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Kessel unter Druck. Protest in Stuttgart 1945-1989

Ausstellung des Stadtarchivs Stuttgart in Kooperation mit der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek

Stuttgart, Stadtarchiv: 14. Dezember 2017 - 4. Mai 2018

Abb.: Plakat der Ausstellung
Gestaltung: Katrin Schlüsener\Grafik Design

Adresse:
Kulturamt - Stadtarchiv
Bellingweg 21
70372 Stuttgart

Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag und Freitag 9-16 Uhr
Mittwoch 9-18 Uhr

Sonderöffnungszeiten:
Samstag 3. März, 14-17 Uhr
Sonntag 21. Januar, 11-16 Uhr
Sonntag 18. Februar, 11-16 Uhr
Sonntag 4. März, 11-16 Uhr
Sonntag 15. April, 11-16 Uhr

Protest prägte das Stuttgart der Nachkriegszeit. Entgegen dem Klischee von der spießigen Kesselmetropole entwickelte sich hier eine lebendige Protestkultur.

Die Bandbreite reichte von Einzelaktionen, über Kunst-Happenings bis hin zu Sitzblockaden und Massendemonstrationen. Ob Teuerungsproteste unmittelbar nach der Währungsreform 1948 oder Gewerkschaftskundgebungen in den 1950er Jahren - in dieser Stadt herrschte ein streitbares Klima. Im Zuge der Studentenunruhen von 1968 fanden auch in Stuttgart zahlreiche Demonstrationen, Sit-ins und Kundgebungen statt. Zahlreiche bunte Aktionen thematisierten in den 1970er und 1980er Jahren das neue Bewusstsein für die Umwelt. Zur gleichen Zeit entwickelten sich im Streit um den NATO-Doppelbeschluss zahlreiche Proteste der Friedensbewegung, die in der berühmten Menschenkette zwischen Stuttgart und Neu-Ulm am 22. Oktober 1983 ihren Höhepunkt fanden. Darüber hinaus gab es in Stuttgart Anwohnerproteste in einzelnen Quartieren wie dem Bohnenviertel, diverse besetzte Häuser und Protestinitiativen wie "Kaputtgart", die sich gegen die Kommerzialisierung der Stadt richteten. Die Ausstellung greift diese Themen auf und zeigt die Vorgänger des "Wutbürgers", der in den letzten Jahren im Protest gegen das Verkehrs- und Infrastrukturprojekt "Stuttgart 21" republikweite Aufmerksamkeit gefunden hat.

Abb.: Wandzeitung „Schluss mit den Fahrpreiserhöhungen“, Stuttgart 1976,
WLB, BfZ, Plakate, 5.8/178

Ausgestellt werden auch mehrere Plakate und eine Wandzeitung der alternativen politischen Kultur aus der Bibliothek für Zeitgeschichte. Die insgesamt 13 Wandzeitungen der Sammlung Neue Soziale Bewegungen aus den Jahren 1976 bis 1979 wurden mit Mitteln der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) restauriert.

Die Vernissage findet im Stadtarchiv Stuttgart am Mittwoch, 13. Dezember 2017, um 19 Uhr statt. Nach der Eröffnung durch Bürgermeister Dr. Fabian Mayer wird die Kuratorin Inken Gaukel in die Konzeption der Ausstellung einführen.


Öffnungszeiten

Mo-Fr: 8-20 Uhr
Sa: 9-13 Uhr

Schließungstage s. Aktuelles


Kontakt

Ansprechpartnerin:
Dr. Ida Danciu
Tel.: 0711/212-4458


 

 


Letzte Änderung: 11.12.2017   © 2007 WLB
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