Friedrich Wilhelm Kücken
16.11.1810 zu Bleckede bei Lüneburg, 3.4.1882 zu Schwerin; Komponist.
Er wirkte als Spieler verschiedener Instrumente und Musiklehrer des Prinzen im Schweriner Hoforchester. Kücken lenkte die Aufmerksamkeit auf sich durch schlichte Lieder, die schnell populär wurden. Nach Studien in Berlin, Wien (bei Sechter) und Paris (bei Halévy) wurde er 1851 Hofkapellmeister in Stuttgart, zunächst neben Peter Joseph von Lindpaintner, nach dessen Tod allein als Dirigent. 1861 nahm er seinen Abschied.
Trotz seines großen Studieneifers, sei Kücken nie über "primitiven künstlerischen Geschmack" hinausgekommen, steht im Riemann-Lexikon zu lesen. Seine Gabe, frische und eingängige Melodien zu erfinden, machten ihn jedoch zu einem der beliebtesten Komponisten seiner Zeit. Erwähnenswert ist seine in Paris geschriebene Oper Der Prätendent, die in Stuttgart 1847 uraufgeführt wurde.
Neben zwei Briefen und zahlreichen zeitgenössischen Druckausgaben seiner Werke verwahrt die WLB eine Liederskizze, ein Chorlied (autograph), die handschriftlichen Partituren zu einem Festgesang und zu seiner Oper Der Prätendent.
