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Inkunabeln

Mit derzeit 7100 Inkunabeln ist die Stuttgarter Sammlung die zweitgrößte in Deutschland. Von Anbeginn an wurde sie kontinuierlich gepflegt und gezielt ausgebaut: Schon Bibliotheksgründer Herzog Carl Eugen wandte seine Aufmerksamkeit neben den Bibeln insbesondere den Inkunabeln zu, so daß schon 1790 rund 2000 Frühdrucke in Stuttgart gezählt wurden. Auf weitere rund 3000 Exemplare wird der Zugang durch die Säkularisation geschätzt. Die Bestände der Klöster Weingarten und Zwiefalten, der Deutschordensbibliothek Mergentheim und des Ritterstiftes Komburg machen darunter den größten Teil aus. Nennenswerte Erweiterungen erfuhr die Inkunabelsammlung dann erst wieder gegen Ende des 19. Jahrhunderts durch die Übernahme der Frühdrucke aus der Hofbibliothek und nach dem Ersten Weltkrieg über die Integration von Drucken aus Blaubeuren und Maulbronn. 1935 kamen mit vielen anderen Büchern mehr als 300 Inkunabeln aus dem Tübinger Wilhelmstift zurück, die im 19. Jahrhundert von Stuttgart aus als Bibliotheksgrundausstattung dorthin gebracht worden waren. In den 60er Jahren konnten die Privatsammlung von Ernst Kyriss, Inkunabeln aus dem Besitz von John Roland Abbey und zahlreiche Ausgaben des florentinischen Bußpredigers Girolamo Savonarola aus einer italienischen Sammlung angekauft werden. Außerdem erlaubte die finanzielle Ausstattung der Bibliothek über viele Jahre hinweg den regelmäßigen Einkauf von Frühdrucken auf Auktionen und in Antiquariaten. Der Spendenfreudigkeit von Privatpersonen und einzelner Institutionen - insbesondere der Bibliotheksgesellschaft - verdankt die Sammlung weiteren Zuwachs.

Schwerpunkte im Bestand sind die Druckwerke, die entweder direkt aus dem südwestdeutschen Raum oder von in dieser Region ursprünglich beheimateten Druckern stammen, daneben aber auch italienische Frühdrucke. Sehr viele Drucke besitzen zudem noch ihren zeitgenössischen Einband.

Inzwischen sind alle Inkunabelexemplare katalogisert und mit ihren individuellen Buchmerkmalen erschlossen im elektronischen Inkunabelkatalog INKA.

Inkunabeln sind mindestens einen Tag vor der geplanten Benutzung persönlich, schriftlich (Brief, Fax) oder per Email (ad@wlb-stuttgart.de) zu bestellen.

Ein gedruckter Katalog des Inkunabelbestandes ist in Vorbereitung.

Übersicht derjenigen Inkunabeln, für die ein weltweiter Alleinbesitz der Landesbibliothek Stuttgart besteht (absolute Unikate).

Beispiel eines bemerkenswerten Inkunabelexemplares im Bestand der Württembergischen Landesbibliothek

Seltene hebräische Inkunabel von Aldus Manutius d. Ä.

 


Öffnungszeiten

Sonderlesesaal:
Mo-Fr: 10-17 Uhr
Sa: 9-13 Uhr

Schließungstage s. Aktuelles

Kontakt



Letzte Änderung: 29.01.2015   © 2007 WLB
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