Lautentabulatur (Cod. Don. G I 4)
Diese bisher von der Forschung kaum beachtete, dreibändige Tabulatur (um 1580-1595 entstanden) für sechs-, teilweise auch sieben- und achtchörige Laute enthält überwiegend Tänze und Liedsätze weltlichen wie geistlichen Charakters, wobei nebst anonymen Stücken auch für die Laute eingerichtete - intavolierte - Werke so bekannter Komponisten wie Giovanni Palestrina, Orazio Vecchi und Orlando di Lasso begegnen. Möglicherweise gehört die Handschrift in den Kontext der hochstehenden Musikpflege am Fürstenbergischen Hof unter Graf Heinrich VIII. (gestorben 1596).
Literatur: Felix Heinzer: Donaueschinger Handschriften und Inkunabeln, in: Zukunft braucht Herkunft - Bedeutsame Erwerbungen der Württembergischen Landesbibliothek seit 1970, Stuttgart 1997, S. 37-39.
