Hermann Reutter
17.6.1900 zu Stuttgart, 1.1.1985 in Heidenheim an der Brenz
Er studierte bei Courvoisier und Dorfmüller in München. Seine Kompositionen fanden in Donaueschingen und Baden-Baden wachsende Beachtung im Umkreis der damaligen Avantgarde. Von 1956-1966 war er als Direktor an der Stuttgarter Musikhochschule tätig. Konzerte, zumeist als Liedbegleiter oder Interpret eigener Klavierkonzerte, sowie Vorträge, Seminare und Meisterkurse über Liedkomposition und -interpretation führten ihn nach Nord- und Mittelamerika, Asien und Skandinavien.
Reutter, so steht im New Grove zu lesen, "is among the most productive German composers of his generation, and the most traditionalist". Die Harmonik seiner Werke orientiert sich stark an Pfitzner, die tonale Struktur an Hindemith. Er hat zwar in allen Genres komponiert, bekannt wurde er allerdings für seine Bühnenwerke und Liedkompositionen: "He may, indeed, be considered one of the foremost proponents of the lied tradition in the second half of the 20th century" (New Grove).
Die WLB verwahrt die meisten der im Druck erschienenen Werke Reutters, zum Teil mit handschriftlichen Eintragungen.
