.S. Balduhn) versenkt an der östlichen Koll-Küste aus dem sowj. Konvoi KB.35 (Kola-Weißes Meer) mit 2 Dampfern und den Bewachern T-38 und SKR-20, zwei ehem. Fischdampfern, den Dampfer Revoljutsija (433 BRT). 4.12.: Angriffe von U 363, U 992 und U 995 gegen ein westgehendes sowj. Küstengeleit vor dem Kolafjord mit ex US-Minensuchern bleiben ohne Erfolg. 4./5.12.: Bei Angriffen auf ein sowj. Küstengeleit am Eingang zum Weißen Meer verfehlt U 997 (Oblt.z.S. Lehmann) mehrere Geleitfahrzeuge und wird danach mit Wasserbomben verfolgt. 5.12.: U 995 (Lt Hess) versenkt mit 3 Torpedos aus dem Konvoi PK.20 (Kola-Kirkenes) östl. der Fischer-Halbinsel den Frachter Proletarij (1123 BRT). (Fortsetzung 20.-31.12.44)

 
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2. Zerstörer Caesar der neuen brit. C- Klasse.

Konvoi-Operation RA.62 im Nordmeer.
RA.62 mit 28 Handelsschiffen und einem Rettungsschiff, gesichert von der 8th und 20th Escort Group u.a. mit den Zerstörern Keppel, Beagle, Bulldog, Westcott, den Sloops Cygnet, Lapwing, Lark und den Korvetten Allington Castle, Bamborough Castle sowie den nach Murmansk zu überführenden norweg. Korvetten Tunsberg Castle und Eglantine; Deckungsgruppe Kreuzer Bellona, 1. Div. der 7. Zerstörer-Flottille mit den neuen C-Klasse-Zerstörern Caesar, Cassandra, Caprice und Cambrian und 17. Zerstörer-Flottille mit Onslow, Orwell, Obedient, Offa, Onslaught und Oribi. Als »Support Group« werden die Geleitträger Campania und Nairana mit den Fregatten Tavy, Tortola, Bahamas und Somaliland eingesetzt ebenso wie die kanad. 9th Escort Group mit den Fregatten St. John, Stormont, Monnow, Loch Alvie, Nene und Port Colborne.

Vor dem Auslaufen des Rückkonvois am 9.12. versuchen die alliierten Support Groups und eine sowj. Zerstörergruppe (KAdm. Fokin) mit Baku, Gremyashchi, Razumny, Derzki, Doblestny und Zhivuchi die U-Boote von der Einfahrt des Kolafjordes abzudrängen. Dabei verfehlt am 9.12. U 997 mit T-5 die Zhivuchi und Razumny, und wird anschließend mit Wasserbomben verfolgt. Auch U 318 wird von mehreren Geleitschiffen verfolgt, noch bevor es selber zum Angriff kommt. U 387 (Kptlt. Büchler) wird durch die Korvette Bamborough Castle mit Wabos versenkt, U 1163 von Zhivuchi (ex-brit. Richmond) mit Artillerie und Wasserbomben angegriffen und durch Rammstoß beschädigt. Nur U 365 (Oblt.z.S. Todenhagen) gelingt es, Fühlung am Konvoi zu gewinnen und nach einem erfolglosen Angriff auf einen Tanker am 10.12., am 11.12. den brit. Zerstörer Cassandra zu torpedieren. Am 13.12. wird das zäh Fühlung haltende Boot durch die Swordfishs ‚L' und ‚Q' (S/Lt Mason und S/Lt Henley) der FAA-Sq. 813 der Campania versenkt.

Ein letzter Versuch dt. Torpedoflugzeuge der I/KG. 26 (Maj. Sölter), den Konvoi südwestlich der Bären-Insel am 12.12. anzugreifen, bleibt bei Verlust von 2 Ju 88 erfolglos. Die norweg. Korvette Tunsberg Castle läuft am 12.12. auf eine Mine der dt. Flankensperre bei Makkaur und sinkt.

1.– 21.12.1944
Ostsee

Am 1.12. Neugliederung des MOK Ost. Als westl. Pendent zur 9. Sicherungsdivision in Windau wird durch Umbenennung des B.S.O. die 10. Sicherungsdivision in Swinemünde gebildet, und neben den Admiral Östliche Ostsee wird der Admiral Westliche Ostsee gestellt.

Bei der 5. S-Flottille (Kptlt. Holzapfel), der einzig regulären Frontflottille in der Ostsee, liegen die Boote weit verstreut. Nur noch S 65 steht einsatzbereit in Windau. Daher soll die 2. S-Schulflottille (Kptlt. Klose) auch die 2. Gruppe weitgehend in den Fronteinsatz ziehen. Diese baut im Dezember vorhandene Minensperren aus, am 1. und 11.12. die Minensperre »Veilchen« westl. der Irbenstraße, und am 21.12. die Minensperre »Olympia« in der Bucht von Pernau. Danach Gefechtsberührung mit sowjet. Fugas-Minensuchern. Am 17.12. setzen S 64, S 69, S 73 und S 117 an der Ostküste der Riga-Bucht mehrere V-Männer ab. (Hümmelchen, 213)

1.– 31.12.1944
Ostsee

Sowjetische U-Boot-Operationen.
Seit Ende November operiert Shch-309 (Kpt. 3.Rg. Vetchinkin) vor Windau und versenkt am 7.12. den Transporter Nordenham (4592 BRT, 9 Tote). Shch-407 (Kpt. 3.Rg. Bocharov) versenkt am 4.12. in der Danziger Bucht den Dampfer Seeburg (12.181 BRT, keine Verluste). Am 3.12. legt Lembit (Kptlt. Matiyasevich) eine neue Minensperre vor Brüsterort, auf der mehrere Erfolge reklamiert werden, die aber schon tags darauf vom MRS 12 und seinen Pinassen wieder geräumt wird. Nordwestl. von Leba sinkt am 4.12. der dt. Dampfer Dirschau (ex-poln. Tczew, 762 BRT) möglicherweise auf einer sowjet. Treibmine, nördlich von Rixhöft sinkt am 22.12. der Luftwaffen-Transporter Eberhard (749 BRT), möglicherweise im RAF-Minenfeld »Spinach 1« (siehe 13.-31.12.1944).

Mitte Dezember folgt eine 3.Welle sowj. Unterseeboote: D-2 (Kpt. 2.Rg. Lindenberg), Shch-303 (Kptlt. Ignatev), K-56 (Kpt. 2.Rg. Popov) und schließlich M-90 (Kptlt. Egorov) and M-102 (Kpt. 3.Rg. Leskov). Die kleinen Küsten-U-boote unternehmen nur kurze Ausfahrten im Gebiet vor Utö und bleiben ohne Feindberührung.

S-4 (Kpt. 3.Rg. Klyushkin, am 4.1.1945 vor Danzig durch Wabos des T-Bootes T 3 versenkt) und anschließend Shch-303 bleiben vor Memel ebenso wie D-2 in der Irben-Straße ohne Erfolg. K-53 (Kpt. 3.Rg. Jaroshevich) und anschließend Shch-310 operieren erfolglos vor Libau. Vor der Pommerschen Bucht löst K-56 das Unterseeboot K-51 (Kpt. 3.Rg. Drozdov) ab. Es versenkt am 26.12 den Dampfer Baltenland (3042 BRT) und am 29.12. die schwed. Venersborg (1044 BRT). L-21 hat vor Brüsterort am 22.12. mit dem Geschütz einen Fehlschuss auf einen Dampfer.

Deutsche U-Boot-Operationen kommen fast zum Erliegen:
Das Ende November ausgelaufene U 637 (Kptlt. Riekeberg) versenkt am 24.12. im Finnenbusen das sowj. Wachboot BMO-594. Von den in der Ostsee befindlichen Schul- und Ausbildungsbooten sinkt am 12.12. in der Einfahrt von Pillau U 416 (Oblt.z.S. Rieger) nach Kollision mit dem Minensucher M 203. Das auf dem Marsch nach Kiel befindliche U 683 (Kptlt. Keller) meldet am 17.12. nördl. Rixhöft Begegnung mit einem feindl. U-Boot, bei der es von drei Torpedos nur knapp verfehlt worden sei. U 1063 (Oblt.z.S. Stephan) meldet, am 23.12. vor Pillau zwei Torpedos ausgewichen zu sein.

1.– 31.12.1944
Nordatlantik und Kanal

Operationen dt. Schnorchel-U-Boote in brit. Küstengewässern.
Nördlich Schottland operieren von Ende November bis Mitte Dezember U 296 und U 775 (Oblt.z.S. Taschenmacher). Letzteres versenkt am 6.12. den Geleitzerstörer Bullen mit T-5 und wird bei der anschließenden Verfolgung durch die Fregatte Loch Insh und den DE Goodall beschädigt. Auch U 650 (Oblt.z.S. Zorn) geht entweder schon auf dem Ausmarsch (9.12.44 ab Bergen) oder nördlich von Loch Ewe (im Ausmarschbereich der Nordkonvois) verloren. Im Bristol-Kanal versenkt U 1202 (Kptlt. Thomsen) am 10.12. aus einem auslaufenden Konvoi das Liberty-Schiff Dan Beard (7176 BRT). U 400 (Oblt.z.S. Creutz) sinkt in der zweiten Dezemberhälfte durch Minentreffer vor Cornwall. U 772 (Oblt.z.S. Rademacher) wird am 17.12. südwestlich Irland beim Angriffsversuch gegen einen Konvoi von der Fregatte Nyasaland (18th Escort Group) versenkt. Bei Scapa Flow sind gegen brit. Trägergruppen die Boote U 1020, U 297 und U 312 eingesetzt. U 312 wird am 28.12. durch Grundberührung im Hoxa-Sund beschädigt. U 297 (Oblt.z.S. Aldegarmann) sinkt vor dem Hoy-Sund, möglicherweise am 6.12. durch Angriff der Sunderland ,Y’/ 201 RAF. U 1020 (Oblt.z.S. Eberlein) geht aus unbekannter Ursache auf dem Anmarsch oder in seinem Operationsgebiet vor dem Moray Firth verloren.

Im Kanal meldet U 991 neben 3 erfolglosen Angriffen die Versenkung eines nicht identifizierten Liberty-Schiffes am 15.12, am gleichen Tag verfehlt U 680 einen Trawler. U 322 (Oblt.z.S. Wysk) versenkt am 23.12. den brit. Dampfer Dumphries (5149 BRT) und torpediert am 29.12. aus dem Konvoi TBC.21 die amerik. Dampfer Arthur Sewall (7176 BRT) und Black Hawk (7191 BRT), die beide als Totalverlust abgeschrieben werden müssen. Im Gegenangriff wird das Boot durch Wasserbomben der kanad. Korvette Calgary versenkt. U 486 (Oblt.z.S. G. Meyer) versenkt am 18.12. die brit. Silverlaurel (6142 BRT), verfehlt am 21.12. einen Zerstörer, versenkt am 24.12. den von den Zerstörern Anthony, Brilliant und 3 weiteren Escorts gesicherten belg. Truppentransporter Leopoldville (11.509 BRT), mit dem 819 Mann untergehen, am 26.12. werden beim T-5 Angriff gegen die 1st Support Group die DEs Capel versenkt und Affleck beschädigt. Affleck wird nicht mehr repariert. U 1209 läuft vor Südwest-Irland auf Felsen und geht am 18.12. verloren. Das als letztes Boot 1944 im Kanal eintreffende U 485 verfehlt 1 Zerstörer. Aus St. Nazaire kehren die Transport-U-Boote U 773 und U 722 zurück.

Im Nordatlantik sind während der Vorbereitung der Ardennen-Offensive und danach die Boote U 1053, U 870, U 1232 und U 1009 als Wetterboote eingesetzt. Auf dem Abmarsch nach Gibraltar trifft U 870 (KKpt. Hechler) am 20.12. auf einen Konvoi, versenkt daraus das LST 359 und torpediert einen der 4 US Geleitzerstörer, Fogg. Auf dem Ausmarsch im Nordatlantik trifft U 877 (Oblt.z.S. Findeisen) am 27.12. auf den Konvoi HX.327 (Escort Group C3) und wird von den kanad. Korvetten St. Thomas und Edmundston versenkt. Gegen die eingepeilten Wetterboote wird eine mit dem neuen HF/DF-Gerät «DAQ» ausgerüstete Jagdgruppe mit den US-DEs Otter, Hubbard und Varian angesetzt, die jedoch zunächst keinen Erfolg hat. Im St. Lorenz-Golf versenkt U 1230 (Kptlt. Hilbig) am 3.12. den kanad. Dampfer Cornwallis (5458 BRT), U 1231 (Kpt.z.S. Lessing) verfehlt mit T-5 Torpedo 1 Dampfer und die kanad. Korvette Matapedia. U 806 (Kptlt. Hornbostel) versenkt am 21.12. aus einem HX-Konvoi vor Halifax den brit. Dampfer Samtucky (7219 BRT) und am 24.12. aus dem Konvoi XB.139 den Minensucher Clayoquot, der anschließend auf einen Frachter abgeschossene T-5 Torpedo detoniert im «CAT»-Gerät des Minensuchers Transcona.

 
3. »Konservenfabrik« an Bord von U 843
 

1.– 31.12.1944
Indischer Ozean

Erste Gruppe deutscher Ostasien-U-Boote
mit Rohstoffen auf dem Rückmarsch von Djakarta nach Norwegen. Am 28.11. ist U 843 (Kptlt. Herwatz) ausgelaufen und erreicht nach Versorgung aus dem wegen Maschinenschadens nach Djakarta zurücklaufenden U 181 am 28.12. den Atlantik, von dort kommen im Dezember U 195 (Oblt.z.S. Steinfeldt) und U 219 (KKpt. Burghagen) in Djakarta an.

Bei einer 2. Unternehmung im Golf von Bengalen wird das japan. Ro-113 (Oblt.z.S. Harada) am 3./4.12. von einer Liberator der RAF-Sq. 222 gebombt, greift aber am 17./18. und 18./19.12. vor Madras 2 Schiffe an, die knapp ausweichen und trifft am 28.12. wieder vor Penang ein, wo das brit. U-Boot Thule das Boot mit 6 Torpedos verfehlt. Ro-115 (Lt. Takema) kreuzt ohne Erfolg an der Ostküste Ceylons und wird am 22.12. durch die Sloop Flamingo gejagt. Das dt. U-Boot U 862 (KKpt. Timm) ist im November von Djakarta aus westlich und südlich um Australien herum bis ins Gebiet von Adelaide vorgestoßen und operiert dort bis Februar 1945 (siehe 18.11.1944 - 15.2.1945).

Brit. U-Boot-Operationen im Gebiet der Malakka-Straße und des Malaya-Archipels:
Supreme
(Lt. Barlow) versenkt am 1.12. vor Andaman eine Dschunke, Sturdy (Lt. Hobson) versenkt in der Makassar-Straße am 1.12. ein Küstenfahrzeug, am 2.12. das japan. Schiff 142 (200 BRT), am 5.12. eine Dschunke, Shalimar (Lt. Meeke) versenkt am 4.12. eine Dschunke, am 5.12. drei Dschunken, am 6.12. beschädigt es den Tankleichter Shinbun Maru (25 BRT), am 10.12. versenkt es zwei Dschunken, am 14.12. den Hilfsminensucher Choun Maru No. 7 (163 BRT), am 15.12. einen Schlepper und zwei Leichter, Sea Rover (Lt. Angell) versenkt am 7.12. vor Surabaya einen Küstenfrachter, Stygian (Lt. Clarabut) versenkt am 7.12. in der Straße von Malakka einen Küstenfrachter und ein Landungsfahrzeug, Porpoise (LtCdr. Turner) legt am 9.12. eine Minensperre vor Penang und versenkt am 10.12. eine Dschunke, Subtle (Lt. Andrew) versenkt vom 12.-14.12. in der Straße von Malakka drei Dschunken, Spiteful (LtCdr. Sherwood) versenkt am 14.12. in der Straße von Makassar einen Küstenfrachter, Stoic (Lt. Marriott) versenkt am 16.12. westl. der Sunda-Straße das Hilfskanonenboot Shoei Maru mit 1986 BRT, Thule (Lt. Mars) legt am 16.12. eine Minensperre in der Malakka-Straße und versenkt in der Zeit vom 17.-29.12. insgesamt 13 Dschunken, 2 Lastkähne und 5 Segler, am 28.12. verfehlt es das jap. U-Boot Ro-113 vor Penang. Trenchant (Cdr. Hezlet) versenkt am 21.12. zwei Landungsfahrzeuge und vom 29.-31.12. fünf Dschunken; zusammen mit Terrapin (Lt. Brunner) versenkt es in der Malakka-Straße am 22.12. den Tanker Yaei Maru No. 6 (834 BRT), am 25.12. wahrscheinlich einen Trawler, den Hilfsminensucher Reisui Maru (219 BRT) außerdem werden drei Küstenschiffe beschädigt, Terrapin allein versenkt am 26.12. einen kleinen Minenleger, am 29. und 30.12. drei Dschunken, Tudor (Lt. Porter) versenkt vor der Westküste Burmas am 22. und 27.12. zwei Segler, vom 24.-29.12. fünf Dschunken. Sirdar (Lt. Spender) versenkt am 25.12. vor Surabaya einen Küstendampfer, Statesman (Lt. Bulkeley) am 29.12. nordöstl. von Sumatra eine Dschunke, Sea Scout (Lt. Kelly) am 29.12. vor den Nicobaren zwei Küstendampfer, Thorough (LtCdr. Hopkins) legt am 23.12. eine Minensperre in der Malakka-Straße und versenkt vor der Westküste Siams am 29.12. zwei Dschunken, Shakespeare (Lt. Swanston) versenkt am 31.12. den Frachter Unryu Maru (2515 BRT).

1.– 31.12.1944
Pazifik

Amerikan. U-Boot-Einsätze im Pazifik:

Im Gebiet der Kurilen operiert Anfang des Monats Apogon ohne Erfolg. Am 15. Dezember läuft Dragonet vor Matsuwa auf Grund und wird dabei beschädigt. Vor Honshu versenkt Tilefish (LtCdr. Kaithley) am 22.12. das T-Boot Chidori.

In japanischen Gewässern versenkt Sea Devil (LtCdr. Styles) am 2.12. südlich von Kyushu den Tanker Akigawa Maru (6859 BRT) und den Transporter Hawaii Maru (9467 BRT) und beschädigt am 9.12. zusammen mit Redfish (Cdr McGregor) den Träger Junyo. Am 9.12. beschädigt Plaice (LtCdr. Stevens) den Geleitzerstörer Maki vor Onajima. In der Tsushima-Strasse versenkt Sea Owl (LtCdr. Bennet) am 11.12. den Hilfs-U-Jäger Cha-76. Finback (LtCdr. Williams) versenkt am 16.12. vor den Bonin-Inseln den Transporter Jusan Maru I-Go (2111 BRT). Vor Shanghai versenkt Redfish am 19.12. den Träger Unryu, begleitet von einigen Zerstörern, die das U-Boot verfolgen und beschädigen. Whale (LtCdr. Grady) versenkt am 23.12. südwestl. Kyushu zwei Trawler und zwei Segler. Erfolglos operieren Devilfish, Drum, Greenling, Pogy, Sea Fox, Swordfish, Tinosa and Trigger.

Im Gebiet der Philippinen operiert nördlich von Luzon eine U-Boot-Gruppe mit Trepang (Cdr. Davonport, Gruppenführer), Razorback (LtCdr. Brown) und Segundo (LtCdr. Fulp). Trepang versenkt am 6.12. das Hilfsschiff Banshu Maru No. 31 (748 BRT) sowie die Frachter Jinyo Maru (6862 BRT) und Fukuyo Maru (5463 BRT), die Yamakuni Maru (500 BRT) wird schwer beschädigt. Razorback versenkt zusammen mit Segundo am 6./7.12. den Frachter Kenjo Maru (6933 BRT), Segundo versenkt allein am 6.12. die Frachter Yasukuni Maru (5794 BRT) und Shinto Maru (1215 BRT) und torpediert die Shinfuku Maru. Im gleichen Gebiet versenkt Pintado (LtCdr. Clarey) am 13.12. das Landungsschiff T-104 und den Schnelltransporter T-12, dagegen kann T-106 entkommen Blenny (LtCdr. Hazzard) versenkt am 14.12. westl. Luzon das Wachboot Taisho Maru No. 5 (47 BRT) und das Küstenschutzboot Kaibokan 28, am 23.12. den Tanker Kenzui Maru (4156 BRT). Im gleichen Gebiet versenkt Hawkbill (LtCdr. Scanland) am 15.12. den Geleitzerstörer Momo und am 29.12. den Leichter No. 130 (250 BRT). Razorback versenkt am 30.12. nördlich von Luzon das T-Boot Kuretake. Ohne Erfolg operieren im Ostchinesischen Meer Icefish und Spot, in der Straße von Luzon Sawfish.

Im Südchinesischen Meer operiert östlich von Hainan eine U-Boot-Gruppe mit Pampanito (Cdr. Fenno, Gruppenführer), Searaven (Cdr. Dry), Sea Cat (Cdr. McGregor) und Pipefish (Cdr. Deragon). Die Gruppe feuert mehrere Fehlschüsse, doch Pipefish versenkt am 3.12. bei einem Angriff auf den Konvoi HI.83 das Küstenschutzboot Kaibokan 64. Vor der Küste Indochinas beschädigt Pampanito (LtCdr. Fenno) am 3.12. den Tanker Seishin Maru (5239 BRT). Searaven und Sea Cat attackieren gemeinsam einen Tanker. Doch der Geleitträger Kaiyo und ein Tanker erreichen Singapore unversehrt. Am 4.12. versenkt Flasher (LtCdr. Grider) 275 sm südwestl. von Manila im Gebiet des Südchines. Beckens den Tanker Hakko Maru (10.022 BRT) sowie den Zerstörer Kishinami, anschließend kann es den Gegenangriffen der Fregatte Yurijima und der Korvette Kaibokan 17 knapp entkommen. Am 22.12. versenkt es vor der Westküste Indochinas die Tanker Omurosan Maru (9204 BRT), Otowasan Maru (9204 BRT) und Arita Maru (10.238 BRT). Dace (LtCdr. Cole) legt am 16.12. eine Minensperre vor Pulo Gambier, auf dieser sinkt am 26.1. der Frachter Tamon Maru No. 15 (6925 BRT), und am 28.12. versenkt es den Munitionstransporter Nozaki (640 BRT). Sealion (LtCdr. Putnam) versenkt im Gebiet der Macclesfield-Bank am 21.12. früh den Munitionstransporter Mamiya (15.820 BRT) und entkommt den Gegenangriffen des Geleitzerstörers Kari und der Korvette Kaibokan 17. Erfolglos operieren Bergall, Bluegill, Bream, Guitarro, Gunard, Rock und Gabilan.

Im Seegebiet Indonesiens: In der Java See operiert Anfang des Monats Hoe ohne Erfolg. Hammerhead (LtCdr. Martin) versenkt im Bereich des Malaya-Archipels zusammen mit Paddle (LtCdr. Nowell) am 8.12. den Tanker Shoei Maru (2854 BRT). Östlich der Malaya-Halbinsel torpediert Bergall (LtCdr. Hyde) am 13.12. den Kreuzer Myoko (dieser wird nach Singapur eingeschleppt und nicht mehr repariert), die geplante Minensperre wird nicht ausgelegt. Vor Makassar versenkt Barbero (LtCdr. Hartman) am 24.12. den U-Jäger Ch-30 und den Transporter Junpo Maru (4277 BRT). Das U-Boot wird am 27.12. in der Lombok Straße von Fliegerbomben getroffen und beschädigt. Blueback, Boarfish, Charr, Croaker, Kraken, Perch, Sealion und Gabilan verlegen im Dezember von Pearl Harbor nach Fremantle. Umgekehrt verlegen Angler, Dace und Gar von Fremantle nach Pearl Harbor.

2.12.1944
Norwegen

Der norwegische Routendampfer Kong Halfdan (II, 1463 BRT) geht durch Minentreffer bei Marstrand verloren.

2.– 4.12.1944
Mittelmeer / Adria

Operation "Antagonise": Erster Vorstoß der Royal Navy gegen die 2. Sturmboot-Flottille. LCH 282 (Kommandoschiff), 4 Zerstörer und 4 Schnellboote, insgesamt 18 Schiffe und Boote, unternehmen einen Angriff auf den KK-Stützpunkt Cigale. Keine der dt. Küstenwachen auf den Inseln Pag, Rab und Lussin bemerken den Vorstoß. Erst in der Bucht von Cigale kommt es zu heftigen Artilleriegefechten. Die britischen Einheiten werden erfolgreich abgewehrt. -- In der Nacht vom 3./4.12. unternimmt die 3. S-Bootsflottille (Kptlt. G. Schulz) vor Lussin einen Angriff auf gegnerische Seestreikräfte. Gleichzeitig stößt die 2. Sturmboot-Flottille mit allen verfügbaren Kräften zur Abwehr eines vermeintlich alliierten Landungsversuchs gegen die Schnellboote vor. Diese weichen dem Angriff allerdings aus und vermeiden damit ein deutsches Desaster (Kobelt, 2016, S.228-230).

 
 
4. Aufenthaltsraum an Bord eines US Lazarettschiffes

2.– 5.12.1944
Südwestpazifik
US Zerstörer laufen zu einer Unternehmung in die Ormoc-Bucht. Desdiv 44 (…) beschießt japan. Stellungen in der nördl. Ormoc Bucht, Desdiv 120 (Cdr Zahm) greift mit den Zerstörern Allen M. Sumner (Cdr Sampson), Moale (Cdr Foster) und Cooper (Cdr Peterson) japan. Schiffe an, and Cooper versenkt mit Geschützfeuer den Geleitzerstörer Kuwa, doch die Kuwa hat rechtzeitig zuvor lang-laufende Torpedos abgefeuert, von denen einer die Cooper trifft und versenkt, während ein anderer die Moale zu Schaden bringt. »Black Cat« Catalinas bergen 168 Schiffbrüchige, 191 Mann gehen auf ihren Schiffen unter. Am 3.12. wird das Lazarettschiff Hope, unter voller Beleuchtung, von japan. Torpedoflugzeugen angegriffen, aber verfehlt. Am 4.12 wird der Zerstörer Drayton von Horizontal-Bombern in Leyte beschädigt und nochmals am 5.12. von einem Kamikaze-Flieger, ebenso der Zerstörer Mugford, die Landungsschiffe LST 23 und LSM 20 und 2 Transporter. Bei Flugzeugangriffen am 5.-7.12. auf einen Konvoi nach Leyte wird der Frachter Antoine Saugraine mehrfach torpediert und schließlich versenkt.

4.– 21.12.1944
Mittelmeer / Ägäis
Am 4.12. bombardieren der Kreuzer Aurora und die Zerstörer Marne, Meteor und Musketeer Schiffsziele auf Rhodos. Vom 5.-9.12. beschießen der brit. Kreuzer Caledon, der Geleitzerstörer Easton und die Korvette La Malouine sowie der griech. Zerstörer Navarinon und die Korvette Sakhtouris Stellungen der kommunistischen Widerstandsbewegung Griechenlands (E.L.A.S.) bei Piräus und Salamis. Am 21.12. beschießt der Kreuzer Ajax E.L.A.S.-Stellungen bei Piräus.

5.12.1944
Norwegen

Angriffe des RAF Coastal Command auf den dt. Schiffsverkehr.
34 Mosquitos der 143., 235. and 248. Sqn. RAF (»Banff Strike Wing«) greifen im Nordgulenfjord den 1. nordgehenden Teil des Konvois BE-1075-AL an und beschädigen die Frachter Tucuman (4621 BRT), Magdalena (3283 BRT) und den Munitionstransporter Helene Russ (993 BRT). Sicherung durch V 5102, V5305 und V 5306. Zur selben Zeit taucht ein südgehendes Geleit mit Frachter Ostland (5273 BRT) am Tau der beiden Schlepper Aasenfjord und Fairplay auf. Sicherung durch V 5109, V 5308 und V 5310. Bei dem Angriff werden 2 Flugzeuge schwer beschädigt. Mosquito "P" (F/O Gilchrist †) der 143. Squadron fliegt mit einem Propeller zurück nach Sumburgh und muss auf dem Flugplatz notlanden. Mosquito "G" der 248. Squadron wird durch die Flak eines der beiden Ozeanschlepper in Brand geschossen, und stürzt später über der Nordsee ab.

17 Beaufighter der 455 Sq. RAF (»Dallachy Strike Wing«) fliegen zur Aufklärung mit 1 Mosquito der norw. 333 Sq. RAF als "Pfadfinder". Im Orstenfjord entdecken sie den 2. Teil des Konvoi BE-1075-AL mit den Frachtern Radbod, Dockenhuden und den Munitionstransporter Albert Janus vor Anker. Sicherung durch V 6805. Beim Angriff werden Radbod (4354 BRT) und Albert Janus (2370 BRT) mit Raketen versenkt; von dem Vp-Boot wird Beaufighter NV438 abgeschossen, das abstürzende Flugzeug rammt und beschädigt seinerseits das Boot. Beaufighter NT914 kann den Flugplatz in Schottland nicht mehr erreichen und muss vor der Küste notwassern.

7.12.1944
Ostsee
Das dt. Vorpostenboot V 1606 / Julius Fock wird vor Steinort von einem sowj. Flugzeug mit Lufttorpedo versenkt.

7./8.12.1944
Norwegen
Die norweg. MTB 717 und MTB 653 greifen vor dem Korsfjord den dt. Geleitzug BE-1081-ST (2 Dampfer und die Vorpostenboote V 5113 und V 5114) an und versenken den Frachter Ditmar Koel (ex-estn. Tallin, 5088 BRT) mit Erzladung.

7.– 14.12.1944
Norwegen
Operation »Urbane«: Während der Geleitzugsoperation RA.62 (siehe 2.-14.12.1944) operiert ein brit. Trägerverband (RAdm. McGrigor) mit dem Flottenträger Implacable, den Geleitträgern Premier und Trumpeter vor Westnorwegen, gesichert von dem Kreuzer Diadem und den Zerstörern Zambesi, Savage, Vigilant, Zealous, Serapis, Stord (norweg.), Sioux (kanad.) und Algonquin (kanad.). Am 7.12. werfen 12 Avenger der FAA-Sq. 856 der Premier, gesichert durch 12 Wildcats der Sq. 881 der Trumpeter, Minen im Salhusstrommen. Am 8.12. attackieren 12 Fireflies der Sq. 1771 der Implacable, gesichert durch 9 Wildcats der Sq. 881 der Trumpeter, 2 Räumboote vor Stavanger. R 59 wird schwer beschädigt, R 56 brennt aus und kentert im Bömmelfjord. Später erfolgt ein Angriff auf die UAS-Schulboote Nogat und Pregel, die dabei schwer beschädigt werden.

Am 14.12. greifen die Kreuzer Diadem und Mauritius mit 4 Zerstörern den dt. Schiffsverkehr vor Stadlandet an. Dt. Luftaufklärer kommen an einen brit. Verband mit den Geleitträgern Premier und Trumpeter, dem Kreuzer Devonshire sowie den Zerstörern Zealous, Serapis, Savage, Zephyr, Algonquin (kanad.) und Sioux (kanad.). 30 Torpedoflugzeuge der II./KG.26 (Major R. Schmidt) versuchen erfolglos, die brit. Schiffe zu finden, 2 Ju 88 kehren von ihrem Einsatz nicht zurück.

Omanney Bay (CVE 79)  
5. Landungsunternehmen bei Ormoc.
Nur 3 Wochen später, am 4. Januar 1945, wird CVE 79 Omanney Bay durch Kamikazetreffer irreparabel beschädigt und selbstversenkt.
 

7.– 15.12.1944
Südwestpazifik

Landungsunternehmen bei Ormoc (Leyte).
Nach einem Vorstoß der Zerstörer Nicholas, O'Bannon, Fletcher und La Valette in der Nacht vom 6./7.12. landet am 7.12. früh die Task Group 78.3 (RAdm. Struble) mit 8 APDs, 27 LCI, 12 LSM und 4 LST sowie einer Minensuchergruppe die 77. US Inf. Div. (GenMaj. Bruce) südlich Ormoc. Deckung und Unterstützung durch die Zerstörer Hughes, Barton, Walke, Laffey, O'Brien, Flusser, Lamson, Edwards, Smith, Reid, Conyngham, Mahan. Nach der ohne nennenswerten Widerstand gelungenen Landung greifen 21 jap. Kamikaze-Flieger an. Der Zerstörer Mahan (Cdr. Campbell) wird durch 4 Kamikaze-Treffer schwer beschädigt und von der Walke versenkt. Der ebenfalls schwer getroffene APD Ward (Cdr. Farwell) wird von der O’Brien (Cdr. Outerbridge, er befehligte die Ward am 7. Dez 1941 vor Pearl Harbor, Ward feuerte damals den 1. Schuß des Pazifikkriegs) versenkt. Darüber hinaus wird LSM 318 versenkt, der Zerstörer Lamson, der APD Liddle sowie die Landungsschiffe LST 737, LSM 18 und LSM 19 schwer beschädigt. Am 8.12. meldet das jap. Klein-U-Boot (»Ko-Hyoteki«) Ha-81 einen Fehlschuss vor Ormoc.

Ein jap. Versuch, mit den Geleitzerstörern Ume und Sugi und dem APD No. 11 ein verstärktes Regiment bei Ormoc zu landen, wird durch Jagdbomber der 5. Luftflotte USAAF und Corsairs der USN aus Tacloban vereitelt, der APD und 4 Transporter werden versenkt, die Zerstörer beschädigt. Am 8.12. werden drei weitere Transporter westlich von Leyte versenkt. Am 10.12. wird die Hughes im Leyte-Golf durch Kamikaze-Flieger beschädigt, LCT 1075 sinkt und zwei Frachter werden beschädigt. Am 11.12. wird der Zerstörer Reid westlich der Surigao Straße von 2 Kamikazes versenkt und der Zerstörer Caldwell beschädigt. Der Zerstörer Coghlan führt zur Sicherung eines Nachschubkonvois ein Gefecht mit den jap. Zerstörern Uzuki und Yuzuki. Am 12.12. versenken Flugzeuge des USMC und der USAAF die Yuzuki und das Landungsschiff T 159, beschädigen den Geleitzerstörer Kiri und den Schnelltransporter T 15. Die US Schnellboote PT492, PT490 und ein Flugzeug versenken die Uzuki. Das Flugzeug richtet später beim Angriff auf einen Truppenkonvoi bei Palompon schwere Schäden an.

8.– 18.12.1944
Nordmeer
Vom 8.- 9.12 verlegt der sowjet. Transporter Frunze, unter Sicherung des Zerstörers Zhestki, der Minensucher T-117, T-32, dem Wachboot SKR-74 und der U-Jäger BO-208 and BO-221, vom Weißen Meer nach Iokanga. Vom 11.-12.12. verlegt der Transporter Kama mit Konvoi IB.31 und unter Geleitschutz von T-117, T-38, T-54, SKR-20 und BO-212 von Iokanga nach dem Weißen Meer. Vom 13.-14.12. verlegt der Transporter Voronezh mit Konvoi BI-29, unter Geleitschutz von T-117, T-38, T-53, BO-222, BO-152 und BO-153 vom Weißen Meer nach Iokanga. Vom 17.-18.12. laufen 4 Transporter im Konvoi IK.21 von Iokanga zur Halbinsel Kola, begleitet vom Minensucher T-117, den Zerstörern Razumnyj, Razyarennyj, Derzki, Dostojnyj und den U-Jägern BO-203 und BO-212.

8.– 27.12.1944
Zentralpazifik
Eine US Task Group (RAdm. Smith) mit den Kreuzern Chester, Pensacola, Salt Lake City und einigen Zerstörern, bombardiert Iwo Jima. Am 24.12 und 27.12. wird die Beschießung wiederholt (Fortsetzung 5.1.1945).

8.12.1944 – 3.1.1945
Nordatlantik

Alliierte Geleitgruppen auf der Nordatlantik-Route St. John´s - Western Approaches. Sie bestehen aus folgenden Fahrzeugen (in zeitl. Reihenfolge ihres Einsatzes):

EG B1: DE Inman und Korvetten Dianella, Lotus, Poppy und Tintagel Castle; Korvette Clover detachiert; Fregatte Chelmer (SO) und Korvette Starwort nicht einsatzbereit.
 
EG B3: Fregatte Exe (SO), Korvetten Borage und Flint Castle; Fregatte Gardiner und Korvetten Geranium und Vervain detachiert; Korvette Pimpernel nicht einsatzbereit.
EG C5: Kanad. Fregatten Runnymede (SO) und St. Stephen, kanad. Korvetten Eyebright, Hespeler, Long Branch und New Westminster; kanad. Korvette Huntsville detachiert.
 
EG C1: Kanad. Fregatten Hallowell und Royal Mount, kanad. Korvetten Arnprior (SO), Chambly, Frontenac und Orangeville; Korvetten Giffard und Fennel detachiert.
EG C8: Kanad. Fregatten Stonetown (SO) und Poundmaker und die kanad. Korvetten Edmundston, Guelph, Humberstone und Leaside.

Auf der Route Nördliche und Südliche Western Approaches – St. John´s werden folgende Escort Groups eingesetzt:

EG C7: Kanad. Fregatte Lanark (SO) und die kanad. Korvetten Copercliff, Hawkesbury, Owen Sound und Parry Sound; kanad. Fregatte Cap de la Madeleine und kanad. Korvette Collingwood detachiert.
 
EG C4: Kanad. Fregatte Glace Bay und die kanad. Korvetten Beauharnais, Atholl, Bowmanville, North Bay, Petrolia und Whitby; kanad. Fregatte Wentworth (SO) nicht einsatzbereit.
 
EG C6: Kanad. Fregatten East View (SO) und Lauzon sowie die kanad. Korvetten Cobourg, St. Lambert und Tillsonburg; kanad. Korvetten Brandon und Peterborough detachiert.
 
EG C2: Kanad. Korvetten Asbestos, Kamloops, Kincardine und Norsyd; kanad. Longueuil (SO) und Capilano detachiert.
EG B2: Zerstörer Highlander (SO), DE Manners, Korvetten Acanthus (norweg.), Morpeth Castle, Sweetbriar, Columbine und Primrose. EG C3: Kanad. Fregatten Kokanee (SO) und Sea Cliff, kanad. Korvetten St. Thomas und Trillium; kanad. Korvette Stellarton detachiert; Forrest Hill und Rivière du Loup nicht einsatzbereit.

Support Groups in den Südwest Approaches:

30th EG: Korvetten Caistor Castle, Kenilworth Castle, Launceston Castle, Pevensey Castle und Portchester Castle (letztere im Dezember in Werft). 31st EG: Korvetten Berkeley Castle, Carisbrooke Castle, Dumbarton Castle, Hadleigh Castle und Lancaster Castle.

9.– 16.12.1944
Mittelmeer
US Zerstörer Charles F.Hughes und Madison beschießen deutsche Stellungen an der franz.-italien. Grenze. Charles F.Hughes setzt den Beschuss vom 13.-16.12. fort.

9.– 16.12.1944
Norwegen

Weitere Angriffe des RAF Coastal Command auf den dt. Schiffsverkehr.

9.12.: Auf einer Patrouille des »Dallachy Strike Wing« versenken 6 Beaufighter der Sq. 455 RAF bei Florö die in dt. Charter fahrende norw. Havda (678 BRT) mit Raketen, Bordgeschütz und MG. Bei Kontrolle des Erfolges kollidiert 1 Beaufighter der 404 Sq. RAF im Tiefflug mit einem Mast der sinkenden Havda und stürzt ab. 10.12.: Angriff des »Banff Strike Wing« mit Mosquitos der 143., 235. and 248 Squadron im Flekkefjord auf den dt. Frachter Gudrun (1485 BRT), gesichert von UJ 1706 und UJ 1767. Der Frachter wird mit Raketengeschossen versenkt. Keine Flugzeugverluste. 12.12.: Angriff der 143., 235. und 248. Sq. RAF auf Flugplatz Gossen. Dabei stößt das Geschwader auf einen Konvoi mit den Frachtern Wartheland (dt.), Tore Elisa und Molla (norw.), gesichert von V 5101 und V 5303. Im Eidfjord versenken die Mosquitos die Wartheland (ex Arija, 3678 BRT) und Tora Elise (721 BRT) und beschädigen die Molla (815 BRT). 13.12.: Ein Angriff des »Banff Strike Wing« im Eidfjord auf Frachter Falkenfels, gesichert von V 5503 und V 5110, wird von Küstenbatterien erwidert. Mosquito "R" (W/C Atkinson †) der 235. Squadron verliert ein Tragwerk und stürzt in Meer. Kein Schiff wird versenkt oder beschädigt. 16.12.: Angriff der 143., 235. und 248. Sq. RAF bei Mallöy and Krakhellesund. Der norw. Frachter Ferndale (5684 BRT), Nachzügler des Konvois BE-1102-AL, im Schlepp von Fairplay X und gesichert von V 5305, wird auf Strand getrieben und später zerstört, kurze Zeit darauf wird auch der detachierte norw. Bergungsschlepper Parat (135 BRT) versenkt. 2 Mosquitos gehen verloren: Mosquito "R"/248 (F/Lt. Kennedy †) wird beim Angriff von V 5305 abgeschossen; Mosquito "S"/235 (F/O Beruldsen †) wird beschädigt und stürzt bei Losnoy ab.

 
 
6. Gescheitertes Minenunternehmen »Nil«
Die als »Nashorn« bezeichnete Sperre heißt in Wirklichkeit »Nilhorn II«

11./12.12.1944
Ostsee
Die 6. Z-Flottille (Kpt.z.S. Kothe †) führt mit Z 35, Z 36, Z 43, T 23 und T 28 vor Reval die offensive Minenunternehmung »Nil« durch. Wegen des sehr schlechten Wetters sind die für die Unternehmung wichtigen genauen Standortbestimmungen auf dem Marsch nicht möglich, Kothe bricht die Unternehmung dennoch nicht ab. Beim Endanlauf zum Minenwurf geraten Z 35 (KKpt. Bätge †) und Z 36 (KKpt. Frhr. von Hausen †) auf andere dt. Minen und sinken nordöstlich von Reval. Nur 87 Besatzungsangehörige werden gerettet, mehr als 540 sterben. 67 von ihnen werden in Rettungsflößen angetrieben. Sowjetische Schnellboote bergen einige Überlebende von Z 35. Von den anderen deutschen Schiffen werden keine Minen geworfen (vgl. Anmerkung).

10./11.12.1944
Mittelmeer / Ligurisches Meer
Ein Angriff von drei MAS 531, 556 und 561 im Verband mit 5 SMA- und 15 MTM-Sturmbooten auf einen vom B-Dienst gemeldeten Geleitzug vom Marseille nach Villefranche muss wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Der Sturmbootverband wird auseinandergerissen. MAS 531 wird von dem französischen Wachfahrzeug Sabre versenkt (DDK VIII, 152). Der französische U-Jäger Javelot stößt auf MTM 15B, das bereits aufgegeben worden war. Der Fahrer aber wird gerettet und in Gefangenschaft genommen (Kobelt, 2016, S.166-167).

11.– 24.12.1944
Indischer Ozean
An der Burma-Front unterstützt die neu gebildete brit. Task Force 64 (Capt. Bush) mit den Zerstörern Napier und Nepal, Minensuchern, Landungsbooten und den ind. Küstenschutz-Flottillen 55 und 56 mit HDML 1275, HDML 1303, ML 438, ML 439, ML 440, ML 441, ML 447, ML 847 und ML 855, die Seeflanke des XV. brit. Korps an der Küste von Arakan 13 Tage lang durch Beschuss der Umgebung von St. Martin´s Island.

Operation »Robson«: RAdm. Vian führt am 17.12. und 20.12. die TF.67 mit den Trägern Indomitable und Illustrious, den Kreuzern Newcastle, Black Prince und Argonaut sowie den Zerstörern Kempenfelt (D.27), Wager, Wakeful, Wessex, Whelp, Whirlwind und Wrangler, einen Trägerraid gegen die Öl-, Eisenbahn- und Hafenanlagen von Belawan-Deli im nördlichen Sumatra und führt einen erfolglosen Angriff auf die Einrichtungen von Medan (Sumatra).

11.– 22.12.1944
Zentralpazifik

Operationen zur Unterstützung der Landung auf Mindoro.

Am 11.12. läuft die Task Force 38 (VAdm. McCain) von Ulithi aus: Task Group 38.1 (RAdm. Montgomery) mit den Trägern Yorktown, Wasp, Cowpens, Monterey, den Schlachtschiffen Massachusetts, Alabama, den Kreuzern San Francisco, Baltimore, New Orleans, San Diego und 18 Zerstörern. Task Group 38.2 (RAdm. Bogan) mit den Trägern Lexington, Hancock, Hornet, Independence, Cabot, den Schlachtschiffen New Jersey, Iowa, Wisconsin, den Kreuzern Pasadena, Astoria, Vincennes, Miami, San Juan und 20 Zerstörern. Task Group 38.3 (RAdm. Sherman) mit den Trägern Essex, Ticonderoga, Langley, San Jacinto, den Schlachtschiffen North Carolina, Washington, South Dakota, den Kreuzern Mobile, Biloxi, Santa Fé, Oakland und 18 Zerstörern.

Nach Versorgung aus der Tanker-Gruppe TG.30.8 (Capt. Acuff) am 13.12. führen die Träger vom 14.-16.12. zur Unterstützung der Mindoro-Operation laufend Luftangriffe gegen die Flugplätze von Luzon. Am 14.12. versenken Flugzeuge des Trägers Hornet vor Vingan (Luzon) das Landungsschiff T-109. Am 15.12. wird das Landungsschiff T-106 versenkt und die Korvette Kaibokan 54 beschädigt. Insgesamt finden 1427 Jäger- und 244 Bomber-Einsätze statt, 27 Verluste im Kampf, 38 durch Unfälle. Etwa 170 jap. Flugzeuge zerstört, ferner 4 Dampfer und 1 Landungsschiff. Nachdem ein Auftanken von vielen bereits brennstoffknappen und somit in ihrer Stabilität gefährdeten Zerstörern am 17.12. wegen zu hohen Seegangs abgebrochen werden muß, gerät die TF.38 am 18.12. in einen Taifun, der Zerstörer Spence sinkt, die Träger Cowpens, Monterey, Cabot, San Jacinto und die Zerstörer Dyson, Hickox, Benham, Maddox werden beschädigt. Von der Versorgungsgruppe sinken die älteren, topplastigen Zerstörer Hull, Monaghan, beschädigt werden die Geleitträger Altamaha, Nehenta Bay, Cape Esperance, Kwajalein, der Kreuzer Miami, die Zerstörer Aylwin (Capt. Acuff), Dewey, Buchanan, die Geleitzerstörer Melvin R. Newman, Tabberer (LtCdr H.L. Plage), die 55 Überlebende der Hull und der Monaghan rettet, Waterman, der Tanker Nantahala und 1 Schlepper. Mit den 3 Zerstörern gehen etwa 750 Mann unter. 146 Flugzeuge gehen verloren. Wegen der Suche nach Überlebenden und wegen des nach Durchzug des Taifuns zu hohen Seegangs müssen die für den 19.-21.12. geplanten Angriffe gegen Luzon aufgegeben werden. Die TF.38 kehrt nach Ulithi zurück.

 
7. Japan. Kreuzer Myoko in Singapore mit den
deutschen U-Booten I-501 (ex U181) und I-502 (ex U.862). Aufnahme allerdings vom September 1945
 

13.– 14.12.1944
Luftkrieg Norwegen
Angriff der Gruppe No.5 des RAF Bomber Command gegen Schiffe im Oslofjord. Das Hauptziel, der Kreuzer Köln, wird nur durch Naheinschläge beschädigt, und der Zerstörer Karl Galster entkommt unbeschädigt.

13.– 23.12.1944
Südwestpazifik
Im Südchinesischen Meer torpediert das amerik. U-Boot Bergall (Cdr Hyde) den Schweren Kreuzer Myoko vor der Royalist Bank, wird aber selber durch einen 203mm-Blindgänger der Myoko so schwer beschädigt, dass es die Feindfahrt abbrechen muß. Am 15.12. nimmt der Schlepper Tatebe Maru, gesichert von drei Hilfsschiffen, den beschädigten Kreuzer in Schlepp. Am 16.12. veranlassen schlechtes Wetter und schwere See, die beiden Zerstörer Kasumi und Hatsushimo zu Hilfe zu schicken und den Kurs von Cape St.Jacques (Indochina) nach Singapore zu ändern. Am 17.12. bricht im Sturm das Heck der Myoko weg. Am 18.12. versucht die Kasumi vom Schlepper die Schlepptrosse zu übernehmen, doch die Wetterlage erlaubt es nicht. Von Singapore kommen der Schwere Kreuzer Haguro und die Fregatte Chiburi zu Hilfe. Am 23.12. kann die Haguro das Schwesterschiff schließlich in Schlepp nehmen und bringt es sicher nach Singapore.

13.– 31.12.1944
Luftkrieg Westeuropa
Minenoffensive des RAF Bomber Command. In 11 Nächten werden 260 Einsätze gegen die Küsten Dänemarks und Norwegens, v.a. das Gebiet um Oslo und im Kattegatt, die Deutsche Bucht, die Elbe, den Skagerrak und die Ostsee bis zur Danziger Bucht, geflogen. 4 Flugzeuge gehen verloren.

Am 15.12. sinkt Delphin (255 BRT) in der Hohwachter Bucht östlich Kiel. Am 22.12. sinken der Luftwaffen-Transporter Eberhard (749 BRT) im RAF-Minenfeld »Spinach 1« nördl. Rixhöft und das Vorpostenboot Vs 60/ Fridericus Rex nördlich Usedom. Am 26.12 sinken U 2342 aus einem Geleitzug mit 10 U-Booten und Sicherung durch den Minensucher M 502, am 27.12. der Leichter Zeus (104 BRT) und am 29.12 wahrscheinlich auch der Tonnenleger Walter Körte (368 BRT) im Minenfeld »Geranium 2« vor Swinemünde. Am 29.12. sinkt der Tanker Thann (ex-nl Phobus, 7470 BRT) vor Darss.

14.12.1944
Ostsee
Bei einem sowj. Luftangriff auf den Hafen von Libau werden die Transporter Erika Schünemann (1177 BRT), Minna Cords (951 BRT) und Tanker Inka (427 BRT) versenkt, mehrere andere Schiffe beschädigt.

14.12.1944
Mittelmeer / Adria
Die brit. Zerstörer Aldenham und Atherstone beschießen feindliche Stellungen auf der Insel Pag und an der gegenüber liegenden Festlandsküste mit Hilfe von Artilleriebeobachtern auf der Insel und unterstützt von Partisanen. Auf dem Rückmarsch gerät Aldenham (Cdr. J. G. Farrant) 50 sm südöstlich von Pola auf eine Mine und sinkt. 63 Mann der Besatzung, darunter der Kommandant, werden vom Zerstörer Atherstone und den hinzustoßenden Küstenschutzbooten ML 238 und HDML 1162 gerettet, die Zahl der Opfer beträgt 126, darunter 2 auf Pag verwundete Partisanen, sowie ein Verbindungsoffizier der Tito-Marine, Oberst Ivan Preradovic (A. Mason, The Last Destroyer).

15.12.1944
Luftkrieg Niederlande
Angriff der Sq. 617 des RAF Bomber Command mit 17 Flugzeugen auf die dt. S-Boot-Bunker in Ijmuiden. Sie werfen 69,8 t Bomben. 2 »Tallboys« von 5,4 t durchschlagen die Bunkerdecke, zerstören S-198 und töten 10 Mann der Besatzung. 6 weitere Boote werden beschädigt, so dass die 8. S-Flottille zunächst nicht mehr einsatzfähig ist.

15.12.1944
Nordsee
Einsatz dt. Kleinkampfverbände: Einsatzgruppe »Bastian« unternimmt von Hellevoetsluis aus einen neuerlichen Versuch, mit Sprengbooten gegen alliierte Schiffe in der Scheldemündung vorzugehen. Von 21 eingesetzten »Linsen« kehren 16 Geräte zurück, die übrigen gehen wegen Maschinenausfall oder Grundberührung verloren. Personalausfälle sind nicht zu beklagen. Die Boote aber müssen anschließend zur Grundüberholung in die Heimat verlegt werden (Bracke, 1981, S.267).

15.– 18.12.1944
Mittelmeer / Adria

Einsatz des MEK 71 mit Unterstützung der K-Flottille 612 gegen vorgeschobene Installationen der Alliierten auf den Inseln Melada, Isto und gegen den Hafen Zapuntello. Die K-Flottille setzt von Cigale aus 4 SMA und 10 MTM ein. Die Aktion fällt zusammen mit einem erneuten Unternehmen der Royal Navy mit 4 Zerstörern und etlichen Schnellbooten zur Zerstörung von dt. Vorposten-Installationen auf der Insel Lussin und von vier 15,6cm-Geschützen des Forts Asino (Op. »Antagonise II«). Der Vorstoß wird unterstützt durch Luftangriffe von 24 Beaufighters der Royal Air Force. Es kommt zu einem Katz- und Mausspiel zwischen dt.-ital. und alliierten Fahrzeugen, aber zu keinen Gefechten. Am Ende verzeichnen beide Seiten keine Erfolge (Kobelt, 2016, S.234-237).

15.– 19.12.1944
Nordmeer
Konvoi KB.36 läuft mit 3 Transportern und 2 Tankern von Murmansk nach Arkhangelsk, gesichert von den Zerstörern Groznyj, Razumnyj, Razjarennyj, Uritski, Doblestnyj und 4 BO-2 U-Jägern. Am 17,12 begleiten dieselben Zerstörer, mit Ausnahme von Uritski und unterstützt von Derzki, 2 Transporter und 1 Tanker als Konvoi IK-21 von Iokanga nach Murmansk.

15.– 24.12.1944
Südwestpazifik

Landung auf Mindoro (Philippinen).
Die Task Group 78.3 (RAdm. Struble) mit dem Kreuzer Nashville, 8 APDs, 30 LSTs, 12 LSMs, 31 LCIs, 10 großen und 7 kleinen Minensuchern und 14 kleinen Fahrzeugen landet die »Western Visayas T.F.« (BrigGen. Dunckel) – 503. Fallschirm-Regt,, 19. RCT der 24. Div. – auf Mindoro. Sicherung durch Zerstörer Barton, Walke, Laffey, O'Brien, Allen M. Sumner, Moale, Ingraham, Dashiell, Paul Hamilton, Bush, Stanly, Lowry, Howorth. Deckungsgruppe (RAdm. Berkey) mit den Kreuzern Phoenix, Boise, Shropshire (RAN) und den Zerstörern Fletcher, La Valette, O'Bannon, Hopewell, Radford, Arunta (RAN) und Warramunga (RAN). Fern-Deckungsgruppe Task Group 77.12 (RAdm. Ruddock) mit Schlachtschiffen West Virginia, Colorado, New Mexico, Kreuzern Denver, Columbia, Montpelier, Geleitträgern Natoma Bay, Manila Bay, Marcus Island, Kadashan Bay, Savo Island, Ommaney Bay, Zerstörern Waller, Renshaw, Conway, Cony, Eaton, Robinson, Corner, Sigourney, Bennion, Remey, Mertz, McDermut, Patterson, Haraden, Twiggs, Stembel, Ralph Talbot, Braine.

Auf dem Anmarsch am 13.12. wird das Flaggschiff Nashville durch Kamikaze-Flieger schwer beschädigt, starke Ausfalle (133 Tote) bei den Führungsstäben. Zerstörer Haraden beschädigt. Nach geglückter Landung am 15.12. neue Kamikaze-Angriffe, LST 738 und LST 472 müssen nach Treffern aufgegeben werden, Träger Marcus Island, Zerstörer Paul Hamilton, Howorth leicht beschädigt.

In den folgenden Tagen weitere Kamikaze-Angriffe, am 21.12. werden der Zerstörer Foote, die LST 460 und LST 479 sowie ein Frachter beschädigt, die Zerstörer Charles Ausburne, Converse, Foote retten die meisten Soldaten. Am 22.12. wird der Zerstörer Newcomb knapp verfehlt, Bryant beschädigt. 18.12.: Fehlschüsse des jap. Klein-U-Bootes Ha-76 bei Ormoc.

 
 
8. Mobiles V2-Aggregat auf Meiller-Transportanhänger.

16.12.1944
Luftkrieg Belgien
Mit dem Beginn der dt. Ardennen-Offensive wird Antwerpen – gelegentlich auch Lüttich – unter Beschuss von V1- und V2-Raketen genommen. In Antwerpen insgesamt 217 Einschläge von V2.

16.12.1944
Südwestpazifik
Flugzeuge der TF 38 versenken in der Subic Bucht (Luzon) der Transporter Oryoku Maru mit ca. 1.600 Kriegsgefangenen an Bord. Die geretteten Überlebenden erleiden später noch weitere Verluste durch US-Luftangriffe auf Formosa. Weniger als 500 von ihnen erreichen schließlich das Transportziel Japan.

16.– 22.12.1944
Mittelmeer
/ Ligurisches Meer
US Zerstörer Niblack beschießt zur Unterstützung der 1. US Luftlande-Division Ziele im Gebiet der franz.-italien. Grenze mehrmals zwischen dem 16. und 19.12. Am 22.12. wird der Zerstörer Gleaves durch Küstenartilleriefeuer beschädigt.

16.– 27.12.1944
Norwegen
Die dt. Zerstörer Z 31 und Z 29 werfen am 16.12. eine Minensperre vor Honningsvaag. Am 27.12. wiederholen Z 31 und Z 33 die Operation.

16.– 31.12.1944
Nordatlantik / Kanal

Gegen die dt. Schnorchel-U-Boote
operieren in den brit. Küstengewässern und im Kanal Escort Groups in überlappenden Einsätzen.

Von Londonderry aus operieren in den Shetland-Färöer-Engen, vor den Hebriden, in der Irischen See, westlich von Irland und im St. George´s Kanal folgende Gruppen:
6th Escort Group mit den kanad. Fregatten New Waterford (SO), Annan, Grou, Loch Morlich, Loch Achanalt und Teme; die kanad. Fregatte Waskesiu ist detachiert; die kanad. Fregatten Cape Breton und Outremont befinden sich in Reparatur oder in einer Werftliegezeit;
25th Escort Group mit den kanad. Fregatten Orkney (SO), La Hulloise, Sainte Therése und Thetford Mines; kanad. Fregatte Joliette befindet sich in Reparatur;
26th Escort Group mit den kanad. Fregatten Beacon Hill (SO), Jonquière, Montréal, New Glasgow und Ribble.

Von Belfast aus operieren im Westeingang zum Kanal:
1st Escort Group mit den DEs Affleck (SO, beschädigt durch einen Torpedo von U 486), Bentley, Capel (von U 486 versenkt), Garlies und Gore;
3rd Escort Group mit den DEs Duckworth (SO), Berry, Cooke, Dommett, Essington und Rowley.

Von Liverpool aus operieren im gleichen Gebiet sowie im Kanal:
2nd Escort Group mit dem Sloop Wild Goose (SO) und den Fregatten Dominica, Labuan, Loch Fada und Loch Ruthven; Fregatte Tobago in Reparatur;
14th Escort Group mit den Zerstörern Duncan, Havelock, Icarus und Inconstant; Zerstörer Fame (SO), Assiniboine (kanad.), Forester und Hotspur in Reparatur oder Werftliegezeit.

Von Greenock aus operiert im gleichen Gebiet:
18th Escort Group mit den DEs Balfour (SO) und Hoste sowie den Fregatten Loch Fyne, Towy, Zanzibar und Nyasaland (nach der Versenkung von U 400 am 17.12. detachiert).

Von Plymouth aus operieren im Kanal:
10th Escort Group mit den DEs Bayntun, Braithwaite und Foley sowie den Fregatten Helmsdale und Loch Eck; Fregatte Loch Dunvegan in Reparatur;
17th Escort Group mit den DEs Burges, Cranstoun und Moorsom sowie den Fregatten Ascension, Loch Killin und Loch Lomond;
21th Escort Group mit den DEs Conn (SO), Byron, Deane, Fitzroy, Redmill und Rupert.

Von Rosyth aus operiert vor Nord-Schottland:
4th Escort Group mit den DEs Byard (SO), Bazely, Bentinck, Calder, Drury und Pasley.

Auf der Route Großbritannien-Gibraltar werden eingesetzt:
5th Escort Group mit den DEs Aylmer, Bligh, Grindall, Keats, Kempthorne und Tyler;
15th Escort Group mit den DEs Louis (SO), Inglis, Lawson und Narbrough; DEs Loring und Mounsey in Reparatur;
19th Escort Group mit dem Zerstörer Hesperus (SO) und den Fregatten Anguilla, Antigua, Cotton, Goodall und Loch Insh.

Auf der Route Großbritannien-Murmansk werden eingesetzt:
7th Escort Group mit den Zerstörern Keppel (SO) und Whitehall, den Sloops Cygnet und Lapwing sowie den Korvetten Allington Castle, Bamborough Castle und Honeysuckle; Zerstörer Bulldog in Reparatur (die Gruppe wird bei den Konvois JW.62/RA.62 sowie JW.63/RA.63 eingesetzt);
8th Escort Group mit den Zerstörern Beagle, Walker und Westcott, dem Sloop Lark und den Korvetten Alnwick Castle, Bluebell, Oxlip und Rhododendron (Einsatz bei den Konvois JW.62/RA.62 und JW.63/RA.63);
9th Escort Group mit den kanad. Fregatten St. John (SO), Monnow, Nene, Port Colborne, Stormont und Swansea; Fregatte Loch Alvie in Reparatur;
20th Escort Group mit den Fregatten Bahamas, Papua, Pitcairn, Somaliland, Tavy und Torola (Einsatz bei den Geleitzügen JW.62/RA.62).

Vor der Küste Kanadas werden vom »Western Approaches Command« die folgenden Einheiten eingesetzt:
11th Escort Group mit den kanad. Zerstörern Gatineau, Kootenay und Restigouche; Zerstörer Qu´Appelle (SO), Chaudière, Ottawa, St. Laurent und Sasketchewan in Reparatur oder zur Werftliegezeit;
16th Escort Group mit den kanad. Fregatten Antigonish (SO), Charlottetown, Springhill und Stettler; kanad. Fregatte Toronto in Reparatur; kanad. Fregatte Magog stark beschädigt, nicht repariert;
27th Escort Group mit den kanad. Fregatten Meon (SO), Coaticock, Ettrick, La Salle und Levis.

17.– 22.12.1944
Südwestpazifik
Am 17.12 wird die japan. Korvette Kaibokan 19 vor der Camranh Bucht (Indochina) durch einen Luftangriff beschädigt. Am 19.12. versenken Catalinas der USN den am 6.12. von Segundo beschädigten Frachter Shinfuku Maru westlich von Manila. Am 20.12. versenken B-25 der RNLAF den Netzleger Shoeki Maru südlich der Südspitze von Celebes. Am 21.12. wird die japan. Fregatte Amakusa durch Minentreffer 680 sm vor Kanameiwa (...) beschädigt. Am 22.12 versenken vor der Küste Nord-Borneos Liberators der USAAF fünf kleine Frachter und beschädigen einen weiteren. Vor Koepang (Timor) versenkt ein niederländisches Geschwader der RAF am gleichen Tag einen japan. Frachter.

18.12.1944
Norwegen
Das dt. U 737 (Oblt.z.S. Gréus) sinkt im Vestfjord nach einer Kollision mit dem Minenräumschiff MRS 25.

18./19.12.1944
Luftkrieg Deutschland
Die Gruppe No.5 des RAF Bomber Command greift mit 236 Flugzeugen Gotenhafen an und wirft 824 t Bomben ab: Schulschiff Schleswig-Holstein, Zielschiff Zähringen, Torpedoboot T 10, U-Boot-Begleitschiff Waldemar Kophamel, Netzleger Gemma, das Walfangmutterschiff Unitas (21.846 BRT) sowie die Frachter Warthe (4922 BRT), Heinz Horn (3994 BRT), Theresia L. M. Russ (1694 BRT), Leverkusen (1273 BRT) und Trude Schünemann (1260 BRT) werden versenkt. Auch wichtige Hafenbetriebseinrichtungen (Docks, Hebepontons) werden zerstört oder beschädigt. 4 Flugzeuge gehen durch Flakabwehr verloren.

9. Französisches Minen-Unterseeboot Rubis.

19.– 21.12.1944
Norwegen
Auf eine Sperre, die von dem franz. U-Boot Rubis (KKpt. Rousselot) am 19.12. in der Feiestein-Rinne ausgebracht worden ist, laufen aus einem dt. Geleit (mit 5 Schiffe, 1 U-Boot und 6 Sicherungs-Fahrzeugen) der Dampfer Weichselland (ex-lett. Gundega, 3654 BRT), die U-Jäger UJ 1113 (ex KUJ 7), UJ 1116 (ex KUJ 11), UJ 1702 (ex KUJ 16) sowie das Räumboot R 402 auf Minen und sinken (Umstände der Versenkung blieben ungeklärt). Letzte Unternehmung dieses erfolgreichsten Minen-U-Bootes des Zweiten Weltkrieges, das insgesamt 15 Schiffe mit 25.770 BRT und 8 kleine Kriegsschiffe versenkt hat. —Zwei weiter U-Boote patrouillieren vor Norwegen: das norw. Utsira (Lt. Valvatne) verfehlt ein auf Grund einer vorzeitigen Detonation des Torpedos ein feindliches U-Boot, und Venturer bleibt ohne Erfolg.

20./26.12.1944
allgemeine Lage / Philippinen
Die Japaner geben ihren Widerstand auf der Insel Leyte auf. Im Gegenzug erklärt General McArthur die Operationen auf Leyte mit der Einnahme von Palompan für beendet.

20.– 31.12.1944
Nordmeer
Angriffe dt. U-Boote auf sowjet. Küstenkonvois und Einzelfahrer:
Am 20.12. verfehlt U 956 (Oblt.z.S. Mohs) einen Dampfer und ein Vorpostenboot und auch U 997 (Oblt.z.S. Lehmann) verfehlt einen bewaffneten Trawler. U995 (Oblt.z.S. Hess) versenkt am 21.12. mit dem Bordgeschütz das Wachboot Reshitelny, am 26.12 mit Torpedo einen bewaffneten Trawler, möglicherweise RT-52 / Som (417 BRT), und am 29.12 aus dem Konvoi KB.37 den Hilfsminensucher T-883 / Dvina (633 BRT). Am 30.12. torpediert U 956 aus dem Konvoi KP.24 den sowj. Liberty-Frachter Tbilisi (7176 BRT). Er wird nach Kildin eingeschleppt und dort bis Kriegsende aufgesetzt. U310 (Oblt.z.S. Ley) verfehlt am 31.12 einen bewaffneten Trawler.

21.12.1944
Mittelmeer / Ligurisches Meer
Ein Angriffsversuch mit 5 »Mardern« gegen die alliierte Schiffsansammlung vor Villefranche s./M scheitert. 2 Fahrer kehren ohne Erfolg zurück, ein weiterer kommt gegen ein auslaufendes Patrouillenboot in schwerer See nicht zum Schuss, ein vierter Fahrer muß wegen Gerätestörung umkehren. Der letzte Fahrer bleibt vermisst. Von der Signalstelle Bordighera aus werden Richtung Villefranche 3 Detonationen vernommen (Bracke, 1981, S.255).

22.– 25.12.1944
Nordsee
In der Nacht vom 22./23.12. Einsatz dt. S-Boote auf der Geleitzugsroute Themse-Antwerpen. Die 8. S-Flottille (KKpt. Zymalkowski) operiert mit 5 Booten, die 6. S-Flottille (Kptlt. Matzen) mit S 212, S211, S 222, S 223, S 704, S 705, die 9. S-Flottille (KKpt. Frhr von Mirbach) setzt S 130, S 167, S 168, S 175 und S 207 ein, die 10. S-Flottille (Kptlt. Bludau) stellt S 185 und S 192 dazu. Insgesamt werden 58 LMB und 15 UMB Minen geworfen. Bei einem überraschenden Angriff des brit. Zerstörers Walpole, der Fregatten Curzon und Torrington sowie der Korvette Kittiwake gehen die beiden Boote der 10. Flottille verloren: S 185 (Oblt.z.S. Klaus-Degenhard Schmid †) und S 192 (Lt.z.S. Holz †) gehen mit den gesamten Bestzungen unter. Der brit. Frachter Empire Path (6140 BRT) geht auf einer der Minensperren verloren. Die 2. S-Flottille (KKpt. Opdenhoff) operiert mit 6 Booten erfolglos gegen einen Konvoi.

Am 24./25.12. wird ein Versuch der dt. 8. S-Flottille, auf dem Konvoi-Weg nach Antwerpen zu operieren, durch die brit. Geleitzerstörer Ekins und Thornborough sowie die Fregatte Caicos und die Korvette Shearwater vereitelt. 7 Boote der 2., 6. und 9. S-Flottille werfen unterdessen 39 LMB und 12 UMB Minen auf dem Konvoi-Weg Themse-Antwerpen.

22.– 27.12.1944
Nordsee
Einsätze dt. Kleinkampfeinheiten. Am 22./23.12. laufen 18 Kleinst-U-Boote des Typs »Biber« von Poortershavn (K-Flottille 261) und Hellevoetsluis (K-Flottille 262) mit Minen und Torpedos zu Einsätzen gegen den Schiffsverkehr auf der Schelde aus. Von alliierten MTBs angegriffen, werden vier der »Biber« versenkt, die meisten anderen gehen anderweitig verloren. Lediglich der Frachter Alan-a-Dale (4700 BRT) wird versenkt. Am 23./24.12. und 24./25.12. laufen 11 bzw. 3 »Biber« aus, kehren aber ebenfalls nicht zurück und erzielen auch keine Erfolge. Am 27.12. werden beim Ausschleusen in Hellevoetsluis versehentlich 2 Torpedos abgefeuert und kommen in der Schleuse zur Explosion. Bei diesem Unfall werden 11 von 14 »Bibern« zerstört, 2 Hafenschutzboote sinken. (Whitley, S.127). Der Einsatz wird abgebrochen.

23.– 25.12.1944
Ostsee

Die 5. S-Flottille (Kptlt. Holzapfel) wird gesammelt und nach dem Westen zurückbeordert. An ihrer Stelle befiehlt die Seekriegsleitung nun auch die 1. S-Schulflottille (Kptlt. Wilcke) zum Fronteinsatz (Einsatzgruppe »Egersund«). Selbst von der 3. S-Schulflottille (Kptlt. Detlefsen) wird eine Gruppe zur Sicherung der Ostsee-Ausgänge nach Kopenhagen verlegt (Hümmelchen, 213).

23.– 26.12.1944
Norwegen
Bei Einsätzen der norweg. 54. MTB-Flottille (Lt. Herlofsen) greifen MTB 722 und MTB 712 am Abend des 23.12. einen dt. Verband im Bömlofjord an und versenken den Minensucher M 489. Früh am 26.12. greifen MTB 717 und MTB 627 einen Geleitzug mit 2 Dampfern und V 5102 und V 5114 bei Fröysjoen an und versenken den Versorgungstanker Biwi (ex nw., 790 BRT).

 
10. Britischer Geleitzerstörer Dakins
 

24.– 25.12.1944
Nordsee / Belgien
Am 24.12. wird der US Frachter Timothy Bloodwood in Antwerpen durch eine deutsche V-2 Rakete beschädigt, die über dem Hafengebiet explodiert. Am 25.12. läuft der brit. Geleitzerstörer Dakins 14 sm nordwestlich von Ostende auf eine Mine. Er kehrt zwar zum Stützpunkt zurück, wird aber nicht mehr repariert.

24.– 27.12.1944
Zentralpazifik
Bei einem Vorstoß der Kampfgruppe TG.94.9 (RAdm. A.E. Smith) zur Beschießung japanischer Flugplätze bei Iwochima versenken die US Zerstörer Case und Roe vor Chichi Jima (Bonin I.) am 24.12. mit Geschützfeuer den Schnelltransporter T-8 und das Landungsschiff T-153. Am 27.12. versenken die Zerstörer Dunlap, Fanning and Cummings den Schnelltransporter T-7 und das Landungsschiff T-132. Die Dunlap wird durch Küstenartilleriefeuer beschädigt.

26.– 27.12.1944
Südwestpazifik
Operation »REI«: Jap. Flottenverband (am 24.12. aus der Camranh Bucht/Indochina ausgelaufen) beschießt mit dem Zerstörer Kasumi (KAdm. Kimura), dem Schweren Kreuzer Ashigara, dem Leichten Kreuzer Oyodo und den Zerstörern Kiyoshimo, Asashimo, Kaya, Sugi und Kashi den US-Landekopf auf Mindoro. Das Transportschiff James H. Breasted (7212 BRT) wird erst durch jap. Artillerie, dann durch ein US-Flugzeug beschädigt und als Totalverlust aufgegeben. Nach Luftangriffen der 5. Luftflotte USAAF mit B-25 Bombern und Jägern und Versenkung der Kiyoshimo durch das Schnellboot PT 223 dreht der jap. Verband ab, kann aber im ganzen seiner Vernichtung entgehen. Ein Angriff des U-Bootes Baya (LtCdr Jarvis) auf den Verband am 27.12. bleibt ohne Erfolg. Dies war der letzte jap. Flottenvorstoß ins Gebiet der Philippinen.

26.– 31.12.1944
Norwegen
Weitere Angriffe des RAF Coastal Command auf den dt. Schiffsverkehr.
26.12.: Mosquito "N"/333 RAF fliegt "Pfadfinder"-Patrouille und endeckt 2 Frachter im Hafen von Lervik, die dt. Tenerife und der norw. Frachter Cygnus. Beim Angriff der herbeigerufenen 12 Mosquitos von der 143., 235. und 248. Sq. RAF wird die Cygnus (1349 BRT) beschädigt. Das brit. Geschwader wird danach von 2 Formationen dt. Jäger mit 12 Fw 190 and Me 109 gestört und fortgetrieben. 28.12.: Angriff des »Banff Strike Wing« mit Fliegerraketen auf das dt. Minendepotschiff La France (ex-norw., 617 BRT) vor Skudesnes. Das Schiff wird versenkt, keine Flugzeugverluste. Bei einem Bombenangriff anderer brit. Flugzeuge im Moss-Sund geht der Frachter Nordvard (4111 BRT)  verloren. 31.12.: Angriff der 143., 235. und 248 Sq. RAF mit 20 Mosquitos auf Schiffe im Flekkefjord. Die Frachter Palermo (1461 BRT) und Achilles (998 BRT) werden versenkt und Wally Faulbaums (1675 BRT) beschädigt. Mosquito "U"/248 (F/O Daynton †) stürzt nach Flak-Beschuss aufgrund Motorschadens ins Meer.

Angriff der Gruppe No.5 des RAF Bomber Command in der Nacht vom 28./29.12. mit 68 Flugzeugen auf ein großes dt. Schiff im Oslofjord mißlingt. Nur U 735 (Oblt.z.S. Börner) wird von einer Bombe getroffen und versenkt, U 682 (Oltn.z.S. Thienemann) durch Nahtreffer beschädigt. In der Nacht zum 1.1.45 erfolgt ein zweiter Angriff mit 28 Flugzeugen gegen einen Kreuzer im Oslofjord, auch dieser Angriff bleibt erfolglos. 1 Flugzeug geht verloren.

26.– 31.12.1944
Südwestpazifik
Am 26.12. vernichten japan. Flugzeuge in den Gewässern der Philippinen den amerik. Transporter Hobart Baker (7176 BRT), und beschädigen mehrere andere Schiffe. Am 27.12. beginnen japan. Luftangriffe gegen die amerikan. Landungsstreitkräfte vor Mindoro. Kamikaze-Flieger treffen die Transporter William Sharon (xxxx BRT) und John Burke (7180 BRT), die explodieren und mehrere andere Schiffe beschädigen. Das Landungschiff LST 750 wird von einem Lufttorpedo getroffen und vom Zerstörer Edwards versenkt. Am 30.12. treffen Kamikaze-Flieger die Zerstörer Pringle und Gansevoort sowie die Tender Orestes und Porcupine (7218 BRT), letzterer wird zum Totalverlust. Am 31.12. wird der Frachter Juan de Fuca von einem japan. Flugzeug torpediert und strandet. Bei Angriffen des USAAF am 30.12. auf Schiffsziele bei San Fernando (Luzon) werden die japan. Korvette Kaibokan 20, 1 U-Jäger und 3 Frachter versenkt.

27./28.12.1944
Westliches Mittelmeer
US-Zerstörer Benson und Woolsey leisten Feuerunterstützung bei der Abwehr eines deutschen Durchbruchs an der US Frontlinie bei Livorno. In der Nacht Einsatz von MTSMA 501 (Lt.z.S. Illariuccui) mit Kampfschwimmern und Saboteuren gegen den Hafen von Livorno wird durch Radarpeilung entdeckt. Küstenbatterien und Jagdflugzeuge zwingen dazu, das Unternehmen anzubrechen.

29.– 30.12.1944
Luftkrieg Niederlande
Am 29. und 30.12. fliegen 16 bzw. 13 Lancaster der Sq. 617 des RAF Bomber Command wieder Angriffe gegen dt. S-Boot-Bunker in Rotterdam und Ijmuiden; der zweite Angriff muss wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Diesmal werden nur zwei Boote, S 167 und S 207, leicht beschädigt.

31.12.1944
Luftkrieg Deutschland
Bomber der 8. Luftflotte USAAF greifen Hamburg an. Im Hafen werden das U-Boot U 906 (in Reparatur), Minensuchboot M 445 und die Frachter Faro (2621 BRT), Mannheim (897 BRT) und Rival (809 BRT) versenkt. U 2530, U 2532 und U 2537 (im Bau) werden schwer beschädigt. U 2530 und U 2532 werden gehoben, aber bei Reparaturarbeiten am 17.1.1945 wieder von Bomben getroffen und endgültig zerstört.

Rückblick 1944
Nordatlantik / Konvois
Im Jahr 1944 wurden die folgenden Geleitzüge auf den Weg gebracht: Auf der Nordamerika-Route 53 HX-Konvois mit 4085 Schiffen, davon nur 2 durch U-Bootangriffe und 2 durch Kollisionen verloren. 58 ON-Konvois mit 4103 Schiffen, davon 1 durch U-Bootangriff und 3 durch Unfälle verloren. 13 SC-Konvois mit 582 Schiffen, davon 2 durch U-Bootangriff und 1 durch Unfall verloren. 13 ONS-Konvois mit 464 Schiffen ohne Verlust. 43 CU-Konvois mit 1361 Schiffen, davon 3 durch U-Bootangriffe und 2 durch Kollisionen verloren. 54 UC-Konvois mit 1393 Schiffen ohne Verlust. Auf der England-/Island-Route 46 UR-Konvois mit 212 Schiffen, davon 1 durch U-Bootangriff verloren, 2 gestrandet. 47 RU-Konvois mit 229 Schiffen ohne Verlust. Auf der Freetown-/Gibraltar-Route 35 SL-/MKS-Konvois mit 1433 Schiffen ohne Verlust. 38 OS-/KMS-Konvois mit 1277 Schiffen, davon 1 durch U-Bootangriff und 1 durch Unfall verloren. 15 KMF-Konvois mit 191 Schiffen ohne Verlust. 15 MKF-Konvois mit 151 Schiffen ohne Verlust. Auf der US-/Gibraltar-Route 39 UGS-Konvois mit 2717 Schiffen, davon 2 durch U-Bootangriffe, 3 durch Flugzeugangriffe, 2 durch Minentreffer und 1 durch Unfall verloren. 36 GUS-Konvois mit 2613 Schiffen, davon 1 durch U-Bootangriff verloren. 10 UGF-Konvois mit 120 Schiffen ohne Verlust. 10 GUF-Konvois mit 133 Schiffen ohne Verlust. Auf der Nordmeer-Route 10 JW- Konvois mit 296 Schiffen, davon 3 durch U-Bootangriffe verloren. 9 RA-Konvois mit 262 Schiffen, 4 durch U-Bootangriffe verloren.

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Chronik des Seekrieges

Fortsetzung im Text