1941 August

 

 

 

1.8.1941
Allgemeine Lage / USA
Präsident Roosevelt verbietet den Export von Öl und Flugbenzin in Länder außerhalb der westlichen Hemisphäre und des brit. Machtbereiches. Von dem Embargo sind insbesondere die umfangreichen japan. Einfuhren betroffen.

1.8.1941
Funkaufklärung / Pazifik
Die japanische Marine wechselt im Überschlüsselungsbuch beim Kode JN.25 von Version B.6 auf B.7. Dies bereitet den Entschlüsselungs-Spezialisten der US-Marine erhebliche Schwierigkeiten.

TKA Motortorpedoboote ..

1. Angriff eines Verbandes sowjetischer Schnellboote

 

1.8.1941
Luftkrieg Rumänien
Sowj. Bomber greifen Konstanza an.

1.– 2.8.1941
Ostsee
Die 1. M-Flottille wehrt am 1.8. bei Kap Domesnäs den Angriff von 4 sowj. Schnellbooten ab, die in größerer Entfernung von 2 sowj. Zerstörern gedeckt werden. TKA-122 wird versenkt. Flugzeuge des KG.4 werfen in der Nacht zum 1.8. auf der Reede von Triigi 38 LMB-Minen, teilweise mit Magnet- und mit Akustikzündern. Die Moonsundverminung Ende Juli wird in der Nacht zum 2.8. weiter verdichtet, östlich von Moon mit 15, nördlich von Moon mit 22 und westlich von Worms mit 18 LMB-Minen. Die 2. S-Flottille legt bei Dagerort 24 TMB-Minen.

1.– 28.8.1941
Schwarzes Meer
Sowj. U-Boot-Operationen. Im Westteil patrouillieren Shch-208, Shch-209, M-33 und Shch-211. Am 11.8. setzt Shch-211 (LtCdr. Devyatko) bei Varna Agenten ab, am 15.8. greift es vor Kap Emine einen Konvoi an und versenkt den rumän. Frachter Peles (5708 BRT). Das Minen-U-Boot L-4 (LtCdr. Polyakov) legt am 12.8. südöstl. Mangalia, am 19. and 24.8. und vor Kap Olinka 3 Sperren mit jeweils 20 Minen, auf einer Mine vor Kap Olinka sinkt am 29.4.42 der dt. Minenfährprahm F 130. Auch L-5 (LtCdr. Zhdanov) legt am 2., 16. und 28.8. im Gebiet vor Mangalia 3 Sperren mit 42 Minen, doch ohne Erfolg. Im Nordwestteil des Schwarzen Meeres kreuzen M-36, Shch-215, M-34, später M-35, M-31, und zuletzt M-62. Vor Konstanza operiert M-33 (Oblt.z.S. Surov) und verfehlt am 19.8. das rumän. U-Boot Delfinul. Im mittleren und südl. Teil stehen A-3, Shch-212 und M-32 und im östl. Teil Shch-201 und Shch-202 in See.

31.7.- 4.8.41
1.– 4.8.1941
Mittelmeer
Operation »Style«: Das mit dem Transporter Leinster in Gibraltar zurückgebliebene und das mit Kreuzer Manchester dorthin zurückgekehrte Personal (insgesamt 1750 Mann, siehe 21.-27.7.) wird, zusammen mit 130 t Nachschub, auf den Kreuzern Arethusa und Hermione, dem schnellen Minenleger Manxman und den Zerstörern Lightning und Sikh (Force X) von Gibraltar nach Malta transportiert. Die Schiffe erreichen Malta am 2.8., entladen und kehren umgehend zurück. Die im Gebiet vor Malta stehenden ital. Unterseeboote Bandiera, Manara, Settimo, Zaffiro sowie die weiter westlich bei der Insel Galita und Kap Bougaroni stehenden Boote Serpente, Alagi und Diaspro kommen nicht zu Angriffen. Deckung der Operation durch Force H (Vadm. Somerville) mit Schlachtschiff Nelson, Schlachtkreuzer Renown, Träger Ark Royal und den Zerstörern Cossack, Maori, Nestor, Faulknor, Fury, Foresight, Forester, Foxhound und Encounter. In der Nacht zum 1.8. beschießen die Zerstörer Cossack und Maori den Seeflugzeugstützpunkt von Alghero (Sardinien) und Swordfish der Ark Royal bombardieren den dort gelegenen Flugplatz. Bei der Landung auf dem Träger verliert eine Swordfish eine nicht ausgeklinkte Bombe, das Flugzeug wird in der Detonation zerstört und der folgende Brand macht das Flugdeck für 1 Stunde unbrauchbar, aber die wartenden und den Träger umkreisenden Swordfish können mit der letzten Kraftstoffreserve noch landen. Am 2.8. rammt und versenkt die Hermione nördlich von Tunis das ital. U-Boot Tembien. Nach der Rückkehr in Gibraltar wird Schlachtkreuzer Renown zu Überholungsarbeiten nach Großbritannien entlassen. VAdm. Somerville hisst seine Flagge auf dem Schlachtschiff Nelson.

1.– 4.8.1941
Mittelmeer

Am 1.8. versenkt das brit. U-Boot Regent (Lt. Knox) vor Bengasi mit Artillerie den ital. Segler Igea (159 BRT). -- Das ital. U-Boot Delfino operiert vor Mersa Matruh. Es wird von einer brit. Sunderland angegriffen, doch gelingt es ihm, das Flugzeug abzuschießen und 4 Gefangene zu machen.

1.– 6.8.1941
Nordmeer
Brit. Force K (RAdm. Vian) mit den Kreuzern Nigeria und Aurora und den Zerstörern Punjabi und Tartar evakuiert und zerstört auf der Bäreninsel eine norweg. Wetterstation. Ein Vorstoß gegen die norweg. Küste wird von der dt. Luftaufklärung vorzeitig erfasst.

1.– 10.8.1941
Nordatlantik
Der dt. B-Dienst erfasst am 1.8. den Konvoi SL.81 mit 18 Schiffen. Die Geleitsicherung besteht aus den Zerstörern Wanderer, Campbeltown, St.Albans (norw.) und den Korvetten La Malouine, Zinnia, Campanula, Bluebell, Wallflower, Carnation, Heliotrope und Hydrangea. Die dt. U-Boote, die am 30.7. zu einer neuen Aufstellung im Mittleren Nordatlantik zusammengezogen wurden, werden auf den Konvoi angesetzt. Am 2.8. gewinnt U 204 (Kptlt. Kell) Fühlung. Am 3.8. gelingt es ihm, der Reihe nach U 431, U 205, U 558, U 75, U 372, U 401, U 565 und U 559 heranzuführen. Eine Fw 200 des I./KG.40 wird von einer Hurricane des Katapultschiffes Maplin abgeschossen (1. Abschuß durch einen bordgestützten Jäger). U 401 (Kptlt. Zimmermann) wird von der 7. Escort Group mit den Zerstörern Wanderer, St.Albans und der Korvette Hydrangea versenkt. Am 4.8. früh sichten einige Fw 200 den Konvoi und versenken die brit. Tunisia (4337 BRT) mit einer wertvollen Ladung von Manganerz. Tagsüber kommen erneut U 558, U 431, U 559, U 75, U 83 und U 74 heran, werden aber alle von der Geleitsicherung abgedrängt. U 372 (Kptlt. Neumann), U 204 (Kptlt. Kell), U 75 (Kptlt. Ringelmann) und U 74 (Kptlt Kentrat) kommen erst in der Nacht zum 5.8. zum Schuß. Es versenken nacheinander: U 372 die brit. Frachter Belgravian (3136 BRT) und Swiftpool (5205 BRT), U 75 die brit. Harlingen (5415 BRT) und Cape Rodney (4512 BRT) und U 74 die brit. Kumasian (4922 BRT). Am folgenden Tag werden die Boote von Flugzeugen und Geleitschiffen abgedrängt.

Die U-Boote U 71, U 77, U 96, U 751 und U 43 werden anschließend auf einen einlaufenden Konvoi angesetzt, der am 4.8. von U 565 gesichtet wurde, kommen aber nicht heran. Am 6.-7.8. operieren U 43, U 71, U 96, U 751, U 83, U 75, U 46, U 205, U 559, U 204 und U 372, wiederum ohne Erfolg, gegen den Konvoi HG.68, der vom B-Dienst gemeldet worden war, und am 8.-9.8. gegen einen südwärts steuernden Konvoi, ohne jedoch ein Schiff zu sichten.

1.– 10.8.1941
Mittelatlantik
US Task Group 2.5 mit dem Träger Yorktown, dem Kreuzer Brooklyn und den Zerstörern Roe, Grayson und Eberle führt eine Neutralitätspatrouille durch, die in Hampton Roads beginnt und in Bermuda endet.

1.– 16.8.1941
Nordsee
Dt. Flugzeuge melden häufig stark übertriebene Erfolge vor der englische Ostküste. Sie versenken am 2.8. vor der Tynemündung die Trident (4317 BRT) und am 9.8. vor Cromer die Cordene (2345 BRT). Beschädigt werden bei Luftangriffen am 2.8. vor Great Yarmouth die Koolga (1110 BRT), am 7.8. nördlich von Cromer der Tanker Gold Shell (8208 BRT), am 9.8. nördlich von Great Yarmouth die Glendalough (863 BRT), am 12.8. östlich von Sunderland die Eaglescliffe Hall (1900 BRT) und am 16.8. vor Lowestoft der Marineschlepper Ness Point.

1.– 20.8.1941
Nordmeer
Die dt. U-Boote U 451, U 566 und U 652 operieren vor der Einfahrt zum Weißen Meer bzw. der Kola-Küste. U 652 (Kptlt. Fraatz) versenkt am 6.8. bei Kap Teriberka den als Bewacher gemeldeten Trawler Kapitan Voronin (RT-70, 558 BRT). U 451 (Kptlt. Hoffmann) verfehlt am 7.8. einen Bewacher und versenkt am 10.8. vor Kanin Nos das sowj. Wachschiff SKR 27/ Zhemchug, meldet allerdings die Versenkung eines Zerstörers.

.. USS Mississippi
 

2. USS Mississippi im Nordatlantik

1.– 21.8.1941
Nordatlantik
Die britischen Gibraltarkonvois HG.69 und HG.70 werden von den U-Booten Severn bzw. Clyde gesichert. Dabei führt Severn am 7.8. einen Angriff auf ein U-Boot der Achsenmächte (es kann sich hierbei nicht, wie zuerst angenommen, um Bianchi handeln, da dieses Boot bereits am 5.7. von Tigris versenkt wurde).

1.– 30.8.1941
Nordatlantik
In 7-14 tägigem Wechsel werden im mittl. Nordatlantik US-Patrouillen von Schlachtschiffen mit Unterstützung von Zerstörern eingesetzt: Arkansas ( 7.-15.8. und 2.-11.9.) mit Rhind und Mayrant; New Mexiko (25.7.-2.8., 14.-23.8) mit Hughes und Russell; Mississippi (1.-16.8., 27.8.-11.9.) mit O’Brien, Wake, Stack, Sterett und Rowan.

2.8.1941
Allgemeine Lage / Alliierte Mächte
Beginn der amerik. Lend-Lease-Lieferungen an die UdSSR.

2.8.1941
Ostsee
Das finn. U-Boot Vesihiisi (Kptlt. Kijanen) legt ostwärts Odensholm die Sperre F.17 (18 Minen). Erfolgloser Angriff der S-Boote S 55 und S 58 auf den sowj. Zerstörer Artem in der Rigaer Bucht.

2./3.8.1941
Luftkrieg Deutschland
Brit. Bomber greifen Hamburg und Kiel an.

2.– 3.8.1941
Nordmeer
Das noch am Westufer der Liza-Bucht stehende sowj. verstärkte 325. Schützen-Rgt. kann sich gegen den Angriff des dt. Geb.-Rgt. 136 nicht halten, die Reste werden am 3.8. von Schiffen der Nordflotte evakuiert.

3./4.8.1941
Rotes Meer
4 He 111 der II./KG.26 greifen mit Lufttorpedos Schiffe auf der Reede von Zaafaran (Suez) an. Sie versenken das im Auftrag der Royal Navy fahrende belgische Motorschiff Escaut (1087 BRT) und beschädigen den belg. Tanker Alexandre André (5322 BRT) und den brit. Tanker Desmoulea (8120 BRT), den letzteren so schwer, dass er im Verlauf des Krieges nur noch als Hafenhulk eingesetzt wird.

Nereus ..

3. Griechisches U-Boot Nereus

 

3.– 7.8.1941
Mittelmeer
An der ital. Westküste versenken die niederl. U-Boote O.21 (Kptlt. Van Dulm) in der Nacht 2./3.8. mit Artillerie 1 Segler (unidentifiziert) und O.24 (Kptlt. de Booy) am 6.8. vor der Tibermündung mit Torpedo die ital. Bombardiere (613 BRT) und am 7.8. bei Anzio mit Artillerie die ital. Margherita Madre (296 BRT). Die in der ersten Monatshälfte in See stehenden brit. U-Boote Urge, Ursula und Unbeaten kommen nicht zu Angriffen.

3.– 19.8.1941
Mittelmeer
Angriffe der dt. Luftwaffe auf den brit. Nachschubverkehr nach Tobruk: Am 3.8. beschädigen Me 110-Zerstörer des ZG.26 nördlich von Marsa Matruk den UJ-Trawler Sotra. Am 12.8. sinkt das zu Transporten eingesetzte Landungsboot LCT-14 vor Tobruk auf einer von Ju 88 des LG.1 gelegten Luftmine. Am 19.8. versenken dt. Ju 87 östlich von Tobruk den UJagd-Trawler Thorbryn und das Landungsboot LCT-12.

3.– 28.8.1941
Ostsee
Die sowj. U-Boote Shch-318, Shch-319 und Shch-320 kreuzen vom 3. bis 18.8. zwischen der baltischen und der schwedischen Küste. Ihnen folgen am 6.8. S-4, S-5 und S-6 und am 11.8. Shch-301 (Kptlt. Grashchev) zu einer Patrouillenfahrt vor Landsort, wo es 2 Konvois verfehlt. S-4 (Kptlt. Abrosimov) verfehlt am 10.8. vor Polangen einen großen Tanker und kehrt nach Tallinn zurück. S-6 (Kptlt. Kuligin) geht südöstlich von Öland durch Minentreffer verloren. Shch-307 (Kptlt. Petrov) versenkt am 10.8. vor dem Finnischen Meerbusen U 144 (Kptlt. v. Mittelstaedt). M-103 (Kptlt. Nechkin) läuft am 13.8. zu einer Fahrt in den Westteil des Finnischen Meerbusens aus und sinkt zwischen dem 25. und 28.8. auf einer finnischen Minensperre bei Odensholm. Die früher estn. U-Boote Kalev (Kptlt. Nyrov) und Lembit (Kptlt. Poleshchuk) legen am 13.8 eine Minensperre bei Kap Ushava und am 17.8. eine Minensperre bei Bornholm, auf der wahrscheinlich am 26.2.42 die schwed. Fähre Starke (2459 BRT) beschädigt wird und am 13.7.42 die Käthe O. (ex-lett. Ausma, 1854 BRT) sinkt; weitere Erfolge können nicht bestätigt werden. Nordwärts von Kolberg sinkt am 4.8. der Fischereisegler Sumatra (112 BRT) auf einer Mine. Der finn. Dampfer Cisil (1848 BRT) sinkt am 23.8. wahrscheinlich auf einer Mine der dt. Hafensperre Kolberg.

3.– 28.8.1941
Nordatlantik
Die dt. Unterseeboote U 562, U 95, U 588, U 97, U 565, U 431, U 46, U 93, U 205 kehren nach Feindfahrten von 4-6 Wochen, und die „Süd-Boote" UA und U 124 nach mehrere Monate langen Unternehmungen ohne Erfolg zurück.

4.8.1941
Nordatlantik
U 126 (Kptlt. Bauer) versenkt westl. Portugal den brit. Trawler Robertmax (172 BRT) mit Artillerie. Westlich der Azoren wird der dt. Blockadebrecher Frankfurt (5522 BRT) von seiner Besatzung selbst versenkt, um ein Aufbringen durch das brit. »Ocean Boarding Vessel« Covina zu verhindern.

4./5.8.1941
Ostsee
Flugzeuge des KG.4 werfen 16 LMB südlich Zerel in der Irbenstraße und 16 LMB auf der Reede von Triigi (Kassarwik).

4.– 7.8.1941
Mittelmeer
Ein ital. Nordafrikageleit, das von Neapel und Palermo aus mit den Schiffen Aquitania, Castelverde, Ernesto, Nita, Nirvo und dem Tanker Pozarica unter Sicherung der Zerstörer Aviere, Geniere, Camicia Nera, Gioberti, Oriani und dem Torpedoboot Calliope nach Tripolis läuft, wird am 6.8. zweimal von brit. Torpedoflugzeugen angegriffen, die beim 2. Angriff gegen 22 Uhr (Dunkelheit) die Nita (6813 BRT) versenken. Ein zur selben Zeit laufendes Rückgeleit von Tripolis nach Neapel mit den Schiffen Amsterdam, Bainsizza, Maddalena Odero und Col di Lana und unter Sicherung der Zerstörer Freccia, Strale, Turbine, Malocello und des Torpedoboots Pegaso wird am 5.8. erfolglos aus der Luft angegriffen.

5.8.1941
Funkaufklärung / Nordatlantik
Bletchley Park gelingt – rückwirkend vom 1.8. – der Einbruch in den Funkschlüssel »Dolphin« (= »Enigma/Heimische Gewässer«), der auch von den dt. U-Booten im Nordatlantik benutzt wird. Von nun an werden die Übermittlungen fast täglich entschlüsselt, zunächst noch mit einiger Verzögerung, aber später innerhalb von 36 Stunden.

5.– 9.8.1941
Nordatlantik
Am 5.8. verlässt Präsident Roosevelt die Präsidentenyacht Potomac, auf der er zum Schein einen Urlaub angetreten hat, und fährt auf dem Schweren Kreuzer Augusta mit Begleitschutz des Schweren Kreuzers Tuscaloosa und 5 Zerstörer von Massachussets nach Placentia Bay und Argentia/ Neufundland, wo er am 7.8. eintrifft. Am 9.8. trifft auch der brit. Premierminister Winston Churchill an Bord des Schlachtschiffs Prince of Wales, das durch die Zerstörer Ripley, Assiniboine und Restigouche geleitet wird, dort ein (Forts. 9.-12.8.).

5.– 16.8.1941
Pazifik
Am 5.8. laufen die Schweren US-Kreuzer Northampton und Salt Lake City in Brisbane zu einem Freundschaftsbesuch ein. Sie laufen dann weiter nach Port Moresby (Nordaustralien, 13.8.) und Rabaul (New Britain, 16.8.).

5.– 16.8.1941
Nordatlantik
Die alliierten Konvois HX.142 (»Ocean Escort« durch Hilfskreuzer Ausonia, Zerstörer Chesterfield und Korvetten Hepatica, Windflower und Trillium) und SC.39 (»Ocean Escort« durch Hilfskreuzer Maloja, Zerstörer Churchill und Korvetten Arrowhead, Camellia und Eyebright) können dank der entschlüsselten deutschen Funksprüche um die U-Boot-Aufstellung südl. Island herumgeführt werden. Der folgende Konvoi HX.143 mit 57 Schiffen (»Ocean Escort« durch Hilfskreuzer Wolfe, Zerstörer Burnham und Korvetten Sunflower und Agassiz) wird ebenfalls um die deutschen U-Boote herumgeführt. Neben der »Ocean Escort« gibt es diesmal zusätzlich einen Geleitschutz von Halifax bis zum West Ocean Meeting Point »WESTOMP« mit den kanad. Zerstörern Niagara und Annapolis, und einen Geleitschutz vom East Ocean Meeting Point »EASTOMP« nach Liverpool, den die brit. 8th Escort Group mit den Zerstörern Malcolm, Watchman, Sardonyx, Scimitar und den Korvetten Arabis, Verbena und Violet übernimmt. Sie erreichen die »Western Approaches«, ohne gesichtet zu werden.

5.– 28.8.1941
Nordatlantik
Aufbau einer neuen U-Boot-Gruppe in einer lockeren Aufstellung südwestlich Island mit U 563, U 568, U 129, U 567, U 206, U 84, U 501, U 71, U 553, U 77, U 43, U 96, U 101, U 38, U 73, U 105, U 751; später U 202, U 82, U 569 (ab 11.8.) und U 652 (ab 23.8.). Am 9.8. versenkt U 206 (Oblt.z.S. Opitz) den Fischdampfer Ocean Victor (202 BRT). Am 11.8. sichtet U 501 den auslaufenden Konvoi ON.4(S), aus dem tags darauf U 568 (Kptlt. Preuss) die Korvette Picotee versenkt. Am 12.8. sichtet U 129 einen westgehenden Konvoi, die angesetzten U 563, U 567 und U 206 finden jedoch bis zum 13.8. nichts. Am 18.8. versenkt U 38 (KKpt. Schuch) den panam. Einzelfahrer Longtaker (ex-dän Sessa, 1700 BRT). Dank der von Bletchley Park entschlüsselten und vom »Submarine Tracking Room« (Cdr. Winn) ausgewerteten deutschen Funksprüche können die Konvois ON.6(F), ON.7(S), ON.8(F), ON.9(S), HX.144, HX.145 und SC.40 nördlich um die dt. U-Boot-Aufstellungen herumgeführt werden.

.. U 570 / Rahmlow
 

4. U 570 wird von brit. Einheiten gestellt

Wegen des Ausbleibens von Konvoi-Sichtungen werden die Boote am 22.8. nach Osten in Marsch gesetzt. Das ausmarschierende U 452 (Kptlt. March) wird am 25.8. durch die Catalina ‚J’ (F/O Jewiss) der RAF-Squ. 209 und den UJ-Trawler Vascama (Lt. Walgate) versenkt. Auf den am 27.8. durch eine B-Meldung erfaßten Konvoi HX.145 werden südlich Island die U-Boote U 570, U 38, U 82, U 202, U 652, U 501, U 569, U 84, U 567, U 553 und U 207 ohne Erfolg angesetzt. U 570 (Oblt. z.S. Rahmlow) wird in schwerem Wetter durch Hudson ‚S’ der RAF-Squ. 269 (SqnLdr Thompson), nachdem es zufällig direkt unter dem Patrouille fliegenden Flugzeug aufgetaucht ist, angegriffen und leicht beschädigt, was den Kommandanten zur Übergabe veranlasst. Das U-Boot treibt mehrere Stunden von dem Bomber umkreist an der Oberfläche. Unterstützt von einer Catalina der RAF-Squ. 209 kommen am Abend des 27.8. der Trawler Northern Chief (Lt. Knight), am Morgen des 28.8. der Trawler Kingston Agathe, die Zerstörer Burwell und Niagara und die Trawler Westwater und Windermere heran. Nach Übernahme der Besatzung schleppen 2 der Trawler das Boot nach Island (Am 19.9. wird es als HMS Graph von Lt. Colvin in Dienst gestellt). Am 25.8. sichtet U 652 (Oblt.z.S. Fraatz) 2 Zerstörer und ein großes Schiff, das es am 26.8. torpediert, es handelt sich um den von einer Minenunternehmung zurückkehrenden Hilfskreuzer Southern Prince (10.917 BRT).

6.8.1941
Nordatlantik
US Task Force TF.16 (Rear Admiral Monroe) wird aus Flugzeugträger Wasp, dem Schlachtschiff Mississippi, den Schweren Kreuzern Quincy, Wichita und 5 Zerstörern gebildet, um die Transporter American Legion, Mizar und Almaack nach Reykjavik zu geleiten. Die Seeflugzeugstaffeln USN VP-73 mit Catalina- und USN VP-74 mit Mariner-Flugbooten beginnen mit Patrouillenflügen von Reykjavik bzw. Hvalfjord (Island) aus.

6.– 8.8.1941
Ostsee
Die sowj. Zerstörer Surovy und Statny beschießen am 6.8. im Moonsund die dt. Küstenbatterie »Hainasch«, am 8.8. die Batterie »Markgraf«. Im Finnenbusen in der Loksa-Bucht bei Tallinn (ehem. Reval) vernichten Ju 88 der Kü.Fl.Gr.806 den sowj. Zerstörer Karl Marks.

6.– 16.8.1941
Nordatlantik
Im Raum zwischen Gibraltar und Azoren versammeln sich U 331, das zuvor in Cadiz versorgt hat, U 126, U 94, U 124, U 79, U 109, U 93 und U 371 zur Operation gegen den Konvoi HG.69, dessen Auslaufen am 9.8. durch Agenten gemeldet wird. In die Aufstellung werden die ital. Boote Finzi, Marconi und Veniero einbezogen. Am 10.8. sichtet U 79 den Konvoi, wird jedoch abgedrängt. Am 11.8. bekommen U 93 und U 94 vorübergehend Fühlung, Marconi (Kptlt. Pollina) verfehlt die zur Sicherung gehörende Sloop Deptford und die Korvette Convolvulus. Am 12.8. werden nacheinander U 331, Finzi und das auf dem Rückmarsch befindliche U 123, in der Nacht zum 13.8. auch U 124, Veniero und noch einmal U 331 abgedrängt, während Marconi mit Unterbrechungen bis zum 14.8. Fühlunghaltermeldungen abgibt, bis es mit Finzi abgedrängt wird. U 79, U 331 und U 109 müssen wegen Wasserbombenschäden, U 93 wegen Fliegerbombenschäden den Rückmarsch antreten. Am 14.8. schießt Marconi mit Artillerie den jugosl. Einzelfahrer Sud (2589 BRT) zusammen, das Wrack wird von U 126 (Kptlt. Bauer) mit Fangschuß versenkt. Ein Vp.-Streifen mit U 123, U 124, U 126, Marconi und Finzi am 15.8. bleibt ohne Ergebnis. Von der angesetzten Luftaufklärung durch Fw 200 der I./KG.40 wird am 11.8. der Transporter Empire Hurst (2852 BRT) versenkt (als 8000 BRT-Tanker gemeldet), am 12.8. Meldung über einen Konvoi abgegeben. Am 16.8. wird die Suche danach abgebrochen.

6.– 20.8.1941
Mittelmeer
Die ital. U-Boote Zoea, Corridoni und Atropo transportieren 192 t Nachschub und Brennstoff nach Bardia. Dabei wird Zoea von Flugzeugen angegriffen und schießt wahrscheinlich eine Bristol Blenheim ab.

6.– 27.8.1941
Allgemeine Lage / Deutschland
Für die Verstärkung des an der Murmanskfront kämpfenden dt. XIX. Korps (Gen. Dietl) durch die 6. Gebirgsdivision, die auf dem Seeweg von Stettin nach Kirkenes transportiert werden soll, werden aufgrund der erkannten Bedrohung durch brit. Seestreitkräfte und U-Boote das Artillerieschulschiff Bremse, die 6. Zerstörerflottille und die 12. U-Jagdflottille, die aus dem Westraum nach Norden verlegt wird, zur Deckung der Transporte eingeplant. Am 10.8. läuft der Zerstörer Theodor Riedel zur Verstärkung der 6. Z-Flottille nach Norwegen aus, wird allerdings schon am 12.8. bei Bergen durch eine Grundberührung an den Schraubenwellen beschädigt und muß zurückverlegt werden. Am 25.8. laufen als erste Einheiten der 12. UJ-Flottille UJ 124 und UJ 127 nach Norwegen aus. Bis zum 27.8. fallen bei der 6. Z-Flottille noch die Zerstörer Richard Beitzen (siehe 9.-10.8.) und Hermann Schoemann (Maschinenstörungen) aus und müssen ebenfalls nach Deutschland zurückverlegt werden. Damit ist die erst 6 Wochen zuvor nach Nordnorwegen verlegte und nun für die Deckung der Truppentransporte eingeplante 6. Zerstörerflottille bereits auf die Hälfte ihrer Stärke reduziert.

Alexander von Humboldt .

5. Lazarettschiff Alexander von Humboldt, 
ein ehem. Trawler, vor Norwegen

 

6.– 30.8.1941
Nordmeer
Vor der norwegischen Polarküste operieren die sowj. U-Boote Shch-421, M-175, Shch-401, Shch-402, M-174 und K-2 (Kpt. 3.Rg. Utkin), von denen letzteres am 13.8. vor dem Tanafjord die dt. Dampfer Hansa und Lübeck verfehlt. M-173 führt eine Aufklärungsunternehmung vor dem Petsamofjord durch. Daraufhin dringt M-172 (Kptlt. Fisanovich) mit dem Div.-Chef Kpt. 2.Rg. Kolyshkin an Bord am 21.8. in den Fjord ein, verfehlt aber den in Liinahamari an der Pier liegenden dt. Frachter Monsun. Am 22.8. verfehlt es vor dem Petsamofjord auch das dt. Lazarettschiff Alexander von Humboldt. Vor dem Persfjord operiert D-3 ohne Erfolg. Am 25.8. treffen auf dem Wege über den Ostsee-Weißmeerkanal die U-Boote K-21, K-22 und K-23 in Molotovsk ein.

Am 8.8. geleiten Zerstörer Kujbyshev und 2 Wachkutter das brit. U-Boot Tigris zum Stützpunkt Polyarnoe, am 10.8. folgt Trident im Geleit des Zerstörers Uritski. Am 11.8. bzw. 16.8. laufen Tigris und Trident zu Unternehmungen im Svaerholt- bzw. Lopphavet aus. Tigris (Cdr. Bone) versenkt am 17.8. den norweg. Routendampfer Haakon Jarl (1482 BRT), Trident (Cdr. Sladen) beschädigt am 19.8. bei Hammerfest durch Artilleriefeuer den dt. Dampfer Levante (4769 BRT), verfehlt am 21.8. das Artillerieschulschiff Bremse und einen norw. Tanker und versenkt aus Konvois am 22.8. den Dampfer Ostpreußen (3030 BRT) und am 30.8. die von den Zerstörern Karl Galster und Hans Lody begleiteten Dampfer Donau (2931 BRT) und Bahia Laura (8561 BRT). Mit den beiden zuletzt genannten Transportern gehen vermutlich etwa 700 deutsche Soldaten unter. Der Routendampfer Midnatsol rettet 130, die Karl Galster 470 Überlebende.

8.8.1941
Schwarzes Meer
Zur Unterstützung der sowj. Küsten-Armee wird eine Schiffs-Abteilung des Nordwest-Rayons unter KAdm. D.D. Vdovichenko gebildet. Sie besteht aus dem Kreuzer Komintern, den Zerstörern Shaumyan und Nezamozhnik, dem Minenleger Lukomski, einer Kanonenboots-Division mit Krasnaya Abchaziya, Krasny Adzharistan, Krasnaya Armeniya und Krasnaya Gruziya, der 2. Torpedo-Kutter-Brigade (3 Divisionen zu 12, 18 und 10 Booten) und der 5. M-Division (7 Hilfs-Minensuchboote). Die auf Odessa und Ochakov gestützte Abteilung untersteht dem Kommandanten der Flottenbasis Odessa, KAdm. G.V. Zhukov.

8.8.1941
Ostatlantik
Der brit. Schlachtkreuzer Renown läuft zusammen mit Passagierdampfer Pasteur unter Sicherung der Zerstörer Cossack, Maori, Sikh und Lightning von Gibraltar zu Überholungsarbeiten nach England aus. Die Schiffsgruppe wird nur kurz von dem dt. U-Boot U 93 gesichtet, das aber wegen der hohen Marschgeschwindigkeit keine Fühlung halten kann, daher erfolgt auch kein Ansatz weiterer Boote.

8.– 12.8.1941
Schwarzes Meer
Einheiten der sowj. Donau-Flottille unterstützen den Rückzug von Truppen über die Bug-Mündung.

8.– 15.8.1941
Ostsee
Am 8.8. sinkt der dänische Frachter Venus (2546 BRT) nach brit. Luftminentreffer vor Schleimünde (gem. KTB Skl. in der Nordsee auf dem Ems-Elbe-Weg). Am 15.8. geht der deutsche Frachter Memelland (542 BRT) südöstl. Helsinki durch Minentreffer verloren (sowj. U-Boot-Mine ?).

8.– 26.8.1941
Ostsee
Auslegung der »Juminda«-Minensperren. Die dt. Minenschiffe Cobra (KKpt. Dr. Brill), Königin Luise (Kptlt. Wünning) und Kaiser (KKpt. Bohm) legen, unterstützt von der 5. R-Flottille (Kptlt. Dobberstein) und der 1. S-Flottille (Kptlt. Birnbacher) die Sperren D.10 bis D.30 mit zusammen 673 EMC-Minen und 636 Sprengbojen. Die finn. Minenleger Riilahti (Lt. Kivilinna) und Ruotsinsalmi (Kptlt. Arho) legen die Sperren F.18 bis F.22 mit zusammen 696 Minen und 100 Sprengbojen.

9.8.1941
Deutschland / Nordatlantik
Auf Betreiben des B.d.U, der die Bekämpfung von Geleitfahrzeugen eines Konvois bei den zahlenmäßig immer stärker werdenden Sicherungen für notwendig hält, um Erfolge zu erzielen, und auf Drängen der Skl. gibt Hitler den warnungslosen Angriff auf Kriegsschiffe aller Größen (vorher: nur ab Kreuzer aufwärts) im Operationsgebiet frei, solange diese nicht vor dem Angriff als US-Schiffe erkannt werden. Erste Opfer dieser Änderung des taktischen Vorgehens der Boote an einem Geleitzug sind noch im Monat August die Korvetten Picotee (am 12.8., siehe 5.-28.8.) und Zinnia (am 23.8., siehe 10.-23.8.) und der Zerstörer Bath (am 19.8., dsgl.).

9.8.1941
Nordatlantik
Dt. Flugzeuge versenken bei den Faröer den norw. Frachter Dagny I (1392 BRT).

9.– 10.8.1941
Nordmeer
Vorstoß der dt. 6. Z-Flottille mit Hans Lody, Friedrich Eckoldt und Richard Beitzen gegen die Insel Kildin und die Mündung des Kola-Fjordes. Dabei wird das sowj. Wachschiff Tuman (ex RT-10/Lebedka, Lt. Shestakov) überrascht und nach tapferer Gegenwehr versenkt. Der dt. Verband wird im Ablaufen von sowj. Küstenartillerie beschossen und von Flugzeugen angegriffen. Richard Beitzen wird durch Nahtreffer beschädigt. Die Beschädigungen erweisen sich als in Norwegen nicht reparabel, der Zerstörer muß nach Deutschland zurückverlegt werden und fällt somit für die geplante Deckung der Truppentransporte für das Gebirgskorps (siehe 6.-27.8.) aus.

.. USS Augusta
 

6. Proklamation der Atlantik-Charta

9.– 12.8.1941
Allgemeine Lage / Alliierte Mächte
Präsident Roosevelt und Churchill treffen sich an Bord des brit. Schlachtschiffes Prince of Wales (9.8.) und des Schweren US-Kreuzers Augusta (10.-12.8.) in der Argentia-Bucht (Neufundland). Proklamation der »Atlantik-Charta«, die am 14.8. veröffentlicht wird.

10.8.1941
Norwegen / Nordsee
Der dt. Hilfsminensucher M 1102 / H.A.W. Müller wird durch Luftangriff vor Lindesnes versenkt. 2 dän. Fischkutter gehen durch Luftminentreffer verloren. Bei einem brit. Luftangriff auf ein dt. Küstengeleit vor Ostende wird V 1506 beschädigt, angeblich werden 6 brit. Bomber abgeschossen (unbestätigt).

10.– 11.8.1941
Ostsee
Sowj. Konvoi von Tallinn nach Suursaari und Kronstadt mit dem Transporter Vyacheslav Molotov (7494 BRT) und 3500 Verwundeten an Bord, gesichert von dem Zerstörer Steregushchi, BTShch-Minensuchern (Typ Fugas) und MO-U-Jägern. Minensucher T-201/ Zaryad sinkt durch Minentreffer (evtl. schon am 3.8.), Vyacheslav Molotov wird vor Suursaari durch Minentreffer beschädigt. Boote der dt. 2. S-Flottille legen im Rigaer Busen die Sperre »Allirahu« mit 24 TMB-Minen. Boote der 5. M-Flottille legen vor Kap Domesnäs die Flankensperren »Pinnaß I-IV« mit 47 EMC-Ankertauminen.

10.– 23.8.1941
Nordatlantik
Nach der SL.81-Operation versammeln sich U 75, U 559, U 204, U 83 und die neu ausgelaufenen Boote U 106, U 201, U 564 und U 552 im Raum westlich des Nordkanals. Sie werden am 17.8. auf den von einer Fw 200 der I./KG.40 gemeldeten Konvoi OG.71 angesetzt. Geleitsicherung durch Sloop Leith, Zerstörer Bath (RNoN), die Korvetten Campanula, Hydrangea, Bluebell, Campion, Wallflower, Zinnia und UJ-Trawler Lord Nuffield. Am späten Abend gewinnt U 201 (Oblt.z.S. Schnee) Fühlung und hält sie bis zum 19.8 mit mehreren Unterbrechungen. Am 18. und 19.8. zum Kampfeinsatz gestartete Ju 88 des Fliegerführers Atlantik finden nur einzeln den Konvoi. Auf die Luft- und U 201-Meldungen kommen in der Nacht zum 19.8. U 559 (Oblt.z.S. Heidtmann), U 201 und U 204 (Kptlt. Kell) zum Schuß. U 204 versenkt den zur 5th Escort Group gehörenden norweg. Zerstörer Bath (Kptlt. Melsom), U 559 die brit. Alva (1584 BRT) und U 201 die brit. Frachter Ciscar (1809 BRT) und Aguila (3255 BRT). Am Abend übernimmt U 106 die Fühlung, wird aber abgedrängt. Am 20.8. kommen die Zerstörer Gurkha und Legion und am 21.8. der Zerstörer Boreas zur Unterstützung. Die Fühlung reißt bis zum Nachmittag des 21.8. ab, wird dann durch eine Fw 200 wieder hergestellt, doch finden die angesetzten U 201, U 108, U 564, U 106 und U 552 den Konvoi nicht. Auf mehrere Luft-Meldungen am 22.8. gewinnt am Nachmittag U 564 (Oblt.z.S. Suhren) Fühlung, das U 201 erneut heranführt. Der Ansatz von 8 Ju 88 der KGr.606 bleibt erfolglos; die durch Flak beschädigte Ju 88 des Staffelkapitäns der 1./KGr. 606 (Hptm. Heßling †) stürzt auf dem Rückflug bei der Landung in Bordeaux ab. In der Nacht zum 23.8. versenken U 564 die brit. Empire Oak (484 BRT) und Clonlara (1203 BRT) und U 201 die brit. Stork (787 BRT) und Aldergrove (1974 BRT). Die von U 564 torpedierte norw. Spind (2129 BRT) wird durch U 552 (Oblt.z.S. Topp) versenkt. U 564 versenkt am Morgen des 23.8. noch die zur Sicherung gehörende Korvette Zinnia. Gesamterfolg: 9 Schiffe mit 13.225 BRT und 2 Escorts. Der Tonnageerfolg wird von den dt. U-Boot-Kommandanten, die alle Versenkungen mit 4000 bzw. 5000 BRT melden, stark überschätzt.

11.8.1941
Nordsee
Beim Angriff der 4. S-Flottille (Kptlt. Bätge) auf einen Konvoi vor Dungeness versenkt S 49 (Lt.z.S. Günther) trotz schlechten Wetters den brit. Frachter Sir Russell (1548 BRT).

..

7. Italienisches Lazarettschiff California gesunken.

 

11.8.1941
Luftkrieg Italien
Bei einem brit. Torpedofliegerangriff auf Schiffe im Hafen von Syrakus sinkt das ital. Lazarettschiff California (13.060 BRT).

11.– 20.8.1941
Mittelmeer
Nördlich von Port Said torpedieren ital. Torpedoflugzeuge des Typs S.79 (Hptm. Buscaglia) am 11.8. den brit. Netzleger Protector und am 20.8. den von Haifa kommenden Tanker Turbo (4782 BRT), der nach Suez verlegt wird und im April 1942 im Schlepp von Suez nach Aden auseinanderbricht und untergeht.

12.8.1941
Norwegen
Der norw. Frachter Cito (124 BRT) sinkt auf einer dt. Minensperre im Sognefjord.

12./13.8.1941
Ostsee
Boote der 2. S-Flottille legen im Südeingang des Moonsundes die Sperre »Mona I« (18 TMB). Boote der 5. M-Flottille legen vor Kap Domesnäs die Flankensperren »Pinnaß V–VI« mit 28 EMC-Minen. Bei Gefechten im Finnenbusen versenken Boote der 1. S-Flottille (Kptlt. Birnbacher) am 12.8. das sowj. Räumboot (Rybintsi) R-1O1 und am 13.8. bei Groß Wrangel einen Minensucher (Tralshik).

12.– 16.8.1941
Schwarzes Meer
Sowj. Donau-Flottille unterstützt Rückzug über unteren Dnjepr. 12.8. in Kherson eingetroffen.
Ergebnislose Unternehmung des rumän. U-Bootes Delfinul und der ex-brit. MTB Viscolul, Vijelia und Viforul gegen den sowj. Nachschub zwischen Sevastopol und Odessa.

12.– 18.8.1941
Mittelmeer
Die brit. Minenkreuzer Abdiel, Latona und einige Zerstörer transportieren 6000 Soldaten in die belagerte Festung Tobruk, um erschöpfte austral. Einheiten zu entsetzen. 5000 Soldaten werden evakuiert. An dieser Operationen wie auch 2 weiteren am 12.9 und 12.10. sind der RAN-Kreuzer Hobart und die Zerstörer Napier und Nizam beteiligt.

12.– 23.8.1941
Mittelmeer
Auslegung der Minensperren S.41, S.42, S.43 und S.44 am 12., 16., 19. und 23.8. im Kanal von Sizilien durch die ital. Hilfsminenleger (Fährschiffe) Reggio und Aspromonte mit zus. 1125 Minen. Außerdem werden 3202 Sperrschutzmittel durch die Zerstörer Zeno, Da Verazzano, Pigafetta, Da Mosto, Da Noli und Pessagno ausgebracht.

12.– 24.8.1941
Mittelmeer
Operationen brit. U-Boote und Flugzeuge gegen ital. Geleitzüge. Am 12.8. verfehlt Torbay (Cdr. Miers) vor Bengasi einen Konvoi mit den ital. Dampfern Bosforo und Iseo und wird von dem bei Bengasi-Geleiten ständig eingesetzten Torpedoboot Partenope heftig mit Wasserbomben angegriffen. Am 16.8. versenkt es bei Kap Matapan den ital. Segler Evangelistra (28 BRT) mit einer Sprengladung. Das niederl. O.24 führt am 12.8. im Ligurischen Meer einen erfolglosen Angriff. Talisman verfehlt am 14.8. westl. Alexandria das irrtümlich angegriffene brit. U-Boot Otus, das sich auf einer Versorgungsfahrt nach Malta befindet, Thrasher am 15.8. bei Kap Sunion den dt. Frachter Ankara im Geleit des Torpedoboots Sirio (gemäß KTB Skl wird bei Kap Sunion allerdings die Bulgaria verfehlt). Am 15.8. versenken brit. Bomber aus einem Bengasi-Tripolis-Geleit mit 3 Schiffen und dem Torpedoboot Perseo die ital. Adua (400 BRT).

Vom 13. bis 15.8. läuft ein ital. Nachschubgeleit mit den schnellen Motorschiffen Andrea Gritti, Rialto, Vettor Pisani, Francesco Barbaro und Sebastiano Venier unter Sicherung der Zerstörer Vivaldi (wegen Geschützstörungen umgekehrt), Folgore, Strale, Malocello, Fulmine und des Torpedobootes Orsa von Neapel nach Tripolis; mehrere Luftangriffe und ein ungeklärter U-Boots-Angriff am 14.8. bleiben ohne Erfolg.

Vom 16. bis 18.8. läuft ein weiteres Nachschubgeleit mit den Schiffen Maddalena Odero , Nicolò Odero, Caffaro, Marin Sanudo, Giulia sowie dem Tanker Minatitlan unter Sicherung der Zerstörer Freccia, Euro, Dardo und der Torpedoboote Procione, Pegaso, Sirtori von Neapel nach Tripolis. Es wird am 16.8. südwestl. von Capri erfolglos von O.23 (LtCdr. Van Erkel) und am 17.8. südöstlich von Malta zweimal von Torpedoflugzeugen und Bombern angegriffen. Maddalena Odero erhält beim 1. Angriff einen Lufttorpedotreffer, wird aber von Pegaso und Sirtori abgeschleppt und bei Lampedusa aufgesetzt. Bei dem zweiten Angriff setzt ein Bombentreffer die Ladung in Brand, das Schiff wird zum Totalverlust. Beim Versuch, das Geleit vor Tripolis anzugreifen, läuft das brit. U-Boot P.32 (Lt. Abdy) am 18.8. auf eine Mine und sinkt. Am 18. und 19.8. greift Tetrarch (LtCdr. Greenway) vor Bengasi das Torpedoboot Perseo an, wobei Torpedos die Hafenschutzsperre treffen, und die vom Torpedoboot Calliope geleitete Cadamosto, verfehlt sie aber, weil die Torpedos im Flachwasser detonieren.

Vom 19. bis 20.8. läuft ein schnelles Truppentransportgeleit mit den 4 Truppentransportern Marco Polo, Esperia, Neptunia und Oceania unter Sicherung der Zerstörer Vivaldi, Da Recco, Gioberti, Oriani und des Torpedobootes Dezza von Neapel nach Tripolis. Aufgrund der Entschlüsselung des ital. Funkverkehrs, der anzeigt, dass das Geleit abweichend von der sonstigen Route westlich von Sizilien passieren wird, werden zusätzlich die Boote Urge und Unbeaten bei Pantelleria und Unique vor Tripolis aufgestellt. Nördlich von Pantelleria verfehlt Unbeaten (LtCdr. Woodward) die Esperia. Trotz weiterer Verstärkung der Sicherung durch die Zerstörer Maestrale, Grecale und Scirocco gelingt es Unique (Lt. Hezlet), am 20.8. direkt vor Tripolis mit 3 Torpedotreffern die Esperia (11.398 BRT) zu versenken. Die Sicherungszerstörer retten 1139 Überlebende von 1170 Mann.

Upholder (LtCdr. Wanklyn) versenkt vor Cabo San Vito (Sizilien) am 20.8 die ital. Enotria (852 BRT), am 22.8. aus einem Palermo-Tripolis-Geleit mit 3 Tankern die ital. Lussin (3988 BRT) und entkommt danach einer Verfolgung durch die Sicherungs-Torpedoboote Circe und Pegaso; am 24.8. verfehlt es westlich von Ustica den Leichten Kreuzer Luigi di Savoia (siehe 22.-26.8.). Am 23./24.8. versenkt Tetrarch (LtCdr. Greenway) im Gebiet der Sirte die ital. Segler Fratelli Garre (413 BRT) und Francesco Garre (399 BRT); das brit. U-Boot P.33 (Lt. Whiteway-Wilkinson) wird am 23.8. beim Angriff auf ein Tripolis-Bengasi-Geleit mit 3 Schiffen von dem sichernden Torpedoboot Partenope versenkt. Mehrere kleine ital. Konvois zwischen Tripolis und Benghazi werden am 23. und 24.8. von brit. Flugzeugen angegriffen. Sie versenken die ital. Constanza (582 BRT) und das Hilfskanonenboot Grazioli Lante.

13.8.1941
Schwarzes Meer
Die sowj. Zerstörer Shaumyan und Nezamozhnik unterstützen zusammen mit dem Kanonenboot Krasnyj Adzaristan und den Küstenbatterien No.412 und 726 einen Gegenangriff des 1. Marine-Schützen-Regimentes bei Grigorevka.

13.– 20.8.1941
Schwarzes Meer
Abwechselnder Einsatz der Zerstörer Shaumyan, Nezamozhnik, Frunze und Dzerzhinski zur Beschießungen rumän. Stellungen im Raum Odessa und Ochakov.

13.8.– 4.9.1941
Norwegen
Vor Westnorwegen operiert die brit. 9. U-Flottille mit den franz. Minerve und Rubis, dem niederl. O.14 und verschiedenen brit. U-Booten. Rubis (Kptlt. Rousselot) legt am 21.8. eine Minensperre und versenkt am selben Tag den finn. Frachter Hogland (4360 BRT) nordwestl. Egeröy. Die Sperre wird durch die 11. M-Flottille geräumt.

14.8.1941
Allgemeine Lage / Baltikum
Hitler befiehlt eine baldige Einnahme der baltischen Inseln durch eine gemeinsame Unternehmung von Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine unter Führung des Heeres.

14.8.1941
Westatlantik
Vor Puerto Rico (Karibik) geht der brandneue US-Unterseebootsjäger PC 457 durch Kollision mit dem Frachter Norluna verloren.

14.– 15.8.1941
Ostsee
Sowj. Konvoi von Reval nach Suursaari und Kronstadt. Transporter Sibir (3767 BRT) wird mit 2500 Verwundeten an Bord am 14.8. durch Luftangriff versenkt; bei Suursaari sinkt am 15.8. Minensucher T-202/ Buy nach 2 Minentreffern.

.. Nikolaev
 

8. Luftbild der sowj. Marinebasis Nikolaev

14.– 17.8.1941
Schwarzes Meer
Räumung der sowj. Marinebasis Nikolaev (KAdm. Kuleshov). Die auf den Hellingen der Marti-Werft liegenden Schiffe, das Schlachtschiff Sovetskaya Ukraina (59.150 t), der Schwere Kreuzer Ordzhonikidze (11.300 t), die U-Boote des Typs S-IX.bis (S-36, S-37, S-38) und 2 Kanonenboote, sowie die auf den Hellingen der »Kommunar 61 Nordwerft« liegenden Schiffe, der Schlachtkreuzer Sevastopol (35.240 t), der Schwere Kreuzer Sverdlov (11.300 t), die Zerstörer Otmenny, Obuchenny, Otchayanny und Obshitelny werden gesprengt. Die in Ausrüstung befindlichen Schiffe, darunter die Kreuzer Frunze und Kuibyshev (11.300 t), die Flottillenführer Kiev und Erevan, die Zerstörer Svobodny, Ognevoi, Ozornoi, die U-Boote S-35, L-23, L-24 und L-25 sowie der Eisbrecher Mikoyan werden abgeschleppt. Sicherung der Operationen durch die Zerstörer Bodry, Boiki, Bezuprechny, Besposhchadny, Dzerzhinski, Frunze, Nezamozhnik, Shaumyan.

14.– 19.8.1941
Pazifik
Hilfskreuzer Schiff 45 / Komet (KAdm. Eyssen) versenkt im Gebiet der Galapagos-Inseln am 14. und 19.8. die brit Australind (5020 BRT) und Devon (9036 BRT) und kapert am 17.8. die niederl. Kota Nopan (7322 BRT), die wegen ihrer wertvollen Ladung von 2800 t Sago, 1500 t Gummi und je 1200 t Zinn und Manganerz nach Auffüllen des Kraftstoffvorrats als Prise nach Frankreich in Marsch gesetzt wird, wo das Schiff am 14.11. eintrifft.

14.– 26.8.1941
Nordsee
Bei Luftangriffen des RAF Coastal Command wird am 14. 8. der Frachter Lotte Halm (1193 BRT) nördlich Borkum versenkt. Am 23.8. wird der finn. Frachter Wisa vor der Emsmündung durch Minentreffer beschädigt und muß nach Emden eingeschleppt werden. Am 26.8. wird der dt. Frachter Stadt Emden nordwestlich von Hoek van Holland durch Bombentreffer beschädigt.

14.– 29.8.1941
Mittelmeer
Der dt. mit Brennstoff beladene und für eine Fahrt nach Bardia vorgesehene Frachter Bellona (1297 BRT) wird wegen fehlender Sicherungsmöglichkeiten durch ital. See- und dt. Luftstreitkräfte vom 14. bis 22.8. in Suda (Kreta) festgehalten. Als nach dem Auslaufen Luftangriffe erfolgen und Unterseebootsangriffe vermutet werden, wird das Schiff zurückgerufen, nach Piräus befohlen und dort wieder entladen.

15.8.1941
Südatlantik
Selbstversenkung des dt. Dampfers Norderney (3667 BRT) nordostwärts der Amazonas-Mündung bei Annäherung des brit. Kreuzers Despatch und des Hilfskreuzers Pretoria Castle.

15.– 16.8.1941
Schwarzes Meer
Die sowj. Kanonenboote Krasnaya Armeniya und Krasnaya Gruziya geben sowj. Truppen Feuerunterstützung bei Grigorievka und Spiridovka (Odessa).

15.– 27.8.1941
Mittelatlantik
US Task Group 2.5 führt mit dem Träger Yorktown, dem Kreuzer Brooklyn und den Zerstörern Roe, Grayson und Eberle eine Neutralitätspatrouille durch, die in Bermuda beginnt und endet.

16.8.1941
Deutschland / Nordmeer
Die Seekriegsleitung weist den B.d.U. an, ab sofort 4 einsatzbereite U-Boote im Bereich der norw. Polarküste bereit zu halten, die dem Admiral Nordmeer unterstellt werden. Zu den dort bereits operierenden Booten U 451 und U 566 treten U 571 und U 752, die Boote U 81 und U 652 werden wieder dem B.d.U. unterstellt (siehe 23.-30.8.).

TKA-181 ..

9. Sowjetisches Schnellboot TKA-181

 

16.8.1941
Ostsee

Ein sowj. Konvoi von Suursaari nach Reval unter Führung des Eisbrechers Oktyabr verliert auf der »Juminda«-Sperre mehrere Schiffe.

17.8.1941
Ostsee
Ergebnisloser Angriff von 4 sowj. TKA gegen dt. Schiffe vor Kap Domesnäs.

17.– 28.8.1941
Gewässer westlich Großbritannien
Deutsche Flugzeuge versenken am 20.8. südlich Kinsale den brit. Trawler Juliet (173 BRT) und beschädigen am 17.8. vor Blyth die Kindersley (1999 BRT) sowie am 28.8. vor Milford Haven den Tanker Lonovania (8149 BRT).

18.8.1941
Pazifik
US Frachter Regulus landet das 1st USMC Defense Btl. auf der Insel Wake.

18.—19.8.1941
Ostsee
Bei einem Vorstoß in den Rigaer Meerbusen läuft der sowj. Zerstörer Statny am 18.8. im Moonsund auf eine Mine und sinkt. In der Nacht zum 19.8. versenkt das dt. S-Boot S 58 (Oblt.z.S. Geiger) den vor dem Südeingang des Moonsundes vor Anker liegenden sowj. Minensucher T-51/ Pirmunas.

18.– 20.8.1941
Mittelmeer
Das brit. Unterseeboot Torbay (LtCdr. Miers) nimmt in der Nacht 18./19.8. in der Bucht von Messara (Kreta) 28 versprengte brit. Soldaten und 12 Griechen und in der darauf folgenden Nacht weitere 92 brit. Soldaten an Bord und läuft mit ihnen nach Alexandria.

18.8.– 8.9.1941
18.– 24.8.1941
Nordatlantik
Auf den am 18.8. aus Gibraltar auslaufend gemeldeten Konvoi HG.71 (Escort Group EG.36 mit Sloop Deptford, den Korvetten Samphire, Convolvulus, Marigold, Auricula und ab 23.8. den Zerstörern Wild Swan und Vimy) werden vom 20.-24.8. die ital. U-Boote Marconi, Finzi, Cappellini und ab 23.8. auch Calvi angesetzt, sie finden ihn jedoch nicht (Forts. 22.-30.8.). 

19.8.1941
Schwarzes Meer
Beschießung dt.-rumän. Transporte bei Meshchanka, Mikhailovka und Visarka im Raum Odessa durch die 2. Zerstörer- Division mit dem Flottillenführer Tashkent und den Zerstörern Bodry, Bezuprechny und Besposhchadny mit 450 Schuß der 13 cm-Kanonen.

19.8.1941
Südatlantik
Das ital. Unterseeboot Tazzoli (KKpt. Fecia di Cossato) versenkt südwestlich von Freetown den in Ballast nach Curaçao laufenden norw. Tanker Sildra (7313 BRT).

.. Spitzbergen
 

10. Kohlehalden bei Barentsburg werden bei der Räumung Spitzbergens in Brand gesetzt.

19.8.– 10.9.1941
19.8.– 3.9.1941
Nordmeer
Brit. Operationen im Nordmeer. Am 19.8. läuft Force K (RAdm. Vian) mit den Kreuzern Nigeria und Aurora, den Zerstörern lcarus, Antelope, Tartar, Eclipse, Anthony, dem Truppentransporter Empress of Canada sowie dem Flottentanker Oligarch von Scapa Flow nach Spitzbergen aus, um norweg. und sowj. Kolonien zu evakuieren und die Industrie-Anlagen zu zerstören. Nigeria und Empress of Canada transportieren die 2000 Personen umfassende russ. Kolonie nach Archangelsk, werden dabei ab dem 25./26.8. von Kanin Nos aus von den Zerstörern Sokrushitelny und Grozny geleitet, und vereinigen sich am 1.9. vor Barentsburg wieder mit der Aurora. Zusammen mit 3 von Norwegen kommenden Kohlendampfern, 1 Eisbrecher, 1 Schlepper, 1 Walfang- Mutterschiff und 2 Fangbooten kehrt der Verband am 3.9. nach England zurück.

Am 21.8. läuft der erste Versuchskonvoi »Dervish« (Capt. Dowding) mit 7 Handelsschiffen und unter Sicherung von 4 UJ-Trawlern, zeitweise auch der Zerstörer Electra, Active, Impulsive und der Minensucher Halcyon, Harrier, Salamander von Hvalfjord (Island) aus und trifft am 31.8. unter zusätzlicher Sicherung der sowj. Zerstörer Sokrushitelny, Grozny, Kujbyshev, Uritski ab Kanin Nos und im Weißen Meer ohne Feindberührung in Archangelsk ein. Fernsicherung durch einen Verband unter RAdm. Wake-Walker mit dem Träger Victorious, den Kreuzern Devonshire, Suffolk und den Zerstörern Eclipse, Escapade und Inglefield.

20.8.1941
Nordsee
Beim Angriff der 4. S-Flottille (Kptlt. Bätge) mit S 20, S 48, S 49 und S 51 auf einen brit. Konvoi vor Cromer versenkt S 48 (Oblt.z.S. v. Mirbach) die poln. Czenstochowa (1971 BRT) und torpediert die brit. Dalewood (2774 BRT).

20./21.8.1941
Nordsee
Nach wochenlangen Verzögerungen, bedingt durch Auseinandersetzungen zwischen Luftwaffe und Kriegsmarine über Konzeptionen und notwendige Einsatzvorräte, werfen dt. Flugzeuge die ersten Luftminen des Typs FAB-XI mit kombinierter akustischer und magnetischer Zündung. Mögliches 1. Opfer ist am 24.8. die brit. Skagerak (1283 BRT) vor Harwich.

21.8.1941
Ostsee
Die 3. Welle des Fährenbatl. der Heerespioniere (siehe R. Kugler) wird nach Passieren der Irbenstr. mehrfach von sowj. Flugzeugen angegriffen, geringfügige Schäden. Im Rigaer Busen erfolgloser Angriff der sowj. Zerstörer Artem und Surovy. Auf dem Marsch von Suursaari nach Reval erleidet ein weiterer sowj. Konvoi Ausfälle auf der »Juminda«-Sperre.

21.8.1941
Schwarzes Meer
Deutsche Truppen erobern Kherson. Der Kriegsrat der Schwarzmeer-Flotte beschließt, die Kreuzer Chervona Ukraina, Krasny Krym, Krasny Kavkaz, den Hilfskreuzer Mikoyan, die Flottillenführer Tashkent und Kharkov und die Zerstörer Bodry, Boiki, Bezuprechny, Besposhchadny, Sposobny, Smyshleny und Soobrazitelny zur Unterstützung der Küstenarmee im Raum Odessa in Bereitschaft zu halten.

21.– 27.8.1941
Mittelmeer
Operation »Teacle«: Bei Luftangriffen auf den brit. Nachschubverkehr nach Tobruk beschädigen Ju 88 der III./LG.1 am 21.8. nördlich von Bardia den Zerstörer Nizam, am 27.8. treffen ital. S.79 der 279. Sq. (Hptm. Masini) nördlich von Sidi Barani den Leichten Kreuzer Phoebe mit Lufttorpedos und beschädigen ihn so schwer, dass er zur Reparatur in die USA verlegt werden muß, und am 27.8. versenken dt. Ju 87 vor Tobruk den norw. UJ-Trawler Skudd III.

21.– 22.8.1941
Schwarzes Meer
Der sowj. Kreuzer Krasny Krym, die Zerstörer Dzerzhinski, Frunze und das Kanonenboot Krasnaya Armeniya beschießen rumän. Stellungen bei Sverdlovka und Chebanka (Ostfront Odessa).

22./25.8.1941
Deutschland / Seekriegsführung
Am 22.8. meldet der BdU an die Seekriegsleitung (Skl), dass „angesichts der verstärkten Abwehr und Luftüberlegenheit des Gegners für einen durchschlagend erfolgreichen Geleitzugangriff derzeit etwa die dreifache Anzahl von Booten notwendig ist als früher". Am 25.8. informiert die Skl. den B.d.U., dass mit einer Weisung zum Einsatz von 6 mittleren dt. Booten im Mittelmeer zu rechnen ist. Mit den ausgreifenden U-Boot-Einsätzen abseits des Nordatlantiks kann die Produktion weiterer U-Boote in Deutschland nicht Schritt halten.

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11. Flaggschiff HMS Nelson des VAdm Somerville

 

22.– 26.8.1941
Mittelmeer
Operation »Mincemeat«. 22.8.: Force H (VAdm. Somerville) mit Schlachtschiff Nelson, Träger Ark Royal, Kreuzer Hermione und Zerstörern Nestor, Fury, Forester, Foresight und Encounter wird beim Auslaufen aus Gibraltar von ital. Agenten gemeldet. Absicht des brit. Verbands: mit dem als franz. Torpedokreuzer getarnten Minenleger Manxman Verminung von Livorno, Ablenkung durch Trägerangriff mit Brandbomben gegen Korkwälder auf Nordsardinien. 23.8.: Die ital. 9. Division (Adm Iachino) läuft in der Annahme eines neuen Malta-Konvois mit den Schlachtschiffen Littorio, Vittorio Veneto und 5 Zerstörern aus und trifft am 23.8 östl. Sardinien auf die 3. Division von Messina mit den Kreuzern Trieste, Trento, Bolzano, Gorizia und 4 Zerstörern und auf weitere Einheiten mit insgesamt 10 Zerstörern. 24.8.: Vorstoß in das Gebiet südl. Sardinien, um im Bereich der eigenen Luftsicherung die Deckungsgruppe für die erwartete Malta-Operation zur Schlacht zu stellen. Der Malta-Konvoi soll von der 8. Division abgefangen werden, die mit den Leichten Kreuzern Duca degli Abruzzi, Attendolo und Montecuccoli sowie weiteren 5 Zerstörern von Palermo in das Gebiet nördl. Tunesien läuft. - Südwestlich Sardinien werden die U-Boote Alagi, Serpente, Aradam und Diaspro aufgestellt, die Sizilienstraße durch die U-Boote Squalo, Bandiera, Tricheco, Topazio und Zaffiro und 13 MAS-Boote gesperrt. Der Ansatz bleibt wirkungslos, da der brit. Verband östlich der Balearen nach Nordosten läuft. Von den brit. U-Booten zwischen Sardinien und Sizilien und vor der Straße von Messina entdeckt Upholder am 24.8. die ital. Flotte und führt einen erfolglosen Angriff auf den Leichten Kreuzer Luigi di Savoia. Am gleichen Tag legt Manxman unentdeckt 70 Magnetminen und 70 Ankertauminen vor Livorno, wähend 10 Swordfish-Bomber den Flugplatz Tempio (Nord-Sardinien) angreifen. Die zurückkehrende brit. Flotte wird von der ital. Aufklärung nicht entdeckt. Adm. Iachino wartet ungeduldig auf den Konvoi und muß am 25.8. ohne Erfolg heimkehren. Dabei wird der Schwere Kreuzer Bolzano nördlich von Messina von dem brit. U-Boot Triumph (Cdr. Woods) torpediert, bevor er den Hafen erreicht.

22.– 30.8.1941
Nordatlantik
Westlich des Nordkanals wird ein Vorpostenstreifen mit U 143, U 83, U 101, U 751, U 561, U 557, U 95 und U 141 aufgestellt. Von den Booten versenkt U 143 (Oblt.z.S. Gelhaus) am 23.8. aus einem Konvoi die norw. Inger (1409 BRT). Am 26.8. sichtet U 141 (Oblt.z.S. Schüler) westlich Irland den auslaufenden Konvoi OS.4, wird aber durch ein Flugzeug unter Wasser gedrückt. Am Nachmittag kommt U 557 (Oblt.z.S. Paulshen) heran. Es versenkt in der Nacht zum 27.8. in 3 Anläufen die norw. Segundo (4414 BRT) sowie die brit. Frachter Saugor (6303 BRT), Tremoda (4736 BRT) und Embassage (4952 BRT). Anschließend führt U 557 am 27.8. noch U 751 und am 28.8. auch U 71 und U 558 (Kptlt. Krech) heran, von denen letzteres das Motorschiff Otaio (10.298 BRT) versenkt. Unter Einsatz von 5 Booten wurden 30.705 BRT versenkt. Gegen den am 29.8. von der Luftaufklärung erfaßten Konvoi HG.71 südwestlich Irland ist kein Ansatz möglich (siehe auch 18.-24.8.). Vor dem Nordkanal sichtet U 143 am 30.8. den auslaufenden Konvoi ON.12, wird jedoch von Escort Group EG.3 (Führer-Zerstörer HMS Bulldog) unter Wasser gedrückt und verliert die Fühlung.

23.8.1941
Nordatlantik
Dt. Hilfskreuzer Schiff 36/ Orion (FKpt. Weyher) läuft nach 510-tägiger Kaperfahrt im Atlantik, Pazifik und Indischen Ozean in die Girondemündung ein. Aufnahme westl. der Biskaja durch die bereits am 7.8. dafür abgeteilten Boote U 75 (ab 16.8.) und U 205 (ab 17.8.). — Erfolge: 10 Schiffe mit 62.915 BRT, 2 weitere Schiffe mit 21.125 BRT wurden zusammen mit Schiff 45/ Komet versenkt.

23.– 27.8.1941
Ostsee
Der sowj. Kreuzer Kirov, die Flottillenführer Leningrad und Minsk sowie mehrere Zerstörer, darunter Gordy, unterstützen den Abwehrkampf der Verteidiger von Tallinn (Reval).

23.– 31.8.1941
Schwarzes Meer
Die sowj. U-Boote Shch-212 und Shch-216 operieren im Westteil des Schwarzen Meeres. Sie werden verstärkt durch die großen Boote S-32 und S-33 und die kleinen U-Boote M-34 und M-36, die vor der bulgarischen Küste operieren. Am 31.8. verfehlt M-34 vor Varna den ital. Tanker Tampico.

. Prinz Eugen Dummy
 

12. Attrappe des Kreuzers Prinz Eugen
in Nantes

23.– 30.8.1941
Atlantik
Informationen der Funk- und Luftaufklärung folgend, werden der britische Hilfskreuzer Circassia von Freetown und der kanad. Hilfskreuzer Prince David von Halifax aus detachiert, um einen deutschen Hilfskreuzer und einen Blockadebrecher an ihrem vermuteten Treffpunkt im Mittelatlantik südöstl. der Bermuda-Inseln aufzubringen.  Unterwegs sichtet Prince David am 27.8. ein unbekanntes Kriegsschiff und meldet es als Kreuzer, möglicherweise der Admiral Hipper-Klasse. Diese Meldung führt zu einer groß angelegten Suchaktion:

Von Bermuda läuft am 27.8. das brit. Schlachtschiff Rodney aus, gefolgt von US Task Group TG.2.6 mit Träger Wasp, Kreuzer Savannah und den Zerstörern Gwin, Monssen und Meredith. Am Morgen des 28.8. melden Trägerflugzeuge der Wasp mehrere Handelsschiffe und ein Kriegsschiff, möglicherweise der Hipper-Klasse, woraufhin Rodney sofort der Wasp-Gruppe zugeteilt wird. Der brit. Kreuzer Diomede, die Hilfskreuzer Circassia, Ascania und das Schlachtschiff Revenge werden in dasselbe Operationsgebiet geschickt.
Am 28./29.8. läuft von Bermuda US Task Group TG.2.7 mit Geleitträger Long Island, Kreuzer Nashville und den Zerstörern Livermoore und Kearny aus, ebenso die frisch versorgte TG.2.5 mit dem Träger Yorktown, dem Kreuzer Brooklyn und den Zerstörern Roe, Eberle und Grayson, um Fühlung an dem verdächtigen Kreuzer zu gewinnen. Handelsschiffe werden in das als sicher angenommene Gebiet westlich der Antillen und der Bahamas umgeleitet.
Von Freetown läuft die brit. Force F mit Träger Eagle, den Kreuzern Dorsetshire, Newcastle und dem Tanker Echodale als Deckung für den Truppentransporter Durban Castle und den ihn begleitenden Hilfskreuzer Queen of Bermuda aus. Von Trinidad aus decken Task Groups der TF.3 mit den Kreuzern Memphis, Milwaukee, Omaha und den Zerstörern Somers, Warrington, Davis und Jouett die Ausgänge der Karibik und die Nordostküste von Brasilien und Guinea.

Obwohl gute Luftaufnahmen von Brest am 29.8. die deutschen Schlachtschiffe Scharnhorst, Gneisenau und den Kreuzer Prinz Eugen, ein Schwesterschiff der Admiral Hipper, im Dock zeigen, werden neue Befürchtungen durch den Bericht des USCGC Alexander Hamilton vom 30.8. geweckt, der einen Kreuzer der Hipper-Klasse zwischen Bermuda und Neufundland sichtet.
Um Zusammenstöße mit dem gemeldeten Kriegsschiff zu verhindern, werden die Konvois HX.147 und ON.9(F) mit brit. Geleitsicherung und SC.41 mit kanad. Geleitsicherung sowie die US Task Units TU.1.1.7 und TU.1.1.4 als Geleitschutz für den Schiffsverkehr zwischen Neufundland und Island gewarnt. US Task Group TG.1.1.2 mit dem Schlachtschiff New Mexico, dem Kreuzer Quincy und den Zerstörern Sims, Hughes und Russell soll die Dänemark Straße nach Hvalfjord abriegeln.

Trotz allen Aufwandes wird der verdächtige Kreuzer nicht gefunden. Die ital. Blockadebrecher Himalaya und Africana laufen zu selben Zeit unentdeckt von Brasilien in die Biskaya und erreichen am 29.8. die Gironde. Auch der deutsche Blockadebrecher Anneliese Essberger aus Japan wird von den alliierten Suchverbänden nicht entdeckt und erreicht Bordeaux am 10.9. ohne Zwischenfälle.

23.8.– 17.9.41
23.– 30.8.1941
Nordmeer
Vor der Kola-Küste operieren die dt. U-Boote U 571, U 752, U 451 und U 566. Am 25.8. versenkt U 752 (Oblt.z.S. Schroeter) vor Svyatoj Nos den sowj. MS-Trawler T-898/ Nenets (633 BRT) und verfehlt am 27.8. einen Bewacher. U 571 (Kptlt. Möhlmann) torpediert am 26.8. vor Kap Teriberski den sowj. Transporter Mariya Ulyanova (3870 BRT) und wird bei der anschließenden Verfolgung durch Wasserbomben beschädigt, U 451 (Kptlt. Hoffmann) kommt wegen anschließend starker Sicherung durch drei Zerstörer zu keinem weiteren Angriff auf das beschädigte Schiff.

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13. Sowjetischer Minensucher (Tralshik) Provodnik:
Er gehörte zur Pazifikflotte - aber dies ist ein besonders klares Bild

 

24.– 25.8.1941
Ostsee
Sowj. Konvoi mit Eisbrecher Oktyabr und 9 Transportern von Reval nach Suursaari und Kronstadt. Am 24.8. gehen auf der »Juminda«-Sperre der Zerstörer Engels, die Minensucher T-209/Knekht, T-212/Shtag und T-213/Krambol und 3 Transporter verloren, am 25.8. durch Luftangriffe westlich Suursaari 2 weitere Transporter. Unter den gesunkenen Schiffen befinden sich vermutlich Lunacharski (3618 BRT), Daugava (1430 BRT) und der Tanker Zheleznodorozhnik (2029 BRT). Die dt. Minenschiffe Brummer und Roland und werfen nördlich Kap Ristna (Dagö) die »Rusto«-Sperre mit 2x85 EMC. Schnellboote der 3. S-Slottille verseuchen den Nordteil des Moonsundes mit 30 TMB.

25.8.1941
Indischer Ozean / Iran
Sowj. und brit.-ind. Truppen rücken im Iran ein. Der schwacher Widerstand der iranischen Armee ist schnell gebrochen. Operation »Countenance«: Brit. Seestreitkräfte führen in Abadan, Khorramshahr und Bandar Shapur Landungsoperationen durch. Beteiligt: Hilfskreuzer Kanimbla (Capt. Adams), Sloops Shoreham, Falmouth und Yarra (RAN), Flußkanonenboot Cockchafer, Korvette Snapdragon sowie einige kleine Hilfsfahrzeuge. In Abadan versenkt Shoreham das iranische Kanonenboot Palang (950 t). Yarra besetzt in der Karun-Mündung die Kanonenboote Karkass und Chahbaaz (je 331 t) und versenkt in Khorramshahr das Kanonenboot Babr (950 t). Bei der Verteidigung des dortigen Marinestützpunktes fällt der OBfh der iranischen Marine, KAdm. Bayendor. In Bandar Shapur erbeutet die brit. Marine die dt. Frachter Hohenfels (7862 BRT), Marienfels (7575 BRT), Sturmfels (6288 BRT) und Wildenfels (6224 BRT), den ital. Tanker Bronte (4769 BRT) und die Frachter Barbara (3065 BRT) und Caboto (5225 BRT) sowie am 27.8. in Bandar Abbas den ital. Frachter Hilda (4901 BRT). Der dt. Frachter Weissenfels (7861 BRT) wird von seiner Besatzung durch Brandlegung zerstört.

23.- 28.8.1941
25.– 30.8.1941
Mittelmeer
Rorqual (Lt. Napier) legt am 25.8. eine Minensperre bei Cap Skinari (Ägäis) und versenkt am 28.8. südwestlich von Navarino mit 3 Torpedos die ital. Cilicia (2747 BRT) aus einem Geleit mit Sicherung des T-Bootes Antares. Das 2. Schiff dieses Konvois, die ital. A. Oriani, wird von Bomben eines brit. Flugzeuges beschädigt und muß nach Kalamata zurückkehren.
Im zentralen Mittelmeer greift Urge (LtCdr. Tomkinson) am 26. und 27.8. einen Tripolis-Konvoi mit 4 Dampfern und Sicherung mit den Zerstörern Oriani, Euro und den T-Booten Procione, Orsa, Clio und Pegaso an, verfehlt zuerst den Tanker Pozarica, torpediert dann nördlich von Trapani die Aquitania (4971 BRT), die dort aufgesetzt wird, und entkommt einer intensiven Verfolgung durch das Torpedoboot Clio.
Am 29.8. verfehlt Urge (Lt.Tomkinson) aus einem von Neapel nach Tripolis laufenden Geleit mit den großen Transportern Neptunia, Oceania und Victoria und Sicherung durch die Zerstörer Aviere, Da Noli, Camicia Nera, Gioberti, Usodimare und Pessagno vor Capri die Victoria (s.d.). Am 30.8. versenkt Unbeaten (Lt. Woodward) vor Augusta mit Artillerie das Hilfsschiff V51/ Alfa (373 BRT).

27.8.1941
Ostsee
Angriff von 4 sowj. TKAs gegen ein dt. Kümo-Geleit bei Kap Domesnäs, 2 Kümos werden leicht beschädigt.

27.8.1941
Pazifik
Die jap. Regierung protestiert gegen die Verschiffung von US-Waren nach Wladiwostok durch jap. Hoheitsgewässer.

27.– 29.8.1941
Ostsee
Evakuierung der sowj. Baltflotte und der Reste des X. Schützen-Korps von Tallinn nach Kronstadt. Nach Einschiffung der Einheiten in der Nacht vom 27./28.8. versammeln sich im am 28.8. im Laufe des Tages die Konvois und Deckungsstreitkräfte auf der Reede von Tallinn (Reval).
1. Konvoi (Kpt. 2.Rg. N.G. Bogdanov) – 6 Transporter, 1 Eisbrecher, 1 Werkstattschiff, 1 Schulschiff, U-Boote Shch-307, Shch-308, M-97, Sicherung: Zerstörer Surovy, Wachschiffe Ametist, Saturn, Kasatka, 5 alte Minensucher, 2 MO-IV U-Jäger, 5 Wachkutter, 1 Schlepper.
2. Konvoi (Kpt. 2.Rg. N.V. Antonov) – 6 Transporter, 2 Netzleger, 1 Vermessungsschiff, 1 Schoner, Sicherung: K-Boot Moskva, Wachschiff Chapaev, 4 alte Minensucher, 9 Räumboote, 2 MO-IV U-Jäger.
3. Konvoi (Kpt. 2.Rg. Ya.F. Yanson) – 8 Transporter, 1 Tanker, Sicherung: K-Boot Amgun, Wachschiffe Ural, Kolyvan, 4 alte Minensucher, 4 R-Boote, 2 MO-IV U-Jäger.
4. Konvoi (Kpt. 3.Rg. S.A. Gikhorovcev) – 9 verschiedene kleinere Fahrzeuge, Sicherung: Wachschiff Razvedchik, Kanonenboot I-8, 9 Räumboote, 2 Magnet-Minensucher.
Hauptkräfte (VAdm. V.F. Tributs) – Kreuzer Kirov (FF), Flottillenführer Leningrad, Zerstörer Gordy, Smetlivy, Yakov Sverdlov, U-Boote S-4, S-5, Shch-301, Kalev, Lembit, Minensucher T-204, T-205, T-206, T-207, T-217, .Torpedokutter TKA-73, TKA-74, TKA-94, TKA-103, TKA-113, U-Jäger MO-112, MO-131, MO-133, MO-142, MO-202, MO-208, Tender Pikker, Eisbrecher Suur-Töll.
Deckungsabteilung (KAdm. Ju.A. Panteleev) – Flottillenführer Minsk (F), Zerstörer Skory, Slavny, U-Boote Shch-322, M-95, M-98, M-102, Minensucher T-210, T-214, T-215, T-216, T-218, U-Jäger MO-207, MO-212, MO-213, MO-510, 4 Torpedokutter, Wachschiff Neptun.
Nachhut (KAdm. Ju.F. Rall) – Zerstörer Kalinin (F), Artem, Volodarski, Wachschiffe Sneg, Burya, Tsiklon, 2 Torpedokutter, 5 MO-IV U-Jäger, Minenleger Vaindlo.

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14. Russische Transporter 
werden bei Räumung Revals von deutschen Ju 88 angegriffen

Nach dem Auslaufen der Schiffe legen Burya, Sneg, Tsiklon und Vaindlo im Hafen und auf den Zufahrten Minensperren. Das alte Minenschiff Amur, der Dampfer Gamma (696 BRT) und 3 Schlepper werden als Blockschiffe versenkt. Die abmarschierenden Verbände werden am Nachmittag des 28.8. westlich der Minensperren durch Ju 88 der 2./KG.77 und der K.Fl.Gr.806 angegriffen, dabei sinken der Eisbrecher Krisyanis Valdemars (2250 BRT), die Transporter Skrunda (2414 BRT), Lake Lucerne (2317 BRT), Atis Kronvalds (1423 BRT), das Stabsschiff Vironia (2026 BRT) wird beschädigt und sinkt später durch Minentreffer.
Beim Durchbruch durch die »Juminda«-Sperren in der Nacht vom 28./29.8. sinken die Zerstörer Sverdlov, Skory, Kalinin, Artem, Volodarski, die Wachschiffe Sneg, Tsiklon, Saturn, die Minensucher T-214, T-216, Krab, die U-Boote Shch-301, S-5, die K-Boote Moskva (?), Amgun (?), I-8, die Netzleger Vyatka, Onega, der Torpedokutter TKA-103, der U-Jäger MO-202, die Transporter Alev (1446 BRT), Tobol (2758 BRT), Järvamaa (1363 BRT), Everita (3251 BRT), Luga (2329 BRT), Kumari (237 BRT), Balchas (2191 BRT), Yana (2917 BRT), Naissaar (1839 BRT), Ergonautis (206 BRT), Ella (1522 BRT), Ausma (1791 BRT) und Tanker No.2 (1700 t). Schwere Schäden erleiden der Flottillenführer Minsk, die Zerstörer Gordy, Slavny, der Minensucher T-205 und weitere Transporter.
Am 29.8. werden die restlichen Transportschiffe im Raum von Suursaari erneut von Ju 88 der 2./KG.77 und der K.Fl.Gr.806 angegriffen, nachdem die schnellen Kriegsschiffe befehlsgemäß nach Kronstadt weitergelaufen sind. Dabei werden die Transporter Vtoraya Pyatiletka (3974 BRT), Kalpaks (2190 BRT) und das Schulschiff Leningradsovet (1270 t) versenkt, die Transporter Ivan Papanin (3974 BRT), Saule (1207 BRT) und das Werkstattschiff Serp i Molot (5920 t) müssen schwer beschädigt bei Suursaari auf Strand gesetzt werden, nur der Transporter Kazakhstan erreicht, durch Bomben schwer beschädigt und nach Ausschiffung von 2300 seiner 5000 an Bord befindlichen Soldaten auf Steinskär, Kronstadt. Von Suursaari aus wird ein spezieller Deckungs- und Bergungsverband (Kpt. 2.Rg. I.G. Svyatov) eingesetzt, der mit 12 alten Minensuchern, 1 Wachschiff-Division, 6 Torpedokuttern, 8 U-Jägern, 2 Schleppern, 4 Motorbooten, 2 Kuttern und dem Rettungsschiff Meteor in den folgenden Tagen insgesamt 12.160 Mann z.T. von den Inseln des Finnischen Meerbusens rettet.
Das zur Deckung der Operation eingesetzte U-Boot Shch-322 kehrt nicht zurück.

27.8.– 4.9.1941
Nordatlantik
Am 27.8. versenkt U 202 (Kptlt. Linder) südlich Island den UJ-Trawler Ladylove (230 BRT). Aus den südwestlich Island versammelten U 38, U 43, U 81, U 82, U 84, U 85, U 105, U 202, U 207, U 432, U 433, U 501, U 569 und U 652 wird ab 28.8. wird die Bildung der U-Gruppe »Markgraf« befohlen.

28.8.1941
Mittelatlantik
Ab 28.8. marschieren U 111, U 108 und U 125 in einer Harke aus dem Gebiet westlich der Azoren bis in den Raum um St. Paul, wo sie bis zum 24.9 operieren.

28.– 29.8.1941
Mittelmeer
Das brit. Unterseeboot Triumph (Cdr. Woods) landet an der Nordküste Siziliens einen Sabotagetrupp, dem es gelingt, mehrere Bögen eines großen Viadukts der Eisenbahnlinie Messina-Palermo zu sprengen. Brit. Unterseeboote werden immer wieder gezielt zu solchen Einsätzen herangezogen, um die Überlegenheit von See her zu demonstrieren und Diversionswirkung bei der ital. Bevölkerung zu erreichen.

29.– 31.8.1941
Ostsee
Ein finn. Minenleger legt in der Nacht zum 29.8. am Nordende der »Juminda«-Sperre eine neue Verseuchung mit 24 Minen. Boote der 5. R-Flottille legen in den Nächten zum 29., 30. und 31.8. drei Sperrstücke zwischen der alten finn. »Valkjärvi«- und der »Juminda«-Sperre mit zusammen 96 Minen. Ferner wird am 31.8. auf dem Russenweg in der »Juminda«-Sperre ein neues Sperrstück mit 36 EMC-Minen und 40 Sprengbojen gelegt.

29.8. — 2.9.1941
Mittelmeer
Am 29.8. läuft ein ital. Konvoi mit den Großtransportern Neptunia, Oceania und Victoria, gesichert von den Zerstörern Aviere, Da Noli, Camicia Nera, Gioberti, Usodimare und Pessagno von Neapel nach Tripolis. Bei Capri erfolgt am 29.8. ein erfolgloser Angriff des brit. U-Boots Urge (Lt. Tomkinson) auf die Victoria. Auch ein Angriffsversuch des brit. U-Boots Upholder (LtCdr. Wanklyn) am Morgen des 31.8. an der tunesischen Küste schlägt fehl. Auf der entgegengesetzten Route läuft ein weiterer Konvoi mit den Frachtern Marin Sanudo, Giulia, Caffaro, Nicolò Odero, dem Tanker Minatitlan und dem Minenschiff Eritrea, gesichert von den Zerstörern Oriani, Euro und den Topedobooten Pegaso, Orsa und Calliope nach Neapel. Keine Feindberührung. Auch die Rückfahrt des Neptunia-Konvois vom 31.8. - 2.9. verläuft ohne Zwischenfälle.

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15. Deutsche Soldaten setzen mit Schlauchbooten über die Narwa. Im Hintergrund die Silhouette von Iwangorod.

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30.8.1941
Ostsee
Die Schiffe des Geschwaders der sowj. »Baltflot« werden zu einem Artillerie-Unterstützungsverband der »Leningrad-Front« unter KAdm. I.I. Gren zusammengefasst:
1. Gruppe auf der Neva mit den behelfsmäßig fertiggestellten Zerstörern Strogi, Stroyni und Opytny; und den K-Booten Zeya, Sestroretsk und Oka zur Unterstützung der 42. und 55. Armee südostwärts Leningrad.
2. Gruppe im Raum Leningrad bis zum Ostteil des Seekanals mit dem behelfsmäßig fahrbereit gemachten Kreuzer Maksim Gorki, dem noch in Ausrüstung befindlichen und mit 2 Türmen feuerbereiten Kreuzer Petropavlovsk (Kpt. 1.Rg. Vanifatév), dem Flottillenführer Leningrad, den Zerstörern Svirepy, Grozyashchi, Silny, Stoiki und Storozhevoi (in Reparatur) sowie vermutlich dem Minenleger Marti.
3. Gruppe im Raum Kronstadt-Oranienbaum mit den Schlachtschiffen Oktyabrskaya Revolutsiya (KAdm. M.S. Moskalenko) und Marat (Kpt. 1.Rg. M.G. Ivanov), Kreuzer Kirov (Kpt. 1.Rg. M.G. Sukhoruchenko), Flottillenführer Minsk, den Zerstörern Surovy, Gordy, Smetlivy und Slavny, den in Reparatur befindlichen Zerstörern Steregushchi und Strashny und dem K-Boot Volga.

30.8.1941
Luftkrieg Nordafrika / Italien
Bei einem brit. Luftangriff auf Tripolis am 30.8. wird der Tanker Pozarica beschädigt; es werden mehrere kleine Fahrzeuge und die ital. Riv (6630 BRT) versenkt. Bei Lampedusa versenken brit. Torpedoflugzeuge die ital. Egadi (861 BRT).

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Fortsetzung im Text

Die roten Datumsangaben verweisen auf den entsprechenden Absatz in der engl. Ausgabe »Chronology of the War at Sea«