1940 Juni

 

 

 

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1. Französischer Zerstörer Bourrasque vor Nieuport.

1.6.1940
Kanal
Operation »Dynamo« (5.Tag): 64.429 Mann werden evakuiert. Bei schweren dt. Luftangriffen sinken Flottillenführer Keith (Flaggschiff RAdm. Wake-Walker), die Zerstörer Basilisk, Havant und Foudroyant (franz.), Minensucher Skipjack, Kanonenboot Mosquito und die mit franz. Truppen beladenen Transporter Brighton Queen (807 BRT) und Scotia (3454 BRT). Große Personalverluste. S 34 (Oblt.z.S. Obermaier) und S 35 (Oblt.z.S. Kecke) versenken bei einem Vorstoß auf Dünkirchen die brit. Trawler Stella Dorado und Argyllshire. Durch Luftangriffe werden die Zerstörer Ivanhoe, Venomous, Vimy, Vivacious, Whitehall, Sloop Bideford und Korvette Kingfisher beschädigt. Desweiteren sinken: Yacht Amulree bei Kollision in der Straße von Dover, Yacht Grive (687 BRT), Schlepper St. Abbs (550 BRT) und St. Fagan (550 BRT) bei Luftangriffen vor Dünkirchen, Dampfschiffe Lark (67 BRT), Royality (101 BRT, vor Malo-Les-Bains), Duchess (91 BRT), Barbara Jean (144 BRT), Aidie (144 BRT), Ethel Everard (190 BRT, aufgegeben, auf Strand und in Brand gesetzt), Drifter Fair Breeze (92 t) nach Kollision mit Wrack und Lord Cavan (96t) durch Artillerie. Dampfschiffe Lady Rosebury (109 BRT) und Doris (83 BRT) sinken nach Minentreffern 3 sm östl. Dünkirchen.

1.– 2.6.1940
Nordsee
Bei Einsätzen von Flugzeugen des F.d.Luft West gegen brit. Fischdampfer in der Nordsee werden u.a. der brit. Dampfer Prague (4220 BRT) beschädigt und der brit. Trawler Slasher (195 BRT) versenkt. Am 2.6. wird der brit. Dampfer Paris (1790 BRT) von dt. Bombern in der Nordsee versenkt. Der brit. Trawler Blackburn Rovers (422 BRT) sinkt wahrscheinlich durch Minentreffer.

1.– 2.6.1940
Mittelmeer
Bei dt. Luftangriffen auf Marseille sinken der brit. Passagierdampfer Orford (20.043 BRT) und am nächsten Tag der franz. Dampfer Chella (8920 BRT).

1.– 30.6.1940
Großbritannien
Das RAF Coastal Command verliert bei Operationen über Norwegen, Nordsee, Kanal und Atlantik und bei Trainingseinsätzen im Juni 44 Flugzeuge durch Unfälle, Motorausfall, oder schlechtes Wetter; mindestens davon durch Feindeinwirkung und 2 durch eigene Streitkräfte (siehe Seefliegerverluste).

1.– 30.6.1940
Nordsee / Kanal
Dt. Schnellbootoperationen: In der Nacht zum 1.6. operieren S 21, S 22, S 34 und S 35 gegen den Geleitzugweg bei Ruytingen, in allen folgenden Nächten erfolgen Einsätze, diese müssen aber entweder abgebrochen werden, es werden keine Ziele gefunden oder die Ziele werden verfehlt. Einsätze in den Downs, vor der Themse-Mündung, östl. Lowestoft und im Gebiet Cross Sand. Am 12.6. erfolgt die Verlegung der 2. S-Flottille (S 30, S 31, S 34, S 35 und S 1) nach Boulogne, wegen ungenügender Luftverteidigung laufen die Boote zunächst zurück nach Rotterdam, erst nach der Bereitstellung von 12 schweren und 23 leichten Fla-Geschützen erfolgt am 17. und 18.6. die Verlegung nach Boulogne. In den folgenden Nächten weitere S-Boot-Vorstöße ins Gebiet Cross Sand, Great Yarmouth, südl. Dungeness. Am 27./28.6. erfolgt die Verlegung der 1. S-Flottille nach Cherbourg. Einsatz im Gebiet südwestl. der Insel Wight.

1.6.– 9.7.1940
Nordatlantik / Biskaya
Als erste Welle operieren seit 28.5. die dt. U-Boote U 43, U 101, U 29, U 48 und U 46 mit Schwerpunkt nordwestlich Kap Finisterre. Vom 12.-15.6. werden die Boote als Gruppe »Rösing« ohne Erfolg zur Operation gegen Truppenkonvoi US.3 (vgl. 1.5.-16.6.) zusammen gefasst. Insgesamt erzielen die U-Boote bei ihren Einzeloperationen eine Reihe von Erfolgen: U 101 (Kptlt. Frauenheim) versenkt am 2.6. den brit. Dampfer Polycarp (3577 BRT), am 11.6. die griech. Mount Hymettus (5820 BRT), am 12.6. die brit. Earlspark (5250 BRT), am 14.6. die griech. Antonis Georgandis (3557 BRT) und am 16.6. das brit. Kühlschiff Wellington Star (13.212 BRT). U 48 (KKpt. Rösing) versenkt am 5.6. den brit. Dampfer Stancor (798 BRT), am 6.6. die Frances Massey (4212 BRT), beschädigt am 7.6. die brit. Eros (5888 BRT), versenkt am 10.6. die griech. Violando N. Goulandris (3598 BRT), im Einzelangriff auf Konvoi HGF.34 am 19.6. die norw. Tudor (6607 BRT), die brit. Baron Loudoun (3164 BRT) und den Tanker British Monarch (5661 BRT), am 20.6. einen Vorausläufer des Konvois HX.49, den niederl. Tanker Moordrecht (7493 BRT). U 46 (Oblt.z.S. Endraß) versenkt am 6.6. den brit. Hilfskreuzer Carinthia (20.277 BRT), am 9.6. die finn. Margareta (2155 BRT), am 11.6. beschädigt es den brit. Tanker Athelprince (8782 BRT), am 12.6. versenkt es die brit. Barbara Marie (4223 BRT) und Willowbank (5041 BRT), am 17.6. die griech. Elpis (3651 BRT). Am 22.6. greift U 46 den brit. Träger Ark Royal an, der sich mit Schlachtkreuzer Hood auf dem Marsch nach Gibraltar befindet, Misserfolg wegen Torpedoversager. U 43 (Kptlt. Ambrosius) versenkt am 21.6. den brit. Tanker Yarraville (8627 BRT) aus dem franz. Konvoi 65.X, am 30.6. das brit. Kühlschiff Avelona Star (13.376 BRT) und am 9.7. die brit. Aylesbury (3944 BRT). U 29 (Kptlt. Schuhart) versenkt am 26.6. den griech. Dampfer Dimitris (5254 BRT), am 1.7. die Adamastos (7466 BRT), am 2.7. die panam. Santa Margarita (4919 BRT) und am 3.7. den brit. Tanker Athellaird (8999 BRT). Aus dem dt. Tanker Bessel (Deckname »Bernardo«) ergänzen U 43 am 19.6. U 29 am 21.6. heimlich in Vigo (Spanien) Brennstoff und setzen ihre Feindfahrt noch bis zum 11.7. bzw. 22.7. fort.

2.6.1940
Kanal
Operation »Dynamo« (6.Tag): 26.256 Mann werden evakuiert. Durch Luftangriffe werden die Zerstörer Malcolm und Sabre erneut beschädigt. Der brit. Trawler Westella (550 BRT) sinkt wahrscheinlich durch Minentreffer. Brit. Schlepper Fossa (105 BRT) wird bei Dünkirchen auf Strand gesetzt und aufgegeben, desgleichen die Landungsboote LCM 12, LCM 22 und am 3.6. LCM 17.

3.– 30.6.1940
Norwegen
Dritte britische U-Boot-Welle mit den Booten Severn, Clyde, Salmon, Sealion, Snapper, Spearfish, Porpoise, Narwhal, Trident, Tribune, Truant, Taku, Tetrarch und dem franz. Rubis. Vor Feiestein legt Narwhal (LtCdr Burch) am 3.6. eine Minensperre, auf der am 5.11. das dt. Kühlschiff Palime (2863 BRT) beschädigt wird (bei Stavanger aufgesetzt und Totalverlust) und das dt. Minensuchboot M 11 sinkt (siehe Operation »Juno«). Am 28.9. wird im gleichen Seegebiet die dt. Clara L.M. Russ (1600 BRT) durch Minentreffer beschädigt. Am 12.6. legt Narwhal (LtCdr. Burch) eine Sperre bei Utsire, auf der im Oktober 3 Hilfsminensuchboote (ex-norw. Fischkutter) sinken. Porpoise (Cdr. Roberts) legt am 14.6. eine Sperre vor Kristiansand, auf der am 18.6 der Minensucher M 5 sinkt. Rubis (KKpt. Cabanier) legt am 9.6. und 26.6. jeweils eine Sperren im Raum Bergen, auf der ersten sinkt am 10.6. der norw. Dampfer Sverre Sigurdssön (1081 BRT) (vgl. Tabelle).

Am 16.6. versenkt Tetrarch (LtCdr. Mills) bei Lista den dt. Tanker Samland (5978 BRT). Clyde (LtCdr. Ingram) torpediert am 20.6. vor Trondheim das Schlachtschiff Gneisenau und beschädigt es am Bug. Trident (LtCdr. Sladen) verfehlt eben dort am 23.6. den KM-Tanker Dithmarschen. Am 25.6 versenkt Snapper (LtCdr. King) südl. Stavanger das Vorpostenboot V 1107/ Portland. Auf dem Ausmarsch nach Norwegen geht am 13.6. das niederl. U-Boot O 13 verloren, vermutlich sinkt auf Grund von Schäden es nach einem irrtümlichen Angriff des poln. U-Bootes Wilk (durch Rammung) oder gerät auf eine Minensperre. Das poln. U-Boot Orzel geht in der Nordsee wahrscheinlich nach Minentreffer (siehe Mai 1940) verloren.

4.6.1940
Kanal
Abschluß der Operation »Dynamo« (27.5.- 4.6.): Auf 848 Schiffen aller Art und Größe wurden insgesamt 338.226 Mann alliierter Truppen von Dünkirchen abtransportiert, darunter 123.000 Franzosen. Gerettet wurden 85 Prozent des brit. Expeditionsheeres, allerdings fast ohne Ausrüstung. Verluste: 72 Schiffe, darunter 9 Zerstörer und eine große Anzahl von Klein- und Kleinstfahrzeugen, meist durch Luftangriffe versenkt.

Um 9.40 Uhr nehmen Einheiten der dt. 18. Armee Dünkirchen ein. 40.000 Franzosen gehen in Kriegsgefangenschaft. Als Blockschiffe werden 4 alte brit. Dampfer in Dünkirchen versenkt: Edv. Nissen (2062 BRT), Holland (1251 BRT), Westcove (2735 BRT), Pacifico (687 BRT), der ebenfalls vorgesehene Dampfer Gourko (1975 BRT) sinkt nach Minentreffer.

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2. Der zerstörte Erzhafen von Narvik

4.– 10.6.1940
Norwegen
Evakuierung von Narvik durch die Alliierten. In 5 aufeinander folgenden Nächten bis zum 7./8.6. werden unter Leitung von Capt. Stevens auf Havelock insgesamt 24.500 Mann im wesentlichen mit Zerstörern auf den vor Harstad versammelten Truppentransportern eingeschifft. Der erste Konvoi mit den Truppentransportern Monarch of Bermuda, Batory, Sobieski, Franconia, Lancastria und Georgic verläßt, begleitet nur von dem Schulkreuzer Vindictive, am 4.6. Harstad und erreicht ohne Ausfälle am 8.6. Scapa Flow.

Wegen Meldung des Q-Schiffes Prunella über 2 nicht identifizierte Kriegsschiffe mit Kurs auf die Island-Faröer-Passage (vgl. Operation »Juno«) entsteht beim Obfh. Home Fleet die Befürchtung vor einem Ausbruch deutscher Schlachtschiffe in den Atlantik, daher werden am 5.6. die Schlachtkreuzer Renown, Repulse, die Kreuzer Newcastle, Sussex und die Zerstörer Kelvin, Zulu, Maori, Forester, Foxhound zur Aufklärung entsandt. Schlachtschiff Valiant bleibt allein zur Deckung der Evakuierungskonvois verfügbar.

Am 7.6. läuft ein zweiter schneller Konvoi mit den Truppentransportern Oronsay, Ormonde, Arandora Star, Royal Ulsterman, Ulster Prince, Ulster Monarch und Duchess of York, gesichert von den Kreuzern Southampton (Flottenadmiral Lord Cork and Orrery, VAdm. Layton), Coventry (RAdm. Vivian) und den Zerstörern Havelock, Fame, Firedrake, Beagle, Delight sowie ein langsamer Konvoi mit den Frachtern und Tankern Blackheath, Oligarch, Harmattan, Cromarty Firth, Theseus, Acrity, Cotswold und Conch, gesichert von den Zerstörern Arrow, Veteran, Sloop Stork und 10 bewaffneten Trawlern, von Harstad aus.

Von Tromsö aus geht der Kreuzer Devonshire mit dem norw. König Hakon VII. in See, der Träger Ark Royal hält sich in der Nähe des Truppenkonvois, der Träger Glorious marschiert nach Anbordnahme der letzten Flugzeuge von Bardufoss mit seinen beiden Zerstörern allein nach Westen, ebenso einige Einzelfahrer aus dem Vestfjord und die nicht nach Harstad beorderten Transporter Orama und Vandyck. Die
Vandyck (13.241 BRT) wird am 9.6. von einer Fw 200 (Oblt. Schlosser) der kurz zuvor aufgestellten I./KG.40 versenkt (1. Versenkungserfolg einer Fw 200 »Condor«).

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3. Versenkung der Orama. Im Vordergrund die Admiral Hipper
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4.– 10.6.1940
Norwegen
Unternehmen »Juno«: Vorstoß des Flottenchefs, Admiral Marschall, mit den Schlachtschiffen Gneisenau (Kpt.z.S. Netzbandt) und Scharnhorst (Kpt.z.S. Hoffmann), dem Schweren Kreuzer Admiral Hipper (Kpt.z.S. Heye) sowie den Zerstörern Karl Galster, Hans Lody, Erich Steinbrinck und Hermann Schoemann gegen brit. Räumungstransporte im Gebiet westl. Harstad. Auslaufgeleit des Verbandes aus Kiel (4.6.) besteht aus Sperrbrecher 4 / Oakland (6757 BRT), bis zum Skagerrak T-Boote Jaguar und Falke, Tender Hai und einige R-Boote; Betankung von Hipper und Zerstörern durch Flottentanker Dithmarschen am 6.6. vor Norwegen. Zur Unterstützung der Operation »Juno« läuft zeitgleich ein Versorgungsgeleit mit den Dampfern Palime, Huascaran, Alstertor und Samland von Wilhelmshaven nach Trondheim. Sicherung durch Minensucher der 2. M-Flottille. Am 5.6. gerät der Geleitzug in ein vom brit. U-Boot Narwhal gelegtes Minenfeld und verliert M 11 und Palime.

Auf dem Vormarsch werden am 8.6. der in Ballast laufende brit. Truppentransporter Orama (19.840 BRT), der Tanker Oilpioneer (5666 BRT) und der UJ-Trawler Juniper (505 ts) versenkt. Das Lazarettschiff Atlantis wird respektiert, es meldet die Begegnung mit dt. Schiffen erst bei Antreffen brit. Schiffseinheiten. Nach Detachierung von Admiral Hipper und der Zerstörer vernichten die Schlachtschiffe den brit. Flugzeugträger Glorious (Capt. D'Ogly-Hughes †) und die Zerstörer Ardent (LtCdr. Barker †) und Acasta (Cdr. Glasfurd †). Mit den drei brit. Kriegsschiffen gehen 1519 Mann unter. Allerdings kann Acasta einen Torpedotreffer auf Scharnhorst erzielen. Nur 43 Überlebende des Trägers und 3 der beiden Zerstörer werden gerettet. Die brit. Evakuierungskonvois werden jedoch nicht erfaßt und erreichen am 10.6. wohlbehalten Scapa Flow. Am 9.6. Operation der Home Fleet mit Schlachtschiff Rodney und dem zurück gerufenen Schlachtkreuzer Renown, aber sie kann die dt. Schiffe vor dem Einlaufen nach Trondheim nicht mehr fassen.

4.– 21.6.1940
Mittelmeer

Insgesamt 54 ital. U-Boote laufen bis 9.6.auf Positionen im Mittelmeer aus, kehren bis auf 26 Boote am 14./15.6. zurück, die restlichen laufen zumeist bis 21.6. wieder ein oder werden abgelöst. Es operieren an der franz. Riviera Veniero, Neghelli, Gondar, Fieramosca, Mocenigo, im Golf von Genua H 1, H 4, H 6, H 8, vor Ajaccio Medusa, zwischen Oran und Cartagena Faa' di Bruno, Morosini, Provana, Dandolo, Marcello (wegen Panne nicht auf Position). 

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4. Italienische U-Boote vor der ligurischen Küste

Nördlich Algier operieren Barbarigo, Nani, südlich Sardinien Axum, Turchese, Adua, Aradam, vor Bizerta Alagi, in der Sizilien-Straße Brin, Durbo, Beilul, vor Malta Bausan, an der griech.-alban. Küste Uarsciek, Balilla, Anfitrite, Sciesa, südlich Gaudo (Kreta) Salpa, Giuliani, Bagnolini, Tarantini, nördlich Sollum Lafolè, Diamante, Topazio, Nereide, vor Alexandria Galatea (wegen Panne nicht auf Position), Fisalia, Argonauta, Naiade, Smeraldo, zwischen Kreta und Rhodos Jantina, Jalea, Delfino, Tricheco, Zaitiro, Velella, in der Ägäis Squalo, Ametista, Gemma, nördlich und westlich Kreta Settimo und Uebi Scebeli.

Am 12.6. versenkt Bagnolini (KKpt. Tosoni-Pittoni) den brit. Kreuzer Calypso und Naiade (Kptlt. Baroni) den norw. Tanker Orkanger (8029 BRT), nachdem Nereide den Tanker zuvor beschädigt hatte. Dandolo (Kptlt. Boris) greift am 13.6. einen franz. Verband mit den Kreuzern La Galissonnière, Jean de Vienne und Marseillaise sowie den Zerstörern Brestois und Boulonnais an und verfehlt knapp die Jean de Vienne. Am 16.6. verfehlt Provana (KKpt. Botta) den franz. Konvoi IR.2F (Sicherung Avisos Commandante Bory und La Curieuse), wird anschließend von La Curieuse zum Auftauchen gezwungen und mit Rammstoß versenkt. Am 20.6. wird Diamante durch das brit. U-Boot Parthian (LtCdr. Rimington) versenkt. Eine am 12.6. von Micca (FKpt. Meneghini) vor Alexandria gelegte Minensperre (40 Minen) bleibt ohne Erfolg.

5.– 22.6.1940
Nordsee / Kanal
Schiffsverluste durch Minen: am 5.6. das brit. Baggerfahrzeug Sweep II (145 BRT) vor Felixstowe, Motorschiff Capable (216 BRT) vor Spithead, Dampfer Harcalo (5081 BRT) in der Themse-Mündung, ebenfalls dort am 8.6. Hardingham (5415 BRT), am 9.6. Empire Commerce (3857 BRT) vor Margate, am 11.6. St. Ronaig (509 BRT) vor Newhaven, am 12.6. Baron Saltoun (3404 BRT) auf der Reede von Cherbourg, niederl. Prinses Juliana (198 BRT) vor Pool, belg. Dampfer Yvonne (668 BRT) bei Goodwyn Leuchtfeuer, am 12.6. brit. Trawler Sisapon (326 BRT) vor Harwich, am 13.6. niederl. Abel Tasman (314 BRT) vor Pool, Tanker British Inventor (7101 BRT) vor St. Alban´s Head, brit. Hilfsminensucher Ocean Sunlight (131 BRT) bei Newhaven, am 14.6. brit. Bewacher Myrtle (357 BRT) vor der Themse, am 22.6. brit.Yacht Campeador V (195 BRT) vor Portsmouth.

5.6.– 13.7.1940
Mittelatlantik
Am 5./6.6. laufen die ital. U-Boote Finzi und Cappellini von Cagliari (Sardinien) aus in den Atlantik. Finzi passiert am 13.6. die Gibraltar-Straße, operiert dann ohne Erfolge im Gebiet der Kanaren und kehrt durch die Gibraltar-Straße (6.7.) am 13.7. zurück. Cappellini wird am 14.6. vor der Gibraltar-Straße durch den UJ-Trawler Arctic Ranger mit Wasserbomben belegt und von dem Zerstörer Vidette gejagt, muß vom 15.-24.6. in Ceuta Zuflucht suchen und kehrt von dort zurück.

5.6.– 18.7.1940
Westliche Ostsee
Schiffsverluste durch Minen: Galeasse Marie Johannes (190 BRT) am 1.6. östlich Gjedser nach Minendetonation gesunken. Norw. Kong Halfdan (1463 BRT) am 9.6. im Großen Belt auf Mine gelaufen und gesunken (später gehoben und repariert), Hilfsminensucher M 1305 am 9.6. und Sperrbrecher 4 / Oakland am 16.6. durch Minentreffer beschädigt. Die dt. Frachter Valencia, Harald Schröder (25.6., auf Strand gesetzt), Freiburg (12.7.), Habicht (17.7.) und die dän. Astrid (18.7.) werden im Gebiet der südlichen Belte durch Minentreffer beschädigt.

6.– 8.6.1940
Norwegen / Ostsee
Verlegung des Kreuzers Emden unter starker Sicherung von Oslo nach Swinemünde, nachdem das Schiff zwei Monate lang in Oslo gelegen und vorwiegend als schwimmende Nachrichtenzentrale Verwendung gefunden hatte.

6.– 26.6.1940
Luftkrieg Westeuropa
Luftmineneinsätze der dt. Luftwaffe: Am 6./7.6. durch 9. Fl.-Division (gleichzeitig Bomben-Angriff auf Häfen und Einfahrten von Le Havre, Cherbourg, Isle of Wight und Portland); am 11./12.6.: durch 9. Fl.-Division und Verbände des F.d.Luft West; am 14./15.6.: durch 9. Fl.-Division vor Bordeaux und Le Verdon; am 26.6.: durch 9. Fl.-Division und Kü.Fl.Gr.106 vor Newcastle und Sunderland. -- Am 20.6. sinkt der panam. Tanker James McGee (9859 BRT) nach Minentreffer im Bristolkanal.

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5. Kriegsschauplatz Rotes Meer

 

6.6.– 10.7.1940
Mittelmeer / Rotes Meer
Auslegung umfangreicher Defensiv-Minensperren an den ital. Mittelmeer-Küsten. Minenleger Crotone, Fasana und Hilfsminenleger Orlando und Sgarallino legen im Golf von Genua und im Raum Elba 21 Sperren gegen Überwasserschiffe und 27 Sperren gegen U-Boote mit 1960 Minen. Im Raum Neapel legen Minenleger Buffoluto und das Hilfsschiff Partenope 7 Sperren mit 433 Minen. Vor Sardinien legen Minenleger Durazzo, Pelagosa, Hilfsminenleger Caralis, das Hilfsschiff Defienu und die T-Boote Papa, Cascino, Chinotto und Montanari 30 Sperren mit 2196 Minen, davon 12 gegen U-Boote. Im Raum Sizilien legen die Hilfsschiffe Adriatico, Brioni und die T-Boote Aldebaran, Andromeda, Alcione, Aretusa, Ariel, Airone, Pallade, Calliope, Circe und Clio 28 Sperren mit 1375 Minen, davon 12 U-Abwehrsperren. Im Golf von Tarent und im Südteil der Adria einschließlich Albanien legen Minenschiff Vieste, das Hilfsschiff Barletta, Kreuzer Taranto und die Zerstörer Mirabello und Riboty 37 Sperren mit 2335 Minen, davon 28 U-Abwehrsperren. Auf einer dieser Sperren, vor Durazzo, sinken 2 italienische Schiffe, nämlich am 29.9. die Carmen und am 26.10. die Chisone. In der nördlichen Adria legen die Minenleger Anzio, Albona, Laurana, Rovigo und Hilfsminensucher San Giusto 21 Sperren mit 769 Minen, davon 18 gegen U-Boote. In der Agäis/Dodekanes legen das Hilfsschiff Lero, die Zerstörer Crispi, Sella und die T-Boote Lira, Libra und Lince 28 Sperren mit 800 Minen, davon 4 gegen U-Boote. Vor Libyen legen das Hilfsschiff Barletta, vor Tobruk die Zerstörer Nembo, Euro, Aquilone und Turbine 14 Sperren mit 540 Minen. Im Roten Meer legt der Minenleger Ostia vor Massaua 8 Sperren mit 470 Minen, der Zerstörer Pantera am 7.6. vor Assab 2 Sperren mit 110 Minen.

8.6.1940
Frankreich
Die brit. Zerstörer Vesper und Wanderer belegen die Landstraße zwischen Abbéville und Le Tréport mit Artilleriegranaten.

8.– 12.6.1940
Mittelmeer
Auslegung offensiver ital. Minensperren in der Sizilien-Straße. In den Nächten vom 8./9. und 9./10.6. legen die Minenschiffe Scilla und Buccari, begleitet vom T-Boot Altair, je 640 Minen zwischen Pantellaria und Sizilien. Auf einer Sperre bei Pantelleria gehen am 11.6. die griech. Frachter Zinovia (2975 BRT) und Makis (3546 BRT) verloren. -- In der Nacht vom 9./10.6. legen die Kreuzer Da Barbiano (DivAdm. Marenco di Moriondo) und Cadorna, die Zerstörer Lanciere, Corazziere und die T-Boote Polluce und Calipso 428 Minen zwischen Lampedusa und Kerkennah. Nach einer abgebrochenen Unternehmung legen Scilla und Buccari mit den T-Booten Airone und Ariel in der Nacht vom 11./12.6. weitere 800 Minen. Zur Deckung der Operation stechen am 10./11.6. die Kreuzer Pola (DivAdm. Paladini), Trento, Bolzano, Eugenio di Savoia (DivAdm. Sansonetti), Duca d'Aosta, Montecuccoli und Attendolo mit Zerstörern in See.

8.– 20.6.1940
Nordatlantik
Kanadischer Truppenkonvoi TC.5 mit 3700 Mann auf den Truppentransportern Duchess of Bedford, Duchess of Atholl, Samaria von Montreal nach Liverpool. Vom 11.-16.6. läuft zeitweise auch die Empress of Australia auf der Fahrt von Halifax nach Island im Geleitzug. Sicherung in kanad. Gewässern durch die Zerstörer Assiniboine und Saguenay, Ocean-Sicherung durch Schlachtschiff Revenge und Kreuzer Emerald. Letzter geleitet die Empress of Australia nach Island. Aufnahme des Konvois durch brit. Zerstörer.

9.6.1940
Nordsee
Das dt. Vorpostenboot V 801 / Bayern wird vor Ameland durch Minentreffer versenkt.

9.6.1940
Norwegen
Das norw. U-Boot B 3 wird im Gavlfjord selbst zerstört, nachdem eine Verlegung nach England wegen einer Batterieexplosion abgebrochen werden musste.

9.– 10.6.1940
Norwegen
Dt. Flugzeuge versenken die auf dem Weg nach Thorshaven (Faröer) befindlichen norw. Dampfer Ariadne (2029 BRT) und Prinz Olav (2147 BRT). Nördlich Harstad versenken dt. Flugzeuge das brit. Hilfsschiff Van Dyck (13.241 BRT).

9.6.– 2.7.1940
Nordatlantik / Biskaya
Zweite Welle dt. U-Boote mit U 32, U 47, U 25, U 38, U 28, U 51 und U 30 mit Schwerpunkt westlich des Kanals und in der Biskaya. Vom 12.-15.6. werden sie als Gruppe »Prien« zur Operation auf den Konvoi HX.47 angesetzt, der vom Funkbeobachtungsdienst (B-Dienst) erfasst wurde. U 47 (Kptlt. Prien) versenkt am 14.6. den brit. Dampfer Balmoralwood (5834 BRT), U 38 (Kptlt. Liebe) am nächsten Morgen den norw. Tanker Italia (9973 BRT) und den kanad. Dampfer Erik Boye (ex-dän., 2238 BRT). Einige Boote greifen weitere Geleitzüge an: U 51 am 20.6. ohne Erfolg den Konvoi HGF.34, U 30, U 32 und U 47 am 21./22.6. den Konvoi HX.49, aus dem U 47 den brit. Tanker San Fernando (13.056 BRT), U 32 den norw. Tanker Eli Knudsen (9026 BRT) und U 30 die norw. Randsfjord (3999 BRT) versenken. U 30 (Kptlt. Lemp) versorgt am 25.6. in El Ferrol (Spanien) und kann seine Feindfahrt bis in den Juli verlängern.

In Einzeloperationen versenkt U 25 (Kptlt. Beduhn) am 13.6. den Hilfskreuzer Scotstoun (17.046 BRT) und beschädigt am 19.6. den franz. Tanker Brumaire (7638 BRT); U 28 (Kptlt. Kuhnke) versenkt am 18.6. den finn. Dampfer Sarmatia (2417 BRT), am 19.6. die griech. Adamandios Georgandis (3443 BRT) und am 21.6. die brit. U-Boot-Falle Prunella (4443 BRT); U 30 (Kptlt. Lemp) am 20.6. die brit. Otterpool (4876 BRT) und am 28.6. die brit. Llanarth (5053 BRT), am 1.7. aus Konvoi SL.36 die brit. Beignon (5218 BRT) und am 6.7. die ägypt. Angele Mabro (3154 BRT); es läuft am 7.7. als erstes U-Boot den neuen Stützpunkt Lorient an; U 32 (Kptlt. Jenisch) versenkt am 18.6. den norw. Dampfer Altair (1522 BRT), die span. Fischdampfer Sálvora (108 BRT) und Faro-Ons (108 BRT) und am 19.6. vor den SW-Approaches den jugosl. Dampfer Labud (5334 BRT); U 38 (Kptlt. Liebe) am 14.6. den griech. Dampfer Mount Myrto (5403 BRT), am 20.6. die schwed. Tilia Gorthon (1776 BRT), am 21.6. die belg. Luxembourg (5809 BRT) und am 22.6. die griech. Neion (5154BRT); U 47 (Kptlt. Prien) am 24.6. die panam. Cathrine (1885 BRT), am 27.6. die norw. Lenda (4005 BRT) und den niederl. Tanker Leticia (2580 BRT), am 29.6. die brit. Empire Toucan (4127 BRT), am 30.6. die griech. Georgios Kyriakides (4201 BRT), schließlich am 2.7. das brit. Truppenschiff Arandora Star (15.501 BRT), welches sich mit dt. und ital. Zivilinternierten unangemeldet auf dem Wege nach Kanada befindet; U 51 (Kptlt. Knorr) versenkt am 25.6. aus einem nicht identifizierten Geleitzug die brit. Windsorwood (5395 BRT) und den brit. Tanker Saranac (12.049 BRT), am 29.6. vor den SW-Approaches die brit. U-Boot-Falle Edgehill (4724 BRT).

10.6.1940
Norwegen
Unternehmen »Weserübung« abgeschlossen: Kapitulation der norw. Truppen (GenMaj. Ruge) in Nordnorwegen. Verluste der deutschen Kriegsmarine: 3 Kreuzer, 10 Zerstörer, 1 Torpedoboot, 4 U-Boote, 1 Art.-Schulschiff, 1 R-Boot und eine Anzahl von Hilfsschiffen. Alliierte Verluste: 1 Flugzeugträger, 2 Kreuzer, 9 Zerstörer, 5 U-Boote und zahlreiche Hilfsschiffe. Übernahme der norw. Handelsflotte zu ca. 90 Prozent durch Großbritannien: 1024 Schiffe, darunter etwa 200 moderne Tanker.

 

6. Französisches Schlachtschiff Provence in Alexandria

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10.6.1940
Italien / Mittelmeer
Kriegseintritt Italiens. Stärke der it. Flotte: 6 Schlachtschiffe (davon nur die beiden ältesten, Conte die Cavour und Giulio Cesare, einsatzbereit. Die umgebaute Caio Duilio sowie die neuen Littorio und Vittorio Veneto sind erst im August einsatzbereit, die umgebaute Andrea Doria im Oktober), 7 Schwere Kreuzer (Pola, Zara, Fiume, Gorizia, Bolzano, Trento, Trieste), 12 Leichte Kreuzer (Garibaldi, Duca degli Abruzzi, Eugenio di Savoia, Duca d’Aosta, Attendolo, Montecuccoli, Cadorna, Diaz, di Giussano, Da Barbiano, Colleoni, Bande Nere), 59 Zerstörer, 67 Torpedoboote und 116 U-Boote. Ein Drittel der insgesamt 3,4 Mill. BRT großen ital. Handelsflotte befindet sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Mittelmeeres und fällt damit für die Kriegführung aus. Alliierte Kräfte: Brit. und franz. Mittelmeerflotte.

Östliches Mittelmeer. Alexandria (brit.): 4 Schlachtschiffe (Warspite, Royal Sovereign, Malaya und Ramillies), 1 Flugzeugträger (Eagle), 9 Leichte Kreuzer (Manchester, Liverpool, Gloucester, Orion, Neptune, Sydney, Carlisle, Calypso, Caledon), 21 Zerstörer (4 weitere ins Rote Meer detachiert), 6 U-Boote. Malta (brit.): 1 Zerstörer, 6 U-Boote Alexandria (franz.): 1 Schlachtschiff (Lorraine), 3 Schwere Kreuzer (Suffren, Tourville, Duquesne), 1 Leichter Kreuzer (Duguay Trouin), 1 Zerstörer, 6 U-Boote.

Westliches Mittelmeer: Gibraltar (brit.): 1 Schlachtschiff (Resolution), 1 Flugzeugträger (Argus), 1 Leichter Kreuzer (Arethusa), 9 Zerstörer. Toulon (franz.): 2 moderne Schlachtschiffe (Dunkerque, Strasbourg), 2 alte Schlachtschiffe (Bretagne, Provence), 4 Schwere Kreuzer (Algérie, Foch, Colbert, Dupleix), 6 Leichte Kreuzer (La Galissonnière, Jean de Vienne, Marseillaise, Gloire, Montcalm, Georges Leygues), 37 Zerstörer, 6 Torpedoboote, 36 U-Boote.

10.6.1940
Mittelatlantik
Schwere Kreuzer USS Vincennes übernimmt in Casablanca vom franz. Hilfskreuzer Ville d`Oran 200 Tonnen franz. Goldreserven. Im Geleit der Zerstörer Truxtun und Simpson bringt die Vincennes das Gold nach New York.

10.6.1940
Indischer Ozean
Dt. Hilfskreuzer Schiff 16 / Atlantis (Kpt.z.S. Rogge) nimmt die norw. Tirranna (7230 BRT) als Prise. Sie wird mit einer Prisenbesatzung nach Frankreich entlassen (am 22.9. von HMS Tuna versenkt).

10.– 13.6.1940
Frankreich
Der Abtransport der 51. brit. Division aus St. Valery in der Nacht zum 11.6. gelingt nur teilweise. 3321 brit. und franz. Soldaten werden evakuiert, der Rest gerät in Gefangenschaft. Das brit. Eisenbahnschiff Train Ferry No.2 (2678 BRT) wird am 12.6. vor St Valery auf Strand gesetzt und aufgegeben. Vor Dieppe werden als Blockschiffe drei alte brit. Dampfer versenkt: Jacobus (1262 BRT), Kaupo (2420 BRT) und River Tyne (1525 BRT).

Evakuierung von 11.059 Mann brit. Truppen vom 10. bis 13.6. von Le Havre zum Teil nach Cherbourg, zum Teil nach England. Schwere dt. Luftangriffe gegen Le Havre: dabei sinken am 11.6. der belg. Passagierdampfer Albertville (11.047 BRT), die brit. Bruges (2949 BRT), die norw. Ellavore (1302 BRT), der franz. Passagierdampfer General Metzinger (9312 BRT), die belg. Piriapolis (7340 BRT). Durch Minentreffer sinken die franz. Frachter Niobe (1684 BRT) und Syrie (2460 BRT).

10.– 14.6.1940
Norwegen
Vorstoß des Schlachtschiffs Gneisenau (Adm Marschall) mit dem Schweren Kreuzer Admiral Hipper und den Zerstörern der 4. Z-Flottille Hans Lody, Hermann Schoemann, Erich Steinbrinck und Karl Galster am 10.6. von Trondheim ins Nordmeer bleibt wegen schlechten Wetters ergebnislos, der Verband läuft am Folgetag wieder in Trondheim ein. Am 11.6. erfolgloser brit. Luftangriff mit 12 Hudson der 269. Sq. RAF auf Trondheim.

Die Home-Fleet (Adm. Forbes) unternimmt vom 12.-14.6. mit Schlachtschiff Rodney, Schlachtkreuzer Renown und einigen Zerstörern zur Deckung des Flugzeugträgers Ark Royal. einen Vorstoß auf Trondheim. Am 13.6. greifen 15 Skua-Sturzkampfbomer der 800. und 803. Sq. FAA der Ark Royal die in Trondheim liegenden dt. Einheiten an und erzielen mit einer 225-kg-Bombe, die jedoch nicht explodiert, einen Treffer auf Scharnhorst. 8 Skua-Flugzeuge werden abgeschossen. Der Leichte Kreuzer Nürnberg läuft am 9.6. mit den T-Booten Jaguar und Falke von Kiel nach Trondheim aus und trifft dort am Abend des 13.6. ein. Die Home-Fleet zieht sich zurück.

10.– 25.6.1940
Mittelmeer
Alliierte U-Boote im Einsatz: Die brit. U-Boote in Malta (siehe 1.5.- 9.6.) sind dem franz. Admiral Sud unterstellt, die Minenleger Rorqual (LtCdr. Dewhurst) und Grampus (Cdr. Rowe) werden zur Durchführung von Minenoperationen vor Brindisi (am 14.6.) bzw. Augusta (am 13.6.) vom brit. Capt. Raw in Malta detachiert. Auf Minen der Rorqual gehen am 26.6. das ital. Motorschiff Loasso (5968 BRT) und am 25.9. der ital. Dampfer Rina Croce (569 BRT) verloren. Nachdem Grampus mehrere erfolglose Angriffe unternommen hat, wird es am 16.6. vor Syracus durch die ital. T-Boote Circe, Clio und Polluce versenkt. Am 10.6. laufen Odin (Cdr. Woods) und Orpheus ins Gebiet vor Tarent und Syrakus aus. Odin wird, nachdem es im Golf von Tarent die ital. Kreuzer Fiume und Gorizia verfehlt hat, am 13.6. durch die ital. Zerstörer Strale und Baleno versenkt, Orpheus geht aus ungeklärter Ursache nach dem 19.6. südwestwärts Malta verloren (Begründung).

Von den in Alexandria stationierten Booten operieren vor dem Dodekanes und in der Ägäis ab 14.6. bis in den Juli Proteus, Phoenix, Oswald, Osiris und Pandora. Vor Tobruk wird Parthian (Cdr. Rimington) eingesetzt, am 19.6. verfehlt es den alten Kreuzer San Giorgio und am folgenden Tag versenkt es das ital. U-Boot Diamante. Das franz. U-Boot Fesnel bezieht ab 10.6. Position vor Cap Serrat, Le Tonnant vor Cap Bon, Vengeur vor der Insel Cani, Redoutable vor Cap Roux, Narval und Morse vor Djerba. Nachdem Morse am 16.6. von der Souffleur abgelöst wird, läuft sie vor Sfax in ein alliertes Minenfeld und geht verloren.

Auf die falsche Geheimdienstmeldung vom 10.6. hin, dass ein dt. Kreuzer durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer einzudringen versucht, läuft die »Force de Raide« von Mers-el-Kébir aus, und die U-Boote Le Centaure und Pascal beziehen Stellungen vor Sardinien. Perle (LtCdr. Bourgeois) legt am 13.6. vor Bastia eine Minensperre, Turquoise (LtCdr. Wacogne) legt am 13.6. Sperren vor Trapani und Marsala, Nautilus vor Tripolis und Saphir (LtCdr. Roumeas) am 12.6. vor Cagliari, wo am 28.6. der ital. Dampfer Alicantino (1642 BRT) sinkt. Monge und Pégase beziehen Positionen vor Malta. Ab Mitte Juni führen Vengeur vor Salerno, Le Centaure und Henri Poincaré vor Messina Patrouillen durch. In den letzten Tagen vor der franz. Kapitulation werden Le Tonnant, Fresnel und Pascal noch südl. Sardinien eingesetzt, Caiman, Requin und Narval vor dem Golf von Hammamet. Von Beirut aus operieren Phoque, Espadon, Protée, Achéron und Actéon im Gebiet des Dodekanes, Achéron verbleibt noch bis zum 25.6. vor der Küste des Libanon. Von Toulon aus operieren Iris, Venus, Pallas und Archimède im Tyrrhenischen Meer, von Oran aus die franz. U-Boote Ariane, Diane, Danaé und Eurydice vor Gibraltar.

Pathan (PC 69) RIN
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7. Britische U-Falle PC 69; ab August 1921 RIN-Sloop Pathan.

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10.– 26.6.1940
Rotes Meer / Indischer Ozean
Erster Einsatz ital. U-Boote von Massaua (Eritrea): Am 10.6. laufen Ferraris nach Djibouti, Galilei nach Aden, Macalle nach Port Sudan, Galvani in den Golf von Oman aus. Am 14.6. löst Torricelli das wegen einer Panne zurückkehrende Ferraris ab. Am 15.6. läuft Macallé (Kptlt. Morone) auf ein Riff und geht verloren. Galilei (KKpt. Nardi) versenkt am 16.6. den norw. Tanker James Stove (8215 BRT), hält am 18.6. den jugoslaw. Dampfer Drava an, muss ihn jedoch wieder entlassen und wird am 19.6. von dem UJ-Trawler Moonstone gestellt und im Artilleriegefecht nach Ausfall des Kommandanten zur Übergabe gezwungen (später brit. X.2, als P.711 in Dienst gestellt). Mit Hilfe der an Bord erbeuteten Unterlagen gelingt es der Sloop Falmouth am 23.6. vor dem Persischen Golf Galvani (KKpt. Spano) zu versenken, nachdem das U-Boot zuvor die indische Sloop Pathan (ex PC 69) vernichtet hat. Torricelli (KKpt. Pelosi) wird am 23.6. vor Perim gestellt und im Artilleriegefecht mit den brit. Zerstörern Kandahar, Kingston, Khartoum und der Sloop Shoreham versenkt. Torricelli erzielt Treffer auf Shoreham und Khartoum, nach Explosion eines eigenen Torpedos gerät das Schiff in Brand und sinkt. Von den am 19.-21.6. ausgelaufenen U-Booten Archimede, Guglielmotti und Perla läuft letzteres am 26.6. auf ein Riff, kann aber schwer beschädigt geborgen werden.

10.– 28.6.1940
Mittelmeer
Ital. Schiffsverluste durch Minen: am 10.6. der Segler Danilo B. (102 BRT) bei Capri, am 11.6. der Segler Predappio (26 BRT) und das Fischerboot San Calogero (57 BRT) vor Tarent, am 12.6. bei Pianosa das Motorschiff Carlo (253 BRT) und bei Serchio der Fischtrawler La Mora, am 18.6. bei Ancona die Reno (1002 BRT) und am 28.6. vor Sardinien die Alessandra Podestà (633 BRT). Am 28.6. geht das Truppenschiff Paganini (2427 BRT) vor Durazzo (Adria) durch Feuer verloren. Am gleichen Tag geht nördlich Tobruk das Motorschiff Maria (440 BRT) durch Bomben verloren. Am 16.6. wird in Neapel die Rastrello (1550 BRT) durch brit. Flugzeuge versenkt. Am 10.6. werden die Tanker Pagao (6101 BRT), Olterra (4995 BRT) und der Frachter Pollenzo (6470 BRT) in Algeciras, am 11.6. die Polinice (1373 BRT) vor Malta selbstversenkt.

11.6.1940
Atlantik
Dt. Hilfskreuzer Schiff 10 / Thor (Kpt.z.S. Kähler) läuft vom Sörgulenfjord zu seiner ersten Unternehmung in den Mittel- und Südatlantik aus. (Auslaufen in Kiel am 6.6., Sicherung zw. Großem Belt und Skudesnes durch die T-Boote Jaguar und Falke.)

11.6.1940
Luftkrieg Mittelmeer
Erster italienischer Luftangriff auf Malta.

11.– 12.6.1940
Indischer und Südpazifischer Ozean
Der ital. Dampfer Timavo (7549 BRT) wird am 11.6. nordöstlich von Durban von südafrikan. Flugzeugen bombardiert und schließlich selbst versenkt, um ein Aufbringen durch austral. Kriegsschiffe zu verhindern. Am 12.6. wird das ital. Motorschiff Romolo (9780 BRT) bei Salomonen Inseln selbst versenkt, um ein Aufbringen durch den austal. Hilfskreuzer Manoora zu verhindern.

8. Flakschiff San Giorgio vor Tobruk

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11.– 14.6.1940
Mittelmeer
Erster Vorstoß der brit. Mittelmeer-Flotte (Adm. A.B. Cunningham) gegen ital. Libyen-Verkehr südlich an Kreta vorbei nach Bengasi und Tobruk. Beteiligt sind die Schlachtschiffe Warspite (FF), Malaya, Träger Eagle, 7. Kreuzergeschwader (VAdm.Tovey) mit Orion, Neptune, Sydney, Liverpool, Gloucester, 9 Zerstörer und alte Kreuzer Caledon und Calypso. Gleichzeitig Vorstoß der franz. Kreuzer (VAdm. Godfroy) Duquesne, Tourville, Suffren, Duguay Trouin und 3 Zerstörer in die Agäis und gegen den Dodekanes. Am 12.6. wird Calypso südlich von Kreta durch das ital. U-Boot Bagnolini (KKpt. Tosoni-Pittoni) versenkt. Die brit. Kreuzer Liverpool und Gloucester mit 4 Zerstörern beschießen Tobruk, dabei Gefecht mit der schwimmenden Batterie San Giorgio (ehem. Panzerkreuzer) und 4 kleinen ital. Hilfsminensuchbooten, von denen Giovanni Berta (Obstrm. Paolucci) mit seinem einzigen 7,6-cm-Geschütz feuernd sinkt.

Nach Luftaufklärungsmeldung über den brit. Verband laufen von Messina die ital. 3. Kreuzer-Division mit Pola, Trento, Bolzano mit der 11. und 12. Zerstörer-Flottille aus und von Tarent die 1. und 8. Kreuzer-Division mit Zara, Fiume, Gorizia, Duca degli Abruzzi, Garibaldi mit der 9. und 16. Zerstörer-Flottille aus. Zu Gefechtsberührungen kommt es aber nicht. Die 1. Zerstörer-Flottille (FKpt. Ruggieri) mit Turbine, Nembo und Aquilone beschießt am 14.6. Sollum (Ägypten).

11.6.– 20.8.1940
Atlantik
Erste Südunternehmung eines dt. U-Bootes. UA (Kptlt. Cohausz) operiert auf dem Ausmarsch vom 11.-19.6. gegen die »Northern Patrol« und versenkt am 16.6. den Hilfskreuzer Andania (13.950 BRT). Auf dem Südmarsch wird am 26.6. das norw. Motorschiff Crux (3828 BRT), und beim ersten Operationsabschnitt im Gebiet der Kanaren und Kap Verden am 14.7. der norw. Tanker Sarita (5824 BRT) versenkt. Nach Versorgung aus Hilfskreuzer Schiff 33 / Pinguin am 19.7. vor Freetown wird am 3.8. der jugosl. Dampfer Rad (4201 BRT) versenkt, und auf dem Rückmarsch noch 3 weitere Dampfer: am 12.8. die griech. Aspasia (4211 BRT), am 19.8. die ungar. Kelet (4295 BRT) und am 20.8. die panam. Tuira (4397 BRT).

13.– 19.6.1940
Pazifik
Dt. Hilfskreuzer Schiff 36 / Orion (FKpt. Weyher) wirft 162 Minen in der Hauraki-Bucht (Neuseeland), 60 weitere zwischen Cuvier-Island und Great-Barrier-Island und im Colville Kanal. In der Hauraki-Bucht sinken am 18.6. der brit. Passagierdampfer Niagara (13.415 BRT), am 13.5.1941 (11 Monate später!) der Hilfsminensucher Puriri (927 BRT). Am 19.6. wird die norw. Tropic Sea (5781 BRT) aufgebracht und mit Prisenbesatzung nach Frankreich entlassen (am 2.9. vor HMS Truant selbstversenkt).

13.6.– 13.7.1940
Mittelatlantik
Dt. Hilfskreuzer Schiff 21 / Widder (KKpt.d.Res. von Ruckteschell) versenkt im westlichen Mittelatlantik am 13.6. den brit. Tanker British Petrol (6891 BRT), bringt am 26.6. den norw. Tanker Krossfonn (9323 BRT) auf (erreicht mit einer Prisenbesatzung St. Nazaire), versenkt am 10.7. die brit. Davisian (6433 BRT) und am 13.7. die King John (5228 BRT).

14.6.1940
Mittelmeer
Vorstoß des franz. III. Geschwaders (VAdm. Duplat) von Toulon aus mit 4 Schweren Kreuzern und 11 Groß-Zerstörern gegen die ligurische Küste. Die 1. Kreuzer-Division mit Algerie, Foch und den Zerstörern Vauban, Lion, Aigle, Tartu, Chevalier-Paul, Cassard beschießt Vadö, die 2. Kreuzer-Division (KAdm. Derrien) mit Dupleix, Colbert und den Zerstörern Vautour, Albatros, Guépard, Valmy, Verdun, die Hafenanlagen von Genua. Ein mutiger Angriff des ital. Torpedoboots Calatafimi und der 13. MAS-Flottille bleibt erfolglos. Ital. Küstenartillerie erzielt einen Treffer auf Albatros. Ein Ansatz der ital. U-Boote Veniero, Neghelli (noch in See befindlich), Scirè und Iride (aus La Spezia kommend) schlägt fehl.

14.– 19.6.1940
Norwegen
Unternehmen »Nora«: Kreuzer Nürnberg, Zerstörer Erich Steinbrinck und die 2. Minensuch-Flottille mit M 9, M 10, M 12 und M 13 bilden Geleit für den Dampfer Levante. Überführung von Teilen der 3. Gebirgsjägerdivision von Trondheim nach Elvegardmoen und Narvik (Ein- und Auslaufen am 17.6.) sowie von Fallschirmjägern zurück nach Trondheim.

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9. Lettischer Minensucher Virsaitis

15.– 17.6.1940
Allgemeine Lage / Baltikum
Sowjetische Truppen besetzen am 15.6. Kowno und Wilna (Litauen). Damit endet die staatl. Existenz Litauens. Der lit. Minensucher President Smetona wird von der Sowjetunion erbeutet und im August als Korall in Dienst gestellt. Am 17.6. besetzen sowjet. Truppen auch Lettland und Estland einschl. des litauischen Grenzstreifens, der nach dem dt.-sowj. Vertrag vom 28.9.1939 deutsches Interssengebiet sein sollte. Dabei wird der lett. Minensucher Virsaitis von den Sowjets erbeutet und im Oktober als Minensucher T-297 in Dienst gestellt. Die kleineren Minensucher Viesturs und Imanta werden als T-298 und T-299 übernommen.

15.– 18.6.1940
Frankreich
Evakuierung der 52. brit. Division und »Norman Force« mit 30.630 Mann unter dem Schutz des Schlachtschiffes Courbet (Kpt.z.S. Croiset) aus Cherbourg. Evakuierung der 1. kanad. Division mit 21.474 Mann ohne Verluste von St. Malo. Aus Brest werden 32.584 Mann der brit. Armee und Luftwaffe sowie weitere alliierte Truppen evakuiert. Hafen wird am 18./19.6. zerstört. Die franz. Flotte verlegt nach Casablanca und Oran.

Auch St. Nazaire und Nantes werden geräumt. Von hier aus werden 57.235 Mann alliierter Truppen nach England überführt. Versenkung des brit. Transporters Lancastria (16.243 BRT) durch dt. Do 215- Bomber am 17.6. mit schweren Verlusten (4000-5000 Mann), etwa 2000 Überlebende werden gerettet, davon die Hälfte durch den UJ-Trawler Cambridgeshire. Von dt. Bombern wird am 17.6. auch der brit. Dampfer Teiresias (7405 BRT) versenkt. Am 18.6. sinkt vor La Pallice durch Minentreffer der Truppentransporter Champlain (28.124 BRT). Die brit. Dampfer Ronwyn (1766 BRT) und Hester (1199 BRT) werden in Rochefort beschädigt aufgegeben, die Dido (3554 BRT) wird in Brest unversehrt von den Deutschen erbeutet.

Die Evakuierung der britischen Expeditionsstreitkräfte vom Kontinent ist am 18.6. offiziell beendet (vgl. aber 19.-25.6.). Frankreich bittet um Waffenstillstand.

15.– 22.6.1940
Ostsee / Atlantik

Dt. Hilfskreuzer Schiff 33 / Pinguin (Kpt.z.S. Krüder) läuft von Gotenhafen aus und unter Sicherung der T-Booten Jaguar und Falke (18.-19.6.) und der Minensucher M 17 und M 18 (ab 19.6.) nach Bergen. Am 22.6. läuft Pinguin vom Sörgulenfjord zum Handelskrieg aus. Zielgebiete: Antarktis und Indischer Ozean.

15.6.– 6.8.1940
Ostsee / Nordmeer
Vom 15.6.-18.7. und vom 23.6.-6.8. werden die sowjetischen U-Boote K-2 und K-1 aus der Ostsee via Weißmeer-Kanal zum Nordpolarmeer verbracht und bei der Nordflotte in Dienst gestellt.

16.6.1940
Nordatlantik
Der aus Brasilien kommende Blockadebrecher Königsberg (6466 BRT), der noch am 6.6. den deutschen Hilfskreuzer Schiff 21 / Widder versorgt hat, wird von seiner Besatzung bei der Annäherung des franz. bewaffneten Trawlers Président Houduce vor Vigo selbstversenkt, um ein Aufbringen zu verhindern.

16.6.– 2.7.1940
Nordatlantik
Von Bergen aus operieren U 61 (Kptlt. Oesten) und U 62 (Oblt.z.S. Michalowski) im Gebiet der Hebriden. Ein Angriff von U 61 auf einen Hilfskreuzer schlägt fehl, auch U 62 verfehlt 2 Schiffe und versenkt nur den brit. Trawler Castleton (211 BRT).

17.6.– 1.7.1940
Nordatlantik
Dritte U-Boot-Welle mit U 52, U 65, U 122, U 26, U 34, U 102, U 99 im Gebiet zwischen Nordkanal und Kap Finisterre. Die nachfolgenden Operationen sind durch mehrere Verluste gekennzeichnet: U 26 (Kptlt. Scheringer †) versenkt am 29.6. den griech. Dampfer Frangoula B. Goulandris (6701 BRT), am 30.6. die norw. Belmoira (3214 BRT) und die estn. Merkur (1291 BRT) und führt am 1.7. Angriff auf den Konvoi OA.175, wobei es die brit. Zarian (4871 BRT) torpediert und anschließend durch Korvette Gladiolus, unterstützt von Flugboot Sunderland ,H’ der RAAF-Sqn. 10, versenkt wird. U 52 (Kptlt. Salman) versenkt am 19.6. den brit. Dampfer The Monarch (824 BRT) sowie den belg. Passagierdampfer Ville de Namur (7463 BRT) und am 21.6. die finn. Hilda (1144 BRT). U 65 (Kptlt. von Stockhausen) versenkt am 21.6. die niederl. Berenice (1177 BRT), am 22.6. den franz. Tanker Monique (7011 BRT), am 30.6. torpediert es die brit. Clan Ogilvy (5802 BRT) und am 1.7. die holl. Amstelland (8156 BRT), der vor La Pallice gesunkene Truppentransporter Champlain wird von U 65 am 21.6. mit Fangschuß zerstört. U 102 (Kptlt. v. Klot-Heydenfeldt †) versenkt am 28.6. den brit. Fischdampfer Castleton (211 BRT), am 1.7. den brit. Dampfer Clearton (5219 BRT) aus dem Konvoi SL.36, wird bei dem Angriff jedoch selbst vom Zerstörer Vansittart versenkt. U 122 (Kptlt. Looff †) versenkt am 20.6. vor dem Nordkanal die brit. Empire Conveyor (ex-dt. Gloria, 5911 BRT), geht jedoch anschließend aus unbekannten Gründen verloren. Möglicherweise wird das Boot am 23.6. von der Korvette Arabis mit Wasserbomben versenkt. Dies wäre der erste Erfolg einer »Flower«-Class Korvette. U 34, U 52 und U 99 laufen zur Ergänzung Lorient an. Die Operationen werden im Juli fortgesetzt.

17.– 28.6.1940
Nordatlantik / Gibraltar

Vom 17.-23.6. marschieren der Schlachtkreuzer Hood, der Flugzeugträger Ark Royal und die Zerstörer der 8. brit. Z-Flottille Escapade, Faulknor, Fearless, Foxhound von Scapa Flow nach Gibraltar. Am 22.6. werden die Schiffe von U 46 (Kptlt. Endrass) bei Windstärke 11 angegriffen, aber Ark Royal bleibt wegen Torpedoversager unversehrt. In den folgenden Tagen stoßen noch die Schlachtschiffe Resolution, Valiant, der Kreuzer Enterprise und die Zerstörer Escort, Foresight und Forester hinzu. Mit Ankunft des Kreuzers Arethusa und VAdm. Somerville an Bord am 28.6. ist die neue »Force H« vollständig. Zusätzlich wird die 13. brit. Z-Flottille mit Active, Wrestler, Vidette, Douglas, Keppel, Vortigern, Wishart und Watchman (der schon im Juli wieder nach England zurückkehrt) in Gibraltar stationiert.

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10. Französische U-Boote in Cherbourg nach der Selbstzerstörung

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18.6.1940
Frankreich
Die dt. 7. Panzerdivision besetzt Cherbourg. Auf der Werft werden 5 unfertige U-Boote, darunter Roland-Morillot, La Martinique und La Praya gesprengt. In Brest werden vor der Besetzung durch die dt. 5. Panzerdivision die zur Reparatur im Hafen liegenden U-Boote Achille, Agosta, Pasteur und Ouessant, der Zerstörer Cyclone, der U-Jäger Ch 16 sowie der Aviso Etourdi gesprengt. — Sloop Vauquois sinkt vor Brest auf einer Mine; in Lorient wird Sloop Enseigne Henri selbst versenkt. In Le Havre werden mehrere im Bau befindliche U-Jäger erbeutet, die im weiten Bauzustand befindlichen Ch 44 und Ch 45 werden als RA 1 und RA 2 in Dienst gestellt, die kaum begonnenen Ch 17, Ch 18, Ch 19, Ch 46, Ch 47 und Ch 48 werden als Minenräumboote RA 3, RA 4, RA 5, RA 6, RA 7 und RA 8 fertiggestellt.

18.6.1940
Nordsee
Dt. Hilfsminensucher M 1802 / Friedrich Müller sinkt nordwestl. Helgoland auf einer Mine.

18./19.6.1940
Luftkrieg Deutschland

RAF Bomber Command greift Hamburg und Bremen an.

18.– 27.6.1940
Atlantik
Vom 18.-23.6. wird das noch unfertige Schlachtschiff Richelieu (Cpt. Marzin) in Begleitung der Zerstörer Fougueux und Frondeur von Best nach Dakar verlegt. Vom 19.-22.6. marschiert das noch unfertige Schlachtschiff Jean Bart (Cpt. Ronarch) aus eigener Kraft und in Begleitung der neuen Zerstörer Le Hardi (mit dem Flottenkommandeur »West« KAdm Laborde an Bord) und Mameluk von St.Nazaire nach Casablanca. Vor Casablanca werden alle Flottenbewegungen von dem brit. Zerstörer Watchman beobachtet. Richelieu erreicht Dakar am 23.6., am gleichen Tag läuft Kreuzer Dorsetshire von Freetown aus und trifft vor Dakar mit dem Flugzeugträger Hermes zusammen.

Am 25.6. kommt der brit. Oberbefehlshaber »Südatlantik«, VAdm. D’Oyly Lyon, mit dem Wasserflugzeugmutterschiff Albatross von Freetown. Kurz vor seiner Ankunft läuft die Richelieu am Mittag des 25.6. nach Casablanca aus, gefolgt von der Dorsetshire, wird aber von Adm. Darlan nach Dakar zurück beordert. Am 27.6. läuft sie, zusammen mit den Hilfskreuzern El Djezair, El Kantara, El Mansour und Ville d’Oran, die von Brest aus hinzustoßen, und den Zerstörern Epervier und Milan wieder in Dakar ein.

18.6.– 19.7.1940
Mittelmeer
Nachschubtransporte mit den ital. U-Booten Bragadino, Corridoni und Zoea von Neapel nach Tobruk und mit Atropo von Neapel nach Leros. Corrodini folgt von Tobruk nach Leros.

19.6.1940
Kanal
Die dt. Schnellboote S 19 (Oblt.z.S. Töniges) und S 26 (Oblt.z.S. Fimmen) versenken vor Dungeness den brit. Frachter Roseburn (3103 BRT).

19.– 25.6.1940
Biskaya
Evakuierung von etwa 19.000 überwiegend poln. Soldaten aus Bayonne und St.Jean-de-Luz. Nach dem offiziellen Abschluss der Evakuieruing werden bei den Operationen »Cycle« (franz. Nordküste) und »Aerial« (Biscaya-Küste) nochmals 144.171 Engländer, 18.246 Franzosen, 24.352 Polen, 4938 Tschechen und 163 Belgier evakuiert, insgesamt 191.870 Mann. Durch dt. Luftangriffe gehen dabei die griech. Adamatios (4277 BRT) bei Île de Ré, die franz. Foucauld (9975 BRT) bei La Pallice, der durch U 25 beschädigte (siehe 5.6.) Tanker Brumaire (7638 BRT) bei Belle Isle und schließlich die franz. Amienois (3713 BRT) auf Le Verdon Reede verloren. Am 20.6. bringt der Zerstörer Beagle einen Zerstörungstrupp nach Bordeaux.

19.– 27.6.1940
Mittelmeer

Aufstellung einer zweiten Welle ital. U-Boote im östl. Mittelmeer: Bausan westl. Kreta, Manara, Menotti südl. Kreta, Sirena vor Sollum, Rubino vor Alexandria, Liuzzi vor Famagusta, Delfino, Squalo, Brin, Tricheco an den Zugängen zur Ägäis. Sirena wird am 21.6. beim brit.-franz. Kreuzervorstoß (siehe 20.-21.6.) mit Wasserbomben beschädigt und läuft Tobruk an.

19.6.– 2.7.1940
Mittelmeer

Aufstellung einer dritten Welle ital. U-Boote im westl. Mittelmeer gegen den franz. Schiffsverkehr zwischen Nordafrika und Südfrankreich. Beteiligt sind H 1, H 4, H 8 (2x) im Golf von Genua, Gondar, Fieramosca (Batterieexplosion) vor der franz. Riviera, Iride, Aradam, Mocenigo, Malachite im Golf von Lyon, Bandiera, Ascianghi, Santarosa, Nani bei den Balearen, Tazzoli, Glauco, Toti vor der Küste Algeriens, Marcello, Medusa vor Bizerta, Capponi, Pisani, Da Procida in der Straße von Sizilien. Capponi (Kptlt. Romei) versenkt am 22.6. den schwed. Frachter Elgö (1888 BRT) nördlich Sfax. Glauco (FKpt. Corvetti) nimmt am 26.6. einen Dampfer unter Artilleriefeuer.

 

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11. Rückführung der Scharnhorst von Norwegen

20.6.1940
Luftkrieg Großbritannien

Dt. Bomber versenken in Cardiff den brit. Dampfer Stesso (2290 BRT).

20.– 23.6.1940
Norwegen

Um die brit. Luftaufklärung von Rückführung des beschädigten Schlachtkreuzers Scharnhorst abzulenken, verlassen Schlachtkreuzer Gneisenau und Schwerer Kreuzer Admiral Hipper Trondheim zu einem Vorstoß in die Island-Faröer Enge. 40 sm nordwestl. von Halten greift das brit. U-Boot Clyde (LtCdr. Ingram) den Verband an und erzielt einen Torpedotreffer am Bug der Gneisenau, so dass die Operation abgebrochen wird. Am 21.6. läuft Scharnhorst in Begleitung der Zerstörer Erich Steinbrinck, Hans Lody, Hermann Schoemann, Karl Galster und der Torpedoboote Greif, Kondor, Falke, Jaguar aus. Angriffe von 6 Swordfish-Torpedo-Flugzeugen der 821. und 823. Sq. FAA von Hatston werden vor Utsire abgewehrt und 2 Maschinen werden abgeschossen. Auch 9 wenig später mit Bomben angreifende Beauforts der 42. Sq. RAF haben keinen Erfolg. Am 23.6. erreicht die Scharnhorst und wird zu Reparaturarbeiten bei den Deutschen Werken in Kiel (DWK) eingedockt.

20.– 21.6.1940
Mittelmeer

Letzte gemeinsame brit.-franz. Operation im Mittelmeer. VAdm. Tovey läuft mit dem franz. Schlachtschiff Lorraine den brit. Kreuzern Orion (FF), Neptune und Sydney, sowie den Zerstörern Stuart, Decoy, Dainty und Hasty zur Beschießung von Bardia aus, die in der Nacht zum 21.6. durchgeführt wird, aber geringe Schäden verursacht. 5 brit. Zerstörer stoßen gleichzeitig an der Küste bis Tobruk vor, ohne Ziele zu finden. Wegen irrtümlicher Luftaufklärungsmeldungen über ital. Verbände stechen von Alexandria aus die franz. Kreuzer Suffren und Duguay Trouin mit drei brit. Zerstörern in See.

20.– 26.6.1940
Mittelmeer

Acht ital. Handelsschiffe brechen unbemerkt von Leros nach Brindisi durch.

21.6.1940
Nordsee

Das brit. U-Boot H 44 (Lt. Normand) versenkt vor Texel den dänischen Frachter Alfa (844 BRT).

21.6.1940
Kanal

Die dt. Schnellboote S 21 und S 32 sinken durch Minentreffer vor Boulogne, 15 sm südl. von Dungeness. S 21 wird 1940 geborgen und repariert.

22.6.1940
Allgemeine Lage / Frankreich

Abschluß des dt.-franz. Waffenstillstandes in Compiègne. Inhalt: Besetzung Frankreichs bis zur Linie westlich und nördlich von Genf – Dôle – Tours – Mont de Marsa – spanische Grenze. Damit ist die gesamte Kanal- und Atlantikküste in dt. Hand. Abrüstung der franz. Wehrmacht bis auf 100.000 Mann. Kleine Luftwaffe und kein Heer. Abrüstung großer Teile der Flotte, aber keine Auslieferung. In Plymouth und Portsmouth liegen zu dieser Zeit: 2 Schlachtschiffe, 2 Großzerstörer, 8 Zerstörer und Torpedoboote, 7 U-Boote und 200 kleinere Fahrzeuge (siehe Tabelle). Fortbestand der franz. Regierung im unbesetzten Teil des Landes. Anfang Juli erfolgt die Übersiedlung nach Vichy. Pierre Laval tritt in die Regierung ein und wird unter Marschall Pétain Ministerpräsident. Ab 25.6. Waffenruhe in Frankreich. In London gründet General Charles de Gaulle am 28.6. das »Nationalkomitee der Freien Franzosen«, das von der britischen Regierung anerkannt wird.

22.6.1940
Nordsee

Die neue frei-französ. Korvette La Bastiaise sinkt bei Manövern vor Hartlepool auf einer Mine.

22.– 25.6.1940
Frankreich

Am 22.6. wird das unfertige franz. T-Boot Le Fier beim Abschleppen nach England vor Oleron durch ein dt. Flugzeug versenkt (später gehoben und als dt. TA 1 weitergebaut). Dt. Truppen erbeuten die unfertigen franz. T-Boote L´Agile (bei Verdon auf Strand gesetzt; als dt. TA 2 weitergebaut), L´Entreprenant (in der Gironde-Mündung selbst zerstört; geborgen, als dt. TA 4 weitergebaut), L´Alsacien (Weiterbau als dt. TA 3), La Farouche (Weiterbau als dt. TA 5) und Le Corse (Weiterbau als dt. TA 6) in Nantes. Auf der Werft von Toulon wird am 23.6. das unfertige U-Boot Emeraude selbst zerstört, am 24.6. das unfertige Kanonenboot Beautemps-Beaupre in Bordeaux. Weitere franz. Neubauten werden in den folgenden Tagen von den Deutschen erbeutet: Zerstörer L´Opinatre und L´Aventurier werden unfertig in Bordeaux erbeutet (Weiterbau als dt. ZF 6 und ZF 7 begonnen, aber 1941 bzw. 1943 eingestellt), ebenso die unfertigen Seeflugzeugtender Sans Peur (Weiterbau als dt. SG 1), Sans Reproche (Weiterbau als dt. SG 2), Sans Souci (Weiterbau als dt. SG 3) und Sans Pareil (Weiterbau als dt. SG 4) in St. Nazaire. In Lorient wird der Rumpf des im ersten Baustadium befindlichen Kreuzers De Grasse erbeutet (zeitweise als dt. Flugzeugträger geplant, kein Weiterbau).

22.– 24.6.1940
Mittelmeer

Vorstoß der 7. ital. Kreuzer-Division (DivAdm. Sansonetti) und der 13. Z.-Fl. von Cagliari aus gegen den franz. Geleitverkehr zwischen Algier und Toulon bis auf die Höhe von Port Mahon. Unternehmen ergebnislos abgebrochen. Aufnahme durch das II. Geschwader mit 10 Kreuzern und 12 Zerstörern.

24.6.1940
Kanal

Bei einem Vorstoß der 2. S-Flottille mit S 1, S 19, S 26, S 31, S 35 und S 36 auf das Gebiet südlich Dungeness versenken S 36 (Oblt.z.S. Babbel) den brit. Tanker Albuera (3477 BRT) und S 19 (Oblt.z.S. Töniges) den kleinen Dampfer Kingfisher (276 BRT).

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12. Italienisches Nachschubgeleit 

24./25.6.1940
Nordsee

Erster Fronteinsatz dt. Torpedoboote des Typs 1935: T 1, T 5 und T 8 fahren Sicherung für einen Geleitzug von Frederikshavn nach Horten

25.6.1940
Biskaya

Kanad. Zerstörer Fraser sinkt nach Kollision mit dem Kreuzer Calcutta in der Gironde.

25.– 27.6.1940
Mittelmeer

Erstes ital. Nachschubgeleit von Neapel nach Tripolis: Truppentransporter Victoria (13.098 BRT) und Esperia (11.398 BRT) mit 1727 Mann an Bord, gesichert durch den Hilfskreuzer Ramb III und die Torpedoboote Orsa und Procione.

27.– 30.6.1940
Mittelmeer

U-Jagdunternehmen der britischen Zerstörer Dainty (Cdr. Thomas), Defender, Decoy, Ilex und Voyager gegen italienische U-Boote südl. Kreta. Auf dem Anmarsch versenken Dainty, Defender und Ilex am 27.6. das von Cypern zurückkehrende U-Boot Liuzzi. Am 29.6. versenken Dainty und Ilex aus einem Vorpostenstreifen südwestlich Kreta Uebi Scebeli, wobei wichtige Schlüsselunterlagen wie das neue Code-Buch mit den Tabellen für Juli 1940 erbeutet werden, und beschädigen die Salpa. Darüber hinaus wird die von Tobruk zurückmarschierende Argonauta versenkt, wahrscheinlich von den selben beiden Zerstörern. Sunderland-Flugboote der RAF-Sqn. 230 beschädigen am 28.6. die zum Vp.-Streifen marschierende Anfitrite, am 29.6. wird die von Tobruk zurückkehrende Sirena verfehlt, und sie versenken am 29.6. die von Alexandria zurückmarschierende Rubino. Nur Ondina südl. Kreta sowie Topazio und Gemma vor Sollum erreichen ihre Positionen.

Operation »MA.3«: Zwei brit. Konvois laufen von Alexandria nach Malta, Deckung durch VAdm. Tovey mit dem 7. Kreuzer-Geschwader Orion, Neptune, Sydney, Liverpool, Gloucester, Fern-Deckungsgruppe mit Schlachtschiffen Royal Sovereign, Ramillies, Träger Eagle und 8 Zerstörern. Weitere brit. Konvois von den Dardanellen und griech. Häfen nach Port Said mit den Kreuzern Capetown, Caledon und den Zerstörern Garland, Nubian, Mohawk, Vampire passieren unbemerkt die ital. U-Boote Jalea, Zaifiro und Ametista an den Eingängen der Ägäis.

Ital. Nachschub-Unternehmen mit den Zerstörern Espero, Ostro, Zeffiro zwischen Tarent und Tobruk. Brit. Luftaufklärung führt das 7. Kreuzer-Geschwader heran. Espero (Flottillenchef FKpt. Baroni) greift den brit. Verband an, um den Rückzug der beiden anderen Zerstörer zu decken und sinkt nach Treffern des austral. Kreuzers Sydney. Der Munitionsverbrauch der brit. Kreuzer wirft akute logistische Probleme auf, da nur noch 800 Schuß 15,2-cm-Munition vorhanden.

28.6.1940
Nordsee

Operation BS.19: Beim Auslegen der brit. Nordsee-Minensperre sichern Zerstörer Javelin und Jupiter einen Verband mit Minenleger Teviot Bank und den 3 Minenleger-Zerstörern Express, Intrepid und Icarus.

29.6.1940
Allgemeine Lage / Frankreich

Erste Tagung der »Truce Commission« in Wiesbaden. Verhandlungen einer franz. (Admiral Michelier) und einer deutschen Delegation (Kapitän Wever) um die Anzahl franz. U-Boote der »Flotte Coloniale«: 4 für Indochina, 4 für Syrien, 6 für Marokko und Algerien. 

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13. Eine Do 17 Z des KG.76 im Anflug 
auf die Kanalinsel Guernsey

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Auf Befehl von Admiral Darlan schlägt die franz. Seite die Demobilisierung der Schlachtschiffe Richelieu, Jean Bart und des Trägers Béarn in Oran sowie der Schlachtschiffe Dunkerque und Strasbourg in Toulon vor. Dieser Vorschlag wird jedoch wegen des brit. Angriffs auf Mers-el-Kébir geändert (siehe 3.7.).

29./30.6.1940
Kanal

Erster Vorstoß der dt. 1. S-Flottille mit S 19, S 24 und S 26 von Cherbourg in das Seegebiet westl. der Isle of Wight. Auf dem Rückmarsch Gefecht mit Handelsschiffen, brit. Helder (979 BRT) wird unter Artilleriebeschuss genommen, bleibt aber unbeschädigt.

30.6.– 1.7.1940
Kanal

Deutsche Besetzung der Kanalinseln Jersey, Guernsey und Alderney durch Heeres- und Marine-Stoßtrupps im Luftransport. Von den Inseln wurden zuvor 22.656 Menschen nach England evakuiert.

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