1941 Januar

 

 

 

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1. Französisches Passagierschiff Chantilly

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1.1.1941
Mittelmeer
Operation »Ration«: Der britische Leichte Kreuzer Bonaventure und die Zerstörer Jaguar, Duncan, Foxhound, Hero und Firedrake stoppen einen französischen Konvoi mit dem Passagierdampfer Chantilly (9986 BRT), dem Tanker Octane (2034 BRT), den Frachtern Suroit (2318 BRT) und Sally Maersk (3252 BRT) und einem bewaffneten Trawler als Eskorte vor Oran, nachdem er zuvor unbehelligt die Straße von Gibraltar passiert hatte. Die Schiffe werden aufgebracht. Die Zerstörer Jaguar und Duncan feuern eine Maschinengewehr-Salve auf das Passagierschiff Chantilly. Im Kreuzfeuer sterben auf der Chantilly ein Mann und ein Kind, vier weitere Menschen werden verwundet.

31.12. 7.1.41
1.– 7.1.1941
Zentralpazifik

Versorgungstreffen des Hilfskreuzers Schiff 36 / Orion mit dem Prisentanker Ole Jacob und den von Japan kommenden Versorgungsschiffen Regensburg und Ermland im Lamutrek-Atoll (Karolinen).

1.– 12.1.1941
Mittelmeer
Das ital. U-Boot Dagabur operiert bis zum 7.1. an der Cyrenaika-Küste. Im östl. Mittelmeer operieren die ital. U-Boote Turchese, Ambra und Corridoni in der Otranto-Straße, Tembien und Galatea vor Derna, Delfino und Beilul in der Ägäis. Keine Erfolge.

1.– 18.1.1941
Nordatlantik
Westlich des Nordkanals operieren die dt. U-Boote U 38 und U 124, westlich davon die ital. Nani, Da Vinci und Glauco. U 124 (Kptlt. Schulz) versenkt am 6.1. den brit. Einzelfahrer Empire Thunder (5965 BRT). Beim Angriffsversuch auf den Konvoi HX.99 am 7. l. wird Nani durch die brit. Korvette Anemone versenkt. Glauco greift am 9.1.einen Einzelfahrer mit Artillerie an, aber dieser entkommt. U 105 (Kptlt. Schewe) versenkt am gleichen Tag die brit. Bassano (4843 BRT).

1.– 20.1.1941
Mittelatlantik
Bei Operationen im Gebiet nördlich der Kapverdischen Inseln versenkt das dt. U-Boot U 65 (Kptlt. von Stockhausen) am 2.1. den mit Nachschub für den brit. Marinestützpunkt Alexandria beladenen brit. Frachter Nalgora (6579 BRT). Im Seegebiet östlich und südlich der Kapverden versenkt das ital. U-Boot Cappellini (KKpt. Todaro) im Artilleriegefecht am 5.1. die brit. Shakespeare (5029 BRT) und am 14.1. die brit. Eumaeus (7472 BRT).

1.1.– 31.1.1941
Gewässer um Großbritannien
Dt. Flugzeuge werfen insgesamt 481 Luftminen in britischen Küstengewässern; Schwerpunkte sind die Themsemündung, Cardiff, Milford Haven und die Merseymündung (Liverpool) an der Westküste sowie die Humbermündung an der Ostküste. Im Gebiet der Themsemündung sinken durch Minentreffer am 2.1. der Frachter Pinewood (2466 BRT), am 6.1. der Schlepper Lion (87 BRT), am 8.1. der Tonnenleger Strathearn (683 BRT), am 16.1. der Trawler Desiree (213 BRT), und am 24.1. der Frachter Corheath (1096 BRT). An der Westküste sinken am 10.1. der brit. Frachter Middlesex (9583 BRT) bei Nells Point, am 12.1. der Trawler Strathrye (212 BRT) in der Irischen See, am 15.1. das Verklappungsschiff Mancunium (1286 BRT) vor Liverpool, am 19.1. das Kümo Diana (312 BRT) südl. von Cardiff und am 26.1. der niederl. Frachter Beemsterdijk (6869 BRT) westl. Smalls Rock. Vor der Ostküste sinken am 22.1. die kleinen Hilfskriegsschiffe Luda Lady und St. Cyrus in der Humbermündung. Beschädigt werden in der Themsemündung am 1.1. der Flottentanker Attendant (1018 BRT), der aufgesetzt werden muß, und am 26.1. die Catford (1508 BRT), vor Cardiff am 9.1. die Dorset Coast (848 BRT), am 11.1. der Tanker British Fidelity (8465 BRT), am 12.1. das norwegische Motorschiff Tijuca (5498 BRT), am 22.1. das Kühlschiff Jamaica Planter (4098 BRT) und am 28.1. der große Tanker Tafelberg (13640 BRT), der aufgesetzt wird, und am 16.1. vor Milford Haven der Marineschlepper Romsey.

1.1.– 9.2.1941
Nordatlantik
Die nach Großbritannien laufenden Konvois SC.18 (2.-19.1., 27 Schiffe), HX.98/1 (2.-17.1., 22 Schiffe), HX.100 (1.-18.1., 35 Schiffe), HX.102 (11.-29.1., 30 Schiffe), HX.103 (15.1.-1.2., 11 Schiffe), HX.104 (21.1.-8.2., 21 Schiffe) und HX.105 (25.1.-9.2., 35 Schiffe) überqueren den Atlantik, ohne erfasst zu werden.

2.– 3.1.1941
Mittelmeer
Brit. Angriff auf das eingeschlossene Bardia (Libyen). Nachdem der Monitor Terror und Kanonenboote am 2.1. Störfeuer geschossen haben, führt Adm. Cunningham am 3.1. eine schwere Küstenbeschießung mit den Schlachtschiffen Warspite, Valiant und Barham sowie 7 Zerstörern durch; das Feuer wird durch Beobachtungsflugzeuge des Trägers Illustrious geleitet. Am 5.1. kapituliert die italienische Garnison.

2.– 5.1.1941
Luftkrieg England
Nachtangriffe der deutschen Luftwaffe auf Cardiff, Bristol und Avonmouth mit 350 t Sprengbomben und 2600 sogen. Brandschüttkästen. In Cardiff wird die brit. Loch Dee (5252 BRT) beschädigt.

2.1.– 12.2.1941
Atlantik
Die brit. Unterseeboote Olympus und Otus lösen die Boote Cachalot und Trident im Patrouillendienst vor den Azoren ab, sichten aber keine Schiffe, ebenso wenig wie Thunderbolt, Taku und Tribune in der Biskaya.

4.– 5.1.1941
Luftkrieg Westraum
RAF Bomber Command greift mit 54 Flugzeuge in Brest liegemde dt. Kriegsschiffe (u.a. Admiral Hipper) an.
Hudson-Bomber versenken vor Egersund den norwegischen Frachter Snyg (1326 BRT)

5.1.1941
Nordsee
Das dt. Vorpostenboot V306/ Fritz Hinke sinkt auf einer Mine bei Ijmuiden.

5.– 6.1.1941
Südafrika
Der schwere US-Kreuzer Louisville lädt in Simonstown britische Goldreserven, um diese zur Aufbewahrung bei US-Banken in die Vereinigten Staaten zu bringen.

5.– 15.1.1941
Mittelmeer
Die in Alexandria stationierten großen U-Boote der 1. U-Flottille (Capt. Raw) operieren z.T. mit Zwischenaufenthalten in Malta im westlichen und zentralen Mittelmeer und gegen den ital. Nachschubweg Tripolis-Bengasi, die griech. U-Boote an der alban.-griech. Küste im Ionischen Meer. Am 7.1. greift Rover (LtCdr. Marsham) vor Tobruk erfolglos einen Konvoi an und wird beim Gegenangriff der Torpedoboote Clio und Castore beschädigt, am 9.1. beschädigt es einen Segler mit Artillerie. (Verlust des nach it. Quellen am 7.1. hierbei versenkten frei-franz. U-Bootes Narval schon im Dezember 1940). Am 9. l. versenkt Pandora (LtCdr. Linton) vor Sardinien die ital. Dampfer Palma (2715 BRT) und Valdivagna (5400 BRT), und Parthian (LtCdr. Rimington) vor Kalabrien die Carla Martinolich (4208 BRT). Am selben Tag verfehlen die griechischen Nereus (LtCdr. Rotas) und Triton (LtCdr. Zepos) Ziele in der Straße von Otranto. Vor Bengasi versenkt Regent (LtCdr. Browne) am 15. l. den von dem T-Boot Centauro geleiteten Dampfer Città di Messina (2472 BRT), 166 Überlebende werden gerettet. Tetrarch und Truant operieren ohne Erfolg. Die ersten Fahrten der neu aufgestellten 10. U-Flottille (Cdr. Simson) von Malta mit Ursula, Upholder und Upright auf dem Weg Trapani-Tripolis sind noch erfolglos.

6.1.1941
Mittelmeer
Ital. 9. Zerstörer-Flottille mit Alfieri, Carducci, Gioberti, Fulmine und die 14. T-Boot-Flottille mit Partenope, Pallade, Andromeda, Altair beschießen griech. Stellungen an der Front in Albanien.

  
  
2. VAdm. Pridham-Wippell
(Juni 1940 - März 1941)

6.– 13.1.1941
Mittelmeer

Operation »Excess« zur Verstärkung der Insel Malta.
6.1.: Auslaufen des Konvois »Excess« (Operation MC.4) aus Gibraltar: Motorschiff Essex (11.063 BRT) mit 4000ts Munition, 3000 ts Saatkartoffeln und 12 Hurricane-Jägern für Malta, und die 3 Frachter Clan Cumming, Clan McDonald und Empire Song für Piräus. Nahsicherung durch Force F mit dem Leichten Kreuzer Bonaventure und den Zerstörern Jaguar, Hereward, Hero und Hasty.
7.1.: Deckung bis zum Skerki-Kanal durch Force H (VAdm. Somerville) mit dem Schlachtkreuzer Renown, Schlachtschiff Malaya , dem Träger Ark Royal, dem Kreuzer Sheffield sowie den Zerstörern Faulknor, Fury, Forester, Fortune und Firedrake. Am gleichen Tag kommt Force B (KAdm. Renouf) mit den Leichten Kreuzern Gloucester und Southampton (mit 500 Soldaten für Malta an Bord) und den Zerstörern Ilex und Janus von der Ägäis, um auf den Konvoi zu treffen. Außerdem verläßt Force A (Adm. Cunningham) Alexandria mit den Schlachtschiffen Valiant und Warspite, dem Träger Illustrious und den Zerstörern Jervis, Nubian, Mohawk, Dainty, Greyhound, Griffin, Gallant (und später noch Juno), um die Operation zu decken. Force A wird am gleichen Nachmittag von der ital. Luftaufklärung erfaßt. Die U-Boote Aradam und Axum kommen nicht heran. Ebenfalls am 7.1. Marsch der Kreuzer York und Orion mit dem Tanker Brambleleaf und den Korvetten Peony, Gloxinia, Hyacinth und Salvia von Alexandria nach der Suda-Bucht (Kreta), dort Vereinigung mit den Leichten Kreuzern Ajax und Perth zur Force D (VAdm. Pridham-Wippell). Malta-Konvoi MW.5½ verläßt Alexandria mit den Transportern Breconshire (9776 BRT) und Clan Macaulay (10.492 BRT), gesichert durch Force C, bestehend aus Flakkreuzer Calcutta, den Zerstörern Defender und Diamond und 4 Korvetten.
8.1.: Force B landet die eingeschifften Soldaten auf Malta und geht mit Westkurs wieder in See, um den ostgehenden Konvoi »Excess« aufzunehmen. Der austral. Kreuzer Sydney läuft mit dem Zerstörer Stuart von Malta nach Osten aus.
9.1.: Force A und D und Kreuzer Sydney vereinigen sich 210 sm südöstlich von Malta. Die kurzfristig abgesetzt vom Konvoi laufende Ark Royal startet 5 Swordfish der FAA 821 Sq. nach Malta. Force H, Force B und der Konvoi »Excess« werden 100 sm südwestlich Cap Spartivento von ital. Aufklärern entdeckt. Angriffe von 10 ital. Bombern des Typs S.79 bleiben bis auf Nahtreffer bei der Valiant ohne Erfolg. Am Nachmittag entläßt die Force H den Konvoi »Excess« mit Force F und Force B zum Marsch durch das zentrale Mittelmeer und dreht selbst nach Westen ab. Die ital. U-Boote Bandiera und Santarosa kommen nicht heran.
10.1.: Die ital. Torpedoboote Vega (KKpt. Fontana) und Circe (KKpt. Caputi) greifen »Excess« südlich Pantelleria mit Torpedos an, werden aber zurückgeschlagen, wobei Vega durch das Feuer des Kreuzers Bonaventure und Torpedofangschuß des Zerstörers Hereward versenkt wird. Das ital. U-Boot Settimo verfehlt die brit. Schiffe mit einem Fächer. Force A trifft südlich von Malta mit dem Konvoi und seinen Deckungsstreitkräften zusammen. Der Zerstörer Gallant der Force A läuft in der Straße von Sizilien auf eine Mine der italienischen Sperre 7.AN, wird vom Zerstörer Mohawk nach Malta geschleppt und dort nach weiteren Bombentreffern aufgesetzt; das Wrack wird später als Ersatzteilträger genutzt. 

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3. Flugzeugträger Illustrious unter Bombenangriffen. 

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Bei schweren dt. und ital. Luftangriffen auf die Force A gelingt es Ju 87 der I./StG.l (Hptm. Hozzel) und II./StG.2 (Major Enneccerus), auf dem Träger Illustrious 6 schwere, auf dem Schlachtschiff Warspite 1 leichten Bombentreffer zu erzielen. Illustrious muß schwer beschädigt Malta anlaufen und wird dort bei Ju 87-Angriffen von einer weiteren Bombe getroffen (s. 23-25.01.)
11.1.: Force B verläßt Malta wieder und gerät dabei in neue Luftangriffe. Ju 87 der II./StG.2 erzielen einen Treffer auf Gloucester (Blindgänger) und beschädigen Southampton so schwer, daß sie am Abend aufgegeben werden muß, das Schiff wird vom Kreuzer Orion mit 2 Torpedos versenkt. Force H erreicht Gibraltar.
12.1.:
Kreuzer Orion, Perth und Gloucester treffen mit ihren Zerstörern westlich Kreta mit Force A und einem aus Alexandria ausgelaufenen weiteren Verband (KAdm. Rawlings), bestehend aus dem Schlachtschiff Barham, dem Träger Eagle, dem Kreuzer Ajax sowie Zerstörern, zusammen. Die Gruppe des KAdm. Rawlings soll einen Raid in den Dodekanes durchführen, gibt diesen Plan jedoch wegen schlechten Wetters auf. Zwischen dem 14.1. und 18.1. kehren die Einheiten der brit. Mittelmeerflotte nach Alexandria zurück.
13.1.: Brit. Luftangriff auf den Einsatzflughafen Catania des X. Fl.Korps; 6 Flugzeuge zerstört.

6.– 29.1.1941
Südatlantik
Auf dem Marsch durch den Atlantik versenkt der Hilfskreuzer Schiff 41 / Kormoran (KKpt. Detmers) 4 Schiffe mit 28.399 BRT, und zwar am 6.1. die griech. Antonis (3729 BRT), am 18.1. den Tanker British Union (6987 BRT), am 29.1. den brit. Flugzeugtransporter Eurylochus (5723 BRT) und das Kühlschiff Afric Star (11.900 BRT). Suchaktionen der Schweren Kreuzer Norfolk und Devonshire sowie des Hilfskreuzers Arawa bleiben ergebnislos.

7./ 8.1.1941
Mittelmeer
In der Nacht zum 8.1. legen die ital. Zerstörer Vivaldi, Malocello, Da Noli, Tarigo und die T-Boote Vega und Sagittario die Minensperren X.2 und X.3 mit je 180 Minen nördlich Cap Bon.

7./ 8.1.1941
Nordsee / Kanal
Erfolgloser Vorstoß dt. S-Boote (Flottille?) gegen einen brit. Konvoi vor der Themsemündung. Bei einem Einsatz der 1. Schnellbootsflottille (Kptlt. Birnbacher) versenkt S 101 (Oblt.z.S. Christiansen) südöstlich von Lowestoft den brit. Dampfer H.H. Petersen (975 BRT). Offensive Minenunternehmung »Renate« der Torpedoboote Wolf und Kondor vor Dover. Auf dem Rückmarsch sinkt Wolf (Oblt.z.S. Peters †) vor Dünkirchen auf Minen, die von Küstenschutzbootzen (Motor Launches) der Royal Navy gelegt wurden.

   
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4. Focke-Wulf Fw 200/ Condor

7.– 31.1.1941
Nordatlantik
Am 7.1. wird die 1./KG.40 mit Fw 200 Condor-Fernaufklärern nach wiederholtem Drängen Adm. Raeders und ohne Wissen des Oberbefehlshabers der Luftwaffe auf Befehl Hitlers einsatzmäßig dem B.d.U. unterstellt. Erste gemeinsame Operationen von U-Booten mit Luftaufklärung. Westlich des Nordkanals und Irland operieren U 105, U 94, U 96, U 93, als Wetterboot abgesetzt U 106, westlich der dt. Boote die ital. Malaspina, Torelli und Marcello. Bei einem Aufklärungsflug am 8.1. versenkt eine Fw 200 die brit. Clytoneus (6278 BRT). Am 10.1. wird eine Fw 200 beim Angriff auf den Hochseeschlepper Seaman abgeschossen, überlebende Besatzungsmitglieder werden gefangen genommen und machen wertvolle Angaben über Einsatztaktiken.

Am 11.1. sichtet eine Fw 200 den Konvoi OG.49, dabei wird das brit. Rettungsschiff Beachy (1600 BRT) versenkt; 1. Einsatz eines Fulmar-Jägers des im Geleit mitlaufenden Katapultschiffs Pegasus bleibt ohne Erfolg. Die zu Hilfe gerufenen deutschen U-Boote stehen für einen Angriff ungünstig. Am 14.1. sichtet U 105 den auslaufenden Konvoi OB.272, doch der Versuch, 2 Fw 200 mit Peilzeichen heranzuführen, misslingt. Am 15./16. l. aber kommt Torelli an den sich auflösenden Konvoi heran und versenkt die norw. Brask (4075 BRT) sowie die griech. Dampfer Nemea (5101 BRT) und Nicolaos Filinis (3111 BRT). Am 16. l. sichtet eine Fw 200 (Oblt. Jope) den auslaufenden Konvoi OB.274, der niederl. Tanker Onoba (6256 BRT) wird durch Bomben versenkt, der griech. Frachter Meandros (4581 BRT) beschädigt (und nach vergeblichen Abschleppversuchen am 20.1. selbstversenkt), die angesetzten U 96, U 94, U 106 und U 93 kommen nicht heran, da die Positionsmeldung der Fw 200 ca. 100 sm vom tatsächlichen Standort des Konvois abweicht, auch 2 weitere Fw 200 können den Konvoi am nächsten Tag nicht wieder finden. Am 20.l. sichten Fw 200 zwei einlaufende Konvois, das einzige in der Nähe stehende U 105 dagegen einen auslaufenden Konvoi, doch zu Erfolgen kommen sie nicht. Vom 20.-23.1. versenken die zur Aufklärung angesetzten Fw 200 westlich von Irland die griech. Kapetan Stratis (3574 BRT) und die brit. Frachter Temple Mead (4427 BRT), Lurigethan (3564 BRT), Langleegorse (4524 BRT) und Mostyn (1859 BRT) und beschädigen die niederl. Heemskerck (6516 BRT). Am 28. l. wird eine große Luftaufklärung mit 5 Fw 200 angesetzt, sie erfasst einen auslaufenden Konvoi, aus dem die brit. Grelrosa (4574 BRT) versenkt, Baron Renfrew (3655 BRT) und Pandion (1944 BRT) beschädigt werden. Von den angesetzten U-Booten U 94, U 103, U 52, U 93, U 101, U 106 sichtet U 93 am 29.1. den Konvoi SC.19 und versenkt daraus die griech. Aikaterini (4929 BRT), die brit. King Robert (5886 BRT) und den brit. Tanker W.B. Walker (10.468 BRT). Von den anderen Booten versenken U 94 die brit. Frachter West Wales (4354 BRT) und Rushpool (5125 BRT) und U 106 die ägypt. Sesostris (2962 BRT).

Darüber hinaus werden von U-Booten etliche Einzelfahrer angegriffen: U 106 (Kptlt. Oesten) versenkt am 16.1. das Passagierschiff Zealandic (10.578 BRT), U 96 (Kptlt. Lehmann-Willenbrock) am 16. und 17.1. die Passagierdampfer Oropesa (14.118 BRT) und Almeda Star (14.936 BRT), alle 166 Besatzungsmitglieder und 194 Passagiere der Almeda Star kommen ums Leben. Marcello (KKpt. Teppati) greift am 20.1. die brit. Thelma (1593 BRT) mit Artillerie an; sie kann jedoch in unsichtigem Wetter mit nur leichten Schäden entkommen.U 94 (Kptlt. Kuppisch) versenkt am gleichen Tag die brit. Florian (3174 BRT),U 105 (Kptlt. Schewe) am 26.1. die vom KG.40 beschädigte Heemskerck (6516), Torelli (FKpt. Langobardo) am 28.1. die brit. Urla (5198 BRT). Fw 200 der I./KG 40 versenken am 21.1. bei Tory Island an der Nordküste Irlands den Hochseeschlepper Englishman (487 BRT) und südwestl. Irland am 27.1. den Trawler Caerphilly Castle (275 BRT) und am 30.1. den norw. Frachter Austvard (3677 BRT) und die belg. Olympier (5266 BRT), möglicherweise zwischen 11. und 26.1. auch die belg. Portugal (1550 BRT). Am 29.1. wird eine Fw 200 durch den Angriff eines Sunderland-Flugboots beschädigt.

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5. Italienisches Schlachtschiff Giulio Cesare.

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8./ 9.1.1941
Mittelmeer
Brit. Wellington-Bomber greifen Neapel an. Das im Hafen liegende Schlachtschiff Giulio Cesare erhält Lecks durch 3 Nahtreffer. Daraufhin verlegen Cesare und das letzte unbeschädigte Schlachtschiff Vittorio Veneto nach La Spezia.

9.1.1941
allgemeine Lage / Gibraltar
Endgültige Aufgabe des geplanten Unternehmens »Felix« (Eroberung Gibraltars).

9.1.1941
Mittelmeer
Erneute Beschießung von Porto Palermo (Albanien) durch die ital. Zerstörer Ascari, Carabiniere, Folgore und Fulmine.

10./ 11.1.1941
Luftkrieg England
Schwerer deutscher Luftangriff auf den Hafen von Portsmouth. In der Vosper-Werft werden die Schnellboote MTB 37, MTB 39, MTB 40, MTB 74, MTB 75 und MTB 108(II) zerstört.

11.1.1941
Allgemeine Lage / Nordafrika
Hitlers Weisung Nr.22: »Mithilfe dt. Kräfte bei den Kämpfen im Mittelmeerraum« befiehlt u.a. die Aufstellung eines dt. Panzer-Sperrverbandes für Libyen und seine Überführung nach Tripolis etwa ab 20. Februar.

11.12.1.1941
Luftkrieg England
278 dt. Flugzeuge werfen in 2 aufeinanderfolgenden Nächten insgesamt 299 t Sprengbomben und 1421 Brandschüttkästen auf London. Der Schiffsverkehr kommt nicht zu Schaden.

11.– 18.1.1941
Kattegat
Durch Minentreffer gehen am 11.1. der schwedische Frachter Bertha (1216 BRT) vor Kopenhagen, der deutsche Frachter Brechsee (688 BRT) vor Malmö, und am 18.1. der deutsche Frachter Godfried Bueren (4648 BRT) südwestlich von Laesoe verloren.

11.1.– 30.3.1941
Ostsee
Die Einfahrübungen der neu in Dienst gestellten Zerstörer Z 25, Z 26 und Z 27 sowie der aus den Werftliegezeiten kommenden älteren Zerstörer werden durch die starke Eislage in der Ostsee erheblich behindert.

12.1.1941
Nordatlantik
Auslaufen des Truppenkonvois WS.5B von England nach Nordafrika: 21 Fahrgastschiffe mit 418.000 BRT und 40.000 Mann an Bord, gesichert durch das Schlachtschiff Ramillies, die Kreuzer Australia, Naiad, Phoebe und 12 Zerstörer. — In fester Erwartung des nationalsozialistischen Zugriffs bringen WS-Konvois (»Winston’s Specials«) Truppen und militärische Güter in den brit. Machtbereich des Mittleren Ostens (Palästina, Mesopotamien, Persien, Indien). Die Konvois marschieren teilweise ins Mittelmeer, teilweise in den Indischen Ozean .

12.– 20.1.1941
Mittelmeer
Im östl. Mittelmeer operieren die ital. U-Boote Smeraldo ostwärts Malta, Menotti und Speri vor der Otranto-Straße, Serpente vor Derna, Narvalo und Neghelli in der Ägäis. Neghelli (Kptlt. Ferracuti) torpediert am 19.1. aus einem brit. Piräus-Konvoi den Transporter Clan Cumming (7264 BRT) und wird anschließend von dem sichernden Zerstörer Greyhound mit Wasserbomben versenkt.

12.– 30.1.1941
Norwegen
Vor der Westküste Norwegens operieren von der brit. 9. U-Flottille u.a. die niederl. O.21 und O.23.

12.1.– 5.2.1941
Pazifik
Grundüberholung des Hilfskreuzers Schiff 36 Orion (Kpt.z.S. Weyher) bei der Insel Maug (nördl. Karolinen). Der Prisentanker Ole Jacob und die aus Japan kommenden Versorgungsschiffe Regensburg, Ermland und Münsterland leisten Hilfe und bringen Nachschub, unter anderem ein japan. Nakayima-Wasserflugzeug als Ersatz für die unbrauchbar gewordene Arado.

13.– 20.1.1941
Allgemeine Lage / Südosteuropa
Hitler empfängt Besuche des Königs Boris III. von Bulgarien, des rumänischen Diktators General Antonescu und des ital. Diktators Mussolinis, um diese von seinem Plan zu überzeugen, zum Schutz der wichtigen Ölfelder von Ploesti (Runänien) gegen britische Luftangriffe von Bulgarien aus in den griech.-italien. Konflikt einzugreifen. – Griechenland lehnt britische Truppenunterstützung ab.

   
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6. Hilfskreuzer Pinguin längsseits Prise Ole Wegger.

14.– 15.1.1941
Südatlantik
Hilfskreuzer Schiff 33/ Pinguin kapert in der Antarktis die norweg. Walkochereien Ole Wegger (12.201 BRT), Solglimt (12.246 BRT) und Pelagos (12.083 BRT) sowie 11 Fangboote (Pol-Klasse, Torlyn, und Star-Klasse) mit insgesamt 3417 BRT. Bis auf 3 Fangboote erreichen alle Schiffe im März 1941 Westfrankreich, die Walkochereien mit 22.200 t Walöl an Bord.

14.– 15.1.1941
Mittelmeer
Die britischen Kreuzer Orion und Bonaventure verlegen mit dem Zerstörer Jaguar von Malta zur Suda-Bucht (Kreta). Sie treffen dort mit der 1st Battle Squadron (Schlachtschiff Barham, Flugzeugträger Eagle, Leichter Kreuzer Ajax, Zerstörer Stuart, Dainty, Juno, Griffin und Hasty) zusammen. Beide Verbände marschieren zusammen weiter nach Alexandria.

15./ 16.1.1941
Luftkrieg Deutschland
76 Bomber der RAF greifen Wilhelmshaven an. Der Angriff gilt auch dem noch nicht in Dienst gestellten Schlachtschiff Tirpitz und verzögert geringfügig ihre Indienststellung.

16.1.1941
Mittelmeer
Luftangriff von Ju 87 des X. Fl.-Korps unter Jagdschutz durch Me 110 und italienische Jäger gegen Malta: Kreuzer Perth und Frachter Essex beschädigt, Flugzeugträger Illustrious erneut durch einen schweren Direkt- und mehrere Nahtreffer beschädigt.

16.– 18.1.1941
Luftkrieg England
Angriffe der deutschen Luftwaffe auf die Häfen von Avonmouth und Swansea. Dabei werden 4 Frachter beschädigt.

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7. Thailändischer Küstenpanzer Sri Ayuthia.

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16.1.– 22.2.1941
Nordatlantik
Ergebnislose Operation der ital. U-Boote Marconi und Glauco vor Portugal.

17.1.1941
Südchinesisches Meer

Als Repressalie gegen die thailänd. Aktionen gegen Kambodscha greift ein franz. Flottenverband des Marinebefehlshabers Indochina, KAdm. Terraux, bestehend aus dem Leichten Kreuzer Lamotte-Picquet (Kpt.z.S. Berenger) und den Kanonenbooten Dumont d'Urville, Admiral Charner, Marne und Tahure thailänd. Kriegsschiffe auf der Reede von Koh-Chang im Golf von Siam an. Auf thailänd. Seite kämpfen die kleinen Küstenpanzer Dhonburi und Sri Ayuthia und die T-Boote Trat, Cholbury und Songkhla mit insgesamt 8 : 20,3-cm-, 8 : 8-cm- und 9 : 7,6-cm-Geschützen gegen 8 x 15,5cm-, 8 x 13,8cm-, 4 x 10cm-, 5 x 7,5cm- und 2 x 6,5cm-Geschütze auf franz. Seite. Das franz. Geschwader vernichtet ohne eigene Ausfälle in zweistündigem Gefecht Dhonburi, Cholbury und Songkhla und beschädigt die beiden restlichen Schiffe schwer.

18.1.1941
Westatlantik
Der brit. Hilfskreuzer Asturias bringt nordostwärts Puerto Rico den vichy-franz. Dampfer Mendoza (8199 BRT) auf.

18.– 20.1.1941
Südatlantik
Schwerer Kreuzer Admiral Scheer (Kpt.z.S. Krancke) kapert im Südatlantik den norw. Tanker Sandefjord (8038 BRT) und versenkt die niederl. Barneveld (5597 BRT) und die brit. Stanpark (5103 BRT).

19.1.1941
Mittelmeer
Bei einem neuerlichen Angriff des X. Fl.-Korps auf Malta werden wieder Nahtreffer beim Träger Illustrious erzielt, die das Schiff weiter beschädigen.

19.1.1941
Ostafrika
Indische Truppen erobern Kassala und beginnen eine Offensive in Eritrea und Abessinien.

19.– 25.1.1941
Nordsee
Deutsche Flugzeuge versenken in der Themsemündung am 19.1. bei Feuerschiff Sunk den brit. Frachter Bonnington Court (4909 BRT), am 25.1. bei Haisborough Sands die brit. Meriones (7557 BRT) und am 26.1. bei Feuerschiff Sunk die schwed. Belgia (2076 BRT).

21.– 22.1.1941
Mittelmeer
Nach Beschießung Tobruks durch den brit. Monitor Terror, die Kanonenboote Aphis und Ladybird und die austral. Zerstörer Stuart, Vampire und Voyager erobern Empire-Truppen (6. austral. Division) die Stadt und nehmen 25.000 Italiener gefangen. Im Hafen wird der alte Panzerkreuzer San Giorgio selbstversenkt. Am 30.1. erobern brit. Truppen Derna.

   
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8. Scharnhorst läuft aus zum Handelskrieg in den Atlantik..

21.– 31.1.1941
Mittelmeer
Nördlich der tunesischen Küste operieren die ital. U-Boote Corallo und Diaspro, im östlichen Mittelmeer ostwärts Malta Settimo und Colonna, vor der Otranto-Straße Millelire und Jalea, vor Derna Dessie und Salpa. Keine Erfolge.

22.– 30.1.1941
Nordatlantik
Unternehmen »Berlin«: Neuer Ausbruchsversuch der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau zum Handelskrieg in den Atlantik. 22.1.: Auslaufen von Kiel. Meldung über Passieren des Großen Belts erreicht am nächsten Tag London. 25./26.1.: Home Fleet (Admiral Tovey) läuft mit den Schlachtschiffen Nelson und Rodney, dem Schlachtkreuzer Repulse, 8 Kreuzern und 11 Zerstörern von Scapa aus und bezieht südlich Island eine Abfangposition. 27.1.: Ein Teil der Home Fleet wird zur Treibstoffergänzung entlassen. 28.1.: Die dt. Schiffe treffen beim Durchbruchsversuch südlich Island auf 2 brit. Kreuzer der Bewachungslinie und weichen rechtzeitig zur Versorgung ins Nordmeer aus. Sie werden beim Abdrehen kurz vom Kreuzer Naiad gesichtet, der die Fühlung gleich darauf wieder verliert.

Der B.d.U lehnt einen Einsatz von U 47 und U 107 im Seegebiet südl. Island wegen der zu geringen Anzahl von Booten im Einsatzgebiet, und der ihm am 7.1. (s.d.) unterstellten I./KG.40 mit Fw 200 zur Aufklärung der Island-Faroer-Enge ab, da diese Maschinen ausschließlich für die U-Boote zur Aufklärung von Konvois eingesetzt werden sollen.

22.– 31.1.1941
Mittelmeer
Bei den Unternehmungen der ersten 4 Boote der brit. 10. Unterseebootsflottille gegen den italien. Versorgungsverkehr auf der Route Trapani-Tripolis verfehlt Unique am 22.1. bei Kerkennah den großen Transporter Esperia in einem Geleit von 4 Transportern unter Schutz der Zerstörer Vivaldi, Tarigo, Malocello und Da Noli. Am 26.1. verfehlt auch Upholder (Lt. Wanklyn) dieses Geleit. Bei Angriffen auf einen vom ital. Hilfsschiff Caralis geleiteten Konvoi versenkt eine Swordfish der 830 Sq. FAA am 27.1. südlich von Pantelleria den deutschen Frachter Ingo (3950 BRT), am 28.1. torpediert Upholder nördlich von Tripolis den dt. Frachter Duisburg (7389 BRT). Ebenfalls am 28.1. legt Rorqual (LtCdr. Dewhurst) in der Adria 2 Minensperren mit 29 und 31 Minen vor Ancona, auf denen am 31.1. das Torpedoboot Francesco Stocco und am 27.2. der ital. Frachter Ischia (5101 BRT) beschädigt werden, und greift am 31.1. bei Lissa einen Schleppzug mit dem Schlepper Ursus und einem Schleppkahn zuerst erfolglos mit Torpedo, dann mit Artillerie an, der Schlepper wird aufgesetzt, der in Brand geschossene Schleppkahn später geborgen. Am 28.1. schlägt vor Brindisi ein Angriff des griech. Unterseeboots Papanikolis (Lt. Iatrides) auf ein Transportgeleit von 4 Schiffen mit 2852 Soldaten an Bord unter Schutz des Torpedoboots Andromeda und des Hilfsschiffs Brindisi fehl. Am 30.1. verfehlt Upholder ein Geleit von 2 Schiffen unter Schutz des Torpedoboots Aldebaran 30 sm nördlich Zavia, beim Gegenangriff wird das Boot durch Wasserbomben leicht beschädigt.

23./ 24.1.1941
Nordsee
Operation »Rubble«: Die in Göteborg (Schweden) liegenden und mit wichtigem Kriegsmaterial beladenen norw. Frachter Elisabeth Bakke (5450 BRT), John Bakke (4718 BRT), Tai Shan (6962 BRT), Taurus (4767 BRT) und der Tanker Ranja (6355 BRT) durchbrechen unter Führung von Capt. Binney die dt. Sperren im Skagerrak und werden von Kreuzern der Home Fleet, zuerst von Aurora und Naiad, danach von Birmingham, Edinburgh und 3 Zerstörern, aufgenommen. Die Schiffe entgehen im Kattegat knapp einer zufälligen Begegnung mit den zum Unternehmen »Berlin« auslaufenden dt. Schlachtschiffen. Am 24.1. werden die Schiffe südlich von Norwegen von Aufklärern der Küstenfliegergruppe 706 und des X. Fl.Korps erfasst, ein Ansatz von einigen Ju 88 des X. Fl.Korps und He 115 der KFlGr.706 bleibt ergebnislos.

23./24.1.1941
Kanal
Offensive Minenunternehmung SWb »Wagner« vor der brit. Kanalküste auf der Linie Orfordness-Scheveningen mit den Minenlegern Roland (Kpt. Bentlage), Cobra, Kaiser und Skagerrak, gesichert durch Zerstörer Richard Beitzen (KKpt. v. Davidson) und T-Boote Seeadler (Kptlt. Kohlauf) und Iltis (Kptlt. Jacobsen). Anschließend verlegen Richard Beitzen, Seeadler und Iltis durch den Kanal zurück nach Brest (Einlaufen 28.1.).

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9. Flugzeugträger Illustrious geht zur Reparatur  nach Norfolk / USA.

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23.– 25.1.1941
Mittelmeer
Der mehrfach bei Luftangriffen getroffene Flugzeugträger Illustrious (Capt. Boyd) entkommt unter dem Schutz der am 20.-22.1. in Höchstfahrt von Alexandria über die Suda-Bucht nach Malta verlegten Zerstörer Jervis, Janus, Juno und Greyhound von Malta nach Alexandria, nachdem das Arsenal Malta die Schäden behelfsmäßig so weit behoben hat, dass das Schiff wieder 24 kn laufen kann. Es geht anschließend zur einer nahezu 12-monatigen Reparatur nach Norfolk (USA).

24.– 31.1.1941
Nordatlantik
Westlich des Nordkanals und Irlands operieren die dt. U-Boote U 103, U 52, U 101, U 48, U 107 und U 96, nach Westen abgesetzt als Wetterboot U 123, ferner die ital. Boote Baracca, Morosini und Dandolo, Letztere werden Mitte Februar durch eine neue Gruppe mit Bianchi, Otaria, Maicello und Barbarigo abgelöst. U 123 (KptLt. Moehle) versenkt am 24.1. die norw. Vespasian (1570 BRT), Dandolo (KKpt. Boris) am 31.1. den brit. Einzelfahrer Pizarro (1367 BRT).

24.1.– 2.2.1941
Indischer Ozean
Der Hilfskreuzer Schiff 16/ Atlantis (Kpt.z.S. Rogge) versenkt im Seegebiet der Seychellen unter Einsatz seines He 114-Bordflugzeugs den brit. Frachter Mandasor (5144 BRT) und kapert 2 weitere Schiffe, die brit. Speybank (5154 BRT) und den norw. Tanker Ketty Brövig (7037 BRT). Der gesichtete Truppentransporter Strathaird (22.281 BRT) wird nicht angegriffen, der Frachter Troilus (7422 BRT) entkommt.

26.– 30.1.1941
Norwegen
Minenschiffgruppe »Nord« (FKpt. v. Schönermark) mit den Minenschiffen Tannenberg, Brummer, Königin Luise und Hansestadt Danzig führt zur Nordverlängerung der »Westwall«-Sperren, gesichert durch die Torpedoboote T 12 und Falke und die Minensucher M 15 und M 22, von Stavanger aus am 26./27.1. die defensive Minenunternehmung 20 »Pommern« durch. In der nächsten Nacht legt dieselbe Gruppe, gesichert von den Torpedobooten T 5 und T 9 anstelle von Falke, die Minensperre 21 »Oder« .

26.– 30.1.1941
Norwegen
Alliierte Unterseebootsoperationen: Am 26.1. legt das brit. Cachalot eine Sperre von 50 Minen vor dem Björnsund, kein Erfolg. Angriffe von Sunfish und Sealion vor Kristiansand und Stadlandet bleiben erfolglos.

29.1.1941
Allgemeine Lage / USA
Beginn geheimer brit.-amerik. Besprechungen in Washington über eine gemeinsame Kriegführung für den Fall eines amerik. Kriegseintritts.

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10. Handelsschiff der "British India" im Suezkanal

29.1.1941
Mittelmeer
7 He 111 der 2./KG.4 (Hptm. Kühl) werfen Minen in den Suezkanal. Auf diesen gehen am 4.2. der griechische Frachter Aghios Georgios (3283 BRT) und am 5.2. der britische Frachter Ranee (5060 BRT) verloren.

30./ 31.1.1941
Nordsee
Durch Minentreffer gehen in der Elbmündung am 30.1. das dt. Fährschiff Königsberg-Preußen (2530 BRT) und am 31.1. der dänische Frachter Maja (2203 BRT) verloren.

31.1.1941
Allgemeine Lage / Sowjetunion
Erste Aufmarschanweisung des OKH (Oberkommando des Heeres) für Unternehmen »Barbarossa« erteilt.

31.1.1941
Großbritannien
Das Schlachtschiff Queen Elizabeth verläßt die Marinewerft Rosyth. Damit endet eine mehr als 3 Jahre dauernde Grundmodernisierung, die bereits zuvor auf den Schwesterschiffen Warspite und Valiant durchgeführt wurde.

31.1.1941
Mittelmeer
Auslaufen des brit. Gibraltargeschwaders »Force H« zum Angriff auf Sardinien (vgl. 1.- 4.2.). Eine He 111 der II./KG.26 (Maj. Bertram) versenkt vor Marsa Matruk den brit. Minensucher Huntley (710 ts). Bei Sidi Barani wird der ägyptische Transporter Solloum (1290 BRT) mit 250 italienischen Kriegsgefangenen an Bord versenkt.

31.1.1941
Nordatlantik
Der britische Frachter Botusk (3091 BRT) und der niederl. Frachter Emmaplein (5436 BRT) gehen bei der Insel Rona (nordwestl. Schottland) durch Explosionen, angeblich Minentreffer, verloren.

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