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Johann Sigmund Cousser

13.2.1660 zu Preßburg, im November 1727 zu Dublin

Cousser lebte 1674-82 in Paris in intimer Freundschaft mit J.B. Lully. Er wirkte 1698-1704 als Kapellmeister an der Stuttgarter Oper. Anschließend reiste er nach England und wurde Kapellmeister des Vizekönigs von Irland.

Er war der erste Komponist, der nach dem Vorbild der französischen Opernsuiten Ouvertüren und Tanzstücke als Konzertwerke herausgab, was eine vollständige Umwälzung der deutschen Orchestermusik zur Folge hatte. Im Vorwort seiner 1682 in Stuttgart gedruckten und dem Herzog Friedrich Karl zu Württemberg zugeeigneten "Composition de Musique" betont Cousser, daß er sich bewußt an die Schreibweise des "fameux Baptiste", gemeint ist J.B. Lully, anschließe.

Die WLB verwahrt neben dem Erstdruck der "Composition de Musique" auch Coussers "Heliconische Musenlust" (Stuttgart 1700), mit Arien und Duetten aus seiner in Braunschweig komponierten Oper "Ariadne" (1692), letzteres, laut RISM A, 1, 5, K 3077, weltweit im Alleinbesitz.

 


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