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Max Hans Kuczynski

In einem Band aus dem Bestand der WLB fanden sich ein handschriftlicher Eintrag und ein Stempel des Bakteriologen und Pathologen Max Hans Kuczynski (1890-1967). Demnach hatte Kuczynski Ernst Haeckels Werk "Prinzipien der generellen Morphologie der Organismen" im September 1912 in Bezau in Vorarlberg erworben.

Bild aus: Illustrirte Zeitung, 6.12.1928

Max Hans Kuczynski hatte Medizin und Naturwissenschaften an den Universitäten in Freiburg, Berlin und Rostock studiert. Im November 1912  heiratete er in Rostock Lotte Dienstfertig. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg ging er an die Charité in Berlin, wo er bereits nach zwei Jahren Direktor der Abteilung für Bakteriologie wurde. Mit der Entdeckung des Erregers des Gelbfiebers 1928 gelang ihm ein großer wissenschaftlicher Erfolg.

Mit der Machtergreifung 1933 wurde Kuczynski im November aus dem wissenschaftlichen Dienst der Charité entlassen. Er war jedoch bereits im Sommer 1933 nach Peru emigriert. Dort arbeitete er ab 1938 am Institut für Sozialmedizin der Universität in Lima sowie für das Gesundheitsministerium in Amazonien.

1935 heiratete Kuczynski seine zweite Frau, Madeleine Godard, eine Tante von Jean-Luc Godard und nannte sich fortan Máxime Kuczynski-Godard. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor: 1941 wurde Michael George (Miguel George) geboren, der Professor in Cambridge war. Der erstgeborene Sohn Pedro Pablo (* 1938) war von 2016 - 2018 Staatspräsident von Peru.


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