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Die Hohe Schule

Das am häufigsten im untersuchten Bestand vorkommende verdächtige Provenienzmerkmal ist der Besitzstempel der so genannten „Hohen Schule“. Diese war als Parteihochschule der NSDAP geplant und sollte verschiedene Außenstellen umfassen. Die gesamte Einrichtung befand sich jedoch zunächst noch „in Vorbereitung“. Eine der Außenstellen, das so genannte „Institut für Biologie und Rassenlehre“ wurde in Stuttgart aufgebaut. Der entsprechende Stempel der „Hohen Schule (in Vorbereitung) Außenstelle Stuttgart. Institut für Biologie und Rassenlehre“ (so der Wortlaut) fand sich bisher in insgesamt 250 Bänden. Es ist davon auszugehen, dass dieses Institut wie viele andere neu gegründete NS-Institutionen beim Aufbau seiner Bibliothek auch von NS-Raubgut profitiert hat. In einzelnen Büchern ließen sich weitere Besitzmerkmale von Personen finden, die den Verdacht auf Raubgut begründen können. Über das Institut in Stuttgart im Allgemeinen und zum Aufbau der Bibliothek im Speziellen konnten bisher weder aus der Forschungsliteratur noch aus Archivmaterial Erkenntnisse gewonnen werden. In Unterlagen aus dem Archiv der Landesbibliothek ist jedoch erwähnt, dass die Bibliothek des Instituts der „Hohen Schule“ in der Kriegszeit nach Schelklingen ausgelagert worden war. Im Mai 1946 wurden die Bücher in die Landesbibliothek gebracht und offensichtlich im Laufe der folgenden Jahre in den eigenen Bestand eingearbeitet.


Kontakt

Projektleitung
Dr. Hans-Christian Pust
Tel. 0711/212-4518

Projektmitarbeiterin:
Maria Nüchter M.A.
Tel. 0711/212-4549


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