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Geschichte der BfZ

Schloss Rosenstein, Bibliotheksgebäude 1920-1944
Schloss Rosenstein, Bibliotheksgebäude 1920-1944

Während des Ersten Weltkriegs entstanden zahlreiche sogenannte Kriegssammlungen, die es sich zur Aufgabe machten, den „Großen Krieg“ möglichst umfassend zu dokumentieren. Im November 1915 gründete der aus Ludwigsburg stammende Unternehmer Richard Franck seine eigene Sammlung (Gründungsaufruf). Aus dieser Privatsammlung ging die „Weltkriegsbücherei“ hervor, die sich seit 1920 im Schloss Rosenstein in Stuttgart befand. Aufgrund ihrer internationalen Bestände entwickelte sie sich bald zu einer bedeutenden Forschungsstätte zu Ursachen, Verlauf und Folgen des Ersten Weltkriegs. 1948 in Bibliothek für Zeitgeschichte umbenannt, ist sie heute eine der größten Spezialbibliotheken zu Politik und Geschichte seit 1914 in Europa.

 

In der bewegten Geschichte der Bibliothek und ihrer Sammlungen spiegeln sich die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 100 Jahre. Sie ist ein Exempel für die Verarbeitung der deutschen Niederlage von 1918 in der Weimarer Republik und die Bibliothekspolitik des Nationalsozialismus. 1940 wurde Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß Schirmherr der Weltkriegsbücherei; dessen Nachfolger suchte Hitler persönlich aus. Mit Kriegsbeginn 1939 hatte man begonnen, die Sammlung auf den Zweiten Weltkrieg auszudehnen (Zeit der Weltkriege). 1944 brannte Schloss Rosenstein bei einem Luftangriff vollständig aus.

Ausstellungsplakat 100 Jahre BfZ

Dennoch wagte man nach 1945 einen schwierigen, aber erfolgreichen Neubeginn. Im Kontext des Kalten Krieges entstand ab 1959 das heutige Marine-Archiv. Als Reaktion auf die Studentenrevolte und auf die aus ihr hervorgegangenen Initiativen wurde 1972 die Sammlung Neue Soziale Bewegungen eingerichtet. 1990 wurde mit dem Aufbau einer umfangreichen Sammlung von Feldpost und Tagebüchern beider Weltkriege begonnen. Außerdem gab die Bibliothek selbst zahlreiche Publikationen heraus, die neue Forschungsergebnisse präsentierten und der Wissenschaft wichtige Nachschlagewerke bereitstellten. Im Jahr 2000 wurde die BfZ zu einer Abteilung der Württembergische Landesbibliothek. Heute stellt die Digitalisierung die Bibliothek vor neue Aufgaben.

Weitere Informationen zur Geschichte der BfZ finden Sie in der Festschrift "100 Jahre Bibliothek für Zeitgeschichte, 1915-2015, Stuttgart 2015".

 

Öffnungszeiten

Lesesaal Sondersammlungen
Gaisburgstraße 4a:
Mo-Fr 10-17 Uhr
Schließungstage s. Aktuelles

Kontakt



Letzte Änderung: 19.12.2016   © 2007 WLB
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