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Codices musici I und II
Codices musici I [Cod.mus. I]
Der Bestand mit der Signatur Codices musici I gliedert sich in zwei große Gruppen:
Die erste Gruppe umfasst die sog. »Stuttgarter Chorbücher«, die den Rest des Repertoires der ehemaligen Hofkapelle bilden. Ausnahmslos im 16. Jahrhundert entstanden, repräsentieren diese sogar noch in ihrer Unvollständigkeit eine Sammlung, die in Deutschland nur in den Beständen der Bayerischen Staatsbibliothek in München und der Universitätsbibliothek in Jena vergleichbare Gegenstücke besitzt.
Die zweite Gruppe bilden liturgische Handschriften, die zu einem großen Teil mit der Überführung des Säkularisationsbestandes in staatlichen Besitz im Jahre 1803 in die damalige Herzoglich Öffentliche Bibliothek gelangten. Es handelt sich um verschiedene Provenienzen, so etwa das Benediktinerkloster Zwiefalten, die Benediktinerabtei Wiblingen und das Priorat Feldkirch/Vorarlberg, das zur Abtei Weingarten gehörte. Die ältesten Choralhandschriften dieser Gruppe stammen aus der Zisterzienserabtei Schöntal und wurden im späten 12. bis 14. Jahrhundert geschrieben.
Codices musici II [Cod.mus. II]
In der zweiten Reihe der Codices musici finden sich vor allem Erwerbungen der Württembergischen Landesbibliothek, außerdem Stiftungen und Nachlässe württembergischer Komponisten. Diese Reihe wird laufend fortgeführt. Durch Ankäufe können auch bereits vorhandene Bestände ausgebaut werden, so etwa diejenigen zu Niccolò Jommelli und Peter Joseph von Lindpaintner . Aus den Musikernachlässen stechen Namen wie Johann Rudolph Zumsteeg, Josephine Lang, Helmut Bornefeld, Max Seifriz und Hugo Herrmann hervor.
