Joseph Huber
17. 4. 1837 zu Sigmaringen, 23. 4. 1886 zu Stuttgart; Violinist und Komponist
Er war Schüler von L. Ganz (Violine) und Marx (Theorie) am Sternschen Konservatorium in Berlin, später von E. Singer und P. Cornelius in Weimar, wo er unter den Einfluß Liszts geriet. 1865 wurde er Mitglied der Hofkapelle in Stuttgart.
Der persönliche Umgang mit Peter Lohmann in Leipzig erweckte in Huber eigenartige, von Wagner weitgehend unabhängige, Bestrebungen auf dem Gebiet musikalischer Formgebung. Er verschmähte die Tonartvorzeichen und schrieb daher scheinbar immer in C dur und A moll.
Literatur: Clytus Gottwald: Joseph Huber (1837-1886) - Biographie eines Vergessenen, in: Musik in Baden-Württemberg, Bd. 5, Stuttgart: Metzler, 1998, S. 145-162.
