Georg Daniel Speer
2.7.1636 zu Breslau, 5.10.1707 zu Göppingen; Komponist, Kantor und Schriftsteller.
Speer reiste als junger Musiker durch Osteuropa und den Balkan, ließ sich 1665-67 im Stuttgarter Paedagogium "bei der Music gebrauchen " und wirkte dann in Göppingen als Lehrer und Kantor.
Weniger als Komponist, denn als Musikpädagoge und Schriftsteller gehört Speer neben J. Beer, Kuhnau und Printz zu den bedeutendsten deutschen Musikautoren des 17. Jahrhunderts. Er schrieb vier Musikerromane, darunter den "Dacianischen Simplicissimus" und verfaßte eine wichtige Musiklehre, "Grundrichtiger kurtz leicht und nöthiger Unterricht Der musicalischen Kunst" (Ulm 1687).
Diese Musiklehre, deren Erstausgabe die WLB besitzt, ist vor allem in ihren instrumentenkundlichen Teilen eine wichtige zeitgenössische Quelle. Daneben gab Speer auch ein eigenes Gesangbuch heraus sowie ein "Choral Gesang-Buch Auff das Clavir oder Orgel", das erste seiner Art mit Generalbaß-Bezifferung.
